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Din

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Godspeed - Die Ankunft
Godspeed - Die Ankunft
von Beth Revis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Godspeed 03, Shades of Earth - Der beste Teil der Reihe, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Godspeed - Die Ankunft (Gebundene Ausgabe)
Für mich hat es sich gelohnt die Godspeed-Trilogie nicht aufzugeben. Der erste Band Die Reise beginnt gefiel mir tatächlich überhaupt nicht und in meiner ersten Rezension habe ich nur zwei Sterne vergeben. Dennoch blieb ich weiterhin neugierig und wurde mit einem deutlich besseren und spannenden zweiten Teil Die Suche (von mir vier Sterne) belohnt.

Der finale Band war für mich der beste Teil der Trilogie, da für mich einige Kritikpunkte, die ich im ersten Band noch verspürt habe, vollkommen verblasst sind. Die Autorin macht mit jedem Band eine positivere Entwicklung durch, da sich ihre Charaktere auch weiter entwickeln.

So wurde mir Junior immer mehr sympathisch und eine insgesamt authentischere Figur. Ich fieberte mit ihm mit und war ganz und gar auf seiner Seite. Die Kapitel sind weiterhin aus seiner und Amys Sicht beschrieben und seinen Teil fand ich schon im zweiten Band interessanter, nun mehr im dritten Band weitaus besser als Amys. Ebenfalls die Liebesgeschichte konnte ich überraschender Weise nun im Finale ins Herz schließen. Das sah im ersten Band noch ganz anders aus, aber die Autorin verbesserte hier sehr stark die Storyline, Amy und Junior machen eine Entwicklung durch, und damit auch die Liebesbeziehung, die ich viel besser nachvollziehen und so etwas abgewinnen konnte.

"Die Ankunft" ist spannend und mitreißend beschrieben. Ich fand gut in die Story ein und mir gefielen, die vielen Konflikte und Herausforderungen, die sich entwickelten. Die Gefahren und Probleme für die Besatzung der Godspeed und den Eingefrorenen, fand ich sehr spannend. Amy und Junior hatten mich an der Angel und mich interessierte brennend, die Lösung des großen Geheimnisses.

Für volle fünf Sterne hat es nicht gereicht, weil Beth Revis in jedem Teil dieser Reihe nach dem gleichem Schema vorgeht: Ungeklärte Morde, ein Geheimnis und einen Verräter unter den Reihen. So ging sie im ersten Teil vor, so setzte sie Teil zwei fort und so erging es Junior und Amy auch im dritten Teil. Jeden Band kann man wie eine Mischung aus Dystopie, Krimi und Science-Fiction sehen, wobei der Krimi-Teil, meiner Meinung nach, nicht schwierig zu lösen ist und der Leser von Anfang an eine gewisse Ahnung hat.

Nichtsdestotrotz gefiel mir "Die Ankunft" insgesamt einfach sehr gut. Ich hatte ein positives Leseerlebnis und Junior doch tatsächlich noch ins Herz geschlossen. Ebenfalls die Godspeed-Reihe würde ich weiter empfehlen, auch wenn sie nicht an Panem oder die Amortrilogie heran reicht, vermag sie zu unterhalten und den Leser mitzureißen.

"Ich werde immer zu dir zurückkommen. Immer."


Die Liebe deines Lebens: Roman
Die Liebe deines Lebens: Roman
von Cecelia Ahern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen How to fall in Love - Sie kann's besser, 9. Dezember 2013
Mir hat dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen. Ich langweilte mich und konnte keinen Draht zu Christine oder Adam aufbauen. Christine war für mich unsympathisch durch ihr nerviges Helfersyndrom. Ebenso interessierte mich ihre lächerliche gescheiterte Ehe gleich null.

Generell habe ich folgenden Eindruck gewonnen, wie manche Leser an neue Ahernromane herangehen: Oh ein blaues Buch, Ahern hat's geschrieben, "PS Ich liebe dich" war sooo ein tolles Buch - das MUSS auch gut sein: Hirn-aus. Ich würde darauf wetten, dass dieser Roman unter einem Pseudonym und einem anderen Titelbild, deutlich mehr Kritik ernten würde. Klar ein wundervoller Schreibstil (das hat Ahern einfach drauf), Story ganz nett, Charaktere okay - aber mehr auch nicht.

Die Autorin hat folgendes Problem: Mit "PS Ich liebe dich", hat sie einen Bestseller geschaffen, nach dem man jedes ihrer weiteren Werke misst. Ja, vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen, aber nach absoluten Pleiten wie "Zeit deines Lebens", "Hundert Namen", "Ich schreib dir morgen wieder" oder "Für immer vielleicht" hat mich Ahern insgesamt einfach mehr enttäuscht, als überzeugt. Und hinter all diesen Pleiten kann sich "Die Liebe deines Lebens" hinten anstellen.

Schön, wenn es einigen Lesern gefällt. Ich habe die positiven Stimmen gelesen und dieses Buch ganz anscheinend komplett anders empfunden. Klar, war es ganz nett wie Christines Gefühle sich entwickelt haben. Ja, auch Adam war irgendwo ein nettes Kerlchen. Aber mehr kam für mich nicht rüber als: nett und einigermaßen okay, aber ganz ehrlich? Bücher müssen unterhalten, begeistern und zum mitfiebern locken. Selbst ein ruhiges Buch kann einen Leser berühren und wenn man solchen Büchern begegnet ist, die einen treffen und die einen daran erinnern, warum Lesen so wundervoll ist, dann findet man sich einfach nicht mit "nett" ab. Nett ist die kleine Schwester von ihr wisst schon wem.

Ich will jetzt nicht sagen, dass jedes Buch der Renner sein muss oder das Potenzial eines Bestsellers zu besitzen hat. Ich will ja auch nicht sagen, dass Ahern ein Meisterwerk jedes Mal schreiben soll (ich denke da existiert schon genug Druck und Erwarungshaltungen), aber ein Buch erzählt eine Geschichte. Und Geschichten gefallen oder gefallen nicht.

Vielleicht merke ich genau diesen Druck aus ihren Büchern heraus. Ahern kann wundervoll schreiben und besitzt eine ganz eigene Note. Auch ihre Ideen besitzen gute Ansätze, doch die Umsetzung wirkt auf mich meist zu gewollt, zu gequält und zu verkrampft. Immer und immer wieder stören mich Punkte. So auch in "Die Liebe deines Lebens".

Fazit: Ahern lebt vom Erfolg ihres Debütromans. Wo ihr Name drauf steht fliegen die Leser. Für mich reicht es allerdings nicht. Lahme Story. Lahme Charaktere und Aherns Pseudoblabla werde ich mir auch nicht mehr antun. Denn das ist es leider für mich geworden.

"Du und ich, wir werden das gemeinsam machen, und wir werden sehen, wie wunderbar das Leben sein kann. Das verspreche ich dir."


Amokspiel
Amokspiel
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Amokspiel - Spannend aber überspannt, 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Amokspiel (Taschenbuch)
Fitzek versteht es den Leser zu unterhalten und immer weiter zu locken. In "Amokspiel" droht ein Wahnsinniger, während einer Radiosendung, jede Stunde eine Geisel zu töten. Er verlangt das Unmögliche: Seine tote Verlobte. Verhandlungsführerin Ira Samin sieht sich einer schier unlösbaren Aufgabe gegenüber stehen. Dabei ahnt sie nicht in welche Gefahr sie sich begibt und wie sehr ihr privates Leben im Zusammenhang mit den Ereignissen steht.

Das Buch lässt sich sehr schnell und zügig lesen. Schnell erfasst man die Charaktere und ist von der Handlung interessiert und wie ich gern sage "am Köder". Langweilig wird es was die Handlung betrifft definitiv nicht und man kann durch "Amokspiel" gut unterhalten werden. Während des Lesens entwickelt der Leser seine eigene Idee wie die Story enden könnte und was genau sich hinter allem versteckt.

Da Fitzeks Schreibe mir nicht gänzlich unbekannt ist und ich einige Pyschothriller bereits gelesen habe, hatte ich eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Nichts desto trotz war die Wendung gut durchdacht und in sich schlüssig. Einziger Kritik- und damit Minuspunkt ist der Epilog. Saras Abschiedsbrief war für mich etwas too much in die Kitschkiste gegriffen. Generell strotzte das Ende voller Happy End.

SPOILER:

- Jan kommt, wenn üüberhaupt, nur für drei Jahre ins Gefängnis. DENN er hat niemandem umgebracht. Höchstens 1000 andere Gesetze gebrochen. Menschen bedroht, einen Radiosender getürmt, Millionen an Steuergeldern verschwendet...
- Leonie lebt und liebt Jan weiterhin mit Baby Maja, denn sie sind ja eine haaappy Family.
- Ira überlebt ihren doppelten Selbstmordversuch: Pulsadern PLUS Leistenatterie schneidet sie sich auf, aaaber alles vergebens, sie wird gerettet.
- Ira schließt Frieden mit BEIDEN Töchtern und erhält von Sara die ersehnte Absolution.
- Natürlich wird die Mafia besiegt.
- Diesel wird zum next Lover.

Mal ganz ehrlich? Hat Fitzek zu viel Hollywood abbekommen?

Insgesamt spannend und unterhaltend, doch das Ende besitzt zu viel Happy und wirkt damit meines Erachtens zu gewollt. Story gut, doch der Schluss rundet nicht auf fünf Sterne ab.

"Nur eine Person hat die Macht, uns völlig zu zerstören, wenn wir es zulassen. Und das sind wir selbst."

"Das einzig wirklich Wertvolle, was ich euch hinterlassen kann, sind meine Gefühle und Gedanken."


Der Weg der gefallenen Sterne: Roman (Heyne fliegt)
Der Weg der gefallenen Sterne: Roman (Heyne fliegt)
von Caragh O'Brien
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Promised - Verlorener Zauber, 28. Oktober 2013
"Der Weg der gefallenen Sterne" ist der dritte Band der Birthmarked-Trilogie von der ich mir, vor allem nach dem ersten Band, soviel versprochen hatte. Ich habe folgende Entwicklung durchgemacht: Die Stadt der verschwundenen Kinder (4 Sterne) – Ich war verzaubert. Verliebt und verzaubert in die Charaktere und die Idee der Geschichte. Nach einem enttäuschenden zweiten Teil (3 Sterne) lag nun meine ganze Hoffnung in diesem dritten Teil, da ich Gaia und insbesondere Leon doch sehr ins Herz geschlossen hatte und dennoch neugierig auf den finalen Band war.

Es fiel mir sehr schwer wieder in die Geschichte einzusteigen und die Figuren wiederzuerkennen. Damit meine ich, dass sie auf mich sehr fremd und lieblos wirkten. Ich habe mich regelrecht entfremdet. Leon und Gaia, die mich im ersten Band so überzeugten, konnten mich nicht mehr fesseln. Es kam keinerlei Gefühl mehr rüber und beim Lesen verspürte ich durch die langatmige, uninteressante Handlung einen regelrechten Widerwillen weiter zu lesen.

Die Autorin fing sehr stark an mit ihrer Story, um zum Ende hin ein Finale mit derart blassen Charakteren hinzuklatschen, dass ich mehr als enttäuscht bin. Der ganze Zauber, den man bei gewissen Büchern erfährt, war im zweiten Band schon getrübt und im Dritten verloren. Gaia wird immer unsympathischer, die Heldin wird zum Flopp und auch die Chardo-Brüder besaßen keinerlei Potenzial. Insgesamt kann diese Reihe leider nicht überzeugen.

"Höre nicht auf die Angst."


Gilde der schwarzen Magier, Band 3: Die Meisterin
Gilde der schwarzen Magier, Band 3: Die Meisterin
von Trudi Canavan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Black Magician Trilogy Book Three, The High Lord - Überwältigt, 23. September 2013
Ich bin vollkommen überwältigt von diesem abschließenden Band einer Trilogie von der ich es nie für möglich gehalten habe, dass sie mich letzten Endes so aus der Bahn wirft. Dem ersten Teil der Reihe Die Rebellin habe ich tatsächlich nur zwei Sterne vergeben, da es sehr schleppend und langweilig geschrieben ist. Lediglich der Hohe Lord Akkarin machte mich neugierig auf den zweiten Band, ebenso die magische Welt die Trudi Canavan erschaffen hatte. Der zweite Teil Die Novizin war schon um einiges besser. Warum? Akkarin! Ich liebe, LIEBE Akkarin!!! Eine herrliche Figur, die mich vom ersten Moment an überzeugen konnte, obwohl sie anfänglich noch eine Nebenrolle spielt.

"Die Meisterin" besitzt einen Spannungsbogen, der kein Ende finden will und der Schluss lässt den Leser geschafft und vor allem ruhelos zurück. Ich bin sehr davon begeistert wenn ein Autor oder eine Autorin es schafft Entwicklung in ihren Bänden zu kreieren und dies gelingt Canavan über alle Maße. Vor allem in Band 2 war ich von Akkarin fasziniert, umso mehr erfreute es mich wie seine Rolle sich in den Bänden weiterentwickelte, ebenso wie die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Canavan ist alles andere als vorhersehbar und im letzten finalen Band der Trilogie tut sie genau das was ein Abschlussband haben sollte: Das Pulverfass kommt zum Schluss und nicht wie bei vielen anderen Trilogien zu Anfang.
Mit meinen Gedanken hänge ich immer noch zutiefst in Imardin und vor meinen Augen spielen sich die Szenen immer und immer wieder da. Wenn das mal keine Empfehlung ist. Ein Buch bei dem man das Lesen vergisst! Ich jedenfalls werde diese Geschichte im Herzen tragen.

"Die schwarzgewandete Magierin..."


Clockwork Princess: Chroniken der Schattenjäger (3)
Clockwork Princess: Chroniken der Schattenjäger (3)
von Cassandra Clare
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Infernal Devices 03, Clockwork Princess – Aufwühlend, 15. September 2013
Zum Cover sag ich jetzt mal nichts. Einfach. Ohne. Worte.

Ich habe das Finale um die Chronik der Schattenjäger verschlungen. Ich hing an jedem Wort, weinte, lachte und war vor Spannung so angespannt, dass ich erst später bemerkte, dass ich mich mal bewegen muss. Dies hat einerseits damit zu tun, dass ich der Reihe verfallen bin. Ich habe Jem und Will, die Lightwood-Brüder, Sophie, Charlotte und Co ins Herz geschlossen. Cassandra Clare hat für mich Figuren in einer Welt erschaffen, die ich sehr lieb gewonnen habe und mit denen ich mitgefiebert habe.

Andererseits kommt es genau darauf in einem Buch an: Das Mitfiebern. Und dies ist Clare gelungen.

Positives:
+ der Bund von Parabatei steht im Vordergrund. Ein Aspekt der mich schon in Chroniken der Unterwelt fasziniert hat und von dem ich immer mehr wissen wollte. Clare setzt in Chroniken der Schattenjäger hier ihren Fokus.

+ Wales. Mir gefielen Clares Landschaftsbeschreibungen sehr. Auch wenn ich zwischendurch das Gefühl hatte: Okay, könnte grad auch ein Jane Austen Roman sein, wenn man den Fantasyteil rausnimmt. Hierzu sage ich nur: Will auf einem Pferd, galoppierend über die Weiten Englands.

+ Gideon und Gabriel. Die muss man einfach lieben.

+ Anspielungen auf Klassiker. Jane Eyre und Co.

Das Finale ist spannend und sehr sehr dramatisch. Zwischendurch musste ich mich immer wieder daran erinnern was Magnus Bane einmal an einer Stelle irgendwo sagte: Schattenjäger führen ein theatralisches Liebesleben. Und die Liebesgeschichte ist tatsächlich sehr dramatisch und ich weiß nicht so recht ob ich mit diesem Schluss (bezüglich der Liebesgeschichte) warm werden kann.

Ab hier komme ich leider nicht ohne Spoiler aus, also bitte nicht weiterlesen, denn in meinen Spoilern wird alles verrraten.

Achtung Spoiler!!!!

"Es heißt, man könne nicht zwei Menschen gleichermaßen lieben, fuhr Tessa fort. Und vielleicht ist das bei anderen Menschen ja auch tatsächlich so. Aber du und Will... ihr beide seid nicht wie zwei herkömmliche Menschen, wie zwei Männer, die vielleicht eifersüchtig aufeinander gewesen wären oder geglaubt hätten, meine Liebe zu einem von euch würde meine Liebe zu dem anderen schmälern. Ihr beide habt eure Seele in der Kindheit miteinander verbunden. Ich hätte Will nicht so lieben können, wenn ich dich nicht auch geliebt hätte. Und ich könnte auch dich nicht so lieben, wie ich dich liebe, wenn ich nicht auch Will geliebt hätte."

Clare hat ein Dreieck ohne Entscheidung geschaffen. Für die Autorin liebt Tessa Jem und Will gleichermaßen (was scheinbar irgendwie mit dem Parabatai-Bund zu tun hat) und auch mit beiden führt sie eine Beziehung, da die Umstände es praktischerweise so geben:

Um sein Leben zu retten ist Jem ein Stiller Bruder geworden und somit für Tessa unerreichbar. In dieser Zeit kann sie mit Will Kinder zeugen (da sie halb Nephilim ist, ist dies wohl doch auch bei Hexenwesen möglich) und ein glückliches Leben führen. Nachdem Will im Alter gestorben ist, Tessa aufgrund ihrer Unsterblichkeit jedoch weiter leben muss, ist in der Zwischenzeit ein Heilmittel für Jem gefunden worden (eine andere Geschichte wie er sagt). Da Will gestorben ist kann Tessa nun endlich mit Jem zusammen sein. Keine Entscheidung. Kein "den Typen liebe ich mehr". Nein, Tessa Grey liebt sie beide gleichermaßen. Und die Jungs sind damit zufrieden. Wirkt auf mich irgendwie unsympathisch.

Ehrlich gesagt war dies für mich sehr schwer nachzuvollziehen oder in irgendeiner Art und Weise ansprechend. Von der Romantik hatte ich mir was ganz anderes versprochen. In "City of Lost Souls" tritt Bruder Zachariah alias Jem bereits auf, nur wissen wir in diesem Band noch nicht, dass es sich hierbei um Jem handelt.

Ich habe ehrlich gesagt gehofft, dass Will der Stille Bruder Zachariah ist, der unsterblich werden wollte um bei Tessa auf der Welt bleiben zu können. Ich habe mir für Jem Glück gewünscht. Clare teilt ihm jedoch in meinen Augen eine sehr grausame Rolle zu: Der Stille Bruder an der Angel. Er sieht zu wie Tessa und Will eine glückliche Ehe führen und eine Familie gründen. Und dennoch als Will tot ist, liebt und will er Tessa weiterhin. Er zweifelt kein Stück an ihrer Liebe. Doch für mich war dies zu viel des Guten. Ein Happy End auf Teufel komm raus für beide Jungs. Ich hingegen war davon überzeugt, dass es für einen von beiden schlecht ausgehen würde. Dies hatte zunächst auch den Anschein: "Jem lebte aber er hatte sich verändert. Er lebte, war jedoch für immer verloren."

Doch im Epilog will es Clare einfach unbedingt. Tessa soll alles kriegen. Will und Jem. Den einen früher. Den anderen später. Und für beide ises okay. Kann sich noch jemand damit nicht wirklich anfreunden??

Wie Clare betont sind Will und Jem nicht eifersüchtig aufeinander. Sie verstehen einander sogar, da sie dasselbe Mädchen lieben. Und für Tessa ist es auch völlig normal beide zu lieben. Es tut mir leid aber für mich war es sehr schwer sich mit diesem Gedanken anzufreunden. Obwohl Jem mein absoluter Liebling ist, hatte ich bei Tessa und Will immer das Gefühl, das zwischen diesen beiden mehr Gefühle waren, als zwischen Jem und Tessa. Deshalb kam Jem mir zum Schluss wie das Trostpflaster vor.

Woolsey Scott, der Werwolf, sagt Tessa etwas, das mir weiter geholfen hat, um mit der Geschichte friedlich abzuschließen: "Die meisten Leute dürfen sich glücklich schätzen, wenn sie in ihrem Leben auch nur einer großen Liebe begegnen. Und sie haben gleich zwei gefunden."

Ich versuche es so zu sehen: Jeder Mensch besitzt in seinem Leben vielleicht eine, zwei oder drei große Lieben. Manche finden sie sogar nie. Tessa hatte das Glück oder das Pech (Pech für die Jungs definitiv) tatsächlich diese beiden Menschen gleichzeitig zu treffen, deren Seelen auch noch miteinander verbunden waren. Wenn für Tessa diese beiden Menschen bestimmt waren, konnte sie wahrscheinlich nicht anders fühlen, wie sie gefühlt hat.

Mal ganz ehrlich? Alle im Dreieck sollen irgendwie glücklich werden? Und für alle drei ist es auch okay, da ihre Herzen sooo voller Liebe ist? Da find ich ja selbst Stephanie Meyers Lösung für Bella, Edward, Jacob mit diesem ganzen Prägung-auf-Tochter-Mist besser. Jepp, ich bin kein Twilight-Fan. Im Gegenteil.

Obwohl ich, dank Woolsey, versucht habe den Epilog zu verstehen bleibt mir dennoch folgendes Gefühl: Das hat Jem nicht verdient. Das hat Will nicht verdient. Hat Jem, hat Will, nicht jemanden verdient, der ihn liebt – und nur ihn?

Nichts desto trotz bin ich irgendwo froh, dass Jem (und Will) ein Happy End bekommen haben, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann. Die Reihe flashed und schafft es aufjedenfall ins Herz. Auch wenn mir der Epilog an die Nieren ging, konnte mich das Finale selbst letzten Endes überzeugen.

Nicht vergessen Leute, dies ist nur meine subjektive Meinung und ich berichte hier nur wie ich den Schluss empfunden habe. Vielleicht finden einige von euch Clares Dreiecks-Lösung ganz, ganz toll. Ich persönlich halte diese Lösung für einen Wunschtraum einer Autorin. Naja es ist ein Buch, seis Clare vergönnt und man muss es vielleicht nicht unbedingt so ernst nehmen. Auch wenn sie mich zum Rotz und Wasser Heulen gebracht hat.

"Das Leben ist ein Buch und es enthält Tausende Seiten, die ich noch nicht gelesen habe."
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2013 1:18 PM CET


Der Nachtwandler: Psychothriller
Der Nachtwandler: Psychothriller
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Nachtwanlder - Spannend, 26. August 2013
In "Der Nachtwandler" befasst sich Fitzek mit dem Thema Schlafwandeln und wie Therapeut und Protagonist Volwarth es nennt das "dritte Bewusstsein". Seit seiner Kindheit kämpft Leon mit diesem Problem. Als seine Frau Natalie unter seltsamen Umständen und für ihn völlig unbegreiflich die Wohnung verlässt, zweifelt Leon an sich selbst. Hat das Schlafwandeln wieder begonnen? Und was tat er im Schlaf? Über Leon bricht ein Grauen herein, dass er sich selbst in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausgemalt hätte.

"Der Nachtwandler" ist ein Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Ich konnte das Buch keine Sekunde aus der Hand legen und las es an einem Tag durch, was wegen der äußerst spannenden Handlung nicht schwerfiel, doch auch die 300 Seiten mit großzügiger Schrift lassen den Leser schnell vorankommen.

Die Story ist verwirrend und könnte für den ein oder anderen zu weit herbeigeholt wirken, doch wenn man sich auf diesen Psychothriller einlässt und sich besonders das Ende durch den Kopf gehen lässt, kann man dem Autoren anerkennen, seinen Handlungsstrang gut durchdacht zu haben. Zugegeben erst zum Schluss des Buches lichtet sich die Fragezeichen, doch der Weg dahin lohnt sich.

Mir gefiel besonders die Idee und die Umsetzung, daher kann ich den Nachtwandler nur empfehlen. Einziger Minuspunkt: Fitzek hält am Ende noch an Natalies und Leons angeblicher "Liebe" fest. Genau genommen war dies der einzige Punkt über den ich stolpern musste. Ebenfalls und wie immer ein Muss: Herr Fitzeks Danksagung. Endlich ein Autor, der die Danksagung lesenswert macht und keine öde Aufzählung von Namen, die man eh nicht kennen will.

"Siehst du das Tor, dort in der Wand? Öffnet sich nur durch Geisterhand.
Hinter dem Tor liegt ein Versteck. Geh nicht hindurch, geh lieber weg.
Willst du nicht hören, dann wirst du's spüren. Hinter dem Tor dich selbst verlieren.
Noch niemals ist zurückgekehrt, wer die Schwelle nachts hat überquert."


Sie: Roman
Sie: Roman
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Misery - Packendes Entsetzen, 9. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Sie: Roman (Taschenbuch)
Annie Wilkes entführt ihren Lieblingsautor, macht ihn drogenabhängig und zwingt ihn dazu ihre Lieblingsreihe so weiter zu schreiben wie sie es gerne hätte. Als ich die Inhaltsangabe zu Stephen King’s "Sie" las, war ich von der Idee hin und weg, denn die Handlung verspricht vor allem interessant und spannend zu sein.

Nach nur wenigen Seiten schafft es King den Leser Annie hassen zu lernen und ebenso die Misery-Romane, die Annie so sehr ins Herzchen geschlossen hat. Die Passagen um Misery gefielen mir nicht so besonders. Wie Paul konnte ich seiner Romanheldin, die den Inbegriff des Kitsches darstellt, nichts abgewinnen. Und genau dieser Aspekt catched den Leser. Die ehemalige Krankenschwester Annie, die im wahrsten Sinne des Wortes verrückt nach Pauls 0815-Liebesschrott ist, terrorisiert Paul in einer Tour.

Pauls Verzweiflung ist geradezu unerträglich greifbar und man hängt förmlich an den Seiten. Von Langeweile kann ich absolut nicht sprechen, denn sein Martyrium löst solches Entsetzen aus, dass man immer weiter liest und hofft, dass diese Verrückte irgendwann gestoppt wird. Stephen King's Story ist simpel, jedoch effektiv geschrieben. Insgesamt also ein Pageturner, der sich lohnt.

"Das sie ihm das antat - das sie ihm das antun konnte, wo er doch sein gesamtes Erwachsenenleben mit der Gewissheit verbracht hatte, dass das Wort Schriftsteller die wichtigste Definition seiner selbst war."


Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff
Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff
von Chris Priestley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

4.0 von 5 Sternen Tales of Terror from the Black Ship - Zurücklehnen und genießen, 5. August 2013
Wundervoll schaurig erzählt Chris Priestley die Geschichte zweier Geschwister, die bei einer stürmischen Nacht einem jungen Seemann lauschen, der ihnen Schauergeschichten von den Meeren erzählt. Priestleys Geschichten besitzen eine sehr gelungene Atmosphäre und sind trotz ihrer Kürze spannend und schauerlich schön. Der Schreibstil besitzt etwas geheimnisvolles und nimmt den Leser mühelos gefangen. Ich habe wirklich großen Gefallen an Onkel Montagues Schauergeschichten und Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels gefunden. Lesern denen es ebenso erging werden auch an diesem Buch Gefallen finden.

Allerdings gefielen mir in diesem Band weit weniger Kurzgeschichten als in den anderen und zum ersten Mal konnte mich eine Geschichte mit dem Titel "Natur" überhaupt nicht überzeugen. Tausende fleischfressende Schnecken fand ich nicht sehr einfallsreich. Meine Favoriten sind "Irezumi", "Schlamm" und "Eisenhut". Generell gefiel mir der Rahmen der Kurzgeschichten mit Cathy und Ethan, die dem Marineseefahrer Thackeray lauschten unheimlich gut. Doch im Vergleich zu Onkel Montague und dem Tunnel, schneidet das schwarze Schiff etwas schlechter ab.

"Kein Kind auf der Welt hatte mehr Liebe als wir; und die Erinnerung an das Gefühl ist wie ein gleißendes Licht, so hell und strahlend, dass ich kaum hineinsehen kann."


Der Eiserne König: Ein Abenteuer
Der Eiserne König: Ein Abenteuer
von John Henry Eagle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3.0 von 5 Sternen Der eiserne König - Zicke und Zecke, 2. August 2013
"Der eiserne König" ist ein Märchenabenteuer, welches mehrere Märchenelemente und Figuren in anderer Form in sich vereint. Der gewöhnungsbedürftige Schreibstil des Autors, eine Mischung aus Humor und altem Märchenstil, wirkt leicht abgehackt und simpel. Keine Figur besitzt Charakter oder ein greifbares Gefühlsleben, lediglich Eigenschaften des Märchens. Sneewitt mag keine Äpfel, Hans hat Angst vor Enge und Sanne weint Perlentränen, ansonsten unterscheiden sie sich nur durch ihre Namen. Kein Protagonist besitzt Tiefe, was im Prinzip typisch für ein Märchen ist.

Generell bleibt Eagle dem Märchenmuster weitestgehend treu. Was zB die Sprache angeht, so gebraucht er viele alte, vergessene Wörter ( zB Muhme, Zweihänder, Galan, Meiler, Hag etc.), lediglich die Dialoge sind freier als im Märchen. Den Stil muss man mögen, hier wird nichts blumig beschrieben und wie im ursprünglichen Märchen finden auch Grausamkeiten und Gewalt zu Hauf statt. Dennoch, oder trotz der Bemühung um einen Schreibstil á la Urfassung-Grimm, ist das sprachliche Niveau nicht bedeutend hoch und kann kein, ich nenn es mal, zauberhaftes/ fantastisches Leseerlebnis hervorrufen.

Für meinen Geschmack gab es auch zu viele Figuren und ich konnte kaum zwischen Kunz, Hardt und Horn unterscheiden. Man hatte keine Vorstellung davon wie sie aussahen oder in welchem Alter sie eigentlich waren. Manche Zeilen handelten davon, wer wo lag, saß oder sich ein Pferd teilte. Dann sagte Kunz was, Hans antwortete, Maleen ergänzte, Sneewitt nickte, die Muhme zog die Stirn kraus, Hardt schnarchte, der Fuchs keckerte, Meister Grimbart schnaufte, Sanne glotzte traurig… – merkt man's? Ich fand die permanente Aufzählung der Charaktere mehr als anstrengend.

Zu Beginn des Buches schien Hans den Eindruck zu vermitteln, die Hauptfigur der Geschichte zu sein, doch nach und nach wird er von der Anzahl wachsender Protagonisten verdrängt (Barbera, Grimm, die Gografen etc.), was ich sehr schade fand, da so dem Leser die Welt um Pinafor weiterhin weit weg und fremd vorkam, hier hat sich der Autor zu sehr an Elementen des Märchens geklammert.

Meister Grimbart sowie Reineke Fuchs sind sehr amüsant, generell erheitert das Buch hier und da mit nettem Humor. Es gefiel mir auch beim Lesen immer wieder eine bekannte oder weniger bekannte Märchenfigur zu entdecken, doch letzten Endes konnte mich die Geschichte nicht umhauen.

"Wovon ich träume, wollt ihr wissen? Natürlich von Kampf und Abenteuer."


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