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Rezensionen verfasst von
Stefan König (Basel)

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Süßes Leben Saures Leben
Süßes Leben Saures Leben
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Biermanns Beste?, 4. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Süßes Leben Saures Leben (Audio CD)
Wolf Biermann ist ohne Frage der begabteste und kontroverseste Liedermacher Deutschlands. Geblieben. Warum ihm das mehr Hohn als Anerkennung eingebracht hat, hat, denke ich, mit der überaus wechselvollen doppel-deutschen Geschichte der letzten 60 Jahre zu tun. Als Schweizer kann ich darüber nur wenig aussagen. Mir scheint nur, dass Biermann heute meist Unrecht getan wird. Für mich ist und bleibt er ein Phänomen, das es sich längst nicht nur aus zeithistorischen Gründen zu hören lohnt. Auf "Süsses Leben, Saures Leben" ist seine agitatorische politische Phase vorüber. (Wer sich für diese interessiert, ist mit dem phänomenalen Live-Album "Eins in die Fresse mein Herzblatt" sehr gut bedient.) Stattdessen dominiert hier das Private, Philosophie des Alltags, Erinnerungen. Mit anderen Worten: zeitlos. Diese CD ist überhaupt eher etwas für lyrikaffine Naturen. Wohlklang oder Eingang (bezüglich Melodie und Text) seine seine Sache nicht. Dafür gibt schroffe, unvergessliche Klang- und Wortakrobatik, voll Tiefe & Passion, die jedoch nie Selbstzweck ist. Absolut hörenswert.


Best Body Nutrition Zink,  100 St. Dose (87,4 g)
Best Body Nutrition Zink, 100 St. Dose (87,4 g)
Preis: EUR 10,27

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht ganz 100, 17. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer diese Kapsel schluckt, schluckt vor allem Reispulver und Gelatine. Ach ja, ein bisschen Zink ist auch noch dabei. 93% des täglichen Bedarfs, um genau zu sein. Diese mickrige Menge wird zum Beispiel von der Multivitamin Kapsel Marke Body Attack problemlos geschlagen (dort sind 100% Zink enthalten - notabene nebst zahlreichen anderen Vitaminen und Spurenelementen; und es ist erst noch günstiger). Fazit: reine Augenwischerei. Dass das BBN-Produkt als Testobooster und mit Sprüchen wie "Training leicht gemacht" beworben wird, zeigt die Haltung eines Grossteils der Ernährungsergänzungsindustrie, die mit "zweifelhaft" noch sehr wohlwollend umschrieben ist.


Fellini: Eine Biographie
Fellini: Eine Biographie
von Tullio Kezich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegendes und lesenswertes Porträt, aus der Nähe betrachtet, 14. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Fellini: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Der Nachteil, dass dieses Buch die einzige (noch lieferbare) umfangreiche Biografie in deutscher Sprache über Fellini ist, ist eigentlich ein Vorteil. Ein Vorteil deshalb, weil die Wahl dann zwingend auf eben dieses Buch von Tullio Kezich fällt. Der mittlerweile ebenfalls verstorbene Schriftsteller und Drehbuchautor war ein Freund Fellinis. Das merkt man der Bio auch an, denn sie ist aus einigermassen unkritischer Distanz geschrieben, über eine Person, die der Autor offensichtlich bewundert oder doch zumindest sehr wertgeschätzt hat. Wobei, ganz und gar unkritisch ist sie nicht. Sie ist einfach frei von Schnüffeleien und peinlichen Indiskretionen, ohne dass die wunden Stellen z.B. in Fellinis Beziehung zu anderen Frauen - neben seiner Frau Giuletta Masina - ausgespart würden. Aber bei Fellini reicht die Faszination viel weiter, und vor allem tiefer. Zum Beispiel in die Gedankenwelt dieses Mannes, in seine Obsessionen, seine Ängste, seine abgründige Fantasie. Besonders stark haben mich die recht zahlreichen Passagen über Fellinis Beschäftigung mit Symbolen, mit Träumen und seinem grossen geistigen Mentor C.G. Jung beeindruckt. Das ist auch - wie überhaupt die ganze Biografie - sehr eindringlich und lebendig beschrieben. Etwas zu loyal ist Kezich dann wiederum, wenn er über die künstlerische Qualität von Fellinis Filmen urteilt. Das heisst, von einem Urteil kann man eigentlich nicht reden, denn er beschränkt sich weitgehend auf Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. Gerade aber Fellinis spätere Werke haben doch einiges vom Glanz seiner früheren Filme aus den 50er und 60er Jahren eingebüsst, finde ich.
So gesehen ist das vielleicht noch nicht die perfekte Biografie. Sie ist dennoch absolut empfehlenswert als eine sehr gut & einfühlsam geschriebene, faktenreiche, interessante und - eben - als die einzige in deutscher Sprache erhältliche Biografie.


Brother DCP 7030 (TN-2120) Premium Toner-Kartusche kompatibel - Schwarz
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Preis: EUR 15,99

82 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hält massenweise Toner zurück..., 12. Januar 2011
Nach vielen hundert Seiten kommt, was kommen muss - der Toner geht zur Neige. So scheint es. Auf jeden Fall verweigert einem das gute Teil ab einem bestimmten Moment seinen Dienst und besteht darauf, ausgewechselt zu werden. Schütteln hilft da auch nicht. Wer nun aber meint, der Toner sei wirklich komplett aufgebraucht, täuscht sich gewaltig. Der Trick besteht darin, das kleine transparente Loch auf der Seite, durch das der Drucker die Information über den Toner-Stand im Innern der Patrone erhält, mit einem Stück Papier zuzukleben. Damit gaukeln wir dem kontrollierenden Auge vor, es hätte noch reichlich von dem Zeug vorhanden. Und tatsächlich spuckt der Drucker nun fröhlich weiter anstandslos bedruckte Blätter aus. Ich habe seit diesem kleinen Eingriff gut und gern 500 (Text-)Seiten ausgedruckt - notabene mit jenem Toner, der eigentlich, ginge es nach dem Drucker, gar nicht da sein sollte. Zu Beginn dachte ich, ich hole damit vielleicht noch 50 bis maximal 100 zusätzliche Blätter raus. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl, dass der Toner-Hersteller hier bewusst geschummelt bzw. die Patrone so konstruiert hat, dass einem gut ein Drittel von dem schwarzen Goldstaub Flöten geht - und man dafür umso mehr davon nachkaufen muss. Für diese Taktik gibts ein fettgedrucktes "Shame on you, Brother"!

PS: Wer sich dafür interessiert, warum das (oben Beschriebene) offenbar so sein muss, erhält im Buch Kaufen für die Müllhalde: Das Prinzip der Geplanten Obsoleszenz erhellende Antworten.
(bei Vimeo auch als 75-Minuten-Doku anzusehen oder als Interview in der Sendung "Fragen an den Autor" des Saarländischen Rundfunks via Podcast anzuhören)
Kommentar Kommentare (23) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2014 9:35 PM MEST


Brother DCP-7030 Multifunktionslaserdrucker
Brother DCP-7030 Multifunktionslaserdrucker

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hält massenweise Toner zurück..., 19. Dezember 2010
Der DCP-7030 ist an sich kaum zu beanstanden. Er ist verhältnismässig günstig, vielleicht ein bisschen zu voluminös, arbeitet aber sauber, leise und schnell. So. Das Problem, das ich mit diesem Drucker habe, liegt eine Etage tiefer: in der Toner-Patrone. Nach vielen hundert Seiten kommt, was kommen muss - der Toner geht zur Neige. So scheint es. Auf jeden Fall verweigert einem das gute Teil ab einem bestimmten Moment seinen Dienst und besteht darauf, ausgewechselt zu werden. Schütteln hilft da auch nicht. Wer nun aber meint, der Toner sei wirklich komplett aufgebraucht, täuscht sich gewaltig. Der Trick besteht darin, das kleine transparente Loch auf der Seite, durch das der Drucker die Information über den Toner-Stand im Innern der Patrone erhält, mit einem Stück Papier zuzukleben. Damit gaukeln wir dem kontrollierenden Auge vor, es hätte noch reichlich von dem Zeug vorhanden. Und tatsächlich spuckt der Drucker nun fröhlich weiter anstandslos bedruckte Blätter aus. Ich habe seit diesem kleinen Eingriff gut und gern 500 (Text-)Seiten ausgedruckt - notabene mit jenem Toner, der eigentlich, ginge es nach dem Drucker, gar nicht da sein sollte. Zu Beginn dachte ich, ich hole damit vielleicht noch 50 bis maximal 100 zusätzliche Blätter raus. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl, dass der Toner-Hersteller hier bewusst geschummelt bzw. die Patrone so konstruiert hat, dass einem gut ein Drittel von dem schwarzen Goldstaub Flöten geht - und man dafür umso mehr davon nachkaufen muss. Für diese Taktik gibts ein fettgedrucktes "Shame on you, Brother"!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2012 11:36 AM CET


Männerphantasien 1 + 2: Band 1: Frauen, Fluten, Körper, Geschichte
Männerphantasien 1 + 2: Band 1: Frauen, Fluten, Körper, Geschichte
von Klaus Theweleit
  Taschenbuch

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltend, aufrüttelnd, lehrreich, 18. Dezember 2010
Theweleit ist ein genialer Rezyklierer von Stoffen aller Art. Seine Bücher sind beleibt, aber irgendwie schwerelos. Er packt sein gesamtes Studium, seine ganze Belesenheit zwischen die Buchdeckel, würzt das Ganze mit viel Populärkultur und schnürt es mit einer unbändigen intellektuellen Kreativität zu einem formlosen Gebilde zusammen. Mit einem solchen Unding wie den Männerphantasien, würd ich mal behaupten, hat Theweleit seine akademische Karriere mit hundert Sachen an die Wand gefahren. Das ist aber durchaus auch als Kompliment gemeint. Selten hat der Wissenschaftsbetrieb - in dem der Freiburger bis heute eine Ausnahmeerscheinung darstellt - ein so unterhaltendes, ein so aufrüttelndes und so lehrreiches Opus hervorgebracht. Daran ändern auch die aus heutiger Sicht doch ziemlich verblassten Dauergäste in den Zeilen nichts: der (sexuelle) Freud, der Deleuze, der Lacan oder auch der Canetti. Es lassen sich die Männerphantasien so auch als eine (brillant geschriebene) geistige Abenteuergeschichte lesen. Man muss ihm nicht in all seinen Kaskaden und Biegungen folgen, trotzdem: die Eindringlichkeit, mit der Theweleit den frauenverachtenden und korpsgeilen Nazi beschreibt, wie er ihn aus dessen (Goebbels, Niemöllers, Salomons etc.) "schriftstellerischen" Ergüssen herausdestilliert, ist für mich immer noch unerreicht.


Einführung in die Soziologie: Band 2: Die Individuen in ihrer Gesellschaft (Studientexte zur Soziologie)
Einführung in die Soziologie: Band 2: Die Individuen in ihrer Gesellschaft (Studientexte zur Soziologie)
von Heinz Abels
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klug, vielseitig, interessant im Aufbau, 19. Mai 2010
Einführungen in die Soziologie gibt es mittlerweile meterweise. Bei Abels' Einführung aber findet man vermutlich das thematisch breiteste Spektrum an Themen, Werken und ihren Schöpferinnen und Schöpfern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Überblickswerken sind die Kapitel hier nicht autoren-, sondern themenspezifisch eingeteilt. Leute wie Bourdieu, Parsons oder Habermas tauchen in den beiden Bänden an verschiedenen Stellen auf - was, Inhaltsverzeichnis sei Dank, für jene, die sich eher personenfokussiert informieren möchten, kein grosses Handicap darstellen dürfte. Abels schreibt in der Tat eher leicht verständlich - verglichen mit anderen Einführungen und vor allem der Primärlektüre. Er schreibt manchmal aber auch etwas flapsig, und der exessive Gebrauch von Ausrufezeichen wirkt manchmal etwas bemüht. Da muss man durch. Trotzdem: in Sachen Einführung ist der "Abels" empfehlenswert, um Vollständigkeit bemüht, sowohl Klassiker als auch Unbekanntere berücksichtigend, und - besonders verdienstvoll - appetittanregend! Die "Einführung in die Soziologie Band 1 und 2" ist zugleich das Fundament, auf dem die meisten anderen Einführungswerke von Heinz Abels aufbauen. Der Autor hat es sich bei seinen Büchern über "Wirklichkeit", "Identität" etc. nicht allzu schwer gemacht - und sich bei sich selbst grosszügig bedient: Vieles, das man dort liest, kommt einem - hat man mal die "Einführung" gelesen - sehr vertraut vor.


Meistererzählungen
Meistererzählungen
von Edgar Allan Poe
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlicher Horror, 24. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meistererzählungen (Taschenbuch)
Hier ist irgendwas durcheinandergeraten. Die untigen Rezensionen suggerieren, dass es sich bei dieser Ausgabe um eine Arno Schmidt/Hans Wollschläger-Übersetzung handelt. Dem ist nicht so. Bei dieser Diogenes-Ausgabe heisst die Übersetzerin Gisela Etzel. Mary Hottinger hat ausserdem einen ausserordentlich lesenswerten Aufsatz über Poe beigesteuert. Wem diese Namen zu wenig prominent sind, dem sei versichert, dass es sich hier insgesamt um eine wirklich sehr sehr gute Arbeit handelt und das Buch absolut zu empfehlen ist. Mir selber haben diese Geschichten (in dieser Übersetzung) beim Lesen unauslöschliche Eindrücke hinterlassen. Und ich denke dass alle, die nicht wie Hardcore-Stephen-King-Freaks danach gieren, dass am Ende des (viel zu langen) Buches irgendeine Monsterspinne als Verkörperung des ABSOLUT BÖSEN auftaucht - dass also alle, die unter Horror und Grauen etwas anderes verstehen als nur die Ausgeburt einer kindlichen, um nicht zu sagen kindischen Phantasie (wie jener Stephen Kings), nämlich die eigenen inneren Dämonen, die Nacht- und Schattenseiten der menschlichen Psyche, dass also diese an diesem Erzählband ihre helle Freude, und damit herrlichen Horror, haben werden!


Michel Foucault: Eine Biographie (suhrkamp taschenbuch)
Michel Foucault: Eine Biographie (suhrkamp taschenbuch)
von Didier Eribon
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Porträt von Mensch und Werk, 8. August 2009
Vorweg: Nein, hier finden wir den Philosophen NICHT in irgendwelche Fesselspiele verstrickt. Den privaten, quasi hüllenlosen Foucault gibts bei James Millers "Die Leidenschaft des Michel Foucault" zu lesen. Voyeurismus ist nicht das Ding von Didier Eribon. Doch leidenschaftlich ist seine makellose, bereits vor 20 Jahren erschienene Biografie trotzdem. Leidenschaft heisst hier aber nicht S&M, sondern Philosophie, Politik, Literatur. Und natürlich Leidenschaft für die faszinierende Persönlichkeit eines Mannes, der schon zu Lebzeiten ein Stern war - und heute als Zentralgestirn über allen Köpfen leuchtet (wenn ihnen denn ein Licht aufgegangen ist).

Was ich an dieser Biografie bewunderswert finde, ist die Ausgewogenheit in der Darstellung von äusserem und innerem Antrieb, von Leben und Werk. Es gelingt Eribon, die Facetten Foucaults anschaulich zu machen: den schwierigen Charakter seiner Jugendzeit, den dandyhaften Jungdozenten, den so heiteren wie ernsthaften Professor, den zweifelnden Schriftsteller und viele mehr. Auch der Foucault, der seine Homosexualität zu verstecken wusste, kommt vor.

Ist etwas über die erste Hälfte hinaus die Philosophie das grosse Leitmotiv, übernimmt diese Rolle später die Politik. Dem Wandel vom Kommunismus-Kritiker (der er allerdings bis zuletzt blieb) zum Verfechter ultralinker Positionen widmet Eribon besondere Aufmerksamkeit. Für nicht-französische Leser ist dies vielleicht ein bisschen weniger interessant. Beträchtlich ist der Gewinn aber dort, wo Foucault seine grossen Themen entwickelt. Hier führt uns Eribon mit der übersicht des wahren Experten durch das Denkgebäude, das unvollendet blieb - an dem aber immer noch gebaut wird.


Sinfonien 31,32,33 & 34
Sinfonien 31,32,33 & 34
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 323,86

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mozarts Meister, 1. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Sinfonien 31,32,33 & 34 (Audio CD)
Das ist die unglaublichste Mozart-Einspielung, die ich jemals gehört habe. In Otmar Suitner hat Mozart seinen wahren Meister gefunden. Suitner? Zugegeben, auch mir war der Name unbekannt, bevor ich die CD aufgrund einer Empfehlung im örtlichen Musikgeschäft gekauft habe. Aber was bei Abbado etc. allenfalls nett klingt, klingt bei Suitner und seiner Dresdner Staatskapelle berauschend. Mit unvergleichlicher Verve, mit stürmischer Begeisterung und dennoch spiegelglatt wie ein Bergsee werden hier Mozarts Geniestreiche zum Klingen gebracht. Die Aufnahmen wurden zwischen 1968 und 1974 gemacht (in der Lukaskirche in Dresden, wers genau wissen will). Natürlich hört es sich ein wenig konservig an - aber das wirklich noch im grünen Bereich. Sonst vermag die Aufnahme aufgrund ihrer Klarheit und spielerischen Brillanz zu begeistern. Ich denke, man kann getrost unbesehen (bzw. unbehört) alle Suitner-Aufnahmen von Mozart empfehlen. Die 35, 40 Jahre alten Einspielungen haben definitiv keinen Rost angesetzt. So hätte es sich Mozart gewünscht, dass man ihn im 20. Jahrhundert spielt (und im 21. hört).


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