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Rezensionen verfasst von
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern)
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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The Glenn Gould Edition: Bach Englische Suiten (english Suites)
The Glenn Gould Edition: Bach Englische Suiten (english Suites)
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Go(u)ld wert, 14. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Werke für Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach sind selten zur "Gemüths-Ergetzung" geschrieben worden. Zumindest nicht ausdrücklich, indes der Thomaskantor ihnen einen akademischen Wert beimaß. Dasselbe gilt für seine sechs sogenannten "englischen Suiten" BWV 806-811.
Diese wundervollen Kleinodien sind von uneinheitlichem Zuschnitt: Nach einer kunstvoll gearbeiteten Prélude folgt ein loser Reigen verschiedener Tanzsätze. In der Tat kann festgestellt werden, dass Bach offensichtlich nicht weiter daran gelegen war, hier Tiefen auszuloten vergleichbar mit denen vieler seiner anderen Klavierwerke, namentlich der "französischen Suiten".
Eine Ausnahme stellt dabei die sechste Suite d-moll dar, deren Sarabande zutiefst bewegt.

Die vorliegende Gesamteinspielung durch den Bach-Exegeten Glenn Gould entstand zwischen 1971 und 1976 und erfreut sich erstaunlich guter Tonqualität.
Goulds Bach-Interpretationen waren immer heftig umstritten. Tatsächlich wählt der Kanadier auch hier einige streitbare Tempi. Doch was entscheidet, ist der Gesamteindruck, und der ist nicht nur stimmig, sondern sogar überwältigend. Gould holt das Maximum aus den teilweise unspektakulären Tanzsätzen heraus, er wird Musik. Es ist erstaunlich, wie differenziert er nuanciert und koloriert. Er setzt zuhauf Akzente, welche Spannung bis zur letzten Note garantieren. Dabei bleibt sein Vortrag durchweg transparent und gewährleistet ein Recital der Extraklasse!


Mozart - Die Zauberflöte
Mozart - Die Zauberflöte
DVD ~ Piotr Beczala
Preis: EUR 24,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zauber der Zauberflöte, 1. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mozart - Die Zauberflöte (DVD)
Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Oper, "Die Zauberflöte", gilt vielen zugleich als seine beste. Sie zollt einer zeitgenössischen Strömung Tribut, der sogenannte "Turquerie", der ja auch "Die Entführung aus dem Serail" zu verdanken ist. Es nimmt folglich nicht wunder, dass Mozarts Gestaltung durch und durch exotisch ist, aber niemals abgehoben; Mozart bleibt eben Mozart.
Die Handlung - nach einem Libretto von Emanuel Schikaneder - ist schnell erzählt: Prinz Tamino will seine Pamina aus den Fängen des unnachgiebigen Sarastro und der unberechenbaren Königin der Nacht befreien. Mit Hilfe des Vogelfängers Papageno und seiner Zauberflöte besteht er zahlreiche Prüfungen und findet sich schließlich vereinigt mit seiner Liebsten.

Die vorliegende Inszenierung entstand 2001 und erfreut sich bester Ton- und Bildqualität. Die musikalische Umsetzung des Orchestre de l'Opéra national de Paris unter der Leitung von Iván Fischer ist perfekt gelungen. Fischer wählt angenehme Tempi und arbeitet die exotisch-orientalischen Nuancen der Musik brillant heraus. Die Orchesterleistung ist durchweg transparent, mitreißend und farbig differenziert. Treffende Akzente garantieren Spannung bis zur letzten Note.
Weltberühmte Stars der Opernszene wird man hier nicht finden. Es handelt sich bei den Dartellern um junge, vielversprechende Talente, die den Zenit ihres Schaffens noch nicht erreicht haben. Dorothea Röschmann besticht als hingebungsvolle, vollkommen authentische Pamina. Das gleiche kann von Detlef Roth als Papageno gesagt werden. Der Tamino wird von Piotr Beczala gemimt; hier sei erwähnt, dass derselbe gewisslich nicht der geborene Schauspieler ist. Der geniale Matti Salminen ist Sarastro, Désirée Rancatore die flirrende Königin der Nacht. Begleitet werden die Hauptdarsteller von zahlreichen anderen, ebenso ausgezeichneten Solisten und dem makellos, glasklar singenden Choeur de l'Opéra national de Paris.
Besondere Beachtung verdienen zudem das historisch informierte Bühnenbild von Benno Besson sowie die Kostüme und Requisiten, obschon bisweilen letztere "billig" wirken. Alles fügt sich ein ins glanzvolle, schillernde, pompöse Gesamtbild und gewährleistet eine nahezu tadellose Aufführung.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2013 5:07 PM CET


6 Partiten Bwv 825-830
6 Partiten Bwv 825-830
Preis: EUR 21,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlich über den Bach geschifft..., 30. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 6 Partiten Bwv 825-830 (Audio CD)
Die Werke für Tasteninstrument des großen Johann Sebastian Bach haben stets etwas Geweihtes und ernsthaft Sakrales. Insbesondere die langsamen Sätze dieser Stücke erinnern an eine tiefe, innige Meditation. Und auch wenn Bach die meisten seiner Klavierstücke zu "Übungszwecken" verfasst hat, verleugnen sie doch niemals die Religiosität ihres Schöpfers. Ebenso ' oder vielleicht sogar in besonderem Maße ' verhält es sich mit seinen sechs Partiten BWV 825-830, die hier in einer Gesamteinspielung vorliegen.

Anders als bei anderen bachschen Werkzyklen handelt es sich bei den sechs Partiten um Stücke, die schon alleine wegen ihres sehr unterschiedlichen Umfangs sehr unähnlich sind. Auch was den Ausdruck anbetrifft, lässt sich diese These untermauern. Betrachtet man nur die Ausgelassenheit der G-Dur-Partite und sieht hingegen die beängstigende Stimmung im c-moll-Stück, wird deutlich, welch immensen Kosmos Bach hier auszukosten verstand.
Der Thomaskantor schien insbesondere auf die kunstvolle Gestaltung der Anfangssätze großen Wert gelegt zu haben, indes er hier das Programm der folgenden Sätze vorgibt und ästhetisch durchdringt. Man höre bloß die ungeahnten Tiefen, die er im Kopfsatz der genialen e-moll-Partita erforscht! Die starken Unterschiede zwischen seinen Kompositionen betont er dadurch, dass er für jeden einzelnen Anfangssatz eine andere instrumentale Gattung wählt.
Die folgenden fünf beziehungsweise sechs Tanzsätze sind freilich nicht zum Tanzen gedacht. Bach erhebt jedweden hier vorgestellten Tanz auf ein Maß künstlerischer Vollkommenheit, die ihresgleichen sucht.

Die vorliegende Einspielung durch András Schiff entstand 2007 und erfreut sich gewohnt brillanter ECM-Tonqualität.
Es ist nicht die erste Interpretation durch Schiff, eine andere entstand früher im Rahmen einer Gesamteinspielung aller bachschen Klavierperlen. Es fällt auf, dass die neuere Einspielung weitaus inniger und empfindsamer ist. Zudem scheint sie auch mehr dem Geiste der Werke verpflichtet. Man hat beinahe den Eindruck, dass Schiff im Alter zu einem Buddha am Klavier geworden ist. Historische Aufführungspraxis hin oder her: Schiff spielt Bach ' und nichts anderes. Die zahlreichen perlenden Nuancen, die herrlich schattierten Farbgebungen und die dezent gesetzten Akzente verhelfen ihm zu einem ungemein flüssigen, spannenden Vortrag, der nichts Akademisches hat. Vollkommene Transparenz, fühlender Anschlag und Differenziertheit runden das rundum gelungene Programm ab.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2013 6:27 PM MEST


Verdi, Giuseppe - La Traviata (Anna Netrebko)
Verdi, Giuseppe - La Traviata (Anna Netrebko)
DVD ~ Anna Netrebko
Preis: EUR 24,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La Opera non Traviata, 30. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In seinem langen Leben komponierte der italienische Komponist Giuseppe Verdi (1813-1901) zahlreiche Opern, von denen die meisten bis heute festen Bestand im Konzertleben haben. "La Traviata" gehört gewiss zu den Höhepunkten von Verdis Schaffen. Das Libretto, das auf Alexandre Dumas' "Kameliendame" beruht, stammt von Francesco Maria Piave und handelt von der Lebefrau Violetta, die sich eines Tages in den aufrichtigen Alfredo verliebt. Als es am schönsten ist, tritt Alfredos Vater auf, der die beiden daran gemahnt, dass Alfredo die Familienehre zu bewahren habe. In seiner Abwesenheit erlangt der Hörer die bittere Gewissheit, dass Violetta dem Tode geweiht ist. Gerade nach der Wiedervereinigung der Liebenden stirbt sie tragischerweise.
Verdis Umsetzung des Stoffes kann man nur als meisterlich bezeichnen. Der dezente Einsatz des Chores sowie weniger Solisten bürgt für eine schlanke Oper ohne überflüssigen Tand und Zierrat. Mit einer Spielzeit von gut zwei Stunden handelt es sich auch keineswegs um ein ermüdendes, langatmiges Werk. Musikalisch darf der Hörer nichts anderes als allererste Sahne erwarten. Dramatik und Spannung erzeugt schon alleine die Musik, die vor allem zu Beginn des dritten Aktes unglaublich emotional und ergreifend ist. Und wenn dann die berühmte Arie "Addio del passato" erklingt, bleibt kein Auge trocken'

Weiterhin darf sich jeder Freund moderner Aufführungen freuen: Willy Decker hat sich für seine Inszenierung während der Salzburger Festspiele 2005, von denen die vorliegende Live-Einspielung in brillanter Bild- und Tonqualität stammt, eine schlichte und doch sinnhafte Atmosphäre überlegt, die durch die Weite des Bühnenbildes und den gekonnten Einsatz von Lichttechnik perfekt geschaffen wird. Die Kostüme sowie die mehrdeutigen Requisiten sind größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten. Den prächtigsten Farbakzent setzt Violetta mit ihrem roten Ballkleid.
Hinzu kommt eine bombastische, transparente und atmende Orchesterleistung durch die Wiener Philharmoniker und das Mozarteum-Orchester für die Bühnenmusik unter der Leitung von Carlo Rizzi. Perlende Nuancen, farbige Schattierungen und treffsichere Akzente garantieren Spannung bis zum letzten Atemzug.
Phänomenal ist auch die gesangliche Leistung: Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor wird von einem wahren Dreigespann der Prominenz begleitet, namentlich von der großartigen, einfühlsamen und lebendigen Anna Netrebko, vom brillierenden, inbrünstigen Rolando Villazón und vom erstaunlich ergreifend auflebenden Thomas Hampson. Aber auch alle anderen Akteure füllen ihre Rollen mit Leben, so dass man ihnen ihre Ergriffenheit ohne Weiteres abzukaufen bereit ist.

Fazit: Eine kongeniale Aufführung einer hervorragenden Oper!


The Originals - 12 Konzerte Op.7
The Originals - 12 Konzerte Op.7
Preis: EUR 10,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...wenn sich der Komponist schon nicht von seiner Schokoladenseite zeigt..., 19. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - 12 Konzerte Op.7 (Audio CD)
Tomaso Albinoni (1671-1751) zählt zu den vielen italienischen Komponisten des Barock, die heute fast vollständig in Vergessenheit geraten sind, gäbe es nicht ein Werk, auf das man ihn beständig reduzierte. In Albinonis Fall ist es sein berühmtes Adagio g-moll für Orgel und Streicher - obschon sich die Forschung heute nicht einmal mehr sicher ist, ob eben dieses von Albinoni selbst stammt...

Dabei komponierte Albinoni auch andere, bemerkenswerte Stücke, die freilich nicht mit der Meisterschaft anderer italenischer Genies verglichen werden können, die aber dennoch immer wieder schön anzuhören sind.
Dazu gehören auch die zwölf "Concerti a cinque" aus op. 7. Sie sind in vier Dreiergruppen angeordnet, welche selben jeweils aus einem Konzert für Streicher und Basso continuo, einem für zwei Oboen, Streicher und Continuo sowie einem für Oboe, Streicher und Generalbass bestehen. Die Satzfolge schnell-langsam-schnell ist fest vorgelegt, die Aufführungsdauer beträgt in etwa fünf bis acht Minuten pro Konzert.
Es ist deutlich zu spüren, dass es sich bei den Konzerten aus op. 7 um eine Vorstufe zu den genialen Concerti aus op. 9 handelt. Der Ausdruck der Werke ist recht begrenzt, selten fördert Albinoni Neues, Aufregendes an den Tag. Auch die langsamen Sätze vermeiden es in der Regel, in die Tiefe zu gehen. Das, was Albinoni seinen Hörern bietet, ist allerdings hervorragend gearbeitet und darf als vollendete Kunst bezeichnet werden.

Als Zugabe gibt's die zwei Sonaten op. 2,5 und op. 2,6, ein willkommener Auszug aus dem schwer erhältlichen Kammermusikschaffen Albinonis. Die beiden Sonaten sind für zwei Violinen, drei Bratschen, Cello und Cembalo gesetzt und in Form der Kirchensonate konzipiert. Besonders in den langsamen Sätzen erforscht der italienische Tonsetzer eine Fülle warmer, melodischer Motive.

Die vorliegende Einspielung durch das italienische Kammerensemble "I Musici" mit den Oboisten Heinz Holliger und Maurice Bourgue entstand 1990/ 1991 und erfreut sich gewohnt brillanter Decca-Klangqualität.
Von besonderer Schönheit ist der fließende, wohl akzentuierte Vortrag, der streckenweise ob der immensen Spannung komplett vergessen lässt, dass es sich bei den hier eingespielten Werken nicht gerade um Meilensteine der Musik handelt. Perlende Nuancen, schattierte Facetten und eine gesunde Prise Individualität lassen das Recital zu einem Fest der Musik erstehen. Die Akteure durchdringen die Werke durch und durch, fühlen sich ein und erzeugen Wärme und Nähe. Vollkommene Transparenz und Differenziertheit stehen stets im Zeichen Albinonis.

Fazit: Eine Repertoireerweiterung, die besonders vom glühenden, begeisterten Vortrag lebt!


Brilliant Classics Piano Library: Dvorak - Sämtliche Klavierwerke
Brilliant Classics Piano Library: Dvorak - Sämtliche Klavierwerke
Preis: EUR 17,98

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vernachlässigte Werke tadellos dargeboten, 11. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viele Bereiche im Schaffen des tschechischen Komponisten Antonín Dvorák werden bis heute kläglich vernachlässigt - und vor allem zu Unrecht. Besonders betroffen sind dabei seine zahlreichen Klavierwerke, von denen den meisten Rezipienten nur einige wenige Melodien oder gar lediglich Themenfetzen bekannt sind. In der Tat sind die Kompositionen des Tschechen für das Klavier weit weniger ausgefeilt als beispielsweise seine Kammermusik. Das liegt wohl insbesondere daran, dass Dvorák zeitlebens kein großer Pianist gewesen ist: Viele seiner Werke konnte er selbst nicht aufführen. Weiterhin sollte erwähnt werden, dass er insbesondere kleinere Stücke schrieb anstelle von längeren. Zudem legen diese Stücke eine sehr raue und herbe Tonsprache an den Tag, die sie im Vergleich zu den satten Harmonien der Klavierwerke von Dvoráks Zeitgenossen eher schwer zugänglich erscheinen lassen.

Frühe Werke - Das vielleicht bekannteste Klavierwerk Dvoráks ist sein op. 36, das Thema mit Variationen, das ein ganz differenziertes Gespür für Kolorit und sanfte Melodik beweist. Der Komponist reiht schnell verrauschte Eindrücke an tiefere, empfindsamere Passagen, ohne jedoch die Balance aus den Augen zu verlieren.
Große Beachtung verdienen auch die prächtigen "Silhouetten" op. 8, eine der längsten zusammen hängenden Klavierkompositionen aus der Feder des Tschechen. Das slawisch Herbe tritt hier ebenso zu Tage wie Dvoráks Bedürfnis, Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Wie gut er das trotz mangelnder Technik vermochte, zeigen auch die Furiants, die Walzer, die Eklogen sowie die Ecossaise, die ebenso aus der frühen Phase des Tonsetzers stammen. Der unterstreicht das Tänzerische, ohne aber jemals den Anspruch absoluter Kunst aus den Augen zu verlieren. Auch die vier kleineren Stücke, eine Polka, zwei Menuette und eine Dumka, verdienen Anerkennung.

Mittlere Werke - Dass Dvorák während dieser Schaffensphase offenbar kein großes Interesse daran hatte, längere Werke für das Klavier zu schreiben, belegen die unzusammenhängenden Reigen der vier Albumblätter und der sechs Klavierstücke op. 52, die an kleine Etüden erinnern. Ergreifender sind hingegen die sechs Mazurken aus op. 56. Dvorák war immer begeistert von der Folklore seiner Heimat, auch wenn er stets nachempfand und nie entlehnte. Schließlich finden sich noch drei lose Stücke, das Impromptu in d-moll, das Moderato in A-Dur sowie die geheimnisvolle "Frage".

Späte Werke - Von besonderer Schönheit sind die 13 poetischen Tonbilder, die Dvorák von seiner impressionistischen Seite zeigen. Durchaus finden sich in seinem Oeuvre immer wieder Anzeichen für Tonmalereien. Die pastorale Idylle verdeutlicht dieses Moment.
Die letzten beiden größeren Klavierwerke sind die espritvollen Humoresken op. 101 sowie die herrlich konzine Suite in A-Dur op. 98. Vor allem im letzt genannten Stück hören wir einen Dvorák, wie er sich am Klavier nur selten zeigte, harsch, herrisch, toccataartig. Weniger ambitioniert dagegen sind die Dumka mit Furiant, die "zwei kleinen Perlen", ein weiteres Albumblatt, eine einzelne Humoreske, ein Wiegenlied sowie ein Capriccio.

Die vorliegende Gesamteinspielung durch die Pianistin Inna Poroshina entstand 1997/ 98 und erfreut sich hervorragender Aufnahmequalität.
Poroshina erfasst den Habitus dvorákscher Klaviermusik brillant: Ihr Spiel vermeidet jedweden Anflug akademischen Schnörkels, ist unprätentiös und geradlinig, ohne es allerdings an Esprit missen zu lassen. Gewiss nimmt ihr nuancenreicher, farbig schattierter Vortrag nicht alle Stück gleich ernst - aber das tat Dvorák ja auch nicht...
Sie setzt flüssige Akzente und arbeitet die typischen Elemente der Tonsprache des volksverbundenen Tschechen heraus. Somit garantiert Poroshina Spannung, bis der letzte Ton verklungen ist. Völlige Transparenz und Differenziertheit machen auch diejenigen Stücke zu einem Erlebnis, die nicht zu Unrecht weniger Reputation genießen.

Fazit: Repertoireerweiterung oder -komplettierung? - Wer den ganzen Kosmos der unvergleichlichen dvorákschen Tonsprache erforschen will, sollte durchaus ein Ohr für ein Feld haben, auf dem Dvorák sich als weniger talentiert erwies...


Richard Strauss - Der Rosenkavalier (2 DVDs, NTSC)
Richard Strauss - Der Rosenkavalier (2 DVDs, NTSC)
DVD ~ Anne Sofie von Otter
Preis: EUR 28,99

4 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Edelkitsch, auf Hochglanz poliert, 29. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist immer wieder erstaunlich, welch verschiedene ästhetische Strömungen die Kunstwelt des Fin de Siècle durchwoben. Während Arnold Schönberg sich bereits der freien Atonalität hingab, gab es einen anderen Komponisten, Richard Strauss, der eine Oper schrieb, "Der Rosenkavalier", gegen die selbst Opern von Mozart gerade obszön wirken. Das Stück schwelgt komplett im Geiste der Nostalgie. Weder musikalisch noch textdramaturgisch wagt der deutsche Komponist sich hier weit nach vorne.
Die Geschichte - eher eine schmalzige Schmonzette - basiert auf einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal und handelt vom jungen Beau Octavian, der nach einer wilden Nacht mit der erfahrenen Feldmarschallin als Kammermädchen verkleidet das Gefallen des alten Grafen von Lerchenau auf sich zieht. Der wiederum jedoch ist mit der jungen Sophie von Faninal verlobt, welche allerdings für Octavian brennt.
Alles in allem handelt es sich also um eine Oper minderen Anspruchs, schon allein deswegen, weil die Handlung auf ein teils entsetzliches Minimum reduziert ist.

Die vorliegende Inszenierung durch den Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper unter der Leitung des legendären Carlos Kleiber entstand 1994. Ton- und Bildqualität sind gut. Die Orchesterleistung ist - wie zu erwarten - tadellos. Kleiber forscht den Kosmos straussschen Ausdrucks perfekt aus, fordert Höhen und Tiefen. Vor allem die bekannten Walzer des "Rosenkavaliers" macht er durch perlende Nuancen und farbige Schattierungen zu unvergleichlichen Leckerbissen. Hinzu kommen treffende Akzente, die Spannung garantieren, und die vollkommene Differenziertheit des Vortrags. Leider muss erwähnt werden, dass der Orchesterschwall die Singstimmen im ersten und zweiten Akt übertüncht.
Sicherlich gibt es auch keine Einwände gegen die gesangliche Leistung. Die Hosenrolle des Octavian wird von der brillanten, herzig anstimmenden Anne Sofie von Otter bekleidet. Den Baron von Lerchenau singt Kurt Moll wundervoll selbstironisch, die Feldmarschallin ist Felicity Lott auf der Höhe ihrer Kunst. Zuletzt wird Sophie von Faninal von der großartigen, individualisierenden Barbara Bonney dargeboten. Alle Akteure - auch der herausragende Chor - singen ihre Rolle nicht nur, sondern leben sich ein. Gekrönt wird das Recital durch die beeindruckende schauspielerische Leistung.
Eine letzte Betrachtung gilt der Bühnengestaltung, die auf einer Idee Otto Schenks beruht. Der Rezipient darf hier sicherlich nichts Modernes erwarten, sondern voluminöse, üppige Bilder, die sich als historisch informiert bezeichnen können. Dennoch sind sowohl das Bühnenbild als auch die Kostüme niemals übertrieben oder aufdringlich, sondern passt sich dezent an.

Fazit: Eine fast perfekte Darbietung einer Dreigroschenoper!
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 2, 2013 1:49 AM MEST


Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke
Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke
Preis: EUR 32,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Le Compositeur incompromis, 28. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke (Audio CD)
Ohne wirkliches Programm revolutionierte die "Group de Six" ab etwa 1920 das musikalische Leben Frankreichs. Fast alle Komponisten dieses Klüngels, das sich von der (Spät)Romantik distanzierte, sind heute in Vergessenheit geraten, obschon seine Leistung für die französische Musik immens gewesen ist. Dasselbe Schicksal widerfuhr Francis Poulenc (1899-1963), diesem Tausendsassa, dessen Tonsprache so individuell ist, dass es schwer fällt, sie zu beschreiben. Am ehesten handelt es sich um eine federleichte Mischung aus Klassizismus und Impressionismus, gewürzt mit einer Prise Jazz. Ein großzügiger Ausschnitt aus Poulencs Orchesterschaffen ist auf dieser Box zusammen gestellt.

Eines der wenigen größeren, rein sinfonischen Stücke, die Sinfonietta, strotzt vor Vitalität, Einfall und Witz; und wenn Poulenc im Andante die Tiefen der Empfindung ausdrückt, zweifelt wohl niemand mehr an seinem kompositorischem Talent.
Zwei wundervolle, pittoreske Ballettsuiten komponierte der französische Tonsetzer, namentlich "Les Biches" sowie "Les Animaux modèles", von federleichtem Charakter und unverwechselbarem Charme.
Viele kleinere Orchesterperlen hinterließ Poulenc, wie zum Beispiel das "Pièce brève sur le nom d'Albert Roussel", die "Bucolique", die "Fanfare", die "Deux Marches et und Intermède", "Matelote provençale", eine "Pastourelle", ein Walzer, das prägnante "La Baigneuse de Trouville", die "Trois Mouvements perpétuels" sowie den "Discours de Général". Besondere Beachtung verdienen die drei Orchesterverfassungen von Klavierstücken Erik Saties.

Konzertwerke spielen im Schaffen Poulencs eine dominierende Rolle. Selbst in den Stücken, in denen man es nicht erwarten würde, finden sich konzertierende Elemente. Es nimmt nicht wunder, dass der Franzose nur selten auf das Klavier verzichtet. Es ist erfrischend, zu hören, wie espritvoll Poulenc Solist und Tutti interagieren lässt, welch melodiösen Überschwall er beispielsweise in seinem populärstem Werk entfaltet, seinem Klavierkonzert.
Im Konzert für zwei Klaviere ist das konzertierende Element noch stärker ausgeprägt, flieht sich bisweilen in kammermusikalische Intimität und Schlichtheit. Auf gänzlich andere Weise trifft das auch auf "Aubade" zu, ein "choreographisches Konzert", dessen Vielfältigkeit durch und durch entzückt.
Selbst das bombastische Orgelkonzert verliert niemals die stille Doktrin eines Künstlers aus den Augen, der Neues aus Altem schaffen will. Denn wie wenig hat dieses einmalige Werk mit älteren Vorbildern noch gemein. Dieser Drang ging noch weiter: Die wohl individuellsten Werke aus seiner Feder, das "Concert champêtre" sowie die "Suite française", sind für Cembalo und Orchester gesetzt und beschwören die Reize längst vergangener Zeiten herauf.

Aber auch dem gesungenen Wort maß Poulenc einen hohen Stellenwert bei. Er schrieb zahlreiche profane Gesangsstücke, die sich alle gleichsam durch ihre freche Eleganz und Subtilität auszeichnen. Stücke wie "Le Bal masqué", "Le Bestiaire ou Cortège d'Orphée", die "Quatre Poèmes de Max Jacob" oder "Cocardes" legen umfangreiches Zeugnis über Poulencs Verständnis für Balance zwischen Singstimme und Orchester ab. In der "Rapsodie nègre" zollt der Komponist dem Exotismus Tribut, und die Comédie-bouffe "Le Gendarme incompromis" gebart sich als eine Bizarrerie moderner Singspiele.
Es gab auch eine Phase, da Poulenc vornehmlich geistliche Choralwerke komponierte. Von seiner tiefen Gläubigkeit zeugen Werke wie das Gloria, die "Litanies à la Vierge noire" und insbesondere das herausragende, tief bewegende "Stabat Mater". Poulenc zeigt hier deutlich auf, dass der Weg zum Glauben immer nur ein individueller sein kann.

Die vorliegende Einspielung durch das Philharmonia Orchestra beziehungsweise das Orchestre National de France unter der Leitung von Charles Dutoit und unter Mitwirkung durch die Pianisten Pascal Rogé sowie Sylviane Deferne, den Organisten Peter Hurford, den Choeur de Radio France, die Maitrise de Radio France, die Sopranistin Françoise Pollet, den Bariton François Le Roux, den Kontertenor Dominique Visse und Lambert Wilson als Sprecher entstand zwischen 1992 und 1996 und erfreut sich brillanter Tonqualität, Decca-Qualität eben. Mit Ausnahme der billigen Briefumschläge, die die CDs schützen, handelt es sich um ein rundum gelungenes Programm.
Dutoit ist das Herz der Allianz. Sein Verständnis für die Musik seines Landsmannes ist grenzenlos. Perlende Nuancen und farbige Schattierungen bringt er trefflich zur Geltung. Hinzu kommen prickelnde Akzente, die für Spannung bis zur letzten Note sorgen. Vollkommene Transparenz und Differenziertheit verstehen sich von selbst.
Besonderes Lob gebührt auch sämtlichen Instrumental- und Gesangssolisten, die sich intensiv in die Materie eingearbeitet haben und die Früchte ihrer Arbeit zur Schau tragen. Die Tonsprache Poulencs liegt blank und organisch vor dem Hörer.

Fazit: Mehr als eine Repertoire-Erweiterung - vor allem für Freunde schlanker französischer Klassik sehr zu empfehlen!


Ralph Vaughan Williams: Chamber Music
Ralph Vaughan Williams: Chamber Music
Preis: EUR 22,15

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...eine Lanze für Vaughan Williams brechen...!, 18. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der britische Komponist Ralph Vaughan Williams (1872-1958) ist heute beinahe vollständig in Vergessenheit geraten. Dabei müssen einige seiner Kompositionen als hochgradig individuell und neuartig gelten. Seinen musikalischen Stil zu beschreiben, ist schwierig: Es handelt sich um eine Mischung aus spätromantischem Überschwang, expressionistischer Härte und impressionistischer Fülle - Vaughan Williams war Ravel-Schüler...
Besondere Beachtung verdienen seine wenigen Kammermusiken, die die intimsten Bekenntnisse des Briten beinhalten. Auf dieser wundervollen CD sind derer fünf dargeboten.

Aus einer früheren Filmmusik entlehnte Vaughan Williams das Klavierstück "The Lake in the Mountains". Der Hörer darf sich auf einige tiefsinnige, melodiöse Momente freuen.
Zeitlebens befasste sich der britische Tonsetzer mit der Folklore seiner Heimat. Neben zahlreichen Liedern nehmen die "Six Studies in English Folksong" eine Sonderstellung ein, indes sie für Klavier und Violoncello gesetzt sind. Die Stücke sind von einer Innigkeit und Liebe durchglüht, dass sie sogleich ans Herz wachsen.
Das frühe "Phantasy Quintet" für um eine Bratsche erweitertes Streichquartett verdient das Prädikat abgefahren. Nach der halluzinogenen Einleitung folgt ein wildes Scherzo. Die Sarabande des dritten Satzes beruhigt, bevor die derbe, flirrende Burleske hereinbricht.
Die Violinsonate a-moll gehört zu den ambitioniertesten Werken Vaughan Williams'. Das Stück eröffnet mit einer Fantasie, in der der Komponist die Essenz seines Schaffens unter Beweis stellt, indes es sich hier um ein Spätwerk handelt. Wesentlich leichter zugänglich ist das Scherzo. Am Ende steht ein ästhetischer, berührender Variationszyklus voller Einfall, Witz, Charme und Eleganz.
Das wahrscheinlich genialste Stück Vaughan Williams' aus dem Bereich der Kammermusik ist sein zweites Streichquartett a-moll, das über weite Strecken von der Bratsche dominiert wird. Das Prelude in Form eines perpetuum mobile berauscht und die Romance wiegt sanft ein. Sodann folgt das benebelnde Scherzo, das allerdings schnell Platz macht für den versiegenden Epilog.

Die vorliegende Einspielung durch das renommierte Nash-Ensemble entstand 2001 und erfreut sich brillanter Aufnahmequalität.
Das Nash-Ensemble zählt nach wie vor zu den führenden internationalen Kammerensembles. Besonders zu Gute zu halten ist ihm, dass es auch Randbereiche des gängigen Repertoires erforscht. Gottlob, dass die Akteure Vaughan Williams für sich entdeckt haben; denn was sie hier zelebrieren, sucht seinesgleichen. Farbige Schattierungen, perlende Nuancen, Texttreue: All das ist freilich selbstverständlich. Doch das Nash-Ensemble schafft es insbesondere, unter der wahrlich spärlichen Vaughan Williams-Diskographie ein Highlight mit hohem Wiedererkennungswert zu produzieren: Mit treffsicheren Akzenten, vollkommener Transparenz und organischer Differenziertheit betonen die Künstler individuell und spannend und machen ihre Darbietung zu einer unvergleichlichen, die eigentlich nirgends fehlen dürfte...


Violinkonzerte
Violinkonzerte
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Saint-Saëns auf der Violine: Warum nicht?!, 16. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte (Audio CD)
Von den zahlreichen Konzertwerken des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835-1921) sind die meisten in Vergessenheit geraten. Lediglich das erste Cellokonzert hat seinen festen Platz im internationalen Repertoire behaupten können. Neben fünf Klavierkonzerten verfasste der französische Meister allerdings auch noch drei Violinkonzerte von durch und durch ganz erstaunlicher Qualität, welche selben hier eingespielt vorliegen.

Das erste Konzert Saint-Saëns' C-Dur op. 58 wird als zweites geführt, weil es erst später veröffentlicht wurde. Es handelt sich hier um ein ambitioniertes Frühwerk des Komponisten, das zeigen bereits der enorme Umfang des Kopfsatzes und die thematische Verquickung desselben. Ruhender Pol ist das tiefsinnige Andante, das unversehens in ein Scherzo-Finale mündet.
Das A-Dur-Konzert op. 20 hingegen ist in einem Satz konzipiert. Das wundervolle, wenn auch etwas sperrige Andante-Thema wird von zwei Allegro-Teilen gerahmt. Diese bestechen insbesondere durch ihre obskuren, teils überraschenden Themenläufe.
Das gelungenste Konzert freilich ist das dritte h-moll op. 61. Der Kopfsatz erinnert stark an den Habitus des zweiten Konzertes. Saint-Saëns zögert einen Orchesterausbruch weit hinaus. Mit dem zweiten Satz schrieb der französische Tonschöpfer einen seiner schönsten langsamen, der die Spannung noch weiter steigert. Auch im Finale spannt er den Hörer weiter auf die Folter, bis alles in einen befreienden, majestätischen Jubel kulminiert.

Die vorliegende Einspielung durch die Violinistin Fanny Clamagirand, begleitet von der Sinfonia Finlandia Jyväskylä unter der Leitung von Patrick Gallois, entstand 2009 und besticht durch ihre brillante Aufnahmequalität.
Clamagirand belebt den Geist dieser Werke, denn es soll nicht verheimlicht werden, dass dieselben höchst individuell sind und durchaus ungewohnt. Es handelt sich wahrlich um eine Interpretation wie aus einem Guss. Farbige Nuancen reihen sich an dezente Schattierungen. Besondere Beachtung verdienen die zahlreichen, textgetreuen Akzente, die viel Spannung garantieren und keines dieser vernachlässigten Werke irgend langatmig erscheinen lassen. Hinzu kommen die vollkommene Transparenz und Differenziertheit des Vortrags, die ein rundum gelungenes Kennenlernprogramm bieten.


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