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Beiträge von Andre Arnold
Top-Rezensenten Rang: 673
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Rezensionen verfasst von
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern)
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Ravensburger 16392 - Weisse Magnolien - 1500 Teile Puzzle
Ravensburger 16392 - Weisse Magnolien - 1500 Teile Puzzle
Preis: EUR 18,06

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Puzzle, Abzüge wegen der Farbgebung, 18. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das vorliegende Puzzle mit dem Motiv "Weiße Magnolien" von Claudia Ancilotti besticht durch seine impressionistisch-unwirkliche Atmosphäre und verschönert - aufgehängt - jeden Raum. Es sei allerdings angemerkt, dass die Farben - vor allem die Rottöne - des fertigen Puzzles nicht 100%ig mit den Farben auf der Verpackung übereinstimmen, was am Anfang durchaus Probleme machen kann. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht um ein Puzzle für Einsteiger handelt, da es praktisch keine Fläche gibt, die man einfach "wegpuzzeln" kann. Am probatesten hat es sich erwiesen, zuerst die Magnolien und die Äste zu legen, so dass man zumindest ein Netz hat, von dem aus sich dann recht bequem - wenn auch mit etwas Geduld - arbeiten lässt.

Die Qualität der Teile ist ausgezeichnet. Sie sind sauber gestanzt und stabil. Besondere Erwähnung verdienen ihre Passgenauigkeit sowie die Tatsache, dass die Farben des Puzzles satt und voll sind.


Brilliant Classics Piano Library - Grieg: Piano Works
Brilliant Classics Piano Library - Grieg: Piano Works
Preis: EUR 18,27

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meilenstein der Grieg-Diskographie, grundsolide Darbietung, 17. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch wenn der norwegische (National)Komponist Edvard Grieg (1843-1907) selbst nicht allzu viel von seinen Klavierkompositionen hielt, ist es doch nicht zulässig, diesen Teil seines - unbekannterweise - vielseitigen Oeuvres zu vernachlässigen. Viele der kleinen Stücke sind dem Geiste Chopins und Liszts verpflichtet und imaginieren schnell verrauschte Episoden und Stimmungen, deren Melodiöses nicht selten in den Bann zieht. Das vorliegende Box-Set jedenfalls beinhaltet sämtliche erhaltene Kompositionen für Klavier aus der Feder Griegs.

Am geläufigsten sind die insgesamt zehn Bücher der "lyrischen Stücke" opp. 12, 38, 43, 47, 54, 57, 62, 65, 68 und 71, die in ihrer Konzeption und ihrem musikalischen Ausdruck sehr stark an die Gattung des "Moment musical" erinnern. Freilich vermögen es nicht alle Stücke, den Hörer gleichermaßen zu fesseln. Doch finden sich - vor allem unter den späteren Stücken - immer wieder Perlen von hohem Wiedererkennungswert, die sich einer näheren Betrachtung durchaus für wert erweisen.
Nur eine einzige Klaviersonate e-moll op. 7 komponierte der Norweger. Besonderen Reiz haben hierbei der Esprit, der diesem Stück inwendig ist, sowie die Originalität des Ausdrucks, insbesondere des wundervoll stilisierten Menuetts.
Eine der größten Kompositionen für Klavier ist die Ballade g-moll op. 24, die Grieg zu einem hervorragenden Exempel seiner Fähigkeiten ausarbeitet. Aber auch alle anderen kleineren Stücke, die diese Box enthält - vier Klavierstücke op. 1, die Humoresken op. 6 mit ihrem an Haydn gemahnenden Humor, vier Albumblätter op. 28, die drei Klavierstücke EG 105, das Agitato EG 106 und das Albumblatt EG 109 - sind keineswegs minderwertige Stücke, sondern haben ihren ganz eigenen Reiz. Gesondert sollten weiterhin die Klaviertranskriptionen eigener Lieder opp. 41 und 53 erwähnt werden, vermag es Grieg doch hier, ganz eigenständige Werke zu schaffen, bei denen die vormalige Singstimme gekonnt in den Klaviersatz integriert wird, sowie der Trauermarsch im Andenken an Rikard Nordraak EG 107, den Grieg ja nachmalig auch noch brillant orchestrierte.
Wie überall im Schaffen des großen Norwegers spielt auch in der Klaviermusik die norwegische Folklore und das norwegische Volksleben eine bedeutende Rolle. Grieg vermochte es ebenso gut wie sein Zeitgenosse Dvorák, nachzuempfinden. Viel wichtiger ist bei Grieg allerdings das eigenständige Adaptieren originaler Melodien und Motive. Er hatte einen beneidenswerten Zugang zum Liedgut seines geliebten Volkes, was bereits die frühen "Szenen aus dem Volksleben" op. 19 offenkundig wird. Hervorragend ist die Suite "aus Holbergs Zeit", für die Grieg obsolete Tanzformen nachempfand. Obschon die orchestrierte Fassung dieses Kleinods weitaus bekannter ist, offenbart doch erst die intimere Besetzung die volle Faszination dieser Komposition.
Hinzu kommen die poetischen Tondichtungen op. 3, die nordischen Tänze und Volkslieder opp. 17 und 66, die Improvisationen über norwegische Volkslieder op. 29, die norwegischen Bauerntänze op. 72, die "Stimmungen" op. 73 - innerhalb derer Grieg seine impressionistische Seite zeigt, ebenso wie in den norwegischen Gebirgsmelodien EG 108A - sowie die drei Klavierstücke EG 110 bis 112.

Die vorliegende, verdienstvolle Gesamteinspielung durch Griegs Landsmann Håkon Austbø entstand 2001 und 2006/ 2007. Folglich ist die Tonqualität makellos.
Austbøs Vortrag gilt nicht umsonst als astrein und tadellos. Er liefert zwar kein geniales, immer packendes Recital, aber ein zumindest immer solides und gut durchhörbares. Sein Anschlag ist fein fühlend und lyrisch. Freilich kann er bei seinem Vortrag der "lyrischen Stücke" nicht diese Brillanz wie seinerzeit Emil Gilels erreichen, doch das erwartet auch niemand. Markenzeichen seiner Interpretation sind fließende Nuancen, perlende Facetten und differenzierte Pointen sowie Akzente, die Spannung garantieren. Hinzu kommt die völlige Transparenz seines Vortrags.

Fazit: Alles in allem ein durch und durch gelunger Einstieg in das immer noch weitgehend vernachlässigte Klavieroeuvre des norwegischen Meisters. Keine Glanzleistung, aber dennoch mehr als solide.


Ravensburger 16385 - Jack Vettriano: Elegie für einen toten Admiral - 1500 Teile Puzzle
Ravensburger 16385 - Jack Vettriano: Elegie für einen toten Admiral - 1500 Teile Puzzle
Wird angeboten von BEESONS
Preis: EUR 35,33

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elegie für einen toten Admiral, 15. Juli 2011
Das vorliegende Puzzle in bewährt hervorragender Ravensburger-Qualität - passgenaue, perfekt gestanzte, stabile Teile - zeigt eines der schönsten Motive der 1500-Teile-Serie. Die Farben sind satt. Freilich muss damit gerechnet werden, dass einige Details etwas verschwommen wirken, dafür handelt es sich ja um ein Gemälde.

Das Motiv ist nicht leicht zusammen zu setzen. Während sich die grüne Stuhlfläche, das rote Kleid, die Hautflächen und der Tisch leicht legen lassen, wird es bei den Stühlen schon schwieriger. Überraschenderweise gestalteten sich der Boden sowie der Himmel weitaus weniger schwierig als erwartet, indes es hier viele verschiedene Farbabstufungen gibt. Am kniffligsten waren die schwarzen Smokings...

Fazit: Ein qualitativ hochwertiges Puzzle, das wegen des anspruchsvollen Motivs langes Vergnügen bereitet. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Ravensburger 16666 - Kubanische Impressionen - 2000 Teile Puzzle
Ravensburger 16666 - Kubanische Impressionen - 2000 Teile Puzzle

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Qualität, brillante Farben, 13. Juli 2011
Ein Puzzle in bewährter Ravensburger-Qualität. Die Teile sind sauber gestanzt und vor allem 100%ig passgenau. Zudem besticht das Puzzle durch seine enorme Stabilität und Haltbarkeit.
Besondere Freude bereiten die satten Farben, die trotz der Größe des Puzzles glasklar, leuchtend und kräftig sind. Somit ist das Legen nicht allzu schwierig. Lediglich der rechte Häuserblock macht einige Schwierigkeiten.

Durch und durch empfehlenswert, für Anfänger geeignet, und das Resultat ist mehr als sehenswert...


Serenaden
Serenaden
Preis: EUR 18,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tschechisch-koreanische Allianz auf österreichischem Boden, 10. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Serenaden (Audio CD)
Auch wenn die Serenade in der Romantik als obsolet, unzeitgemäß und verlogen nostalgisch galt, gab es einige Komponisten, die sich mit Hingabe dieser instrumentalen Gattung zuwandten. Neben der berühmten C-Dur-Serenade Tchaikovskys und den beiden bemerkenswerten, frühen brahmsschen Serenaden sind es insbesondere die beiden Genrebeiträge des tschechischen Komponisten Antonín Dvorák, die bis heute ihren festen Platz in den Konzertsälen der Welt behaupten. Dabei könnten die beiden Stücke unterschiedlicher kaum sein, was schon allein die jeweils völlig andere Instrumentierung zeigt.

Von jeher ist die erste Serenade E-Dur op. 22 für Streichorchester die beliebtere von beiden. Das kann beim überwältigenden Streicherschwall des Kopfsatzes kaum wundernehmen. An zweiter Stelle des fünfsätzigen Werkes steht ein galanter Kunstwalzer, der sich an ein wildes, burleskes Scherzo reiht, in dem Dvorák einmal mehr original tschechische Folklore nachempfindet. Nach dem kurzen, aber eindringlichen Larghetto folgt das feurige Finale, in dem der Tonsetzer dem Hörer noch einige Schmankerln bietet.
Die d-moll-Serenade op. 44 ist für zehn Blasinstrumente gesetzt, verstärkt durch ein Violoncello und einen Kontrabass. Die fast kammermusikalische Schlichtheit macht den besonderen Reiz dieser Komposition aus, die als eine der vollkommensten in Dvoráks umfangreichem Oeuvre gilt. Schnell wird klar, dass es sich bei diesem Stück um weit mehr als dröge Harmoniemusik handelt, das beweist bereits der eröffnende, gravitätische (Trauer)Marsch, der immer wieder zu freudvollen Ausbrüchen kulminiert. Im zweiten Satz, einem friedlichen Menuett, lässt der tschechische Meister den Rezipienten in Nostalgie schwelgen, bevor er ihn im Andante mit einigen seiner schönsten Melodien becirct. Das Finale schließlich fügt die Fäden zusammen, Motive aus den vorherigen Sätzen, vor allem dem Marsch werden zitiert, bis alles seinem Ende entgegen steuert.

Die vorliegende Einspielung durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung Myung-Whun Chungs, der den meisten vor allem durch einige geniale Opernaufführungen mit dem Orchestre de l'Opéra de Bastille bekannt sein dürfte, entstand 2001 und erfreut sich brillanter Aufnahmequalität.
Der farbenfrohe, perlend nuancierte Vortrag garantiert größtes Hörvergnügen. Chung versteht es erstaunlich gut, den Geist des bodenständigen Dvoráks zu erfassen, ein Kunststück, an dem schon viele große Dirigenten gescheitert sind. Die Wiener setzen seine Vorstellungen kongenial um, produzieren kräftige, treffende Akzente, die Spannung garantieren. Die hier erzeugte Wärme ist erfüllend und umwerfend zugleich, der Detail- und Facettenreichtum suchen ihresgleichen. Hinzu kommt, dass Chungs atmendes, absolut transparentes Dirigat niemals irgend akademisch wirkt, sondern ein Recital ermöglicht, das als eines der verdienstvollsten der vergangenen Jahre angesehen werden muss - aus dem immer noch unterschätzten Schaffen Antonín Dvoráks.


Beethoven: das Gesamtwerk für Cello und Klavier
Beethoven: das Gesamtwerk für Cello und Klavier
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 14,93

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungleiches Paar - im Geiste Beethovens geeint, 6. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Sonate für Klavier und Violoncello ist eine musikgeschichtlich betrachtet recht junge Gattung. Abgesehen von Sonaten für Cello mit Basso continuo spielt sie erst seit den fünf Genrebeiträgen Ludwig van Beethovens eine ernst zu nehmende Rolle. Ja, Beethoven darf tatsächlich als "Vater der Cellosonate" angesehen werden.
Umso erstaunlicher ist es, dass seine eigenen Cellosonaten seinen anderen Werken gegenüber etwas abfallen, was die Popularität betrifft. Die vorliegende Box jedoch versammelt eben diese zusammen mit den insgesamt drei Variationszyklen für Klavier und Cello.

Die ersten beiden Cellosonaten op. 5 in F-Dur beziehungsweise g-moll entstanden während Beethovens Aufenthalt am Hofe des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II. in Berlin. Der König war ein begeisterter Amateurcellist von nicht geringer Begabung. Da sich Beethoven keinerlei Konventionen bei der Komposition seiner Werke gegenüber sah, ließ er seiner Inspiration freien Lauf. Was die Konzeption der beiden Sonaten anbetrifft, so verlegte er sich auf die zweisätzige Form: Dem ersten Satz schiebt er eine ausgedehnte, langsame Einleitung vor, die einen weiteren langsamen Satz quasi überflüssig macht. Die äußerst melodiösen, abschließenden Rondi gehören zweifelsohne zu den Glanzlichtern der frühen Kammermusik des späteren Meisters.
Die mittlere Sonate op. 69 in A-Dur nimmt durchaus eine Sonderstellung. Das in unmittelbarer Nachbarschaft zur fünften Sinfonie entstandene Stück besteht aus drei schnellen Sätzen, nur das Finale wird durch einen kurzen besinnlichen Abschnitt eingeleitet. Dennoch vermag es Beethoven, die Balance zu halten, so dass der Hörer keine längeren langsamen Passagen vermissen wird. Besonders bekannt geworden ist das Scherzo dieser Sonate.
Die letzten beiden Sonaten op. 102 in C-Dur und D-Dur haben bis heute einen schweren Stand. Sie sind nicht nur unmittelbare Vorboten von Beethovens Spätstil; sie verzichten auch weitgehend auf Melodik zu Gunsten der ästhetischen Idee und Verquickung. Folglich nimmt es nicht wunder, dass man sich schwer tut, diese beiden Stücke lieb zu gewinnen. Während die erste Sonate nur zweisätzig ist - beide Sätze eröffnen mit einer langsamen Einleitung -, ist die letzte recht konventionell dreisätzig gehalten. Die C-Dur-Sonate zeichnet sich insbesondere durch ihre thematische Durchdringung aus und lässt sich in der Tat wesentlich leichter erschließen als ihr Schwesterwerk. Der schroffe Kopfsatz der D-Dur-Sonate wirkt tatsächlich etwas abweisend. Selbst im Adagio findet Beethoven keine wirklich kontemplativen Motive, alles steht im Zechen des Geistes. Erst das Finale berauscht in seinem fugierten Wirbel. Bezeichnenderweise gilt dieser Satz bis heute als beinahe unspielbar...
Als Zugabe gibt's die drei Variationszyklen für Klavier und Violoncello. Als Meister der Variation verstand es Beethoven trefflich, seine Zuhörer durch kühne Tempo-, Melodie- und Stimmungswechsel zu überraschen. Keine Frage, sowohl die zwölf Variationen über ein Thema aus Händels Oratorium "Judas Maccabäus" WoO 45 als auch die sieben Variationen über das Duett "Bei Männern, welche Liebe fühlen" aus Mozarts "Zauberflöte" WoO 46 sowie die zwölf Variationen über das Thema "Ein Mädchen oder Weibchen" aus eben derselben Oper op. 66 sind gelungene Gelegenheitswerke, die auch den modernen Rezipienten noch erfreuen.

Die vorliegende Einspielung durch Friedrich Gulda am Klavier und Pierre Fournier am Violoncello entstand in den späten 50er Jahren. Dank eines umfangreichen Remasterings liegen die Tondokumente jedoch in erstaunlich guter Tonqualität vor, die die Aufnahmequalität der später entstandenen (Live)Einspielungen durch Fournier und Wilhelm Kempff um Längen übertrifft.
Gulda und Fournier waren nun alles andere als ein gleiches Paar. Dennoch verband die beiden eine lebenslange Freundschaft, die sich unter anderem in dieser bedeutenden - vielleicht der bedeutendsten - Gesamteinspielung der beethovenschen Werke für Klavier und Cello widerspiegelt. Die Harmonie ist perfekt. Zusammen erheischen die beiden stimmungsvolle Farbnuancen, perlende Facetten und klangliche Differenziertheit. Hinzu kommen individuelle Akzente, die nicht nur die Spannung steigern, sondern auch dafür sorgen, dass die beiden späten Sonaten transparent, atmend und durchsichtig werden. Somit ist dieser Klassiker durchaus auch für den Einstieg in die immer noch vernachlässigten beethovenschen Cellosonaten geeignet.


Slawische Tänze (Ga)/+
Slawische Tänze (Ga)/+
Preis: EUR 22,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flammendes Plädoyer und eine Liebe für die Ewigkeit, 3. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Slawische Tänze (Ga)/+ (Audio CD)
Der tschechische Komponist Antonín Dvorák wird immer noch viel zu stark auf wenige Gassenhauer reduziert. Ein Großteil seines umfangreichen, hoch individuellen Oeuvres liegt noch weitestgehend unentdeckt und brach. Warum sollte es im sinfonischen Bereich anders sein, als auf dem Gebiet der Kammer- oder Klaviermusik? Für den Laien existieren lediglich die neunte Sinfonie, die slawischen Tänze und das Cellokonzert. Dass Dvorák aber auch die kleinere Form bediente, ist den wenigsten bekannt. Das vorliegende Box-Set jedenfalls vereint neben den populären slawischen Tänzen die insgesamt fünf Ouvertüren sowie die fünf sinfonischen Dichtungen des slawischen Meisters.

Die slawischen Tänze veröffentlichte Dvorák in zwei Sammlungen opp. 46 und 72 zu je acht Tänzen. Wie so oft griff der Komponist nicht auf original folkloristische Elemente zurück, sondern empfand seine Erfahrungen mit der tschechischen Nationalmusik nach. Ursprünglich konzipierte er diese Stücke für Klavier zu vier Händen, orchestrierte sie erst nachmalig. Ähnlich wie bei den ungarischen Tänzen Brahms' entstanden dabei völlig neue Werke ganz anderen Ausdrucks. Während die acht Tänze aus op. 46 die wesentlich melodischeren sind, bestechen die Tänze aus op. 72 durch ihre kompositionstechnische Reife und Originalität. Es rührt nicht von Ungefähr, dass die slawischen Tänze zu Dvoráks populärsten Werken zählen, indes er hier zu einer Meisterschaft findet, die ihresgleichen sucht.

Die fünf Ouvertüren aus der Feder des tschechischen Tonschöpfers sind eigentlich völlig unbekannt. "Mein Heim" stammt aus einer fast vergessenen Bühnenmusik op. 62 und stellt ebenso wie das "Hussitenlied" op. 67 Dvoráks Nationalstolz zur Schau, obschon er das wohl eigentlich gar nicht beabsichtigte. Es sind warme, vollmundige Stücke, die nie langweilig werden.
Von größerer Brillanz sind die drei Ouvertüren "In der Natur" op. 91, "Karneval" op. 92 und "Othello" op. 93, die Dvorák als zusammengehörig verstanden haben wollte. Er wählte die Titel ungeschickt, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um einen Zyklus handelt, bestehend aus Pastorale, Scherzo und Finale. "Der Obertitel 'Natur, Leben und Liebe' verweist auf mystisch-symbolistische Gedanken" - soweit zumindest Karl Schumann in seinem einleitenden Aufsatz zu dieser Aufnahme. Das menschliche Dasein wird hier folglich zunächst auf den natürlichen, idyllischen Urzustand abstrahiert, findet sich schließlich in ungezügelter Leidenschaft wieder und erreicht seinen Höhepunkt in der alles durchglühenden Liebe. Dvorák war freilich kein Philosoph, doch ein Mensch mit einem differenzierten Gespür für ästhetische Nuancen, das er hier treffend einsetzt.

Was die sinfonischen Dichtungen betrifft, so handelt es sich bei den sinfonischen Variationen über ein eigenes Thema op. 78 um ein Werk erstaunlicher Finesse. Dvorák deutet in dieser Komposition von gut 20 Variationen bereits seinen verknappten, konzentrierten Spätstil an, der unter anderem in seinen letzten beiden Sinfonien sowie seinen späten Streichquartetten seinen Höhepunkt finden sollte.
Ebenso wie in seinen vier späten sinfonischen Dichtungen, namentlich dem "Wassermann" op. 107, der "Mittagshexe" op. 108, dem "goldenen Spinnrad" op. 109 und der "Waldtaube" op. 110. Diese Werke entstanden in Dvoráks amerikanischen Jahren - eine Zeit großer Erfolge und des internationalen Durchbruchs, aber auch eine Zeit, in der Dvorák immer wieder von Anfällen großen Heimwehs gepackt wurde. Und so greift der Tonsetzer hier auf den umfangreichen Schatz von Volksweisen und Sagen zurück, den ihm seine tschechische Heimat bot. Auch wenn die teils ulkig anmutenden Titel es nicht vermuten lassen, so handelt es sich doch um ernste, teils beängstigende Themen, mit denen sich der Tscheche hier befasst. Dvoráks späte sinfonische Dichtungen sind radikal modern, bis heute teilweise unverstanden. Wie mit seiner achten Sinfonie nimmt er den Ausdrucksgehalt von Gustav Mahlers mittleren Sinfonien geradezu vorweg. Die Hochkarätigkeit, die er vor allem mit dem "Wassermann" und der "Mittagshexe" erreicht, stellt viele andere Spätwerke Dvoráks in den Schatten.

Die vorliegende Gesamteinspielung durch das Radio-Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Dvoráks Landsmann Rafael Kubelik entstand Mitte der 70er Jahre, erfreut sich aber dennoch erstaunlich guter Aufnahmequalität. Auch künstlerisch betrachtet ist diese Einspielung referenzverdächtig, und nicht nur weil sie beinahe konkurrenzlos ist.
Es ist schwer zu beschreiben, welche Atmosphäre Kubeliks Aufnahmen seiner Landsleute durchweht. Er ist einer der wenigen - Václav Neumann ausgenommen -, die es vermochten, Dvoráks Wesen in seinem tiefsten Innern zu erfassen und erklingen zu lassen. Das Symphonieorchester des BR ist ihm ein ebenbürtiger Begleiter: Farbenfülle, Wärme, perlende Nuancen und Facettenreichtum sind hervorragende Markenzeichen dieser spannenden Darbietung. Hinzu kommt die vollkommene Transparenz des Vortrags sowie die werktreue Differenziertheit. Doch mehr als alle anderen Interpreten der dvorákschen Orchesterperlen vermag er es, Dvorák zu spielen, echten, reinen Dvorák. Kein Karajan, kein Masur, kein Järvi haben das je zu Stande gebracht.

Fazit: Einzigartiges Erbe eines großen Dvorák-Interpreten! Eine der bedeutendsten Sammlungen romantischer Orchesterwerke!


Mendelssohn Klavierquartette 2 und 3 Barthold
Mendelssohn Klavierquartette 2 und 3 Barthold
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles andere als Jugendsünden..., 30. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viele frühe Kompositionen des deutschen Tonschöpfers Felix Mendelssohn Bartholdy zeugen von einer schier unfassbaren Reife und Beherrschung kompositionstechnischer Fertigkeiten. Man denke nur an die ausgefeilten, höchst originellen Streichersinfonien. Mag das Vorbild Mozart noch klar auszumachen sein, so ist es doch erstaunlich, zu erleben, dass sich im Laufe seiner künstlerischen Tätigkeit lediglich die typisch mendelssohnsche Tonsprache weiterentwickelte.
Mit seinen drei Klavierquartetten opp. 1 bis 3 trat der junge Mendelssohn - des Flaumes noch ledig - erstmals an die Öffentlichkeit mit eigenen Kompositionen. Sie sollten ein bemerkenswertes, eindrucksvolles Stelldichein werden. Auf der hier besprochenen CD sind die Quartette zwei und drei eingespielt.

Das f-moll-Quartett op. 2 eröffnet mit einem unruhigen Allegro, dessen Hauptthemen beständig zwischen Moll und Dur schwanken. Das verklärte, schlichte Adagio gemahnt zur Ruhe. An dritter Stelle findet der Hörer ein Intermezzo, das bereits echter Mendelssohn ist: flinke Melodiebögen, die an ein perpetuum mobile erinnern. Das Finale kennt nun kein Zurück mehr in seinem wilden Wirbel, endet düster und schicksalsschwer.
Der dritte und letzte Genrebeitrag op. 3 des deutschen Komponisten steht in h-moll, der düsteren Tonart, wie Beethoven einst sagte. Tatsächlich aber wirkt der Kopfsatz der Komposition eher zart und träumerisch als düster und schrecklich. Erst das Andante gleitet in profunde Klangwelten hinab, welche im knappen Scherzo aber wieder relativiert werden. Am Ende steht ein abschließendes Aufbrausen. Hierbei handelt es sich um den bis dato besten Satz Mendelssohn, alleine was die kompositionstechnische Qualität anbetrifft.

Die vorliegende Einspielung durch das Bartholdy Piano Quartet entstand 1991 und 1992 und erfreut sich ausgezeichneter Aufnahmequalität. Wieder einmal beweist das Naxos-Label, dass günstige Aufnahmen hervorragend sein können. Das ist vor allem insofern bemerkenswert, als das Bartholdy Quartet ohne Weiteres mit der viel gerühmten Aufnahme durch das Fauré Quartett Schritt fassen kann.
Denn auf nichts weniger als eine beseelte Darbietung darf sich der Hörer freuen. Die Akteure sorgen für gewaltige Spannung, welche sie insbesondere durch Farbenreichtum, perlende Nuancen und treffsichere Akzente erreichen. Zahlreiche Facetten und Pointen stehen der Texttreue niemals im Wege. Das durchweg begeisterte Spiel sorgt für vollkommene Transparenz und Differenziertheit.

Fazit: Mehr als eine Repertoireerweiterung - die jugendlichen Kammermusiken Mendelssohns in brillanter Interpretation!


Beethoven: Klavierkonzerte 1-5
Beethoven: Klavierkonzerte 1-5
Preis: EUR 11,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Westen nichts Neues, 28. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beethoven: Klavierkonzerte 1-5 (Audio CD)
Die fünf Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens gehören zu den unangefochtenen Repertoireklassikern der klassischen Musik. Von jeher gelten sie als Betätigungsfeld bedeutender Orchester und Virtuosen. Der Komponist selbst setzte mit seinen Klavierkonzerten neue Maßstäbe: Nicht nur dass er vom enormen zeitgenössischen technischen Fortschritt des Fortepianos profitieren konnte; er hob die Gattung auf ein bislang unbekanntes Maß an spieltechnischer sowie ästhetischer Durchdringung, die den traditionellen Rahmen sprengte - und das nicht nur, was den Werkumfang anbetrifft.

Was heute als zweites Klavierkonzert B-Dur op. 19 bezeichnet wird, ist eigentlich Beethovens erstes Klavierkonzert, dessen erste Skizzen bis in seine Bonner Jahre zurückreichen. Der Komponist schätzte dieses espritvolle Stück durchaus, sozusagen eine verklärte Jugenderinnerung, die noch sehr an das Vorbild Mozart erinnert, dessen idyllischer langsamer Satz aber schon echter Beethoven ist. Ähnlich verhält es sich mit dem C-Dur-Konzert op. 15, auch wenn sich dieses schon alleine durch seine vergrößerten Maßstäbe vom Vorgänger unterscheidet. Von besonderer Einprägsamkeit ist das bekannte Scherzo-Finale, dessen Einfallsreichtum außer Frage steht.
Das dritte Konzert c-moll op. 37 nimmt nicht nur wegen seiner Molltonart eine Sonderstellung ein: Es ist das erste Konzert mit dem sich Beethoven deutlich von seinen Vorgängern emanzipiert. Das wirkt auf den ersten Blick freilich befremdlich, indes der Kopfsatz des Werkes unweigerlich an Mozarts 24. Klavierkonzert gemahnt. Doch ansonsten handelt es sich um ein originelles, vollkommen eigenständiges Werk, dessen Finale nicht umsonst eine seiner bekanntesten Melodien enthält.
Seit jeher sind die letzten beiden Konzerte Beethovens seine beliebtesten. Es gibt wenige Werke des Wiener Meisters, die intimer sind als sein viertes Klavierkonzert G-Dur op. 58. Der erste, lyrische Satz ist von zarter Grundhaltung. Das wundervolle Andante propagiert einmal mehr Beethovens Motto "per aspera ad astra", und im Finale findet er einige seiner schönsten Melodien.
Das fünft Konzert Es-Dur op. 73 sollte Beethovens letztes sein. Da seine zunehmende Ertaubung dazu führte, dass er sich aus der Öffentlichkeit mehr und mehr zurückzog, und er Klavierkonzerte vor allem für den eigenen Gebrauch schrieb, fand er keine Motivation zu einem weiteren Klavierkonzert mehr. Sein Schüler Carl Czerny musste bereits die Uraufführung des sogenannten "Kaiserkonzertes" vornehmen. Beethovens Tonsprache ist hier majestätisch und hehr. Wiederum setzt der Solist vor der Orchesterexposition ein, ein Kunstgriff, den Mozart eingeführt hatte. Das besinnliche Andante in der feierlichen Tonart H-Dur ebnet den Weg zum Freudentaumel des wundervollen Finales.

Die vorliegende Einspielung durch das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung Nikolaus Harnoncourts mit Pierre-Laurent Aimard am Flügel entstand zwischen 2000 und 2002 im Rahmen von Konzertmitschnitten. Die Aufnahmequalität ist hervorragend.
Aimard ist den meisten vor allem als Interpret zeitgenössischer Klassik bekannt. Er beweist eindrucksvoll, dass er auch ein ausgezeichneter Beethoven-Interpret ist. Sein warmer Anschlag ist niemals kategorisierend, sondern stets forschend und fühlend. Begleitet wird er frenetisch von Harnoncourt und seinem Orchester. Dieser kann aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz vor allem von historischer Aufführungspraxis zurück greifen. Balance, Transparenz und Differenziertheit sind folglich eine Selbstverständlichkeit. Doch auch vom individuellen Standpunkt aus betrachtet darf sich der Hörer auf Farbenfülle, Nuancenreichtum und fließende Akzente freuen, die den Vortrag spannend machen. Beeindruckend ist auch der stetige Spielfluss, der hier produziert wird.
Stellt sich die Frage, ob die Akteure den vielgeschundenen Beethoven-Konzerten auch tatsächlich noch etwas Neues abgewinnen können. Die Antwort fällt leider negativ aus. Überraschend ist vor allen Dingen, dass Harnoncourt es nicht vermag, seinem Vortrag Wiedererkennungswert beizugeben, geschweige denn ihn frisch, geistreich zu gestalten. Dennoch kann man den Interpreten auch nicht vorwerfen, unbeseelt agiert zu haben.

Fazit: Keine wirklich innovative Einspielung - zwar durch und durch gelungen, aber nicht mehr. Zum Einstieg zu empfehlen!


Rossini, Gioacchino - Il barbiere di Siviglia
Rossini, Gioacchino - Il barbiere di Siviglia
DVD ~ Luigi Alva
Preis: EUR 12,91

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ponnelles und Abbados Barbier - auch nach vier Jahrzehnten noch ein Ereignis der Extraklasse, 27. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Andenken an den italienischen Komponisten Gioacchino Rossini (1792-1868) hat sich vor allem durch seine berühmte Oper "Il barbiere di Siviglia" erhalten. Dabei handelt es sich hierbei um eine komische Oper unkonventionellen Zuschnitts: Denn jeweils am Ende der beiden Akte wird die Dramaturgie zu Gunsten der musikalischen Idee über den Haufen geworfen. Zudem fällt auf, dass der musikalische Ausdruck des Werkes sehr konservativ gehalten ist. Beispielsweise setzt Rossini in den Rezitativen das zu dieser Zeit bereits obsolet gewordene Cembalo ein.
Das Libretto von Cesare Sterbini basiert auf einer Bearbeitung des gleichnamigen Schauspiels von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Die Geschichte handelt vom stadtbekannten Barbier Figaro, der mit Hilfe verschiedener Listen die Vereinigung des Conte d'Almaviva und der schönen Rosina herbeiführt. Deren Vormund Doktor Bartolo wiederum versucht mit allen Mitteln, unter anderem unter Mithilfe des Alchimisten und Musiklehrers Don Basilio, Rosina zur Ehe zu zwingen. Die komische Überzeichnung der Charaktere der beiden Bösewichte begründet einen großen Anteil des Ulks, den auch der heutige Hörer noch empfindet.
Besondere Erwähnung verdient zudem die prächtige musikalische Umsetzung des Stoffes durch Rossini. In der mit "Sinfonia" überschriebenen Ouvertüre produziert der italienische Tonschöpfer einen Großteil des thematischen Materials, das im Laufe der Oper an entscheidenden Stellen oder am Ende großartiger Arien immer wieder von Neuem erklingt. Auch Seitenthemen erfreuen sich großer Einprägsamkeit, und wenn man sich im bombastischen Finale des ersten Aktes allein der Musik widmet, wird man die Meisterschaft Rossinis wohl nur schwerlich in Frage stellen können.

Die vorliegende Inszenierung aus dem Jahre 1971 durch das Orchestra del Teatro alla Scala unter der Leitung von Claudio Abbado erfreut sich sehr guter Ton- und Bildqualität. Sie gilt als eine der besten, wenn nicht sogar die beste. Abbado begründet mit dieser Aufführung geradezu seinen Ruf als führender Operninterpret unserer Zeit. Sein Dirigat ist fließend, farbig und stets vollkommen exakt. Transparenz und Differenziertheit sind weitere Markenzeichen dieser Darbietung. Hinzu kommen authentische Akzente, die viel Spannung garantieren. Überhaupt kommt der Musik hier eine bedeutende Rolle zu, was Abbado trefflich umzusetzen versteht.
Die Gesangssolisten dieser Aufnahme sowie der Coro del Teatro alla Scala überzeugen durch ihre tadellose Leistung. Glasklarer, verständlicher Gesang ist selbstverständlich. Doch alle Akteure leben sich in ihre Rolle hinein, füllen sie mit Leben und liefern somit ein nahezu perfektes Recital. Der Conte d'Almaviva wird vom brillant singenden Luigi Alva gemimt, den lebenslustigen, kecken Figaro spielt Hermann Prey, der sich hier auf der Höhe seines Schaffens befindet. Rosina ist Teresa Berganza, Bartolo - hier besonders originell - Enzo Dara. Es ist eine Freude, zu sehen, welche Harmonie zwischen den Solisten herrscht. Zusammen mit den anderen Solisten besteht ein tiefes Einverständnis, was diesen einzigartigen Konsens grundsätzlich möglich macht.
Gesondert sollte das Bühnenbild erwähnt werden: Jean-Pierre Ponnelle folgt hier zwar äußerst traditionellen Maßstäben, doch dafür umso detailverliebter und akribischer. Bis in den kleinsten Winkel ist alles stimmig. Er unterstreicht gekonnt die Komik und die Karikierung der Charaktere. Es sei angemerkt, dass es sich hier nicht um ein Bühnenbild handelt, wie man es von Live-Inszenierungen kennt; ganz im Gegenteil, das umfangreiche Bühnenbild wäre für ein Konzert undenkbar.

Fazit: Die Referenzeinspielung des "Barbiers"! Auch nach fast 40 Jahren noch uneingeschränkt empfehlenswert!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2011 11:15 PM MEST


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