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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
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LG HT503PH 5.1 Heimkinosystem (DivX-zertifiziert, HDMI, Upscaler Full HD 1080p, USB 2.0) schwarz
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen preis/leistung stimmt hier zu 100 %, 17. Mai 2009
wer nicht viel geld übrig hat aber auf tollen klang wert legt, der muss hier zugreifen. dieses soundsystem macht jede weitere stereoanlage oder dolby surround dingens überflüssig und macht das wohnzimmer zum kino/partylokalität.
absolut empfehlenswert, da auch die verarbeitung und das design top ist.


The Basis of Transetherapy
The Basis of Transetherapy
Preis: EUR 12,84

2.0 von 5 Sternen verstehst du nur bahnhof?, 9. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: The Basis of Transetherapy (Audio CD)
Von wegen Ich versteh nur spanisch". Die Nu-Thrash/Semi-Metalcore Kapelle aus dem sonnigen Madrid setzten auf den angesagten Zug und offenbaren ein recht gutes und eingängiges Verständnis für populäre Metalmusik. So überflutet das aktuelle Angebot an ähnlich gearteten Bands auch ist, wenn die Qualität stimmt, lässt man sich dennoch gern dazu hinreißen und lauscht dem rifflastigen Brett mit homoerotischer Abwechslung zwischen Brüllgesang und melodischen Emo-Parts.

Das Songswriting ist auf relativ hohem Level und die Produktion lässt keinerlei Wünsche übrig.

Großartige Eigenständigkeit oder Innovation sollte man natürlich nicht erwarten, dies dürfte dem Zielpublikum von InnTrance aber herzlich am Allerwertesten vorbeigehen.

InnTrance wollen ballern und die Muskeln spielen lassen, und wenn man über die doch etwas einfältigen melodischen Stellen hinweghört, bleibt ein Spartenalbum das sich ganz klassische im Mittelfeld einpendelt.

Als positiv zu vermelden ist, das die Band gottlob darauf verzichtet hat das Psychopatenelement einzubauen welches einem oftmals den Spaß an ähnlich gearteten Bands verleidet.

Es bleibt natürlich abzuwarten ob InnTrance nicht vielleicht ein bisschen zu spät am Start sind um noch ihr Stück vom Kuchen abzubekommen.

Mit spanischen Lyrics hätte mir The Basis..." vielleicht noch etwas besser gefallen, aber was nicht ist kann ja noch werden.


Smile
Smile
Preis: EUR 13,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen weitaus besser als angenommen, 19. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Smile (Audio CD)
Ich gestehe offenherzig ein das ich mit der Musik der Mülläffchen zuerst absolut nichts anfangen konnte. Dezent englisch anmutender Indie-Rock, welcher ganz schreckliche Erinnerungen in mir weckt. Objektiv gesehen zählen die Bremer jedoch tatsächlich zu den unterhaltsameren und besseren Gruppen dieses Genres und wissen mit ihrem gekonnt inszenierten Songwriting tastächlich zu überzeugen und Spaß zu machen. Natürlich geht es nur seltenst straight zur Sache, aber die großstädtische Art und das weltmännische Flair gibt "Smile" einen Touch von unantastbarkeit. Besonders der beschwingte Ska Song "Bad Day" lässt einem keine Möglichkeit zum Stillstehen. Sämtliche Spielarten zwischen Jazz und Beatles-Pop werden zitiert, aufgegriffen oder vermengt. Und das sogar mit Stil und dem richtigen Händchen.
Nicht immer ist die Musik der Trashmonkey unanstrengend, und das wollen sie mit Bestimmtheit auch nicht sein. Ihr Ziel, die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich zu ziehen und ihn komplett in Anspruch zu nehmen erreichen sie im wahrsten Sinne des Wortes spielend.
Man muss halt schon auf diese Art von Musik stehen, denn ein jeder wird damit ganz sicher nicht warm werden. Die psychedelischen Retro-Schleier, welche sich durch dieses Album ziehen können durchaus befremdlich wirken, aber wenn man sich mal locker macht dann dürfte es dem scheuklappenlosen musikinteressierten Zappelphilipp durchaus zum Mitmachen bewegen.
Ich denke mal das man "Smile" in die Kategorie "Mag man oder mag man eben auch nicht" stopfen kann, obwohl die Scheibe durchaus Potential zum entdeckt werden mitbringt. Bei mir war es jedenfalls der Fall, und ich bin sicherlich kein Typ der sich schnell von etwas überzeugen lässt was ihm grundsätzlich nicht behagt.


Are You Ready
Are You Ready
Wird angeboten von rocktom5
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen aufgespielt nach schema eff, 18. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Are You Ready (Audio CD)
Hierzulande dürften Bai Bang erst mit ihrer Best Of" Scheibe von 2006 in das Bewusstsein der Leute getreten sein, und auch wenn ich diese Compilation schon lange nicht mehr aufgelegt habe ist mir die Gruppe als sehr solide, dreckige Sleazerock Combo mit viel Party- und Mitsingcharakter in Erinnerung geblieben.

Also stellt Are You Ready" die erste richte Veröffentlichung mit neuem Material seit Attitude" von 2001 darf und 8 Jahre lassen Spielraum für Veränderungen.

Ich hatte vor ein paar Jahren das Glück das Demo des Songs I Love The Things You Hate" hören zu dürfen und die Nummer hat wirklich Großes versprochen. Dementsprechend groß war meine Vorfreude auf Are You Ready" (wo ist hier eigentlich das Fragezeichen geblieben?) und ich hatte noch nicht mal meine Schuhe ausgezogen als ich die Scheibe sofort in den Player stopfte.

Das Ergebnis des Hörgenusses war dann doch ein etwas anderes als ich mir erwartet habe.

Ich weiß nicht ob man es dem Mastering von Chris Lyne von Soul Doctor (hier hätte ich schon mal stutzig werden müssen) zuschieben muss, aber ich habe schon lange nicht mehr erlebt das an offensichtlich gutem Rohmaterial, und die Songs sind wirklich gut und eingängig, so hart rumpoliert und weichgespühlt wurde. Mit Sleaze hat Are You Ready" nur noch sehr bedingt etwas zu tun, vielmehr klingt das Album als hätten sich Bonfire und Wigwam zu einer neuen Schlagband verbündet und wollen demnächst bei Florian Silbereisen die Oma zum mitschunkeln bewegen.

Macht der Opener I Love The Things You Hate" sogar in der entschärften und abgewaschenen Version richtig Bock, so überschreiten vor allem die Balladen wie Only The Best Die Young", We Come Alive" oder All The Little Things" jegliche Schmalzgrenzen. Vielleicht bringt das mehr Airplay als das anständige Party Queen" oder macht, entgegen der bisherigen Annahme, die Schlüpfer noch ein wenig feuchter.

Klar, Bai Bang sind vielleicht keine Teenager mehr wie ihre Kollegen Crashdiet. Aber muss man deshalb wirklich so klingen als hätte man das Feuer der Jugend von sämtlichen freiwilligen Feuerwehren Skandinaviens löschen lassen? Ich denke nicht.

Als Begleitmusik zum Kuscheln mit der Liebsten kann man die Scheibe durchaus auflegen, aber mit Hardrock wo die Fetzen fliegen hat das vorliegende Album in etwa soviel zu tun wie das Uwe Boll mit guten Filmen.

Ich möchte hier und jetzt nicht alles schlecht schreiben, denn das würde Are You Ready" nicht gerecht werden. Vielleicht bringt es die Umschreibung das Bai Bang heute eher mit Jaded Heart, Bonfire, Casanova oder anderem deutschen Schönwettergezupfe im Melodicrock verglichen werden können als mit nordischen Ungetümen wie Hardcore Superstar.

Leute die mit einer neutraleren Herangehensweise an die Band und mit Gefallen an seichtem Poprock können sich Are You Ready" reintun und werden auch Freude daran finden. Alle anderen werden sich bei dem Übermaß an Kitsch zu sehr an Ingolstadt ganz unten erinnert fühlen und sich mit Grausen abwenden.


Number4
Number4
Preis: EUR 7,99

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen im westen nichts neues, 13. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Number4 (MP3-Download)
Man soll nicht Chardonnet saufend und Gauloises qualmend durch die Gegend humpeln und gleichzeitig über die Franzosen schimpfen. Klar, aus dem Land wo sie Froschschenkel essen gab es relativ wenig auffälliges aus dem Rockbereich, und man muss kein Genie sein um zu erkennen das der Rock ŽnŽ Roll den Baguettes nicht wirklich im Blut steckt.

Und trotzdem war ich gespannt was mir mit Tracy Gang Pussy für ein Leckerbissen aus Eiffelturmhausen ins Osternest gelegt wurde. Schön kitschiger Bandname, dagegen dürfte sogar Nuclear Blast einen Preis für ihre Kreativabteilung abstauben können. Egal, viel schlimmer ist das Bandpic auf der Rückseite, welches in seiner Aussagekraft nicht hätte stärker sein können. 4 glattgebügelte Emobürschchen mit frischlackierten Farbtattoos und niedlichen Piercings an den richtigen Stellen und offensichtlich von H&M oder ähnlichem Eingekleidet.

Doch auch das sagt noch nichts aus, denn Omas Kleider machen Leute" Spruch kann mich dort küssen wo die Sonne niemals hinscheint.

Laut ihrer MySpace Seite spielen die Kids aus dem Westen Europas lockeren Sleaze- und Schmuddelrock wie man ihn vorwiegend aus der Gegend rund um Stockholm kennt. Die Hinweise auf U.S Punkrock hab ich aufs Geradewohl einfach ausgeblendet.

Nun, und genau solchen Plastikpoppunk bekommt man geboten. Gut gemacht, keine Frage aber so innovativ, ehrlich und frisch das man mit dem Kopf durch das geschlossene Fenster springen möchte.

Ich vergönne der Band als auch ihrem Label jeden Euro den sie mit dieser durch und durch aufgesetzten Platte verdienen, denn wer sich so dreist an das Zielpublikum wendet und ganz klar nur aufs Geldverdienen bei Teenagern setzt, der soll auch abkassieren.

Macht Dieter Bohlens DSDS auch nicht anders.

Für Skateboard fahrende Vorstadtkids mag dieses Abziehbild einer jungen Rockband sogar noch irgendwo witzig-spritzig klingen, für jemanden der schon damals die Green Day hörenden Punkverunglimpfer verachtet hat und Gruppen wie Blink 182 für Abschaum hält, der wird sich mit Grausen abwenden.

Und wenn sich Tracy Gang Pussy schon von Song zu Song als Plagiat wiederholen, dann darf ich das bitteschön auch. Number 4" ist nicht im Hinterhof oder der Garage entstanden, das hört man. Und das ist schlimm.

Wer Sleaze oder Punkrock hören möchte, der hat sogar im windigsten Supermarkt die Gelegenheit originelleres und mit mehr Herzblut versehenes zu erstehen. Denn genau diese nachgeschobenen Drecksbands sind es welche jedes Genre irgendwann ersticken und damit den wirklichen Jungs im kommerziellen Overkill den gar aus machen.

Egal ob Hair-Metal, Grunge, Nu-Metal oder sonst etwas, hätte man früher die Spreu vom Weizen getrennt, dann hätte man sich an den wirklich herausragenden Bands der jeweiligen Stilrichtung noch viel länger erfreuen können.

Jetzt liegt es an euch zu entscheiden ob ihr Dreck wie Negative, Sonic Syndicate oder eben auch Tracy Gang Pussy supporten wollt.


Boys Town
Boys Town
Wird angeboten von Pressezentrum Lübeck
Preis: EUR 9,18

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sleazen bis die schwarte kracht, 23. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Boys Town (Audio CD)
Die skandinavische Vorzeige- und Prototype Sleazeband gibt es wieder? Wirklich die Band um Szeneikone und Paradesleazer Andy Pierce? Tatsache, nach 10 Jahre Ruhepause nach dem eher sehr durchwachsenen Heroes For Sale" Album möchte man es dem Nachwuchs wie z.B. Crashdiet zeigen wo der Bartel den Most herholt.

Kann Andy im Jahr 17 nach ihrem Klassiker Cruel Intention" nochmal einen Kracher landen, welcher auch bei dem Sleaze- und Metal Nachwuchs ankommt? Das wird sich zeigen, an der neuen CD kann ein Scheitern jedenfalls nicht liegen, denn gekonnte schafft man die Brücke zwischen eigenen gesetzten Standarts und dem Anspruch der 2009 an ein skandinavisches Brutal-Party-Sleaze-Metal Album gestellt wird.

Fette Riffangriffe kombinieren sich mit Mitgröhlfaktor und Andys Stimme ist in wilden Momenten näher an Taime Downe dran als je zuvor. Meistens jedenfalls, denn Nite Like This" klingt original wie Ausschussware von Stevie Rachelles Tuff. Auch der Titelsong ist nicht wirklich ein Bringer und ein wenig zu simpel.

Rock Out", das Cover Method To My Madness" oder 48 Hours" sind mitreißend und ich bin mir sicher das die Macher wussten was sie hier für zwingende Nackenbrecher vorlegen. Eine totale Hymne wie ItŽs Not Love" kriegt man nicht gebacken wenn man das dazugehörige Feeling nur faked. Natürlich werden hier wieder sämtliche Klischees bedient die man von den Nasty Idols oder derlei gearteten Bands erwartet, aber das ist gut so und wird die Zielgruppe zusätzlich erfreuen.

Auch wenn die Nasty Idols an Balladen vorbildlich scheitern, so treffen sie bei den Stampfern und den Liedern welche dicke Eier erfordern, den Nagel auf den Kopf.

Boys Town" ist ein Album das einen positiv daran erinnert was Sleaze Metal ist, worum es dabei geht und warum man darauf steht. Wer mit der klassischen skandinavischen Spielweise des Rock n Rolls nichts anfangen kann, der ist bestimmt bei moderneren Bands wie man sie bei Crüefest findet besser aufgehoben.

Wer jedoch stolz sein Haar, seine Klamotten und seinen Drink trägt wie er es schon in den Seeligen 80ern getan hat, der wird mit Boys Town" gut bedient und zufrieden sein.


The Chelsea Smiles
The Chelsea Smiles
Preis: EUR 20,60

2.0 von 5 Sternen überflüssig wie ein kropf, 16. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Chelsea Smiles (Audio CD)
Konnte man Ex-Danzig Gitarristen Todd Young erwarten das er mit einer Glamrockband aufwartet? Eher nicht, und um ehrlich zu sein sind die The Chelsea Smiles auch kein Glamrock, auch wenn sie sich selbst gerne als solche sehen möchten. Was The Cheasea Smiles sind, das ist abgekochter Retrorock mit relativ kleinen Eiern und nicht vorhandener Eigenständigkeit. Klar, der Markt wird schon seit geraumer Zeit von Bands dieses Prägung überschwemmt, aber die versuchen zumeist wenigstens eigene Songs zu schreiben und verwursten nicht die New York Dolls, Monster Magnet, Skandirotzrock und The-Band Käse zu einem fast unerträglichen Mischmasch aus alternativ trötender Pseudocoolness und schlecht sitzendem 90er Jahre Rockdiscosampler.
Nicht das jetzt der Eindruck entsteht hier wäre dilettantisch etwas zusammengezimmert worden was grundsätzlich unpassend wäre, es ist viel mehr so das der Gesamteindruck vor nur so vor unkreativem Gemogel strotzt und sich mit Gewalt an einem Erfolgsmodel versucht wird, das man zwar verstanden aber nicht verinnerlicht hat.
Jeder einzelne der 12 Songs erinnert in nahezu frappierende Weise an irgendein Erfolgsliedchen der vergangenen Dekade. Dadurch geht der letzte Batzen Attitude auch noch verloren. Man möchte der Band wünschen das sie zumindest auf der Bühne authentischer wirken und überzeugen können.
Die Jungs bringen das nötige handwerkliche Rüstzeug mit, aber wenn man keinerlei Ideen auf Lager und keinen fähigen Songwriter in den Reihen hat, dann sollte man vielleicht doch eher bei Leuten wie Danzig und Co in Lohn und Brot stehen und dort seinen Job abziehen.
Schuster...Leisten...,ne?


Icon 3
Icon 3

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wer kann, der kann!, 12. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Icon 3 (Audio CD)
3" ist das....man mag es kaum glauben...dritte Album der der beiden Asia Recken John Wetton und Geoffrey Downes, und wie man sicherlich vermuten konnte, es gibt auch diesmal keine sensationellen Erneuerungen und Überraschungen im Klangbild. Einzig und allein die Frage warum man diese Sache unter dem Titel Icon und nicht Asia laufen lässt, beschäftigt einen weiterhin.

Das die beiden älteren Herren ihr Handwerk verstehen und sich ihre Lorbeeren nicht auf dem Jahrmarkt erschossen sondern in jahrelanger Arbeit verdient haben, das ist so unumstößlich wie das Amen in der Kirche. Deshalb weiß der Fan schon im Vorfeld was er von seinen Faves aufgetischt bekommen wird: Pompösen, verspielten, dezent mit Prog-Elementen durchsetzten AOR-Melodicrock.

Die Lieder sind allesamt auf höchsten Niveau, was das Spiel, als auch das Songwriting anbelangt. Aber das dezent an Queen erinnernde Destiny" ist schon ein richtiges Juwel, während My Life Is In Your Hands" das Schmalz gerinnen lässt als ob Journey sich noch Marc Knopfler und Jon Lord ins Boot geholt hätten.

Die Keys sind die Hauptzutat, und wenn zu den üblichen Auralgewürzen noch genügend Platz bleibt um Gastmusikern wie Anne-Marie Helder oder Hugh McDowell mit ihrer Stimme, bzw. ihrem Instrumentenspiel zu glänzen, dann kann von vielen Köchen und Breiverderben keine Rede sein.

Es freut den Musikliebhaber das in einem totgesagten Genre noch so prächtige Outputs den Weg zu den Hörern findet, aber an und für sich bietet 3" halt wirklich nur Kost für Anhänger dieser Spielart und wer sich nicht ganz und gar dem ausufernden Bombastrock der 70er verschrieben hat, der wird nur selten die inhaltliche Qualität eines solchen Outputs begreifen können.

Die klangvollen und vertrauten Namen der Projekt Leader werden helfen das auch weniger versierte Musikkonsumenten ein Ohr riskieren. Das ist gut so, auch wenn man bei all dem Respekt und schillernden Fassade eingestehen muss, das es bisweilen doch etwas bieder und zu konkret wirkt. Vor allem weil halt wirklich die zündenden Ohrwurmhits fehlen. Andererseits, hat nicht jeder seine Momente in denen es ihm nach Melodramatik und Schmalztiegel giert?


Rising
Rising
Preis: EUR 12,76

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen große haie, kleine rocker?, 6. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Rising (Audio CD)
Die erste Konfrontation mit der neuen Scheibe des amerikanischen Urgesteins war über das Coverartwork. Fassungslos starrte ich auf das billige Geschmiere und fragte mich ob die Musik des Tonträgers eventuell auch auf Kindergartenniveau herabgerutscht sei, was ja bei Könnern wie Great White eigentlich gar nicht möglich ist.
Vorweg sei gesagt das die Zeiten der Gold- und Platinawards natürlich schon länger vorbei sind und es deshalb Unsinn wäre eine Hochglanzproduktion wie noch zu ...Twice Shy" Zeiten zu erwarten. Deshalb ist der Klang, mit der die melodischen Bluesrocker dem geneigten Hörer (und von denen gibt es auch auf dem alten Kontinent mittlerweile wieder immer mehr) sehr basisch und erdig, was den Kompositionen aber erwartungsgemäß sehr gut zu Gesicht steht. Das Album klingt nach dem doch etwas zerrissen klingenden Back To The Rhythm" wieder mehr aus einem Guss und man merkt der entspannten und relaxten Atmosphäre der Scheibe an das sich die Gruppe doch einigermaßen von den brutalen Tragödien und Tiefschlägen der letzten Jahre erholt hat. Rockt man mit dem Opener Situation" (heavy und bluesig wie ZZ Top zu ihren besten Zeiten) und dem genialen All Or Nothing" (Status Quo lässt grüßen. Ebenso Kiss!) recht tough nach vorne, so schwimmt der Hai jedoch über die Albumdistanz doch eher in seichten Gewässern. Dies sei aber keinesfalls als Negativkritik zu verstehen, steht der betont gefühlvolle (jedoch keineswegs an Mädchenballaden erinnernde) Kurs dem Raubfisch äußerst gut zu Gesicht. Ein Hoch auf Musiker, welche über die Jahre an Sich wachsen und ihre Stärken herauskristallisieren.
Rising" als Album wirkt in sich homogen und natürlich, und die erdige Ehrlichkeit mit der hier abseits aller Klischees musiziert und Gefühle transportiert werden, ist was die Fans an der Band lieben. Auch wenn auf offensichtliche Radiohits bewusst verzichtet wurde und man dem Longplayer einige Durchläufe in ruhiger und entspannter Stimmung gönnen sollte, schleicht sich des öfteren ein Ansatz von Ohrwurm ins Gehirn und man ertappt sich dabei von weißen Stränden und kühlen Caipirinhas zu träumen.
Wer sich von der Erinnerung an mädchenverschlingende, wilde Hardrocker trennen und einfach nur tolle, handgemachte Rockmusik geniessen kann, dem sei Rising" ans Herz gelegt. Es gibt auf diesem Album mehr zu entdecken und zu erleben als man Anfangs annehmen möchte und das spricht ohne Zweifel für die die Band und das Album.
Ob es zum Ende hin das sehr am Original gehaltene Rolling Stones Cover LetŽs Spend The Night Together" wirklich gebraucht hat steht auf einem anderen Blatt, denn sowas macht vielleicht bei einem Livekonzert Sinn aber auf Platte haben die Großen Weißen schon lässiger Tribut gezollt.


Everyday Demons
Everyday Demons
Wird angeboten von cd-andrae
Preis: EUR 8,46

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was für ein wahnsinnsalbum, 4. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Everyday Demons (Audio CD)
"Everyday Demons" ist einer der Topkandidaten für das Hardrockalbum des Jahres? Was die hässlichen Knirpse aus Nordirland auf ihrem Zweitling abziehen ist Classic Rock per excellence. Dabei denkt man, auch wenn es immer mehr junge Knaben mit Blues, Rock und Soul im Blut gibt, immer noch an die alten Meister wie Led Zeppelin, Deep Purple, Thin Lizzy oder Free.

Aber kaum hinter den Ohren trocken haben uns die Youngster, welche es locker mit gestandenen Mannsbildern wie den Black Crowes aufnehmen können, mit The Rise" einen zukünftigen Klassiker spendiert und jetzt legen sie ein Zweitwerk nach, das dem Debut in nichts nachsteht. Aber bei Everyday Demons" handelt es sich nicht um eine Kopie des erfolgreichen Einstands sondern um ein Weiterentwicklung und Ausarbeitung wie sie im Buche steht.

Immer war man von der Angst geplagt, was denn sein würde wenn die alte Garde tatsächlich mal in den Ruhestand geht. Etwas hüftsteif haben sich die meisten präsentiert und jetzt ist es soweit das eine ausdrucksstarke, technisch einwandfreie, durch und durch beseelte Nachwuchscombo in die übergroßen Fußstapfen tritt. Und das mit eigener Duftnote und mit einer Selbstverständlichkeit, welche auch alteingesessenen und mit allen Wassern gewaschene Anhänger dieses Genres den Gebetsteppich ausrollen lässt.

Das stimmliche Vermögen von Cormac Neeson und die einhergehende Lebendigkeit sucht seinesgleichen und schreibt schon jetzt Rockgeschichte im neuen Jahrtausend. Der Rest der Band ist aber ebenfalls beeindruckend fähig und rechtfertigt jegliche Lobhudelei.

Hervorzuheben ist der beeindruckende Fakt das es The Answer keinen Deut nötig haben mit irgendwelchen Gimmicks auf sich aufmerksam zu machen. Hier kommt über die komplette (!) Albumdistanz die uralte Rock And Roll Weisheit zum tragen Let The Music Do The Talking". Klassischer, von den 70ern inspirierter Rock, der es nicht nötig hat einen auf Retro zu machen. Dies war ja die Erfolgsmasche ganzer Horden von Looserbands der 90er und auch dieses Jahrzehnts. Bei The Answer ersteht man ein Album, das im Jahr 2009 so nötig ist wie ein Heilmittel für die Wirtschaftskrise.

Dazu bekommt man noch eine Bonus DVD welche andere Gruppen separat verkaufen würden, und zwar ohne irgendeinen Aufpreis.

The Answer sind die Band der Stunde und wer darauf vertraut das Bands wie AC/DC, The Who, die Stones oder Aerosmith ihre Vorgruppen handverlesen, dem bleibt nichts anders übrig als sich dieses Gottwerk einzuverleiben.

Tatsächlich gibt es an Everyday Demons" keinen einzigen Grund zur Kritik und wer als Fan dieser Musikrichtung hier nicht zugreift und immer noch auf die alten Säcke schwört, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Man möge mir verzeihen wenn ich nicht detailliert auf die einzelnen Songs, die Produktion oder sonst etwas eingehe, aber ich denke das sich hier jedes weitere Wort erübrigt.


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