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Rezensionen verfasst von
Limopard (Leipzig)

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iBasso DX50 Tragbarer Musik Player
iBasso DX50 Tragbarer Musik Player
Preis: EUR 289,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Gerät mit minimalen Schmerzpunkten, 25. Juli 2014
Zunächst fällt die solide Verarbeitung auf. Das Gehäuse besteht größtenteils aus gebürstetem Aluminium, die Tasten wackeln nicht und haben feste Druckpunkte, die Anschlüsse sind sauber ins Gehäuse eingepasst und machen einen vertrauenerweckenden Eindruck.

Extra Praxispunkte gibt es für den wechselbaren Akku, baugleich zum dem des Samsung S3 - daher preiswert und leicht verfügbar.

Die Benutzerführung ist etwas hakelig, der Touchscreen mitunter entweder träge oder aber zu schnell reagierend. Der Aufbau einer umfangreichen Musikbibliothek (das Gerät "frisst" auch 128 GB micro-SD-Karten) dauert recht lange. Eine Sortierung nach "Album-Interpret" wird nicht unterstützt, was bei Compilationen ungünstig ist, da jeder Interpret einzeln in die Liste gelangt. Als Workaround kann man jedoch über die Ordner navigieren.

Klanglich gibt es wenig auszusetzen, der DX 50 treibt im High-Gain-Modus einen Sennheiser HD 650 verzerrungsfrei zu gehörschädigenden Lautstärken.

Vorsicht ist bei der Benutzung niederohmiger In-Ears geboten: Der DX 50 hat kondensatorgekoppelte Ausgänge, die in Verbindung mit niedrigen Impedanzen einen messbaren Bassabfall produzieren.

[...]

Das sieht im Diagramm dramatischer aus, als es ist. Ich habe bislang kein Musikstück finden können, wo es wirklich ohrefällig war. Unschön ist es dennoch.

Sonstige Frequenzgangverbiegungen an Mehrtreiber-IEMs verkneift sich der DX 50 glücklicherweise.

Ferner könnte das Rauschen geringer sein. Dies ist im Low-Gain am ohrenfälligsten, im High-Gain am geringsten. Die sehr feinstufige Lautstärkeregelung erlaubt es jedoch, auch sehr empfindliche In-Ears durchweg im rauschärmeren High-Gain-Modus zu fahren.

Ein weiterer Pluspunkt für experimentierfreudige Nutzer ist, dass der DX 50 mit Rockbox ausgerüstet werden kann.

Fazit: Empfehlenswertes Gerät für die Nutzung mit "großen" Kopfhörern, leichte Einschränkungen gibt es bei niederohmigen, empfindlichen In-Ears. Sicherlich keine Hype-Ware, aber insgesamt solide.


SHURE SRH1840 high-end open back Kopfhörer inkl. Case, Ersatzohrpolster, Ersatzkabel and vergoldeter 1/4 inch Adapter
SHURE SRH1840 high-end open back Kopfhörer inkl. Case, Ersatzohrpolster, Ersatzkabel and vergoldeter 1/4 inch Adapter

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Wow-Effekt, wächst aber mit jedem Hören, 14. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Dilemma war bis dato, dass die Klasse zwischen 300 EUR (HD 650, DT 880, K 701) und den 1000 EUR - Spitzenmodellen (HD 800, T 1) quasi nicht vorhanden war. Nunmehr wird dieses Brachland langsam besiedelt und der SRH 1840 war einer der ersten Siedler.

Schon nach dem Öffnen des Paketes fällt der wirklich erzstabile, ausladende Karton auf. Die Front des Kartons lässt sich aufklappen und wird im geschlossenem Zustand von einem Magnetverschluss gehalten. Diesen dann geöffnet, erhält man Zugriff auf eine Transporttasche, in der sich der Hörer befindet sowie auf ein Satz Ersatzohrpolster und ein Ersatzkabel. Die Tasche ist zweckdienlich und recht stabil. Dumm nur, dass man das Kabel vom Hörer abziehen muss, um ihn in der Tasche zu verstauen.

Der Hörer selbst ist solide verarbeitet, das Design ist eher schlicht und wirkt wie eine Mischung aus Sennheiser (Lochgitter der Hörkapseln) und Beyerdynamic (Bügel, Aufhängungen). Der Hörer ist sehr leicht und sitzt in den meisten Fällen sehr bequem. Leider lassen sich die Hörkapseln nicht um die Längsachse drehen, hier ist nur über die Verwindung der Gesamtkonstruktion ein wenig Spielraum gegeben. Ferner kann der Bügel bei sehr großen Köpfen recht stark gespreitzt werden, so dass unter Umständen nur auf der Kopfmitte eine kleine Auflagefläche besteht. Da kann dann doch ein leichtes Druckgefühl entstehen.

Das beidseitig geführte Kabel ist abnehmbar, die Verbindung zum Hörer wird über MMCX-Stecker hergestellt. Dies erscheint mir mechanisch (langzeit-)stabil zu sein.

Nun, wie klingt er? Der erste Eindruck könnte - je nach Erwartung - ernüchternd sein. Weder gibt es krachende Bässe, noch überbrilliante Höhen. Alles ist recht ausgewogen, allenfalls eine kleine Mittenbetonung ließe sich ausmachen.

Je länger man hört, desto mehr erschließt sich dann aber auch das Gute am fehlenden "Wow-Effekt". Der Shure macht auch keine wesentlichen Fehler. Alles ist da, wo es hingehört. Die Aufnahme wird nahezu 1:1 wiedergegeben. Das hat den Nachteil, dass miese Aufnahmen auch mies klingen, es ist aber nicht so, dass es unerträglich wäre.

Hervorzuheben ist ferner die enorme Detailauflösung insbesondere im Mittel- und Hochton - ohne dass diese durch irgendwelche Lästigkeit "erkauft" wäre. Man kann mit dem Shure daher - je nach Vorliebe - entweder entspannt oder analytisch hören.

Das einzige Manko ist, dass es für Hard & Heavy oder Techno vielleicht etwas mehr Kick im Bass sein könnte.

Fazit: Ein wirklich empfehlenswerter Allrounder, der im ersten Moment unspektakulär wirkt, aber mit jedem Hören wächst. Den nicht gerade geringen Preis ist er ohne Abstriche wert.


Beyerdynamic T70p Portable Premium Kopfhörer
Beyerdynamic T70p Portable Premium Kopfhörer
Wird angeboten von MADOOMA - die Kopfhörer-Spezialisten
Preis: EUR 449,00

34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Beyer durch und durch, 12. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Erinnerungen an den DT 880 und ein klein wenig an den DT931 werden wach. Aber der Reihe nach.

Lieferumfang:

Hörer, (Kunst-)Ledertasche, 6,3 mm - Adapter, Flugzeugadapter.
Alles in allem zufriedenstellend. Ein Verlängerungskabel wäre allerdings wünschenswert gewesen. Die 1,2 m Kabel sind für den mobilen Einsatz o.k., aber es ist ja so weit nicht hergeholt, den T70p auch an der Heimanlage einsetzen zu wollen.

Verarbeitung:

Sehr gut, wenngleich recht rustikal. Keine wesentlichen Mängel erkennbar. Die Größenverstellung ist ein klein wenig hakelig. Der Hörer dürfte fast unzerstörbar sein.

Komfort:

Hervorragend. Hautsympathische Polster, ausreichender Verstellbereich, eher wenig Andruckkraft. Aufgrund des letztgenannten tendiert der T70p aber zum Verrutschen bei Bewegungen. Für den Sport ist er nichts.

Isolation:

Befriedigend. Da könnte man mit mehr Anpressdruck mehr rausholen.

Anforderungen an die Verstärkung:

Nahezu null. Durch niedrige Impedanz und hohe Empfindlichkeit problemlos am iPod (europäisch kastriert) zu betreiben. Effizienter als ein Shure SRH 840. Der Einsatz eines Fiio E17 bringt keine Vorteile.

Klang

Bass:

Eher schlank, aber tiefreichend und gut konturiert. Deutlich schneller als bei mir bislang bekannten Beyers. Doublebass-Attacken bei Metal (hier: Nightwish: "Ever-Dream" - Finale) können sehr gut nachvollzogen werden. Aber nichts für Bassheads, dafür fehlt es dann an Menge.

Mitten:

Neutral, unauffällig. Recht gute Stimmendarstellung. Konnte keine Dosigkeit feststellen

Höhen:

Hier kommt der Pferdefuß: Der berühmt-berüchtigte Beyer-Peak bei 8 kHz. scheint etwas schmalbandiger als beim DT 880 zu sein, es ist recht stark musikabhängig, ob er stört. Lästig wurde es bei Rushs "Presto" und Aztec Cameras "High Land, Hard Rain" - beides recht höhenlastige Aufnahmen. Andererseits werden stumpfe, stark komprimierte "neuzeitliche" Pop-Aufnahmen dadurch etwas "luftiger" und damit genießbarer.

Auflösung:

Schlägt den SRH 840 um Längen und ist auch besser, als ich den DT 880 (auch als 600 Ohm) in Erinnerung habe. Wobei ich noch zweifle, ob über den Höhenpeak hier nicht ein wenig getrickst wird.

Bühne:

Klein, kompakt, aber in sich schlüssig. Gute Separation.

Fazit:

Wenn die Abstimmung zu den persönlichen Vorlieben passt, erhält man einen technisch hervorragenden, gut verarbeiteten, angenehm zu tragenden Kopfhörer, der durch seine geringen Verstärkungsanforderungen für einen breiten Einsatzbereich geeignet ist. Der Preis von EUR 450 ist aber eher sportlich und ganz gewiss kein Sonderangebot (nur deshalb müssen 4 Sterne genügen). Ein Konkurrent wäre der Shure SRH 940, der ähnlich abgestimmt ist, weniger bequem ist, einfacher verarbeitet ist, dafür besser isoliert und für den halben Preis ganz gewiss mehr als die halbe Qualität bietet.

(PS: wer im Hifi-Forum den Text in ähnlicher Form findet - ich habe von mir selbst abgeschrieben. Das darf ich - denke ich zumindest ;)

Nachschlag: Eine Woche später haben sich die Ohrpolster dann wohl an meinen Schädel noch ein wenig besser angepasst. Die Isolation ist nunmehr als "gut" zu bewerten. Der Bass ist nicht mehr so schlank, hat aber an Kontur und Tempo nichts eingebüßt. Es bleibt bei 4 Sternen, Tendenz ist aber eher nach oben als nach unten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 14, 2013 8:06 PM CET


Sennheiser HD 555 Stereo-Kopfhörer schwarz/blau
Sennheiser HD 555 Stereo-Kopfhörer schwarz/blau

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ähem....., 3. März 2007
...eine Bemerkung am Eingang meiner Rezension kann ich mir beim besten Willen nicht verkneifen:

@realkenai: Kein passiver Kopfhörer dieser Welt erzeugt Rauschen! Das ist definitiv unmöglich. Denkbar ist, dass der HD 555 das von der Quelle erzeugte Rauschen besonders deutlich darstellt. Das mag missfallen, aber ist gewiss nicht dem Kopfhörer anzulasten.

Ansonsten ist wenig zu monieren: Der HD 555 ist elektrisch anspruchslos und lässt sich mit den meisten Portables schon zu erklecklichen Lautstärken treiben. Klanglich ausgewogen, vielleicht dezent abgedunkelt im Vergleich zu einem preisähnlichen Beyer DT 440). Die klangliche Differenz zum HD 595 ist vorhanden (dieser spielt etwas detailreicher) aber nicht so erheblich, wie der Preisunterschied vermuten lässt.

Tragekomfort ist durch weiche Polster und geschickte Formgebung angenehm, der Anpressdruck für manche Geschmäcker vielleicht etwas fest.

Ein Stern Abzug für nur ausreichende mechanische Belastbarkeit. Nach einem Jahr Dauerbetrieb Risse im Bügel auf beiden Seiten. Wurde als Garantiefall anstandslos repariert, hinterlässt aber gewisses Misstrauen. Pfleglich behandeln.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2011 4:15 PM MEST


New Gold Dream (81-82-83-84) [DVD-AUDIO]
New Gold Dream (81-82-83-84) [DVD-AUDIO]

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung, Re-Mix....., 23. Juni 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In 5.1. ja sowieso. Das bekommt man ja nicht anders hin. Und gelungen ist dieser Mehrkanalmix schon. Roland Prent, der ja auch für Grönemeyers „Mensch" verantwortlich zeichnet, widerstand diesmal der Versuchung, die Stimme nur auf den Center zu plazieren. Im Übrigen eignet sich dieses Meisterwerk natürlich hervorragend für eine Surround-Aufbereitung. So kann der geneigte Hören im Rundumklang baden und wohlplazierte, dennoch nie übertriebene Effekte genießen. Für Besitzer von DVD-Video-Playern immerhin in DTS 96/24 - nur geringfügig schwächer als die DVD-Audio-Spur. Wer nur Dolby Digital abspielen kann, bleibt mehrkanalig leider außen vor.
Die eigentliche Überraschung ist aber, dass auch in Stereo ein Re-Mix geboten wird. Manchmal unauffällig (Promised...), manchmal deutlich ohrenfällig (New Gold Dream, Someone, Somewhere..). Die Re-Mixes zeichnen sich generell durch bessere Separation von Instrumenten und Gesang und bessere Durchhörbarkeit aus, lassen aber leider ein wenig die atmosphärische Dichte des Originalmixes vermissen. Insgesamt eine gelungene Neudeutung des Albums, aber keinesfalls ein Ersatz für die Original-CD.
Die Originalmixes gibt es in bester Qualität auf der (teuren) SACD zu kaufen, mit nur geringen Abstrichen (für wesentlich weniger Geld) auf der remasterten Normal-CD. Für den Fan dieses Albums ist eine dieser Ausgaben Pflicht - als Ergänzung zur hier vorliegenden DVD-Audio.
Die Bonusvideos (Promised..., Glittering Prize) zeigen, dass Kleidung und Frisuren von 1982 doch wesentlich schneller gealtert sind als die Musik. Lustig anzusehen.....
Die Dokumentation auf der Hülle ist insofern falsch, als dass es kein „New Gold Dream" - Video gibt (mir ist auch keines bekannt), und dass die Stereospur ebenfalls in 24 bit / 96 kHz vorliegt, und nicht in 16 bit / 48 kHz. Unwichtige, aber allemal vermeidbare Schönheitsfehler.


Best of Fancy
Best of Fancy
Preis: EUR 4,97

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist eigentlich primitive Musik...., 6. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Best of Fancy (Audio CD)
...aber auch nach 20 Jahren packen einen die Fancy-Stücke gelegentlich noch an den richtigen Stellen. Straighter Rhythmus, mitunter interessante Melodik. Sonderlich originell waren die Songs nie, "Slice Me Nice" nimmt mit der Vocoder-Stimme und dem gesamten Arrangement deutliche Anleihen bei "Passion" von den "Flirts". Späteres Vorbild waren dann eher die frühen Pet Shop Boys.
Der Gesang, na ja...es klingt immer ein wenig als ob im Mix die vocal-tracks ein wenig zu schnell liefen. Kann man aber auch als Markenzeichen sehen.
All das schmälerte den Unterhaltungswert nicht.
Ich gebe zu, mit 10 Jahren (1986) Fancy-Fan gewesen zu sein. Und ich höre mir das Zeugs auch heute hin und wieder einmal gern an. Und dazu ist diese Scheibe recht gut geeignet. Es ist Musik, die in ihre Zeit passte, aber in den Musiklexika nicht einmal eine Fußnote bekommt. Ein wenig wie ein Klassentreffen: Nett, die alten Bekannten zu sehen, respektive zu hören...
Das magere Booklet ist eine Zumutung. Und die 1998er Remixes und den Megamix hätte man sich getrost sparen können. Besonders peinlich sind die Rap-Passagen.
Insofern: 3 Sterne für die Originale, Nostalgiebonus inbegriffen, 1 Stern für die Remixes und für die Aufmachung - macht im Durchschnitt 2 Sterne. Für den Preis kann man aber nichts falsch machen.


Alles geht!
Alles geht!
Preis: EUR 21,49

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reift wie guter Wein..., 10. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Alles geht! (Audio CD)
Mai 1992, ich bin 16 und habe den neuen Mey geholt. Willkürlich reingeskippt und bei Titel 7 gelandet. Da singt Mey über Etiketten und ein gewisser Manfred Leuchter hat ein grausliches Billig-Casio-Arrangement dazu kreiert. Hoffentlich lässt Mey den nie wieder ran, dachte ich mir, nicht ahnend, dass dieser Leuchter wenig später Mey's Hausproduzent wird. Aber er kanns ja besser.
Ansonsten ist "Alles geht", ähnlich wie "Farben" von den Beiträgen verschiedener Arrangeure geprägt. Vertreten sind Musiker aus dem Dunstkreis von Heinz-Rudolf Kunze, Mitglieder von PUR (Entwarnung: Hartmut Engler singt nicht!), die Gruppe "L'Art de Passage" und andere. Und wie bei "Farben" verderben die vielen Köche nicht den Brei.
Etwas aufgesetzt wirkt das Arrangement bei "Du bist ein Riese...", "Ich liebe dich" ist ein schlichtes, ehrliches Liebeslied, wobei es die zusätzliche Piano-Version nicht unbedingt gebraucht hätte.
Nachdenklich, beinahe aufrüttelnd sind "Grenze" und "3. Oktober '91" geraten. Etwas zu weit erhoben ist der Zeigefinger für meine Begriffe bei "Die Würde des Schweins...", hier entschädigen die instrumentalen Beiträge von Ian Melrose (Gitarre, Tin Whistle).
Glanzstück ist allerdings "Ich liebe das Ende der Saison". Kopfhörer auf, Augen zu,und es entstehen unweigerlich Bilder im Kopf. Grandios.
So musste ich meinen ersten Eindruck zu "Alles geht" korrigieren. Aber mit dem "Etikett" habe ich noch immer meine Probleme.


Alleingang
Alleingang
Preis: EUR 6,99

16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit einigen Durchhängern..., 10. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alleingang (Audio CD)
...und dabei handelt es sich nicht einmal um die üblichen Verdächtigen ("Kinderlieder"). Das "Apfelbäumchen" ist ehrlich empfunden und gemeint, auch "Meine Söhne geb' ich nicht", kauft man dem Pazifisten Mey bedenkenlos ab. Auch dass er zweimal auf einer Platte seine Heimatstadt Berlin besingt, geht noch an.
Zuviel wird es eher beim überarrangierten Refrain von "Asche und Glut". Und "Sonntag Abend auf Rhein-Main" ist vollkommen überflüssiger Käse, noch dazu in einem Arrangement, dass eher zu Roland Kaiser passt (...dass ich so etwas über Mey sagen muss, unerhört...).Hier bewegt sich Mey hart an der Schlagergrenze. Hätte er diesmal das Flugzeug nur im Hangar gelassen.
Aber es geht natürlich auch anders und viel besser. Schön erzählte Geschichten über herrenlose Schuhe, Fotos auf dem Tisch und Weihnachtsstress. Der endgültige Beweis, dass die Welt ein Kasperletheater ist. Das Plädoyer für echte, handgemachte Musik (im Superstar-Zeitalter wertvoll wie nie). Dafür lieben wir ihn.
Fazit: Mey macht es uns mit diesem Alleingang nicht eben leicht, und ein gutes Drittel dieses Weges wäre er besser tatsächlich allein gegangen. So fällt eine Empfehlung schwer. Der Fan muss auch dieses Album haben, weil er alles haben muss. Alle anderen müssen selbst entscheiden. Und in der Bedienungsanleitung des CD-Players nachschlagen, wie das nochmal mit der Programmierfunktion war...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2013 3:22 PM CET


Balladen
Balladen
Preis: EUR 7,99

37 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teilweise grandios, aber zerrissen, 6. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Balladen (Audio CD)
Das Album leidet - wie viele andere Mey-Alben - unter seiner Inhomogenität, enthält tolle Lieder, etwas lauwarmes Material und einen Absturz ins Bodenlose.
Also ist - so leid es mir tut - eine Titel-für-Titel-Rezension unumgänglich:
1. Bei Hempels unterm Bett
Herrlich hämischer Einblick in ein erfundenes - aber durchaus mögliches Spießerleben, kongenial arrangiert.
2. In diesem, unsrem Lande
Mey goes Country(!) und beklagt auf etwas platte Art die Zustände hierzulande. Geht so.
3. Das letzte Abenteuer
Mey und die Fliegerei, ein alter Hut. Nicht schlecht für den der's mag.
4. Die Body-Building-Ballade
Mal etwas zum Schieflachen aus der Muskelküche. Nur war die EAV mit "Copacabana" etwas schneller.
6. Aller guten Dinge...
Noch etwas zum Thema Kinder. Seit "Menschenjunges" immer wieder gern genommen, zumal dies nicht das schlechteste seiner Sorte ist. Nicht weltbewegend aber flott und unterhaltsam.
9. Die Mauern meiner Zeit
Eindringlicher Text über die Vergänglichkeit, perfekt musikalisch umgesetzt, treibt Eisblöcken Tränen in die Augen. Eines seiner besten.
10. Lulu
Was bitte ist das?? Nichts gegen die Freude am Kind, aber dieses oberpeinliche Machwerk ist in der Badewanne oder auf Feiern im engsten Familienkreise besser aufgehoben. Hätte nie veröffentlicht werden sollen!
12. Die Eisenbahnballade
Wieder eines der besten Lieder von Reinhard Mey. Grandios, wie er es schafft trotz sparsamer Instrumentierung über 10 Minuten die Spannung zu halten. Eine Geschichte, die gefangen nimmt, und ferner beweist, dass Mey nicht nur das Flugzeug als Fortbewegungsmittel nutzt und besingt.
Alles in allem: Man kann dieses Album empfehlen, sollte "Lulu" aber tunlichst wegskippen.


PopArt - The Hits (Limited Edition)
PopArt - The Hits (Limited Edition)
Wird angeboten von Discover Music
Preis: EUR 47,50

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig armselig, 25. November 2003
Nun kann man 12 Jahre und 4 Alben nach "Discography" eine neue Best-Of durchaus tolerieren, ohne gleich von Overkill zu sprechen. Zudem haben die Pet Shop Boys an der Musikgeschichte entscheidende Kapitel mitgeschrieben. Aber hier gibt es ein paar wesentliche Haken:
1. Ein armseliges Faltblatt mit ein paar Fotos und Song-Credits. Selbst "Discography" hatte da mehr zu bieten. Und da die Jungs mit den Remaster-Editionen der Originalalben und den dazugehörigen fetten Booklets die Maßstäbe selbst gesetzt haben, ist es nur fair, diese dann auch anzulegen.
2. Warum "Heart" in der Album- und nicht in der Single-Version enthalten ist, erschließt sich mir nicht.
3. Der "Video Edit" von Suburbia streckt die Single-Version um eine (überflüssige) Minute.
4. Das leidige Kopierschutz-Thema mitsamt absichtlich gestreuter Datenfehler und diversen Abspielproblemen. Für PC-User gibt es wie immer komprimierte Soundfiles, eine Datenrate von 48 kBps darf aber getrost als Frechheit gelten.
CD Nr. 3 - Mix ist Geschmackssache. Man muss sich darauf einlassen wollen.
3 Sterne, da zweifellos großartige Musik - wenn auch in unangemessener Präsentation. Wer sich nur am Kopierschutz stößt, kann zur UK-Variante greifen.


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