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Rezensionen verfasst von
Markus Doer

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Mozart, Wolfgang Amadeus - Le nozze di Figaro
Mozart, Wolfgang Amadeus - Le nozze di Figaro
DVD ~ Rodney Gilfry
Preis: EUR 20,23

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Auffuehrung, 16. Dezember 2002
Musikalisch liefern John Eliot Gardiner und 'The English Baroque Solists' eine meisterliche Darbietung. Die Oper ist spritzig und erfrischend dirigiert, ganz und gar passend zum Inhalt.
Die Besetzung ist durchweg akzeptabel. Bryn Terfel gibt einen soliden Figaro, der mit angenehmen Bariton singt, man hat jedoch den Eindruck, dass er sich nicht gegenueber dem Orchester durchsetzen kann. Vermutlich liegt es mehr an der Abmischung zwischen Stimmen und Orchester. Besser zur Geltung kommt Rodney Gilfry, der ueberzeugend den luesternen Grafen singt und spielt.
Die einzige wirklich herausragende Stimme ist die von Alison Hagley. Sie spielt die Rolle der Susanna ungewoehnlich sympatisch und ist auch stimmlich ein absolutes 'Highlight'. Ihr gesamtes Auftreten hebt das erotische Element in dieser Oper hervor, was man ausser von ihr vielleicht nur noch vom Grafen behaupten kann.
Die Nebenrollen sind weniger stark besetzt und fallen im Vergleich zu den Hauptfiguren etwas ab.
Sehr gewoehnungsbeduerftig ist die spartanische Ausstattung des Buhnenbildes. Als konservativer Opernliebhaber haette ich mir eine barocker wirkende Inszenierung gewuenscht. Immerhin verzichtet der Buehnenregisseur auf modernen Firlefanz, so dass das Auge des Betrachters voll auf die Akteure gelenkt wird.
Technisch betrachtet ist die DVD auf dem neuesten Stand (ohne Dolby 5.1). Digitaler Stereoklang ist bei einer Oper ausreichend und die Tonqualitaet ist erstklassig. Ebenso laesst das Videobild keine Wuensche offen, was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Buehnenausleuchtung und effektiven Kamerafuehrung liegt.


Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
DVD ~ Brian Large

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Meistersinger gesungen von Meistersingern, 21. November 2002
Es ist nicht einfach eine Opernauffuehrung zu bewerten, die nahezu keine Schwachstellen aufweist. Selbst nach pedantischem Suchen wird man nicht fuendig.
Der Klang des Orchesters der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Rafael Fruehbeck de Burgos ist detailliert, warm, immer mit den richtigen Tempi und nie die Saenger uebertoenend. Das Buehnenbild von Peter Sykora ist sehr ansprechend, ohne Uebertreibungen aber auch nicht zu spartanisch, wobei am Beginn und am Ende die Silhouette von Nuernberg im Hintergrund zu sehen ist. Es strahlt eine gewisse Gemuetlichkeit aus, die einem hilft sich zurueckzulehnen und die grosse musikalischen Darbietung zu geniessen.
Der vielleicht einzige Abstrich ist, dass nach der Ouvertuere die Silhouette von Nuernberg in das Bild des zerbombten Nuernbergs von 1945 uebergeht, etwas das in einer klassischen Oper nichts zu suchen hat, auch wenn man es als Hinweis verstehen mag, dass dies das Resultat von uebertriebenem Nationalismus ist und die Meistersinger ein solches Element verkoerpern.
Doch zurueck zur Musik, obgleich sich die Oper ungemein vieler Solisten bedient, alle Positionen sind ausnahmlos stark besetzt. Ganz ueberragend Wolfgang Brendel der ungemein stimmgewaltig den pragmatischen und unkonventionellen Meistersinger Hans Sachs verkoerpert. In seiner Darstellung kommt deutlich zum Ausdruck, dass Hans Sachs nur darauf gewartet hat dem unbedarften aber genialen Saenger Walther von Stolzing (Goesta Winbergh) zu begegnen, um zusammen mit ihm der Meistersinger Gilde neues Leben einzusingen. Aus diesem Grunde ergaenzen sich nicht nur die beiden Figuren der Oper sondern auch ihre Darsteller ausgezeichnet. Ebenso glaenzend besetzt die Rolle von Sachs Gegenspieler Sixtus Beckmesser. Eike Wilm Schulte singt nicht nur grossartig, er zeigt auch ansprechende schauspielerische Talente, die den Szenen ein gewisses humoristisches Element beifuegen und den Beckmesser nicht so unsympatisch erscheinen lassen wie von Wagner erdacht. Zuletzt sei noch Eva Johansson hervorgehoben, welche die Eva singt, sehr schoene klare Stimme, emotional und engagiert eingesetzt, der richtige Kontrapunkt zu den maennlichen Hauptfiguren.
Die technische Seite dieser beiden DVD's ist sowohl was die Bild- als auch die Tonqualitaet angeht exzellent. Voller Stereoklang, die richtige Abmischung von Stimmen und Orchester und eine hohen Bildaufloesung bei idealer Buehnenausleuchtung tragen auch hier zu dem gelungenen Gesamtbild bei.
Fazit: Ein Muss fuer jeden Wagner Liebhaber!!


Weber, Carl Maria von - Der Freischütz
Weber, Carl Maria von - Der Freischütz
DVD ~ Wolfgang Rauch
Preis: EUR 32,74

37 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Musik - Grauenvolle Inszenierung, 11. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Weber, Carl Maria von - Der Freischütz (DVD)
Die musikalischen Darbietungen, sowohl des Orchesters als auch der Saenger entsprechen ganz dem, was man von der Hamburger Staatsoper erwarten darf, hoechste Qualitaet. Ingo Metzmacher dirigiert den Freischuetz schwungvoll und dynamisch und das Orchester folgt praezise. Ebenso so zeichnen sich die Saenger durch eine gelungene Vorstellung aus. Insbesondere die Hauptfiguren Max, seine zukuenftige Braut Agathe und deren Zofe Aennchen sind ausgezeichnet besetzt.
Grauenvoll jedoch die Inszenierung, was am Ende auch vom Publikum mit Pfiffen quittiert wird. Ein undurchsichtiger Wirrwarr von modernen Requisiten die in keinem erkennbaren Zusammenhang zur Handlung stehen werden eingesetzt. Die Saenger erscheinen in einem modernen Fahrstuhl auf der Buehne und der Chor fuchtelt mit Taschenlampen herum. Ein Fernseher mit Feuer auf dem Bildschirm dient zum Kugel giessen. Wer auch darueber hinweg sehen kann wird durch die Musik voll entschaedigt, wer jedoch Wert legt auf ein ansprechendes Buehnenbild, sollte diese DVD besser nicht kaufen.
Technisch ist die DVD einwandfrei, glasklarer unverzerrter Stereoklang und eine exzellente Bildqualitaet stehen zur Verfuegung. Insgesamt ist das Buehnenbild fuer den Fernseher etwas zu dunkel geraten, aber da die Handlung vorwiegen nachts spielt ist dies wohl hinzunehmen.
Fazit: Wer Wert legt auf Musik und Saenger und ueber das Buehnenbild hinwegsehen kann ist mit dieser DVD ganz gut bedient.


Verdi - Rigoletto
Verdi - Rigoletto
DVD ~ Ingvar Wixell

59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmaliger Opernfilm, 25. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Verdi - Rigoletto (DVD)
Diese Opernauffuehrung in Spielfilmform ist ein Genuss besonderer Art, nicht nur was das Orchester und die Saenger angeht, auch die filmische Umsetzung ist ausgezeichnet.
Luciano Pavarotti ist als Herzog von Mantua in absoluter Hochfrom, musikalisch und schauspielerisch kann man unmittelbar erkennen, das er die Rolle nicht nur spielt sondern lebt. Fast noch beeindruckender ist Ingvar Wixell, welcher die zwiespaeltige Rolle des Rigoletto, zum einen als haesslicher und gehaessiger Hofnarr, zum anderen als liebvoller Vater ausgezeichnet herausarbeitet und darueber hinaus mit seinen gesanglichen Faehigkeiten Pavarotti vielleicht sogar ein bisschen ueberbietet. Einen schweren Stand hat unter diesen Umstaenden Edita Gruberova als Gilda, musikalisch schlaegt sie sich wacker, jedoch sind ihre Kleidung und Frisur etwas fehl am Platze. Fuer eine sehr positive Ueberraschung sorgt Victoria Vergara, welche Magdalena, die Schwester des Moerders singt und spielt. Ihr attraktives Auesseres und ihre gesanglichen Qualitaeten fesseln einen geradezu an den dramatischen dritten Akt. Das Duett mit Pavarotti zusammen mit dem vorhergehenden 'La donna e mobile' gehoeren zu den schoensten Operndarstellungen, die ich kenne.
Orchester und Dirigent sind tadellos ohne besonders in die eine oder andere Richtung aufzufallen, die Inszenierung als Film ist erstklassig. Der Drehort Mantua vermittelt eine so authentische und glaubhafte Kulisse, dass man meinen koennte man waere selbst dabei. Insgesamt ist der Film aus einem Guss, die Uebergaenge von einem Akt zum anderen werden optisch tadelos ueberbrueckt.
Von der technischen Seite aus betrachtet ist diese DVD ebenfalls ohne Makel, sehr gute Tonqualitaet, die richtige Abmischung zwischen Stimmen und Orchester und klare helle Bilder machen das Abspielen zu einem rundum gelungenem Opernabend.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2011 12:56 PM MEST


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