Profil für Din > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Din
Top-Rezensenten Rang: 3.343
Hilfreiche Bewertungen: 586

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Din

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17
pixel
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

5.0 von 5 Sternen Cinder - Science Fiction trifft Märchen. Ein gelungener Cocktail!, 15. September 2014
Das Märchen von Aschenputtel wird in diesem Roman vollkommen neu und interessant interpretiert. Cinderella, Cinder in diesem Fall, ist ein Cyborg und arbeitet als Mechanikerin auf dem Markt. Ich denke, auch wenn man kein Science-Fiction-Fan ist, weiß dieses Buch zu unterhalten und durch seine Handlung und Charaktere zu überzeugen, denn der Science-Fiction Teil kann mit viel wohlwollen auch als Dystopie betrachtet werden. Zwar sprechen die Technologie, die Lunarier und Cyborgs definitiv für das Genre Science-Fiction, doch sollte man sich davon wirklich nicht abschrecken lassen.

Die Autorin versteht es Technologie und Märchen gekonnt ineinander zu verweben, so regiert ein Kaiser, natürlich gibt es einen Prinzen und es wird auch einen Ball geben. Auf dem Markt verkauft die Bäckersfrau ganz normal ihre Brötchen und wie im Mittelalter, sterben Menschen an der Pest. Gleichzeitig besitzt jeder Mensch einen ID-Chip, es gibt nur noch 6 Staaten auf der Erde und der Mond ist bevölkert von Lunariern, die in der Lage sind Menschen zu beeinflussen - sie nennen dies Zauber. Moderne, Märchen und Fantasy, von allem bekommt der Leser etwas, zusammengwürfelt in einem Handlungsstrang anlehnend an Aschenputtel, jedoch mit weit aus mehr Facetten.

Die Figuren sind gut gezeichnet, vor allem Cinder habe ich sofort ins Herz geschlossen, was wohl auch ihr Aschenputtel-Bonus mit sich bringt. Prinz Kai ist der typische Prinz. Natürlich sieht er gut aus, und Himmel ist der groß, alle Mädchen lieben ihn blablabla. Ja das gehört wohl bei einem Prinzen dazu, doch die Autorin schafft es ihn gleichzeitig auch sympathisch zu machen. Normalerweise kann ich mit einer männlichen Figur, die einfach nur gut aussieht nichts anfangen, doch Marissa Meyer schafft es tatsächlich mehr aus dem hübschen Prinzen zu machen und so konnte ich ihn ebenfalls sehr ins Herz schließen.

Eine Story sollte nicht nur von der Handlung interessant sein und den Leser zum weiterlesen anreizen, sondern die Figuren müssen auch eine gewisse Tiefe besitzen, sodass man zu ihnen einen Draht aufbauen kann. In "Wie Monde so silbern" hat man beides. Eine wirklich tolle Story, weder langweilig, noch zu schnell und mit Figuren, die man ins Herz schließen kann. Jetzt haben die Folgebände nur ein Problem: Hoffentlich können sie das Niveau halten und meine Erwartungen erfüllen. Falls ja, dann werd ich zum Riesenfan <3

"Ich bin ein Mensch", sagte Cinder leise und ohne Zorn.
"Nein, Cinder. Menschen weinen."


Phantasmen
Phantasmen
von Kai Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

3.0 von 5 Sternen Phantasmen - Nicht schlecht, aber mit Mängeln, daher nur drei Sternchen, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Phantasmen (Gebundene Ausgabe)
Bei Phantsamen von Kai Meyer handelt es sich nicht um eine Fantasy-Geschichte, die über "klassische" Geister handelt, sondern die Story dreht sich vielmehr um ein Endzeitszeniario, ausgelöst durch das Erscheinen von Millionen von Geistern am Tag null. Ich habe das erste Kapitel des Buches selbst vom Autoren bei einer Lesung vorgelesen bekommen, was Phantasmen für mich zu einem ganz besonderem Buch macht.

Von Anfang bis Ende ist die Story überladen vor Spannung. Rasant, ruhelos und ohne Luft zu holen geht es spannend von Kapitel zu Kapitel weiter. Langweilig kann einem definitiv nicht werden, wobei ich es stellenweise anstrengend fand und mir "ruhigere" Kapitel gewünscht hätte, in denen man mehr eine Verbindung zu den Charakteren hätte aufbauen können. Leider sind diese im Vergleich zu anderen Büchern von Kai Meyer relativ blass.

Die Hauptperson Rain, die gleichzeitg Ich-Erzählerin ist, empfand ich als völlig nutzlos für die Handlung. Meyer versucht sie durch rote Dreadlocks, einem Afrika-Trauma und Tattoos irgendwie interessant zu gestalten, doch wenn man ehrlich ist, ist Rain im großen und ganzen überflüssig. Viel interessanter und sympathischer ist ihre kleine Schwester Emma mit Asperger-Syndrom. Ebenfalls mit Tyler konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.

Der Norweger, den man nicht als Norweger empfindet (hier hätte ich mir einen skandinavischen Namen gewünscht), soll den klassischen Helden darstellen, ein gutausehender Rocker auf seinem Bike, der um seine Freundin Flavie trauert, getrieben auf der Suche nach ihr ist und fremde Mädchen bei Explosionen und brenzligen Situationen mit seinem Körper abschirmt. Vorbildlich. Was'n Held. Und total lächerlich. Der Typ kratzte mich null.

Die leicht angehauchte Liebesgeschichte hätte man auch gleich weglassen können, so angehaucht war sie. Andererseits bin ich sehr dankbar, dass Meyer da keinen Fokus gelegt hat, sonst hätte ich der Story nur einen Stern verpasst, so lächerlich empfand ich die Entwicklung zwischen Rain und Tyler, die seien wir mal ehrlich, so 0815 vorhersehbar war, wie "Der neue-an-der-Schule hat ein Geheiiimnüs".

Ein großer Kritikpunkt meinerseits also: Rain und Tyler. Leider zu schwache Figuren. Flavie dagegen war für mich höchst interessant, leider wird sie so gut wie gar nicht ausgebaut, obwohl so viel Potenzial in ihr lag. Nichts desto trotz, die Geschichte ist spannend und interessant. Die Idee dahinter machte den Lesespaß aus und das sie nicht wie Kaugummi auf eine Trilogie ausgelegt wurde, gab auch ein kleines Plus. Ein Band hat definitiv für die Geschichte gereicht, dennoch hätte ich mir ausführlichere Antworten im Bezug auf die Kammern etc. gewünscht.

Das Ende endete dann für meinen Geschmack, dann doch zu schnell und kann den einen oder anderen unzufrieden stimmen. Mich stimmte die Story insgesamt jedoch im großen und ganzen zufrieden, doch für mehr als drei Sterne hat es für mich nicht gereicht, zu mal ich noch einen weitereren Kritikpunkt erwähnen möchte, denn neben Geistern scheinen es Löwen Meyer in diesem Roman angetan zu haben.

Der schnell erklärte Feind heißt Lionheart, es gibt eine Bedrohung durch Löwen und Rain's überaus bescheuertes und überzogenes Trauma rührt von Afrika, dem Land des Löwen her. Das war definitiv zu viel. C'mon Meyer Löwen? Also bitte. Ich zitiere hier mal a la Guido: Die Löwen tun gar nichts für die Story.

Der Autor hätte das ganze Löwengewäsch einfach weglassen sollen, Rain tiefer gestalten, Tyler realistischer darstellen, Flavie zu seiner Schwester und nicht großen Liebe machen sollen und noch drei, vier Kapitel mit mehr Erklärungsblabla dranhängen können. Dann wär Phantsamen für mich perfekt gewesen, So ist es ein Pageturner über den ich ein bisschen meckern kann, über den ich aber auch nicht abraten würde.

"Ich erfüllte meine Aufgabe."


Der große Gatsby
Der große Gatsby
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Preis: EUR 5,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Great Gatsby - Gelungene Verfilmung, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Wortwörtlich waren in dieser Verfilmung zum Teil die Dialoge, aber ich greife vorweg. Da ich das Buch und vor allem Gatsby sehr ins Herz geschlossen habe, aber weil ich den Roman vor allem auch frisch im Gedächtnis hatte, war ich sehr gespannt auf den Film. Ich habe schnell festgestellt, dass die Produzenten sich sehr ans Buch gehalten haben. Eine so nahe Verfilmung am Buch ist mir bisher noch nie begegnet. Ganze Dialoge entsprachen eins zu eins aus der Romanvorlage und so zog es sich durch den ganzen Film. Ich war total begeistert, wenn ich wieder feststellte, dass Daisy, Jay, Jordan oder Nick genau die Worte sprachen, die sie auch im Buch ausgesprochen hatten. In der Hinsicht kann man ganz klar sagen: Der Film weicht kaum von der Romanvorlage ab, wie es andere Verfilmungen tun und dies war für mich schon ein großes Plus.

Wie aber waren die Schauspieler? Für mich war vor allem wichtig, dass Gatsby und Daisy gut besetzt waren. Wer DiCaprio nicht mag, für den wird der Film nichts sein. Jay Gatsby ist eine wundervolle, aber auch schwierige Figur, mit schwierig meine ich schwierig zu spielen, da die Romanvorlage ihn so außergewöhnlich beschreibt mit einem Lächeln, dass einem im Leben vielleicht nur vier, fünf Mal begegnet und vielleicht ist es auch meine weibliche Naivität, aber ich finde DiCabrios Lächeln großartig. Für mich war die Besetzung rundum gelungen. Carey Mulligan als Daisy, die zarte Pflanze, dass feine, reiche Mädchen und Nick, gespielt von Tobey Maguire - gutmütig, neugierig und unerfahren.

Doch am besten, und das ist das wichtigste an dem Film, schließlich dreht sich alles um Gatsby, ist Leonardo DiCaprio! Ich habe den Roman gerade beendet und mir direkt danach den Film angeschaut, daher hatte ich Gatsbys Gefühlsregungen im Buch noch ganz genau vor Augen und DiCaprio spielt sie einfach großartig und glaubwürdig. Ich liebe die Szene in Nicks Haus, als dieser Daisy zum Tee eingeladen hat, aber auch der Moment in der New Yorker Innenstadt, der Streit mit Tom Buchanan, wurde so treu der Figur nachgespielt, dass ich einfach nur begeistert war. DiCaprio konnte Gatsby Leben einhauchen und der Figur eine Glaubwürdigkeit und Tiefe geben, die sie auch im Roman besitzt.

Musik und Bild: Die Szenen waren bildgewaltig, bunt und aufwendig produziert. Hin und wieder störte mich der offensichtliche Studioeffekt, doch dieser schien vielleicht auch gewollt zu sein. In die Handlung wurde moderne, bekannte Musik mit eingepflegt, die in einer anderen Version gespielt wurde, welches mir ebenfalls sehr gut gefiel. Insgesamt kann ich sagen, dass diese Verfilmung sehr nah am Buch ist und mir persönlich auch sehr gefallen hat.

"So legen wir uns in die Riemen, rudern gegen den Strom, und fortwährend zieht es uns zurück in die Vergangenheit."


Der große Gatsby
Der große Gatsby
von F. Scott Fitzgerald
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,95

5.0 von 5 Sternen The Great Gatsby - Wahrhaft groß, 11. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Gebundene Ausgabe)
Wovon handelt "Der große Gatsby"? Der Erzähler Nick Carraway, aus gutem Hause stammend und seit kurzem New Yorker, erzählt die Geschichte seines geheimnisvollen Nachbarn, ein schillernder Mann, bekannt in ganz New York der 20ger Jahre, schwerreich und dekadent, der jedes Wochenende sein riesiges Anwesen hell erleuchtet hat und unvergessliche Feste feiert: Der große Gatsby.

Doch der Reichtum oder das Mysterium, welches ihn umgibt, ist nicht der Grund warum Nick, Jay Gatsby als einen „großartigen“ Mann bezeichnet. Gatsby ist ein Mann der wahrhaft und grenzenlos liebt und so kann man sagen, dass der Roman hauptsächlich sich um die Liebe eines Mannes dreht, um einen Traum und eine unzerstörbare Hoffnung.
Wenn man den Roman kritisch sehen möchte, könnte man sagen Gatsby sei besessen, abhängig oder einfach nur naiv, doch wie Nick Carraway ist auch Gatsby mir sehr ans Herz gewachsen und genau wie Nick sah bzw. las ich das Gute, welches diese Hauptfigur ausmacht.

So wie ich F. Scott Fitzgerald’s Roman interpretiere, beschreibt der Autor eine großartige, grenzenlose Liebe, die ein Mensch empfinden kann, dass aber genau diese Liebe, nicht im gleichen Maß erwidert werden kann. Und genau das ist es, was Gatsby groß macht.

Der Roman verbirgt keine Überraschungen. Man zählt eins und eins schnell zusammen, aber so ist das Buch auch nicht konzipiert, da es nicht auf Spannung angelegt ist. Der Schreibstil ist wie ich gern sage „klassisch“ mit einem niveauvollem Stil und einem sarkastischem, trockenem Humor.

Mit jeder Zeile habe ich mich in das Buch und vor allem in die Figur Gatsby verliebt und auch wenn sie vermutlich nicht jedem sympathisch war, so empfand ich Daisy als gelungene Figur. Ein feines, reiches Mädchen, welches keinerlei Stärke besaß. Hier würde ich gerne den Autoren zitieren:

„Beide, Tom und Daisy, waren sorglose Menschen – sie zerstören Dinge und Lebewesen und zogen sich dann zurück in ihr Geld oder ihre unermessliche Sorglosigkeit oder was immer es war, das sie zusammenhielt, und ließen andere Leute das Chaos beseitigen, das sie angerichtet haben…“

Insgesamt waren die Charaktere sehr gelungen und einzigartig. Für mich ist „Der große Gatsby“ ein absolutes Highlight gewesen. Eine Geschichte und eine Figur, die mir ganz und gar gefallen haben.

„Ich bin jetzt seit ungefähr einer Woche betrunken, und ich dachte, in einer Bibliothek zu sitzen könnte mich nüchtern machen.“


Die Hexe von Portobello
Die Hexe von Portobello
von Paulo Coelho
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwachsinn, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Hexe von Portobello (Broschiert)
Ich kenne einige Zitate von Paulo Coelho und wollte schon immer eines seiner Werke lesen. "Die Hexe von Portobello" war mehr ein Spontankauf und auch wenn mir dieser Roman nicht wirklich gefallen hat, werde ich mich dennoch an andere Werke wagen um wirklich mir ein Bild über Coelho machen zu können.

Aber weiter zu meiner Kritik:
Die Geschichte handelt von einer ruhelosen Frau, die sich selbst Athena nennt, auf der Suche nach einem spirituellen Weg ist und im Laufe der Zeit auf die "große Mutter" trifft. Tanz, Kalligraphie und blödsinniges Geschwafel an eine schwache Gruppe von Menschen soll sie zu etwas Besonderem machen, nämlich eine Frau, die man früher eine Hexe genannt hätte. Dies war der Reiz des Buches, weswegen ich es zu Anfang lesen wollte. Doch Athena wirkt nicht wie eine Hexe, sondern wie eine religiöse Fanatikerin. Wie eine unzufriedene Wichtigtuerin, egoistisch und arrogant. Eine Person, die in keiner Zeile den Leser berühren konnte.

Dabei lernt man sie nie wirklich selbst kennen, sondern bekommen ein Bild von ihr durch die Erzählungen anderer. So ist das gesamte Buch aufgebaut. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer anderen Person, die das Erlebte mit Athena wiedergibt.
Dieser Aspekt des Buches hat mich sehr gereizt und bis zum Schluss finde ich auch, dass es eine sehr originelle Art ist eine Geschichte zu erzählen. Ebenso der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, sodass ich trotz der fehlenden Anreize des Buches stes weiter gelesen habe.

Dem Autoren ist ein Fehler unterlaufen, der vielen Autoren passiert. Die Kreation seiner Figur mag in den Augen des Autors und in den Augen seiner Figuren gelungen bzw. glaubwürdig sein, aber der Leser und das ist das entscheidende, der Leser lacht Athena aus.

Anfangs konnte ich mich vollkommen auf die Geschichte einlassen. Ich mochte, dass Athena aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet wurde, doch irgendwann fühlt man das "Gewollte" und liest das "Nicht-Gekonnte". Die Hauptfigur entwickelte sich zu einer lächerlichen Figur und wurde von ebenso lächerlichen Figuren wie Heron oder Andrea unterstützt.

Kurzum eine missglückte Idee. Zu Beginn sicherlich noch lesenswert, doch die Entwicklung der Handlungen, Monologe und Dialoge nehmen eine Richtung an, die für mich nur lächerlich war, unglaubwürdig und schwachsinnig. Sry Schrott.

"Niemand opfert, was ihm am wichtigsten ist: die Liebe. Niemand gibt seine Träume in die Hände derjenigen, die ihn zerstören könnten."


Die Sturmkönige - Dschinnland: Roman
Die Sturmkönige - Dschinnland: Roman
von Kai Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Sturmkönige 01, Dschinnland: Story traumhaft, Charaktere weniger, 1. Juni 2014
Ich bin ein großer Fan von Meyer und wollte mich nach vielen positiven Stimmen auch an seine Sturmkönige wagen. Eigentlich interessieren mich Sagen aus 1001 Nacht wenig, doch die Fantasiewelt die Meyer erschaffen hat ist so zauberhaft, dass auch ich von ihr verzaubert bin.

Zur Handlung: Wir haben einen Schmuggler namens Tarik, der illegalen Teppichrennen beiwohnt, sich gerne betrinkt, um einem schrecklichem Erlebnis aus der Vergangenheit zu entkommen, seinen jüngeren Bruder Junis, der ihm die Schuld dafür gibt, eine tote Liebe und ein geheimnisvolles Palastmädchen, Sabatea, die unbedingt nach Badgdad muss, ihren Körper dafür einsetzt, jedoch fürchterlich böse wird, wenn man sie eine Straßendirne schimpft. Nun ja. An meiner Überschrift kann man vermutlich schon erahnen wo meine Kritik liegt.

Es dauert ewig bis man zu den Charakteren eine Verbindung herstellen kann und über 200 Seiten hinweg habe ich mich stets gefragt, woran das nur liegen könnte? An der raschen Liebesnacht quasi auf Seite 2? Nach wenigen Tagen wird von Liebe gesprochen? Gefühle in null Komma nix? Für mich war es wirklich schwierig einen Draht zu den Figuren aufzubauen, weil sie so erzwungen rüber kamen. Besonders die zwischenmenschliche Beziehung.

Auf der einen Seite eine Hass-Liebe und Konkurrenz zwischen Brüdern, die amüsant und gleichzeitig interessant war, jedoch auf der anderen Seite Gefühle, die nicht nachzuvollziehen waren. Die Liebesstory ist leider meiner Meinung nach sehr schlecht konstruiert und zu gewollt. Man durchschaut den Autoren und dies hinterlässt einen negativen Beigeschmack.

Dieser Moment, wenn die Figur uuunbedingt jemanden retten muss, denn die andere Person ist einem soo wichtig geworden und man als Leser das Gesicht verzieht und sich fragt: WARUM? Wann ist das passiert? Wieso jetzt häh?? Es ist dieser Moment, wenn man den Worten in einer Geschichte nicht traut, sie hinterfragt und vor allem für lächerlich hält.

Nun gut. Kai Meyer hat an seinem Schreibtisch gesessen, gewollt, dass Männlein und Weiblein sich lieben, auch wenn man keine Ahnung hat wieso, aber das ist nun mal so und bastaa. Finden wir uns mal mit eher unsympathischen Figuren ab, bleiben da immer noch ein paar positive Aspekte:

+ die verstorbene Maryam und der Narbennarr. Beides Figuren, die unendlich neugierig machen und durch die man gerne durch die Geschichte weiter gezogen wird

+ Das Volk der Roch und ihre Nesterstädte. Im ersten Band sind sie bisher ein Mythos, doch wie ich Meyer kenne, werden sie es nicht lange bleiben. Geflügelte Menschen, die in gigantischen Nesterstädten hoch in den Bergen leben, finde ich sehr spannend.

+ Elfenbeinpferde und der Ifrit. Meyer hat einfach so viele fantastische Ideen und verknüpft sie so zauberhauft, dass trotz der fehlenden Verbindung zu seinen Hauptfiguren, ich dennoch das Lesen nicht unterbrechen konnte.

+ Dschinnland ist nicht nur voller magischer Ideen, sondern auch spannend und das lässt mich die Fortsetzungen weiterlesen.

Ich hoffe in den Folgebänden noch einen Draht zu den Figuren zu finden. Als einzelne Protagonisten sind sie nicht schlecht, doch wie beschrieben, gefällt mir die Liebesstory einfach nicht. Ihre Beweggründe, Handlungen und Reaktionen, dies erschien mir alles leider zu billig. Der Autor hat es in dieser Hinsicht sich zu leicht gemacht, denn ich habe schon bessere Liebende von ihm kennengelernt, die man einfach ins Herz schließen muss. In Dschinnland ist dies bei mir leider ausgeblieben.

"Wenn die ganze Welt von Ungeheuern bevölkert ist, und du bist der einzige Mensch - wer ist dann das Ungeheuer?"


Letztendlich sind wir dem Universum egal: Roman
Letztendlich sind wir dem Universum egal: Roman
von David Levithan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Every Day - Ich bin Treibgut..., 14. Mai 2014
Der Titel dieses Buches war, neben der interessant klingenden Handlung, ausschlaggebend dafür, dass ich es mir kaufen musste. Die Geschichte handelt von A, der jeden Tag im Körper eines anderen Menschen aufwacht und genau für diesen einen Tag die Kontrolle über dessen Leben übernimmt. A kann seine Situation nicht ändern und versucht so gut es geht sich anzupassen, zurück zu halten und keinen Schaden anzurichten. Doch eines Tages begegnet er Rhiannon und verliebt sich in sie. Damit ändert sich alles für A.

Die Story enthält eine Liebesgeschichte, viele interessante Einblicke und Ideen, dadurch das die Hauptfigur wechselnde Orte und Protagonisten hat, und setzt seinen Fokus stark auf Toleranz. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte das Buch nach wenigen Tagen beenden. Auf der einen Seite gefielen mir Idee und Umsetzung, allerdings habe ich auch ein paar Kritikpunkte:

Mein größter Kritikpunkt ist die Darstellung des Autoren von A. Levithan stellt A, meiner Meinung nach zu gewollt rechtschaffen dar. A möchte das Leben anderer nicht zerstören. Will sich nichts anmaßen, einmischen oder in irgendeiner Form seinen Gastgebern Schaden zufügen.

Dies soll ihn sympathisch wirken lassen. Man bekommt auch Mitleid mit A, dennoch sprechen seine Handlungen teilweise gegen ihn. Auf der einen Seite will er sich ach so korrekt verhalten, benutzt aber auf der anderen Seite die Körper anderer, um das zu bekommen was er will. Er küsst und berührt Rhiannon mit einem Körper, der nicht ihm gehört – gleichzeitig will er sich jedoch nichts anmaßen. Meiner Meinung nach ein heuchlerischer Charakterzug.

Weiterhin wirkt A’s Zuneigung zu Rhiannon anfänglich wie eine Besessenheit. Ihre Kritikpunkte treffen bei ihm auf Unverständnis. Rhiannons Bedenken empfand ich als realistisch, doch diese Bedenken verliert sie, meines Erachtens zu schnell und ohne erkennbaren Grund.

"Aber sollte ihr Leben nicht über deinem stehen?"
"Wieso?"
"Weil du nur der Gast bist."

Die Geschichte bleibt stets interessant, da man nie weiß, in wem A als nächstes aufwachen wird, enthält aber viele Diskussionen zwischen Rhiannon und A, die A durch seine Hartnäckigkeit irgendwo gewinnt. Man bekommt an einigen Stellen das Gefühl, dass A hauptsächlich Überzeugungsarbeit leistet und diese "Arbeit" wirkt unsympathisch und widersprüchlich zu seiner "herzensguten" Darstellung.

Auf der einen Seite ist die Story keine Frage sehr interessant und liebevoll geschrieben, auf der anderen Seite jedoch stolpert man über Unstimmigkeiten. Das Ende kommt schnell, hinterlässt viele Fragen und deutet auf eine Fortsetzung hin. Trotz meiner Kritik würde ich mich aber auf weitere Bände freuen, denn insgesamt ist dieses Buch ein schönes Leseerlebnis.

"Gestern ist eine andere Welt. Ich will wieder dorthin zurück."

"Ich sage ihr, dass mir nicht gut ist, und gehe nach oben. Schließe mich in Lisas Zimmer ein. So wird es immer für mich sein. Eingesperrt in einem Zimmer. Gefangen in mir selbst."


Godspeed - Die Ankunft
Godspeed - Die Ankunft
von Beth Revis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Godspeed 03, Shades of Earth - Der beste Teil der Reihe, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Godspeed - Die Ankunft (Gebundene Ausgabe)
Für mich hat es sich gelohnt die Godspeed-Trilogie nicht aufzugeben. Der erste Band Die Reise beginnt gefiel mir tatächlich überhaupt nicht und in meiner ersten Rezension habe ich nur zwei Sterne vergeben. Dennoch blieb ich weiterhin neugierig und wurde mit einem deutlich besseren und spannenden zweiten Teil Die Suche (von mir vier Sterne) belohnt.

Der finale Band war für mich der beste Teil der Trilogie, da für mich einige Kritikpunkte, die ich im ersten Band noch verspürt habe, vollkommen verblasst sind. Die Autorin macht mit jedem Band eine positivere Entwicklung durch, da sich ihre Charaktere auch weiter entwickeln.

So wurde mir Junior immer mehr sympathisch und eine insgesamt authentischere Figur. Ich fieberte mit ihm mit und war ganz und gar auf seiner Seite. Die Kapitel sind weiterhin aus seiner und Amys Sicht beschrieben und seinen Teil fand ich schon im zweiten Band interessanter, nun mehr im dritten Band weitaus besser als Amys. Ebenfalls die Liebesgeschichte konnte ich überraschender Weise nun im Finale ins Herz schließen. Das sah im ersten Band noch ganz anders aus, aber die Autorin verbesserte hier sehr stark die Storyline, Amy und Junior machen eine Entwicklung durch, und damit auch die Liebesbeziehung, die ich viel besser nachvollziehen und so etwas abgewinnen konnte.

"Die Ankunft" ist spannend und mitreißend beschrieben. Ich fand gut in die Story ein und mir gefielen, die vielen Konflikte und Herausforderungen, die sich entwickelten. Die Gefahren und Probleme für die Besatzung der Godspeed und den Eingefrorenen, fand ich sehr spannend. Amy und Junior hatten mich an der Angel und mich interessierte brennend, die Lösung des großen Geheimnisses.

Für volle fünf Sterne hat es nicht gereicht, weil Beth Revis in jedem Teil dieser Reihe nach dem gleichem Schema vorgeht: Ungeklärte Morde, ein Geheimnis und einen Verräter unter den Reihen. So ging sie im ersten Teil vor, so setzte sie Teil zwei fort und so erging es Junior und Amy auch im dritten Teil. Jeden Band kann man wie eine Mischung aus Dystopie, Krimi und Science-Fiction sehen, wobei der Krimi-Teil, meiner Meinung nach, nicht schwierig zu lösen ist und der Leser von Anfang an eine gewisse Ahnung hat.

Nichtsdestotrotz gefiel mir "Die Ankunft" insgesamt einfach sehr gut. Ich hatte ein positives Leseerlebnis und Junior doch tatsächlich noch ins Herz geschlossen. Ebenfalls die Godspeed-Reihe würde ich weiter empfehlen, auch wenn sie nicht an Panem oder die Amortrilogie heran reicht, vermag sie zu unterhalten und den Leser mitzureißen.

"Ich werde immer zu dir zurückkommen. Immer."


Die Liebe deines Lebens: Roman
Die Liebe deines Lebens: Roman
von Cecelia Ahern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen How to fall in Love - Sie kann's besser, 9. Dezember 2013
Mir hat dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen. Ich langweilte mich und konnte keinen Draht zu Christine oder Adam aufbauen. Christine war für mich unsympathisch durch ihr nerviges Helfersyndrom. Ebenso interessierte mich ihre lächerliche gescheiterte Ehe gleich null.

Generell habe ich folgenden Eindruck gewonnen, wie manche Leser an neue Ahernromane herangehen: Oh ein blaues Buch, Ahern hat's geschrieben, "PS Ich liebe dich" war sooo ein tolles Buch - das MUSS auch gut sein: Hirn-aus. Ich würde darauf wetten, dass dieser Roman unter einem Pseudonym und einem anderen Titelbild, deutlich mehr Kritik ernten würde. Klar ein wundervoller Schreibstil (das hat Ahern einfach drauf), Story ganz nett, Charaktere okay - aber mehr auch nicht.

Die Autorin hat folgendes Problem: Mit "PS Ich liebe dich", hat sie einen Bestseller geschaffen, nach dem man jedes ihrer weiteren Werke misst. Ja, vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen, aber nach absoluten Pleiten wie "Zeit deines Lebens", "Hundert Namen", "Ich schreib dir morgen wieder" oder "Für immer vielleicht" hat mich Ahern insgesamt einfach mehr enttäuscht, als überzeugt. Und hinter all diesen Pleiten kann sich "Die Liebe deines Lebens" hinten anstellen.

Schön, wenn es einigen Lesern gefällt. Ich habe die positiven Stimmen gelesen und dieses Buch ganz anscheinend komplett anders empfunden. Klar, war es ganz nett wie Christines Gefühle sich entwickelt haben. Ja, auch Adam war irgendwo ein nettes Kerlchen. Aber mehr kam für mich nicht rüber als: nett und einigermaßen okay, aber ganz ehrlich? Bücher müssen unterhalten, begeistern und zum mitfiebern locken. Selbst ein ruhiges Buch kann einen Leser berühren und wenn man solchen Büchern begegnet ist, die einen treffen und die einen daran erinnern, warum Lesen so wundervoll ist, dann findet man sich einfach nicht mit "nett" ab. Nett ist die kleine Schwester von ihr wisst schon wem.

Ich will jetzt nicht sagen, dass jedes Buch der Renner sein muss oder das Potenzial eines Bestsellers zu besitzen hat. Ich will ja auch nicht sagen, dass Ahern ein Meisterwerk jedes Mal schreiben soll (ich denke da existiert schon genug Druck und Erwarungshaltungen), aber ein Buch erzählt eine Geschichte. Und Geschichten gefallen oder gefallen nicht.

Vielleicht merke ich genau diesen Druck aus ihren Büchern heraus. Ahern kann wundervoll schreiben und besitzt eine ganz eigene Note. Auch ihre Ideen besitzen gute Ansätze, doch die Umsetzung wirkt auf mich meist zu gewollt, zu gequält und zu verkrampft. Immer und immer wieder stören mich Punkte. So auch in "Die Liebe deines Lebens".

Fazit: Ahern lebt vom Erfolg ihres Debütromans. Wo ihr Name drauf steht fliegen die Leser. Für mich reicht es allerdings nicht. Lahme Story. Lahme Charaktere und Aherns Pseudoblabla werde ich mir auch nicht mehr antun. Denn das ist es leider für mich geworden.

"Du und ich, wir werden das gemeinsam machen, und wir werden sehen, wie wunderbar das Leben sein kann. Das verspreche ich dir."


Amokspiel
Amokspiel
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Amokspiel - Spannend aber überspannt, 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Amokspiel (Taschenbuch)
Fitzek versteht es den Leser zu unterhalten und immer weiter zu locken. In "Amokspiel" droht ein Wahnsinniger, während einer Radiosendung, jede Stunde eine Geisel zu töten. Er verlangt das Unmögliche: Seine tote Verlobte. Verhandlungsführerin Ira Samin sieht sich einer schier unlösbaren Aufgabe gegenüber stehen. Dabei ahnt sie nicht in welche Gefahr sie sich begibt und wie sehr ihr privates Leben im Zusammenhang mit den Ereignissen steht.

Das Buch lässt sich sehr schnell und zügig lesen. Schnell erfasst man die Charaktere und ist von der Handlung interessiert und wie ich gern sage "am Köder". Langweilig wird es was die Handlung betrifft definitiv nicht und man kann durch "Amokspiel" gut unterhalten werden. Während des Lesens entwickelt der Leser seine eigene Idee wie die Story enden könnte und was genau sich hinter allem versteckt.

Da Fitzeks Schreibe mir nicht gänzlich unbekannt ist und ich einige Pyschothriller bereits gelesen habe, hatte ich eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Nichts desto trotz war die Wendung gut durchdacht und in sich schlüssig. Einziger Kritik- und damit Minuspunkt ist der Epilog. Saras Abschiedsbrief war für mich etwas too much in die Kitschkiste gegriffen. Generell strotzte das Ende voller Happy End.

SPOILER:

- Jan kommt, wenn üüberhaupt, nur für drei Jahre ins Gefängnis. DENN er hat niemandem umgebracht. Höchstens 1000 andere Gesetze gebrochen. Menschen bedroht, einen Radiosender getürmt, Millionen an Steuergeldern verschwendet...
- Leonie lebt und liebt Jan weiterhin mit Baby Maja, denn sie sind ja eine haaappy Family.
- Ira überlebt ihren doppelten Selbstmordversuch: Pulsadern PLUS Leistenatterie schneidet sie sich auf, aaaber alles vergebens, sie wird gerettet.
- Ira schließt Frieden mit BEIDEN Töchtern und erhält von Sara die ersehnte Absolution.
- Natürlich wird die Mafia besiegt.
- Diesel wird zum next Lover.

Mal ganz ehrlich? Hat Fitzek zu viel Hollywood abbekommen?

Insgesamt spannend und unterhaltend, doch das Ende besitzt zu viel Happy und wirkt damit meines Erachtens zu gewollt. Story gut, doch der Schluss rundet nicht auf fünf Sterne ab.

"Nur eine Person hat die Macht, uns völlig zu zerstören, wenn wir es zulassen. Und das sind wir selbst."

"Das einzig wirklich Wertvolle, was ich euch hinterlassen kann, sind meine Gefühle und Gedanken."


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17