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Rezensionen verfasst von
Thomas Zens (Bad Honnef)

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Icy Box IB-NAS3221-B 2-Fach NAS Gehuse fr SATA Festplatten 8,9 cm (3,5 Zoll) USB 2.0
Icy Box IB-NAS3221-B 2-Fach NAS Gehuse fr SATA Festplatten 8,9 cm (3,5 Zoll) USB 2.0

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen NAS ICYBOX 3221 Netzlaufwerk von Raidsonic unausgereift, 11. November 2010
Pro: Leistungsumfang
Contra: Totalausfall im Lastbetrieb

Technische Beschreibung IB-NAS3221:
' Gigabit zweifach RAID NAS mit Display und EasySwap®-Mechanismus
' Anzahl der Benutzer und Gruppen nicht begrenzt
' Einfache Konfiguration über Webbrowser
' Gigabit Ethernet Netzwerkanschluss
' Für 2x 3,5" SATA Festplatten bis zu 2 TB
' RAID 0, 1, Span (NRAID), JBOD
' USB Anschluss
' Linux-Betriebssystem Version 2.6.3 05
' Betriebssysteme: Microsoft® Windows® 98/ ME/ NT/ 2000/ XP/ 2003/ Vista, Mac OS X, Linux und Unix
' Server: Samba, FTP, NFS, DHCP, UPnP-AV (Twonky Media, Multimediaserver als 30 Tage Testversion), Bonjour und iTunes® Support, Printserver, Webserver
' Telnet (versteckte Funktion)
' Torrent Download

Ich habe seit mehreren Jahren ein NAS Laufwerk (320 GB) im Betrieb und war bislang mit dieser Lösung durchaus zufrieden. Eine absolute stabile und komfortable Lösung wenn man die Daten zentral verwalten möchte. Welches Gerät im Einsatz war, kann ich gerne auf Nachfrage beantworten.
In letzter Zeit ist unsere multimediale Welt derart gewachsen, dass ich mich entschieden habe ein größeres NAS zum Einsatz zu bringen, das auch gleichzeitig einige neue Feature mit bringt. Unter anderen sollte ein PHP-Server laufen und auch die alten DBoxen2 die Dreambox und der Fernseher sollten an das zukünfitige Netzlaufwerk angeschlossen werden.

Konfiguration
Aufgrund meiner fundierten Kenntnisse ist die Einrichtung für den Anwender ein Kinderspiel. Das Webinterface ist ordentlich gruppiert und man findet alle nötigen Einstellungen ohne Probleme. Es sollte aber durchaus möglich sein, das ein "normaler Anwender" mit etwas erweiterten Kenntnissen zum Ziel kommt.

Spezielle Lösungen kann man im Internet nachlesen. Wer also einen PHP-Server betreiben will, der muss sich sowieso mit der Thematik umfassend beschäftigen um zu verstehen wie so ein Server überhaupt funktioniert. Gleiches gilt für die integrierte mySQL-Datenbank.

Das Einrichten von Benutzern (und Gruppen) funktioniert schnell und einfach für die Windows und MAC/Linux/Unix-Nutzer.

Hersteller Support
Der Hersteller Raidsonic bietet ein Forum im Internet an, auf dem man seine Sorgen mit anderen Teilen kann. Das war's dann aber auch schon. Wer hier Hilfe erwartet, der ist falsch adressiert. Das was ich dort gelesen habe, ist zum Teil so unqualifiziert, das man die Hände über dem Kopf zusammen schlagen muss. Die Moderatoren haben überhaupt keine Ahnung und raten erst mal pauschal zum Firmwareupdate. Wenn das erledigt ist soll das System neu ausgesetzt werden. Also völlig unsinnige Ansätze, die meist nicht das eigentliche Problem bei der Wurzel packen. Zudem wird also auch ein E-Mail-Support angeboten. Wer also ein geduldiger Mensch ist, der kann es auf diesem Wege versuchen. Ich bevorzuge diese Art der Kommunikation deswegen, da man dann ausschließen kann, dass etwas falsch verstanden wird. Innerhalb von einem Tag habe ich eine Antwort erhalten.
Den Telefonsupport habe ich nicht getestet, hierfür steht freundlicherweise eine normale Festnetznummer zur Verfügung.

Inbetriebnahme
Das Auspacken und Anschließen überspringe ich mal. Kennt ja jeder von Weihnachten. Echt clever ist die Lösung, dass die "frischen" Festplatten einfach in die Kassette geschoben werden. Ich habe zwei Terrabyte Platten verwendet. Platten rein, Klappe zu, das war's. Also kein langes Schrauben oder einstecken mit Kabelfummelei. Tolle Idee und Umsetzung. Im Webinterface können die Platten dann erst als RAID-System eingerichtet werden, um diese dann zu formatieren. Dieses erreicht man übrigens ganz einfach mit dem Webbrowser mit der Eingabe der Adresse des NAS-Laufwerkes. Nach mehreren Minuten steht dann der Netzwerkspeicher zur Verfügung. Nun kann man beginnen seine Ordner und Nutzer (evtl. Gruppen) anzulegen. Für NFS-Zugriff (muss extra aktiviert werden) steht eine weitere Konfigurationsoberfläche zur Verfügung. Das Einrichten und der Funktionstest funktionierte auch auf anhieb.
Auf die weitere Funktionen möchte ich hier nicht weiter eingehen und beschränke mich weiterhin auf den Client-Server Zugriff, also Mensch greift auf Maschine zu.
Windows-Nutzer können also einfach auf die freigegebenen Daten zugreifen, wenn Sie sich zuvor autorisiert haben. Es macht Sinn, die Windows-Benutzer die bereits auf den Computern existieren, zu verwenden. Somit ist eine "automatische" Anmeldung am Server gewährleistet. Mit dem Start des PC steht einem dann sofort das Netzlaufwerk mit den Freigaben zur Verfügung, wenn es denn funktioniert, doch dazu später mehr.

Lautstärke des Lüfters
Eins sollte klar sein. Es handelt sich hier um ein Gerät mit kompakter Bauweise. Drin steckt ein Computer und ein oder zwei Festplatten die natürlich Wärme produzieren. Bei solchen Geräten ist die höchste Priorität eine maximal mögliche Kühlung und nicht ein Kompromiss mit leisen Lüfter und toller Kühlfunktion. Man will schließlich auch eine lange Lebensdauer gewährleisten. Das ist nicht für's Wohnzimmer oder gar Schlafzimmer. Trotzdem muss man sagen das die Geräuschemission durchaus akzeptabel, aber deutlich höher ist wie manch ein Notebook.

Besondere Netzfunktionen
Es gibt einige Funktionen die mich überzeugt haben, das richtige Gerät zum Kauf ausgewählt zu haben. Dies ist unter anderen der UPNP-AV Server, der es ermöglicht meinen Fernseher mit Videomaterial in einigen gängigen Formaten zu versorgen. Man wählt am TV also ein DNLA-Laufwerk aus und spielt den Film dann einfach ab, genial.
Des Weiteren läuft auf dem NAS auch ein NFS-Server. Damit ist es möglich die alte DBox2 (auch Dreambox usw.) mit einem stream zu versorgen, der übrigens deutlich schneller ist als der Samba-Server. Die Dbox2 (mit Linux) kann dann Filme Zentral aufnehmen und auch abspielen. Da ich gleich mehrere Geräte im Haushalt habe, ist das eine richtig komfortable Lösung. Aus dem Internet hat man Zugriff auf einen FTP-Server.

Probleme
Ja Probleme, ich weiss gar nicht wo ich es beschreiben soll. Vielleicht kann man sich vorstellen wie überrascht ich war, als das Laufwerk, das ich mühevoll konfiguriert und mit einem Terrabyte an Daten bestückt habe, plötzlich nicht mehr da war. Eigene Dateien, Filme, MP3, tausende Familienfotos und hunderte Videos, alles nicht mehr da? Ich vermutete erst eine mangelhafte WLAN Verbindung an meinem Notebook, aber auch alle anderen Computer konnten das Laufwerk nicht mehr "sehen". Was genau passiert war weiss ich nicht einmal. Eine Vermutung möchte ich jedoch äußern, denn ich habe bereits einige Beiträge in verschiedenen Foren gelesen, die ähnliche Probleme beschreiben. Aufgrund eines längeren Kopiervorgangs mit großen Datenmengen, kam es möglicherweise zu einem internen Speicherüberlauf. Das führt zum Ausfall des Samba-Servers und eine Reanimierung ist nicht mehr möglich. Schluck!
Zu meinem Glück, und wer schon mal vor einer solchen Situation stand kann mich verstehen wenn ich von Glück spreche, konnte ich die Verbindung per FTP herstellen. Also erst mal die Daten in stundenlanger Arbeit erst mal sichern bevor noch mehr zu Bruch geht. Zu diesem Zweck mußte ich mir aber erst mal eine weitere 2 Terrabyte Platte kaufen. Super, danke, das macht Spaß.

Fazit
Für einen durchaus angemessenen Preis erhält man ein recht üppig ausgestattetes Gerät. Vielleicht ist aber gerade das ein Problem, denn wo viel drin ist kann auch viel kaputt gehen. Nach einer längeren Kopieraktion von großen Datenmengen schmierte mein Samba-Server ab und verweigerte mir im gesamten Netzwerk den Zugriff auf die Daten. Die Verbindung war einfach weg. Ich (IT-Spezialist) hatte mit meinen Mitteln und einigen Beiträgen in Foren keine Möglichkeit das Gerät zu seinem Dienst zu bewegen. Die Daten konnten nur noch per FTP rückgesichert werden. Leider brach die FTP-Verbindung ständig ab, was den Kopiervorgang, von ca. 1,5 TB Daten, extrem in die Länge zog.
Mit der aktuellen Firmware 2.6.3/05 ist das Gerät nicht alltagstauglich, dies ist aber nur meine persönlich Meinung.


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