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Rezensionen verfasst von
Stefan Baumgartner (Linz)

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Led Zeppelin II [Ltd.Paperslee
Led Zeppelin II [Ltd.Paperslee
Wird angeboten von Michas24/7 (Preise inkl. Mwst.)
Preis: EUR 17,23

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rockig und richtungsweisend, 25. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin II [Ltd.Paperslee (Audio CD)
Noch im gleichen Jahr in dem auch das Erstlingswerk erschienen ist, brachten die "Zep Four" mit 'Led Zeppelin II' ein für ihre Karriere ebenso wichtiges wie für die Musik richtungsweisendes Album heraus. Während noch 'Led Zeppelin (I)' die Blues / Bluesrock Einflüsse nicht abstreiten konnte, ist der Nachfolger die konsequente Weiterentwicklung ihres Stils und setzte der Gruppe ihren persönlichen Stempel drauf. Zwar immer noch Bluesrock, aber in einem viel weiteren Spektrum, in einer gelungenen Mischung aus Art, Blues, Hard, Folk-Rock und sogar die ersten Heavy Metal Einflüsse waren zu hören.

Das 'Led Zeppelin II' mit einigen Überraschungen aufwartet zeigt schon der Opener 'Whole Lotta Love', das wohl keiner weiteren Erklärung bedarf. Ähnlich wie 'Stairyway to Heaven' und 'Kashmir' ist eines der Lieder, die die Gruppe wohl am stärksten gebrandmarkt haben, auch wenn es trotz "Top of the Pops" Titelmelodie (seit nun mittlerweile 35 Jahren, in verschiedenen Abwandlungen) bei weitem nicht so abgenutzt klingt wie die anderen erwähnten. Besonders bemerkenswert ist natürlich der legendäre Mittelteil, der besonders bei Live-Aufführungen immer wieder für Improvisationsmöglichkeiten sorgte (wie so vieles bei Zep)

'What Is And What Should Never Be' ist schon wieder etwas bluesiger als der erste Track, hat aber viel Gefühl und besticht vor allem durch Robert Plants einzigartigem Gesang. Ebenfalls eine der Top-Nummern auf der ersten Seite.

Als Erinnerung an das Vorgängeralbum ist 'The Lemon Song' eine typische Bluesrock-Nummer, mit schwerem Bass und Plants allzu bekannten Blues Vocals. Trotz dem harten Gitarrenspiel in einigen Parts eher etwas zum entspannen.

Schließlich und endlich endet die erste Seite mit 'Thank You', und ja, wirklich, wirklich DANKE für diesen Song. Was wär die Menschheit ohne Led Zeppelins genialen Akustik-Nummern, und 'Thank You' ist, für Akustik-Fans, wohl der beste Track auf dem gesamten Album. Richtig zum Mitfühlen, und dank Plants Säusel-Stimme für die Mädels richtig zum Dahinschmelzen. Besonders nett der Refrain mit Background-Gesang.

Die zweite Seite des Albums (bzw. die zweite Hälfte der CD) startet wieder schwer und rockig und bluesig mit 'Hearbreaker', wenngleich auch der Song nicht so flott wie 'Whole Lotta Love' ist. Am besten als Heavy Blues Hard Rock zu beschreiben. Besonders herausstechend ist Jimmy Pages Gitarrensolo in der Mitte.

Etwas schneller hingegen ist 'Living Loving Maid (She's Just A Woman)', welches richtig Spaß macht und richtig zum Haareschütteln anregt. Wieder einmal mit weiteren Vocals der anderen Bandmitglieder und eine Glanz Rock and Roll Nummer auf der zweiten Seite.

Und da ist es wieder, das obligatorische Akustikstück. 'Ramble On', welches wieder Lord of The Rings Referenzen aufweist (bzw. aufweisen soll... gegen Blind Guardian sind diese eher gut versteckt...) und langsam akustisch beginnt, bevor es gegen Ende hin in den Refrains wieder härter zur Sache geht und richtig mitreisst. Fabelhaftes Gitarrenspiel, experimentierfreudiger Sound und eine geniale Stimme von Plant machen es zu einem unausweichlichen Bestandteil jeder Best-Of.

'Moby Dick' ist unausweichlich mit dem Drummer John Bonham verbunden, da er das Stück am meisten geprägt hat. Ganz ohne stimmliche Unterstützung von Plant gehts hier zuerst bekannt blues-hard-rockig zur Sache, bevor Bonham mit einem seiner berüchtigten Drum Soli loslegt. Wie 'How the West Was Won' zeigt artet das ganze auch schon in halbstündigen Orgien aus, und die Faszination lässt sich meiner Meinung nach auch nur Live bzw. in Liveaufnahmen einfangen, nichtsdestotrotz ein Highlight der Cd.

Mit 'Bring It On Home' kommt wieder eine Bluesrock-Nummer, die die zweite Seite und damit auch das ganze Album zum Abschluss bringt.

Auch wenn die Blueseinflüsse noch weit deutlicher zu spüren sind als auf späteren Alben, gibt es trotzdem volle fünf Sterne, allein wegen dem guten Gefühl, das man nach dem Hören hat, und den glanzvollen Akustiknummern auf der CD. Wer es noch nicht hat, und neben der Unbenannten noch etwas von Led Zeppelin im Schrank haben möchte, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Und wer noch kein Fan der Zep Four ist, könnte es durch die werden.


Gov't Mule
Gov't Mule
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 20,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassischer Blues Rock der Extraklasse!, 24. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Gov't Mule (Audio CD)
"Don't you mind, people, grinning in your face" schallt es gänsehauterregend in bester Blues-Shouter Manier aus den Boxen, nur diese Stimme, die Son Houses 'Don't mind' gospelartig rezitiert, bis es nach knapp zwei Minuten fließend in schwer getragene Rythmik mit tiefen, langezogenen Bässen und erstaunlicher Gitarrenakrobatik der nächste Blues-Klassiker 'Mother Earth' am Programm steht. Spätestens nach den ersten Chords sollte klar sein: Gov't Mule -- ein Side-Projekt einiger Allman Brothers Band Mitglieder bietet etwas -- das man wohl in der Zeit vor dieser hochkarätigen Gruppierung lange nicht mehr zu hören bekam: Tiefgehenden und brummenden Bluesrock allererster Güte.

Und auch wenn die ersten beiden Tracks brilliant vorgetragene Covers sind und sich perfekt auf dieser Platte wohlfühlen, so entfalten sich die Stärken gerade in den selbstgeschriebenen Stücken, allen voran aus der Feder vom stimmgewaltigen Gitarrenvirtuosen und kreativem Mastermind Warren Haynes, sowie des 2000 verstorbenen Bassisten Allen Woody, die einfach nur Musik in der Richtung spielen wollen, die sie schon ihr ganzs Leben so begeistert hat. Wer dabei an Blues-Rock Größen wie 'Cream', 'Jimi Hendrix Experience' oder die frühen 'Led Zeppelin' erinnert wird, kann beruhigt sein, das ist schon so beabsichtigt. Gerade 'Rocking Horse' und 'Monkey Hill' beweisen das, und zeigen auch schon eine der großen Stärken der Formation auf: Das Album wurde live im Studio eingespielt, und spiegelt als Momentaufnahme die große Jam-Begeisterung. So wird jeder Song mit kraftvollen Gitarren- und Basssoli durchsetzt, umschmeichelt, umspielt, verknüpft und eingenommen, die allesamt durch Mark und Bein gehen.

Mit 'Temporary Saint' beginnt eine Strecke von absoluten Highlights, die Mid-Tempo Nummer geht tief rein und flüssig über in die instrumentale Jam-Session 'Trane'. Mit 'Mule' kommt schließlich der unvermeidbare Top-Track mit Mitgröhl-Refrain. 'Dolphineus' hingegen beginnt viel gelassener und ruhiger, mit wunderbarer Akustik-Gitarren Arbeit, die verdammt an Jimmy Page erinnert, und als kleines Preludium für 'Painted Silver Light' dient, wo dann wieder alle Register gezogen werden. Jede Nummer ein Ohrwurm, jede Nummer zum Mitfetzen, und jede Nummer eine, die sofort ins Blut übergeht und für ewig bleibt.

Bleibt nur noch die Frage, wie die Band zu ihrem einzigartigen eigenartigen Namen gekommen sind. Das Maultier mit der amerikanischen Flagge, welches das Cover ziert und einem frech ... ins Gesicht grinst ... ist zwar eine nette Versinnbildlichung, allerdings soll der Name einer umgangsprachlichen Bezeichnung für einen dicken Frauenhintern entstammen, Und genau dort soll laut Haynes auch die Herkunft der Gruppe liegen....

Wie auch immer, auf dem Debut wird jedem Blues-Rock Freund endlich neuer Stoff geboten, und alle, die endlich wieder ehrliches, dreckiges und raues Gitarrengeschrubbel hören wollen, sei die Platte stark angeraten. Ich hab auf jeden Fall wieder den Blues, und ich bin verdammt froh darüber.


The Information (CD+DVD)
The Information (CD+DVD)
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 13,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beck is back! Ausgefeilter und ausgereifter Musik-Cocktail vom Feinsten!, 12. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: The Information (CD+DVD) (Audio CD)
Becks' Neue hat das Licht der Welt erblickt! Und statt dem Alternativ und Folk Rock lastigem Vorgänger 'Sea Change' wollte Beck Hansen - zusammen mit U2/R.E.M/Radiohead-Produzenten Nigel Godrich - nach eigenen Aussagen ein Hip Hop Album machen. Und das ist es auch geworden. Und dann wieder nicht. Und dann, ganz kurz, doch wieder. Und dann wieder etwas ganz anderes.

Nun, so richtig lässt sich das nicht definieren, dazu ist die neue Scheibe zu vielseitig, aber auch wieder ganz klassisch Beck, fast schon ein Resümee seines bisherigen Schaffens: 'Elevation Music' ist alles, nur nicht Fahrstuhlmusik. Ein träger Chill-Beat, Raps wie seinerzeit bei 'Loser' und ein frech lässiger Refrain. Typisch Beck, auch das Einsetzen der Telefon-Samples, die dann einfach zum Mitmusizieren missbraucht werden. Im Hintergrund ab und zu Akustikgitarre! 'Cellphone's Dead' geht in eine ähnliche Richtung, irgendwo zwischen 'Mellow Gold', 'Odelay' und 'Mutations'. Pacman-Sound gepaart mit Raps und ganz weichen Kuschelrefains. Ein ganz verrückter Cocktail, kommt aber an!

Mit den Gegenätzen geht es weiter: 'Think I'm In Love' besticht durch eine Funk-Bassline, sparsam eingesetzte Klavierbegleitung, eine überraschende Gitarrenbrücke um endlich den Background-Sample-Chor einzuleiten. Strange Apparition hingegen wandert von Folk in Richtung Country, 'Soldier Jane' baut wiederum auf eine Beat-lastige Hintergrundstimmung. Aberwitzig auch 1000BPM, wo sich Odelay-Kenner erinnern, dass er ja schon nur mit "2 Turntables und einem Mikrofon" Musik gemacht hat. Die aktuelle Single - 'Nausea' - erinnert wieder an 'Mellow Gold'-Zeiten, beissende Raps, treibender Gitarrenschlag.

Ruhiger hingegen 'New Round', fast schon wie in einem Schlaflied wird dieser Song vor allem von Becks übereinandergelagertem Gesang getragen und vom Glockenspiel gewürzt. Sphärisch hingegen 'Movie Theme', zudem einen kein passender Film einpassen will, aber trotzdem zum Träumen anregt. 'Dark Star' geht schon fast in Richtung Lounge Musik. Nicht ganz unähnlich wie 'We Dance Alone', aber auf eine andere Art und Weise. Komplett verschieden das freundliche 'No Complaints': Eine Mir-geht-es-gut-Stimmung, begleitet mit Pfeifen, Gitarre und Background Vocals. Groß angelegt ist 'The Horrible Fanfare / Landslide / Exoskeleton' - welches man als alternatives Progressive-Hip-Hop-Chillout-Club-Rock zusammenfassen könnte. Ein ganz gewagtes Klangpotpourri, in dem das gesamte Album zusammenlaufen zu scheint.

Beck scheint sich zu wiederholen. Es ist aber interessant, WIE er das macht! Schafft er es doch, in jedem der Songs die Quintessenz seiner gesamten bisherigen Musikbandbreite zusammenzufassen und immer wieder auf höchst unterschiedliche Art und Weise auszulegen. Jeder Song erinnert an etwas, das Beck schon gemacht hat, wirkt dann aber wieder komplett neu. So klingt auch jedes Stück am Album anders, fühlt sich aber doch zu den anderen zugehörig.

Der Hörer wird sich nicht entscheiden können, in welche Schublade er das neue Album steckt, vielleicht weil das Album sich einfach in keine stecken lässt und sämtliche Schubladen gekonnt zu durchwandern scheint um das beste von allem mitzunehmen.

Das spiegelt sich auch in der genialsten Cover-Idee seit Erfindung der Gatefolds wieder: Mit Millimeterpapier und verschiedenen Stickern ausgerüstet hat jeder Fan die Möglichkeit, sein eigenes Titelbild zu gestalten und einzigartig zu machen. Das und die Bonus-DVD mit Musikvideos zu jedem Titel lassen auch über die kleinen Schwächen des Albums hinwegsehen, die man sowieso mit dem Mikroskop suchen muss, denn allzuviele wird man nicht finden.


With Strings-Live at Town Hall
With Strings-Live at Town Hall
Preis: EUR 7,97

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kammermusik mit Uncle E, 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: With Strings-Live at Town Hall (Audio CD)
Die Konzerte der Eels überraschen die Fans jedes Mal aufs Neue: Eine Mischung aus neuen und alten Songs, wobei letztere im Stil des aktuellen Albums immer wieder neu erklingen. So bekam man beispielsweise auf der 'Tour of Duty' zum bluesigen 'Shootenanny' die sonst so folkigen Nummern wie 'I Like Birds' im schweren Blues-Rock Gewand präsentiert, garniert mit einigen passenden Elvis-Cover-Nummern. Bei der Tour zur aktuellen 'Blinking Lights And Other Revelations' ließ sich Songwriter und Bandleader 'E' etwas besonderes einfallen, um den eher melancholischen und ruhigen Sound des Albums angemessen auf der Bühne wiederzugeben.

So hatte er sämtliche Mitmusiker der vorigen Show entlassen und sämtiche gewohnten Rock-Show-Instrumente durch Celesta, Orgel, Piano, Melodika, Koffer und Mülleimer zur Percussion, Kontrabaß, Western-Gitarre, ein klassisches Streichquartett und eine singende Säge ersetzt, und hauchte so mit einer siebenköpfigen Truppe alten Eels-Songs neues Leben ein. Das Ergebnis nannte sich 'Eels with Strings' und wurde für die Nachwelt auf dieser CD und einer begleitenden DVD festgehalten.

Die Show beginnt mit zwei Stücken des aktuellen Albums, 'Blinking Lights (for me)' und 'Bride of Theme From Blinking Lights', bei denen bald klar wird, dass die neu geschaffene Bühnenpräsenz die wohl beste Art und Weise ist, wie man Songs der aktuellen Scheibe passend vorstellt. 'Bus Stop Boxer' klingt dank der großzügig eingesetzten singenden Säge erfrischend neu, und genauso überrascht 'Dirty Girl', dessen flotter Blues-Rock Kern in den neuen Arrangements durchaus erhalten blieb. Besonders schön erstrahlen die ruhigeren Songs wie 'The Only Thing I Care About', dass in dieser Fassung zu einem meiner absoluten Favoriten geworden ist. Ein weiteres Highlight der ersten Hälfte ist die erste Cover in diesem Konzert: 'Pretty Ballerina', das in dieser einzigartigen Konstellation wie ein typischer Eels-Song klingt und durchaus von E selbst hätte sein können.

Dass man mit Streichquartett und Säge durchaus psychedelisch-progressiv sein kann, beweist Flyswatter, dass nach der Hälfte in eine gespenstische Klangwelt flüchtet, dort ein weilchen verharrt, bis wieder kleine Melodiefetzen wahrgenommen werden können, die mit dem Einsetzen von Es typisch kratzenden Gesangs den Klassiker 'Novocaine for the Soul' erkennen lassen. Für Fans ein Aha-Erlebnis sondergleichen!

Diese Brücke bildet auch den Einstieg in die zweite Hälfte, in der neben wenigen Covers und einem Konzert-Klassiker hauptsächlich Stücke des neuen Albums gespielt werden. Die überraschen zwar nicht ganz so stark wie die Neufassungen der bekannteren Lieder, klingen aber endlich so, wie man sie wohl am Album gerne gehabt hätte: 'Railroad Man', 'If You See Natalie' und erst das zauberhaft-tragische 'I'm Going To Stop Pretending That I Didn't Break Your Heart' profitieren von der neuen Klangumgebung und sind um einiges einprägsamer geworden.

Etwas neuartiger hingegen sind die schnellen Nummern der 'Blinking Lights': 'Losing Streak' und 'Hey Man (Now You're Really Living)'. Bei letzterem verwandeln sich die bezaubernden Damen des Streichquartetts in einen passenden Background-Chor und zeigen eine der humorvollsten Versionen des Songs. Das wiederum ruhigere 'Things The Grandchildren Should Know' lässt die CD stilvoll ausklingen und regt zu einer kleinen Ruheminute an, bevor man sich das ganze nochmals gönnt.

So klingt 'Eels With Strings - Live At Town Hall' wie ein gemütlicher Abend vorm Kamin, mit Zigarre, Tee und einem guten Buch. Die Neuinterpretation der Eels-Songs ist dabei sicher kein Ersatz für ein Eels Konzert (wie erst vor kurzem mit den schwermetallischen Industrial-Shows bei der 'No Strings Attached' Tour zu sehen war) sondern vielmehr ein weiterer Beweis des unglaublichen Genies von Mark Oliver Everett, und einfach eines der "Dinge, die die Enkel kennen sollten"...


Nothing Is Easy: Live at the Isle of Wight 1970
Nothing Is Easy: Live at the Isle of Wight 1970
Preis: EUR 7,77

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoller Live-Act aus der progressiven Tull-Ära, 28. September 2005
Es gab eine Zeit, in der Jethro Tull Veröffentlichungen noch an einer Hand abzuzählen waren, die Songauswahl überschaubar war, der Sound blueslastig und progressiv zugleich war, und die Live-Auftritte das im Studio zugemixte Material mit kraftvollen Interpretationen der Songs ausglichen. Leider sind Aufnahmen aus dieser Zeit rar, und bis auf die bereits erwähnten Tracks bei 'Living In The Past' und der 25er Jahre Box praktisch nicht offiziell vorhanden. Umso erfreulicher, dass eines der ausschlaggebendsten Konzerte in der frühen Tull-Geschichte mitgeschnitten wurde und nun nach über 30 Jahren endlich an die Öffentlichkeit kommt.
Und gleich zu Beginn fragt man sich, warum man so lange darauf gewartet hat: Der frühe Tull-Song 'My Sunday Feeling' klingt kraftvoll und war damals ein genauso genialer Opener wie bei der letzten Best-Of Tournee der Truppe, nur dass er damals von der noch nicht angeschlagenen Stimme Andersons durchaus profitiert hat. 'My God' stellt gleich das erste Highlight der CD dar. Zwar ist es mit weit weniger Istrumenten untermalt als die spätere Albumveröffentlichung auf 'Aqualung', stellt allerdings einen interessanten Work-in-Progress dar, mit der berühmt-berüchtigten geänderte Textzeile und weit ransanter. Und vor allem klingt es unbearbeitet und richtig 'live'. 'With You There To Help Me' muss ebenfalls auf die im Studio zugespielten Teile verzichten (wie das rückwärts gespielte Flöten-Intro), hat dafür einen großartigen Piano-Part und ein tolles Solo von John Evans, welches schon als 'By Kind Permission Of' von 'Living In The Past' bekannt ist. 'To Cry You A Song' klingt hart und heftig, besonders geniale Schlagzeugpassagen, was mittlerweile ja etwas zurückgeschraubt wurde. Der Klassiker 'Bouree' klingt hier noch richtig frisch und hat vor allem ein Original Glenn Cornick Bass-Solo, welches leider etwas zu kurz kommt. Ein weiteres Highlight der CD ist das 'Rearrangement' von 'Dharma For One', welches der Carnegie Hall Version von 'Living In The Past' sehr ähnlich ist: Richtiger Heavy Rock, weniger Bluelastig, dafür mehr Orgelspiel und ein mitreissender Gesang. 'Nothing is Easy' leitet dann gekonnt den letzten Akt ein, bevor die Zugaben nicht nur das Album abschliessen, sondern deutlich aus der Masse herausheben und in die Liga der ganz großen Live-Aufnahmen befördern: Das Medley von 'We Used To Know' und 'A Thousand Mothers' überzeugt nicht nur durch wahnsinng gut gespielte Live-Arrangements der oft übersehenen Klassiker, sondern dokumentiert auch einen gewaltigen Martin Barre, der mit Abstand das beste Solo auf dieser CD ablegt und es auf dieser 30 Jahre alten Aufnahme schafft, doch noch neues Material unterzubringen.
Die Klangqualität ist (offensichtlich restauriert und) für eine Aufnahme aus den frühen 70ern blendend, die Songauswahl gut, und die Performance gehört sicher zu Tulls besten. Darüber hinaus zeigt der harte Unterton und die kraftvolle Interpretation, wie gut manche untergegangene Songs sind, und wie stark die Band früher wirklich war. Und dass, obwohl man zum größten Teil mit heutigen Publikumslieblingen auskommen muss. Vielleicht gefällt mir das Album aber auch nur so, weil es einmal ganz ohne den oft gehörten Lieblingen auskommt und ich es lieber habe, wenn ich altes Material auch aus der richtigen Zeit höre, als die x-te Neu-Und-Live Veröffentlichung zu bekommen. So hebe ich 'Nothing Is Easy - Live At The Isle Of Wight' auf eine Ebene mit 'Bursting Out' und anderen, großartigen Live-Aufnahmen aus der Zeit, wie 'Made in Japan' (Deep Purple), 'Live At Leeds' (The Who) und das auch vor kurzem wiedergefundene 'How The West Was Won' (Led Zeppelin). Für Fans der frühen Tull ist das Album ein Pflichtkauf.
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Aqualung Live
Aqualung Live
Wird angeboten von empire-music
Preis: EUR 16,95

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen A Parkbench, revisited..., 28. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Aqualung Live (Audio CD)
Orchestrale Fassungen und Neuaufnahmen von Publikumslieblingen sind mutige und schwierige Unterfangen, die entweder bei der Fangemeinde ziemlich gut ankommen, oder aber extrem in die Hose gehen. Ian Anderson, Kopf der seit über 35 Jahren durchgehend (!) im Geschäft gebliebenen Rockgruppe Jethro Tull hat sich mit seinem letzten Projekt 'Ian Anderson Plays The Orchestral Jethro Tull' an das erste Mut-Projekt gewagt, und legt nun mit einer Live-Neuaufnahme des Classic Rock Meisterwerks 'Aqualung' (dass meiner Meinung nach in jede gut sortierte Rocksammlung gehört) - dieses Mal wirklich mit der aktuellen Jethro Tull Besetzung - das nächste drauf. Und da ich von ersterem eher geteilter Meinung war, bin ich mit entsprechender Skepsis an das nächste 'Yet, Another Jethro Tull Live' Album gegangen.
Der erste Track - das namensgebende 'Aqualung' - klingt in der Neuaufnahme genauso prächtig und kraftvoll wie im Original, und lässt dank der unglaublichen Klangqualität Konzertfeeling aufkommen. So ist man es gewohnt, und so möchte man es auch hören. Genauso 'Cross-eyed Mary', einer meiner Lieblingstracks des Originals, der zwar weniger oft live gespielt wird, aber genauso gefallen kann. Die ersten beiden Tracks also noch bekannte Kost. Besonders wird es dann ab 'Cheap Day Return', welches mit ein paar neuen Instrument-Untermalungen (The Squeezy Thing, anyone?) genauso begeistert wie damals, und das in blendender Qualität. 'Mother Goose' schiesst dann den sprichwörtigen Vogel des Aqualung-Teil ab, da es nicht nur um einiges besser klingt, sondern auch einen genialen Mittelteil mit ein paar neuen Instrumental-Parts enthält, die ich nicht einmal bei den Live-Versionen gehört habe. Diese Version würde sich ohne Probleme auf einer der neuen Tull-Alben einreihen, ohne "alt" zu wirken, aber zeitlos war Tull ja schon immer. 'Wondring Aloud' ist wieder einer von Ian's Favoriten, und klingt ungefähr wie auf der Live-DVD, nur ohne die professionelle Streicherunterstützung. Vom Höhepunkt der Originalveröffentlichung hier zum netten, bekannten und vertrauten Interludium geworden. 'Up To Me' macht einen spaßigen Ausklang der ehemaligen 'Aqualung'-Seite mit einer äußerst frischen Klangfarbe. Weiter gehts mit "My God", ebenfalls einem Live-Liebling der Fans, gleich darauf folgt eine überraschende und umwerfende Neufassung des sonst so radio-freundlichen 'Hymn 43'. Besonders der neue akustiklastige Anfang erstaunt und weiß auch zu gefallen, Folk-Klänge statt Heavy-Rock. 'Slipstream' und 'Locomotive Breath' halten das bisher hochgehaltene Niveau, bevor der Musikteil der Neuveröffentlichung mit 'Wind Up' sein furioses, kraftvolles und mitreissendes Finale erlebt.
Die neuen Varianten gefallen also durchaus, auch und vielleicht gerade deshalb, weil man das Material schon kennt und es schon damals grandios war. Positiv ist anzumerken, dass man nicht versucht hat, nur mit verändeter Besetzung das gleiche Material 1:1 zu übernehmen, sondern durchaus wieder kreativ herangegangen ist, und so beeindruckende Versionen in beeindruckender Qualität geschaffen hat. Mit dem nachgehängten Bonusmaterial in Form von Kurzinterviews und Andersons Wortgeplänkeln gewinnt 'Aqualung live' immer mehr den Eindruck als Tribut an die Fans des Originals.
So fällt das Fazit am Schluss doch besser aus als anfangs angenommen, und vor allem besser als bei der letzten Ian Anderson Veröffentlichung. Zu Bemängeln, und damit auch Grund für den Stern Abzug, ist die Tatsache, dass man wieder einmal kein neues Material zu hören bekommt, und vor allem, dass die Aufmachung der CD erschreckend simpel und lieblos gestaltet worden ist. Wem das nicht stört, und am Original Gefallen gefunden hat, wird auch an der Live-Variante seinen Spaß haben, und angeregt, seine alte Plattensammlung doch wieder zu enstauben und Klassiker neu aufleben zu lassen.


Ian Anderson Plays the Orchestral Jethro Tull
Ian Anderson Plays the Orchestral Jethro Tull
Preis: EUR 16,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 'Orchestral Jethro Tull' oder nur 'Yet Another Live Album'?, 6. Juli 2005
Die Idee, Rockmusik von einem klassischen Orchester spielen zu lassen bzw. ein Orchester eine Rockmusik beim Spielen zu begleiten ist ja nicht neu, und wurde bereits von einigen Gruppen in mehr oder weniger guter Form gebracht. Jethro Tull bietet sich dank dem Markenzeichen, der Querflöte, für ein derartiges Unternehmen direkt an, und macht da keine Ausnahme, und hatte bereits mit 'A Classic Case' einen solchen Versuch, den ich persönlich sogar für ziemlich gelungen halte. Aber auch die damals vom langjährigen Tull Mitglied David Palmer arrangierte Version hatte ihre Schwächen, und so setzte sich Ian Anderson, das Oberhaupt der Gruppe, selbst an eine Auswahl seiner Stücke, um sie für ein komplett besetztes Orchester umzusetzen.
Das Ergebnis dieses Experiments ist 'Ian Anderson plays the Orchestral Jethro Tull', und will anfangs gar nicht gelingen. Die ersten beiden Tracks ('Eurology' und 'Callindra Shade', übrigens keine Tull Nummern, sondern Songs des letzten Solo Projektes von Anderson) klingen wie auf den Live Konzerten, gut, aber vom Orchester ist nicht wirklich viel zu hören. 'Skating Away' stellt dann als drittes Stück auf der CD auch schon den ersten absolute Tiefpunkt dar: Eine der besten Tull Nummern, wenn nicht sogar die beste, die über die Jahre von der romantischen Akustiknummer zum witzigen und unterhaltsamen 'die Band spielt an anderen Instrumenten als Sonst'-Nummer geworden ist, kann in dieser Fassung überhaupt nicht überzeugen. Das liegt nicht am Orchester, von welchem man sowieso wenig mitbekommt, sondern vor allem an dem Umgang mit den Instrumenten und Andersons Stimme, die bei diesem Stück überhaupt nicht klingen will. Eine schlechtere Performance dieser Nummer habe ich noch nie gehört. 'Up the Pool' und das instrumentelle 'We Five Kings' sind nett und unterhaltsam, das Orchester wieder gelassen im Hintergrund. Bislang unterscheidet sich die Orchesterfassung nicht wirklich von einem 'gewöhnlichen' Jethro Tull Konzert, nur dass halt die Streicharrangements aus der Dose durch 'Echte' ersetzt wurden, und halt bis auf Anderson kein Tull Mitglied dabei ist. Das gleiche übrigens auch bei 'Life is A Long Song', dass aber viel voller klingt als sonst. 'In the Grip of Stronger Stuff' lässt erstmals - wenn auch dezent - das Orchester etwas in den Vordergrund. Für 'Wondring Aloud' gilt das gleiche wie für 'Live is A Long Song', für 'Griminellis Lament' das gleiche wie für 'In the Grip...', nur dass halt hier das Zusammenspiel der beiden Flöten sehr gut gefällt. Schön langsam beginnt das Konzert doch etwas an Klassik zu gewinnen, obwohl man sich fragen muss, ob es so sehr an den Arrangements liegt, oder doch eher an der Stückauswahl. 'Cheap Day Return' ist ganz ok, und 'Mother Goose' erfreut sich ebenfalls einem netten Flötenarrangement. Herausragend wird die erste CD allerdings erst mit 'Bouree', in - oh Wunder - David Palmers Fassung von 1985 - wunderbar arrangiert, gefällt in der Vorstellung noch besser als beim zwanzig Jahre früher erschienenen Werk.
Damit endet auch schon der erste Teil des Konzertes, aber - komischerweise - noch nicht die erste CD. 'Boris Dancing' und 'Living In The Past' wurden noch auf die gleiche Seite gepackt. Aus welchem Grund auch immer.
Wahrscheinlich aber auch nur um die Spreu vom Weizen zu trennen, denn die zweite CD fährt ein ganz anderes Programm als die erste Scheibe. 'Pavane' ist noch auf einer Ebene mit 'Griminellis Lament', aber 'Aqualung' ist dafür umso beeindruckender. Ehrlich, ich dachte schon, dass ich mich an diesem Stück in den letzten Jahren satt gehört hätte, aber diese Version hat mich eines besseren belehrt und weiss von Anfang bis zum Ende zu gefallen. Pompöser Einsatz des Orchesters (endlich!) und überraschende Arrangements können wieder von neuem begeistern. Der gleiche Level wird bei 'God Rest Ye Merry Gentlemen' und 'My God' gehalten, vor allem letzteres überzeugt durch den gelungenen Einsatz der Streichinstrumente.
Als Absolutes Highlight der Doppel-CD und nach dem eher schwächeren ersten Teil voll und ganz versöhnend stellt sich die Mammutfassung von 'Budapest' vor. Das Stück war schon in der Studiofassung genial, aber was hier in knapp fünfzehn Minuten geboten wird ist ein emotionales Musikmeisterwerk der Extraklasse. 'Locomotive Breath' musste ja kommen, und wenn es auch bei weitem nicht an 'Aqualung' oder 'Budapest' rannkommt, als Ausklang ist doch sehr passend.
Nun steht man als langjähriger Jethro Tull Fan und Rezensent zwischen zwei Seiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Während mich die erste Seite doch etwas enttäuscht hat, und mehr ein (immer noch gutes) Ian Anderson Live Album, bei dem man die Streicherarrangements durch ein großes Orchester ersetzt hat, als ein vollwertiges Orchesterspiel ist, kann die zweite CD in jedem Bereich punkten und versöhnt den Höhrer mit neuen und beeindruckenden Fassungen bekannter und liebgewordener Songs. 'A Classic Case' hat mir trotzdem besser gefallen, deshalb gibts diesmal nur drei Sterne.


Warcraft: Krieg der Ahnen II - Die Dämonenseele
Warcraft: Krieg der Ahnen II - Die Dämonenseele
von Richard A. Knaak
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großartige Schlachten, wenig Handlung, 25. Juni 2005
Sichtlich überrascht vom ersten Teil der 'Krieg der Ahnen' Trilogie - der 'Quelle der Ewigkeit' - griff ich zur zweiten Episode, in der Hoffnung, genauso unterhalten zu werden, nur mit weniger Tippfehler.
Der zweite Teil greift nahtlos die Ereignisse aus dem Vorgänger auf und erzählt lückenlos die Geschichte vom ersten Eintreffen der Brennenden Legion weiter. Die unfreiwillig in die Vergangenheit gereisten Charaktere Krasus, der Drachenmagier, Rhonin, der Zauberer und Brox, der Orc-Krieger erleben hautnah den Krieg gegen die Dämonen, und versuchen mit ihrem Wissen entscheidend zum Sieg auf Seiten der Nachtelfen beizutragen. Leider können sie nicht wissen, dass neben der Legion auch noch eine weitere Gefahr lauter wird, nämlich - Knaak-typisch - von Seiten der Drachen. So lässt sich grob die Geschichte zusammenfassen, und leider passiert auch nicht mehr. Der Großteil der Story sind gute und detaillierte Beschreibungen zahlreicher Schlachten, immer wieder kurz von Drachenszenen und kleinen Gustostückchen für die Spieler (beispielsweise das Auftauchen der ersten Untoten, und Shandris Feathermoons Geschichte) unterbrochen. Die wichtigen Plotelemente, wie z.B. der Pfad des Druiden und die Dämonenseele, wurden im großen und ganzen vom Herrn der Ringe und Star Wars zusammengeklaut und unter einem neuen Mantel neu verarbeitet, man erlebt also nichts wirklich neues.
Das ist auch das, was mich an diesem Roman so sehr enttäuscht hat. Zwar sind einige nette Ideen dabei (die Halbgöttin Aviana oder das Auftreten der Satyr), aber im Grunde erlebt man nichts neues, bis auf ellelange Beschreibungen einzelner Schlachtszenarien. Etwas mehr Focus auf den Plot dazwischen hätte nicht geschadet. So fürchte ich, wird der dritte Teil alles zu überstürzt behandeln.
Wem das allerdings nicht stört, kann ruhig zugreifen und erlebt ein durchaus gut geschriebenes Fantasy-Buch, alle anderen sind vielleicht mit Salvatore besser bedient.


Warcraft: War of the Ancients #2: The Demon Soul
Warcraft: War of the Ancients #2: The Demon Soul
von Richard A. Knaak
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,81

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großartige Schlachten, wenig Handlung, 3. Juni 2005
Sichtlich überrascht vom ersten Teil der 'Krieg der Ahnen' Trilogie - der 'Quelle der Ewigkeit' - griff ich zur englischen Ausgabe des Nachfolgers, natürlich auch in der Hoffnung, die Tippfehler aus der deutschen Fassung nicht miterleben zu müssen, was sich auch bewahrheitet hat.
Der zweite Teil greift nahtlos die Ereignisse aus dem Vorgänger auf und erzählt lückenlos die Geschichte vom ersten Eintreffen der Brennenden Legion weiter. Die unfreiwillig in die Vergangenheit gereisten Charaktere Krasus, der Drachenmagier, Rhonin, der Zauberer und Brox, der Orc-Krieger erleben hautnah den Krieg gegen die Dämonen, und versuchen mit ihrem Wissen entscheidend zum Sieg auf Seiten der Nachtelfen beizutragen. Leider können sie nicht wissen, dass neben der Legion auch noch eine weitere Gefahr lauter wird, nämlich - Knaak-typisch - von Seiten der Drachen. So lässt sich grob die Geschichte zusammenfassen, und leider passiert auch nicht mehr. Der Großteil der Story sind gute und detaillierte Beschreibungen zahlreicher Schlachten, immer wieder kurz von Drachenszenen und kleinen Gustostückchen für die Spieler (beispielsweise das Auftauchen der ersten Untoten, und Shandris Feathermoons Geschichte) unterbrochen. Die wichtigen Plotelemente, wie z.B. der Pfad des Druiden und die Dämonenseele, wurden im großen und ganzen vom Herrn der Ringe und Star Wars zusammengeklaut und unter einem neuen Mantel neu verarbeitet, man erlebt also nichts wirklich neues.
Das ist auch das, was mich an diesem Roman so sehr enttäuscht hat. Zwar sind einige nette Ideen dabei (die Halbgöttin Aviana oder das Auftreten der Satyr), aber im Grunde erlebt man nichts neues, bis auf ellelange Beschreibungen einzelner Schlachtszenarien. Etwas mehr Focus auf den Plot dazwischen hätte nicht geschadet. So fürchte ich, wird der dritte Teil alles zu überstürzt behandeln.
Wem das allerdings nicht stört, kann ruhig zugreifen und erlebt ein durchaus gut geschriebenes Fantasy-Buch, alle anderen sind vielleicht mit Salvatore besser bedient.
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(Great Battles - Little Plot)
Visibly suprised from the first part of the 'War of the Ancients' trilogy - 'The Well of Enternity' - i purchased the English release of the sequel, hoping that typing mistakes of the German edition would be missing, as they were actually.
The second part picks up directly the events of the first book and tells the story of the first arrival of the Burning Legion. Krasus, the dragon-mage, Rhonin, the wizard and Brox, the orc warrior - all unintendly thrown into past - experience the first war against the demons, and try to help the night-elves pivotally with their wisdom. Unfortunately, they don't know that there is a new threat besides the Legion, coming - Knaak-like - from the dragons. This is how you can roughly sum up the whole story, and unfortunately nothing more is happening. The main part of the story deals with detailled war scene descriptions, interrupted by dragon stories and small special appearances for the fans of the computer series (like the first undead and Shandris Feathermoon's story). The major plot elements, like the 'Path of the Druid' and the 'Demon Soul' are mainly copied from 'Lord of the Rings' and 'Star Wars' and have been reworked to fit the universe, nothing new in particular.
That is the main reason why I have been a little been disappointed about the novel. In fact there were some good new ideas (like halfgoddess Aviana or the appereance of the satyr), but besides that and the detailled battles you don't experience something new. Some little focus on the plot in-between wouldn't have been admiss. So I fear the third part will rush thorugh these events.
However, if you can live with these minor lacks, you will be rewarded with an well-written and entertaining fantasy book. If not, you better look after Salvatore novels.


Star Wars Trilogie (4 DVDs)
Star Wars Trilogie (4 DVDs)
DVD ~ Mark Hamill
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 60,46

35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Filme, tolle Extras, 3. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Star Wars Trilogie (4 DVDs) (DVD)
Vor nicht allzulanger Zeit in einer Galaxis ganz in der Nähe hatte der nicht mehr so junge, dafür umso reichere Filmemacher George Lucas die Idee, seine bekannteste und beliebteste Filmereihe neu aufzulegen, mit digitalen Effekten aufzubessern und noch nie gezeigte Szenen einzufügen, um die Filme endlich so glänzen zu lassen, wie er es immer wollte. Diese Special Edition kam wieder ins Kino und zog erneut zahlreiche alte und junge Fans an, Leute, die den Krieg der Sterne endlich auf der Leinwand erleben durften und Leute, die ihn wieder im Kino erleben wollten (natürlich konnten diese Leute auch die Videoausgabe, die LEGO Star Wars Bausätze, zahlreiche T-Shirts und Kaffeebecher, sowie Musikkasseten und Wookie-Schultaschen kaufen, aber das ist eine andere Geschichte). Im Zuge des Booms rund um die Vorgeschichten dieser Sternensaga - Episode I-III - erschien nun die Special Edition auf DVD, und man kann es kaum glauben, wieder verbessert und geändert. Nun aber _wirklich_ so, wie Lucas es sich immer vorgestellt hat.
Zu den Filmen selbst braucht man nicht viel zu sagen. Die klassische Star Wars Trilogie ist ein Abenteuermärchen in einer anderen Galaxis, vollgestopft mit wundersamen Welten, eigenartigen Geschöpfen und spannenden Erlebnissen. George Lucas hat ein Universum kreiert, dass einfach zu Träumen und Staunen anregt, nette Geschichten in einem zauberhaftes Szenario, mit Charakteren, die zwar out-of-the-box sind, aber nie besser und sympathischer dargestellt wurden. Die einzelnen Teile dieser Trilogie überbieten sich dabei selbst, gerade von Episode IV auf V wird ein Riesensprung gemacht, nicht nur was die Effekte angeht, sondern vor allem, was die genialen Dialoge zwischen den Charakteren betrifft. Man fühlt sich richtig daheim bei der kleinen Rebellenarmee, die gegen ein finsteres Imperium kämpft, dass schliesslich und endlich im dritten Teil sein Ende finden soll. Mitunter einer der großen Punkte, die in der neuen Trilogie fehlen.
Wie bereits erwähnt wurden die Filme ein weiteres Mal überarbeitet, dieses Mal hauptsächlich in kleineren Dingen. So wurden zum Beispiel einige Lichtschwerteffekte aufpoliert, und Dinge, die man damals vergessen hat, nachzuarbeiten, geändert (Bestes Beispiel: Darth Vaders Lichtschwert in einer bestimmten Szene war weiss, nicht rot). Während sich das ganze bei Episode IV noch in Grenzen hält, ist es bei Episode V schon viel gravierender, indem eine Szene komplett neu geschnitten wurde. Der Imperator aus 'Das Imperium schlägt zurück' ist nun nicht mehr die Frau mit Affenaugen, sondern Ian McDiarmid, der schon in Episode VI und den Prequels in diese Rolle geschlüpft ist. Auch Episode VI enthält einige gravierende Änderungen, allen voran das umstrittene Einfügen des Anakin-Darstellers Hayden Christensen aus der neuen Trilogie, die schon im Vorhinein für viel Aufregung gesorgt hat. Ziemlich witzig eigentlich, wenn man bedenkt dass er einfach nur dasteht.
Über sämtliche Änderungen geben einschlägige Internetseiten natürlich genug Auskunft. Ob die Änderungen nötig waren oder nicht, kann nun jeder Fan für sich selbst entscheiden, mich haben sie nicht wirklich gestört und entfremden die Filme nicht wirklich für mich. Wo allerdings jeder Filmfreund zustimmen muss ist, dass die Bildqualität und die englische Tonspur der DVD Edition über alles erhaben sind. Vor allem das Bild ist gestochen scharf und farbenfroher denn je. Die deutsche Tonspur klingt auch besser als auf meinen alten VHS-Kassetten aus den frühen 90ern, kann aber selbstredend nicht so angepasst werden wie die Englische. Ist mir aber auch lieber, bevor ich eine fremd klingende Synchronisation habe, die den gesamten Film unruhig macht.
Besonderes Gustostück für die Fans ist die Bonus-DVD, die ein gut zweieinhalb Stunden langes Making of enthält, sowie einige Featurettes, die dieses Mal noch besser gelungen sind als bei der schon guten Indiana Jones DVD Box. Ziemlich viel Material zum Stöbern und Staunen, gerade die Anfänge vor dem ersten Film sind interessant. So sehr die DVD Box auch strahlt, so sehr vermisse ich doch das ein oder andere Feature. Zum einen wäre die Bonus Multimedia CD 'Making Magic' nett gewesen, um noch etwas mehr Material für die Fans zu liefern, auch hätte ich gerne die Special Edition Making Ofs dabei gehabt, die immer am Anfang der Kaufkassetten von damals waren. Als ganz besonderes Extra hätte ich mir einen Modus gewünscht, der sämtliche zusätzliche Szenen abknippst und den alten Film mit dem alten Soundtrack zeigt, aber man kann verständlicherweise nicht alles haben.
Bleibt also nur zu hoffen, dass diese gelungene DVD-Box nun wirklich die endgültige Fassung der Star Wars Filme darstellt, und ich mir nicht bei der Episode I-III Box sie nochmal kaufen muss, nur um zu sehen wie George Lucas die Trilogie nun aber ganz wirklich ursprünglich machen wollte.


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