Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Rudolf Kreuzeder > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rudolf Kreuzeder
Top-Rezensenten Rang: 59.506
Hilfreiche Bewertungen: 1136

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Sonic Boom (Limited Edition 2CD + DVD)
Sonic Boom (Limited Edition 2CD + DVD)
Wird angeboten von ts-discovery
Preis: EUR 8,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen küss mich nocheinmal, 13. Oktober 2009
Die alternde Hardrock Goldschmiede Kiss möchte es also wirklich noch mal wissen. Wie viele Jahre sind nach Psycho Circus" vergangen, in denen es immer wieder geheißen hat das ein neues Kiss Album definitiv ausgeschlossen ist? Egal, die jüngste Alive" Revival Tour hat weltweit wieder einen Kiss Boom angeleiert und im Grunde können die Bandköpfe Simmons und Stanley eh machen was sie wollen, es kommt immer etwas Geldwertes (in erster Linie für sie selbst.) dabei raus.

Und siehe da, Kiss funktioniert 2009 und anstatt mit Peter und Ace mit Tommy und Eric im Makeup frischer als in den letzten 20 Jahren. Die Frischzellenkur hat also angeschlagen und man kann tatsächlich von einem rundum gelungenen Studiocomeback sprechen.

Das noch Lust und Energie in Paul Starchild" Stanley steckt hat man schon bei seinem letzten Soloalbum gehört, aber die schrottige A$$hole" Scheibe von Gene The Demon" Simmons war einer der größten musikalischen Offenbarungseide die jemals vernommen werden musste. Aber die Hauptakteure haben sich offensichtlich exzessiv mit ihrem eigenen Backkatalog befasst und quasi die Quintessenz ihres eigenen kreativen Daseins extrahiert. Witzigerweise klingt Sonic Boom" aber kein bisschen retro sondern quicklebendig und aktuell wie eine Mitternachtsfeier mit viel Wein, Weib und Gesang. Das nennt man wohl die Freude an sich selbst.

Und die Produktion....besser und passender geht es nicht. Druckvoll aber nicht aufdringlich. Klar aber nicht gläsern. Differenziert aber auch angenehm pointierend. Hier muss man Paul Stanley und Greg Collins einen zusätzlichen Goldbarren auf das geschminkte Butterbrot schmieren.

Richtig ätzende Aussetzer, so wie sie hin und wieder auf den meisten Kiss Outputs vorkommen, gibt es eigentlich nicht zu vermelden. Manch einer beschwert sich das mit Modern Day Delilah" und Russian Roulette" die zwei schwächsten Nummern ganz am Anfang stehen, aber richtig nachvollziehen muss man das nicht können. Die Songs machen gleich klar wo bei Simmons und Stanley die jeweiligen Prioritäten und stärken liegen.

Als Highlights, zukünftige Singles oder Anspieltipps würde ich All For The Glory" und Danger Us" empfehlen. Simple Rocker die einen schon nach kurzer Zeit nicht mehr loslassen und zum mitsingen, bzw. Popowackeln animieren.

Aber Kiss wären nicht Kiss wenn sie sich zum neuen Album nicht noch etwas Besonderes für die Fans hätten einfallen lassen. Zuzüglich zur neuen Scheibe haben sie noch eine 6 Songs umfassende Live DVD (mitgeschnitten in Buenos Aires) und Kiss Klassics" (eine neuaufgenommene Best Of ) beigelegt. Auf der DVD zeigt Rock And Roll All Nite" worum es bei einem Kiss Konzert geht und bei den neu eingespielten Oldies gibt es bis auf die ätzende Version von I Was Made For LovinŽ You" keine wesentliche Verschlechterung.

Sonic Boom" hat das Zeug für Kiss das zu werden was Black Ice" für AC/DC ist. Eine Rückkehr an die Spitze und ein hinzugewinnen einer neuen Fangeneration. Zu wünschen wäre es.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2009 3:06 AM MEST


Oh Yeah Revolution
Oh Yeah Revolution
Preis: EUR 5,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die glam überraschung, 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Oh Yeah Revolution (Audio CD)
Als ich das Cover der The Pleasures Scheibe erblickt habe, da dachte ich noch wir haben es hier mit einem schrecklichen Peppermint Creeps Klon zu tun. Noch dazu das die Band aus Hamburg kommt, da kann sowas einfach gar nicht klappen.

Was jedoch dann an überdrehter Vollgaswahnsinnsmucke aus meinen Boxen schmettert lässt das freakige Glamrockherz einen ziemlichen Satz nach vorne machen.

Die Nordlichter vermischen Discobeats mit Marylin Manson Krankhaftigkeit, originellem 70er Glam und dem ausgeflippten Dimension der Rocky Horror Picture Show.

Das wirklich feine an dieser Mischung ist die höchstprofessionelle Darbietung, die wüst scheppernd und dennoch unterschwellig kontrolliert wie ein Rock ŽnŽ Roll Musical der provokanteren Sorte ankommt und selbst den verklemmtesten und steifsten Sauertopf zum Tanzen und Mitmachen animiert.

Vor allem in den poppigen und fröhlichen Momenten kommt man aus dem Grinsen und Grimassen schneiden nicht mehr heraus, doch auch in den wuchtigen Momenten wie bei dem fulminanten "Skullhammer" oder den düsteren und erschreckenderen Songs zum Ende der Scheibe raus (z.B."Voyeur") überzeugen die The Pleasures durch ihr handwerkliche und kreatives Können, das jedoch nie in peinlicher Selbstüberschätzung endet.

Anfangs hat man vielleicht ein wenig Probleme mit dem Gesang der in den Refrains doch ein wenig deutsch klingt, aber irgendwie ist das sogar charmant. Kann sich noch jemand an die deutsche Band Helter Skelter erinnern? In etwa so.

Der Versuch bei "Oh Yeah Revolution" muss als rundum gelungen bezeichnet werden und ich sage der Band, wenn sie den nötigen Biss an den Tag legen und ihnen das Glück hold ist, eine erstaunliche Zukunft voraus. Bleibt nur zu hoffen das sie sich nicht von den Plattenfirmen abschleifen lassen.

Ob das T-Rex Cover "Children Of The Revolution" wirklich nötig gewesen ist, darüber kann man streiten. Aber als Tip At The Head an das große Vorbild Marc Bolan und T-Rex kann man es dennoch als schwer in Ordnung bezeichnen.

"Oh Yeah Revolution" sollte auf keiner künftigen Party fehlen bei der nach 0 Uhr das weisse Pulver über den Badezimmerspiegel geblasen wird.

Das man solche Musik auch mal in dieser Qualität aus Deutschland und nicht aus UK oder den Staaten bekommt macht Mut und lässt Lust auf mehr zu.


Casualties & Tragedies
Casualties & Tragedies
Wird angeboten von Squirrelsounds
Preis: EUR 28,05

1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wann macht er es denn endlich mal richtig?, 9. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Casualties & Tragedies (Audio CD)
Gunfire 76 ist also das Nebenprojekt mit dem Wednesday 13 endlich seinen puren und nicht durch Gothicrock und Unsinn verfällsten Rock ŽnŽ Roll spielen will. Er möchte seinen Glamrock Roots der 70er huldigen, da er sich laut eigener Aussage als Solokünstler Wednesday 13 zu limitiert fühlt. Das mag verstehen wer will, ich halte das für Schwachsinn. Aber man möchte nicht so sein und gibt der Scheibe eine Chance, denn 70s Glamrock ist ja ganz großer Sport und sowas gibt man sich bekanntlich ja immer gerne.
Nach diversen Durchläufen bin ich zu dem Schluss gekommen das ich mit W13 mal gerne
entspannt auf ein Bierchen in die Kneipe gehen möchte um mich mit ihm zu unterhalten.
Ich würde ihm sagen das ich die Murderdolls Sachen richtig unterhaltsam finde und auch mit den Frankenstein Drag Queens bzw. mit seinem Solozeug kein wirkliches Problem habe. Auch würde ich nicht hinter dem Berg halten das ich bei ihm eher das Problem habe ihn als autentisch und echt zu erleben. Er ist ja ein hübscher Bengel, der zwischen den gestylten Gothrockern von The 69 Eyes nicht auffallen würde, aber irgendwann sollte man schon dafür sorgen so etwas Ähnliches wie Profil zu bekommen.

Auf "Casualties & Tragedies" klingt er so als wolle er frühe Alice Cooper mit skandinavischen otzrock mischen. Grundsätzlich keine schlechte Idee, wenn auch nicht wirklich originell. Aber wenn dabei kreativ niedriger angesiedelt wird als bei Pretty Boy Floyd in ihren schwächsten Momenten, dann fragt man sich schon ein wenig nach dem Sinn.
Warum nicht einfach mit ein paar Kumpels eine Glampunkrock Covercombo gründen und ab und zu rauschig in der nächsten Kneipe auflärmen? Vielleicht sollte er auch mal eine alte Faster Pussycat Scheibe auflegen und nachhören wie man seine musikalischen Ursprünge aufpeppt und sinnvoll auf Vinyl, bzw. CD pressen soll.
Unter dem Strich bleibt ein recht blasses und beliebiges Oldie Album von einem Künstler der ich damit nicht wirklich einen Gefallen getan hat. Gut gemacht aber nichts gebracht, möchte man sagen.


Smashes And Trashes
Smashes And Trashes
Preis: EUR 4,99

17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zurück in die zukunft, 8. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Smashes And Trashes (Audio CD)
Warum wundert es mich nicht das nach der üblichen Anstandszeit eine Reunion der englischen Alternativerock Band ansteht? Warum wundert es mich nicht das im Vorfeld eine Best Of mit einigen neuen Liedern vorgeschickt wird? Warum wundert es mich nicht das schon mal eine Tour geplant ist um den Anklang abzuchecken? Warum wundert es mich nicht das die neuen Songs genau so klingen als wären sie Überbleibsel der alten Sessions?

Tja, hier sind sie also wieder. Skunk Anansie, die Band um die schwarze, englische Kampfamazone und Powersoulstimme. Als Grund für die Reunion wird "unvollendete Arbeit" angegeben und außerdem ist es ja eher eine Wiedergeburt als eine Wiedervereinigung. Nicht zu vergessen das man den Blick künstlerisch nach vorne richten möchte.

So weit so platt, aber für den durchschnittlichen Rockfan, der die alten Studioscheiben nicht im Schrank stehen hat, aber ein wenig Gefallen an der im Grunde schon recht vernünftigen, aber halt auch schwer in den 90ern verwurzelten Musik.

Über die Musik muss man keine Worte verlieren, kennt sie doch ein jeder der im letzten Jahrzeht mal in einer Rockdisco war. Herausragend und wahrscheinlich die wahre Existenzberechtigung für diese Band ist nicht das Songwriting sondern die wirklich bemerkenswert zerbrechliche und dennoch kraftvolle Stimme von Sängerin Skin. Erstaunlich das es bisher keine jüngere Sängerin im Hardrockbereich gibt die ihr diesbezüglich das Wasser reichen könnte. Und besonders in den sensibleren Momenten von Skunk Anansie gerät man schon in Gefahr sich in der Stimme zu verlieren und das ist wohl eines der größten Komplimente welches man einer Sängerin machen kann.

Die neuen Songs brechen nicht aus dem älteren Material hervor. Nicht im guten und nicht im schlechten, also bleibt abzuwarten ob es heute noch einen Markt für Skunk Anansie gibt. Denn auch wenn man sich mit der leidenden Art von Rockmusik der 90er schwer tut, muss man zugeben das die Band schon eigenständig war und nicht nur aufgrund des Hypes ihre Erfolge feierte. Smashing Pumpkins, Alice In Chains, Stone Temple Pilots....haben wir sie jetzt bald alle wieder zurück?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2010 7:52 PM CET


Little Feat - Skin It Back: Live at Rockpalast
Little Feat - Skin It Back: Live at Rockpalast
DVD ~ Little Feat
Preis: EUR 20,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen rockpalast zum huldigen, 29. September 2009
Mit meinem nun folgenden Geschreibe werde ich mich mit Sicherheit endgültig zum Vollhonk machen. Ich gestehe offen und ehrlich, obwohl ich großer Classic-Rock Fan bin und schon immer eine Schwäche für drogendurchsetzte, verwurbelte 70er Mucke hatte, außer dem Namen noch nie wirklich was von Little Feat bewusst gehört habe.

Aber das gute an konservierter Musik ist es ja, das sie einem nicht davonläuft und man, wie in diesem Fall über 30 Jahre später, noch immer in die einzigartige Atmosphäre der Rockgeschichte eintauchen kann.

Die Rockpalast Serie war seit jeher Garant für Meilensteine und das die einzelnen, teils sagenumwobenen und legendären Gigs jetzt nach und nach auf DVD veröffentlich werden, das ist nicht nur wunderbar sondern schon dankenswürdig. Man denkt nur an Rainbow, damit wäre wohl genug gesagt.

Aber zurück zu dem 77er Little Feat Auftritt in der berüchtigten Essener Grugahalle. Obwohl ich zum Zeitpunkt dieses Konzerts gerade mal meine ersten Schritte gestrauchelt bin, kann ich mir meinen alten Papa als grinsenden, groovenden jungen Mann mit großen Kotletten, Schlaghose und Joint auf dem Sofa beim Rockpalast schauen vorstellen. Little Feat haben in sehr leidenschaftlicher Weise eine soft-psychedelische Version von CCR mit Funkelementen und Country/Southernrock Stücken gespielt. Musikalisch war dies damals ja eh eine Everything Goes"-Zeit und das spielerische/technische Niveau der Musiker war im allgemeinen ja noch um Klassen hochwertiger als dies heute zumeist der Fall ist.

Hier bekommt man in schönen, ruhigen Bildern und anständigem Sound alles Geboten was das Herz und Ohr an einem gemütlichen Abend begehrt. Ausufernde Jam- und Soloorgien, hässliche Typen die neben ihren Instrumentalen Fähigkeiten alle noch über eine hervorragende Singstimme verfügen und Lieder, welche nicht durch nerviges Hitgeplänkel auffallen.

Eine im wahrsten Sinne des Wortes altmodische Angelegenheit, die aber für Anhänger geflegter Rockmusik ein wahrer Ohren- und Augenschmaus sein kann.

Und wer sich das Konzert schon früher mal auf VHS gezogen hat, den kann möglicherweise noch das Bonusmaterial hinter dem Ofen hervorlocken, welches aus bisher nicht gesehenem Rehearsal und Soundcheckzeugs besteht.


Masterful Mystery Tour
Masterful Mystery Tour
Preis: EUR 16,75

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen und wieder eine runde weiter, 28. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Masterful Mystery Tour (Audio CD)
Metallica sind eine Band, die wohl alles und jedem im Heavy Metal Bereich beeinflusst hat und es gibt wohl kaum einen Metalhead der nicht mindestens ein Album der Gruppe sein Eigen nennt. Das es dadurch auch immer wieder zu Cover- und Tributangelegenheiten kommt ist dabei natürlich völlig klar und vorhersehbar. Aber ab und an schaffen es ein paar kreative Köpfe aus den tausendmal gehörten Songs etwas neues, spannendes und andersklingendes zu machen. Zum Beispiel die Cellisten Apocalyptica. Aber den absoluten Vogel schießen die Amis mit dem witzigen Titel Beatallica ab. Schon zum zweiten Mal verwursten sie The Beatles Klassiker mit Metallica Liedern und bieten sie so dar, das man hörbar kaum einen Unterschied zu den Headbangern aus San Francisco hört. Sänger Jaymz Lennfield könnte ein Metallica Album einschreien und würde heute wohl besser klingen als das Original.

Meistens sind solche Witzgeschichten nicht wirklich lange lustig und wenn dann ist es ja auch wohl eher etwas das man bei YouTube rumreicht oder sich zu zwölf Bier mal auf einem Festival antut, aber nicht umsonst haben es Beatallica zu Lieblingen von Lars Ulrich höchst persönlich geschafft und ernten von allen ernstzunehmenden Branchenkennern und Magazinen große Anerkennung.

Sie rocken und zitieren nicht einfach aufs Geradewohl durch den Backkatalog der großen zwei Legenden sondern sezieren die Lieder auf die wesentlichen Bestandteile und basteln sie komplett neu zusammen. Dadurch kommt eine Mischung zustande die einerseits sofort erkennen lässt bei welchem Part jemand Pate gestanden ist aber düngen durch die höchst amüsanten Sprünge zwischen Beatles und Metallica geradewegs den Humor in den CD Player.

Wo JBO mittlerweile kaum mehr für wirklich einen Brüller zu haben sind, da trümmern Beatallica geradewegs den Soundtrack für betrunkene Nachmittage auf irgendwelchen Festivalcampingplätze ein. Und da die Scheibe ja auf dem Label von JBO hierzulande veröffentlichen, da haben es sich Lennfield, Hammetson, Burtney und Larz nicht verkneifen können eine mitteltolle Version von Ein Guter Tag Zum Sterben" einzuspielen.

Nicht jede Nummer ist ein Bringer, aber bei Granaten wie The Thing That Should Not Let It Be", Hero Of The Day Tripper" oder And IŽm Evil?" kann man absehen wie die Schenkel geklopft und die Rüben gebangt werden.

Ob mit Masterful Mystery Tour" die Ende der Fahnenstange erreicht ist oder ob der Käse hiermit besser gebissen sein sollte, das wird sich herausstellen, aber bis dahin darf man sich dieses Album auf jeden Fall in den Wechsler packen.


Revolve
Revolve
Preis: EUR 20,83

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen pour some zucker on me, 18. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Revolve (Audio CD)
Nach über 10 Jahren Funkstille sind Danger Danger tatsächlich wieder mit einem neuen Album am Start. Obendrein noch im (Fast-)Original-Lineup, nur Gitarrenhexer Andy Timmons fehlt. Aber Ersatzmann Rob Marcello füllt diese Lücke mit Leichtigkeit. Viel wichtiger ist aber das man Paul Laine wieder durch Charismabolzen Ted Poley ausgetauscht hat, dessen unverwechselbare Stimme auf den Frühwerken der Band erst das nötige Profil verpasst hat. Nichts gegen Paul, der Mann ist einer von den Guten, aber Ted ist nunmal Ted.

Das Cover der Scheibe wirkt düster und passt eigentlich hervorragend zu dem diesjährigen verregneten Sommer, aber die Musik...ja, Revolve" ist ein zuckersüßes, leichtfüßiges und fröhliches Sommeralbum der alten Schule. Jedoch mit einem Sound der nicht angestaubt sondern zeitlos klingt.

Die Band hat sich auf ihre Stärken besonnen und verwursten Def Leppard, Poison, Kiss und diverses AOR-Allerlei zu dem klassischen Danger Danger Poprock den man liebt oder hasst. Ich trau mich wetten das der missmutige deutsche Sauertopf von soviel Gute-Laune Musik einfach nur angewidert sein wird und Revolve" als schmalziges, aufgeblasenes Bubblegumrockscheibchen abtun wird. Und dieser Fakt wird den Fans sogar noch Freude bereiten, denn Revolve" stellt damit eine tolle Alternative zu der aufgesetzten und wichtigtuerischen Rock- und Metalszene in Europa dar.

Während es in der gitarrenorientierten Rockmusik mittlerweile Usus ist das jeder gerade mal vom Baum runtergekletterte Halbaffe meint seinen Gedankenmüll in sozialkritische Polittexte zu packen, da fahren Bruno, Steve, Ted und Rob mit Links einen musikalischen Themenabend auf, der einem mal wieder die sonnige Leichtigkeit des Daseins vorführt. Flockige Mitsinglieder wie der Opener oder F.U.$" wechseln sich ab mit prickelnden aber lockeren Balladen. Hervorzuheben das ausgesprochen einvernehmende Rocket To Your Heart", das alles auffährt was Danger Danger ausmacht. Einziger Wermutstropfen ist das selten alberne Babygebrabbel in KillinŽ Love", was den ansonsten sehr guten Song regelrecht versaut.

Revolve" bietet dem Hörer Stadionrock, welcher abseits von Bon Jovi oder Bryan Adams längst schon nicht mehr in den Stadien stattfindet. Kurz und knapp, von den 80er Jahren inspirierter Partyrock, den man bei Autofahren, beim Staubsaugen oder beim Geschlechtsverkehrt hören möchte. Sollen die anderen doch jammern, Danger Danger haben mit diesem Album einfach alles richtig gemacht.

Dafür ein herzliches Welcome Back und lasst euch bitte mal mit einer kleinen Clubtour blicken.


Smoke and Mirrors
Smoke and Mirrors
Preis: EUR 13,15

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen und die gitarre glüht noch, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Smoke and Mirrors (Audio CD)
'Oje, muss das sein?', das war mein erster Gedanke als ich erfahren habe das George Lynch den Lynch Mob wieder auferstehen lassen möchte. Zu durchwachsen war Lynchs letztes Material und laut eigenem Bekunden hat Schorsch schon länger die Lust am musizieren und Bandgefügen verloren. Gut, mit seinem alten Kollegen Oni Logan hat er jedoch wieder einen Sänger an Bord, der sich wirklich so nennen darf und wer Basslegende Marco Mendoza und Ex- Brides Of Destruction Schlagzeuger Scott Coogan rekrutiert, der hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen neumodischen Schmarrn im Sinn.

Und tatsächlich, es geschehen noch Zeichen und Wunder. 'Smoke And Mirrors' versucht nicht nur an 'Wicked Sensation' anzuknüpfen, sondern schafft dies tatsächlich zu einem großen Teil.

Weder Oni noch George haben in den Jahren was verlernt und so wie Dokken es nach einer Durststrecke schafften sich aufs Wesentliche und ihre Stärken zu konzentrieren, so gelingt auch Lynch Mob ein reinrassiges Hardrockalbum für Freunde der traditionellen und hochwertigen Gitarrenmusik einzutüten.

Die musikalische Bandbreite ist weit gefächert, hier groovt und stampft es, hier wird filigran am Detail geschraubt und dort gibt es Hooks die einen mitreißen und nicht mehr loslassen. Aber dennoch klingt 'Smoke And Mirrors' wie aus einem Guß und hat einen Flow den ein solches Album braucht um am Stück gehört zu werden ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Spricht es für sich, wenn man auf die obligatorische Nummer-Sicher-Ballade verzichtet? Ich denke doch.

Oni klingt bei den Rock 'n' Roll Nummern wie eine dezentere aber auch sehr gefühlvolle Ausgabe von Ray Gillen (RIP) und wenn die Metalelemente die Führung übernehmen erinnert man sich auch ein wenig an die Stimme von Mike Vescera.

Was auffällig ist, das ist das absolut songdienliche Spiel von George Lynch, der nicht den Affen bekommt sondern sich bemerkenswert songdienlich verkauft, nur um hier und da mit umso erstaunlicherer Brillanz aufzublinzeln.

Man muss kein Musikwissenschaftler oder Gitarrenspezialist sein um die coolen Sounds umgehend George 'Mr. Scary' Lynch zuzuordnen. Was für eine Freude dem Meister wieder bei dem zu hören was er am besten kann.

Wie schon damals 'Wicked Sensation' bringt auch 'Smoke And Mirrors' eine Zeitlosigkeit mit sich, welche dem Album eine Eigenständigkeit und Charakter verleiht.

Bei diesem Album merkt man die Passion und das Know-How der Beteiligten und es wäre eine Schande gewesen wenn es nicht mehr zu dieser Scheibe gekommen wäre.

Es bleibt jetzt noch zu hoffen das die Leute das Album auch kaufen und nicht doof aus dem Internet ziehen, damit uns diese Konstellation noch länger erhalten bleibt.


Be True
Be True
Preis: EUR 12,84

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schrecklichster müll - finger weg!, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Be True (Audio CD)
Was bitte soll das? Wer soll mit dieser Scheibe beleidigt werden? Biederster Hausfrauenrock aus Australien (womit bewiesen wird das es dort tatsächlich auch Nichtskönner gibt und diese es trotzdem schaffen können hier veröffentlicht zu werden), dessen Existenzberechtigung zwischen Null und Nichts liegt. Jede Garagenparty wäre mit dem Liedmüll, der Inkompetenz und der Anitausstrahlung von den The Vagrants gestraft, denn soviel kann man gar nicht trinken als das einem dieses Nichts gefallen könnte.

Wenn mir die Scheibe nicht so aufgedrückt worden wäre, ich würde den Plattendealer der mir das Teil verkauft hat verklagen oder erschlagen.

Am liebsten möchte ich jetzt über das Versagen von Möchtegernsängerin Renate Ludwig ablästern, aber wenn ich da anfange, dann weiß ich nicht mehr wo ich aufhören kann.

Eine solche CD zu veröffentlichen grenzt an Rohstoffverschwendung im höchsten Grad, und weil ich so doof bin und es sogar mal mit höherer Lautstärke versucht habe, bin ich jetzt bei meinen Nachbarn auch noch als Loser abgestempelt. Wie soll ich meinen Ruf jemals wieder rehabilitieren?

Diese Scheibe lässt sich höchstens gebrauchen um jemanden seine Verachtung klar zu machen in dem man ihm diese auf Compact Disc gebrannte Verunreinigung schenkt.

Und aus diesem Grund breche ich hiermit auch ab.

Be True" ist True. true Unkreativ, true Langeweile, true Afterrock.


Distant Encounters
Distant Encounters
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 10,27

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wer kann der kann, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Distant Encounters (Audio CD)
Vagh bzw. Robin Vagh, sollte man den kennen? Laut Info hat der Songwriter und Multi-Instrumentalist schon unter eigenem Namen zwei Alben veröffentlicht. Diese sollen sich musikalisch in dem selben Fahrwasser bewegt haben wie nun sein neues Project mit dem vielsagenden Namen Optimystical. Melodic Rock und Melodic Metal. Und wie es bei Skandinaviern die sich dieser Richtung verschrieben haben meistens Gang und Gebe ist wird sich nicht auf lockere Melodien mit Gitarrenpower untersetzt beschränkt, es wird noch die pompöse Keyboardklatsche angewandt und hier und da so etwas ähnliches wie Progressiv Elemente eingeschoben. So wird aus Melodic schnell mal Mäh-lodic. Nicht weil man sich beim hören wie vom Rasenmäher überfahren fühlt sondern weil man sich durch die Wattebauschigkeit schnell beim Schäfchenzählen und Einschlafen wiederfindet.

Optimystical ist grundsätzlich zwar dieser Ecke zugehörig, aber die Lieder sind einerseits so gut ausgearbeitet und mit anerkennungswürdigen Hooklines versehen das man überraschenderweise richtig Spaß beim lauschen bekommt.

So fähig sich Sänger Ronnie Hagstedt einfügt, für den Hardrocker sind wohl die beiden Nummern Outcast" und Tonite" am ansprechendsten, denn hier ist ausnahmsweise Jonas Blum von Pole Position und Majestic am Mikro zu hören. Nicht nur erinnert seine Stimme entfernt an Claus Lessmann, auch die Songs lassen Erinnerungen an Zeiten aufkeimen in denen man Bonfire noch hören konnte ohne sich zu ärgern.

Aber auch das Restmaterial ist durchaus für weitere Durchläufe zu haben. Besonders das leckere Startide Rising" hätte sich tatsächlich als Titelsong und Albummittelpunkt angeboten.

Auch wenn ich mich wiederhole, es mag unfassbar klingen aber die Keyboards wirken nicht störend sondern schmiegen sich angenehm an die anderen Instrumente an.

Das Schneller, höher, weiter" Prinzip hat Robin zugunsten von Arrangements welche sich so nennen dürfen und nachvollziehbaren Strukturen vermieden. Somit bleibt uns ätzender Kindergartenmist wie die letzten Stratovarius Alben erspart.

Der Ballade Face In The Window" fehlt es noch ein ganzes Stück zur gehobenen Klasse, aber sie wirkt im Gesamtkonzept nicht störend.

Soundtechnisch ist natürlich kein drückender Bombast geboten aber ich denke mal das man das Budget schon gut ausgereizt hat und sich Distant Encounters" auch in größerer Lautstärke auf der Stereoanlage hören lassen kann.

Wer Lust hat sich mal wieder schmutzbefreiten und leicht angesäuselten Melodicrock/Metal zu gönnen welcher nicht eine Schleimspur hinter sich herzieht, dafür aber den Spaßfunken der Beteiligten überspringen lässt und dennoch ernsthafte, konzentrierte Arbeitsleistung bietet, der darf sich Distant Encounters" trotz den klischeebeladenen Covers einverleiben.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20