Profil für Korpo > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Korpo
Top-Rezensenten Rang: 302.680
Hilfreiche Bewertungen: 379

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Korpo (Bayern)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
"Euthanasie" im NS-Staat: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens"
"Euthanasie" im NS-Staat: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens"
von Ernst Klee
  Taschenbuch

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Aufarbeitung eines verdrängten Themas, 13. März 2003
Wie wir Deutschen mit den Juden oder den Sinti und Roma verfuhren, ist uns heute weitestgehend bewusst. Dass wir aufgrund scheinbarer rassischer Merkmale einen industriemässig betriebenen Mord veranstalteten, ist jedem beuwsst. Mordlager wie Auschwitz, Treblinka oder Sobibor sind so vielen auch im Land der Täter ein Begriff, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus abgearbeitet scheinen.
Aber auch der Holocaust hat seinen unmittelbaren Vorläufer. Die Vernichtung "lebensunwerten Lebens" begann in einem Mord am eigenen Volk, an "Schwachsinnigen" und chronisch Kranken. Gaskammern entstanden in Kliniken, und der Vorläufer der Deportation war der Abtransport Kranker in diese Vernichtungsanstalten. Durch eine gemeinnützige Transportgesellschaft.
Als das Volk merkte, dass die Führung so ruchlos mordete, kam es sogar hierzulande zum Widerstand. Die Gaskammern in den Kliniken wurden eingemottet. Aber skrupellose Rassehygeniker mordeten weiter, mit Hungertod und Betäubungsmitteln, Alte, Kinder und wehrlose Kranke.
Vor den Juden kamen die Volksgenossen. Rassenhygiene konnte niemals enden, sie war von den Nazis als von oben auferlegter darwinistischer Ausleseprozess angelegt.
Wer wissen will, woher die grosse Befangenheit gegen Gentechnik, als Umgestaltung des Menschen, oder gegen das Töten unrettbar Kranker, die das selbst wollen, kommt, findet hier die Antworten und den Ursprung. Frühere "Weltverbesserer" und "Rasseverbesserer" hielten auch den Mord im Namen scheinbar hehrer Ziele für gerechtfertigt, und Ungleichheit und Abweichen von der Norm waren Anlass genug für staatliche Tötungshandlungen.
Euthanasie war ursprünglich nicht das, was heute in den Niederlanden erlaubt ist: Sterbehilfe. "Eu" bedeutet gut und "Thanatos" Tod. Aber der "gute Tod" der Nazis war die Hinrichtung im Namen der Gesellschaft, nicht auf die Erlösung von Schmerz ausgerichtet.
Wo der Mensch nur zum statistischen Begriff einer Kosten-/Nutzenrechnung verkommt, zum genormten Erbringer von Leistungen, zum Spielball derer, die sich anmassen, die Schöpfung neu schreiben zu wollen, ohne ethische Mindestgrundsätze, dort lauert auch heute noch das Gespenst und der Geist eben dieser Euthanasie im Schatten.


Die Hypermacht. USA in Nahaufnahme
Die Hypermacht. USA in Nahaufnahme
von Stefan Fuchs
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz seiner Einseitigkeit ein beeindruckendes Buch, 13. März 2003
Dieses Buch ist relativ klar gegen die gegenwärtige US-Politik ausgerichtet, gegen ihre Heilsversprechungen und ihre Propaganda, ihre tatsächlichen als auch behaupteten Ziele. Es beleuchtet das Phänomen USA als militärische, kulturelle und ökonomische Hypermacht, und das vorwiegend kritisch.
Wie kann ein Buch gleichzeitig einseitig und beeindruckend sein? Diese Einseitigkeit zwingt sich fast schon auf, wenn man bedenkt, wie heutzutage, auch in und vor allem in Amerika, mit Information umgegangen wird. Wenn Information frei zugänglich ist, hängt es nämlich nur noch vom eigenen Interesse ab, ob man sie auch wahrnimmt. Und das scheint in der Tat gering zu sein.
[Ich beziehe mich im Weiteren direkt auf die Fakten, die in einigen Kapiteln dargestellt werden]
Investigativer Journalismus, der in uns in Film und Fernsehen so gern vorgespielt wird, findet praktisch nicht statt. Die Anzahl kritischer Artikel steht zur Anzahl die offiziellen Verlautbarungen wiederkäuender Artikel etwa 20:4000, jedenfalls was Bushs Irakkrieg betrifft. Dass damit in einer medienzentrierten Gesellschaft die Bevölkerung gezielt einem einseitigen Meinungsbombardement ausgesetzt ist, ist klar. Darum muss dieses Buch auch einseitig sein, um wahrgenommen zu werden, auch und gerade wenn es eigentlich versucht, das Phänomen USA Europäern nahezubringen.
Die kriegerische Aussenpolitik, die sich über den eigenen Westen, in den Pazifik, nach Mittel- und Südamerika und jetzt in alle Welt ausgebreitet hat, wird beschrieben. Gore Vidal nennt die unglaubliche Zahl von ca. 200 militärischen Interventionen seit dem Zweiten Weltkrieg.
Der enorme Einfluss von Geld und Konzernen auf die Politik und die Wahlen wird beleuchtet. Ca. 96 % aller Amtsinhaber hatten bei ihrer Wahl mehr Finanzmittel als ihre Gegenkandidaten für die Wahl, 4% nur unwesentlich weniger, und weniger als 1 % wesentlich weniger. Und wo die Wahlbezuschussung aufhört, fängt die Lobbyarbeit an.
Aber auch amerikanische Konsumkultur geht um die Welt. Wie Hollywood es geschafft hat, die Träume der Welt zu produzieren, wird beschrieben.
Der Neoliberalismus, und seine zerstörerische Kraft in Bezug auf die amerikanische Mittelschicht, und über die Globalisierung auf weite Teile der Weltbevölkerung, wird beleuchtet. Dass die Sache auch einen Haken haben muss, und warum und wie der Trend zur Anhäufung grosser Vermögen in wenigen Händen, zur Steuererleichterung vor allem der Reichen, zur Entfesselung vor allem einer Konzernwirtschaft rigoros ideologisch unterfüttert wurde, ist auch beschrieben. Geld und Politik gehen Hand in Hand, und selbst Amerikaner sind nur die besseren Opfer dieser Politik.
Über Phänomene der amerikanischen Psyche, den konformistischen Zwang zur "Community", die religiösen Wurzeln einer zutiefst individualistischen Gesellschaft, rundet der Herausgeber seinen Gesprächsband gut ab.
Dieses Buch ist einseitig, weil uns die gewaltige Medienmaschine USA und ihre Regierung eh schon rund um die Uhr mit positiven Nachrichten, ob echt oder erfunden, füttern.
Dieses Buch ist notwendig, weil wir über These (das US-Image in der Westlichen Welt) und Antithese (Bücher wie dieses oder von Michael Moore, Noam Chomsky, Gore Vidal, etc.) uns endlich selbst eine Meinung bilden können.
Es geht nicht um Anti-Amerikanismus. Es geht um Information. Denn auch hierzulande sind nur informierte Bürger wahrhaft freie und mündige Bürger.


Die Steinzeit war ganz anders
Die Steinzeit war ganz anders
von Erich von Däniken
  Gebundene Ausgabe

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch als Einzelwerk lohnend..., 28. Januar 2003
Erich v. Däniken (EvD) ist für sein Wirken schon lange bekannt. Er widerlegt mit gekonnt wenigen Schritten viele Lehrmeinungen der Archäologie, die er gerne als phantasielos beschreibt.
In seinem Werk finden sich zwei Arten von Büchern: Stark themenbezogene und weiter gefasste, themenübergreifende.
Auch wenn "Die Steinzeit war ganz anders" sich vorrangig mit den megalithischen Grossbauten unser "steinzeitlichen" Vorfahren beschäftigt, so ist doch zu empfehlen, es in Verbindung mit "Im Namen von Zeus" zu lesen.
Dänikens Arbeit beschränkt sich ja nicht nur auf das Widerlegen einer oft schwach fundierten Lehrmeinung, EvD versucht auch eigene Hypothesen anzubieten, die die Rätsel lösen, allen voran die Götterhypothese, in der (mind.) eine ausserirdische Zivilisation Lehrmeister und Götter gestellt und an der Entwicklung der Menschheit mitgewirkt hat, oder auch, dass genetisch erzeugte Riesengeschlechter und Hochtechnologie in prähistorischer Zeit Realität waren.
Wegen dieser provokanten, der breiten, oft auch etwas uninspirierten Lehrmeinung zuwiderlaufenden Thesen hat sich Evd mehr als einmal Anfeindungen ausgesetzt, was aber weder seinen Bekanntheitsgrad noch seine Auflagen schädigen, sondern wohl eher fördern konnte.
Die interessanten Fakten über Newgrange, Stonehenge, Malta, die "Sternstrassen", Ley-Linien oder die geometrische Anordnung von Heiligtümern im Grossraum Griechenland stellen äusserst spannende und beeindruckende Menschheitsrätsel dar.
Ich empfehle aber dringend, auch andere Dänikenbücher zu lesen. Das "Gesamtkunstwerk" Däniken regt zumindest zum Nachdenken an, und kritischere Geister auch zum Nachforschen. Und mancher in diesem Buch gestreifte Zusammenhang, wie griechische Fluglegenden, finden sich an anderer Stelle ("Im Namen des Zeus") besser erklärt.


ABAP Objects - Einführung in die SAP-Programmierung, mit 2 CDs (SAP PRESS)
ABAP Objects - Einführung in die SAP-Programmierung, mit 2 CDs (SAP PRESS)
von Horst Keller
  Gebundene Ausgabe

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlecht sortiert, wenig einsteigerorientiert., 27. Juli 2002
Dieses Buch stellt eine grobe Themaverfehlung dar: Anstatt dem Einsteiger in die SAP-Programmierung ein roter Leitfaden zu sein, begräbt es ihn unter einem Berg von Wissen, ohne Selektion.
Zum Beispiel fehlen Übungsaufgaben, um das Wissen mit dem mitgelieferten Mini-SAP-System zu vertiefen. Gleichzeitig werden alle verschiedenen Programmarten zusammen vorgestellt, anstatt einfach aufzuzeigen, was man mit der neuesten ABAP-Version denn auch wirklich hernehmen sollte. Information wird an Information gekleistert. Dabei braucht ein Einsteiger nicht einfach eine Referenz, sondern ein schlüssiges Konzept. Doch vor den allereinfachsten Datentypen, mit denen etwas "basteln" könnte, wird das Laufzeitsystem durchdiskutiert, Details werden haufenweise angeboten, noch bevor irgendwelche praktischen Erfahrungen zum Verständnis beigetragen haben könnten.
Ein Nachschlagewerk. Eine Referenz alter prozeduraler und neuer objektorientierter Features. Kein Einsteigerbuch, keine "Einführung


Debian GNU / Linux-PowerPack: Grundlagen, Installation, Administration und Anwendung
Debian GNU / Linux-PowerPack: Grundlagen, Installation, Administration und Anwendung
von Peter H. Ganten
  Gebundene Ausgabe

44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buch und Software: top!, 10. Januar 2002
Linuxbücher sind alle gleich: Sie sind entweder maßlos auf eine Distribution hin ausgelegt, und mit jeder anderen Distribution (fast) unbrauchbar. Oder sie sind ein Abklatsch von "Linux in a Nutshell", und beschreiben gerade mal die häufigsten Befehle.
Dieses hier nicht.
Linux-Distributionen sind (fast) alle gleich: Sie ersetzen alle bereits verfügbaren Tools durch ihre eigenen, und fügen so viele Eigenheiten zum System hinzu, daß Erfahrungen kaum
übertragbar sind.
Diese hier nicht.
Selbst dieser ältere Release von Debian GNU/Linux ist extrem stabil und leistungsfähig. Und das Buch dokumentiert sowohl diesen Release, als auch Standard-Programme und das Linux-Betriebssystem an sich perfekt. Da Debian GNU/Linux zum größten Teil auf bereits verfügbaren Tools aufbaut, wo diese vorhanden und hinreichend sind, können die hier erworbenen Kenntnisse weiterverwandt werden. Und Peter H. Ganten scheint ein besonderes Gespür dafür entwickelt zu haben, welche Probleme auf den Benutzer zukommen könnten, da er genau diese beschreibt ("wie verlege/kopiere ich ein System-Verzeichnis"... hätte ich dies VOR meinem letzten Versuch das zu tun gelesen, hätte ich Debian nicht reinstallieren müssen ;) ).
Für den Power-User, der sich nicht "zu schade ist", auch mit der Eingabeaufforderung, und nicht-grafischen Tools zu arbeiten, und auch mal eine Konfiguration "händisch" zu editieren das IDEALE Betriebssystem. Also für Bastler, Informatikstudenten und Perfektionisten ein Muß, aber das Buch ist stark genug jeden lernwilligen, intelligenten Menschen in einen Power-User zu verwandeln.


Raumfahrt im Altertum. Auf den Spuren der Allmächtigen
Raumfahrt im Altertum. Auf den Spuren der Allmächtigen
von Erich von Däniken
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine gute Zusammenfassung - aber zu kurz gegriffen, 12. Oktober 2001
Laut Nachwort ist dieses Werk das Buch zu einer Fernsehserie. Das erklärt z.B. die doch recht knappen Kapitel, es ist zu viel für ein so doch recht schmalles Heft. Vergleicht man die dicken, mit Informationen vollgepfropften Klassiker "Aussaat im Kosmos" oder "Zurück zu den Sternen" ist man etwas enttäuscht, weil vor allem doch Altbekanntes wiedergekäut wird. Aber durchaus zu empfehlen, wenn man sich bei Däniken wieder auf den neuesten Stand bringen will.
Natürlich ist dieses Buch kein wissenschaftliches Werk, es ist ein kurzer, wie üblich süffig geschriebener, Abriss von Dänikens Arbeit, oder der Arbeit anderer, die sich mit seinem Lebenswerk überschneidet.
Am überzeugendsten wirken "Licht für den Pharao", ein starkes Indiz das die alten Ägypter elektrisches Licht kannten, und "Sterne über Afrika", über afrikanische Kulte um Sternenbewegungen, die sie mit ihren "primitiven Mitteln" hätten gar nicht beobachten können.
Dänikens Stärke liegt hier wie üblich nicht im Zitieren von "Fachkollegen" von den Hochschulen (die wiederum Fachkollegen zitieren, weshalb ihre Aussagen "wahrer" werden), sondern der direkte Bezug auf Schriften und Ruinen selbst. Dänikens minimalstes Verdienst ist es auf jeden Fall, dass er (zu Genuss des Lesers) unlogisch und ebensowenig fundierte "Fachmeinungen" widerlegt. Auch wenn man nicht alles, was er schreibt, für bare Münze nehmen sollte, ist doch der Grossteil, vor allem Neueinsteiger in die Thematik, extrem lesenswert und verdient Vertiefung!


We Want Miles
We Want Miles
Preis: EUR 8,97

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fieberhafte Ekstase, 1. April 2001
Rezension bezieht sich auf: We Want Miles (Audio CD)
Dieses Album ist eines von Davis' eingänglichsten, und obwohl der Altmeister mal wieder in gewohnt ungewohnter Manier die Noten regelrecht ausspuckt, klingt alles doch irgendwie ohrenfreundlich. Wer jedoch glaubt, dieses Album sei zu glatt, der hat sich geschnitten. Eine gewisse elektrisierende Spannung liegt über den Stücken, die Davis auch dadurch erzeugt, dass er kurz pausiert und dann in einem Zug seine Läufe rausschmettert, in einem fast schon wütenden Stakkato der Noten. Die Rhythmusgruppe ist exzellent, das Schlagzeug überzeugt durch Vielfalt, der Bassist legt eine solide, erdige Grundlage. Enttäuschend ist der Guitarrist, denn man merkt dem Album doch relativ deutlich an, dass der Guitarrenpart auf ein Format a la Hendrix angelegt ist, um Davis Paroli zu bieten. In der leider nicht gerade überragenden Tradition der elektrischen Jazz-Guitarristen verzichtet Mike Stern gänzlich auf Verzerrung, und kontert durch doch oft recht lahme, kraft- und schwunglose Läufe. Ein Hendrix mit ungezügelter Gewalt über sein Instrument ist dagegen wie ein Hurrikane gegen eine laue Brise. Die Guitarre hier also als Bläsernachahmung, dementsprechend laue Soli, als funk-nahe Rhythmusguitarre jedoch wieder sehr passend. Bemerkenswertestes Stück des Albums ist "Fast Track", ein Stück mit unruhiger, nervöser Grundstimmung. Rhythmusgruppe und Solisten treiben sich stetig voran, das Stück macht seinem Namen alle Ehre, fiebrig und hektisch. Bemerkenswert eine Einlage von Schlagzeug und Percussion, die aus wirren Rhythmen einen komplexen indianischen Beat in perfekter Übereinstimmung hervorzaubert. Insgesamt ein sehr starkes und energetisches Album, das nur zu empfehlen ist.


Countdown to Extinction
Countdown to Extinction
Preis: EUR 11,34

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitsingscheibe von perfekten Musikern, 1. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Countdown to Extinction (Audio CD)
Wenn man als Metallica-Fan auf Megadeth "umsteigen" würde, wäre dies wohl das naheliegendste Album. Zeitlich und inhaltlich beim schwarzen Album einzuordnen, ist es doch wesentlich "poppiger" als vorige Alben, in denen doch teilweise der Eindruck vorherrschte, der Song unterbricht das Solo. "Countdown to Extinction" hat viele sehr einprägsame Songs, inklusive der damals als Video erschienenen Hymne "Symphony Of Destruction". Der Stil des Albums ist Metallica-ähnlicher Trash-Metal, laute Guitarren, etwas leiser Bass, ein routinierter, maschinengleicher Schlagzeuger. Neu an dem Album ist für Megadeth-Massstäbe, dass man regelrecht mitsingen könnte, und dennoch muss man auf vielseitige Soli nicht verzichten, jeder Song ein kleines Meisterwerk, in dem man nichts misst. Megadeth flechten auch fleissig kleine Samples in die Stücke ein, die die Stimmung betonen. Dave Mustaine, vormals Lead-Guitarrist von Metallica, hat seiner alten Band jedenfalls gezeigt, wo der Metal daheim ist, vor allem wenn's auf Speed Metal rausläuft. Wer's hart und gitarrenlastig mag, und sich einprägsame Stücke wünscht, wird hier bedient.


Meantime
Meantime
Preis: EUR 14,36

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die rauhere "Betty", 1. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Meantime (Audio CD)
Dieses Album ist rauher als "Betty", und das schadet seinem Sound keinesfalls. Helmet-typisch strotzt das Album nicht gerade vor Vielseitigkeit, manchen Riff meint man zweimal zu hören, aber harte Breaks in den Riffs sorgen für einen unverkennbaren Sound, hier die Guitarren lauter, mehr im Mittelpunkt, der Sänger fast als Begleitstimme. Das hier ist sicher die härtere Version der Band, und das macht dieses Album ein Quentchen besser als "Betty", auch wenn der Mix sehr ähnlich ist. Reinhören sollte man auf jeden Fall, egal ob Betty für einen perfekt war, oder einem dabei etwas fehlte. "FBLA II" wäre da ein guter Anfang.


Vile (Censored)
Vile (Censored)
Preis: EUR 16,99

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisches Gemetzel der besonderen Art, 1. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Vile (Censored) (Audio CD)
Das ist also das Nachfolgealbum zu "The Bleeding". "The Bleeding" war (für Cannibal Corpse) das reinste Pop-Album. Für Vile kann das nie und nimmer gelten. Gnadenlos hart, in seiner Härte schon wieder witzig. Haufenweise Rhythmuswechsel, sogar ein Instrumental ("Relentless Beating"), das nur aus solchen Wechseln besteht. In jedem Song wird man gewissermassen mit einem "Schmankerl" von einer langsamen Passage belohnt, mit fetten Akkorden, ansonsten ist hier alles schnell oder sehr schnell, manchmal an der Schwelle zum Gedresche. Der Gesang ein Wechsel zwischen Grunzen und Kreischen, die Gitarren mal Death Metal auf Speed, dann wieder wabbernde Riffs im Horrorfilmstil, dann wieder langsamer, satter Metal. Inmitten dieses musikalischen Gemetzels entdeckt man immer wieder Neues, technisch perfekte Wechsel. Einem Fan schlägt hier das Herz höher, jedem anderen wird hier schlecht. Aber seit wann hätten die Anderen interessiert? Als hartes Album ein echter Hit aus dem Extrembereich, und zusammen mit "The Bleeding" deckt man die gesamte Palette der Band ab.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4