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Rezensionen verfasst von
T-Elch "WSV"

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AKG Acoustics K 518 DJ Kopfhörer schwarz
AKG Acoustics K 518 DJ Kopfhörer schwarz

5.0 von 5 Sternen Sehr guter Kopfhörer für einen vernünftigen Preis, 3. Juni 2012
Ich suchte einen Kopfhörer für meine mobilen Geräte, weil ich mit den in-ear-Systemen nicht zurecht komme, irgendwie sind meine Ohren dafür nicht gebaut ;-)
Es musste also ein leichtes geschlossenes System her und ich bekam einen Tipp: AKG 518DJ. Der Hörer ist gut verarbeitet: angenehme Polsterung, stabiler Bügel, gute, vergoldete Anschlüsse (inkl. Adapter). Der Klang ist klar und kräftig und dank der guten Abschirmung muss man den Lautstärkeregler nicht bis zum Anschlag aufdrehen (bei meinem MD-Player heißt das z. B. Stellung 17 von 30).
Hier wurde von anderen Rezensenten berichtet, dass der Hörer auf Dauer am Kopf unangenehm drücken würde und für Brillenträger evtl. gar nicht geeignet sei. Beides kann ich als Brillenträger und Besitzer eines nicht zu kleinen Schädels nicht bestätigen. Der Hörer sitzt stramm, das stimmt, aber nicht unangenehm. Man kann den Sitz am Bügel ausreichend regulieren.
Insgesamt ein guter Kauf, auch wenn er für den nur mobilen Gebrauch schon fast ein wenig zu groß ist (ein in-ear-Hörer ist natürlich winzig dagegen), aber er lässt sich recht flach zusammen legen (ein Beutel gehört zum Lieferumfang). Mir ist diese "Komforteinbuße" (falls es denn überhaupt eine ist) es wert, wenn ich dafür im Flieger oder im Zug, also überall, wo man viele Nebengeräusche hat, uneingeschränkt meine Musik genießen kann.


Wrecking Ball
Wrecking Ball
Preis: EUR 5,99

23 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ofen geht langsam aus ..., 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Wrecking Ball (Audio CD)
So, nach intensivem Hören kann ich nun auch etwas zur neuen Bruce-Scheibe sagen und oute mich vorher als großer Springsteen-Fan.
Insgesamt bleibt der Eindruck, dass sich da nichts so richtig bei mir aufdrängt. Die Single mag ich wohl, finde die lyrics jetzt auch nicht zu platt. Wenn einige das Setzkasten-lyrics nennt, was sagt man dann erst zu 'You've got it". Das ist für mich unterste Schublade (des Setzkastens).
Insgesamt missfällt mir, dass er quasi 80% der Platte über das gleiche Thema geschrieben hat: Niedergang! 'Death to my homewtown", 'Wrecking ball", 'Shackled and drawn", 'Jack of all trades", 'This depression, der Titelsong und die Single - alles mehr oder weniger das gleiche: der Niedergang der guten alten Zeit und die Reaktion des kleinen Mannes darauf. Nach 2 Stücken hatte ich es raus und danach schwand mein Interesse deutlich.

Mittlerweile geht mir auch das Suzie-Tyrell-Gefiedel gehörig auf den Nerv, weil alle von ihr befiedelten Stücke irgendwie gleich klingen und mich sofort an alles Mögliche auf The Rising erinnern. Überhaupt ist mir da zu viel irisches Gedöns am Werk.
Noch schlimmer aber die drum-loops, die man ihm eingeredet hat, das geht ja mal gar nicht. Krampfhafter Versuch, modern zu klingen? Neue Käuferschichten erschließen? Ziemlich daneben gegangen!

'Land of Hope and Dreams" ist natürlich auch als Studioversion großartig und besteht neben dem Titelsong für mich fast als das einzige Stück. Daran werde ich mich erinnern, aber es ist natürlich auch nicht wirklich neu. Bei 'Rocky Ground" bin ich mir noch unschlüssig, was ich mit dieser Bibel-Adaptation anfangen soll. 'We are alive" ist wohl eine Reminiszenz an Clerence? Politisch korrekt, aber nicht so pralle.

Mich beschleicht das Gefühl, dass bei Bruce der Ofen aus ist. Die Texte packen mich nicht mehr, erwecken nicht mehr diese Bilder wie früher. Solche epischen Songs wie 'Badlands", 'Promised Land" 'Racing in the streets", 'Darkness on the edge of town" - von 'Thunder Road" und 'The River" mal ganz zu schweigen, hat er offenbar nicht mehr drauf. Die heutigen Texte erschöpfen sich immer wieder in den gleichen Bildern und sind austauschbar. Seine Intention ist sicher aufrecht und politisch korrekt, aber da auch die Musik nicht wirklich packt, ist das Album relativ langweilig, gottseidank nicht so peinlich wie der Vorgänger, aber auch nicht viel besser. Magic war wohl somit das letzte Gute - für mich.

Warum ist das übrigens kein E Street-Album? Gerade Little Steven, Roy Bittan und Nils Lofgren vermisse ich schmerzlich.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2012 10:21 PM CET


Diggin' In The Dirt
Diggin' In The Dirt
Preis: EUR 1,29

2 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie sich Schweizer Mädchen den Soul vorstellen ..., 24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Diggin' In The Dirt (MP3-Download)
... kann man hier (leider) hören: lyrics aus dem Setzkasten und eine Nerd-Brille machen noch keinen guten Song. "diggin' in the dirt to find some soul" - Miss Heinzmann wird noch eine ganze Weile buddeln müssen, bis sie den Soul gefunden hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2012 6:24 PM CET


Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman
Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman
von Uwe Tellkamp
  Gebundene Ausgabe

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Literatur, aber ..., 6. Februar 2012
Eins vorweg: Dies ist ein großes Buch, es ist große Literatur. Ich glaube nicht, dass in den letzten 20 Jahren etwas von ähnlicher Qualität n deutscher Sprache geschrieben wurde. Es erinnert über weite Strecken an 'Die Buddenbrooks" von Thomas Mann oder an 'Die Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust, nur halt im neuen Gewand.
Es bietet einen höchst interessanten, informativen, aber eben auch schonungslosen Blick in die Endzeit der DDR aus Sicht der Intellektuellen. Die Charaktere sind Ärzte, Lektoren, Literaten, Musiker und teilweise deren Kinder, die sich zwar irgendwie mit den Verhältnissen arrangiert haben, aber dennoch die Hoffnung auf einen Wandel nicht aufgegeben haben.
Im ersten Teil - 'Die pädagogische Provinz" - lernt man sie kennen und leidet mit ihnen. Tellkamp dreht den Scheinwerfer geschickt und lässt so ein detailreiches Panorama der 80er Jahre in Dresden bzw. Der DDR entstehen. Um so ärgerlicher empfand ich es dann, als im zweiten Teil dieser Detailreichtum einem immer höheren Tempo geopfert wird, das einher geht mit einem bunten Strauß an literarischen Erzählmethoden - stream of consciousness, Tagebucheinträge, erlebte Rede etc. - so als ob Uwe Tellkamp den Lesern bzw. Vielmehr den Kritikern beweisen müsste, dass er das alles drauf hat. Wie schrieb Tucholsky noch gleich über James Joyces 'Ulysses": 'Ist wie Liebigs Suppenwürfel - man kann es nicht essen, aber es werden noch viele Suppen damit zubereitet werden." So ähnlich geht es einem mit dem zweiten Teil von 'Der Turm": Der Scheinwerfer dreht sich immer schneller, verharrt aber nur noch bei einigen wenigen Personen und geht über andere und einige Ereignisse viel zu schnell drüber weg (Warum erfährt man, dass Richard Hoffmann ein Verhältnis mit der Freundin seines Sohnes hat nur nebenbei? Warum kaum etwas über die Reaktion seiner Frau darauf?). Die Erzähltechniken wechseln ständig ab, verwirren, ja, überfordern so manchen Leser. Man versteht nicht, warum die angenehme epische Breite dem geopfert wurde. Am Ende ist man fast froh, dass es endlich vorbei ist und hat doch das Gefühl, da wäre noch einiges zu erzählen gewesen, obwohl man andererseits auch nicht umhin kann zu denken, dass es keine 975 Seiten gebraucht hätte.
So bleibt am Ende ein etwas zwiespältiges Gefühl neben dem Eindruck, dass man es - siehe oben! - schon mit großer Literatur zu tun hat.


CANON EF-S 18-55mm 3,5-5,6 IS Universalzoom-Objektiv (58mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung)
CANON EF-S 18-55mm 3,5-5,6 IS Universalzoom-Objektiv (58mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung)

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf, 28. November 2011
Das kleine Standardzoom, das oft zusammen als og. Kit-Linse mit einem Canon-Gehäuse der preiswerteren Kategorie ausgeliefert wird, ist besser als sein Rud, vor allem aber besser als die Version ohne IS.
Dieser IS ist zwar nicht unbedingt notwendig - für mich ist so eine Technik eher ein nettes Surplus als unbedingt unabdingbar, ich habe auch schon jahrzehntelang scharfe Fotos ohne sowas gemacht - aber der optisches Aufbau des Objektivs mit IS ist ein anderer als der ohne IS und das macht den doch gravierenden Unterschied zwischen den beiden brennweitengleichen Linsen aus. Die Version mit IS liefert durchweg scharfe und kontrastreiche Bilder und ist ein echter Kauftipp, wenn man auf große Lichtstärke und eine stabilere Bauweise verzichten kann. Letzteres ist sicher ein Manko, aber wir reden hier von einem Objektiv, das knapp über 100 Euro kostet, da kann man kein Ganzmetall heutzutage mehr erwarten, und wer unbedingt Nägel in die Wände kloppen will, der nimmt doch wohl eh einen Hammer.
Der Filterdurchmesser beträgt 58mm, was der Standard bei Canon ist, so dass viele schon vorhandene Filter wohl passen werden, leider dreht sich die Frontlinse mit, was bei Polfiltern nicht so toll ist, aber verschmerzbar angesichts des Preises.
Auch ohne USM-Antrieb ist das Objektiv ausreichend schnell beim Fokussieren, hier setzt eh das AF-System der verwendeten Kamera Grenzen.

Insgesamt also ein gutes Allround-Objektiv, das vor allem dem Anfänger gute Dienste leistet, aber auch bei mir - und ich sehe mich schon als sehr erfahrenen Fotografen mit zumindest semi-professioneller Ausrüstung an - immer wieder gerne zum Einsatz kommt in Anwendungsbereichen von Landschaft über Portrait bis hin zu gemäßigten Nahaufnahmen.


Collapse Into Now
Collapse Into Now
Preis: EUR 9,59

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgewogen, aber kein neues Opus magnum, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Collapse Into Now (Audio CD)
Vorweg sei es gesagt. "Collapse into now" löst nicht "Automatic for the people" als das neue Opus magnum von R.E.M. ab, dazu fehlt es den 12 Songs dann doch noch an Reife und Großartigkeit, aber es ist ohne Zweifel ein sehr gutes und hörenswertes Album geworden, das einige Highlights für die (R.E.M.)-Ewigkeit aufweist.

"Discoverer", der erste Song, beginnt mit leicht östlich-asiatisch anmutenden Gitarrenklängen und steht eher in der Tradition von "Accelerate", sprich es geht ganz gut ab.
Das absolute Highlight des Albums ist schon bald danach erreicht: "Überlin" ist einer dieser Songs, an die man sich noch lange erinnern wird und der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Überflüssig zu erwähnen, dass der Song mal wieder von Stipe-typischen, kryptischen Lyrics gekennzeichnet ist.
"Oh my heart" gefäält durch Mandolinenklänge und Bläsersätze - letztere sehr ungewohnt für R.E.M. Wo sich bei dem Song allerdings Eddie Vedder verbirgt, hat sich mir nicht erschlossen.
"It happened today" und "Every day is yours to win" sind gute Songs, die aber nicht herausragen, wenngleich sich wahrscheinlich dutzende andere Bands die Finger danach lecken würden und sich wünschten, sowas hinzukriegen, aber der R.E.M.-Fan ist halt anspruchsvoll.
"Mine smell like honey" ist gute-Laune-Powerpop, auch ein Stück, das im Ohr bleibt, selbst wenn es darin angeblich um Stipes Flatulenzen gehen sollte ...
"Walk it back" beruhigt die Ohren etwas, bevor es dann mit Unterstützung von Peaches bei "Alligator_Aviator-Autopilot_Antimatter" wieder rockig und schnell wird. Auch hier fühle ich mich an das letzte Album erinnert oder aber auch an das 96er Werk "New adventures in hi-fi".
Die letzten drei Songs hiterlassen einen zwiespältigen Eindruck, sie sind definitiv mehr als nur Füllmaterial, lassen mich aber auch nicht vor Entzücken entschweben. Musikalisch sind sie sehr aufwendig, vor allem "Me, Marlon Brando, Marlon Brando and I" kann da gefallen. "That someone is you" ist ein ruhiger Song, den ich wohl noch ein paar mal hören muss.
Der Abschluss des Albums, "Blue" ist ein typisches R.E.M.-Stück, wie es sich oft am Ende eines Albums bei ihnen findet, jedenfalls kann ich mir den Song nirgendwo anders auf dem Album vorstellen. Stipe liefert hier eine spoken-word-performance ab, doch der Song wird erst durch Patti Smith interessant, deren Einsatz eine unglaubliche Präsenz erzeugt und den Song quasi adelt. Nette Idee, dass als Reprise nochmal das Discoverer-Thema auftaucht.

Insgesamt ein sehr ausgewogenes Album mit 3-4 absoluten Highlights, das mich nicht nur wegen Patti Smith an "New adventures in hi-fi" erinnert und sich schon deutlich von "Accelerate" abgrenzt trotz einiger Parallelen. Es ist deutlich weniger rauh, aber bei weitem auch nicht so beliebig wie "Around the sun". Schon beeindruckend, was die Jungs aus Athens, Ga. auch noch im reiferen Alter und nach 14 Studioalben so hinkriegen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 3, 2011 10:41 PM MEST


Kurt Tucholsky: Eine biografische Momentaufnahme (HERDER spektrum)
Kurt Tucholsky: Eine biografische Momentaufnahme (HERDER spektrum)
von Fritz Joachim Raddatz
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lohnenswert, aber ..., 4. Januar 2011
Als Tucholsky-Fan freut man sich ja immer über neue Veröffentlichungen, vor allem, wenn sie von einem so profunden Kenner der Materie wie Fritz J. Raddatz stammen. Und so enttäuscht auch dieses schmale Bändchen nicht, denn der Autor wirft einen interessanten Blick auf das schwierige Verhältnis zwischen Tucho und seiner großen Liebe Mary Gerold, indem er bislang wohl unveröffentlichtes Briefmaterial aus dem Nachlass von Mary Gerold anführt, das einen neuen Blick auf das Verhältnis erlaubt.
So weit, so gut.
Warum Raddatz aber das ohnehin schmale Bändchen (ca. 120 Seiten) mit insgesamt rund 25 Seiten über das Verhältnis zwischen Tucholsky und Karl Kraus zu füllen glauben musste, das erschließt sich mir nicht. Raddatz beginnt diesen Exkurs über Kraus zwar mit der Bemerkung, Mary hätte in diesem Zerwürfnis zwischen den beiden großen Zeitkritikern eine herausragende und vermittelnde Rolle gespielt, doch nachdem er seitenlang Artikel von Kraus und Tucholsky zitiert hat, kommt er auf eben diese Rolle Marys gar nicht mehr zurück.
Ärgerlich und daher nur 3 Sterne.


Popmusik in Deutschland 1950 bis 2010, 8CDs
Popmusik in Deutschland 1950 bis 2010, 8CDs
Preis: EUR 49,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lohnenswert, 1. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schließe mich meinen Vorrednern an und kann diese Box wirklich empfehlen: ein sehr guter und gelungener Überblick über die Entwicklung der Pop-Musik in Deutschland, und das ohne Scheuklappen - vom Schlager bis zum HipHop ist alles dabei.
Was mich nur verwundert: auf der CD 1 ist als Interpretin von "Cindy, oh Cindy" Margot Eskens vermerkt, es singt dann allerdings ein Mann (mir nicht bekannt). Ist das der Grund, warum die Box nun nur noch die Hälfte kostet?
Dafür gibt es einen Stern Abzug.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2014 10:19 AM CET


Postcards from a Young Man
Postcards from a Young Man
Preis: EUR 6,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Pop-Platte des Jahres (so far ...), 25. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Postcards from a Young Man (Audio CD)
Man weiß ja nicht, was noch kommt, aber Postcards from a young man ist für mich die bislang beste Pop-Platte des Jahres: mächtige, unwiderstehliche Melodien, Pomp, ein wenig Schmalz und ein Sänger, der stets so singt, als ginge es um sein Leben. Kurzum: Klasse!
Es scheint, als ob die Preachers vor allem den Pop-Katalog der 70er und 80er gut studiert hätten, denn das Album klingt, als ob Queen, ELO und die ganz späten Beatles sich zu einer Jam-Session getroffen hätten. Beim Abmischen allerdings durfte Jeff Lynne dann gottseidank nicht alleine ran ...
Auch Oasis und Bob Dylan werden genüsslich zitiert (wobei erstere ja eh nur ein mehr oder weniger gelungenes Beatles-Plagiat sind), ohne dass das alles je peinlich klingen würde. Für mich ist jeder Track ein potentieller Hit und das will schon was heißen. Daumen ganz weit hoch!


Deutschlandreise
Deutschlandreise
von Roger Willemsen
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Den Balken im Auge, 24. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Deutschlandreise (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich mag ich Roger Willemsen und seine Art ganz gerne, aber am Ende dieses Buches war ich ziemlich genervt von ihm, seiner Art zu schreiben und seinen Ansichten, denn er bringt es fertig auf über 260 Seiten stets den Balken im Auge zu haben und nur das Schlechte zu sehen. Arrogant und misanthropisch zieht er Fazit, vermeidet es natürlich klugerweise auszusprechen, dass früher ja alles besser war, aber diese Erkenntnis tropft auch so, unausgesprochen, aus jeder der wohlgesetzten Zeilen, die sprachlich so perfekt, ja geradezu metaphorisch aufgeladen sind, dass man schon fast glaubt, hier hätte sich jemand mal so richtig Mühe für einen Deutsch-Leistungskurs gegeben, damit ein Oberstufenschüler so richtig was zum Aufdröseln hat.
Sorry, Herr Willemsen, mit diesem Buch machen Sie sich keine Freunde.


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