Profil für ReadForTheThrill > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ReadForTheThrill
Top-Rezensenten Rang: 6.013
Hilfreiche Bewertungen: 165

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ReadForTheThrill

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17
pixel
Das Mädchen, das Geschichten fängt: Roman
Das Mädchen, das Geschichten fängt: Roman
von Victoria Schwab
  Broschiert
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Victoria Schwab: Das Mädchen, das Geschichten fängt, 29. August 2014
Zum Buch:

Was für ein hübsches Cover (auch wenn es nicht unbedingt sehr viel mit dem Inhalt zu tun hat, aber mir gefällt es trotzdem wahnsinnig gut) und vor allem: Was für ein wunderschöner Titel! “Das Mädchen, das Geschichten fängt” von Victoria Schwab ist der Auftakt einer Reihe. Im Englischen ist bereits ein zweiter Teil erschienen und ich hoffe, dass dieser auch ins Deutsche übersetzt wird. Was ich übrigens auch sehr schön finde, ist, dass auch das Innenleben dieses Buches – genauer gesagt, der Beginn eines jeden Kapitels – sehr liebevoll gestaltet ist. Dort erwarten den Leser nämlich auch ein paar Vögelchen auf Bäumen außerdem wird an einigen Stellen mit Schriftart und -größe gespielt und solche Kleinigkeiten gefallen mir persönlichen immer sehr.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Wenn Geschichten zum Leben erwachen

Unendlich lange Gänge und Abermillionen von Regalen, auf denen die Lebensgeschichten der Toten aufbewahrt werden – das ist das Archiv und das Reich der Wächterin Mackenzie Bishop. Als immer mehr Geschichten “aufwachen” und versuchen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren, kommt Mac einer gigantischen Verschwörung auf die Spur.

Der erste Satz: Die Narrows erinnern mich an heiße Augustnächte im Süden.

Meine Meinung:

Nach dem Tod ihres kleinen Bruders Ben bleibt der siebzehnjährigen Mackenzie Bishop nichts anderes übrig, als ihre Freunde und die gewohnte Umgebung zu verlassen und mit ihren Eltern in eine neue Stadt zu ziehen. Denn diese wollen einen kompletten Neuanfang wagen, um den tragischen Verlust zu verarbeiten. Doch das neue Zuhause bringt für Mackenzie neben aller Umstellung auch noch sehr viel Arbeit mit sich. Denn das alte Gebäude war früher einmal ein Hotel und steckt voller Lebensgeschichten, die es einzufangen gilt. Mac ist nämlich eine Wächterin, das Erbe ihres verstorbenen Großvaters, und ihre Aufgabe ist es, diese entflohenen Geschichten einzufangen und ins Archiv zu bringen, wo die sogenannten Chroniken ihre letzte Ruhe finden sollen.

Doch dann steigen die Zahlen der entflohenen Geschichten schlagartig an und nicht nur das: auch werden sie immer älter, was sie für Mac ungemein gefährlich macht. Doch was steckt dahinter?

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Die Idee fand ich toll und auch die Charaktere waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. In dem ehemaligen Hotel wohnen noch zahlreiche andere Personen von denen man zwei etwas näher kennen lernt. Außerdem ist auch Wesley, ein sehr interessanter und eigensinniger Junge, ein häufiger Gast, auch wenn er selbst nicht dort wohnt. Die Dialoge zwischen Kenzie und Wes fand ich sehr unterhaltsam. Darüber hinaus gibt es auch noch einige Bibliothekare, mit denen Mackenzie durch ihre Arbeit in Berührung kommt. Unter ihnen sticht besonders Roland heraus, den Kenzie schon seit Beginn ihrer “Karriere” kennt und schätzt. Die Nebencharaktere bleiben noch etwas blass, man erfährt nicht allzu viel über sie, aber ich denke, dass sich das mit dem nächsten Band/ den nächsten Bänden(?) auch noch ändern wird.

Den Schreibstil fand ich sehr schön, sehr bildhaft und atmosphärisch. Das Geschehen wird dabei durchgehend aus Mackenzies Sicht geschildert. Immer wieder gibt es Flashbacks in die Zeit, in der Macs Großvater noch am Leben war. Diese Flashbacks haben mir sehr gut gefallen, denn sie zeigen, wie innig das Verhältnis zwischen Mac und ihrem Großvater war und man erfährt – wie sie damals auch – nach und nach mehr über die Chroniken, die Wächter und das Archiv.

Insgesamt ein wirklich schöner Roman, der mich voll und ganz überzeugen und in eine Bibliothek der anderen Art entführen konnte. Die Charaktere sind meiner Meinung nach wahnsinnig sympathisch und authentisch und ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen im nächsten Band!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Himmelfahrt
Himmelfahrt
von Richard Dübell
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Richard Dübell: Himmelfahrt, 23. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Himmelfahrt (Taschenbuch)
Zum Buch:

“Himmelfahrt” ist nach “Allerheiligen” nun der zweite Fall für den Landshuter Kommissar Peter Bernward und seine Kollegin Flora Sanders. Viele werden Richard Dübell von seinen erfolgreichen historischen Romanen kennen mit denen er regelmäßig auf den Bestsellerlisten vertreten ist.

Das Cover finde ich wieder sehr schön gestaltet und es passt von der Aufmachung her sehr gut zu seinem Vorgänger. Auch diesmal sticht besonders der farbliche Kontrast zwischen Gewitterhimmel, rotem Traktor und gelbem Strohacker ins Auge.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Land unter in Landshut

Kruzifix! Hauptkommissar Peter Bernward hat schlechte Laune: Ganz Landshut steht unter Wasser, und die Polizei ist im Dauereinsatz. Noch schlimmer ist aber, dass seine attraktive Kollegin Flora ihn mal wieder abserviert hat. Als dann auch noch die Leiche eines bekannten Bauunternehmers auftaucht, ist die Stimmung auf ihrem Tiefpunkt. Der Polizeichef greift durch und übergibt Flora den Fall. Aber das lässt ein Peter Bernward natürlich nicht auf sich sitzen. Er ermittelt auf eigene Faust und stößt auf einen alten Skandal, den so mancher Landshuter lieber vergessen hätte…

Der erste Satz: Eliska Sládek stand vor dem Klingelschild und versuchte, sich daran zu erinnern, wie ihr Name lautete.

Meine Meinung:

Vorab nochmals kurz der Hinweis, dass dies der zweite Fall für das Ermittlerduo Bernward und Sander ist. Die Fälle sind aber jeweils abgeschlossen und können problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.

Nachdem mir “Allerheiligen” überraschend gut gefallen hatte, habe ich mich schon sehr auf den neuen Fall für Kommissar Peter Bernward und Co gefreut. Und auch diesmal ist so einiges los in Landshut. Es herrscht Hochwasser und die Dämme drohen zu brechen. Die Polizei ist im Dauereinsatz und auch die zivile Bevölkerung muss in ihren vollgelaufenen Kellern retten, was zu retten ist. Als dann auch noch die Leiche eines Bauunternehmers in einem heruntergekommenen Bordell gefunden wird, ist das Chaos perfekt.

Da ist es nicht gerade hilfreich, dass zwischen Peter Bernward und seiner Kollegin Flora Sander deutliche Spannungen herrschen, was die Zusammenarbeit der beiden nahezu unmöglich macht. Flora hat Peter, der schon lange ein Auge auf seine hübsche Kollegin geworfen hatte, abserviert, und verbringt seit neustem die Zeit lieber mit einem Hotelier, den Peter natürlich überhaupt nicht ausstehen kann. So führt nun jedes Wort zu lautstarken Auseinandersetzungen, die im Gesamten Polizeirevier zu hören sind. Der Polizeichef beschließt, die beiden aufgrund der Umstände zu trennen und übergibt Flora den Fall, den sie mit Hilfe einer jungen Kollegin lösen soll. Peter will sich so leicht aber nicht geschlagen geben und ermittelt auf eigene Faust weiter. Und was er im Zuge seiner Ermittlungen aufdeckt, reicht weit in die Vergangenheit zurück…

Ich finde die Personen wahnsinnig sympathisch und authentisch. Besonders viel Spaß bringen mir persönlich immer die Dialoge zwischen Peter Bernward und seinem Vater aber auch jene zwischen Peter und seiner Kollegin Flora, die angesichts der Umstände reichlich temperamentvoll vonstatten gehen. An Humor und witzigen Passagen fehlt es jedenfalls nicht, und diese tragen neben dem schönen und flüssigen Schreibstil des Autors zum Lesevergnügen bei.

Einzig wie die Personen in den Fall verwickelt sind wirkte für meinen Geschmack ein wenig zu konstruiert und ein bisschen überzogen. Das hätte Richard Dübell meiner Meinung nach ein wenig eleganter lösen können. Die Spannung ist da und wird auch wunderbar aufrecht erhalten nur war das Ende einfach ein klein wenig gezwungen.

Nichtsdestotrotz hat mir dieser zweite Fall sogar noch besser gefallen als der erste. Es gab wesentlich weniger geschichtliche Aspekte, weniger Längen und sogar den Hauch von bayrischem Dialekt, den ich mir im vorherigen Band gewünscht hatte. Ein wirklich toller Krimi, der mir viel Spaß bereitet hat!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ
Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ
von Giulia Enders
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ, 14. August 2014
Zum Buch:

Die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders hat mir ihrem Debüt “Darm mit Charme” großes Aufsehen erregt. Charmant schwärmt sie über ein bisheriges “Tabuthema”: unseren Darm und alles, was mit ihm verbunden ist. Momentan forscht die Autorin für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene in Frankfurt am Main. Mit ihrem Vortrag Darm mit Charme gewann sie den 1. Preis des Science Slams in Freiburg, Berlin und Karlsruhe. Darüber hinaus wurde die Aufzeichnung des Vortrages zum Youtube-Hit.

Illustriert wurde das Buch von Giulias Schwester, Jill Enders, ihres Zeichens diplomierte Kommunikationsdesignerin. Ihr Können und ihren Stil kann man bereits auf dem Cover bewundern.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Ausgerechnet der Darm!

Das schwarze Schaf unter den Organen, das einem doch bisher eher unangenehm war. Aber dieses Image wird sich ändern. Übergewicht, Depressionen und Allergien hängen mit einem gestörten Gleichgewicht der Darmflora zusammen. Das heißt umgekehrt: Wenn wir uns in unserem Körper wohl fühlen, länger leben und glücklicher werden wollen, müssen wir unseren Darm pflegen. Das legen die neuesten Forschungen nahe. In diesem Buch erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders vergnüglich, welch ein hochkomplexes und wunderbares Organ der Darm ist. Er ist der Schlüssel zu Körper und Geist und eröffnet uns einen ganz neuen Blick durch die Hintertür.

Der erste Satz: Ich wurde per Kaiserschnitt geboren und konnte nicht gestillt werden.

Meine Meinung:

Giulia Enders hat sich während ihres Medizinstudiums in das wohl merkwürdigste Organ verliebt, das man sich vorstellen kann: den Darm. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, erscheint diese Faszination allerdings kein bisschen mehr abwegig. Ganz im Gegenteil: Man beginnt, Giulias Leidenschaft, ihre Zuneigung und Bewunderung für dieses maßlos unterschätzte Organ, die ihrem Buch so deutlich anzumerken sind, zu teilen, ein neues Bewusstsein zu entwickeln und Dankbarkeit zu empfinden für die Wahnsinnsarbeit, die der Darm tagtäglich für uns bewältigt.

Der Darm ist einer von drei “Schläuchen” in unserem Körper. Im Gegensatz zum Blutkreislauf und dem Nervensystem wird die Leistung des Darmes allerdings kaum honoriert. Wer spricht schon gerne über die Verdauung und deren Endprodukte oder mögliche Probleme? Tatsächlich ist aber auch der Darm ein wahrhaftig ausgeklügeltes Meisterwerk und verdient unser aller Anerkennung und Dankbarkeit. Denn der Darm hängt nicht bloß “so im Bauch rum”, er leistet großartige Arbeit, trainiert beispielsweise zwei Drittel unseres Immunsystems und ist sehr eng mit unserem Wohlbefinden verknüpft.

Dieses Buch ist ausgesprochen informativ und einfach nur wundervoll! Voller Leidenschaft, aber auch mit einem Augenzwinkern beantwortet Giulia unter anderem Fragen wie “Wie geht kacken?” oder warum wir falsch auf dem Klo sitzen und fügt mit der kleinen Lektüre über Bestandteile, Farbe und Konsistenz des Kots ein besonders amüsant geschriebenes Kapitel bei. Natürlich klärt die junge Medizinerin den Leser auch über den Aufbau des Verdauungstraktes, inklusive Mund, Speiseröhre, Magen, sowie Dünn- und Dickdarm auf. Auch Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen ist ein Kapitel gewidmet, das beispielsweise auf Zöliakie und Glutensensitivität sowie Laktose- und Fruktoseintoleranz und die jeweiligen Ursachen und Schwierigkeiten eingeht.

Es folgt ein großes Kapitel über das Nervensystem des Darms – welches nebenbei bemerkt nach dem Gehirn das größte ist – in dem es unter anderem um den Transport der Nahrung, Aufstoßen, Erbrechen (und was man dagegen tun kann) und Verstopfung, aber auch um die Zusammenhänge zwischen Gehirn und Darm geht, was ich persönlich auch unglaublich interessant fand.

Das letzte große Kapitel beschäftigt sich mit der Welt der Mikroben. Hier dreht sich alles um unsere Darmbakterien, um gute und schlechte und um die verschiedene Hypothesen, wie uns Darmbakterien, die Giulia liebevoll Moppelbakterien nennt, dick machen können. Auch dieses Kapitel fand ich ungemein interessant und ich bin gespannt, ob künftige Forschung (auch wenn sich der Großteil unserer Bakterien außerhalb unseres Körpers nicht sehr gerne erforschen lässt) neue Aufschlüsse bringen wird. Darüber hinaus erklärt sie, wie uns Katzen gefährlich werden können, räumt mit falschen Hygienevorstellungen auf und spricht die Problematik der Antibiotika an.

Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur genial! Es ist wahnsinnig interessant, informativ und aufschlussreich ohne den Leser dabei mit Fachchinesisch zu überrennen oder trocken und langweilig zu sein. Giulia Enders erklärt die teilweise hochkomplexen Vorgänge, was so alles in unserem Verdauungstrakt passiert, sowie die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse wunderbar verständlich und garantiert humorvoll. Besonders schön finde ich auch die Illustrationen, die Giulias Schwester Jill angefertigt hat und die das Buch nochmals sehr charmant abrunden.

Ich würde mir eine ganze Serie dieser Art wünschen, um mal alle Organe des Körpers und ihre Funktionsweise näher kennen zu lernen! Einfach ein geniales Buch, das ich nur jedem wärmstens empfehlen kann!!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Damion: Shadow Force 2
Damion: Shadow Force 2
von Andrea Mertz
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Andrea Mertz: Damion - The Shadow Force 02, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Damion: Shadow Force 2 (Taschenbuch)
Zum Buch:

“Damion” ist der zweite Band der “Shadow Force”-Reihe von Andrea Mertz. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass Teil 1 und Teil 2 dieser Reihe nicht das gleiche Format haben. Band 2 ist etwas höher und schmäler als Band 1, was dann nicht ganz so harmonisch im Buchregal aussieht. Aber gut, so tragisch ist das auch wieder nicht.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Spionageaktivitäten im Inland und Ausland, geheime Kampfeinsätze, Terror- und Spionageabwehr – die Agenten der britischen Eliteeinheit Shadow Force sind immer dort im Einsatz, wo andere Einheiten versagen oder nicht weiter vorstoßen dürfen.

Für CIA-Agent Damion Reece ist seit dem 11. September 2001 nur noch eins geblieben. Sein Job. Doch nachdem er bei der CIA in Ungnade gefallen ist, ist das überraschende Angebot, ein Agent der britischen Eliteeinheit Shadow Force zu werden, zunächst indiskutabel. Als er jedoch mehrfach angegriffen wird und sich ein unbekannter Gegner an seine Fersen heftet, muss er nicht nur Kopf und Kragen riskieren, sondern auch lernen, der sexy verführerischen Spionin Scarlett “Buzz” Hawkins vom Team der Shadow Force zu vertrauen.

Für Buzz ist die Shadow Force Job und Familie zugleich. Für ihr Team geht sie durchs Feuer. Nach außen hin zeigt sie der Welt ihre starke Seite, doch in ihrem Innersten wünscht sie sich eine glückliche Beziehung. Zu Damion fühlt sie sich magisch hingezogen und die Funken sprühen. Aber sie hat Angst, dass ihre schnell wachsenden Gefühle nicht erwidert werden.

Der erste Satz: Der frühe Abend war für einen späten Septembertag erstaunlich mild.

Meine Meinung:

Vorab die Warnung, dass es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt. Man kann zwar die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen, aber ich würde es dennoch empfehlen, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da in diesem zweiten Band Charaktere aus dem ersten Band wieder auftauchen. Wobei man von Lianne und Raven, den beiden Protagonisten des ersten Bandes, in diesem Teil nicht viel hört. Deswegen ist die Spoiler-Gefahr nicht so akut.

Ich habe mich schon sehr auf diese Fortsetzung gefreut! Letztes Jahr habe ich mit “Raven” den ersten Band der Reihe gelesen und war sehr begeistert. Und auch dieser Band hat mir wieder gut gefallen, auch wenn ich ihn ein klein wenig schwächer fand, als seinen Vorgänger.

Scarlett “Buzz” Hawkins, die mir schon im ersten Band sehr sympathisch war, macht sich mit ihrem besten Freund und neuen Leiter der Shadow Force Frank “Eagle” Morgan auf den Weg in die USA, wo sie den CIA-Agenten Damion Reece rekrutieren sollen. Dieser hat gerade die CIA verlassen und befindet sich auf der Flucht. Als Buzz und Frank ihm das Angebot unterbreiten, Teil des Shadow Force Teams zu werden, lehnt er ab. Er ist kein Teamplayer und noch dazu sehr misstrauisch was diese “Freaks” angeht. Und doch findet er die attraktive Buzz sehr anziehend.

Ich mag die Mischung aus Action (an der es übrigens nicht fehlt), Liebe und den übersinnlichen Fähigkeiten der Shadow Force Mitglieder unglaublich gerne. Und die beiden Protagonisten haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Wie bereits erwähnt mochte ich Buzz schon im ersten Teil sehr gerne. Die einfühlsame Empathin ist ein sehr toughes Mädchen, das sich innerlich aber doch nach einer aufrichtigen Beziehung sehnt. Damion hingegen ist der absolute Einzelgänger. Seit dem 11. September glaubt er nicht mehr an die Liebe und die Ereignisse quälen in bis heute.

Aber: Die Liebesgeschichte oder besser gesagt die extreme emotionale Ebene der Beziehung zwischen beiden entwickelt sich für mein Empfinden viel zu schnell. Okay, man könnte einen Teil davon vielleicht Buzz’ besonderem Einfühlungsvermögen, welches sie als Empathin hat, zuschreiben, doch auch unter Berücksichtigung dieses Faktors bleibt dieser Punkt für mich unrealistisch. Abgesehen davon gab es auch ein paar Stellen, die mir persönlich einen wenig zu theoretisch und zu detailliert beschrieben waren, beispielsweise die Aufzählung der verschiedenen Schiffe, samt Namen und Ausrüstung.

Den Schreibstil fand ich wieder sehr schön und angenehm zu lesen und diesmal gab es auch keine Wortwiederholungen, die mich gestört hätten.

Summa summarum eine gelungene Fortsetzung und ich bin sehr gespannt, wer im nächsten Teil die Hauptrolle spielen wird!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Motherbrain
Motherbrain
von Ulrike Wanner
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

3.0 von 5 Sternen Ulrike Wanner: Motherbrain, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Motherbrain (Broschiert)
Zum Buch:

“Motherbrain” ist das erste Buch der Autorin, das im Sieben Verlag erschienen ist. Ulrike Wanner hat aber bereits einen anderen Kriminalroman sowie einige Kurzkrimis, Freilichttheaterstücke und bisher unverfilmte Drehbücher geschrieben. Das Cover finde ich sehr ansprechend, und das war es auch, was meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch gelenkt hat.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Als der biologische Psychologe Oliver Varnoff bei einem Unfall ums Leben kommt, glaubt seine Schwester Jana nicht, dass es sich dabei um ein Unglück handelte. Sie wusste von seiner Arbeit mit Parkinson- und Epilepsie-Patienten, denen Hirnschrittmacher eingepflanzt wurden.
Unter den Patienten hatte es in letzter Zeit eine erhöhte Rate an Todesfällen gegeben und Jana beschließt, die Wahrheit herauszufinden. Bei ihren Nachforschungen unterstützt sie der Computerfreak Sputnik.
Nach und nach wird ihnen klar, wie weit die Cyborg-Technologie bereits fortgeschritten ist und was dies für Konsequenzen hat. Doch bevor Jana und Sputnik hinter die Maske ihres verstorbenen Bruders schauen können, geraten sie ins Kreuzfeuer von Forschern und Geheimdienst. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Der erste Satz: Die Farbe ist perfekt.

Meine Meinung:

Jana Varnhoff ist gerade erst nach Tübingen zurückgekehrt und freut sich riesig über das Wiedersehen mit ihrem Bruder Oliver. Dieser ist biologischer Psychologe und arbeitet mit an der Entwicklung von winzigen Chips, die manchen Patienten ins Gehirn eingepflanzt werden, um Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie zu behandeln. Doch kaum ist sie zu Hause überschlagen sich die Ereignisse. Erst findet sie in ihrer Nachbarschaft einen Mann mit Schussverletzung auf und kurz darauf verstirbt ihr Bruder bei einem Unfall.

Doch Jana glaubt nicht, dass es wirklich ein Unfall war. Als sie Nachforschungen anstellt, muss sie feststellen, dass es unter Olivers Patienten in letzter Zeit zu seltsamen Vorfällen kam. So wendet sie sich an ihren guten Freund, den Computerspezialisten Sputnik, und bittet ihn um Hilfe. Und je tiefer die beiden graben, desto verstrickter – und auch gefährlicher – wird die ganze Angelegenheit…

Eine eindeutige Einordnung in ein Genre ist bei diesem Buch sehr schwierig. Auf der Verlagshomepage läuft es unter der Kategorie Krimi / Thriller, weswegen auch ich es als Kriminalroman eingeordnet habe. Es trägt aber auch Züge eines Science Fiction Romans und Anspielungen auf bekannte Werke dieses Genres, wie beispielsweise Star Wars. Jana und Sputnik sind große Science Fiction Fans und gerne auch mal in der Gamer-Szene unterwegs. Wer also selbst auch auf solche Dinge steht, dem dürften all diese kleinen Anspielungen sehr viel Freude bereiten.

Zusätzlich spielen Bereiche wie Medizin, Biologie und besonders Informatik eine zentrale Rolle. Man merkt dem Buch auf jeden Fall an, dass die Autorin besonders im letzten Bereich bewandert ist. Diese bunte Mischung macht dieses Buch auf jeden Fall sehr speziell.

Ich fand die Idee, Menschen einen Chip zu implantieren um sie steuern zu können, sehr interessant und für die Handlung vielversprechend – auch wenn das eine sehr erschreckende Vorstellung ist. Meiner Meinung nach wurde hier aber leider nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. Ich hätte mir mehr Informationen zu den Patienten, der Wirkung der Chips usw. gewünscht, da hat sich die Autorin für meinen Geschmack zu sehr auf die Protagonistin konzentriert. Teilweise fand ich die Handlung auch ein wenig unglaubwürdig und einfach etwas zu dick aufgetragen. So erschienen mir einige Szenen ein wenig zu actionreich für eine gewöhnliche Biologin und es hatte eher den Anschein als stammten diese Szenen aus einem Drehbuch.

Insgesamt ist “Motherbrain” ein gutes Buch, das für mich persönlich aber ein paar Schwächen hatte.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


If you leave - Niemals getrennt: Roman
If you leave - Niemals getrennt: Roman
von Courtney Cole
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Courtney Cole: If you leave - Niemals getrennt, 31. Juli 2014
Zum Buch:

“If you leave” ist nach “If you stay” der zweite Band der “Beautifully Broken”-Reihe von Courtney Cole. Es handelt sich hierbei um eine Reihe aus dem Genre des New Adult, dem neuen Trendgenre aus den USA.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Wenn die Liebe ein gefährliches Spiel mit dir spielt

Seit dem Tod ihrer Eltern führt Madison das Familienrestaurant weiter, was all ihre Zeit beansprucht. Daher spielen Männer für sie keine Rolle. Das ändert sich schlagartig, als sie den faszinierenden Gabriel Vincent kennenlernt. Sie fühlt sich unwiderstehlich von dem geheimnisvollen Mann angezogen, bei dessen bloßem Anblick ihre Knie weich werden. Doch genau wie sie hat auch Gabriel eine schwere Zeit hinter sich. Wird ihre gegenseitige Liebe die Schatten der Vergangenheit überwinden können?

Der erste Satz: Es ist der Geruch von Blut, der mir sagt, dass ich träume.

Meine Meinung:

Vorab der Hinweis, dass es sich hier um den zweiten Teil einer Reihe handelt. Selbstverständlich kann man die beiden bisher erschienenen Bücher auch unabhängig voneinander lesen, ich würde es in diesem Fall allerdings wärmstens empfehlen, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Protagonistinnen, Mila (Band 1) und Maddy (Band 2), Schwestern sind und somit jeweils auch im anderen Buch vorkommen. Wer den ersten Band also nicht gelesen hat und bezüglich Milas Liebesgeschichte nicht gespoilert werden will, sollte davon absehen, meine Rezension zu lesen.

Seit dem Tod ihrer Eltern führt Madison Hill, die von allen nur Maddy genannt wird, das Familienrestaurant und damit das Lebenswerk ihrer Eltern weiter. Schlagartig musste sie damals erwachsen werden und ihre Träume begraben, um sich um ihre Schwester Mila zu kümmern. Mittlerweile läuft Milas Leben in geregelten Bahnen. In ihrem Ehemann Pax hat sie den Mann fürs Leben gefunden und erwartet sogar ein Kind von ihm.

Währenddessen widmet Maddy ihre ganze Energie dem Restaurant, da bleibt für Männer keine Zeit. Das bleibt auch ihren engsten Vertrauten nicht verborgen. So beschließt Maddys beste Freundin Jacey sie mit auf eine Party zu nehmen, mit der Absicht, sie wortwörtlich an den Mann zu bringen – und sei es auch nur für eine Nacht. Und tatsächlich trifft Maddy auf einen Mann, den sie sehr faszinierend und unglaublich anziehend findet.

Gabriel Vincent war Ranger und im Krieg in Afghanistan im Einsatz. Was er dort erleben musste hat tiefe Spuren in seiner Seele hinterlassen. Er fühlt sich schuldig und sieht sich nicht mehr im Stande sich selbst zu vertrauen geschweige denn, sich anderen Menschen anzuvertrauen.

Nachdem mir der erste Band der Reihe überraschend gut gefallen hat, habe ich mich schon sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Es hat schon sehr vielversprechend angefangen, die Begegnung der beiden war wirklich schön (und definitiv prickelnd) beschrieben. Überhaupt sind die Liebesszenen in diesem Buch wirklich auf den Punkt und nicht zu aufdringlich, was meiner Meinung nach ein großes Plus ist. Auch die Charaktergestaltung und -entwicklung hat mir sehr gefallen. Maddy und Pax sind zwei außerordentlich interessante Persönlichkeiten, die sehr an dem zu knabbern haben, was ihnen in der Vergangenheit widerfahren ist. Das macht sie sehr interessant, auch wenn es um sehr ernste Themen wie PTBS geht.

Wie schon beim ersten Band wird auch hier das Geschehen wieder abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten (also Maddy und Gabriel) geschildert, wodurch man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann und das emotionale Gefühlschaos aus erster Reihe miterlebt. Und da gibt es tatsächlich viel zu erleben. Man bekommt außerdem auch mit, wie es mit Mila und Pax weitergeht, was ich auch sehr schön finde.

Das Ende war mir persönlich dann doch etwas zu dick aufgetragen. Insgesamt aber wirklich ein sehr schönes Buch mit Tiefgang, Spannung, Dramatik und natürlich viel Gefühl!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Teuflisches Spiel: Thriller
Teuflisches Spiel: Thriller
von Linda Castillo
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Linda Castillo: Teuflisches Spiel, 30. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Teuflisches Spiel: Thriller (Taschenbuch)
Zum Buch:

“Teuflisches Spiel” ist der fünfte Fall für die Polizeichefin Kate Burkholder, die wieder in der Amisch-Gemeinde in Painters Mill (Ohio) ermittelt. Das Cover gefällt mir unheimlich gut. Ich finde es unglaublich stimmungsvoll und schön gestaltet, besonders durch die Farbgebung. Ein wirklich tolles Cover!

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Eine teuflische Idee.
Ein göttlicher Plan.
Eine ewige Schuld.

Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die Unfallstelle genauer untersucht, kommen ihr erste Zweifel: War das wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?

Der erste Satz: Das Klappern der Hufeisen auf Asphalt hallte in den Baumkronen wider.

Meine Meinung:

Vorab möchte ich noch darauf hinweisen, dass dies der fünfte Band einer Reihe ist. Die Fälle sind zwar alle in sich abgeschlossen und können somit problemlos unabhängig voneinander gelesen werden, doch das Leben der Protagonistin entwickelt sich, wie immer in solchen Fällen, von Buch zu Buch immer weiter.

Polizeichefin Kate Burkholder ist geschockt, als sie an der Unfallstelle eintrifft, zu der sie gerufen wurde. Ein Buggy, eine amische Kutsche, liegt in alle Einzelteile über die gesamte Fahrbahn verteilt. Am schlimmsten steht es jedoch um die Passagiere, die diese Kutsche an Bord hatte: Paul Borntrager, ein amischer Vater, der mit seinen drei Kindern unterwegs war und der Kate nicht fremd ist, verstirbt noch am Unfallort. Zwei der Kinder sind bereits tot, als Kate eintrifft, das dritte wird ins Krankenhaus gebracht. Vom Autofahrer fehlt hingegen jede Spur, er hat die schwer verletzte Familie einfach so zurückgelassen, ohne Hilfe zu holen. Schnell wird Kate klar, dass an der Unfallstelle irgendetwas faul ist.

“Teuflisches Spiel” ist eher ein ruhiger Thriller, was aber nichts Schlechtes heißen soll. Ich will damit nur sagen, dass es nicht auf jeder zweiten Seite ein neues Mordopfer oder eine Schießerei gibt. Nichtsdestotrotz war dieser Thriller für mich unglaublich spannend, da er alleine aufgrund seiner Thematik und der Tatsache, dass Kinder betroffen sind, unter die Haut geht. Hinzu kommt, dass sowohl Täter als auch Motiv bis zum Schluss im Dunkeln bleiben. Neben der Aufklärung des Falles (die nebenbei bemerkt wirklich haarsträubend ist) gibt es noch zwei weitere Handlungsstränge, die beide Kates Privatleben betreffen. Einer davon betrifft ihre Vergangenheit und wirft die sonst so beherrschte Polizeichefin gehörig aus der Bahn, der andere ihre Zukunft, denn zwischen John Tomasetti und ihr gibt es noch einige Fragen zu klären.

Ich liebe diese Reihe und auch dieser Band konnte mich wieder hundertprozentig überzeugen! Und ich finde es toll, dass man nach und nach immer mehr von Kates Vergangenheit erfährt. Ich kann es kaum erwarten, dass der nächste Band erscheint! Unbedingt lesen!!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Die Stadt der toten Mädchen: Kriminalroman
Die Stadt der toten Mädchen: Kriminalroman
von Alaric Hunt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Alaric Hunt: Die Stadt der toten Mädchen, 26. Juli 2014
Zum Buch:

“Die Stadt der toten Mädchen” ist das Debüt des amerikanischen Autors Alaric Hunt, der gegenwärtig wegen Totschlags im Gefängnis sitzt. Beim “Best First Private Eye Novel Contest” wurde dieser Kriminalroman für das beste Debüt ausgezeichnet.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Clayton Guthrie ist ein Now Yorker Ermittler vom alten Schlag. Seine Erfahrung ist seine stärkste Waffe. Guthries neue Partnerin Rachel Vasquez tickt anders: Sie ist jung, temperamentvoll. Sie will schnell zu Ergebnissen kommen, notfalls mit Gewalt. Guthrie und Vasquez sind wie Feuer und Eis. Aber sie haben ein gemeinsames Ziel: den skrupellosen Killer zu fangen, der eine Studentin getötet und dafür einen Unschuldigen ins Gefängnis gebracht hat. Die Jagd hat begonnen.

Der erste Satz: Der Lärm der Autohupen von der 34th Street im Zentrum Manhattans drang durch zwei hohe Fenster am anderen Ende des Büros.

Meine Meinung:

Der Klappentext dieses Buches klingt meiner Meinung nach sehr vielversprechend. Ein alter, vielleicht ein wenig grimmiger Privatdetektiv und seine junge, temperamentvolle, toughe Partnerin. Da hatte ich mit feurigen Wortgefechten gerechnet, mit witzigen Situationen und einfach guter Unterhaltung. Was ich bekam waren leider nur sehr flache Charaktere, die kaum miteinander kommunizierten. Das Potenzial wurde hier also überhaupt nicht ausgeschöpft, was ich persönlich sehr bedauernswert finde. Sowohl Guthrie als auch Vasquez bleiben mehr als blass, von den übrigen Beteiligten ganz zu schweigen. Okay, dass der alte Detektiv nicht redet wie ein Wasserfall und vielleicht ein wenig mysteriös bleibt (was hier aber auch nicht der Fall ist), hätte ich noch verzeihen können, aber selbst seine ach so temperamentvolle puertorikanische Partnerin war einfach nur langweilig. Ich konnte mich weder mit den Charakteren identifizieren, noch überhaupt irgendeinen Draht oder Sympathien zu ihnen aufbauen. Meine Erwartungen wurden einfach nur maßlos enttäuscht, so leid es mir tut.

Auch die Handlung selbst ist irgendwie sehr wirr. Ich bin beim Lesen dieses Buches total abgeschweift und wusste eigentlich die ganze Zeit über überhaupt nicht, worum es eigentlich geht. Auch jetzt, nachdem ich das Buch schon seit ein paar Tagen beendet hat, sehe ich mich nicht im Stande, die Handlung in eigenen Worten zusammenzufassen. Das spricht leider gar nicht für das Buch, denn es beweist, dass mich die Geschichte einfach nicht gefangen nehmen konnte.

Der Schreibstil an sich ist nicht schlecht, allerdings gab es zwei endlose Wortwiederholungen, die mir reichlich auf die Nerven gegangen sind: “der kleine Detektiv” und Rachels Brüder, die einfach nur “loco” sind. Ist ja schön, dass der Autor nicht die ganze Zeit “Guthrie…, Guthrie…., Guthrie…” schreiben wollte, und sich Mühe gegeben hat, eine Alternative zu finden, doch dieses “kleine Detektiv” hat mich wirklich genervt.

Zwischenzeitlich habe ich wirklich überlegt, das Buch abzubrechen, dann habe ich mich aber doch durchgekämpft. Das Ende fand ich dann auch okay aber insgesamt ist “Die Stadt der toten Mädchen” für mich kein Buch, das man gelesen haben muss.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Der Totschläger: Thriller (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 5)
Der Totschläger: Thriller (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 5)
von Chris Carter
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chris Carter: Der Totschläger, 20. Juli 2014
Zum Buch:

“Der Totschläger” ist der fünfte Fall für Robert Hunter und seinen Freund und Kollegen Carlos Garcia. Wie bei allen Teilen der Reihe kann man auch diesen unabhängig von den anderen lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Das Cover orientiert sich in seiner Gestaltung an seinen Vorgängern. Kette, Türschloss und Stange sind erhaben und sowohl diese Elemente, als auch Titel und Name des Autors sind mit Glanzlack überzogen. Das Einzige, was mich irritiert, ist der Titel, der so gar nichts mit dem Inhalt dieses Buches zu tun hat. Zumindest wird hier kein einziger Mensch totgeschlagen.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

ER SAGT, DU HAST KEINE WAHL.
ER SAGT, DU KANNST NUR ZUSEHEN.
ES LIEGT NICHT IN DEINER MACHT,
DIE MORDE ZU VERHINDERN.

Detective Robert Hunter erhält einen Anruf.
Spiel mit mir, sagt die anonyme Stimme.
Doch Mord ist für Hunter kein Spaß – Zug um Zug wird
er zum echten Spielverderber …

Der erste Satz: Ein einzelner Schuss in den Hinterkopf wie bei einer Exekution.

Meine Meinung:

Als Detective Robert Hunter einen anonymen Anruf erhält, schrillen sofort alle Alarmglocken und sein Instinkt sagt ihm, dass er es hier nicht mit einem der üblichen Verrückten zu tun hat, die zuhauf beim LAPD anrufen – und er soll recht behalten. Denn der Anrufer fordert ihn auf, eine Webseite aufzurufen und sich zu entscheiden, auf welche Art der Mann, der in dem Video auf dieser Website zu sehen ist, sterben soll. Alle Verhandlungsversuche sind vergebens und Hunter und sein Partner, Carlos Garcia, müssen hilflos zusehen,wie der Mann qualvoll stirbt. Schnell wird klar, dass sie es mit einem äußerst intelligenten Täter zu tun haben, der es ihnen nicht einfach machen wird, ihn zu stoppen. Hunter und Garcia sind mit ihren Ermittlungen noch keinen Schritt weiter gekommen, als bereits der nächste Anruf kommt. Und diesmal will der Täter das Spiel auf die nächste Ebene bringen…

Ich mag Robert Hunter, diesen unglaublich klugen und faszinierenden Mann, einfach unheimlich gerne. Auch die Beziehung zu seinem Partner und Freund Carlos Garcia und die Interaktion der beiden ist sehr authentisch und zuweilen unterhaltsam, wobei bei diesem Fall die Grundstimmung sehr ernst war. In diesem Band bekommt das Ermittlerduo wieder weibliche Unterstützung, diesmal von der Computerspezialistin Michelle Kelly vom FBI, die zu dem Fall hinzu gebeten wird. Die ehemalige Hackerin war mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sie auch in einem der nächsten Bände eine Rolle spielen wird.

Für schwache Nerven sind Chris Carters Thriller absolut nicht geeignet, denn was sich der Autor jedes Mal aufs Neue für Grausamkeiten ausdenkt, könnte durchaus auf den Magen schlagen. “Der Totschläger” geizt nicht mit blutigen, detaillierten Szenen und psychischen Grausamkeiten.In gewohnt kurzen Kapiteln behält Carter auch in diesem Thriller wieder sein rasantes Erzähltempo bei und die Erzählperspektive wechselt zwischen den verschiedenen beteiligten Personen.

Ich liebe diese Reihe einfach! Jeder Thriller war für mich bisher ein absoluter Volltreffer! Ich liebe den Schreibstil, die kurzen Kapitel, die Charaktere, die Informativität und die Tatsache, dass Carter selbst vom Fach ist!! Einfach genial! Und ich hoffe, dass es noch sehr, sehr, SEHR viele Thriller in dieser Reihe geben wird!

Ein weiterer grandioser Thriller aus der Feder eines meiner liebsten Autoren!

Mein Blog: [....]


My Book of Life by Angel
My Book of Life by Angel
von Martine Leavitt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Martine Leavitt: My Book of Life by Angel, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: My Book of Life by Angel (Gebundene Ausgabe)
Zum Buch:

“My Book of Life by Angel” stammt aus der Feder der kanadischen Autorin Martine Leavitt. Diese schreibt realistische und Fantasy-Geschichten sowie Kurzgeschichten für Kinder und Jugendliche und wurde für ihre Werke schon vielfach ausgezeichnet. Die Gestaltung ist recht schlicht gehalten und gefällt mir sehr gut. Die linke Seite sieht aus, als sei der Buchrücken schon mehrfach mit Tesa geflickt worden und unterstreicht damit den Charakter eines abgegriffenen, ausgiebig genutzten Tagebuchs.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Vorne auf mein Buch schrieb ich “Mein Buch des Lebens von Angel”, was übrigens mein echter Name ist, und meine wahre, eigene Geschichte, vielleicht einst von einem anderen Engel zu verlesen.

Angel, 16 Jahre alt, trifft auf Call – diese Begegnung verändert ihr normales Leben. Bevor sie es richtig merkt, macht Call sie drogenabhängig und schickt sie auf den Babystrich. Angel beginnt, ihr Leben zu hassen. Sie schafft es aber erst auszubrechen, als Call ein noch jüngeres Mädchen mitbringt.

Angel nimmt den Leser mit auf die Reise in ihr Innerstes. Man wird Zeuge von Angels Gedankenfetzen, Überlegungen, inneren Monologen und Gesprächen.

Der erste Satz:

Als Serena auf einmal weg war,
suchte ich überall, wo sie sich sonst herumtrieb,
und sie war nirgendwo,
nirgendwo, wie so viele von den anderen Mädchen.

Meine Meinung:

“My Book of Life by Angel” ist genau das, was der Titel ankündigt und noch viel mehr: Die Lebensgeschichte von Angel, einem 16-jährigen Mädchen, das nach dem Tod ihrer Mutter, der sie sehr mitnimmt und aus der Bahn wirft, zufällig auf Call trifft und wie diese Begegnung ihr Leben verändert. Denn Angel denkt, in Call endlich jemanden gefunden zu haben, der sie versteht und so zieht sie bald bei ihm ein. Doch Call macht sie drogenabhängig und es dauert nicht lange, bis er sie bittet, zu einem seiner Freunde “nett” zu sein. Schließlich schickt er Angel auf den Babystrich in den Straßen von Downtown Eastside in Vancouver. Dort lernt sie ihre beste Freundin Serena kennen, die an Engel glaubt und Angel rät, die Engel um Hilfe zu bitten, wenn sie wieder einmal verzweifelt ist, dann würde alles gut werden.

Doch eines Tages verschwindet Serena wie so viele Mädchen vor ihr und Angel bekommt es mit der Angst zu tun. Sie will dieses Leben nicht mehr leben, will keine Drogen mehr nehmen, Call verlassen und zu ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Jeremy zurückkehren. Doch Call ist nicht bereit, Angel gehen zu lassen. Als Call dann die 11-jährige Melli mit nach Hause bringt, die Angel einlernen soll, tut Angel alles, um das kleine Mädchen vor ihrem grausamen Schicksal zu beschützen.

Die Aufmachung des Buches ist sehr außergewöhnlich, da viele Seiten nur halb gefüllt sind, manche bestehen gar nur aus einem einzigen Paragraphen oder einem einzelnen Satz. Diese Paragraphen und Sätze sind immer gedichtähnlich aufgebaut, allerdings nur optisch, denn Reime gibt es nicht. Die gesamte Struktur ist zunächst schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ich habe sehr schnell in den Schreibstil hinein gefunden und konnte das Buch dann sehr schnell lesen. In ihrem “Buch des Lebens” schreibt Angel alles auf, ihre Gedanken, ihre Ängste und Wünsche. Es handelt sich dabei um einzelne Fragmente aus ihrem Leben, die teilweise scheinbar wahllos herausgegriffen wurden. Der Schreibstil ist sehr besonders, sehr eigensinnig, sehr direkt, unmittelbar und sicherlich auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich finde aber, dass gerade der Schreibstil das Buch sehr authentisch macht, denn ein “gewöhnlicher” Schreibstil hätte vielleicht nicht so gut gepasst bzw. die Emotionen nicht so schonungslos ausdrücken können. Und trotz der vermeintlichen Schlichtheit der Worte, steckt darin so viel Tiefgang und ein Meer aus Emotionen, in dem man als Leser zu ertrinken droht.

Die Personen werden meiner Meinung nach sehr eindrücklich beschrieben ohne sie dabei tatsächlich zu beschreiben. Ich weiß, das klingt jetzt wirr, aber ich kann es nicht besser beschreiben. Die Charaktere werden nicht bewusst und detailliert beschrieben, wir erfahren nur so viel von ihnen, wie Angel über sie erzählt und was sich eben aus den festgehaltenen Dialogen herauslesen lässt. Trotzdem empfand ich die Charaktere nicht als flach.

Calls bodenlose Bösartigkeit ist nicht schwer zu erkennen. Er manipuliert Angel systematisch und auf allen Ebenen, er bricht sie quasi, um sie sich gefügig zu machen, alles unter dem Vorwand, sie zu lieben.
Angel wirkt teilweise sehr weggetreten und auch ein wenig durcheinander, was sich auf den Drogenkonsum bzw. dann später den Entzug zurückführen lässt. Sie wirkt, als hätte sie bereits aufgegeben und sich mit ihrer Situation abgefunden auch wenn sie sich wünscht, eines Tages wieder zu ihrem Vater und besonders zu ihrem kleinen Bruder Jeremy zurückkehren zu können. Mit dem Auftauchen von Melli merkt man dann deutlich, wie ihr Kampfgeist wieder zum Leben erwacht und sie eine Wandlung durchläuft.
Dann gibt es noch Widow, eine Prostituierte, die auf den “normalen” Strich geht. Widow gibt sich immer sehr kratzbürstig gegenüber Angel und verteidigt ihr “Revier”, doch man merkt, dass sie sich in Wahrheit große Sorgen um Angel macht und sich so gut es geht um das Mädchen kümmert.

Ich musste beim Lesen dieses Buches schon einige Male sehr schlucken und es sind auch einige Tränen geflossen. Natürlich ist das Thema Prostitution nie schön, besonders nicht, wenn es dabei um Kinder geht. Umso erschreckender ist es, dass sich scheinbar niemand um die verschwundenen Mädchen schert, dass im Gegenteil Angels Situation von dem Polizisten, dem sie ihre Vermutung über Serenas Verschwinden anvertraut, schamlos ausgenutzt wird. Dieses traurige und doch wichtige Thema wurde meiner Meinung nach grandios von Martine Leavitt umgesetzt. Ein wirklich besonderes Buch, das schwer zu fassen und zu beschreiben ist, das man aber auf alle Fälle lesen sollte! Es ist mit Sicherheit ein Buch, das seinen Leser sehr berührt und gefangen nimmt.

Das Traurige ist, dass dieses Buch trotz fiktiver Charaktere die Realität wiederspiegelt. Denn es gibt auf den Straßen von Vancouvers Downtown Eastside tatsächlich zahlreiche Mädchen, die verschwunden sind. Am Ende des Buches hat Martine Leavitt die Liste der verschwundenen Mädchen angehängt – einfach nur traurig.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17