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Rezensionen verfasst von
Jürgen (Berlin)

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Vilja und die Räuber
Vilja und die Räuber
DVD ~ Sirkku Ullgren
Preis: EUR 7,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vilja Teilzeiträubertochter, 28. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Vilja und die Räuber (DVD)
Das Mädchen ist zu jung und nicht wild genug. Die Geschichte ist zu brav. Kein Vergleich also mit Hanna Zetterberg als Ronja und den Geschichten von Astrid Lindgren ! Und eigentlich ist es schade, denn Idee und Umsetzung sind durchaus inspiriert. Das Motto lautete: Wir drehen einen Piratenfilm, und damit wir nicht den halben Etat gleich beim Werftbesitzer lassen, verzichten wir auf die Schiffe ! Die Räuber sind mit einem alten schwarzen Van unterwegs. Mit ausklappbarer Piratenflagge und innen so plüschig wie ein Zigeunerwagen aus einer Johann Strauss Operette. Bloß die Punk-Version. Also Vorhänge mit Troddeln plus abgeschnittene Barbie-Köpfe ! Die gegnerische Truppe fährt einen militärgrünen Camper. Wenn sie mit diesen Youngtimern in die Umweltzone einlaufen, werden sie garantiert vom Gouverneur gehängt. Zum Glück spielt das Ganze in einer wunderschönen Landschaft mit vielen Seen irgendwo an der Finnischen Grenze weit weg von jeder Stadt. Manche von den Gags sind ganz nett, und die Requisiten auch. Aber das ist dann auch schon alles.


Mune, le gardien de la lune [FR Import]
Mune, le gardien de la lune [FR Import]
DVD ~ Omar Sy
Wird angeboten von CULTURE EMPIRE
Preis: EUR 29,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschön und poetisch, 3. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Mune, le gardien de la lune [FR Import] (DVD)
Das ist das erste Mal, daß ich einen Film rezensiere, der nicht auf Deutsch vorliegt, und der das vielleicht auch niemals tun wird. Wobei ich bei der Gelegenheit auch gleich mal sagen möchte, wie traurig ich es finde, daß solche Filme nicht synchronisiert werden. Diesen hier hätte ich auch gerne im Kino gesehen. Er ist für mich einer der besten Trickfilme dieses an guten Filmen nicht eben armen Jahres und bekommt von mir die fünf Sterne, die ich wirklich nur meinen absoluten Lieblingsfilmen gebe. Und das, obwohl ich nicht mal Französisch kann. Die eingängige Geschichte, die hier erzählt wird, erschließt sich aber auch ohne Sprachkenntnisse. Es ist eine wunderschöne warmherzige Geschichte, phantasievoll gezeichnet, eingebettet in eine bezaubernde, eigens dafür erdachte kleine Welt mit ihrer eigenen Flora und Fauna ihren eigenen Naturgesetzen und ihrer eigenen, sehr speziellen Astronomie. Ein wichtiges Gestaltungselement der poetischen Bilder dieses Films ist dann auch das Licht von Sonne, Mond und Biolumineszenz. Dazu sympathische Charaktere, die nicht nur von der Erscheinung, sondern auch vom Auftreten erstmal sehr verschieden sind. Zuerst geben Uneinigkeit und Überheblichkeit einem opportunistischen Schurken die Chance, das fragile Gleichgewicht dieser kleinen Welt zu zerstören. Und so müssen sie sich erstmal zusammenraufen und ihre sehr unterschiedlichen Stärken in die Waagschale werfen, wie sich das für eine gute Fantasy-Geschichte gehört.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2016 7:32 AM MEST


Arlo & Spot
Arlo & Spot
DVD ~ Meg LeFauve
Preis: EUR 12,69

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was ist so schlecht an Arlo & Spot, 1. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Arlo & Spot (DVD)
Die Apatosaurier sind Farmer und die T-Rexens knochenharte Rancher und Familie ist unheimlich wichtig: Klassische amerikanische Werte, gegen die erstmal prinzipiell nichts zu sagen ist. Aber wenn nach fünfzehn Minuten schon unübersehbar klar ist, daß der gute Arlo am Ende wird wie sein Vater, dann ist mir das doch etwas zu konservativ und außerdem vorhersehbar und langweilig. Weil sie dabei so viel bei Dreamworks geklaut haben, drängt sich hier immer wieder der Vergleich zu "The Croods" auf. Wir erinnern uns an Eep: Die wird nie wie ihr Vater ! Bei den Croods geht es um Neugier und Abenteuer. Nichts davon bei Arlo & Spot. Dazu ist Arlo auch noch linkisch, ängstlich und uncool. Daß er das am Ende überwindet, hilft der Identifikation mit dieser Figur auch nicht auf die Sprünge. Und Spot reißt das auch nicht raus. Bei den Croods gibt es als Gag dieses total wilde Baby. Bei "Arlo und Spot" haben sie das zur Hauptrolle aufgeblasen. Das wirkt in diesem Kontext irgendwie unpassend. Ein Mensch ist kein Hund. Und auch ein in der Wildnis aufgewachsenes völlig verwahrlostes Kind wird schnell lernen, wie gut es mit diesem praktischen Händen greifen kann. Es wird nicht alles mit den Zähnen schnappen wollen. Und es wird bestimmt nicht hecheln. Auch grafisch ist "Arlo & Spot" kein Gewinn. Auf der einen Seite diese wunderschönen realistisch gerenderten Landschaften. Auf der anderen ein grüner Quitschedino, der aussieht wie ein Spielzeug. Das paßt nicht zusammen. Aber es hat viel Geld gekostet. Die Rede ist von bis zu 200 Mio. Produktionskosten plus 150 Mio. Marketing. Schon macht man sich Sorgen um ein Studio, das man eigentlich zu lieben gelernt hat. Dazu suggeriert das spielzeugmäßige Design von Arlo, daß wir es hier mit einem Film für kleine Kinder zu tun haben. Doch Vorsicht ! Arlo & Spot ist traurig und beängstigend und jedenfalls nichts für die Kleinen !


Pixies - Kleine Elfen, großes Abenteuer
Pixies - Kleine Elfen, großes Abenteuer
DVD ~ Alexa PenaVega
Preis: EUR 11,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, 25. März 2016
Pixies sind eine sehr angelsächsische Angelegenheit mit Wurzeln in keltischer Folklore und victorianischen Kinderbüchern. Das Synchronstudio hat gut daran getan, das nicht allzuoft mit "Elfen" oder "Feen" übersetzen zu wollen. Denn wenn Pixies meist als niedlich und freundlich beschrieben werden, so können sie auch nachtragend und gemein sein. So in diesem Fall, wo jemand seinen Müll in den Wald schmeißt und dabei einen Sohn des Pixiekönigs schwer verletzt. Der Typ bekommt nun die Rache zu spüren. Der andere Sohn muß sie ausführen: Fiese Streiche ohne Ende mit dem Ziel, das Leben und die Liebe dieses Kerls zu zerstören. Die Streiche sind zuerst ganz lustig. Aber dann kommen dem Königssohn und schließlich auch seinen Helfern langsam Zweifel an der Angemessenheit des Urteils. Schon klar, worauf es hinausläuft. Am Ende schließen sie Frieden und alles wird Gut. Diese Geschichte ist nicht eben reich an unerwarteten Wendungen. Und die Gags sind auch ganz schön lau. Das lässt dem Zuschauer viel Zeit, die Schwächen dieses Films zu bemerken. Erstens: Der Typ, der da den Müll in den Wald schmeißt, ist auch sonst ein ziemlicher Prolet. Ich finde ihn nicht sympathisch. Seine Deeskalationsstrategie besteht aus Drohungen und Zerstörung. Und es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso sich eine Künstlerin und Vegetarierin aus der Kreativszene ausgerechnet in ihn verliebt. Eigentlich ist er nur als Automechaniker wirklich gut. Viel besser als sein unfähiger Kollege. Dafür, daß der einzige Unfähige im diesem Film schwarz ist, und der einzige Schwarze unfähig, gibt es von mir entschiedenen Punktabzug ! Zweitens: Der König der Pixies repräsentiert voll die alte Ordnung. Gehorsam und Rache sind seine Devise. Ständig schwingt er heroische Reden von Natur und Lebensraum. Und jedesmal, wenn er damit loslegt, fragt man sich, warum er nicht mal gegen die Leute in den Schlüsselpositionen vorgeht. Als Naturschützer fallen einem eine Menge Leute ein, denen man den Fluch der Pixies jederzeit gönnen würde. Aber nein: Es muß jetzt gnadenlos dieser Polet mit dem Müllsack sein. Tricktechnisch steckt in diesem Film übrigens eine Menge Kreativität. Die Hintergründe mögen ziemlich billig gestaltet sein. Aber die Menschen sind akzeptabel animiert, und die Pixies sind wirklich markant. Selbst der bissigste Markenrechtsanwalt der Welt wird da keine Ähnlichkeiten zu den Feen aus Disneys Tinkerbell-Universum feststellen können.


Der Weihnachtsdrache
Der Weihnachtsdrache
DVD ~ Bailee Michelle Johnson
Preis: EUR 11,03

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fantasy-Filmemacher sollten bei ihrem Genre bleiben !, 29. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Weihnachtsdrache (DVD)
Es war einmal auf der Südhalbkugel, wo zu Weihnachten bekanntlich Sommer ist. Und der Weihnachtsmann wohnt auch nur ein paar Tagereisen nördlich, was von Skandinavien immer noch sehr weit entfernt wäre. Schon klar, daß es da an Rentieren deutlich mangelt. Also müssen die Drachen ran. Natürlich auch deswegen, weil die Produktionsfirma Arrowstorm Entertainment Drachen sowieso viel besser kann. Dieser Laden ist bisher mit solchen Sachen wie "Dawn of the Dragon Slayer" oder "Ork Wars" in Erscheinung getreten, also B-Movie-Fantasy für ein einschlägig interessiertes Publikum und von familientauglicher Unterhaltung schon vom Anspruch her ziemlich weit entfernt. Nun nehmen sie also alles, was sie so drauf haben, und machen einen Weihnachtsfilm. Dieser enthält dann auch ' das muß ich hier sehr deutlich betonen ' ein für einen Weihnachtsfilm wirklich ungewöhnlich hohes Maß an Willkür, Gewalt und Horror ! Das ist nicht der einzige Weihnachtsfilm mit Drachen, aber bestimmt der erste mit Kopfgeldjägern ! Also jedenfalls nichts für die Kleinen. Und für die Fantasy-Fans ? Arrowstorm Entertainment ist sowieso nicht unbedingt für intelligente Handlungen und ausgefeilte Drehbücher bekannt. Jetzt einen Weihnachtsfilm produzieren zu müssen, hat dieses Seite des Teams nun aber völlig überfordert. Die Geschichte ist zusammengestückelt und besteht zuerst aus einer Aneinanderreihung von Aufgaben oder Prüfungen. Da werden sie zum Beispiel in ihrem Boot von einem Flußmonster angegriffen. Danach campen sie direkt am Ufer. Ich hätte ja Angst, daß das Vieh aus dem Wasser kommt. Ein Krokodil hätte da zum Beispiel keine Hemmungen. Auf ihrem Weg treffen ein paar Kinder auch gleich zufällig die richtigen Leute. Feuerland ist ja so klein. Die üblichen Ungereimtheiten halt. Ansonsten: Mit den schauspielerischen Leistungen (auch denen der Kinder) kann man durchaus leben. Landschaften, Maske, Kostüm und computeranimierter Drache: Wie üblich bei Arrowstorm auf der Haben-Seite. Dem armen Weihnachtsmann wünscht man trotzdem, ganz weit weg zu sein. Am besten am Nordpol, wo er hingehört. Und Arrowstorm sollte lieber noch ein paar Folgen von "Mythica" drehen und prinzipiell die Finger lassen von allem was mit Kindern auf dem Set oder im Publikum zu tun hat.


Der kleine Medicus - Bodynauten auf geheimer Mission im Körper
Der kleine Medicus - Bodynauten auf geheimer Mission im Körper
DVD ~ Frank Piscator
Preis: EUR 6,49

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zu wenig Ideen und zu viel Bildungsanspruch, 27. November 2015
Dieser Film macht doch sehr den Eindruck, als hätte man hier nicht so sehr dem Publikum gefallen wollen, sondern vielmehr jenen Leuten, die über die Filmförderung entscheiden. Dafür hat er das "Prädikat Wertvoll" erhalten. Und er meint uns erzählen zu müssen, wie es im menschlichen Körper aussieht. Wobei dieser geradezu fahrlässig vereinfacht dargestellt wird. Da sind sie etwa in ihrem Mini-U-Boot in der Blutbahn unterwegs, zusammen mit ein paar abgezählten roten Blutkörperchen. Ansonsten viel Platz und gute Sicht ! Dann kommen die Immunzellen angerauscht wie ein Jagdgeschwader im letzten Weltkrieg. Und ein Bandscheibenvorfall wird einfach mal dadurch korrigiert, daß irgendwo was abgeschnitten wird. Natürlich ist schon klar, daß das nicht das ist, worauf es ankommt. Aber das, was wichtig ist, wird leider eher dilettantisch angegangen. Wenn wir zum Vergleich die großen Disney- oder Dreamworks-Filme nehmen, dann sehen wir dort jedesmal eines: Das perfekte Gleichgewicht zwischen Spannung, Humor und Poesie. Hier dagegen wird der Humor sehr sparsam serviert. Poesie ist völlig unbekannt. Und Spannung ? Das Mini-U-Boot im menschlichen Körper hat man schon öfter gesehen. Hier kommt nun ein Schurke ins Spiel. Der sieht so aus, und hat auch den Habitus, als wäre er aus der Kaiserzeit übriggeblieben. Sein Fahrzeugpark und sein Roboterdesign sind nur unwesentlich moderner. Er hat ein staubiges Labor in einem schönen alten Fabrikgebäude aus der Gründerzeit. Im wirklichen Leben wäre sein schurkischer Plan vermutlich schon an Denkmalschutzauflagen gescheitert. Die Guten dagegen leiden nicht gerade an Mittelkürzungen. Ihr Labor: Überirdisch eleganteste klassische Moderne, unterirdisch spacig, organisch und hell. Der Gegensatz der Architekturen verdeutlicht immerhin wunderschön den sehr unterschiedlichen Anspruch der beiden Teams. Auch die Akteure selber werden gut in Szene gesetzt. Da haben wir einen starken jugendlichen Helden. Die sehr sympathische Heldin bleibt dagegen sehr hinter ihm zurück und ist in dieser Geschichte leider meist doch nur die Beifahrerin.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 12, 2015 8:06 PM CET


Die Schneekönigin 2 - Eiskalt entführt
Die Schneekönigin 2 - Eiskalt entführt
DVD ~ -
Preis: EUR 7,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zu viel Orm und zu wenig Gerda, 6. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Orm (Der Troll aus Teil 1) lebt inzwischen in einer Trollstadt und arbeitet im Trollbergwerk. Und er hat ein Problem: Er muß sein Haus abbezahlen und Konzertkarten für seine Oma kaufen, und er hat kein Geld. Also fängt er an zu Lügen. Aber mit jeder Lüge bekommt er mehr Probleme. Die Lügen werden immer größer, und er bekommt es mit immer mächtigeren Leuten zu tun. Erst belügt er Gerda, dann seine Oma, seinen Vorarbeiter, seine Bank, und schließlich den Hochadel, und am Ende stellt er sich hin als der große Held, der die Schneekönigin besiegt hat. Pech für ihn, daß plötzlich die Trollprinzessin entführt wird und die großen Helden ausgesandt werden, um sie zu befreien. Plötzlich befindet er sich auf einer Queste, die so gar nicht sein Geschmack ist. Aber er lügt und trickst weiter, bis sich alle von ihm abwenden. Auch Gerda und das Piratenmädchen aus Teil 1 und ihre Crew sind plötzlich mit seinem Konkurrenten unterwegs. Und er steht ganz alleine da. Dabei haben alle zusammen ein riesiges eisiges Problem und außerdem eine eingefrorene Trollprinzessin zu retten.
Orm ist leider der Schwachpunkt in dieser Geschichte. Mit all seinen Lügen ist er nicht gerade sympathisch, und mit all seinen Ungeschicklichkeiten auch nicht wirklich lustig. Aber er hat in diesem Teil 2 die Hauptrolle, und Gerda nur noch eine Nebenrolle. Auch die anderen Nebenrollen sind viel sympathischer als er. Seine Kollegen und Freunde, mit denen er loszieht, das Wiesel, das auch wieder dabei ist, und sogar der erstmal ziemlich überhebliche General, der auch um die Hand der Trollprinzessin anhält, die gehören sicher eindeutig auf die Haben-Seite in diesem Film. Ebenfalls klasse: Die Trollstadt mit ihrer eigenen, eigens für den Film entworfenen Architektur.
Die Moral dieser Geschichte, das Lügen betreffend, kann ich zwar jederzeit unterschreiben. Aber diese Moral ist hier leider wirklich allzu dominant und aufdringlich. Irgendwie muß sie den ganzen Film tragen. Eigentlich hatte ich gehofft, die Drehbuchautoren des Wizart-Studios würden im Zweiten Teil die Chance nutzen, nun gar nicht mehr der Vorlage von Hans Christian Andersen verpflichtet zu sein. Nun haben sie was wirklich ganz Neues gebracht, aber die damit verbundene Hoffnung hat sich nicht so ganz erfüllt. Aber sie haben ja noch einen dritten Versuch ! Ich bin weiterhin gespannt.


Rodencia und der Zahn der Prinzessin
Rodencia und der Zahn der Prinzessin
DVD ~ -
Preis: EUR 6,97

3.0 von 5 Sternen sympathisch und überraschend gut, 29. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Rodencia und der Zahn der Prinzessin (DVD)
Das hier ist nicht Pixar, und es werden tatsächlich nicht ständig alle Register der aktuellsten Tricktechnik gezogen und der größtmögliche Aufwand betrieben. Aber dieser Film ist durchgehend mit einer absolut akzeptablen Qualität animiert. Und auch an Inspiration herrscht kein Mangel. Stilelemente von Inkas und Azteken verwendet man hier mit Leichtigkeit und Stolz. Der Zuschauer darf ruhig sehen, daß das eine Peruanisch - Argentinische Co-Produktion ist. Und das wichtigste ist natürlich, daß sie eine richtig gute Geschichte zu erzählen haben. Mäuse also: Die leben in einer waldreichen Parallelwelt in ihrer eigenen Mäusestadt. (Mit Stufenpyramide und allem, klar doch !) Aber die Idylle ist in Gefahr. Der Schurke hat eine Rattenarmee zusammengestellt. (Gerüstet wie die Konquistadores, auch klar !) Zwei adlige Elitekrieger und ein unerfahrener Zauberlehrling bäuerlicher Abstammung werden ausgewählt, um einem mächtigen magischen Gegenstand zu holen: Den Milchzahn eines Menschenkindes aus der Menschenwelt ! Dazu stößt noch ein Mädchen aus dem Wald. Sie hat ein Geheimnis. Und eigentlich hat fast jeder eins in dieser Geschichte. Warum ist der Schurke so auf Rache aus ? Ist der greise Zaubermeister wirklich so tattrig und vergeßlich ? Der zuerst so überhebliche Krieger hat Höhenangst. Und der Zauberlehrling ? Wird er doch mal ein mächtiger Zauberer ? Zuerst wird er böse gemobbt von den beiden adlige Kriegern. Wird das Team sich trotzdem zusammenraufen und mit dem Zahn zurückkehren ? Und werden die Mäuse ihre Stadt so lange gegen die Ratten halten ? Es gibt ungewöhnliche Wendungen. Geheimnisse werden aufgedeckt. Monster werden ausgesendet. Magie geht manchmal nach hinten los. Weisheit und Witz gegen Waffen und Übermacht, und auch die Akteure entwickeln sich weiter. Selbst die Ratten haben Charakter und ihre eigenen Ängste und Hoffnungen. Das ist eine klassische Fantasy-Geschichte mit allem, was dazugehört. Womit sie sich positiv von so einigen Trickfilmen aus ähnlich exotischen Produktionsorten abhebt, die jetzt gerade erschienen sind. (Stand Sommer 2015) Rodencia verdankt diese Qualität wohl vor allem der Autorin, die sich diese Geschichte ausgedacht hat


Norva und Sam retten die Welt
Norva und Sam retten die Welt
DVD ~ Auchara Kijkanjanas
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nett gemachter Film mit leicht esoterischer Botschaft, 24. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Norva und Sam retten die Welt (DVD)
Eines gleich vorweg: Dieser Film ist tendenziell auf ein eher umweltbewußtes Publikum zugeschnitten. Wobei er seit sehr langer Zeit der erste Trickfilm ist, der eine derartig eindeutige, wenn auch etwas naive Umweltbotschaft trägt. Er erinnert sofort an solche Sachen wie FernGully von 1992. Wobei es in FernGully nur fiesen Holzfällern an den Kragen ging. Hier muß es dagegen gleich der Klimawandel persönlich sein. Da der in Wirklichkeit selten so richtig medienwirksam sichtbar wird, hat man für diesen Film tief in die Kiste mit den Fantasy-Effekten gegriffen, und dem Klimawandel eine dramatische und furchterregende symbolische Erscheinung gegeben. Das mag ein wohlfeiler Kunstgriff sein, ist aber im Film nicht überzeugend umgesetzt und sieht nur billig und bunt aus. Aber das ist zum Glück nur der Hintergrund. Viel wichtiger sind ja die Menschen. Und die hat man mit der nötigen Sorgfalt animiert. Als erstes wird eine sympathische Heldin eingeführt: Auch sie wirkt sehr "eighties", sieht richtig gut aus in ihrem Ethno-Look, komplett mit messingenen Halsringen wie sie beim Volk der Karen getragen werden. Das wirkt für uns erstmal ziemlich exotisch. Aber der ganze Film kommt ja auch aus Thailand und ist offenbar vollständig dort produziert worden. Da ist Norva’s Aufzug dann nur noch etwa so folkloristisch, wie bei uns Dirndl oder Bollenhut. Und sie repräsentiert in diesem Film das Leben im Einklang mit der Natur und auch das Überleben in der Wildnis. Ich mag die Heldin. Den Helden mag ich nicht so sehr. Vielleicht hätte man ihn ein Deut lernfähiger anlegen sollen. Erst legt er eine Bruchlandung mit seinem Drachenflieger hin. Dann führt er seine Pfadfindergruppe in einen Sumpf. Aber auch als Norva ihn findet und in ihr Dorf bringt, setzt er weiter auf maximale Coolness und elektronische Gadgets. Er ist, wie eigentlich alle Akteure aus westlichen Industriestaaten in diesem Film, ein Getriebener. Er glaubt auch deswegen, der Coolste sein zu müssen, weil sein Vater der Mächtigste ist: Präsident eines riesigen Konzerns oder eines großen Industriestaates oder beides. Welcher Industriestaat gemeint ist, ist übrigens nicht zu übersehen. Die Stadt, in die sie da kommen, sieht bestimmt nicht zufällig wie New York aus. Es gibt sogar eine Freiheitsstatue. Bloß daß die Dame hier massives Übergewicht hat, mit Shopping-Bags behängt ist und eine goldene Kreditkarte in die Höhe reckt anstelle einer Fackel. Trotzdem sieht sie nicht unsympathisch aus. Ich mag diese Version der Freiheitsstatue. Außerdem gehört das zu den Details, die zeigen, daß auch bei den Thais die Visual Development Artists nicht nur ihr Handwerk, sondern auch ihre Kunst beherrschen. Inspiration und Kreativität sind sowieso auf der Haben-Seite bei diesem Film.
Nun also der Präsident von irgendwie fast allem: Er ist so mächtig, daß er es sogar mit dem Klimawandel aufnimmt. Er hat einen genialen Wissenschaftler engagiert. Den mag ich auch. Er ist so wunderbar nerdig und genial. Es gibt ein paar echt gute Szenen mit ihm. Und er liefert dem Präsidenten eine monströse technokratische Lösung für das Klimawandel-Problem. Vom ersten Augenblick an, wo dieses Projekt erwähnt wird, ist dem Zuschauer klar, daß die Filmemacher nicht an eine solche Lösung glauben. Auch wenn das, was sie da in Szene setzen, keinerlei Ähnlichkeit mit den Maßnahmen hat, die in der wirklichen Welt in manchen Kreisen ernsthaft diskutiert werden. Im Film also gigantische Labore und Sience Fiction- mäßige Strahler, passenderweise ähnlich symbolisch inszeniert wie der Klimawandel selber, blaue Strahlen gegen roten Klimawandel. Aber schon klar: Das wird alles nur noch schlimmer machen. Am Ende muß die grüne Natur ran, esoterisch überhöht und unglaublich kitschig. Es wird mit Bäumen kommuniziert, mit Tieren sowieso. Bei der Gelegenheit ist auch nicht zu übersehen, daß die Drehbuchschreiber einige Mühe hatten, ihrer Geschichte doch noch den Dreh in Richtung Happy End zu geben.
Und daran leidet der Film auch am meisten. Der Klimawandel als Ganzes ist vielleicht doch ein wenig zu groß für den ersten abendfüllenden Trickfilm der einem internationalen Publikum vorgestellt wird. Und Kritik an der amerikanischen Konsumkultur wirkt längst nicht mehr so mutig, wenn man sich vor Augen führt, daß die Thais massive eigene selbstgemachte Umweltprobleme haben, die hier lieber nicht thematisiert werden.


TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest [Blu-ray]
TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest [Blu-ray]
DVD ~ Steve Loter
Preis: EUR 10,49

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen pelzig und geheimnisvoll, 28. April 2015
Ich glaube, daß ich eines durchaus verraten darf. Denn alle, die diese Serie kennen, werden eh nichts Anderes erwarten. Und wer den Trailer gesehen hat, weiß sowieso Bescheid. Also: Das Neverbeast sieht zwar beeindruckend biestig aus. Aber in Wirklichkeit ist es ganz lieb. Und es ist geheimnisvoll. Es wacht nämlich nicht zufällig aus seinem jahrhundertelangen Winterschlaf auf, sondern es hat eine wichtige Aufgabe. Die zu erfüllen wird aber nicht leichter dadurch, daß freundliche Feen mit ihm spielen wollen. Und erst recht nicht dadurch, daß die Wächterfeen es als potentielle Gefahr ansehen und aus dem Feental werfen wollen. Das Ganze spitzt sich in dramatischer Weise zu, denn der grün leichtende Komet ist nur ein Vorzeichen für ein etwas irres Naturereignis. Schon mal hatten wir ein gefährliches Naturereignis im Feental. Das war, als der Winter plötzlich aus dem Winterwald herüberkam. Schon klar: Irgendwo muß die Spannung ja herkommen. Und an echten Schurken gibt es in diesen Geschichten eben nur Käpt’n Hook und seine Crew. Und die hatten im letzten Teil ihren Auftritt. Es paßt in die Kontinuität dieser Serie, daß man uns eben nicht die typische "Großes pelziges Tier ist eigentlich ganz lieb, aber böser Jäger will es trotzdem erlegen und sein Fell an die Wand seiner Jagdhütte nageln"- Geschichte auftischt. Auch die Wächterfeen, im O-Ton besser als "Scouting Fairies" beschrieben, sind ja nicht böse. Eigentlich sind sie beeindruckend tough: Starke Frauen, jederzeit bereit und in der Lage, es mit Gefahren aufzunehmen, die zwanzigmal größer sind als sie selber. Gleich am Anfang machen sie drei ausgewachsene fiese Raubvögel fertig als ob sie ihre Tricks von Mulan gelernt hätten. Werden sie das Neverbeast fangen ? Jedenfalls macht es nicht den Eindruck, daß sie der verrückten Tierfee Emily glauben. Die nämlich ist dem Biest längst begegnet. Erst wird sie angeknurrt, schon klar ! Allerliebst in Szene gesetzt, wie die beiden sich näherkommen ! Daß man Emily andere, flippigere Kleider gezeichnet hat und sie auch sonst extrovertierter inszeniert, ist für mich allerdings kein Gewinn. Dafür voll auf der Gewinnerseite: Das Neverbeast selber. Ein Glück, daß es in Neverland tatsächlich keine Jäger gibt, denn sein Fell wäre eine höchst begehrte Trophäe: Das Neverbeast ist nämlich wunderschön. Es ist mächtig und zottig und zuerst ganz schön furchterregend, aber manchmal auch mal richtig knuddelig, eben absolut genial erdacht und in Szene gesetzt wie fast alles in dieser Serie. Ob die fortgeführt wird und es mehr Geschichten in dieser Art geben wird, steht allerdings in den Sternen.


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