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E. Bruns
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Wenn das Herz nicht mehr Schritt hält: Herzinfarkt: Der Sturz aus dem Leben und mein Weg zurück
Wenn das Herz nicht mehr Schritt hält: Herzinfarkt: Der Sturz aus dem Leben und mein Weg zurück
von Karl-Heinz Föste
  Broschiert
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch!, 1. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Koronare Herzkrankheiten sind nach wie vor die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Schon allein deshalb ist die Beschäftigung damit sinnvoll. Wenn, wie im Falle dieses Titels, die Auseinandersetzung nicht wissenschaftlich-abgehoben auf der Basis von Statistiken oder allgemein gehaltenen medizinischen Darstellungen erfolgt, wird es umso wichtiger, sich dem Thema zu stellen.

Vorliegend schildert ein Betroffener, wie er langsam, unbemerkt, also "schleichend", Opfer der Krankheit geworden ist. Die Schilderungen sind lebensnah geschrieben und von bemerkenswerter Offenheit geprägt. So wird rasch spürbar, dass "es" im Prinzip jeden von uns "erwischen" kann. Der Autor reflektiert, teils rückblickend, wo er sich anders hätte verhalten können und müssen. Er macht deutlich, welch einschneidende Beschränkungen in der Lebensführung mit einer Erkrankung des Herzens einher gehen.

Dass viele, teils auch nicht offensichtliche, Faktoren zur Entwicklung einer ernsthaften Erkrankung beitragen, wird in diesem Buch ebenso thematisiert, wie die Reaktionen auf erste Symptome, die zum jeweiligen Zeitpunkt ebenso unumgänglich sind, wie sie zunächst harmlos erscheinen.

Zwei Co-Autoren, der eine Kardiologe, der andere Psychologe, ergänzen die einzelnen Kapitel. So wird im Buch nicht das Leiden eines Einzelnen ausgebreitet, ohne daraus allgemeingültige Erkenntnisse abzuleiten. Stattdessen kommentieren die Experten in jeder Phase Ursachen und Wirkungen von Symptomen und schildern verständlich und konkret, wie diese entstehen konnten, warum die jeweiligen Maßnahmen nötig waren und welche Alternativen es gegeben hätte, Herzprobleme zu vermeiden oder rechtzeitig zu behandeln.

Die Erkenntnis für mich als Leser, dass es sogar nach Auftreten der Herzschwäche möglich gewesen wäre, die beim Autor aufgetretenen Verschlimmerungen (bis hin zu einer Bypass-Operation) zu vermeiden oder abzumildern, stellt eine zentrale Erkenntnis dar. Die ungebremst positive Einstellung, die der Autor durchgehend zeigt, sein Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen, sind beispielhaft.

So dient dieses Buch für Betroffene (vermutlich) als Trost: Es geht weiter, so lange das Herz noch schlägt. Und es kann, wenn "man" sich am Boden wähnt, auch wieder aufwärts gehen. Und für mich als (zum Glück bisher) nicht Betroffener lautet die Botschaft: Sei achtsam! Gönne Deinem Körper gute Behandlung. Höre auf die Signale des eigenen Organismus. Und: Sag' laut "ja!" zum Leben und zu jedem schönen Tag.

Die eigene Familie wird in diesem Zusammenhang ebenfalls als Betroffene beschrieben, weil plötzlich Verlustängste hochkommen. Dass zusätzlich der Herzkranke besondere Rücksicht braucht und als selbstverständlich angesehene Beiträge zum "Funktionieren" des Mikrokosmos, in dem die direkten Blutsverwandten sich bewegen, nicht mehr leisten kann, ist nur eine Seite der Medaille. Der Autor lässt beim Lesen keinen Zweifel daran, dass diese Familie gleichzeitig eine wichtige Stütze ist. Vertrauen, Liebe und Verständnis sind mindestens so bedeutsam, wie Medizin und chirurgisches Expertenwissen, um mit einer Belastung, die täglich viele Tausend Menschen neu erfahren müssen, umgehen zu können.

Ein lehrreiches Buch - und eines, das die Augen (wieder) öffnet für die - manchmal vermeintlich sehr kleinen - Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind. Weit jenseits von ehrgeizigen Zielen, abstrakten Rollenerwartungen und anonymen Anforderungen, die unsere Gesellschaft an uns stellt.

Einfach mal innehalten, die Perspektive wechseln und sich bewusst machen, was in uns und um uns herum gerade passiert. Wer hätte gedacht, dass der erste Schritt zur Prävention so einfach ist. Und so entscheidend!

Ein Buch also, das Mut macht...


Skyline
Skyline
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 11,13

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfassbar... unfassbar schlecht!, 31. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Skyline (DVD)
An diesem Film stimmt einfach nichts! Und das ist eigentlich unmöglich, arbeiten doch zahlreiche Menschen, von denen einige vermutlich sogar Profis sind, an so einem Projekt mit. Auch im Nachspann werden reichlich Leute aufgezählt, die mit Drehbuch, Kamera, Maske, etc. befasst waren.

Weshalb dann trotzdem so ein wirrer Film entstehen konnte, ist mir völlig unverständlich.

Es geht - wieder mal - um eine Alien-Invasion der Erde. Die Hauptdarsteller werden zu Beginn kurz vorgestellt und schon dabei stellt sich die Frage, wie ein "Durchschnittspärchen" und ein Unterwelt-Hai nicht nur zusammen kommen konnten (so was kann ja z.B. auf gemeinsame Schulzeiten zurückgehen) sondern offenbar auch richtig dicke Kumpel sind.

Schon am Morgen nach der Party, zu der der zwielichtige Freund eingeladen hat, ist die Welt eine andere, weil Außerirdische angefangen haben, Menschenmassen mit Licht gewordenen Energiefeldern wie mit einem gigantischen Staubsauger in ihre (an Independence Day erinnernde) Raumschiffe zu saugen. Schock und Entsetzen bei den Protaginisten. So weit, so gut.

Was dann aber kommt, spottet jeder Beschreibung. Sonden der Aliens können jede Bewegung in einem Gebäude erkennen, so lange diese hinter einem Fenster passiert (wovon das Penthouse des äh… Geschäftsmannes reichlich hat) – auch aus großer Entfernung. Töne hingegen scheinen die Kollegen nicht wahrnehmen zu können, denn teilweise brüllen sich die "Eingeschlossenen" gegenseitig an, und nichts passiert.

Man beschließt (natürlich), die Stadt zu verlassen. Das soll im Sportwagen des Großen Gönners passieren. Doof nur, dass die Aliens auf Bewegungen reagieren… Was folgt, sind gestelzte Konflikte der Schicksalsgefährten untereinander, ab und zu eine Durchhalteparole und wildes Gerenne hin und her.

"Lass' uns aus der Stadt flüchten – oder doch nicht?" "Wir müssen aus diesem Glaskasten 'raus… Ach nee, hier isses doch sicher."

Die Armee greift ein… und vergeigt. Das ganze so belanglos inszeniert und so schnell vorbei, dass ich mich beim Zusehen fragte: War da was?

Das Schlimmste aber ist das Ende des Films: Es ist nämlich ähnlich dem Finale von "District 9" gestrickt. Zwar schlecht kopiert, aber mit einer furchterregenden Perspektive: Das Filmende lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen!!!

Drittklassige Schauspieler, hölzerne Dialoge, mittelmäßige Stunts und schlecht komponierte Musik – da stimmt so ziemlich nichts.

Dann doch lieber eine Alien-Invasion im wahren Leben. Pfui Deibel.


Perry Rhodan 2716: Das Polyport-Desaster (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2716: Das Polyport-Desaster (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

3.0 von 5 Sternen Muss auch mal sein..., 4. März 2014
Eigentlich ein faszinierender Roman, den Wim Vandemaan hier abliefert. Da ist alles drin, was den kosmischen Überbau spüren lässt - also das, was Rhodan-Fans allgemein als den "Sense of Wonder" feiern:

Ein Raumschiff hängt zwischen den Dimensionen (und den Epochen) fest, die Zeit dehnt sich und schrumpft, während Perry Rhodan durch das Polyport-Netz reist, eine geheimnisvolle Rasse aus diesem interdimensionalen und transtemporalen Nirwana nimmt den Kontakt auf. Toll, oder?

Ich antworte mir selbst: Teils, Teils! Amüsant war der Kontakt zwischen Perry und einem Raumschiffs-Kommandanten, der ihn überschwänglich als "Großadministrator" begrüßte. Creepy waren die Folgeerscheinungen der Polyport-Fehlfunktionen, aber da wurde es aus meiner Sicht auch schon kurzatmig: Ich mochte noch nie Stories, in denen durch irgendeinen wundersamen Einfluss (hier: Zellaktivator) ein Alterungsprozess gestoppt und umgekehrt wurde. Hat für mich bei Star Trek nie funktioniert (und da waren dann auch noch die Masken scheußlich schlecht) und funktioniert für mich hier auch nicht.

Außer dem heldenhaften Blick des Raumschiff-Kommandanten über den Horizont hinaus bleibt irgendwie auch das Schicksal der WIZARD OF OZ nur eine Episode, die mich nicht sonderlich berührt hat. Und diese merkwürdigen Wesen, die bei der Bereinigung der Situation geholfen haben? Tja, vielleicht begegnen wir diesen im weiteren Zyklusverlauf auch wieder - an unerwarteter Stelle und wieder als letzte Rettung in größter Not?

Und vielleicht wird auch die gemeinsame Vision, die Perry und Bostich ganz kurz bei einem "konspirativen Treffen" besprechen (das Projekt von San) uns am Ende wieder begegnen. Dafür wäre dann in diesem Band eine gute Saat ausgebracht. Aber auch hier gilt wieder: Als selbstständiger Band eines Romanzyklus ist dieser hier für mich nur mäßig gelungen.

Was bleibt? Das Polyport-Netz ist abgeschaltet, und der Schattenmaahk Pral hat eine Theorie zur Funktion des Netzes entwickelt, die viel mit der Lebensenergie der Reisenden zu tun hat. DAS allerdings klingt spannend und macht neugierig auf die Antwort zur Frage: Stimmt das? Und wenn ja: Was heißt das?

Also: Nicht schlecht!


Perry Rhodan 2715: Einsatz im Polyport-Hof (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2715: Einsatz im Polyport-Hof (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

5.0 von 5 Sternen Rote Schiffe, rote Ohren, 19. Februar 2014
Bei meiner Rezension zum direkten Vorgängerroman, "Das Ultimatum der Onryonen", habe ich bemängelt, dass dieser nicht aus dem Knick kam, obwohl zahlreiche interessante Ansätze angetippt wurden. Das hatte bei mir die Hoffnung auf ordentlich Schwung in der Bude genährt. Der Enttäuschung darüber, dass der Roman quasi kurz vor dem Höhepunkt der Spannung zuende war, setzte ich meine Hoffnung auf den Folgeroman entgegen.

Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht! Dieser zweite Uwe Anton-Roman in Folge rockt von Anfang bis Ende. die Onryonen warten auf die Umsetzung ihres Ultimatums und sind mit einigen Schiffen im Gatamyz-Sektor präsent. Das Team um Ronald Tekener erreicht den Polyport-Hof, den Ausführungsort ihres USO-Auftrags – aber wie? Das Polyportnetz dreht immer mehr durch. Wird es vom Atopischen Tribunal sabotiert? das USO-Team verliert wichtige Zeit bei der Reise ans Ziel und erreicht dieses mit heftigen Beeinträchtigungen an Körper und Seele. Allein das scheint den Erfolg des Unternehmens zu gefährden. Und dann sind da noch die Mitglieder des "tefrodischen Mutantenkorps", die die richtigen Schlüsse aus den seltsamen Vorgängen an den Transferkaminen schließen, und dem "Smiler" und seinen Leuten das Leben schwerer machen, als es durch ihre Wehwehchen ohnehin schon ist.

Jedes Teammitglied leidet auf seine Weise unter den Folgen des "Transportschadens", bis hin zu Halluzinationen, die durch starke Medikamente ausgelöst werden, und die Mission weiter gefährden. Uwe Anton spielt geschickt mit der schieren Größe eines Polyport-Hofes und der notorischen Unterbesetzung der Tefroder, die dieses Riesengebilde so kurz nach der Übernahme einfach nicht komplett kontrollieren können.

Immer wieder habe ich mit den Figuren gebangt, weil die diversen gegnerischen Interventionen und eigene Beschränkungen in Ausrüstung und Möglichkeiten das eigentlich eher simple Unternehmen zum Scheitern zu bringen drohten. Der Autor lässt seine Figuren über weite Strecken Schach spielen – mit Täuschungsmanövern, ausgelegten Ködern, taktischen und politischen Tricks, um vor dem Gegner oder den übrigen Parteien auf der galaktopolitischen Bühne möglichst gut dazustehen, und mit ein paar technischen Gimmicks. So umkreisen sich die Gegner immer wieder, niemand kommt so richtig an den anderen heran, immer wieder müssen Pläne geändert oder improvisiert werden, müssen die Teams der USO und der Tefroder mit Überraschungen umgehen und sich mit, na sagen wir, sehr speziellen Vorgesetzten herumschlagen.

Das Ergebnis ist einfach: Brillant! Spannend von vorn bis hinten, trickreich, athmosphärisch stark und, die Fremdvölker mögen mir den Ausdruck nachsehen, menschlich in der Schilderung der Personen, ihrer Handlungen und der moralischen Folgen. Und der Knalleffekt am Ende ist auch stark, wenngleich zu erahnen war, was passieren könnte.

Auf dieser Basis freue ich mich umso mehr auf die weiteren Erzählungen. Das Staffelholz übernimmt für den nächsten Roman Wim Vandemaan. Was wird er liefern? Ein weiteres Anschwellen der rasanten Action-Lawine, die da losgetreten wurde? Ein philosophisches Intermezzo? Eine perfekte Melange davon? Ich bin gespannt.


Perry Rhodan 2714: Das Ultimatum der Onryonen (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2714: Das Ultimatum der Onryonen (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

3.0 von 5 Sternen Fantastisch - mit langem Anlauf!, 18. Februar 2014
Uwe Anton bringt Ronald Tekener zurück in die Handlung. Schon mal gut. Und bevor der Smiler zur Tat schreitet, erleben wir, wie die Tefroder in der von ihnen eroberten Station des Polyport-Systems eine seltsame Entdeckung machen, bei der ein rätselhaftes Artefakt die Hauptrolle spielt. Auch gut.

Dass die Tefroder dabei ihr Verhältnis zu den vorherigen Betreibern der Station, den Jülziish, ansatzweise überdenken, macht auch Freude. Da werden die Figuren nicht nur instrumentalisiert, um die Handlung voran zu bringen, nein, sie werden wahrlich zum Leben erweckt. So weit, so (immer noch) gut. Und dass die große galaktische Politik im Hintergrund auch nicht aus den Augen verloren geht, bildet den größeren Rahmen. Da werden die Arkoniden in die Überlegungen einbezogen, und die weiteren Schritte des atopischen Tribunals bleiben im Fokus. Auch die Beobachterin des Galaktikums, die schon vor einigen Bänden beschriebene Kommandantin Anna Patoman, spielt wieder mit. Ihre Rolle bleibt, wie sie war. Zum Abwarten verdammt, im Hintergrund stehend. Es werden also zahlreiche Fäden aufgenommen und weiter gesponnen. Zumindest ein bisschen.

Aber dann...

All die guten Ansätze... bleiben Ansätze. Hier rächt sich wieder mal die Technik der Redaktion, einen Handlungsbogen auf (mindestens) zwei Bände zu verteilen. Erst ganz am Ende des Romans geht Tekener mit einem kleinen Team auf seine Expedition nach ITHAFOR-5, die jetzt WOCAUD genannt wird, und mit der Ankunft am eigentlichen Handlungsort endet dieser Roman. Okay, es wird gleich im Folgeband nahtlos weiter gehen, aber insgesamt fehlt mir das wohlige Gefühl, den Roman nach der letzten Seite zuzuklappen und mit einem zufriedenen "Wow" das Lesen zu beenden. Da bleiben die Fragen nach dem "Und nun?" unbeantwortet und werden auf den nächsten Band vertagt.

Das steigert einerseits die Erwartungen an Band 2715, andererseits kann der vorliegende Band 2714 einfach nicht für sich überzeugen. Da hilft auch nicht die verständnisvolle Erkenntnis, dass ja irgendwie 100 Bände des aktuellen Zyklus gefüllt werden wollen und das Echo vergangener Frust-Erlebnisse, das gern mit dem Attribut "Füllband" überschrieben wurde, versucht, sich breit zu machen.

Der bisherige Zyklusverlauf lässt zwar hoffen, dass dies nicht mehr als ein Echo bleiben wird, aber es ist doch unbefriedigend. Irgendwie. Na ja, Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, aber zur Gewohnheit sollte das meiner Ansicht nach besser nicht werden. Ist das als Drohung zu verstehen? Nein, aber als Herzenswunsch, nicht nur für den Folgeband.

Dass Uwe Anton "es" kann, nämlich Spitzenstories zu liefern, wissen wir ja. Nur verbirgt er dieses Talent hier geschickt. Ähem...


Perry Rhodan 2713: Im Wolkenmeer (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2713: Im Wolkenmeer (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

4.0 von 5 Sternen (größten)teils heiter, teils wolkig, 18. Februar 2014
Christian Montillon ist bekannt dafür, vor allem exotische Lebewesen einfühlsam darzustellen, auch als Action-Schreiber taugt der Mann.

Und beides verbindet er im vorliegenden Heftroman gekonnt, wenn auch nach gemächlichem Start.

Es geht um die "Führungsspitze" des lunaren Widerstands, die sich, verstärkt durch jene Terraner, die mit Perry Rhodan zum Mond gekommen, aber länger geblieben sind, aufmachen, endlich die wahren Motive der Onryonen zu enttarnen. Ein kleines Team bricht auf ins Mare Nubium, um herauszufinden, was das Atopische Tribunal und dessen Abgesandte dort treiben. Dabei sind die Motive der Expeditionsteilnehmer durchaus gemischt. Von wissenschaftlichem Eifer über dem Drang, alles zu tun, um Luna zu befreien, bis hin zu kaum gezügelter Zerstörungswut ist alles dabei.

Dass dem Team der perfekte Jäger in Gestalt von Leza Vlyoth im Nacken sitzt, ohne dass das jemand der Betroffenen weiß, ist das Salz in der Suppe. Aber wenn die Suppe, wie hier in einigen Abschnitten geschehen, zu sehr gestreckt wird, schmeckt sie trotz Salz auch zwischendurch mal fade. So zieht sich meiner Ansicht nach die Fahrt zum Ziel länger dahin, als verständliche Tarnung erforderlich machen würde. Und auch die ersten Einsichten in Leben, Werk und Gedanken einer neuen, sich sehr von menschlichem Verständnis unterscheidenden Rasse von Technikern, die den Atopen zuarbeiten, ist zunächst schräg.

Obwohl ich gut damit umgehen kann, beim "ersten Kontakt" mehr verwirrt als aufgeklärt zu werden, so möchte ich doch im weiteren Verlauf der Annäherung zwischen Leser und Figur, für die der Autor nun mal zuständig ist, mein Leseinteresse eher aus Erkenntnis denn aus Rätseln gewinnen. An dieser Stelle überspannt der Autor m.E. den Bogen diesmal etwas.

Wenn aber die eigentliche "Action" erstmal losgelassen wird, gibt's wirklich kein Halten mehr. Da fliegen die Fetzen, ich bange mit den Protagonisten, einer davon sorgt - eher unfreiwillig - für die Extraportion Drama und am Ende gibt's auch für den perfekten Jäger eine perfekte Überraschung.

Und weil die Rhodan-Autoren sich heutzutage große Mühe geben, ihre Schilderungen in sich schlüssig zu gestalten, blieb mir beim Lesen (okay, ich hab's nur einmal gelesen und nicht noch ein zweites Mal "kontrolliert") auch erspart, über Krater in der Logiklandschaft zu stöhnen. Die Zeiten sind offenbar vorbei. Gut so!

Ergo: Beinahe ungetrübtes Lesevergnügen. Deshalb "heiter" - nicht, weil ich den Eindruck hätte, eine Komödie präsentiert bekommen zu haben. Passt.


Perry Rhodan 2712: Die Attentäter von Luna City (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2712: Die Attentäter von Luna City (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fahrig und richtungslos, 11. Februar 2014
Schon vor drei Bänden (2709: Der perfekte Jäger) musste ich mich durch einen Roman arbeiten, an dessen Ende ein schaler Nachgeschmack blieb, weil in diesem Werk manche Entwicklungen ihren Anfang nahmen, aber alles zuende war, bevor es richtig losging. Die selbe Stimmung bleibt für mich auch als Fazit aus dem hier besprochenen Roman – mit einem riesigen Unterschied: Die geschilderte Story kommt so träge und unwichtig daher, dass ich mich frage, wofür die geschilderte Handlung wohl gut sein soll.

Da agiert die im Kern ehrbare, ethisch tadellose und kühl überlegende Führung des lunaren Widerstandes. Aber alles, was sie tut ist, so etwas wie ein touristisches Rahmenprogramm für die Besucher von Terra (Shanda Sarmotte, Toufec und Fionn Kemeny) auf die Beine zu stellen. Ein wenig hier umschauen, etwas dort planen und zum Schluss das Orakel in Form der Tochter von NATHAN, dem guten alten Mondgehirn, befragen. Zweck? Unklar!

Eine Splittergruppe des Widerstandes sticht der Hafer, "man" will endlich Action sehen und plant mal eben ein Attentat. Machbar? Eher nicht!

Und mittendrin der "perfekte Jäger" Leza Vlyoth, der mal wieder eine andere Person similiert und, weil auch seine Vorgesetzten seiner Meinung nach zu lange zu untätig waren, den Widerstand aufmischen will. Spannend? Nö!

Was dann kommt ist – wenig! Ein Attentat, dessen Vorbereitung und Durchführung so detailarm und uninteressant geschildert wird, dass es mir egal war, wie es ausgeht. Eine Anführerin des Widerstandes, deren private Probleme mehr Raum einnehmen, als meiner Geduld gut tut. Und ein Jaj, dessen Aktivität einen derartigen Bruch zu der in den bisherigen Bänden geschilderten Geradlinigkeit und Härte bilden, dass ich mich gefragt habe, ob Marc A. Herren die Vorgängertexte beim Schreiben überhaupt kannte.

Das ganze gekrönt von einem einleitenden Handlungsfaden, der, statt einen "Aha-Effekt" ob einer Sicherheitslücke im Sol-System zu erzeugen, nur überflüssig wirkte. Sowohl im Grad der Detaillierung wie auch in der Bedeutung für den laufenden Roman.

Ein Text, der inhaltlich schwach und handwerklich fast noch schwächer daher kommt. Wechsel der Handlungsorte in unspannenden Momenten, keine Spannungssteigerung in der Sprache, bevor so ein Wechsel erfolgt, und insgesamt eine blasse Darstellung – sogar jener bedeutungsvollen Elemente der Techno-Architektur, mit der die Onryonen unseren guten alten Mond mehr und mehr überziehen.

Da musste ich schon sehr genau "hinlesen", um die versteckten Hinweise zu entdecken, die womöglich die Handlung in kommenden Stories beflügeln könnten.

Am Ende gibt's von mir drei Sterne ("nicht schlecht"), aber das auch nur, weil ich hoffe, dass dieser Band 2712 eine ähnliche Funktion für die Folgebände hat, wie 2709 für dessen Nachfolger – und die waren aus meiner Sicht ein Hit. Ohne diesen Bonus blieben bestenfalls zwei Sterne ("gefällt mir nicht"), denn so ist es: Hauptfiguren, die teilweise ihrer bisherigen Handlungsweise zuwider agieren. Nebenfiguren, die entweder gleich sterben oder in der Bedeutungslosigkeit versinken. Und eine Handlung, deren Richtung mir ein Rätsel bleibt.

Na ja, manchmal sind ja die Lösungen viel besser, als das Rätsel, und die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zum Schluss.


Perry Rhodan 2711: Falle für den Jäger (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2711: Falle für den Jäger (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schach, Go, oder einfach nur genial?, 5. Februar 2014
Wo der Vorgängerband aufhört und mich als Leser atemlos zurück lässt, setzt der neue Roman von Leo Lukas an.

Nach einer kurzen Spannungs-Delle, die nötig war, um zu beschreiben, wie Rhodan und seine Getreuen die KRUSENSTERN aufrüsten, geht es sofort weiter mit Tempo und Hochspannung:

Perry eilt seinem alten Freund Icho Tolot zur Hilfe, ohne zu wissen, auf was für einen Gegner er sich hier einlässt. Allein dieses Unwissen und die Möglichkeiten des Jaj-Jägers sorgen für ordentlichen Thrill. Und auch im neuen Band bleibt das Tempo ebenso hoch, wie bei der "Haluter-Jagd" (PR 2710).

Mit List und Tücke bekämpfen sich Vlyoth und Rhodan, versucht einer den anderen auszutricksen. Rhodan will Tolot aus den Händen des Jägers befreien, der Jäger die Gunst der Stunde nutzen und Rhodan gleich mit einfangen. Die Schilderung der Tricks, der Manöver und der Ideen, mit denen die Kontrahenten ihre jeweilige Situation verbessern und den anderen an der Nase herum führen wollen, ist ein weiteres Mal sehr gelungen.

Bodenständiges Weltraumabenteuer in bester Manier, bei dem nicht die Größe der Kanonen, sondern die Cleverness der handelnden Personen wichtig ist. Und wieder bleibt es bis zum Schluss packend.

Einziges "Manko" dieser Story: In der Vorschau auf den kommenden Roman ist zu lesen, dass der Handlungsort im Band 2712 ein anderer sein wird.

Das können die doch nicht machen, die Autoren... Doch, sie können. Und bei diesem Niveau bin ich optimistisch, dass es auch auf Luna fesselnd weiter gehen wird.

So ein Spaß...


Perry Rhodan 2710: Haluter-Jagd (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2710: Haluter-Jagd (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katz und Maus - in seeehr, seeehr groß!, 5. Februar 2014
Was ich beim vorherigen Roman noch bemängelt habe, dass nämlich "nur" die Bühne bereitet wurde, der Roman aber endete, bevor das Drama beginnen konnte, ist hier im Übermaß vorhanden. Hubert Haensel schildert packend, wendungsreich und sehr intelligent, wie Leza Vlyoth, der ultimative Jäger im Auftrag des Atopischen Tribunals, Icho Tolot, einen der engsten Freunde Perry Rhodans, jagt.

Es macht geradezu beklemmend Freude zu sehen, wie zwei Kontrahenten, die gleichermaßen mit hoher Intelligenz wie taktischem Geschick ausgestattet sind, einander umkreisen. Wie sich die Schlinge immer enger um den (eigentlich ja nicht vorhandenen) Hals Tolots legt und wie in einem atemberaubenden Showdown die Würfel fallen und die Jagd zuende geht.

Brillante Unterhaltung, clevere Wendungen, für mich ohne erkennbare logische Fehler. Das Ganze auch noch hochwertig geschrieben und in ein Umfeld gesetzt, das ebenso geheimnisvoll wie faszinierend gezeichnet wird - DAS ist ein Perry Rhodan-Roman nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern m.E. auf dem höchsten Niveau, das die Serie in literarischer Hinsicht jemals erreichen konnte.

Toll!


Perry Rhodan 2709: Der perfekte Jäger (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2709: Der perfekte Jäger (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll geschrieben, aber belanglos... oder?, 30. Januar 2014
Ein ganzer Roman, der nicht mehr "bringt", als einen neuen Charakter, einen richtig fiesen und total gefährlichen Jäger, einzuführen? 64 Seiten, in denen nur geschildert wird, wie er sich auf seinen Jagdauftrag vorbereitet, Ausrüstung beschafft und einen Partner findet und ausbildet?? Und der Roman endet, bevor die eigentliche Jagd beginnt???

Zu Beginn fühlte ich mich an einen Klassiker der modernen Literatur erinnert: "Der Schakal" von Frederik Forsyth. Auch dort wird akribisch geschildert, wie der Protagonist das Attentat auf den französischen Staatspräsidenten vorbereitet, Spuren verwischt und sich seiner Beute annähert. Im Unterschied zu jenem Buch endet allerdings der vorliegende Roman nach erfolgter Annäherung. Gut, im Folgeroman wird die Handlung sofort weiter geführt, aber für mich bleibt die Frage, ob der Charakter des Jägers eine so bedeutende Rolle im weiteren Zyklus übernehmen wird, dass eine derart aufwändige Präsentation sinnvoll ist.

Davon abgesehen, schreibt Susan Schwartz - wie nicht anders zu erwarten - eine flotte, griffige Geschichte mit diversen, teils humorigen, teils "menschelnden" Seitenhieben. Der Jäger kommt so skrupellos daher, wie es sich für seinen Berufsstand gehört, die Entwicklung seines Gehilfen wird plausibel, wenn auch hier und da sehr übereilt, geschildert. Insgesamt also, was den Lesespaß angeht, ein weiteres Highlight des neuen Zyklus.

Was nun den Inhalt angeht, war ich zunächst bereit, wegen der unklaren weiteren Entwicklung mein Gesamturteil von "gefällt mir sehr" (5 Sterne) auf "geht so" (3 Sterne) abzuwerten. Ich war einfach enttäuscht darüber, dass auf der Handlungsebene so wenig passiert ist. Viel Hintergrundinformation, aber sonst "außer Spesen nix gewesen". Und das mir, wo für mich mit Blick auf unterhaltsame Sci-fi-Literatur das gute alte Arnold Schwarzenegger-Prinzip "I want Äktschn" greift...

Vertrauen in die Langfristplanung des Exposé-Teams scheint aber berechtigt, und ich hoffe, dass uns der Jäger noch ein Weilchen durch den Zyklus begleiten wird, womit der ganze Aufwand angemessen wäre. Darum finde ich einen Stern Abzug ("gefällt mir") wegen der unklaren weiteren Entwicklung und dem geringen Handlungsfortschritt okay, und wegen Susis Starker Schreibe sowieso.

Auf zur "Haluter-Jagd"...


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