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Rezensionen verfasst von
Din

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Enders: Roman (Starters-Enders, Band 2)
Enders: Roman (Starters-Enders, Band 2)
von Lissa Price
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,99

3.0 von 5 Sternen Enders - Übereiltes, jedoch überzeugendes Ende, 25. Juli 2013
Callie hat Prime Destinations zerstört, den Old Man jedoch noch lange nicht besiegt. Der Chip, der ihr eingepflanzt wurde befindet sich immer noch in ihrem Hinterkopf und erinnert sie tagtäglich daran, dass der Kampf noch lange nicht vorbei ist und damit sollte Callie recht behalten.

Ohne Umschweife startet Enders mit Spannung und hält diese bis zum Schluss bei. Es bleibt definitiv interessant. Der Old Man ist am längeren Hebel und treibt Callie zur Verzweiflung. Zweihundert seitenlang las ich Enders mit gemischten Gefühlen. Erst zum Schluss konnte ich mich zurück lehnen und die Geschichte genießen.

Auf der einen Seite gefiel mir die Spannung und das zügige Voranschreiten der Story, auf der anderen Seite überzeugten mich die Figuren nicht zu hundert Prozent. Meiner Meinung nach hätte die Autorin ihren Charakteren mehr Tiefe schenken können. Obwohl die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, war mir Callie teilweise dennoch fremd und keine Figur mit der ich mich identifizieren konnte. Für mich hatte sie zu wenig Persönlichkeit.

Figuren wie Hayden wachsen praktisch aus dem Boden. Ich empfand seinen Einstieg als holprig und schlecht konstruiert. Generell ist seine Rolle beinahe vorhersehbar. Er taucht zu schnell auf und erhält sofort eine bedeutende Rolle und sogar Vertrauen, doch als Leser kann man so schnell nichts mit ihm anfangen und stutzt. Ich stolperte vor allem über Callies mangelndes Misstrauen, denn ich konnte mit Haydens anfänglicher Rolle nichts anfangen. Zum Glück ändert sich dies zum Schluss.

Die Idee ist spitze, doch an der Umsetzung hapert es etwas. Das hätte einfach besser geschrieben werden können. Die Autorin hätte hier definitiv mehr einbauen müssen (Erklärungen zu den Sporenkriegen, Wiedersehen mit alten Charakteren, Konflikt Callie/Old Man/Hayden, Beziehung Callie/Michael, Beziehung Hayden/Brockmann, Hintergrund Dawson etc.). Generell denke ich, dass Price zu wenig geschrieben hat, der Handlung fehlt es an Fülle, um den Leser mit mehr Informationen zu füttern und die Story abzurunden.

Auf der anderen Seite betrachtet man Starters und Enders als Ganzes, vor allem nach einem wirklich turbulenten Schluss, muss ich zugeben das die Idee wirklich klasse ist und Price sich schon was dabei gedacht hat. Ihr Manko liegt aber in einer übereilten Story, die vielleicht einfach nur zu schnell verfasst wurde. Ich sehe in Enders eine Steigerung zu Starters, doch für vier Sterne reicht es meiner Meinung nach immer noch nicht.

"Trau niemandem außer dir selbst. Und nach einer langen Pause setzte er hinzu: Und dann ziehe auch das in Zweifel."

"Du weißt das ich im Innern der Gleiche bin."
Ich wusste es, aber zugleich begriff ich es nicht.
"Die Persönlichkeit in dieser Hülle – das bin immer noch ich. Was macht mich denn aus? Haut? Die lässt sich mit einem Laser glätten. Muskeln? Dafür gibt es Aufbaupräparate. Fett? Kann man reduzieren. Ich hoffe das ich mehr als das bin. Als das hier." Er umriss mit einer Handbewegung Jeremys Körper. "Dass ich bin, was ich denke, was ich glaube. Was ich fühle."


Silber - Das erste Buch der Träume: Roman
Silber - Das erste Buch der Träume: Roman
von Kerstin Gier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Silber - Süße und heitere Lektüre für jung und... alt?, 23. Juli 2013
"Silber" ist eine heitere leicht oberflächliche Lektüre im Kerstin-Gier-Stil für junges Publikum. Nach der Edelsteintrilogie, die mir sehr gefallen hat, war ich neugierig auf das "erste Buch der Träume". Meinen Erwartungen entsprechend ist die Story herrlich locker und flüssig zu lesen. Typisch Gier eben. Die Charaktere, vor allem Lottie, Mia oder Buttercup, schleichen sich mühelos ins Herz des Lesers. Lediglich die männlichen Figuren konnten mich nicht recht überzeugen.

Die Stereotypen der gutaussehenden Teeangerjungen in dieser Geschichte entspringt einer Wunschvorstellung von jungen Mädchen. Die Art und Weise wie Henry, Grayson und Co reden oder mit Mädchen umgehen, ist ein Ideal wie sich ihn ausschließlich junge Frauen vorstellen, daher auch nur bei Autorinnen auftaucht. So hätte man’s gerne, doch die Realität sieht schon ein bisschen anders aus. "Die beliebteste Clique der ganzen Schule" ist mir persönlich zu flach konstruiert. Ein schiefes Grinsen da, ein strubbliger Wuschelkopf hier – ein beobachtender, nachdenklicher Blick, lässiges an der Wand lehnen, faszinierende Augen. Ja, Frau hätte so was ganz gerne, nur mich berührt so etwas gar nicht und war mir persönlich zu wenig.

Anders als bei der Edelsteintrilogie spürt man hier stärker die jugendliche Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Die Handlung ist leicht oberflächlich angehaucht in rosa Zucker und gewürzt mit einer Prise heiteren Witz. Ein Spaß für junge Leserinnen, doch für All-Age nicht wirklich. Die Zielgruppe hat Gier meiner Meinung nach definitiv erreicht und zufrieden stellen können. Dennoch weiß "Silber" zu unterhalten und den Leser zum Lächeln zu bringen.

Insgesamt also ein süßes Jugendbuch mit gutem Humor. Vielleicht schafft es Gier eine All-Age Story draus zu machen, da der Traumkorridor sowie die Idee der Traumtüren Potenzial besitzen, aber wenn ich an die männlichen Hauptprotagonisten denke, die sich nur durch ihre Namen unterscheiden und Süßholz raspeln, bleibt "Silber" wohl eher in der Jugendbuchkiste. Was schade ist, denn diese öffnet man meist kein zweites Mal. Nichts desto trotz bin ich neugierig auf die Fortsetzungen, da die Story und Hauptfigur Liv sehr amüsant sind, doch sollte man seine Erwartungen nicht allzu hochschrauben oder gute Romantik erwarten.

"Es war nett mit dir zu träumen, Liv."

"Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind."


Die Novizin. Die Gilde der Schwarzen Magier 02.
Die Novizin. Die Gilde der Schwarzen Magier 02.
von Trudi Canavan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen The Black Magician Trilogy Book Two, The Novice - Besser, aber noch lange nicht magisch, 22. Juli 2013
Obwohl mir der erste Band der Saga nicht besonders gefallen hat, hatte ich die Gilde der schwarzen Magier noch nicht aufgegeben. Zu Recht, denn die Fortsetzung "Die Novizin" gefällt mir um einiges mehr. Zwar kennzeichnet sich Trudi Canavan nicht durch Spannung aus, dennoch ist der zweite Teil um einiges interessanter als sein Vorgänger.

Das Buch enthält drei Handlungsstränge. Zum einen dreht sich die Geschichte um Soneas Unterricht und der Alltag als Novizin. Dabei lassen sie die übrigen Novizen, die aus reichen Häusern stammen, ihre Herkunft aus den Hüttenvierteln nie vergessen. Permanent begegnen Sonea Demütigungen und Feindseligkeiten. Die Ungerechtigkeit mit der sie behandelt wird ist beinahe greifbar. Dieser Teil der Handlung war für mich der spannendste, da ich mit großem Interesse verfolgte wie Sonea sich verteidigte. Vor allem der magische Teil sticht hier am stärksten hervor.

Ein weiterer Handlungsstrang bildet Dannyl, der als Botschafter durch die verschiedenen Länder reist. Dieser Handlungsstrang war für mich anfangs recht langweilig, da ich lieber das Geschehen rund um Sonea weiter verfolgen wollte. Erst mit dem Gelehrten Tayend gewinnt Canavan eine interessante Wendung, die ich überaus sympathisch fand. Gefühle zu beschreiben würde ich nicht zu den Stärken der Autorin zählen. Ihr Schreibstil wirkt irgendwie trocken, beinahe sachlich und vielleicht liegt es an der Übersetzung, sprachlich jedoch kann Canavan ebenfalls nicht punkten. Ihre Magier kichern und seufzen in einer Tour, als würden der Autorin keine anderen Verben einfallen. Ein Punkt über den ich hin und wieder gestolpert bin.

Zu guter Letzt begleitet der Leser Administrator Lorlen, dem es schwer fällt seinen Freund und Hohen Lord unbekümmert entgegen zu treten, nachdem er nun um dessen Geheimnis weiß. Akkarin, der im ersten Band kaum Präsens hatte, gewinnt durch die Fortsetzung mehr an Farbe und Tiefe. Ein spannender und geheimnisvoller Charakter, der Neugierde und Interesse weckt.

Ich würde die Saga nicht in den höchsten Tönen loben, doch handelt es sich bei "Die Novizin" um einen netten Schmöker, der Lust auf mehr macht.

"Regin streckte die Hand nach dem Bücherkoffer aus, und Sonea wich zurück. In diesem Moment trat ein hoch gewachsener, schwarz gewandeter Mann aus dem Gang neben ihnen, und Regin erstarrte mitten in der Bewegung. Sonea hatte sich zwar vor Regin in Sicherheit gebracht, war dadurch aber dem Magier, praktisch vor die Füße gelaufen. Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie die Einzige war, die sich noch bewegte, alle anderen Novizen standen stockend da und starrten den Magier an. Den schwarz gewandeten Magier. Den Hohen Lord."


Legend - Fallender Himmel
Legend - Fallender Himmel
von Marie Lu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Legend 01 - Legendäres Potenzial und spannend bis zum Schluss, 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Legend - Fallender Himmel (Gebundene Ausgabe)
Was soll ich sagen? Dieser Auftakt hat mir super gut gefallen. Mittlerweile habe ich schon eine Reihe von Dystopien gelesen und bisher konnte mich nur Panem und die Amor-Trilogie (Delirium, Pandemonium, Requiem) richtig überzeugen. Doch die Legendreihe scheint Potenzial zu haben mit Panem und Amor mithalten zu können.

Die Handlung ist spannend, aber vor allem interessant und spielt in einer Zukunft wo die USA zum Teil überflutet wurde. Die Republik ist im Krieg mit den Kolonien und geht gegen jeden Gegner hart und grausam vor. Seuchen, Strommangel und Armut stehen an der Tagesordnung. Um die Gesellschaft zu erhalten herrscht ein klares System voller strenger Gesetze und Regeln. June glaubt an dieses System und dient treu der Republik. Als ihr Bruder getötet wird, schwört sie sich, seinen Mörder, einen Jungen namens Day, zu fassen. Doch Day ist nicht irgendein Verbrecher. Er ist der meist gesuchteste junge Mann der Republik.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von June und Day erzählt. Doch anders als bei Cassia und Ky in Die Auswahl beherrscht Marie Lu dies um Längen besser, als Ally Condie. Als mir klar wurde, dass das Buch durch zwei Ich-Perspektiven führt, war ich zunächst skeptisch, doch die Autorin schafft es mühelos beide Sichten glaubhaft, aber vor allem spannend darzustellen. June und Day sind interessante Charaktere mit viel Potenzial. Doch auch andere Figuren wie Days Familie oder Tess, aber auch Thomas oder Commander Jameson, können überzeugen.

Eigentlich wollte ich fünf Sterne vergeben, doch stört mich ein kleiner Minuspunkt: Die Liebesgeschichte ist ein bisschen zu gewollt und entwickelt sich vielleicht für meinen Geschmack zu schnell. Das hätte die Autorin definitiv besser ausbauen können. Zwar sind Day und June als Paar sympathisch, doch fehlte bei mir der Funken der rüber kommen muss, wie bei Alex und Lena in der Amor-Trilogie. Ich hoffe, dass Marie Lu in ihren Fortsetzungen dies nachholen wird und nicht in schwülstige Liebesschwüre übergeht.

Insgesamt habe ich mich keine Sekunde gelangweilt und die Story in ziemlich kurzer Zeit durchgelesen. Die Welt von Day und June ist zwar nicht wirklich etwas Neues, doch unterscheiden sich Dystopien was das betrifft auch nicht besonders. Man muss ja nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Wichtig für mich ist: die Charaktere stimmen (auch wenn 17 Jahre das treffendere Alter gewesen wäre, als 15), die Handlung ist spannend, in sich schlüssig und macht Lust auf mehr, aber vor allem packt das Buch den Leser. Mich hat Legend zunächst gewonnen und auf die nächsten Bände freue ich mich schon. Bleibt nur die Hoffnung, dass meine Begeisterung nicht enttäuscht wird. Denn wenn man Reihen wie Die Auswahl, Die Stadt der verschwundenen Kinder oder Starters betrachtet – Dystopien fangen gerne stark an, um dann letzten Endes zu enttäuschen. Hoffen wir mal das Legend nicht dazu gehört.

"Dein Leben gehört mir."


Mercy 4: Befreit
Mercy 4: Befreit
von Rebecca Lim
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mercy 04, Fury - Fassungslos vor so einem qualitätslosem Finale, 12. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Mercy 4: Befreit (Gebundene Ausgabe)
So etwas Schlechtes habe ich lange nicht mehr gelesen. Großes, großes Minus: Ryan. Lim hätte eine große Leistung aus Luc ziehen können. Ein wahnsinnig komplexer, spannender Charakter mit einem Potenzial für eine wirklich! gute Liebesstory. Liebe. Hass. Verrat. Lucifer der gefallene Erzengel und Mercy, die sich einst liebten. Große Story hätte es werden können. Hätte. Stattdessen gibt es eine sehr oberflächliche Figur namens Ryan, der nichts bieten kann, außer dass er laut der Autorin süß ist. Aha. Doch da kommt was ganz anderes rüber:

"Ryan hält mir seine Hand hin, aber ich schüttle abwehrend den Kopf und er wird sofort misstrauisch."
"Ryan ist natürlich bestürzt über meine seltsame Reaktion. Eine Sekunde flackert Wut in seinen Augen auf,…"
"Er hasst Fliegen, sage ich. Nicht die menschliche Art, sondern meine. Ich hatte das Fliegen solange verlernt. Jetzt kann ich es, muss aber auf Ryan Rücksicht nehmen."

Ryan ist ständig misstrauisch, anhänglich, flehend. Immer wieder stolpere ich über sein Verhalten. Es machte es mir unmöglich diesen Charakter anzunehmen.

"Ryan dreht fast durch."
"Ryan brüllt vor Angst."
"Ryan wimmert."

Ryan NERVT wie ein Kleinkind! Mercy will zurück eilen um einen ihrer Brüder zu helfen und Ryan?
"Ryan wirft mir einen harten prüfenden Blick zu…"
Mercy ist überglücklich und umarmt Gabriel, einen ihrer EngelsBRÜDER und Ryan? Zerfließt vor Eifersucht. Mercy will das Richtige tun und Ryan? Lässt sie angewidert los und will duschen gehen, weil er sich schmutzig fühlt. Ein Wort für diese Figur: Ätzend!

"Ich hatte Angst, dass ich nicht mit ihm konkurrieren kann. Dass deine Gefühle für mich nur ein schwacher Abklatsch von dem sind, was du für ihn empfunden hast…" GENAU DAS kommt rüber! Hallooo du siehst genauso aus wie der Teufel??!!! So was Dummes zu lesen macht wütend. Ryan IST der Abklatsch!

"Als ob man in einem Showdown mit dem Teufel siegen könnte."
Richtig. Hat er auch nicht. Zumindest nicht für den Leser.

"Weißt du, was das Schlimmste für mich ist? Dass du mich nicht wirklich brauchst. Ich bin vollkommen überflüssig in diesem ganzen Szenario."
Yepp. Besser hätte man es nicht beschreiben können.

Ryan sieht aus wie Luc. Warum? Hat die Autorin was draus gemacht? Nein, NICHTS! Aus diesem Potenzial zieht sie einfach NICHTS! Mercy sagt selbst, dass sie Luc sehr geliebt hat.

"Und selbst jetzt da ich weiß, was er mir angetan hat, trifft es mich wie ein Keulenschlag, als ich ihn sehe. Und der Gedanke, was wir einander waren, was wir einst miteinander teilten, zerreißt mich innerlich."

Es hätte wirklich eine großartige Liebesgeschichte werden können. Und der nächste in den sich Mercy verliebt sieht genauso aus wie Luc???! Halloooo?? Wieso kommt da keine Erklärung?? Wieso findet es niemand komisch, dass Ryan ausschaut wie Mercy's Ex??? Wieso kümmert es Ryan nicht, obwohl er davon weiß? Ich könnte ins Kissen schreien. Wie soll man Ryan ernst nehmen? Wie soll man Ryans Liebe ernst nehmen???

"Aber wirklich gesehen hat er mich nie – mein wahres Ich. Er kennt mich nur als scharfzüngiges, sarkastisches Wesen, das den Körper einer Fremden bewohnt wie ein Ghul."

Sorry, aber damit konnte ich mich einfach nicht anfreunden. Die Beziehung zwischen Mercy und Ryan war mir total gleichgültig. Das war einfach nur dermaßen schlecht. Armutszeugnis für die Autorin! Lim versucht Mercy und Ryan als Verliebte zu verkaufen und scheitert auf ganzer Linie. Die Dialoge zwischen den beiden sind zum kotzen. Entweder sie säuseln sich voll, diskutieren oder streiten SINNLOS! Und ständig. Ryan macht Mercy immerzu Vorwürfe auf eine so unsympathische Art und Weise, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Und Mercy das hohe, himmlische Wesen wird zur kleinlauten Idiotin.

Es ist zwar nachvollziehbar, dass Mercy durch die Jahrhunderte in menschlichen Körpern auch Menschlichkeit gewonnen hat, dennoch: Nephilim und Mensch – okay, Engel und Mensch – auch gut. Aber ERZENGEL und Mensch? Schwer nachzuvollziehen und auch noch unterirdisch beschrieben. Als Engel ist Mercy gelungen, doch wenn sie Menschlichkeit zeigt: Bumm vom noblen Wesen zum Dummchen mit niveauloser Jugendsprache. Wie kann ein Engel, ein Erzengel sich selbst als freakige Engelsnummer bezeichnen???

Und das Ende? Klein-Ryan bekommt seinen Willen. Was war DAS für ein Schluss??? Viel zu leicht! Unfassbar, ich konnte es wirklich nicht glauben, plötzlich so easy peasy war alles geregelt und tadaa Happy End. Ein absoluter schockierender Schluss. Unbefriedigend und eine wahrhaft schlechte Leistung!

Eigentlich liebe ich die Idee der Erzengel. Der großen Acht, die Mercy vor Luc zu verstecken suchten. Oder das Luc es war, der Mercy verraten und aus dem Himmel verbannt hatte. Man hätte daraus wirklich etwas machen können. Wenigstens war’s nicht langweilig. Nur lächerlich. Ein Plus für den wundervollen Schreibstil, doch diese Reihe verdient keine Empfehlung.

Idee und Schreibe Top. Handlung Flop. Von der Grundidee her super, doch großes, GROSSES Minus: Ryan. Diese Figur schrottet die Story und anhand der abnehmenden Anzahl der Rezensenten sieht man auch, dass diese Reihe auf ganzer Linie gefloppt ist: Band 1 (37 Rez), Band 2 (14 Rez), Band 3 (8 Rez), Band 4 (nur noch 5! Rez). Ich lache die Autorin für ihr verschenktes Potenzial zu Gunsten einer mehr als dummen Liebesstory hiermit schallend aus.

"Nichts ist vorbestimmt. Alles ist Chaos, und daraus musst du dein Leben gestalten."


City of Lost Souls: Chroniken der Unterwelt
City of Lost Souls: Chroniken der Unterwelt
von Cassandra Clare
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Mortal Instruments, Book Five, City of Lost Souls - Gold prüft man im Feuer, 10. Juli 2013
"City of lost Souls" ist was mich betrifft der schwächste Band aus Cassandra Clares Feder. Ich bin ein großer Fan der Chroniken der Unterwelt, als auch Chroniken der Schattenjäger und war von Clare bisher immer viel Witz, Spannung und Fantasie gewöhnt. Zwar unterhält dieser Teil ganz gut. Letzten Endes war er für mich nur "okay" und leider nicht mehr aus folgenden Gründen:

Die Story lässt sehr zu wünschen übrig. Worum ging es eigentlich in City of lost Souls? Die wirklich spannende Handlung findet erst in den letzten Zügen statt und war für meinen Geschmack auch einen Hauch zu dramatisch. Bei der Dramatik ist das so ne Sache, entweder man kippt vor Spannung um oder man kann sich ein Augenrollen nicht verkneifen. Nichts desto trotz der Grad ist schmal und wenn Clare nicht aufpasst, entwickelt sich Jace und Clarys Liebesdrama zu einem Witz.

Die Autorin konzentriert sich in diesem Band hauptsächlich um die zwischenmenschlichen Beziehungen und Liebeleien der Charaktere. Wir bekommen etwas mehr von Magnus und Alec, Izzy und Simon, Maia und Jordan mit, doch hauptsächlich knutschen Clary und Jace. Generell entwickelt sich Clarys Rolle erst zum Ende hin zum besseren und man hat endlich das Gefühl, sie sei eine Schattenjägerin geworden. Zuvor kam sie mir einfach nur vor wie ein rolliges Dummchen.

Weiterhin scheint Clare nicht wirklich etwas Neues einzufallen. Hier komme ich leider nun nicht ohne Spoiler aus, wer diese vermeiden möchte - bitte nicht den Text in den Klammern lesen.

(Jace ist schon wieder besessen, gehirngewaschen was auch immer. Zuvor stand er schon unter Einfluss von Lilith, nun unter Sebastians – ehrlich gesagt nervt diese Dauerschleife etwas. Auch stirbt er wieder in Clarys Armen, um dann vooollkommen "überraschend" wieder zu erwachen. Ach man Clare c’mon. Was soll das? In Jace lodert nun himmlisches Feuer, weshalb er mit Clary nicht weitergehen kann. Fettes AUGENROLL! Ooo weh, wir dürfen uns nicht berühren, aber wir würden sooo gerne. Na das kann ja heiter werden. Mein Problem hier ist, dass Clares gewolltes Drama zu offensichtlich für mich ist.)

Immerhin hat mir "City of lost Souls" in manchen Punkten, doch sehr gefallen:

+ Die Anspielungen auf Chroniken der Schattenjäger. Clare streut immer wieder Andeutungen aus Clockwork Angel und Prince. Die Wiedererkennung von Wills Widmung in Dickens Eine Geschichte aus zwei Städten, das Buch was er Tessa geschenkt hat, hat mir eine Gänsehaut eingejagt. Ebenso Bruder Zacharias Bemerkungen

+ Simon. Simon ist einer der Charaktere bei dem ich das Gefühl habe, hier findet wirklich eine Entwicklung statt. Ich bin ein großer Fan von ihm geworden und finde ihn inzwischen fast interessanter als Clary und Jaces Dauerleidenschaft.

+ Sebastian. Ja, ich weiß, der Typ ist irre und böse, aber endlich führte Clare diese Figur weiter aus und schenkte ihr mehr Tiefe, womit ich persönlich mehr anfangen kann, als wenn alle rumschreien: Der Typ war schon als Baby böööse.

+ Maureen. Sie kommt zwar so gut wie gar nicht vor, doch da scheint noch ein großes Problem auf Simon und die Schattenjäger zuzukommen. Meine Neugier ist jedenfalls geweckt und ich freue mich schon sehr.

Zwei Punkte die ich noch erwähnen möchte, aber nichts mit meiner Kritik zu tun haben: Clare schreibt, als hätte sie einen Anime vor Augen. Ihr Schreibstil erinnert mich beim Lesen sehr stark an Manga, ohne das weder schlecht noch gut zu finden. Und Punkt zwei: Wie kann Jace nur Enten hassen??? :O

Insgesamt liebe ich die Schattenjäger aus New York weiterhin, doch City of lost Souls hat mich dann doch etwas enttäuscht, weshalb ich fairerweise nur drei Sterne vergebe. Ja, auch ein Fan darf mal Kritik loswerden!

"Stolz?, wiederholte er skeptisch. Wenn du halb Engel, halb Mensch bist, bedeutet das nur, dass dur dir deiner eigenen Schwächen ständig bewusst bist. Du bist kein Engel. Der Himmel liebt dich nicht. Raziel interessiert sich nicht für uns. Wir können noch nicht einmal zu ihm beten. Wir beten zu niemandem. Wir bitten um nichts."
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 9, 2013 8:56 PM CET


Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe: Roman
Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe: Roman
von Kami Garcia
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Beautiful Creatures 01 - Highschool trifft Fantasy, 14. Mai 2013
Ethan lebt in einer kleinkarierten Kleinstadt namens Gatlin voller oberflächlicher Bewohner, die alles verabscheuen was anders ist. Obwohl er zu den beliebten Schülern gehört, fühlt sich Ethan einsam, was nicht nur am Tod seiner Mutter und geistigen Abwesenheit seines Vaters liegt. Er wünscht sich Veränderung, die auch eintrifft in Form eines Mädchens: Lena. Lena ist anders als die anderen und innerhalb kurzer Zeit, das verhassteste Mädchen der Stadt. Denn Lena ist die Nichte des Einsiedlers und Sonderlings Macon Ravenwood. Aber vor allem ist sie das Mädchen aus Ethans Träumen.

Eine Fantasy-Liebesstory aus der Sicht eines Jungen empfand ich als positiv, da es mal etwas anderes war, als dieses ständige: Er sah soooo gut aus, dass es weh tat (In-Ohnmacht-fall). Die erste Liebe aus der Sicht eines Jungen ist gerade für Leserinnen interessant und besitzt Unterhaltungswert. Allerdings entstammt Ethan Wate aus der Feder zweier Autorinnen, daher kam ich nicht umhin zu denken: Jaja, so stellt sich Frau das gerne vor. Aber nun gut. Ethan ist für Leserinnen vielleicht gerade deswegen sympathisch, gerade weil er die Schöpfung von Autorinnen ist. Mir jedenfalls war er sehr sympathisch. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt und ist angenehm zu lesen. Die Handlung unterhält und lädt zum Weiterlesen ein. Vor Spannung bin ich zwar nicht umgekippt, doch "Sixteen Moons" ließ sich gut lesen und enthielt einige gute Stellen.

Worin man sich aber bei diesem Buch vor allem klar sein muss, habe ich schon in meiner Überschrift verraten: Die amerikanische Highschool trifft auf Fantasy. Wir erleben die typische Highschool, wie man sie aus Filmen kennt. Eine 0815-Kleinstadt-Highschool-Pampe. Wir lernen eine kleingeistige Stadt kennen (auch nichts Neues) und zwei Teenager, die sich ineinander verlieben. Einer von beiden gehört dem Übersinnlichen an. Sie sind zu verschieden, sie dürfen nicht zusammen sein, Tod und Verderben drohen blablabla.

Leser die Fantasy vom Feinsten erwarten wie die Chroniken der Unterwelt, müssen ihre Erwartungen herunter schrauben. Was nicht bedeuten soll, dass mir Sixteen Moons nicht gefallen hat. Ich mag die Story sogar sehr, doch kann man sie auch nicht in den Himmel loben. Die Highschool und die Stadt Gatlin stehen für meinen Geschmack zu stark im Vordergrund, hier schimmert ein wenig Jugendbuch durch. Doch vor allem überzeugt mich die Reihe mit ihrer Idee: Licht und Dunkel (Fantasy und Highschool haha). Leser die Hexen, Magie und Flüche lieben und sich nicht an Amerikas Klischees stören, kann "Sixteen Moons" gefallen. Bei mir hat es definitiv für vier Sterne gereicht.

Noch zwei kleine Minuspunkte sollen erwähnt sein:
Leider wirken die Nebencharaktere etwas blass: Reece, Ryan, Larkin… wenn sie auftauchten, fiel mir immer überrascht ein: Ach ja die gibt’s ja auch noch.

Besonders zu Anfang des Buches werden die Namen betont oder immer und immer wieder wiederholt. Ethan Wate! Ethan Carter Wate! Ethan! Ethan! Total entnervend. Zum Glück ändert sich dies zum Ende hin, vielleicht ist es mir aber auch nicht mehr so stark aufgefallen wie zu Beginn. Insgesamt eine Story die mir gefallen hat, von der ich aber denke, dass sie nicht jeden überzeugen kann. Da es sich aber um den ersten Band einer Reihe handelt, glaube ich das noch Raum nach oben ist. "Sixteen Moons" hat Potenzial. Vielleicht steckte der erste Teil in den Kinderschuhe.

"Was wären wir ohne Bibliotheken? Wir hätten keine Vergangenheit und keine Zukunft."

"Ich kann dir Bücher aber keine Antworten geben. Sie lächelte. Die Frage ist doch: Bist du Herr über dein Schicksal oder sind es die Sterne?"


Requiem (Delirium Trilogy)
Requiem (Delirium Trilogy)
von Lauren Oliver
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Requiem - Lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, doch ich liebe es, 19. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Requiem (Delirium Trilogy) (Taschenbuch)
Ich fiel dem Postboten fast in die Arme, als er mir das Paket mit "Requiem" brachte. Seit Panem habe ich bei einer Dystopie nicht mehr so mitgefiebert. Obwohl ich bezüglich der Liebesgeschichte wirklich unzufrieden bin (sie hinterlässt folgendes Gefühl: Das soll's gewesen sein??? Ich wollte soviel mehr!!! Ich hätte echt heulen können - na gut ein paar Tränchen sind geflossen), gehört die Amor-Trilogie mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingen.

Requiem ist aus Lena's und Hana's Sicht beschrieben. Während die eine in der Wildnis ums Überleben kämpft, fürchtet die andere um das System, an das sie so fest geglaubt hatte.

Ich habe ein bisschen gemischte Gefühle für den dritten Band, weil ich mir ehrlich gesagt einfach mehr gewünscht hätte. Auf der einen Seite liebe ich Lauren Olivers Schreibstil, die Mühelosigkeit wie sie ihren Figuren Leben einhaucht und die Story interessant und spannend gestaltet, hat mich richtig begeistern können. Auf der anderen Seite fehlt mir jedoch der Zauber, der mich in Delirium und Pandemonium so glücklich gemacht hatte.

Negativ für mich war, dass Lena Alex's Worten viel zu schnell Glauben schenkt. Ich hatte noch deutlich vor Augen wie er Cummings zitiert (Ich trage dein Herz, ich trage es in meinem Herzen) oder sich für sie opfert, damit sie in die Wildnis fliehen kann. Diese Unsicherheit hätte zur alten Lena gepasst. Ihr schnelles Aufgeben passte nicht zu dieser neuen, stärkeren Lena. Aber nun gut. Die Autorin wollte Gefühlschaos, also lässt sie Lena mal in dem Glauben, schließlich will man dem Leser ein bisschen Achterbahn (Dreicksbeziehungen) bieten. Nachdem ich mich innerlich gewappnet hatte, hoffte ich inständig, dass die Autorin den Zauber der Liebe von Lena und Alex, den man selbst noch in "Pandemonium" spüren konnte, nicht zerstört. Protagonist Julien kann einfach nicht mit der wahren Liebesstory mithalten und ist mehr oder weniger ein Trostpflaster. Ein Mittel zum Zweck für die Autorin damit sie ihre Dreicksgeschichte einbauen kann. Wem's gefällt "Herzlichen Glückwunsch", ich bin allerdings der Meinung je früher sich eine Dreieckbeziehung in einer Geschichte auflöst, desto besser für die Geschichte.

Die Amor-Reihe insgesamt ist fesselnd und spannend. Ich liebe die Charaktere und die Liebesgeschichte zwischen Lena und Alex. Alex hat es mir einfach angetan. Es ist eine Trilogie, bei der man die Geschichte in sich aufsaugt, man fiebert mit, doch vor allem leidet man mit. Hauptsächlich fühlte ich beim Lesen Traurigkeit. Ich vermisste bei "Requiem" dieses warme Gefühl im Bauch, die "schönen" Passagen, die für mich ein Highlight ausmachten. Das Salz in der Suppe. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, die Geschichte ist klasse, eine der besten Dystopien seit Panem, doch es ist wie bei einem gelungenen traurigen Film: die Charaktere und Handlung begeistern, doch hinterlässt die Geschichte kein glückliches Gefühl. Sie endet zu schnell und gibt zu wenig.

Das soll keine Kritik sein, schließlich spreche ich hier von einer Dystopie und Traurigkeit ist ja nichts Schlimmes (es kann ja nicht immer alles Happy sein). Der Schluss der Amor-Reihe ist sehr treffend, da niemand weiß was die Zukunft bringt, doch ich wünschte wirklich, dass Lauren Oliver ein bisschen mehr auf die Gefühle eingegangen wäre, ein paar kleine Highlights hätten mich wirklich glücklich gemacht, trotz einer ungewissen Zukunft.

Damit hätte ich leben können, wenn mich die Autorin ein bisschen mit dem gefüttert hätte, wonach ich hungrig war. Auch hier bitte nicht falsch verstehen: Ich brauche keinen Kitsch und leidenschaftliche Liebesschwüre. Beim Lesen sehnte ich mich einfach nach dem Zauber, den Lauren mit ihrem Schreibstil in den beiden Vorgängerbänden wunderbar hingekriegt hat. Ich bin nicht enttäuscht. Ich bin einfach nur nicht satt.

So in den nächsten Zeilen möchte ich schreiben wie ich den Schluss bezüglich der Dreiecksgeschichte sehe und wie ich generell die unausgesprochenen Stellen sehe. Denn leider gibt es was die zwischenmenschlichen Beziehungen angeht, unausgesprochene Knackpunkte, die alles abgerundet hätten, aber leider fehlten. Ich hab mir wirklich einen Kopf darüber gemacht. Nachdem ich "Requiem" zu Ende gelesen hatte, spukte mir die Story noch tagelang im Kopf herum, daher muss ich einfach mal meine Eindrücke schildern. Bitte nicht weiter lesen, wenn man Spoiler vermeiden möchte.

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Ab hier Spoiler!!!

Für wen entscheidet sich Lena letzten Endes?
Alex fragt Lena: "Do you love me?"
Ihre Antwort: "I never stopped."
Hätte schön sein können, doch dann fügt sie hinzu: "But it's more complicated than that."
Tja was meinte sie damit? Das sie noch nicht mit Julien Schluss gemacht hat? Das alles um sie herum zusammen bricht? Das die Zukunkft für sie beide ungewiss ist? Das beide sich verändert haben? Ich glaube irgendwie alles zusammen. Aber vor allem glaube ich, dass sie sich bereits für Alex entschieden hat in dem Moment, als Coral ihr sagte, dass Alex sie noch liebt. Irgendwie denke ich, dass es einfach die ganze Zeit Alex war und nie Julien.

Ich bin mir sogar zu 100% sicher, dass Lena's Herz IMMER nur für Alex schlug. Es ist ehrlich gesagt äußerst unlogisch, dass sie seinen verletzenden Worten "I never loved you" soviel Glauben geschenkt hat. Da er kurz zuvor auch zu ihr sagte: "The belief that I would see you again, that I could find you - the hope for it - was the only thing that kept me going."

Man merkt hier ganz klar Lauren Oliver WOLLTE auf Teufel komm raus, dass Lena Alex sofort glaubt. Ich versuche es so zu sehen, dass in der neuen Lena irgendwo die alte "Verletzliche" Lena drin steckte, die so verletzt von seinen Worten ist, dass sie nicht anders kann als ihm zu glauben. Doch man merkt an ihrer Eifersucht zu Coral und an Alex Anwesenheit, dass Lena ihn immer mehr Bedeutung schenken wird als Julien. Es gibt nur eine kurze Zeit wo Lena sich auf Julien einlassen kann, nämlich als Alex geht. DAS SPRICHT FÜR MICH BÄNDE! Er geht für Lena, damit sie mit Julien zusammen sein kann, da er weiß das seine Anwesenheit ihr Glück stört.

Alex MUSS also abwesend sein, damit Lena überhaupt sich in Ruhe auf Julien einlassen KANN. Würde sie Julien wirklich aus tiefstem Herzen lieben, hätte dies schon früher passieren können, nämlich als Alex noch da war. Zwar wirft sie sich Julien gerne in die Arme und redet sich ein sie hätte sich für ihn entschieden, doch das liegt nur daran, dass Alex einen neuen Love-Interest hat: Coral. Auch dafür liebe ich Alex.

Ich stelle mir seine Gefühle folgendermaßen vor: Er liebt Lena so sehr, dass er weiß das sie beide es nicht über den Zaun schaffen. Er opfert sich für sie, überlebt und das einzige was ihn weiter voran treibt ist die Hoffnung sie wiederzusehen. Doch als er sie wiedersieht erkennt er, dass sie sich verändert hat und er ebenso. Das sie weiter gelebt hat. Zuerst ist er wütend und verletzt, doch dann stellt er ihr Glück wieder über seines. Er will sie nicht in zwei Hälften teilen, also wendet er sich Coral zu, um Lena von ihm abzubringen und nicht weil er sich in Coral verliebt hatte, so wie Lena annimmt.

Ich glaube, dass Alex und Coral in Wahrheit nie ein Paar waren, sondern Freunde, jedenfalls für Alex. Coral allerdings denke ich, war in ihn verliebt, wusste aber, dass er Lena liebte, also gab sie sich damit zufrieden, dass er ihr seine Zeit schenkte. Doch Lena mit Julien zu sehen ist härter als gedacht und die Spannung zwischen Alex und Julien nimmt zu. Nach der Schlägerei erkennt Alex, dass Lena immer in zwei Hälften geteilt sein wird, wenn er bleibt, da Alex annimmt, dass Lena Julien liebt - er kann ja nicht wissen, dass es eigentlich so nicht ist, Lena mag Julien zwar, empfindet etwas für ihn, doch kaum vergleichbar zu ihren Gefühlen für Alex, nur leider sieht Alex das nicht. Also geht er. Opfert wieder sein Glück für sie. Alex Liebe zu Lena ist nicht die eines Hundes (wie Edwards, sorry an die Twilight-Fans), sondern vollkommen. Das ein Junge ein Mädchen so sehr liebt, hat ihn für mich zu meiner absoluten Lieblingsfigur gemacht. Wenn ich an Alex denke, habe ich von Passenger Let Her Go immer im Sinn. Ich finde es passt so schön zu Alex.

Nachdem Lena die wahre Geschichte von König Solomon verstanden hat, hat sie auch all dies erkannt, was ich oben zu Alex geschrieben habe. In dem Moment als Alex sagte "I never loved you" war es als hätte er Schluss mit Lena gemacht und sie hat dies leider einfach akzeptiert. Doch sobald sie wusste, dass er sie liebt und das obwohl sie es noch nicht einmal von ihm selbst gehört hat, sondern von Coral!, wandte sie sich schon von Julien ab:
"Last night I couldn't bring myself to lie down next to Julien"
"So much between us went unsaid"
"Julien begins to reach to me, and I take a step backward."
"Over the past week I've accepted that I will never love Julian as much as I loved Alex. But now that idea is overwhelming, like a wall between us. I will never love Julien like I love Alex."

Lauren Oliver brauchte für mich nicht schreiben: Lena choosed Alex. Man kann es zwischen den Zeilen fühlen! Ich denke schon, dass Lena Julien sehr gemocht hat, das sie ihn irgendwo gebraucht hat, wie einen Trost, doch ich würde es nicht Liebe nennen. Sie konnte es nie über die Lippen bringen, dass sie Julien liebt. Und das spricht für sich. Lauren Oliver hat vieles für sich sprechen lassen. "I take a step backward" Und sie hat ihm nie: "I love you" gesagt.

In einem Forum habe ich gelesen, dass ein Fan Lauren Oliver bei einer Autogrammstunde gefragt hatte - Warum sie einiges so offen enden ließ. Und Lauren Oliver antwortete, dass sie als Kind mochte, wenn die Story relativ offen endete, sodass man sie sich weiter in die Geschichte eindenken konnte, damit es nicht wirklich ein Ende gibt. Ich liebe diese Sichtweise und habe in Lauren Olivers Blog, es selbst noch einmal von ihr in einem Video gehört. Eine wahnsinning sympathische Autorin. Was Alex und Lena angeht... naja soo offen ist ihr Zusammenfinden eigentlich bei näherer Betrachtung auch nicht:
"A kiss that promises renewal"
">I'm not going to run away again<, he says. >I don't want you to< I tell him."
"I'll find you. I won't let you go again."

Leute, die Story spricht für sich! Jetzt wo ich es noch mal in Worte gefasst habe, bin ich einmal mehr davon überzeugt. Auch wenn es kein aufklärendes Gespräch zwischen Julien und Lena gab. Es war immer Alex. Lest zwischen den Zeilen, lest euch "Requiem" und "Pandemonium" hundert mal durch. Es gibts nichts was mehr für Julien spricht. Das zwischen Alex und Lena, DAS war die Amor Deliria Nervosa, die Liebe. Julien zeigte uns nur, dass man eine Wahl haben kann. Lenas Herz gehört einfach Alex, auch wenn sie was für Julien empfunden haben mag. Man verstehe mich nicht falsch. Ich mag Julien ganz gerne, für ihn empfand ich Sympathie und er tat mir leid, doch im Vergleich zu Alex Liebe erscheint er mir blass und klein. Er greift Alex an, als der ihm den Rücken zukehrt. Alex wollte den Kampf nicht. Als Lena erscheint ist seine Kampflust verpufft, doch dann greift Julien ihn von hinten (wie Charakterstark -.-) an und Alex bricht ihm die Nase. Spricht für sich.

Obwohl dies meine subjekten Eindrücke sind, bin ich überzeugt davon, dass ich Lauren Oliver richtig verstanden habe, was sie durch die Dreiecksgeschichte zeigen wollte. Man hat die Wahl zu lieben und die Wahl zu entscheiden wen man liebt. Jetzt wo ich das so sehen kann, bin ich froh mich für vier Sterne entschieden zu haben. Die Amor-Trilogie hat es geschafft. Ich bin ihr ganz und gar verfallen.

Tut mir leid für diejenigen, die meine Meinung nicht teilen. Tut mir auch leid, wenn ich Julien-Fans auf den Schlips getreten bin. Auch ich habe ihn lieb gewonnen, doch wie Lena es schon sagte: "I will never love Julien like I love Alex." So sehe ich die Geschichte, aber vor allem hat sie sich für mich so angefühlt. Wir wissen nicht ob sie für immer miteinander glücklich werden, aber ich glaube fest daran, dass sie es zusammen schaffen werden. Ich habe viel darüber nachgedacht und alles was ich geschrieben habe kommt vom Herzen und meine ich auch so. Leser die meine Meinung nicht teilen, lebt damit.

"We wanted the freedom for love. We wanted the freedom to choose. Now we have to fight for it."
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 27, 2014 7:59 AM CET


Der Todeskünstler: Thriller: Smoky Barretts 2. Fall
Der Todeskünstler: Thriller: Smoky Barretts 2. Fall
von Cody McFadyen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Face of Death - Drei gute Sterne, 18. April 2013
Thriller sind zum einmal lesen da. Es ist eher selten, dass man einen Thriller erneut oder mehrfach liest. Die Überraschungen sind aufgedeckt, die Wendungen enthüllt. Bis auf Joy Fieldings Lauf, Jane, lauf!, würde mir ehrlich gesagt kaum ein Thriller einfallen, den ich öfter lesen würde (vielleicht noch abgesehen von Fitzek oder Adler-Olsen), einfach weil die Storys meist nur dazu taugen einmal gelesen zu werden, selbst wenn sie vor Spannung sprießen. Cody Mcfadyens "Der Todeskünstler" gefiel mir deutlich besser, als sein Vorgänger Die Blutlinie: Smoky Barretts 1. Fall. Die Geschichte ist spannend und der Handlungsstrang zieht den Leser immer weiter.

Obwohl Sam und Linda Opfer sind und keine agierenden Figuren, berührte mich ihre Geschichte sehr. Vor allem ihre Beziehung zueinander und die Liebe zu ihrer Tochter fand ich sehr gelungen beschrieben. Auch Sarah's "Tagebuch" war mal etwas anderes, auch wenn mich das Eigenlob des Autors ein wenig störte. Im Prinzip kann ich meine Bewertung folgendermaßen beschreiben: Das Buch ist spannend und kann definitiv unterhalten, doch umgehauen hat es mich nicht. Besser als die Blutlinie, jedoch kein Thriller wegen dem ich in Lobeshymnen ausbreche. Was der Autor allerdings seltsamerweise unheimlich gut schafft ist, dass ich Matt Barrett wirklich gerne "kennengelernt" hätte und ihn vermisse. Smokys Beziehung zu ihrem Mann ist wirklich wunderschön.

Nichts desto trotz ist mir Mcfadyen eine Spur zu Amerikanisch - anders weiß ich nicht wie ich die Atmosphäre seiner Story oder seinen Schreibstil beschreiben soll. Seine Beschreibungen und Protagonisten sind immer eine Spur zu übertrieben und kitschig. In Smoky’s Team arbeiten LEGENDEN, STARS ihres Fach, BEGNADETE Menschen, Elaina ist eine Heilige, ihr Lächeln bringt Steine zum Schmelzen, Kirby ist eine blonde Zuckerwatten-Killerin, Bonnie ein stets lächelnder Engel, der alles versteht, Smoky kann trotz ihrer Vergangenheit und der Vergewaltigung immer noch ich zitiere "den Mond anheulen", Callie ist einfach Callie – so ist Callie nun mal, hachja wunderbare Callie, sie überrollt einen mit ihren tollen tollen Charakter (ich wünschte man könnte meine Betonung hieraus hören), und so weiter…

Also drei gute Sterne oder vier schwache? Obwohl der "Todeskünstler" mir besser gefallen hat, als die "Blutlinie" (der ich ebenfalls drei Sterne vergeben habe), kann ich die Begeisterung der 5 bis 4 Sterne-Rezensenten nicht teilen. Es gibt zu viele Thriller, die einfach besser sind und Mcfadyen kommt über drei Sterne bei mir einfach nicht hinaus. Insgesamt unterhaltend und spannend, ja - aber zu den Großen gehören Smoky Barretts Fälle für mich nicht, dafür ist der Schreibstil mir teilweise zu melodramatisch und triefend.

"Wird sie sich überhaupt daran erinnern, was ich ihr sage? Linda hoffte es inbrünstig. Sie hoffte, dass ihre Worte sich irgendwie in Sarahs Gedächtnis einbrennen würden, dass sie sich später daran erinnern würde, und dass sie ihr ein Trost sein würden. Vielleicht hört sie die Worte in ihren Träumen.
>Ich bin in den Wolken und wache über dich, Sarah. Immer.<"


Amor-Trilogie, Band 2: Pandemonium
Amor-Trilogie, Band 2: Pandemonium
von Lauren Oliver
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

5.0 von 5 Sternen Pandemonium - Die Vergangenheit ist vorbei. Es gibt kein Vorher, 16. April 2013
Die alte Lena gibt es nicht mehr, die die Angst und Zweifel hatte, die schwach und hilflos war. Sie ist hinter dem Zaun zurück geblieben. Lena hat ihr altes Ich hinter sich gelassen - ihre Familie und Freundin Hana, alles woran sie geglaubt hat - ihre Liebe. Ohne Alex muss Lena sich allein in der Wildnis zurecht schlagen und weiter kämpfen für ihren neuen Glauben.

Zugegeben ich hatte ein wenig Angst vor dieser Fortsetzung. Doch Pandemonium ging mir so unter die Haut, dass ich wirklich vor Nervosität es kaum abwarten kann den finalen Band Requiem auf Englisch zu lesen. Meine armen Nerven. Die Amor-Trilogie kann es schaffen zu den ganz großen Dystopien zu werden. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich hoffe, dass die Autorin es nicht verbockt. So sehr habe ich die Story in mich aufgesaugt.

Die Handlung ist im Damals und Jetzt gegliedert. Zum einen wie Lena in der Wildnis zurechtkommt und zum anderen wie es mit ihr Monate danach weiter ergangen ist. Die Jetzt-Passagen fand ich sehr spannend, da Lena sozusagen in eine ähnliche Rolle wie Alex geschlüpft ist. Sie trägt die Operationsnarbe, ist aber in Wahrheit nicht geheilt. Aus dieser Sicht das Geschehen zu erleben, war sehr interessant und aufregend.

Ich weinte mit Lena, ich litt mit Lena und jede einzelne Zeile vermisste ich Alex genau wie Lena. Ihre Wandlung ist nachvollziehbar und für den Leser greifbar. Ich liebe ihre Entwicklung und wie die Autorin den Verlust und die Trauer beschreibt, die mit Lena einhergehen. Die Hauptfigur berührte mich so sehr, dass ich mich mit ihr sogar (ein bisschen) wieder verliebte, obwohl die Liebe zu Alex stets blieb und definitiv größer ist. Die Autorin ließ mich Alex nie vergessen. Wie bei Lena war er mir unter die Haut gegangen und war immer präsent.

Der Gedanke an Alex half Lena in schwierigen Situationen, daher war es unmöglich ihn verblassen zu lassen. Lena’s Gefühle für Alex empfand ich als sehr stark und stetig. Deshalb haute mich der Cliffhanger am Ende richtig von den Socken, obwohl ich diese Wendung irgendwo auch erwartet habe. Der Schluss ist richtig fies, erzielt aber seine Wirkung. Ich muss wissen wie es weiter geht!!! Ich BRENNE darauf weiterzulesen.

Mit ihrem letzten Band kann Lauren Oliver diese Dystopie zu einem absoluten Highlight für mich machen. Der dritte Teil wird entweder begeistern können oder mich in ein enttäuschtes Loch ziehen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es dazwischen nichts gibt. Entweder die Autorin macht etwas glorreiches aus dieser Liebesstory oder sie fährt es an die Wand. Meine Erwartungen sind groß, nach dieser äußerst spannenden Fortsetzung aufjedenfall sehr sehr groß.

"Es ist komisch. Bis heute riecht Mitternacht für mich nach Papier."


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