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Rezensionen verfasst von
J. Nolte

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The Women of Waterhouse: 24 Art Cards (Dover Postcards)
The Women of Waterhouse: 24 Art Cards (Dover Postcards)
von Jeff A. Menges
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,17

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade!, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin seit Jahren ein großer Fan von John William Waterhouse - ich habe bereits mehrere Bilder im Original gesehen, besitze das übrigens sehr informative Buch von Peter Trippi (http://www.amazon.de/J-W-Waterhouse-Peter-Trippi/dp/071484232X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1401430820&sr=8-1&keywords=john+william+waterhouse+trippi) sowie Poster und bilde mir daher ein, ein wenig Ahnung von den Werken zu haben. Zunächst möchte ich auch noch sagen, dass ich nicht finde, dass die Schönheit der Bilder etwas mit diesem Produkt zu tun hat. Ich vergebe dennoch zwei Punkte, da ich die Postkarten nicht missen möchte und weil der Versand schnell und tadellos war. Auch der Preis ist für die Menge nicht zu bemängeln.

Die Postkarten haben mich als Fan ziemlich enttäuscht. Es mag an der Größe legen, aber sie erscheinen mir alle unüblich dunkel, wenn ich sie mit anderen Bildern in meinem Besitz oder dem Internet vergleiche. Das hat mich doch sehr ernüchtert. Außerdem stimmt es, dass es nicht leicht ist, die Bilder sauber herauszutrennen. Selbst, wenn man vorsichtig mit der Schere an der Perforation entlang schneidet, wird es gerade zum Einband hin schwierig, keine "Zähne" oder "Zacken" zu hinterlassen.

Was mich am meisten geärgert hat, ist, dass manche der Postkarten einen unsymmetrischen Rand hatten (nicht bedingt durch das Herausschneiden, wohlgemerkt, sondern bereits vor dem Heraustrennen!). Da ist etwa der obere Rand sehr dünn und der Rand unter dem Bild deutlich breiter bzw. andersherum. Bei einem Produkt, bei dem es um Ästhetik geht, finde ich das nicht in Ordnung. Ich frage mich, ob das ein druckbedingtes Problem ist oder aber man bei der Gestaltung nicht achtsam genug war.

Ich nutze die Karten als dekorative Bilder und möchte sie nicht verschicken. Daher ist es für mich vollkommen in Ordnung, dass die Rückseite keinen Postkarten-Vordruck hat. Andere, welche die Postkarten als solche benutzen möchten, würden das womöglich anders sehen... auf so eine schöne Karte möchte man ja vermutlich auch schön gerade schreiben.

Daher möchte ich insgesamt nicht mehr als zwei Punkte geben - sehr schade!


Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
von Suzanne Collins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die erzählt werden musste, 2. April 2012
Leser meiner sonstigen Kritiken werden bemerkt haben, dass ich mit Büchern meistens sehr hart ins Gericht gehe und nur wenig Sterne verleihe - besonders, wenn es um beliebte Buchreihen geht, die ansonsten angehimmelt werden. Warum also meine Liebe für die Buchreihe ,,Die Tribute von Panem"?

DIE GESCHICHTE
In drei Büchern erfahren wir nicht nur, wie Amerikas Vergangenheit aussah, wie die triste Gegenwart sich anfühlt, was für ein Gefühl es ist, öffentlich beim Leiden beobachtet zu werden, wie Kinder für Propaganda missbraucht werden und wie ein Krieg all das verändert, was davor gewesen ist. Hut ab vor so viel Spannung, dem Erschaffen einer neuen Welt und der grandios erzählten Wahrheit darüber, was Krieg wirklich ist. Menschen sterben, Menschen leiden und ich weiß nicht, ob Katniss am Ende besser dran ist, als am grauen Anfang. Für mich ist das Ende des 3. Buches kein Happy End, aber auch kein zwingend tragisches. Für mich stellt es eine erschreckend reale Beschreibung dessen dar, wie Krieg entsteht - und sei er auch nötig und rechtens, es geht nicht ohne große Verluste. Zwar war das dritte Buch jenes, das ich am wenigsten mochte - mir fehlten die Hungerspiele, zugegeben! - dennoch halte ich es für das mit der wichtigsten Botschaft. Es imponiert mir, wie die Autorin es schafft, auch jüngeren Teenagern so ernsthafte Themen und moralische Konflikte näherzubringen, dass ihnen das Ausmaß von Unterdrückung und Kämpfen bewusst wird. Schade, dass sowas nicht in Schulen gelesen wird!

DER STIL
Mir gefällt der Stil der Buchreihe - ich finde ihn nicht übertrieben kitschig oder pathetisch, wie das sonst häufig der Fall bei Teeniebüchern ist. Man hat das Gefühl, bei den realistischen Schilderungen durch die Autorin als Leser im jungen Erwachsenenalter ernst genommen zu werden (und nicht, als hätte man alle fünf Sinne in der Krabbelgruppe gelassen...). Zeitgleich werden jüngere Leser nicht mit Bandwurmsätzen, Wortneuschöpfungen oder unnötigen Fremdwörtern vergrault. Für mein Gefühl versteht die Autorin es, das Lebensgefühl in den Distrikten, während der Spiele und auch im späteren Krieg fantastisch wiederzugeben, ohne meine eigene Fantasie einzugrenzen (was ist mit dem Rest der Welt neben Panem? Ich kann mich immer nur wundern). Ich möchte dieses Talent fast mit der fabelhaften Erzählweise in Harry Potter vergleichen: Wir alle stellen uns Hogwarts gleich vor, und trotzdem werden nicht viele Worte für unnötige Beschreibungen verbraucht. Gleichzeitig kann ich meine Vorstellungskraft das Bild vervollständigen lassen - nicht jeder Distrikt wird mit erschöpfenden Beschreibungen ummalt, und die Autorin hat es vermieden, sagenhafte Namen und Dinge zu entwerfen, die man nicht zum Verständnis braucht. Daher Distrikt 12, und nicht irgendwas verwirrendes Fantastisches, durch die man nachher nichts mehr zuordnen kann. Außerdem macht sie auch nicht den Fehler, den kompletten Hintergrund ihrer Idee inklusive altem Rom nachzuerzählen. Sehr gelungen! Zudem gefällt mir, dass manche Absäzte bzw. Kapitel einfach in den perfekten ,,Cliffhanger" münden (Kostprobe, leider auf Englisch: ,,This is no place for a girl on fire." wenn Katniss sich mit einer Wasserarena konfrontiert sieht) - der Nagel wird auf den Kopf getroffen! Ferner versteht die Schriftstellerin es, langweiligen Szenen (Katniss harrt im Baum aus) und scheinbar nichtigen Dingen eine Bedeutung sowie Spannung zu geben (etwa der Beschreibung von Katniss' Kostümen). Wenns nicht wichtig ist, sage ich ansonsten ,,weg mit dem Ballast!", doch hier war das auch beim zweiten Lesen nicht der Fall, da alles eine Bedeutung hat. Nach dem Lesen muss man sich ein paar wichtige Fragen stellen: Hat die Autorin uns alles gezeigt (Kleidung, Essen,buntes Make Up) statt bloß erzählt (Beispiel: Lächerlichkeit und Oberflächlichkeit der Menschen im Kapitol)? Ja! Konnte ich diese Geschichte sehen (ja!), hören (ja!), riechen und schmecken (OH JA!) - und wenn ich das bejahen kann, bin ich sehr glücklich :)

Außerdem: Ich liebe die Lieder, welche die Autorin dichtet und auch die Anspielung auf die römischen Gladiatorenkämpfe durch die ganzen altlateinischen Vornamen.

DIE CHARAKTERE
Theoretisch müsste ich die Buchcharaktere hassen, denn betrachtet man nur das allgemeine Wissen von Nichtlesern und Kinozuschauern, könnte man Katniss doch bestimmt als perfekte Mary Sue und Peeta als blöden, kantenlosen Sonnyboy beschreiben? Falsch! Ich habe das Gefühl, die Charaktere - Haymitch, Peeta, Gale, Prim, Snow, Effie usw. - sind allesamt einzigartig und sehr gefühlsecht. Grausame Politiker, oberflächliche Kapitolmenschen, Teenager-Killermaschinen, liebenswerte Nachbarsjungen, unschuldige kleine Mädchen: Alles ist vertreten, angefangen bei Katniss' Mutter, die in depressiver Hilflosigkeit verharrt bis hin zum verbitterten Trunkenbold Haymitch. Das Glück ist nicht auf der Seite dieser Menschen, NIEMAND ist ein Sieger in diesen Büchern, egal, ob er in Distrikt 12 hungert oder im Kapitol Politaffären schmiedet. Diese Menschen haben alle kein schönes Leben, sie tun mir leid, und ich konnte nicht aufhören, mehr über sie zu lesen.

- Katniss. Eigentlich will Katniss einfach nur überleben, und bringt damit unabsichtlich einen Stein zum Rollen, den sie nicht stoppen kann. Sie ist ständig hin- und hergerissen: Zwischen ihrem eigenen Wunsch, zu leben, und ihrem Wunsch, das Leben ihrer Familie und Freunde zu sichern. Zwischen zwei Jungen. Zwischen dem Versuch von Frieden und dem Unterstützen einer Revolution. Und das nervt nicht! Normalerweise hätte ich irgendwann das Buch frustriert an die Wand gepfeffert und ,,Entscheide dich, du hohle Nuss!" gedacht, doch man findet sich selbst in den selben Zwiespälten wieder, denn es gibt keine richtigen Entscheidungen: Manchmal nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ihren Mut und Überlebenswillen kann man nur bewundern, und sie ist ENDLICH!!! (stirb, Bella Swan, stirb) mal eine Buchheldin, bei der man bis zum letzten Satz nicht weiß, wen sie letztlich liebt. Ich hielt nichts an ihren Talenten übertrieben, weil sie unzählige Schwächen hat (Gott, ist sie mürrisch manchmal!) und Jagen, nun mal, ihre größte Stärke ist. Besonders umgeworfen hat mich das Ende des Buches (SPOILER), da der Krieg nicht spurlos an ihr vorüberzieht und sie in einer Art Taubheit, Traurigkeit und Paranoia hinterlässt, die ihr Leben wohl immer überschatten wird. Gänsehaut pur.

- Peeta ist so liebenswert, ich weiß nicht, warum ich ihn nicht hassen kann. Er ist einfach so... pur. Wenn er Katniss nicht lieben würde, wäre nichts davon jemals passiert. Dessen muss man sich erst mal bewusst werden.

- Auch jeder andere Charakter ist einzigartig und tiefgründig. Häufig erfahren wir erst mit der Zeit mehr über die Personen, die im Buch vorgestellt werden - schön, dass nicht alles sofort offensichtlich ist! Ferner imponiert mir, wie manche Personen vorgestellt werden und auch eine subtile Bedeutung haben, dann aber nicht mehr vorkommen - so ist das auch im echten Leben! Es zeugt von Talent, wenn man Charaktere als Autor ,,gehen lassen kann". Das gilt auch für den Tod: Die Autorin lässt Menschen sterben, die sie und ihre Leser sicher lieb gewonnen haben, und die kommen auch nicht wieder. Häufig versuchen schwache Schreiberlinge, diese Klippe zu umschiffen und denken sich absurde Erklärungen aus, wie man von den Toten zurückkehrt oder warum gerade das Umfeld des Helden ohne einen Kratzer überlebt. Da hat die Autorin hier schon viel mehr Können und Reife bewiesen ;)

KRITIK & BUCHVORSCHLÄGE
Womöglich habt ihr schon davon gehört: Panem wird aufgrund der Ähnlichkeiten zum japanischen Battle Royal kritisiert, in dem sich Schulkinder gegenseitig bestialisch töten müssen. Ich kann nach einiger Recherche sagen, dass ich diese Kritik übertrieben finde, da Panem eine ganze Welt ist und politisch viel weitreichender, doch das ist nur meine Meinung. Wem der Panem-Film zu sanft war, kann sich ja zusätzlich mit dem japanischen Gore-Movie trösten, doch für mich hören die Parallelen bei den sich tötenden Schulkindern und den fiesen Fadenziehern im Hintergrund schon auf.

Wer Panem mag, kann sich vielleicht auch mit Kings ,,Todesmarsch" anfreunden - in einem futuristischen Amerika müssen 100 Jugendliche am Todesmarsch teilnehmen und dürfen nie aufhören zu laufen, sonst werden sie getötet. Das ganze geht so lange, bis nur noch ein Sieger übrig ist: Dem wird bis zum Rest des Lebens jeder Wunsch erfüllt. Klingt nicht ganz unähnlich? Wen die Materie anzieht, der kann ja mal reinlesen.

Ich kann nachvollziehen, wenn Leute die Bücher nicht mögen, weil ihnen die Charaktere zu toll sind. Ich hatte zwar nicht den Eindruck, aber natürlich besteht immer die Gefahr, dass die Helden zu perfekt ausfallen. Gibt es jemanden, der noch Mary Sue-sensibler ist als ich? Dann könnte der wirklich Anstoß an der hübschen, sportlichen Katniss nehmen, die im Mittelpunkt einer nationalen Rebellion steht, ständig mürrisch ist und trotzdem von zwei Jungen umworben wird.

Das Buch kommt mit überschaubaren Charakteren aus, und die Autorin erschafft kein ganzes Universum, wie bei Harry Potter - schade für HP-Narren wie mich, aber das muss kein Nachteil sein. Man könnte sich höchstens wünschen, noch mehr zu erfahren und somit weiter einzutauchen.

ADAPTATION
Der erste Film der Reihe ist meiner Mienung nach gut gelungen, wenn es natürlich auch ein paar Änderungen gibt. Trotzdem fand ich, dass er dem Buch sehr gut gefolgt ist, die Charaktere glaubwürdig verkörpert waren und unnötiges herausgelassen wurde. Zudem komplettiert der Film das, was Katniss' Sicht in den Büchern nicht bieten kann. Wer einen jungen Menschen zum Lesen animieren will, kann ja erst mal mit dem Film locken...

Must Read! Tiefe moralische Bedeutung, voller Action und eine Liebesgeschichte, die nicht zwingend im Vordergrund steht. Fesselnd.


Professor Layton und die verlorene Zukunft
Professor Layton und die verlorene Zukunft
Wird angeboten von EX-Trade (Preise inkl.Mwst.,Impressum, AGB finden Sie unter Verkäufer-Hilfe)
Preis: EUR 28,99

4.0 von 5 Sternen ,,Die verlorene Zukunft" - definitiv keine ,,verlorene ,Zeit'" ;), 20. September 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Nachdem ich bereits die ersten beiden Professor Layton-Spiele mehrmals durchgespielt habe und die Rätselreihe wohl stets mein liebstes Gameboy-Spiel bleiben wird, bin ich immer noch etwas platt davon, dass ich leider ,,nur" 4 von 5 Sternen geben kann - denn gefallen hat es mir sehr.

WARUM ICH DIE SERIE LIEBE
Professor Layton und sein Gehilfe Luke sind beide charmante Gentlemen, die den britischen, hier etwas altmodischen Lebensstil verkörpern und das auch sehr schön tun. Beide sind liebenswerte Charaktere, und das gilt auch für die allermeisten anderen Personen der Serie - denn anstatt sich mit immer neuen Spießgesellen anzulegen, hat Professor Layton viele alte Bekannte, und das macht Laune. Die Grafik ist sehr ansprechend und die Videosequenzen immer spektakulär und wunderschön gestaltet zugleich. Mir gefällt auch, dass die Kommentare alle vertont wurden und man sie sich optional anhören kann.
Wer Rätsel liebt, der kommt beim Professor voll auf seine Kosten und wird danach ein Quäntchen cleverer und auch achtsamer durchs Leben gehen. Besonders die Minispiele in seinem Koffer sind immer ein besonderer Zeitvertreib, wenn man mal an einer echten Kopfnuss scheitert. Auch die tollen Musikstücke, die das Spiel begleiten, wird kein Rätselfan mehr je vergessen. Je mehr Spiele auf den Markt kommen, desto komplexer werden Storys und Rätsel zugleich und man erfährt auch mehr über den Professor.

WARUM ICH DAS SPIEL LIEBE
In dieser Geschichte geht es um Laytons Vergangenheit und um die Zukunft, und die Wendungen haben mich wirklich berührt. Wer ein wenig sensibler ist, der wird Laytons Schicksal und auch das von Luke nicht so schnell vergessen, sondern sich fragen, wie es weiter geht und auf den nächsten Teil hinfiebern. Mehr Rätsel und schwierigere Fragen gilt es im 3. Teil der Reihe zu lösen und auch die Spielumgebung ist weitläufiger und facettenreicher. Man hat das Gefühl, dass nicht nur der vorliegende Fall wichtig ist, sondern auch, was den Charakteren privat davor geschah. Die Dimensionen, die die Geschichte annimmt, bringen einen wirklich zum Staunen - denn so leicht soll man ja nicht zur Lösung gelangen und was in der echten Welt getan werden müsste, um die Lösung wie im Spiel zu verschleiern, wäre wohl nicht menschenmöglich :) Toll ist immer die ewige Frage: Ist es möglich ? Ist es übernatürlich ? Ist es nur ein raffinierter Trick ? Und wer sind hier die Feinde und wer die wahren Freunde ?

WARUM ICH ETWAS ENTTÄUSCHT WAR
Wer Professor Laytons Spiele mag und bereits, wie ich, nicht mehr zu den Kindern, sondern eher zu den Erwachsenen zählt, der mag vielleicht auch gute Krimis. Und zu einem guten Krimi gehört es für meinen Geschmack, bis zum Ende nicht zu wissen, wer den Mord begangen hat: Man möchte zwar gern schlauer als der Autor sein, doch richtigen Spaß macht mir nur die letztendliche Überraschung und das ,,Hinters-Licht-geführt-werden". In diesem Punkt waren die letzten beiden Spiele, besonders ,,die Schatulle der Pandora", einfach besser und undurchsichtiger. Nach der Hälfte des Spiels war spätestens klar, wer hier eigentlich wen belügt, und das hat mir etwas den Spaß genommen. Und als emanzipierte Frau würde ich gern Flora öfter sehen, als man es ihr gestattet.Außerdem fand ich die neuen Minispiele fast alle zu anstrengend oder nicht spielerisch genug, um sie zu beeenden. Schade ! Denn ansonsten ist das Spiel toll!

WARUM DAS SPIEL FÜR KLEINE KINDER ZU SCHWER IST
Eigentlich sollen sich ja auch jüngere Mitmenschen an Professor Layton erfreuen, doch davon rate ich ab. In meiner Familie haben wir auch einen 9- und einen 11-jährigen und die kamen nicht mit allen Rätseln klar. Für Grundschulkinder sind die Rätsel, die ja auch im Laufe des Spiels immer schwerer werden, teilweise einfach noch nichts und auch später noch muss vielleicht mal ein Erwachsener aushelfen. Es ist schade, doch manchen geht da womöglich der Spielspaß verloren und das Spiel wird unbeendet zur Seite gelegt.

Für den etwas gereifteren Verstand ein tolles Spielerlebnis, das jung wie alt, Mädchen wie Jungs gleichermaßen anspricht! Hoffentlich geht es bald weiter (=


Acer Aspire One Happy Series 25,6 cm (10,1 Zoll) Netbook (Intel Atom N450, 1,6GHz, 1GB RAM, 250GB HDD, Intel GMA3150, Bluetooth, Win 7 Starter / Android) blau
Acer Aspire One Happy Series 25,6 cm (10,1 Zoll) Netbook (Intel Atom N450, 1,6GHz, 1GB RAM, 250GB HDD, Intel GMA3150, Bluetooth, Win 7 Starter / Android) blau

4.0 von 5 Sternen Super fürs Studium !, 20. September 2011
ZUM PERSÖNLICHEN HINTERGRUND
Ich bin alles andere als eine Expertin in Sachen Computer und habe mich vorab daher gründlich informieren müssen, bevor ich eine Kaufentscheidung traf. Für mein beginnendes Studium suchte ich ein Netbook, das meinen Rechner unterstützt, da ich mobil sein muss (etwa im Zug, in der Uni), das Netbook im Hörsaal brauchbar sein muss (10,1 Zoll sind da eine gute Größe), ich eine lange Akkulaufzeit brauche usw. Für dieses Netbook entschied ich mich, nachdem ich zwei fachlich kompetente Freunde von mir nach Marken fragte, in einem Computerforum meine Bedürfnisse schilderte und ein anderes Acer Aspire One Happy bei einer Freundin von mir auch im Praxistest gut ankam. Ein Informatiker, mit dem ich bekannt bin, nutzt selbst ein solches Teil für die Uni und half mir, unter verschiedenen Angeboten das beste rauszufinden: Nämlich dies hier.

ZUM PRODUKT
Das Netbook ist allein optisch wirklich eine Freude - was für mich nicht besonders wichtig im Vorfeld war, mich aber natürlich sehr freut. Die Tastatur ist mir nicht, wie vorab befürchtet, zu klein und funktioniert sehr gut. Andere Vorteile sind:

- Lieferumfang (in praktischem Tragekoffer mit Griff geliefert, inklusive Netbookschutztasche für unterwegs und Putztuch. Daneben gibt es natürlich Garantie, Handbuch usw.)
- sehr guter Preis (da ich noch einen Rechner und Drucker brauchte, war der Preis für dieses Netbook wirklich unschlagbar gut)
- sehr lange Akkulaufzeit (zwischen 6 und 9 Stunden, je nach Sparmodus und Aktionen)
- handlich, leicht
- Kamera und Mikro inklusive (da sparte ich mir die Extrakamera zum Skypen)
- extrem leichter Aufbau (innerhalb kürzester Zeit und ohne JEGLICHE Kenntnisse superschnell betriebsbereit und mit dem Internet verbunden!)
- ordentlicher Ton
- gute Grafik (für meine Ansprüche zumindest genügend gut)

NACHTEILE
Leider ist das Produkt nicht perfekt und Leute, die noch weniger von Technik verstehen, als der Otto-Normal-Käufer, werden sich vielleicht nicht mit dem Netbook anfreunden können. Mit meinem geringen Wissen kam ich aber bisher gut aus. Deshalb nur ein Punkt Abzug !

- eigentlich lässt sich der Desktop-Hintergrund nicht ändern, und das störte mich ein wenig - obwohl ich vorgewarnt war. Da hilft nur Windows teuer aufmotzen oder andere Kniffe kennen ;)
- das Multi- Gesture Touchpad irritiert mich, denn ich habe bisher nicht entdeckt, wie ich ordentlich mehr als einen Finger benutzen soll. Ist aber nicht so schlimm, denn das ist mir nicht sehr wichtig. Ansonsten mag ich das Touchpad mittlerweile lieber als meine ansonsten favorisierte Maus.
- ein Netbook hat eben nur einen USB-Eingang und kein CD-Laufwerk ! Wer also nicht weiß, wie man z.B. seinen Drucker ohne CD anschließt, wird tüfteln müssen!
- das Netbook enthält einige unnütze Programme, die unnötigen Speicherplatz wegnehmen. Wer sich auskennt, sollte den Ballast erst einmal loswerden !
- allzu viel Speicherplatz hat das Netbook nicht
- wer sich gerne an Microsoft Office und anderen Internetprogrammen als Explorer ergötzt, wird sich diese Sachen erst einmal einrichten müssen. Für Neulinge vielleicht nicht ganz einfach oder sekbstverständlich.
- das Netbook ist nicht das schnellste der Welt, und manchmal nervt das etwas
- für den Laien (mich eingeschlossen) ist es alles andere als leicht, die Programme auf dem Netbook zu finden und zum Laufen zu bringen, aber das ist eine sehr subjektive Bewertung meinerseits
- McAfee, das Schutzprogramm, und Norton Antivirus gehen einem nach kürzester Zeit auf den Keks, denn ständig erinnern sie an ablaufende Testzeiten und ermahnen einen zum Kauf. Wer kein Extrageld ausgeben will und trotzdem nicht ungeschützt surfen möchte, muss also in der Lage sein, für den Schutz selbst zu sorgen

Insgesamt bin ich persönlich sehr mit dem Produkt zufrieden, denn ich kann mit seinen kleinen Mängeln umgehen bzw. diese ,,umgehen" und erwarte nicht mehr von meinem Netbook, als dass es sich im Studium als nützlicher Helfer erweist. Wer sich nicht auskennt, hat hoffentlich einen hilfreichen Bekannten oder erfahrenen Freund an seiner Seite, der ihm das Netbook ,,zurechtmacht". Ich bin glücklich mit meinem Kauf !


Göttlich verdammt
Göttlich verdammt
von Josephine Angelini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3.0 von 5 Sternen ,,Göttlich ?" - eher Mittelmaß !, 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Göttlich verdammt (Gebundene Ausgabe)
Für diesen Roman vergebe 3 von 5 Punkten - da ich das Buch zwar einigermaßen gern und in kurzer Zeit gelesen, aber nicht besonders vertieft war. Die nächsten Teile der geplanten Trilogie werde ich vielleicht noch lesen, Vorfreude spüre ich aber nicht direkt. Im folgenden dazu nähere Erläuterungen.

STORY
Die Story ist heutzutage nichts besonderes mehr - gelangweiltes Teenagermädchen ahnt in sich etwas Außergwöhnliches, überraschend schöne und starke Neuankömmlinge tauchen in ihrem ihrem Kleinstadtleben leben auf und, zack, sind alle Übermenschen und besagtes Mädchen verliebt sowie in großer Gefahr. Wer Harry Potter, Twilight, Die Tribute von Panem und Percy Jackson in einen Topf wirft, bekommt Göttlich verdammt. Das ist tendenziell nicht schlecht, denn sowas lese ich gerne und das Konzept wird momentan ja auch sehr gemocht. Besonders griechische Mythen fand ich schon immer sehr ansprechend, die ausführliche Hintergrundgeschichte zu den Halbgöttern, um die es geht, hat mich also ziemlich interessiert. Leider ging die Autorin für meinen Geschmack aber nicht tief genug, um das wirklich Faszinierende aus den Geschichten herauszuholen. Toll wäre es gewesen, wenn sie etwa auf Charaktere wie Ariadne, Hector und Co. wenigstens genug eingegangen wäre, um zu offenbaren, wieso gerade diese Namen ausgewählt wurden. Dagegen springen bedeutungsschwere Namen wie Cassandra und Helen einem direkt ins Gesicht, und die vorbelasteten Charaktere treten hinter ihrem Namenserbe teilweise etwas in den Hintergrund. Die Wendungen in der Story kamen nur semiüberraschend und die Anzahl der Personen war eher überschaubar. Ich hatte auch das Gefühl, dass viele brauchbare Personen oder Handlungsstränge (z.B. Zachs Vermutungen) nicht die benötigte Aufmerksamkeit bekamen, sondern sehr kurz abgekanzelt wurden, wobei einige gute Chancen von der Autorin verpasst wurden. Falls sie plant, die vielen roten Fäden irgendwann wieder mal aufzunehmen, verpasst sie dem Leser beim ersten Band direkt erst einmal eine gewisse irritierte Unzufriedenheit. Ich jedenfalls fragte mich oft ,,und wozu hat sie jetzt dies und das eingeführt, wenn sie es nicht weiter verfolgt ?" - in meinen Augen eine echte Schwäche. Auch das Ende war wirklich nicht vielversprechend und spannend, sondern nur frustrierend. Der Leser weiß schon wichtige Dinge, die den Charakteren noch unbekannt sind - und sollte es nicht umgekehrt sein ? Auch war der Plot bis zu einem gewissen Punkt vorhersehbar, z.B. der Umstand, dass Helens verschwundene Mutter einen wichtigen Part spielen würde. Spannender als dieses Buch fand ich da definitiv ,,Die Tribute von Panem" und in ,,Percy Jackson" ist der Umgang mit der Mythologie viel kreativer und interessanter gestaltet worden.

STIL
Den Erzählstil kann ich nicht loben. Alles ging meiner Meinung nach sehr rasch zu, Normalität gibt es gar nicht. Auf einer Seite herrscht noch schnulzigster, eitler Sonnenschein, auf der nächsten muss mal wieder jemand geheilt werden. Dauerhafte Schäden gibt es bei Sympathieträgern nicht, was meist von der fehlenden Fähigkeiten oder Bereitschaft eines Autors zeugt, sich von seinen ,,Lieblingen" zu trennen. Sowas kann, wenn sich das weiter so verhalten wird, zu einem weniger guten Abschluss der Reihe führen - aber hier kann ich mit meinem Urteil noch abwarten.
Die Beziehung der Protagonisten war meiner Meinung nach ,, nichts halbes und nichts ganzes". Vom ersten Moment an ist klar, dass zwischen Helen und Lucas etwas ist, doch wirklich romantisch ist es nie und das liegt wahrlich nicht an der fehlenden, weil unmöglichen, Körperlichkeit. Zwischen gelegentlichem Händchenhalten und ,,Du weißt, dass ich dich ewig lieben werde" gibt es einen abrupten, nahtlosen Übergang. Helen und Lucas wissen auch direkt, dass das so ist, denn sie reagieren beim gegenseitigen Liebesgeständnis praktisch überhaupt nicht. Wer etwas zum Seufzen sucht, ist bei Katniss und Peeta (Panem) oder Bella und Edward vermutlich besser aufgehoben, denn die dortigen Liebesbeziehungen sind originell und haben das besondere ,,Etwas". Bei Helen und Lucas fehlt mir das irgendwie, was schade ist, denn der Umstand, dass ihre Liebe unmöglich erscheint, sollte viel mehr bieten. Vielleicht ist es die fehlende Komponente einer Dreiecksbeziehung, ich weiß es nicht. Leider ist das Buch, was Liebe angeht, auch sehr Sex-bezogen. Wenn sich jemand für jemanden interessiert, dann gehen alle - egal ob Jugendliche, Erwachsene, Eltern oder Freunde - gleich davon aus, dass es mächtig zur Sache gehen müsste. Nach einem Kuss fragt niemand, sondern nur nach Kondomen. Und das find ich doch etwas übertrieben, und auch irgendwie unangebracht. Zwar bin ich vollkommen für Meinungsfreiheit und unterschiedliche Lebenseinstellungen, aber die Botschaft ,,Sofortiger Sex bei Teenagern!" ist für evtl. 13-jährige Leser(innen) meiner Meinung nach nicht die richtige Botschaft, auch nicht im Jahr 2011.
Die Beschreibung der Ortschaft, des Aussehens der Charaktere und Co. war für mich auch nicht ausreichend. Gut ists ja, wenn man dem Leser viele Freiräume lässt, doch ein richtiges Bild vom Aussehen der Leute und von Nantucket habe ich nicht. In allen genannten Vergleichsromanen war das eindeutig viel besser gelungen.

CHARAKTERE
Ich bin sehr enttäuscht. Was viele richtigerweise an Twilight zu bemängeln haben, gilt auch für Göttlich verdammt: Die Charaktere sind viel zu perfekt. Besonders Helen -überirdisch schön (ihr Spitzname ist ,,Himmlische Helen" ...), sich dessen natürlich nicht bewusst, bescheiden, sorgt für ihren Vater, mit Superkräften ausgestattet, die über die normalen Halbgottkräfte noch weit hinausgehen, Objekt allseitiger Begierde, zentrale Person einer Prophezeiung, Teil einer verdammten Liebe usw. usw. usw. Und das ist nur die Hauptperson, daneben gibt es natürlich noch die anderen, in einer Villa lebenden, reichen Halbgötter. Alle Personen sind bildhübsch, begabt, sympsathisch, lustig, stark ... und das macht wenig Spaß. Typische Mary Sues eben. Gut gefiel mir, dass die zugeschriebenen Kräfte nicht direkt auf der Hand lagen, sondern sehr viele verschiedene Facette annahmen und so viele Überraschungen bargen, dass man immer etwas neues entdeckte. Außerdem mochte ich den Charakter von Helens Mutter, da sie absolut undurchschaubar und nicht ein Stereotyp ist. Sie zu durchblicken, wird nicht so einfach ;)

Insgesamt hatte das Buch gute, als auch schlechte Seiten. Ich habe Hoffnung, dass die nicht beendeten, fehlenden oder noch unausgereiften Teile in den nächsten zwei Büchern ausgebaut werden, denn das Buch hat Potential: Die Widerstände gegen die Liebe zwischen Helen und Lucas, die griechischen Hintergründe, Helens Mutter, die Beziehungen von Jerry/Kate und Jason/Claire, die anderen Häuser, Atlantis, Cassies Visionen, Zachs Wissen ... bisher nur ok, könnte aber noch was draus werden ! Toll wäre auch ein Anhang, damit Mythos-Neulinge sich einfacher zurechtfinden oder ein Stammbaum - denn selbst mit Vorwissen ist man manchmal verwirrt.


Gezeichnet: House of Night 1
Gezeichnet: House of Night 1
von P.C. Cast
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

222 von 252 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bitte nicht noch mehr HON-Bücher!, 14. März 2011
Zuerst einmal möchte ich vorweg nehmen, dass mir dieses Buch geschenkt wurde und ich daher keine Erwartungen an die Reihe habe. Prädikate wie "Die neue BISS-Reihe!" überlese ich mittlerweile, denn das steht ja auf jedem Cover, das für einen Teenie-Vampirroman herhalten muss (und obwohl es unterhaltsam ist, ist Biss dennoch miserabel geschrieben, aber das muss nicht weiter thematisiert werden).

Um eine gute Review zu erstellen, sollte ich auch die wenigen Vorteile dieses Buches (bzw. dieser Reihe) vorstellen, bevor ich zu stark kritisiere.

POSITIVE KRITIK
1. Die Autorinnen sind fleißig und es gibt eine ganze Reihe. Wem dieses Buch also gefällt, der darf sich darüber freuen, dass die Geschichte noch lange, lange nicht zu Ende ist.

2. Das Cover ist anziehend und der Stil bleibt die ganze Serie über treu; rein optisch haben die Verleger also nichts falsch gemacht.

3. Wer Vampire mag, der wird sich freuen, endlich mal etwas über Vampire in die Hand zu bekommen, die nicht abstinent leben und tagsüber frohlockend im Licht herumspazieren. Die Vampire in dem Buch trinken Blut (verfallen sogar leicht in einen Rausch), meiden das Sonnenlicht und haben auch andere vampirmäßige Eigenschaften, die ihnen das Leben etwas erschweren.

4. Wer sich für (Natur-)Religionen interessiert oder Cherokee-Bräuche, der wird sich freuen, in diesen Büchern Wiccaelemente und andere mythische Details wiederzufinden, und zwar so beschrieben, dass die Leser eventuell sogar etwas lernen könn(t)en.

5. Das Schöne an der Geschichte ist, dass der Plot sich von Buch zu Buch erweitert und nicht jedes Problem innerhalb eines Buches abserviert wird.

NEGATIVE KRITIK
1. Es mag pathetisch klingen, aber ich finde die Titel der Bücher verwirrend und auch die Cover geben keinen guten Rückhalt, wenn man sich an die Reihenfolge der Bücher erinnern will. Trotz besseren Wissens habe ich mir ein paar mal weitere Bände in der Bibliothek ausgeliehen und endete häufig mit der falschen Reihenfolge. Zudem finde ich, dass die Cover ein bisschen an BISS orientiert sind und kopieren ist langweilen.

2.Die komplette Handlung der ersten fünf Bücher geschieht, so hat man das Gefühl, in zwei Wochen. Das nächste Buch beginnt stets gefühlte fünf Minuten nach dem letzten, was bedeutet, so etwas wie Alltag oder Hobbies entstehen erst gar nicht, da nur von einer Katastrophe zur nächsten gerannt wird. Das lässt keinen Platz für Fantasie oder den typischen Hogwartswunsch, auch dabei zu sein.

3.Jedes Buch beginnt gleich. Alle Freunde von Zoey werden auf die gleiche Weise im ermüdenden Fließtext vorgestellt, sodass es schnell zum Hals heraushängt und man das Gefühl hat, die Autorinnen haben von den Worten "subtil" und "Synonym" noch nie etwas gehört. Im Grunde fühlt man sich, als lese man das gleiche Buch fünf Mal hintereinander - und man erfährt auch immer wieder, welche Frühstücksflocken die Protagonistin bevorzugt und wie genau es klingt, wenn ihre Katze miaut. "Spannend!" Wer Gedächtnisschwund hat, wird die Reihe lieben.

4. Die Charaktere sind ALLE wunderschön und großartig. Und teilweise megareich. Oh, und nicht nur vampirmäßig begabt, sondern übernatürlich, extraklasse toll vampirmäßig begabt. In diesen Büchern gibt es keine durchschnittlichen Charaktere, nur die absolute Krone der Schöpfung. So viel geballte Unvergleichlichkeit ist fast nicht auszuhalten. Besonders alle männlichen Wesen in Zoeys Umkreis sind gemeingefährlich brillant und umwerfend hübsch.

5. Jaja, die Männer, Zoey steht auf sie alle gleichzeitig und alle reißen sich gleichzeitig darum, Zoey zu begatten, denn Zoey ist einfach nur fantastisch, habe ich das schon erwähnt? Wenn Zoey dann mal einen ihrer Verehrer verliert, weil die ihr falsches Spiel satt haben, wünscht sie sich alle gleich zurück und empfindet nicht mal Reue, sondern findet, die Jungs sollten sich bei ihr entschuldigen.

6. Zoey ist eine derartige Mary Sue, man bekommt Kopfschmerzen. Alle Jungs lieben sie. Die Lehrer mögen sie. Ihre Freunde sind ach-so-cool. Achja, Zoey hat auch noch einzigartige Kräfte (möchte hier nicht spoilern) und nen heißen Draht zu ihrer Göttin. Zoey ist immer Mittelpunkt aller bösen Pläne und natürlich stets Retterin in der Not. Zoey kann einfach alles und kommt mit allem durch. Zum Unterricht geht sie nie, hat man die Meinung.

7. Die Sprache der Bücher lässt jeden gebildeten Menschen den Wunsch verspüren, den Autorinnen einzubläuen, dass Teenager keine Idioten sind. Wenn die ,,Zwillinge" ihr nerviges "Oki-Doki" abziehen und alles, wie ich versucht habe, es auszudrücken, megasupiklassespitzehammertoll ist, dann kann man das vielleicht noch tolerieren. Aber das kindische Ich-reihe-Wörter-mit-Bindestrichen-aneinander-um-einen-Ausdruck-zu-prägen geht einem irgendwann auf den Keks, genauso wie unzählige Klammern und Zoeys Bedürfnis, alles zu kommentieren.

8. Gibt es etwas schlimmeres, als wenn zwischen Autor und Buch dutzende Parallelen sind ? Da gäb es einmal den Ort der Handlung, Aussehen der Protagonistin, den Namen der Katze, die Unterstützung einer gewissen gemeinnützigen Organisation usw. usw. usw. Man hat das Gefühl, Kristin Cast würde ihr Leben gerne in einen Vampirroman verwandeln. Hach, Moment - hat sie ja schon!

Und so könnte ich leider tagelang weitermachen. Ich empfehle dieses Buch nicht. Wems gefällt, dem sei es gegönnt und selbst ich habe ja versucht, mich mit der Reihe anzufreunden, aber jedes Mal wieder bekommt man beim Lesen Zahnschmerzen.
Kommentar Kommentare (29) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2014 9:32 AM CET


Du fehlst: Roman
Du fehlst: Roman
von Joyce Carol Oates
  Gebundene Ausgabe

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da "fehlt" eindeutig einiges, 16. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Du fehlst: Roman (Gebundene Ausgabe)
PRODUKT
Das Buch kommt als einige hundert Seiten starke Hardcover-Ausgabe mit bedrucktem Umschlag und Lesezeichenbändchen daher und bietet über den Inhalt herausgehende Informationen zur Autorin und anderen Büchern von Joye Carol Oates. Der eigentliche Preis beträgt ca. 23€; ich habe es für unter 5€ erworben. So gesehen also ein echtes Schnäppchen.

INHALT
Der Roman handelt von der in Amerika lebenden, 32 Jahre alten Kleinstadtreporterin Nikki, die sich gerne ,,punkig-sexy" kleidet und mit einem verheirateten Mann schläft. Wie zu erwarten eckt sie öfters mal an und hat in der Vergangenheit viele rebellische Phasen durchgemacht und fühlt sich noch heute manchmal unverstanden und über-kritisiert. Zu ihrer Familie - sprich: ihrer unsicher wirkenden, engagierten Mutter (Witwe) und der Familie ihrer zickigen, perfektionistischen Schwester Clare - hat sie keine besonders gute Beziehungen. Der Tod ihrer Mutter allerdings wirft nicht nur sie und Clare, sondern auch alle anderen Bewohner von Mount Ephraim ziemlich aus der Bahn und ändert Nikkis Leben komplett, als sie beginnt, sich mit Erinnerungen an ihre Mutter auseinander zu setzen und den Verlust dadurch kompensiert, dass sie selbst in das nun leer stehende Haus ihrer Mutter zieht, sich um Mutters Katze kümmert, anfängt, Kleidung und Rezepte ihrer Mutter selbst zu gebrauchen und sich sogar den Aufgaben ihrer Mutter widmet: Verwandte besuchen und beispielsweise die Seniorenschwimmgruppe ihrer Mutter trainieren. Im Laufe des Buches kommt es öfters zum Streit mit Schwester Clare, zu sexuellen Spannungen zwischen ihrem Lover, ihrem Schwager und weiteren Figuren und auch zu Überraschungen, als Nikki Geheimnisse aus dem Leben ihrer verstorbenen Eltern erfährt. Darüber hinaus spielt der Prozess gegen den Mörder ihrer Mutter auch eine kleine Rolle.

AUTORIN
Joyce Carol Oates ist mittlerweile in ihren Siebzigern und eine amerikanische Literatenlegende, die schon unzählige (gute) Bücher produziert hat. Ihr Schreibstil ist sehr realistisch, d.h. ihre Geschichten wirkten nicht wirklich zielgerichtet, sondern folgen meistens dem echten ,,Leben" mit all seinen merkwürdigen Empfindungen, Überraschungen und den Konflikten zwischen all den realistisch-eigenwilligen Menschen, die sie erfindet. Meistens drehen sich ihew Bücher um ein Verbrechen und wie die Beteiligten mit Liebe, Rachlust, Trauer, Verwirrung, Anschuldigungen, Angst und Co. umgehen. Das Besondere an Oates Büchern ist, dass sie voller lebendiger Eigenheiten sind und wie aus dem wirklichen Leben entnommen scheinen.
Da ich bereits mehrere Bücher von Oates auf Englisch gelesen habe - z.B. Freaky Green Eyes und My Sister, My Love - hatte ich hohe Erwartungen an den hier vorgestellten Roman.

KRITIK
Das Buch hat mich stark enttäuscht und wurde beim Lesen immer schlechter, daher konnte ich nicht mehr als 2 Sterne geben (und die 2 Sterne kommen auch nur durch die gute Qualität der Aufmachung und den Sonderpreis zustande). Zum einen hat das Buch keinen echten Spannungsbogen, sondern wirkt träge und wirkliche Überraschungen und Wendungen werden zwar vorgestellt, haben aber teilweise keine besondere Bedeutung für den Rest der Story. Man nimmt die Geheimnisse der verstorbenen Mutter gelangweilt zur Kenntnis und die Geschichte rund um den Mörder wurde ebenfalls ereignislos dargestellt. Das Buch hat zwar vielversprechende Konflikte angeboten - Nikkis Selbstbild, ihre Männergeschichten (besonders die zu ihrem verheirateten Lover und die Probleme mit seiner Frau), den Tod der Mutter, die Suche nach dem Mörder, die Konflikte mit ihrer Schwester Clare, die ans Tageslicht kommenden Geheimnisse - aber sie wurden so lasch abgehandelt, dass jeglicher Lesespaß schnell verging. Da praktisch nichts eine Konsequenz hat und es bei Gedanken und Andeutungen bleibt - nie wird etwas wirklich zuende gebracht - habe ich mich sehr mit dem Lesen gequält. Das Buch läuft auf nichts heraus und hat eigentlich keine besondere Botschaft.
Was mich vor allem störte war dieses Mal der Umstand, dass Oates IMMER die Resultate eines Tages oder einer Situation vorstellte, ehe sie die eigentliche Handlung beschrieb, was auf Dauer lästig wurde. Außerdem war das Buch relativ anstrengend, da der dieses Mal genutzte Schreibstil ungewohnt war, aber nicht überzeugen konnte. Die Charaktere konnte man manchmal schlehcter auseinander halten, da allemerkwürdige Namen hatten und sie für längere Zeit verschwanden und man sich danach an irgendienem Punkt wieder an all ihre merkwürdigen Eigenschaften erinnern soll. Ferner fing man irgendwann an, die eigenwilligen Charaktere zu verabscheuen, weil in Nikkis Augen alle Menschen nervig, fleischig, aufgedunsen, verlogen, hysterisch, egoistisch, schlecht riechend, ungepflegt, unangebracht, aufdringlich oder sonstwie sind und auch die Eigenbeschreibung ihrer Person irgendwie negativ auffällt. Klar mag ich es an Oates, dass sie gerne realistisch bleibt, aber hier hat sie so sehr übertrieben, dass man überhaupt nichts liebenswertes findet - an niemandem.


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