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Rezensionen verfasst von
Stefan Baumgartner (Linz)

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Illuminati. Thriller
Illuminati. Thriller
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spassiger Seitenwechsler - nicht unbedingt herausragend, 29. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Illuminati. Thriller (Taschenbuch)
Was bekommt man, wenn man Indiana Jones um 30 Jahre altern lässt, ihn in ein Tweed-Jacket zwängt und seinen unvergleichlichen Charme gegen Klaustrophobie auswechselt? Genau, Robert Langdon, den Helden dieses Romanes, der aufgrund seiner Profession als Symbologe zum Weltretter wider Willen wird. Der Leser wird dabei ziemlich turbulent in die Geschichte gebracht: Das ganze beginnt mit einem Mord im CERN und der Entführung einer Ladung Antimaterie, und führt nach einigen Recherchen der Hauptcharaktere in den Vatikan, wo sich Langdon und die Tochter des Verstorbenen mit einem uralten Geheimbund der Wissenschaftler, eben der Illuminati, herumschlagen müssen.
Dabei erlebt der Leser eine 24 Stunden Schnitzeljagd bester Hollywoodmanier durch ganz Rom, wird von einem unglaublichen Mord zum nächsten gejagt, und erlebt selten eine Pause in Form geschichtlicher Fakten und Beschreibung von Kunstgegenständen. Während dieser Part, nämlich das Verfolgen der Illuminati anhand der versteckten Hinweise in den Kunstwerken Berninis, sowie die geschichtlichen Hintergründe der Illuminati noch ziemlich reizvoll, spannend und glaubwürdig ist, ist der Rest der Geschichte unglaublich an den Haaren herbeigezogen und abenteuerlicher Nonsens (böse Zungen könnten behaupten: Eben wieder in bester Hollywoodmanier). Spätestens auf den letzten 200 Seiten verliert sich die Spannung in übertriebenen Ereignissen, die die gesamte Atmosphäre zerstören und in ein vorhersehbares Ende münden.
Bis dahin allerdings entpuppt sich Illuminati durchaus als spannender Seitenwechsler, von dem man sich allerdings nicht zuviel erwarten soll. Der Nachfolger, 'Sakrileg', schafft es da schon eher die interessante Kunstgeschichte in eine nette und unterhaltsame Rahmenhandlung zu binden, ohne übermässig abstrus zu werden, auch wenn auch hier die Historien nicht unbedingt als Fakten angenommen werden sollten.


Dune - Der Wüstenplanet (TV-Neuverfilmung, 2 DVDs)
Dune - Der Wüstenplanet (TV-Neuverfilmung, 2 DVDs)
DVD ~ William Hurt
Wird angeboten von Abakues
Preis: EUR 19,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute TV Umsetzung - mäßige DVD, 29. Mai 2005
Für den am Ende des letzten Jahrhunderts neu ausgelösten Dune-Booms zeigen sich zum einen die neuen Wüstenplanetbücher von Brian Herbert und Kevin J. Anderson verantwortlich, zum andern aber auch die TV Neuverfilmung des Science Fiction Klassikers von Frank Herbert. Zwar gab es schon einen Kinofilm -- damals von David Lynch fantastisch inszeniert und an den Kinokassen unheimlich gefloppt -- die auch im TV mit neuen Szenen ausgestrahlt wurde, dennoch fing auch dieser Ansatz bei weitem nicht den gesamten Stoff der Literaturvorlage ein.
Auch wenn sich die Neuverfilmung von John Harrison sehr genau an das Buch hält und nur wenige Details vermisst, schafft sie es nicht, eine derartig beeindruckende Atmosphäre zu liefern, wie etwa in Lynchs Kinofassung. Das liegt zum einen an der doch fragwürdigen Kostümwahl (wo sind die schwarzen Abaroben der Bene Gesserit hin?), zum anderen aber auch an den Settings und Hintergründen. Dass man am Ende des 20 Jahrhunderts immer noch mit aufgemalten Hintergründen in Studios arbeitet, mag zwar das Budget erleichtern, wirkt aber ziemlich unrealistisch und steril. Die zum Teil sehr gelungen CG Effekte (von der Wüstenmaus abgesehen) passen oft nicht in das Gesamtbild. Ein weiterer Kritikpunkt sind manche Schauspieler. Zwar ist es unmöglich und auch nicht zu verlangen, die einzigartige Cast von David Lynchs bildgewaltiger Szenerie zu kopieren, dennoch wirken einige Schauspieler einfach fehl am Platz bzw. falsch gekastet. Gerade die beliebten Charaktere wie Thufir Hawat, Gurney Halleck und Piter DeVries sind nichts weiter als lächerliche Akteuere in lächerlichen Kostümen. Wirklich herausragen allerdings Julie Cox als Irulan, Ian McNeice als Baron Harkonnen, und vor allem Newcomer Alec Newman als Paul Atreides, der dem Oscar-Preisträger William Hurt die Schau stiehlt. Vor allem der Wandel vom jungen Herzogssohn zum Anführer der Fremen wurde wirklich sehr gut dargestellt. Man kauft Newman sowohl den erwachsenen und überbewussten Messias ab, als auch den fünfzehnjährigen Sohn, der viel schneller erwachsen wird, als ihm lieb ist.
Aber auch, wenn die Bilder nicht mit David Lynchs Sinn für Ästhetik mithalten können, die Geschichte kann das auf jeden Fall. So ist man trotz der 'Mängel', die eine TV Produktion mit sich bringt stundenlang vorm Schirm gefesselt.
Wohingegen die TV Verfilmung man noch als 'gut' beurteilen kann, krankt es allerdings an der DVD Umsetzung. Wo die Fernsehausstrahlung noch in drei Kapitel aufgeteilt war, jedes mit einem runden Spannungsbogen und einem storytechnischen Höhepunkt als Cliffhanger, wurde diese Einteilung auf der DVD komplett entfernt. Alles, was auf einer DVD Platz fand, wurde auch raufgeschmissen, der letzte Teil findet sich auf der zweiten wieder. So endet die erste DVD mit einer ziemlich langweiligen Szene, die eigentlich am Anfang des dritten Kapitels hätte stehen sollen. Darüber hinaus startet startet der Film standardmässig in Englisch, und die Untertitel der Dune eigenen Fremdsprachen sind generell nur in Englisch zu sehen (wenn überhaupt). Das Bonusmaterial, ist etwas spärlich geraten, zudem das zwar detaillierte Making Of doch recht uninteressant ist und Dinge hochpreist, die einem auch beim mehrmaligen Ansehen wieder nicht auffallen. Die DVD des Nachfolger-Projektes ist da schon wesentlich besser geraten.
Im Grunde muss also jeder Dune-Fan für sich selbst entscheiden, ob ihm die handlungsgetreue TV Variante lieber ist als Lynchs opulentes Meisterwerk. Ansonsten ist sie allerdings gutes Entertainment, und notwendige Einleitung zum genialen 'Children of Dune'.
4 Punkte gäbs für die Verfilmung, 3 sinds allerdings nur wegen der mittelmässigen DVD Ausstattung.


Warcraft, Bd.4: Krieg der Ahnen I - Die Quelle der Ewigkeit
Warcraft, Bd.4: Krieg der Ahnen I - Die Quelle der Ewigkeit
von Richard A Knaak
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überraschend spannend und kurzweilig - trotz einiger Mängel, 28. Mai 2005
Zugegeben, Romane zu Videospielen sind mir immer ziemlich suspekt vorgekommen, und der abscheulich schlechte erste Band der 'Doom'-Reihe hat meine Meinung nicht unbedingt gebessert. Dennoch dachte ich mir, als WarCraft Fan der ersten Stunde, dass ich dieser doch interessant klingenden Geschichte einen Versuch geben sollte -- und wurde dabei angenehm überrascht!
'Die Quelle der Ewigkeit' erzählt als erster Band einer Trilogie die Geschichte des ersten Eintreffens der Brennenden Legion, die zwar einen Grundstein der (noch jungen) WarCraft Welt bildet, jedoch in den Spielen nie genauer betrachtet wird. Der von den Dragonlance Romanen bekannte Autor schickt dabei seine Helden aus dem ersten WarCraft Buch tausende Jahre in die Vergangenheit, um den aus den Spielen bekannten Charakteren Tyrande Whisperwind, Illidan und Malfurion Stormrage unter die Arme zu greifen. Die bekannten Charaktere sind gut dargestellt, und verhalten sich auch so, wie man es von den Spielen kennt bzw. von ihnen erwartet, die 'frischen' Helden allerdings sind doch recht klischeehaft charakterisiert, was der Stimmung im Buch allerdings nicht im geringsten schadet. Das Buch entpuppt sich nämlich nach dem ersten zwecktragenden Kapitel zu einem richtigen Seitenwechsler. Die bekannte Welt und der dichte Storyverlauf sorgen für eine Spannung, die zwar vorhersehbar endet, dennoch gut unterhält. Besonders gut gelungen ist dabei die Gestaltung der Nachtelfenkultur, die ein ziemlicher Gegensatz zu der ist, die Spieler der Serie kennen. Sehr interessant werden dabei die Ansätze des Wandel zur naturverbundenden Gesellschaft geschildert, die noch in den Anfängen stecken.
Wirklich überraschende Wendungen gibt es im Buch allerdings nicht -- das ganze ist einfach gutes Entertainment, auch wenn man es in dieser Form vielleicht schon einmal gesehen haben könnte.
Warum der Roman trotz der Lobhudelei 'nur' 3 von 5 Sternen verdient (was immer noch als _gutes_ Buch gilt), liegt vor allem an zwei Dingen: Richard Knaaks Drachenfable, der in jeder Seite im Buch zu spüren ist. Während einige Konversationen der Drachen zwar gut gelungen sind, nerven andere Passagen doch ziemlich, da sie einfach nicht ins Universum passen.
Ein weiterer, viel größerer Kritikpunkt allerdings ist die absolut grottenschlechte Übersetzung. Zahlreiche Grammatik-, Rechtschreib-, und Tippfehler zieren das Buch -- einfach erstaunlich, in wie vielen Arten man 'Mannoroth' schreiben kann.
Wer allerdings darüber hinwegsehen kann, und entweder als literaturvernarrter WarCraft Fan oder als lesestoffarmer Fantasyfreund gilt, kann getrost zugreifen und eine gute Geschichte in einem Fantasyuniversum lesen, dass endlich an Form und Eigenständigkeit gewinnt.


Led Zeppelin II
Led Zeppelin II
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 17,40

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rockend, unbeschwert und richtungsweisend, 26. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin II (Audio CD)
Noch im gleichen Jahr in dem auch das Erstlingswerk erschienen ist, brachten die "Zep Four" mit 'Led Zeppelin II' ein für ihre Karriere ebenso wichtiges wie für die Musik richtungsweisendes Album heraus. Während noch 'Led Zeppelin (I)' die Blues / Bluesrock Einflüsse nicht abstreiten konnte, ist der Nachfolger die konsequente Weiterentwicklung ihres Stils und setzte der Gruppe ihren persönlichen Stempel drauf. Zwar immer noch Bluesrock, aber in einem viel weiteren Spektrum, in einer gelungenen Mischung aus Art, Blues, Hard, Folk-Rock und sogar die ersten Heavy Metal Einflüsse waren zu hören.
Das 'Led Zeppelin II' mit einigen Überraschungen aufwartet zeigt schon der Opener 'Whole Lotta Love', das wohl keiner weiteren Erklärung bedarf. Ähnlich wie 'Stairyway to Heaven' und 'Kashmir' ist eines der Lieder, die die Gruppe wohl am stärksten gebrandmarkt haben, auch wenn es trotz "Top of the Pops" Titelmelodie (seit nun mittlerweile 35 Jahren, in verschiedenen Abwandlungen) bei weitem nicht so abgenutzt klingt wie die anderen erwähnten. Besonders bemerkenswert ist natürlich der legendäre Mittelteil, der besonders bei Live-Aufführungen immer wieder für Improvisationsmöglichkeiten sorgte (wie so vieles bei Zep)
'What Is And What Should Never Be' ist schon wieder etwas bluesiger als der erste Track, hat aber viel Gefühl und besticht vor allem durch Robert Plants einzigartigem Gesang. Ebenfalls eine der Top-Nummern auf der ersten Seite.
Als Erinnerung an das Vorgängeralbum ist 'The Lemon Song' eine typische Bluesrock-Nummer, mit schwerem Bass und Plants allzu bekannten Blues Vocals. Trotz dem harten Gitarrenspiel in einigen Parts eher etwas zum entspannen.
Schließlich und endlich endet die erste Seite mit 'Thank You', und ja, wirklich, wirklich DANKE für diesen Song. Was wär die Menschheit ohne Led Zeppelins genialen Akustik-Nummern, und 'Thank You' ist, für Akustik-Fans, wohl der beste Track auf dem gesamten Album. Richtig zum Mitfühlen, und dank Plants Säusel-Stimme für die Mädels richtig zum Dahinschmelzen. Besonders nett der Refrain mit Background-Gesang.
Die zweite Seite des Albums (bzw. die zweite Hälfte der CD) startet wieder schwer und rockig und bluesig mit 'Hearbreaker', wenngleich auch der Song nicht so flott wie 'Whole Lotta Love' ist. Am besten als Heavy Blues Hard Rock zu beschreiben. Besonders herausstechend ist Jimmy Pages Gitarrensolo in der Mitte.
Etwas schneller hingegen ist 'Living Loving Maid (She's Just A Woman)', welches richtig Spaß macht und richtig zum Haareschütteln anregt. Wieder einmal mit weiteren Vocals der anderen Bandmitglieder und eine Glanz Rock and Roll Nummer auf der zweiten Seite.
Und da ist es wieder, das obligatorische Akustikstück. 'Ramble On', welches wieder Lord of The Rings Referenzen aufweist (bzw. aufweisen soll... gegen Blind Guardian sind diese eher gut versteckt...) und langsam akustisch beginnt, bevor es gegen Ende hin in den Refrains wieder härter zur Sache geht und richtig mitreisst. Fabelhaftes Gitarrenspiel, experimentierfreudiger Sound und eine geniale Stimme von Plant machen es zu einem unausweichlichen Bestandteil jeder Best-Of.
'Moby Dick' ist unausweichlich mit dem Drummer John Bonham verbunden, da er das Stück am meisten geprägt hat. Ganz ohne stimmliche Unterstützung von Plant gehts hier zuerst bekannt blues-hard-rockig zur Sache, bevor Bonham mit einem seiner berüchtigten Drum Soli loslegt. Wie 'How the West Was Won' zeigt artet das ganze auch schon in halbstündigen Orgien aus, und die Faszination lässt sich meiner Meinung nach auch nur Live bzw. in Liveaufnahmen einfangen, nichtsdestotrotz ein Highlight der Cd.
Mit 'Bring It On Home' kommt wieder eine Bluesrock-Nummer, die die zweite Seite und damit auch das ganze Album zum Abschluss bringt.
Auch wenn die Blueseinflüsse noch weit deutlicher zu spüren sind als auf späteren Alben, gibt es trotzdem volle fünf Sterne, allein wegen dem guten Gefühl, das man nach dem Hören hat, und den glanzvollen Akustiknummern auf der CD. Wer es noch nicht hat, und neben der Unbenannten noch etwas von Led Zeppelin im Schrank haben möchte, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Und wer noch kein Fan der Zep Four ist, könnte es durch die werden.


Made in Japan (25th Anniversary Edition)
Made in Japan (25th Anniversary Edition)
Preis: EUR 22,99

113 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Must-Have Live Album, 25. August 2004
"Made in Japan" aus dem Jahr 1972 zeigt die unheimliche Kraft des Live-Acts von Deep Purple in der legendärem Mark II Besetzung um Ian Gillian, Roger Glover, Ian Paice, Jon Lord und 'Wunderkind' Ritchie Blackmore -- und überzeugt auf der ganzen Linie.
Die erste CD ist die Remastered Version der originalen "Made in Japan", und ist -- für ein Doppelalbum bzw. eine 70+ Minuten CD -- mit sieben Tracks auf den ersten Blick etwas spärlich belegt. Allerdings haben es diese sieben Tracks ganz schön in sich, denn jeder Song ist in einer Überlängen-Version zu haben, die nur so von ausufernden Soli und Improvisationen strotzt, die Deep Purple's Live Präsenz nur bestätigen.
Die erste Seite beginnt mit dem alt-bekannten 'Highway Star', die damals viel besser als Opener als (wie heute) als Zugabe geeignet war.
'Child in Time' überzeugt vor allem im legendären Mittelteil, mit heftigem Gitarrenspiel von Blackmore, wenngleich die ruhigen Anfänge durchaus mit der Studioversion mithalten können, was allerdings in der Natur des Stückes liegt.
'Smoke On The Water' - damals ebenfalls der "Rocker zu Beginn" - regt noch mehr zum Haarewedeln und Kopfschütteln an als die Studioversion, und reizt mit den siebeneinhalb Minuten zum absoluten Auspowern an.
'The Mule' mit Paice' Drum Solo ist meiner Meinung nach das eigentliche Glanzstück dieser CD, und ein würdiger Abschluss der ersten LP (sofern es noch Leute gibt, die eine LP Version ihr eigen nennen...). Auch erwähnenswert ist Gillians Gesang und das generelle, lockere Feeling, dass diese Live Version vermittelt. Hier zeigt die Gruppe wirklich, was in Ihnen steckt.
'Strange Kind of Woman' und 'Lazy' läuten die zweite Platte an (bzw. die zweite Hälfte der ersten CD, oder wenn man die Live in Japan Variante besitzt, die zweite CD ... Veröffentlichungschaos), und können vor allem durch die Gitarre bezeugen und ihren Wert gegenüber den Studioversionen ausmachen.
Schließlich und endlich geht es mit einer 19:53 (ja, beinahe 20 Minuten) Version von Space Trucking zum grandiosen Finale über, wo die Gruppe noch einmal alle Register zieht und keine Muskelfaser der Hörer entspannt hält.
Wo allerdings der Remasters-Release besonders besticht, liegt in der zweiten CD dieser Veröffentlichung, die -- unscheinbar betitelt mit "The Encores" wahrliche Live Glanzstücke zeigt:
'Black Night' und 'Speed King' sind um einiges schneller, flotter, härter und -- mit einem Wort -- grandioser als bei jeder anderen Live oder Studioveröffentlichung, die es bislang von Deep Purple gegeben hat. Die Kraft die die Band bei diesen Stücken zu Tage legt ist wahrlich gigantisch!
Die wahre Perle ist allerdings die Rock and Roll Cover 'Lucille', welches bis zu dem Zeitpunkt (sofern ich Deep Purples Veröffentlichungschaos überblickt habe) noch in keiner Aufnahme zu hören war, und wenn, zumindest nicht derartig rockig. Das Stück, das heute immer noch als Encore, also Zugabe, gespielt wird, entfacht in dieser Aufnahme vom 16. August 1972 die ganze Faszination, die es auch heute noch auf die Konzertgänger ausübt. Ein Stück, auf das der Hörer immer wieder - und vor allem immer wieder gerne - hinspielt.
Abschließend kann man sagen, dass diesen Aufnahmen, die an drei Tagen im August 1972 in Japan getätigt wurden, den Flair von Deep Purples Live Auftritten wohl am besten einfängt, wohl als eines der größten Live-Alben aller Zeiten gilt, und von dem manche Fans zu Recht behaupten, dass die Versionen auf dieser Scheibe um einiges besser sind, als die Studio-Versionen, die getätigt wurden. Deep Purple auf ihrem Höhepunkt, ein unverzichtbares Must-Have für alle Rock-Fans
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 8:43 PM MEST


Led Zeppelin IV
Led Zeppelin IV
Preis: EUR 16,61

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Rock-Geschichte, 25. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin IV (Audio CD)
1971, ein Jahr nach dem sehr akustisch orientierten dritten Album, legten Led Zeppelin einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Band nach, von dem Gittarist Jimmy Page selbst meinte, dass dies das bislang beste Album werden soll. Das unbenannte Album, das von Fans in verschiedenen Bezeichnungen -- wie "Runes", "Four Symbols" und "Zoso" aufgrund der Symbole am Ettikett, oder ganz einfach "Led Zeppelin IV" -- genannt wird, sollte ursprünglich als Doppelalbum erscheinen, bevor man sich aufgrund einiger Zeitprobleme doch für ein 1-LP Release entschied. Das die vier nicht mit allen Songs fertig geworden sind, schadet der Qualität allerdings nicht im Geringsten, eher im Gegenteil. Denn das Material, das es bis zur Veröffentlichung geschafft hat, ist durch und durch erhaben und rockt, und zwar von der ersten bis zur letzten Minute.
"Led Zeppelin IV" beginnt mit dem Kracher 'Black Dog', der nach dem Aufwärmen der Gitarren hauptsächlich von Bonhams kraftvollen Schlagzeug und Pages einzigartigem Gitarrenspiel lebt. 'Rock and Roll' ist das, was der Titel verspricht: nämlich Rock and Roll - nun, zumindest ein sehr kraftvolles Tribut an den Rock and Roll, bei dem es sich sowohl Tanzen als auch Luftgitarre spielen lässt.
'Battle of Evermore' ist ein wunderschönes Akustik-Stück, das durch den Einsatz mehrerer Gitarren und Plants ausufernd hohem Gesang ziemlich mystisch klingt und ein angenehmes Fantasy-Flair mit sich bringt, bevor mit 'Stairway to Heaven' die erste Seite des Albums mit dem Song endet, der die Gruppe regelrecht gebrandmarkt hat. Keine Frage, 'Stairway' ist mit Abstand eines der besten Songs der Truppe, welches es wirklich schafft die Emotionen der Hörer durch die 6 Minuten lang zu bündeln, um sie schließlich beim furiosen Finale ganz und gar rauszulassen. Hier liegt auch schon der Vorteil im CD-Release... nachdem man von der ersten Seite schon emotional und körperlich ausgepowert ist, braucht man nicht die Platte umdrehen, sondern kann sich entspannt wieder von neuem aufbauen...
Die zweite, oft unterschätze Seite, beginnt mit 'Misty Mountain Hop', das anscheinend Lord of the Rings Referenzen aufweisen soll und ziemlich funky klingt, was es hauptsächlich Pages Gitarrenspiel zu verdanken hat. 'Four Sticks' ist wieder etwas sehr experimentelles, vordergründig ist der klopfende Sound des Schlagzeugs (und der vier Drumsticks... oh!) und dem monotonen Gitarrensound. Besonders interessant ist hier die Abwechslung zwischen Akustik und Elektrogitarre. 'Going To California' ist - wie 'Battle of Evermore' - wieder ein Akustikstück, das zum Träumen anregt und auf das etwas stärkere Ende hindeuten soll, bist mit 'When the Levee Breaks' ein genauso kraftvoller und stampfender Endgang wie zu Beginn kommt.
Alles in allem wohl das beste Album von Led Zeppelin, das gar keine Schwachstellen aufweist und sowohl als Meilenstein der Band- als auch als der Rockgeschichte zählt. Neben 'Machine Head' von Deep Purple und 'Aqualung' von Jethro Tull unverzichtbar in jeder gut sortierten Plattensammlung...


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