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skywalker_1974 (Deutschland)

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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS ist ein Actionfilm!, 14. Juli 2008
Mit über sechzig Jahren hat es Sylvester Stallone tatsächlich noch einmal geschafft, einen Actionfilm auf die Leinwand zu bringen, der es in sich hat. Endlich mal wieder ein Actionfilm, der die Bezeichnung auch verdient, dreckig und beinhart.
"John Rambo" ist nicht gerade zimperlich, in der unwesentlich längeren ungeschnittenen Fassung erst recht. Im Gegensatz zum Vorgänger "Rambo III" ist die gezeigte Brutalität wieder wieder ernster. Die harten Szenen wirken stilistisch wie aus aus einem Kriegsfilm und sind ebenso wie Rambo selbst nicht mehr so comicartig überzeichnet wie im dritten Teil. Stallone beschönigt in diesem vergleichsweise realistischem Actionkracher nichts, sondern zeigt schonungslos das Grauen eines Krieges. Der Hochglanzlook des dritten Teils ist hier kein Thema mehr.

Die Story ist nichts großartiges (erinnert Ansatzweise an Rambo 2), aber sie funktioniert und trägt den Film bis zum Ende, ohne langweilig zu werden. Der gealterte Rambo wirkt verbittert und man merkt zwar, daß er nicht mehr kämpfen will, aber das hätte man durchaus noch ein wenig vertiefen können. Allerdings wirkt Rambo deutlich reifer. Er ist keine Einmannarmee mehr, sondern agiert teils aus dem Hintergrund und arbeitet mit den Söldnern zusammen. Bis auf Sarah (Julie Benz), Schoolboy (Matthew Marsden) und Lewis (Graham McTavish) bleiben die anderen Figuren eher unaufällig, aber dennoch ist Rambo nicht mehr so überlebensgroß wie bei seinem letzten Auftritt.
Der Soundtrack hat erfreulicherweise auch das altbekannte Rambothema verwendet, wobei ich die Musik insgesamt ziemlich ansprechend fand. Sehr schön und irgendwie sentimental fand ich die Schlußszene, die fast wie eine Hommage an das Original wirkt. Hier schließt sich der Kreis, insofern würde es mir gefallen, wenn die Rambo-Saga nun abgeschlossen wäre.

Sylvester Stallone spielt den wortkargen Rambo nicht nur überzeugend, sondern konnte auch seine Fähigkeiten als Regisseur erneut unter Beweis stellen. Der Film sieht wirklich sehr gut aus und ist auch tadellos inszeniert worden. Nachdem Stallone seine Paraderollen Rambo und Rocky erst in den Sand gesetzt hat und sie dann mit einem vierten bzw. sechsten Film doch noch einmal würdevoll und in richtigen guten Filmen zum Leben erwecken konnte, hat Sly in meinen Augen eines der bemerkenswertesten Comebacks der letzten Jahre hingelegt.

Meiner Meinung nach der zweitbeste Rambo nach dem Original und der beste Actionfilm der letzten Jahre. Da kann sich John McClane nach seinem recht glattgebügelten und enttäuschenden vierten Auftritt eine Scheibe abschneiden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2009 12:15 PM CET


Rob Zombies Halloween
Rob Zombies Halloween
DVD ~ Scout Taylor-Compton
Wird angeboten von moviesgames4u
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Passables Remake, 28. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Rob Zombies Halloween (DVD)
Der originale "Halloween" ist ein Genreklassiker und taucht regelmäßig in den Listen mit den besten Horrorfilmen aller Zeiten auf. Von daher hielt ich das Remake für überflüssig, war dann aber doch neugierig. Und schlechter als die Fortsetzungen nach Halloween 2 kann der Film auch nicht sein.
Der neue "Halloweeen" kann sich durchaus sehen lassen. Es wurden einige Momente aus dem grandiosen Original übernommen, die Darsteller sind ordentlich und der Film ist insgesamt gut gemacht. Während man im Original nicht viel über Michael Myers Vergangenheit erfährt und er ein ziemlich anonymer Killer ist, zeigt das Remake einen Teil seiner Zeit in der Psychiatrie und der Behandlung von Dr. Loomis (Malcolm McDowell, der wie ein langhaariger Penner aussieht), ehe der die Handlung 15 Jahre in die Zukunft springt (in der Loomis nicht mehr wie ein langhaariger Penner aussieht). Das ist durchaus interessant, hätte man aber noch ein wenig ausweiten und vertiefen können. Das Finale ist recht lang geraten, und diese Minuten hätte man besser in die Handlung in der Psychiatrie investieren sollen.
Weniger gelungen ist die Klischeeansammlung in der Familie Myers: Die Mutter ist eine Stripperin (aber mit Herz), der Stiefvater ein herumgammelnder Taugenichts (Williams Forsyte, der wie ein langhaariger Penner aussieht), die Schwester vernachlässigt Klein-Michael und vergnügt sich lieber mit ihrem Freund (der auch wie ein langhaariger Penner aussieht) und Michael (der schon als Kind wie ein langhaariger Penner aussieht) selbst ist schon ein gewaltbereiter Tierquäler.
Laurie Strode und ihren Freundinnen hatten im Original mehr Persönlichkeit und ähnelten sich nicht so sehr, wie im Remke. Dafür sehen die Mädels im Remake doch um einiges besser aus. Malcolm McDowell schlägt sich als Dr. Loomis zwar gut durch den Film, aber Donald Pleasence hatte einfach die bessere Ausstrahlung. Michael Myers war damals um die 1,80, bei Rob Zombie mutierte er gleich zu einem zwei Meter großen Monstrum (gespielt von Tyler Mane aus dem ersten X-Men).
Im Gegensatz zum Original ist das Remake ziemlich brutal. John Carpenter zeigte nicht viel, sondern setzte auf die bedrohliche Stimmung und den treibenden Soundtrack. Rob Zombie hat ziemlich viele Morde in die Story geschrieben, die ein wenig erzwungen wirken und meiner Meinung nach auch etwas zu brutal sind.

Der Ansatz mit Myers Leben in der Psychiatrie ist gut, aber zu kurz. Genau daraus hatte man was machen können. Die Atmosphäre ist ordentlich, der Film ist insgesamt gut inszeniert und das berühmte Halloween-Theme wird auch beim Soundtrack des Remakes oft verwendet. Was am Remake wirklich besser ist: Michael Myers entkommt aus der Klinik und fährt - im Gegensatz zum Original - nicht einfach mit dem Auto davon!

Auch dieses Remake hätte man sich schenken können, aber es ist ein passabler Horrorfilm geworden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2008 1:35 AM MEST


Postal (metalpak) [Limited Special Edition]
Postal (metalpak) [Limited Special Edition]
DVD ~ Zack Ward

11 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gewohnte "Qualität", 6. Juni 2008
Das witzigste zuerst: "Einen Film wie ,Postal' hat es seit Monthy Pythons ,Das Leben des Brian' nicht mehr gegeben", tönte Uwe Boll. War das Größenwahn, glaubt Uwe Boll das oder hat er mittlerweile eingesehen, wie schlecht seine Filme sind und meinte das gar ironisch? Egal, wir werden es wahrscheinlich nie erfahren und wirklich interessieren wird es eh keinen.

Haupdarsteller Zack Ward spielt seine Rolle recht gut, sehr viel mehr positives kann man über den Film aber nicht sagen. Die Dichte an Gags ist ziemlich hoch, aber das Timing stimmt nicht und die meisten Witze sind einfach schlecht. Die Komik des Films ist flach und besteht praktisch nur aus dummen Gelaber, Uraltwitzen und Fäkalhumor. Aus der Anfangsszene mit der Diskussion um die Anzahl der Jungfrauen hätte man etwas machen können. Man weiß, es ist witzig gemeint, aber dennoch kann man nicht darüber lachen - und so verhält es sich mit den meisten lustigen Szenen.
Ich bin durchaus für Humor zu haben, der politisch nicht korrekt ist. Aber Einfälle wie "Krankenabteilung Dr. Mengele" sind geschmacklos und für mich peinlicher Schwachsinnshumor. Als gelungen kann man bestenfalls die Telefonate zwischen George Bush und bin Laden, deren gemeinsame Schlußszene sowie Uwe Bolls Kurzauftritt bezeichnen. Ansonsten kann Uwe Boll keinerlei keinerlei Gespür für Humor und Komik unter Beweis stellen.

Wie gesagt, Zack Ward macht sich gut, die meisten anderen Schauspieler sind immerhin erträglich. Einzig Chris Coppola nervt recht schnell, Verne Troyer sowieso und die Frauen von Onkel Dave wurden anscheinend in einer Striptease-Bar gecastet.

"Postal" soll eine Satire sein, ist aber bis auf ganz wenige Ausnahmen nur einen Ansammlung von Humor aus den unteren Schubladen. Flache Komödie, von Satire kaum eine Spur.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2013 2:53 PM MEST


Indiana Jones and The Kingdom of The Crystal Skull
Indiana Jones and The Kingdom of The Crystal Skull
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 9,39

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Künstlerisches Armutszeugnis, 5. Juni 2008
Ich kenne viele Soundtracks von John Williams, aber keinen derart schwachen. Schon sein "Star Wars Episode III" Soundtrack war enttäuschend, nur wenige der neuen Kompostitionen waren gelungen, bekannte Melodien wurden lieblos eingefügt. Mit dem "Indiana Jones and The Kingdom of The Crystal Skull" Soundtrack hat sich Williams selbst deutlich unterboten, meiner Meinung nach der schlechteste Score, den er bis jetzt komponiert hat.

Jeder Indiana Jones Soundtrack hatte mitreißende Melodien zu bieten, nur der vierte nicht. Die neuen Melodien sind langweilig, uninspiriert und ideenlos wie vom Fließband. Nichts davon fällt einem besonders auf, der einzige kleine Wiedererkennungswert entsteht, weil man zu oft das Gefühl hat, vieles schon tausend Mal gehört zu haben.
Das bekannte Indiana Jones Thema ("Raiders March") wird viel zu selten zitiert, die anderen bekannten Melodien aus den Vorgängerfilmen wurden wie schon beim dritten Star Wars Soundtrack so herzlos integriert, als wären sie per Copy & Paste in den Score eingefügt worden.

Die ersten drei Indiana Jones Soundtracks sind brilliant, der vierte ist unglaublich schwach. Ein Stern wäre absolut gerechtferigt, den zweiten gebe ich nur dazu, weil das altbekannte Material zwar schlecht in den Soundtrack eingefügt wurde, aber im Gegensatz zum Rest wenigstens gut ist.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 13, 2011 11:08 AM CET


Big Nothing
Big Nothing
DVD ~ Simon Pegg

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Film, der gegen Ende schwächer wird, 1. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Big Nothing (DVD)
"Big Nothing" ist an sich eine schöne schwarze Komödie. Die Situationen sind skurril, makaber und die Story ist für die eine oder andere Überraschung gut, auch wenn die Geschichte hin und wieder eine etwas konstruierten Eindruck macht. Durch die Rolle von David Schwimmer schlägt der Film hin und wieder auch ein paar ernstere Töne an. Handwerklich ist "Big Nothing" ebenfalls sehr ansprechend, denn Regisseur Jean-Baptiste Andrea arbeitete mit überzeugenden Split-Screen Szenen und einigen kurzen Rotoscope-Einlagen in einem comicartigen Stil.

Nicht voll überzeugend ist das Zusammenspiel zwischen Simon Pegg (leider mit ungewohnter Synchronstimme) und David Schwimmer. Die beiden funktionieren als Team zwar, aber die Chemie ist beiweitem nicht so gut wie zwischen Simon Pegg und Mark Frost in "Shaun of the Dead" oder "Hot Fuzz". Genretypisch läßt auch "Big Nothing" gegen Ende dann doch spürbar nach, da das Drehbuch das Prinzip mit den Storywendungen leider übertreibt.

Kurzweilig, makaber, unterhaltsam, nur die zu gut gemeinten Wendungen gegen Ende des Films schaden dem Gesamteindruck. Schade.


Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen
Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen
DVD ~ Charlton Heston
Preis: EUR 4,97

30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Zukunftsthriller, 31. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Soylent Green" ist einer der besten Zukunftsthriller und durch die Diskussion um Klimawandel und Treibhauseffekt aktueller denn je: Im Jahr 2022 ist New York mit 40 Millionen Menschen hoffnungslos überbevölkert. Wasser, Nahrung und Wohnraum sind knapp. Menschen schlafen in den Treppenhäusern, Wasser ist rationiert. Große Teile von Flora und Fauna sind vernichtet, die Welt leidet unter dem Treibhauseffekt und einer nicht enden wollenden Hitzewelle. Natürliche Lebensmittel und sauberes Wasser sind den Reichen vorbehalten. Alle anderen Leben von künstlicher Nahrung: Soylent Rot, Soylent Gelb und Soylent Grün. In dieser Welt leben der Polizist Thorn (Charlton Heston) und sein betagter Kollege Sol (Edward G. Robinson). Als der reiche und einflussreiche William R. Simonson ermordet wird, übernimmt Thorn die Ermittlungen und kommt einem Komplott auf die Spur.

"Soylent Green" wurde auch nach Maßstäben der frühen 70er Jahre mit einfachen Mitteln gedreht. Der Film kommt so gut wie ohne Spezialeffekte aus, und er braucht auch keine. Man nimmt dem Film das düstere Szenario und den gesellschaftlichen Verfall in jeder Sekunde ab: Straßen und Gebäude sind überfüllt, die Stadt ist drist und schmutzig, die Stimmung ist pessimistisch, die Figuren schwitzen wegen der Hitzewelle fast immer. Die Dialoge zwischen Thorn und Sol, der die Welt in ihren schönen Zeiten nie kannte, stimmen nachdenklich und tragen perfekt zur düsteren Stimmung bei. Charlton Heston mag für die Rolle etwas alt gewesen sein, spielt den Polizisten, der auch irgendwo korrupt ist, aber einfach überleben muß und sich in seinem Job dennoch Mühe gibt, aber dennoch überzeugend. Edward G. Robinson geht in seiner letzten Rolle (er starb zwei Wochen nach dem Ende der Dreharbeiten) als alter Mann, der die Erinnerungen an die alte Welt in sich trägt, noch einmal so richtig auf. Grandios ist in dieser Hinsiche die Szene gegen Ende des Films, wenn sich Sol "einschläfern" läßt, also freiwillig stirbt. Während dieser Prozedur wird ihm ein mit klassischer Musik unterlegter Film gezeigt, der aus Naturszenen und Tieraufnahmen aus den Zeiten besteht, in denen die Welt noch schön war. Als Thorn dazukommt, übermannt ihn die einstige Schönheit der Welt, die viel schöner war, als er sie sich je vorstellen konnte. Ein erstklassiger Sci-Fi Thriller mit guten Darstellern, der durchwegs interessant ist und nachdenklich stimmt. Ein Klassiker und in jeder Hinsicht sehenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2008 2:07 PM CET


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
DVD ~ Harrison Ford
Preis: EUR 7,99

20 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön altmodisch, aber...., 30. Mai 2008
Seit Mitte der 90er Jahre war von einem vierten Indiana Jones die Rede. Nach vielen Jahren, diversen Drehbüchern und etlichen Autoren haben es Spielberg, Lucas und Co doch geschafft, den Mann mit dem Hut noch einmal auf die Leinwand zu bringen.

Harrison Ford ist in die Jahre gekommen. Man sieht es, aber er ist noch sehr gut in Form und er ist auch diesmal Indiana Jones. Die Rückkehr von Karen Allen als Marion Ravenwood war eine schöne Idee, aber die Figur ist kaum mehr als Beiwerk und kommt selten über die Rolle der Stichwortgeberin hinaus. Shia LaBeouf ist als Mutt Williams nicht so schlimm wie befürchtet. Eine Imitation von James Dean, des 50er Jahre Rebellen, aber er ist recht sympathisch und einige Sprüche sind ganz in Ordnung. Der Part von Ray Winstone konnte leider gar nicht überzeugen. Erst Kumpel von Indy, dann Verräter, dann doch wieder Kumpel und dann doch Verräter... man kann das Wechselspielchen auch übertreiben. Cate Blanchett ist als Spalko ganz nett, aber kein Vergleich ihren Vorgängern und einfach nur ein Standardbösewicht. Der Part von John Hurt als Professor Oxley ist mit Abstand der schwächste, denn er redet in 90% seiner Szenen wirres Zeug und fungiert ebenfalls als Stichwortgeber. Ihn hätte man ehrlich gesagt streichen können.

Die Geschichte rund um den Kristallschädel und das ganze Alienthema funktioniert ganz gut, jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt. Aber auch hier hinkt der Film seinen Vorgängern hinterher. Es fehlt ein wenig das mystische, was immer den Reiz ausmachte. Die Artefakte der vorangegangenen Abenteuer hatten einfach mehr Flair und waren greifbarer, als die Aliengeschichte, die mit dem davonfliegenden UFO am Ende des Films zu dick aufträgt.
Richtig schlecht fand ich die Sache mit dem Kühlschrank und der Atomexplosion. Zugegebermaßen sieht die Szene wirklich hervorragend aus, aber es ist einfach zu absurd und übertrieben.
Ganz einfach überfüssig ist die Hochzeit am Ende des Films. Das dieses finale Drehbuch wirklich besser sein soll, als das von Spielberg/Ford akzeptierte aber von George Lucas abgelehnte Drehbuch von Frank Darabont, kann ich ganz einfach nicht glauben.

Ein weiteres Problem ist der Humor des Films. Es sind ein paar gelungene Sprüche und Szenen dabei,wirklich gut fand ich z.B. die Szene mit der Schlange, aber es ist einfach zu viel Witz in dem Film. Entgegen vieler Kritiken bietet der Film deutlich mehr Humor als der Vorgänger, der für meinen Geschmack schon etwas zu witzig war. Der vierte Indiana Jones setzt noch eines drauf und ist nicht selten zu albern.

Die Action und die Effekte sind sehr schön gemacht. Größtenteils reale Stunts anstatt grausame Animationen (wie viele Stunts aus Star Wars I-III), die Verfolgungsjagden können absolut überzeugen, insgesamt kommt der Film mit wenig CGI aus.
Dafür enttäuscht der Soundtrack auf der ganzen Linie. Das bekannte Indiana Jones Thema wird viel zu selten zitiert und bis auf ein paar bekannte Stücke aus den drei vorangangenen Filmen ist der Soundtrack unglaublich schwach. Der Rest ist mäßig, ein ideenloser und unispirierter 08/15 Soundtrack von John Williams, bei dem ich immer wieder das Gefühl hatte, manches schon tausend Mal gehört zu haben.

Es ist klar der schwächste Indiana Jones und die Mängel wiegen schwer. Indiana Jones steht für mich oft nicht genügend im Mittelpunkt, weil er einfach zu viele Leute im Schlepptau hat und der Humor ist teilweise grenzwertig. Was den Film vor einem totalen Reinfall rettet, ist der Stil. Man hat es wirklich geschafft, dem Look der drei Vorgänger sehr nahe zu kommen. Wenig CGI, viele Spinnweben, modrige Leichen, sehr schöne Sets, dadurch punktet der Film, was einige Mängel wieder ausgleicht.

Der Film ist gut, kurzweilig und absolut unterhaltsam. Für eine Fortsetzung nach so langer Zeit wirklich gelungen, aber die Vorgänger sind einfach besser. Es hätte schlimmer kommen können, aber mit besseren Autoren, einem entsprechenden Drehbuch und weniger Albernheiten wäre sicher mehr aus dem Film geworden. Schade, hier wurde vorhandenes Potenzial verschenkt.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2008 12:10 AM CET


Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer (Einzel-DVD)
Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer (Einzel-DVD)
DVD ~ Ioan Gruffudd
Preis: EUR 7,99

22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Albern, 11. Mai 2008
Der erste Teil der "Fantastischen Vier" war immerhin eine durchschnittliche Comicverfilmung. Beim zweiten Teil wurden die gleichen Fehler begangen, nur wiegen sie diesmal schwerer.
Die Besetzung war schon das Manko des ersten Films. Bis auf Michael Chiklis (Ben Grimm/Das Ding) sind die Darsteller zu jung. Vor allem Jessica Alba wirkt fehlbesetzt, ist diesmal völlig überfordert und spielt meiner Meinung nach so schlecht wie noch nie. Chris Evans schafft es auch diesmal, als menschliche Fackel ohne Ende zu nerven. Sobald er den Mund aufmacht, ist das Ergebnis zu 90% ein dummer Spruch, albern, peinlich oder schlicht idiotisch. Julian McMahon tritt als Dr. Doom kaum in Erscheinung und wurde schlicht und einfach verschenkt.
Die ewigen Sticheleien zwischen dem Ding und der menschlichen Fackel sind zu aufgesetzt und langweilen schnell. Überhaupt ist der Humor dieses Films einfach zu kindisch und albern. Das einer der Drehbuchautoren tatsächlich Mark Frost ist, der einst 30 Episoden der genialen Serie "Twin Peaks" geschrieben hat, stimmt fast schon traurig.

Die FX schwanken zwischen durchschnittlich und sehr gut, leider ist "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer" aber ein Paradebeispiel für Filme mit vollkommen überflüssigen Effekten, wie zum Beispiel die dämliche Tanzeinlage von Mr. Fantastic.

Das einzige, was den Film vor dem totalen Reinfall rettet, ist der Silver Surfer. Seine Szenen sind es, die den Film trotz der idiotischen menschlichen Fackel, einen kurz durch den Film hampelnden Dr. Doom und dem Laienspiel von Jessica Alba zwar nicht gut, aber zumindest erträglich machen. Das ist auch der einzige Grund, warum ich den Film mit drei anstatt zwei Sternen bewerte.

Der Silver Surfer wird seinen eigenen Film bekommen, also kann man gespannt sein, was daraus wird. Die Fantastischen Vier wird man wegen den Einspielergebnissen des zweiten Teils wahrscheinlich nicht mehr auf der Leinwand sehen. Sollte es so kommen, kann ich gut damit leben, denn ich kann mir vorstellen, wie schlecht ein dritter Teil werden würde.


Indiana Jones - Die komplette DVD Movie Collection
Indiana Jones - Die komplette DVD Movie Collection
DVD ~ Harrison Ford
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 38,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Unterhaltung, 11. Mai 2008
Wenn man nach perfekter Unterhaltung sucht, kommt man an Indiana Jones nicht vorbei. George Lucas und Steven Spielberg haben nicht nur ihre Hommage an die Serials ihrer Kindheit geschaffen, sondern bieten dem Zuschauer zeitlose Abenteuerfilme, die man sich immer wieder ansehen kann und auch immer wieder ansehen möchte.

"Jäger des verlorenen Schatzes" ist in meinen Augen der beste der Filme. Unvergessen ist allein schon die Anfangssequenz mit der Steinkugel. Zudem bietet der Film eine sehr schöne und mysteriöse Geschichte, tolle Gegenspieler und Indiana Jones hat mit Marion Ravenwood zweifelsfrei die beste Partnerin an seiner Seite. Schön, daß sie im bald kommenden vierten Film wieder mit von der Partie ist.

"Indiana Jones und der Tempel des Todes" gilt bei vielen Fans und auch Steven Spielberg selbst (dem der Film zu düster ist) als schlechtester der Filme, für mich ist er der unterbewerteste Beitrag und fast gleichwertig mit dem Original. Der Streifen ist in erster Linie ein Abenteuerfilm, greift aber auch Horrorelemente auf und hat mit Mola Ram (herrlich dämonisch gespielt vom leider schon verstorbenen Amrish Puri) einen sehr guten Gegenspieler, vielleicht sogar den besten.

"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" ist für mir der bislang schwächste Teil. Zwar ist auch dieses Abenteuer ein guter und sagenhaft unterhaltsamer Film, die Story ist wieder überzeugend und die Chemie zwischen Harrison Ford und Sean Connery ist einfach perfekt. Allerdings schießt der Humor doch öfters übers Ziel hinaus. Vor allem Marcus Brody agiert mir mit zunehmender Laufzeit etwas zu albern und mutiert zu sehr zur Witzfigur. Und der Gralsritter am Ende des Films ist einfach zuviel des Guten.

Insagesamt aber eine durchgehend überzeugende Trilogie. Temporeich, nie langweilig, erstklassig inszeniert, spektakuläre und schlüssige Actionszenen (da sollten sich Bruckheimer und Bay mal eine Scheibe abschneiden....) und vor allem der Beweis, daß Unterhaltungskino nicht gleichbedeutend mit Gehirn abschalten ist.

Die drei Filme stecken und einer wirklich schmucken Box und sind mit interessantem Bonusmaterial ausgestattet. Eine Box, die man haben muß, ein absoluter Pflichtkauf.


Kings of Rock - Tenacious D
Kings of Rock - Tenacious D
DVD ~ Jason Reed
Wird angeboten von Abakues
Preis: EUR 39,53

3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passabel, 10. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Kings of Rock - Tenacious D (DVD)
Die Story von "Tenacious D" ist an sich ist nicht gerade der Hammer, aber für diese Art von Film noch ausreichend. Der Film kann eine recht hohe Gagdichte vorweisen, von denen manche zünden, manche jedoch nicht, da der Humor hin und wieder recht plump ist. Die Sequenz mit dem Sasquatch ist viel zu lang, zäh und absolut humorfrei. Am meisten stört jedoch der ebenso ausgelutschte wie generell quälend unlustige Kifferhumor, der noch nie lustig war und nie lustig sein wird.
Ganz gut sind die diversen Gastauftitte von z.B. Ben Stiller als Gitarrenverkäufer, Ex-Nirvana Trommler Dave Grohl als Satan, sowie die Nebenrolle von Tim Robbins oder der Pizzalieferent. In erster Linie wird der Film von Kyle Glass und seiner fast schon liebenswerten Tolpatschigkeit getragen. Wie die meisten anderen Filme mit Jack Black leidet auch "Tenacious D" unter einem Problem: Jack Black. Seine ewige Grimassenschneiderei und das wilde Gestikulieren geht mir persönlich ziemlich schnell auf die Nerven. Außerdem ist Jack Black als Schauspieler herzlich unbegabt, was bereits Peter Jacksons "King Kong" geschadet hat. Black scheint sich in den meisten Rollen mehr oder weniger selbst zu spielen.
Die Songs sind akzeptabel, aber insgesamt leider wenig mitreißend. Echte Ohrwürmer wie in anderen Musikfilmen sucht man vergeblich.

Kein Vergleich zu "Wayne's World" und erst recht nicht zu den "Blues Brothers", aber ein recht kurzweiliger Film, der für den einen oder anderen Lacher gut ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2012 12:01 PM MEST


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