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Beiträge von Rudolf Kreuzeder
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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
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Broken Heart Syndrome (Ltd.Digipak)
Broken Heart Syndrome (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 21,37

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schon in ordnung so, 25. Februar 2011
Projekte und Musikerzusammenschlüsse von altgedienten Helden sind meist ein recht kurzweiliger Zeitvertreibe, aber ganz selten wirkliche Dauerbrenner. Und natürlich kennt man die Hans Wursten die sich unter dem Namen Voodoo Circle ihre Vorliebe für 70er Jahre Hardrock austoben. Die Frage ist nur ob man heute noch eine weitere Platte braucht die handwerklich Top und soundtechnisch tadellos klingt, wenn es sich nicht um solche Ausnahmetalente wie z.B. bei Black Country Communion handelt?

Davon abgesehen muss man beim Hören doch immer daran denken das es hier eigentlich um 80er Jahre Melodicrock/Melodicmetal handelt das sich als 70er Classic Rock getarnt hat, was Anbetracht der beteiligten Mucker kein Wunder ist.

Wenn jemand wirklich auf Retrosound steht, dann wird er entweder gleich eine Rainbow oder Led Zep Scheibe entstauben oder neuere Geschichten entweder von ganz jungen Retrobands oder aktuelle Alben von den Urvätern besorgen.

So ist Broken Heart Syndrom" zwar an und für sich eine ordentliche Platte, aber wirklich sinnvoll ernstnehmen sollte man die Chose nicht und es mehr als öffentliches Ausleben der Wurzeln und Vorlieben der Herren Beyrodt und Co sehen. Das alles aber halt auf sehr hohem Niveau und von Leuten die Wissen wie es sich gehört.

Das angesprochene Klientel sollte einfach mal ganz locker Probehören und seine Kaufentscheidung hernach fällen.

Anhänger der Mitglieder können jedoch aber auch ganz beruhigt auf neue Veröffentlichungen der Stammbands warten und B.H.S." als reine Übergangsscheibe sehen.


A Farwell to Arms
A Farwell to Arms
Preis: EUR 11,73

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen also hier kann man echt mal wieder zufrieden sein, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: A Farwell to Arms (Audio CD)
Ob die norwegische Dynamitestange nach dem letzen Blindgänger noch die Kurve kriegt und beweisen kann das sie noch genügend Schießpulver auf der Zündschnur hat? Tony Mills ist bekanntlich ja ein hervorragender Sänger, aber einen Tony Harnell ersetzt man halt nicht einfach mal so mir nichts dir nichts. Ob Mills nach seinem kürzlich überstandenen Herzinfarkt überhaupt noch mal einen stimmlichen Böller krachen lassen kann und ob Oberknalltüte und Gitarrist Le Tekrö noch eine Melodicrock Silvesterrakete schreiben kann'das waren so in etwa die Fragen die mir als erstes in den Kopf kamen als ich hörte das TNT 'von den Waffen Abschied nehme wollen'.

Es liegt nicht nur an meinen relativ niedrig gesteckten Erwartungen das mich 'A Farewell To Arms' durch und durch positiv überrascht und sogar regelrecht mitgerissen hat. Ein Grund dafür ist die sprengsatzmässige Mischung aus klassischem Melodicrock Songwriting für das TNT noch aus den 80er Jahren her bekannt ist und dem modernen Soundgewand, welches zeitgemäß aber nicht dem Zeitgeist nachhechelnd für ein richtig schön breitgefächertes Hardrock/Metal Erlebnis sorgt. Dazu noch die wirklich mehr als nur anständige und solide technische Fähigkeit der Musiker. Mit diesem Können lassen sich Sachen halt schon einfacher umsetzen als wenn man diesbezüglich limitiert ist.

Es erfreut das es TNT mit Sänger Mills geschafft haben ihre Stärken zu bündeln und interessant in Szene zu setzen. Klar, Harnell fehlt halt nach wie vor, denn er hat den Gesamteindruck der Band einfach über Jahre hinweg sehr geprägt. Und auch ein zweites '10000 Lovers (In One)' sucht man vergebens.

Dafür bekommt man ein richtig schön erfrischendes Hardrockalbum welches bei aller Melodiösität die nötige Härte und bei aller klar strukturierter Orientierung nicht den Groove und die Eier vermissen lässt.

Wer die alten TNT mochte wird auch an 'Farewell To Arms' seinen Spaß haben und kurzweilige Unterhaltung finden.

Aber um noch einen Kritikpunkt erwähnt zu haben: 'God Natt, Marie''.Pfui, pfui, pfui! So einen Schund will ich von dem nordländischem Explosionspaket bitte nie mehr hören. Dafür aber immer wieder gerne Schmankerl wie 'Barracuda' und vor allem 'Don't Missunderstand Me'. In dieser Verfassung ist man auf alle Fälle bereit TNT wieder in Herz und ins Ohr zu schließen. Im Gegensatz zu den Kollegen von Jadet Heart hat man hiermit seine Daseinsberechtigung wiedererlangt.


Rough & Tumble
Rough & Tumble
Preis: EUR 12,19

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wieder mal ein vielseitiges meisterwerk, 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Rough & Tumble (Audio CD)
Das neue Soloalbum der Rocklegende beginnt gar nicht mal so zart und ultramelodisch wie erwartet sondern packt einen mit dem heavy riffrockenden Titelsong so richtig an den Klöten. Das simple Hauptriff ist beängstigend simpel gehalten und entfaltet gerade dadurch seine Wirkung. Schön wenn gleich in den ersten Minuten klar gemacht wird das es sich bei 'Rough & Tumble' keineswegs um ein biederes Rentneralbum handelt sondern das auch ein John Waite seine Muskeln spielen lassen kann. Praller Einstieg jedenfalls!

Das folgende 'Shadows Of Love' ist eine musikalische Kampfansage und Herausforderung an Bad Company zu Brian Howe Zeiten. Hochmelodiös und mit Ohrwurmhooks ausgestattet wie man es heute nur noch viel zu selten vorgesetzt bekommt. Sehr geschmackvoll jedenfalls wie die Gitarren sich mit den Hammondorgelklängen verbindet und diese dem Gitarrensolopart den Platz bereiten.

'Evil' würde ich als eines der Highlights der Scheibe bezeichenen, gerade weil sie eine andere musikalische Seite von John Waite zeigt. Die Nummer groovt und funkt smooth und dezent vor sich hin während die Gitarren einen auf Mark Knopfler machen und so ein entspanntes Lungeclub Feeling verbreiten. Diesen Leckerbissen von Song muss man unbedingt gehört haben.

Das Herzstück ist zweifellos die Megabreitbandballade (die jedoch relativ reduziert und angemessen dargeboten wird) 'If You Ever Get Lonely', welche ähnliche Rezeptoren anspricht wie der Superhit 'Missing You'. Lange hatte ich schon keine Tränen mehr in den Augen als ich neue Musikstücke gehört habe, aber 'I.Y.E.G.L.' hat es geschafft das ich mich traumhaft verloren habe und nichts anderes mehr hören wollte. So würden die Babys wohl klingen hätten sie John Waite damals halten können und sich nicht aufgelöst. Def Leppard würden für so ein Lied heute wohl töten und ihre Seele verkaufen.

Wer glaubt das John Waite damit sein Pulver verschossen hätte, der irrt gewaltig. Mit dem tollen 'Skyward' wird gleich eine weitere Ballade nachgelegt welche die herausragenden Stärken des Musikers aufdeutet. Harmonien welche am Rande der Kitschigkeit mit beiden Beinen fest in der Erdigkeit stehen. Hat jemand was von Aerosmith gesagt? Vielleicht sollte man Tyler und Co. mal dieses Lied hören lassen oder Waite als Songwriter für die Luftschmiede engangieren.

Dann wird aber die Handbremse gelockert und mal wieder etwas deftiger gerockt. Und zwar mit dem coolen 'Sweet Rhode Island Red', welches klingt als ob Lynyrd Skynyrd zusammen mit Kid rock und ZZ Top lässigst einen aufdeuten mögen. Es bleibt zu hoffen das John Nummern dieses Kalibers auch live krachen lässt, denn die machen das Salz in der Suppe aus und lockern zwischendurch angenehm auf.

Bei 'Love's Goin' Out Of Style' wird dann plötzlich der Blues in seiner ursprünglichen Art zelebriert um dann im Refrain schön abgezaubert zu werden. Man möchte mich verrückt halten, aber ich vernehme da durchaus Eric Clapton und eine Prise Gary Moore, während der unterschwellige Loop wieder einen lockeren Bogen zu der Nummer 'Evil' spannt. Vermutlich ist dies seinem Songwritingpartner von der Band Matchbox 20 geschuldet.

'Better Of Gone' bringt frischen Südstaaten Wind durchs Musikfenster geweht, aber nicht so als das die John Waite Trademarks davonflattern würden. Vielmehr wird hier mit leichtem Nashville Feeling das klassische US-Rock Songformat poliert und man bekommt zünftige amerikanische Hardrockhausmannskost die einem sicherlich schmeckt wenn man auf traditionelle Musikküche steht.

Als Gegenpol dazu erklingt dann das 'Further The Sky', die melanchonisch ebenfalls im Süden der Vereinigten Staaten verwurzeln zu sein scheint aber den Hauptaugenmerk eher auf das Singer/Songwriter Genre wirft und nur am Rande nach Cowboy klingt. Tolles Stück, welches genau an der richtigen Stelle des Albums steht. Ich trau mich fast wetten das wir mit diesem Lied auch live rechnen dürfen. Man darf sich also vorfreuen.

Den offiziellen Abschluss des Albums bildet das funky und treibende 'Peace Of Mind', das ein wenig an Extreme und/oder Stevie Salas erinnert. So kann man zum Schluss noch mal auf coole Art klar machen das man voll im Saft steht und keinen Altherrenrock macht.

Die beiden Bonustracks 'Mr. Wonderful' und 'Hanging Tree' darf man nochmals als Eckpfosten verstehen, welche das Schaffen von John Waite eingrenzen und zeigen in welchem Rahmen er sich bewegt. Diese Coverversionen sind nicht mehr und nicht weniger essentiell als die regulären Tracks auch und werden demnach ihrer Bedeutung als Bonus auch mal wirklich gerecht.

'Rough & Tumble' ist ein erstes absolutes Muss des jungen Jahres und wer auf großartige Rockmusik steht, welche sich jederzeit am Höchstniveau misst, der kommt hier auf keinem Fall vorbei.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2011 12:05 PM MEST


Acid Queen
Acid Queen
Preis: EUR 14,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen es rockt in deutschen landen..., 19. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Acid Queen (Audio CD)
Hair Metal aus Deutschland, kann denn das was sein? Ich mein, kann man da auch nur im entferntesten dorthin stinken wo die Schweden duften? Von den Amis und Engländern will ich erst gar nicht reden.

Wären die Burschen um Giftkönigin Jo Morrigan der Versuchung erlegen es in diesem Revier auf ein Duell ankommen zu lassen wäre man womöglich schwer enttäuscht worden, aber auch wenn sich Acid Queen selbst als Hair Metal verstehen und sehen wollen, so spielt die Musik dann doch zum überwiegenden Teil im altgediegenen Teutonen Metal/Rock Bereich und Fräulein Jo klingt halt schon verdächtig schwer nach einer gewissen Doro während die Band die dazugehörigen Warlock geben. Das ist gar nicht herabwertend oder spottend gemeint, ganz im Gegenteil, die Youngsters schlagen sich sogar richtig gut, auch wenn es nicht schaden würde wenn man von außen noch jemanden hinzunehmen würde der das Songwriting strafft.

Obwohl man die beiden Gitarristen CC Sueside und Matt Hope als optisches Aushängeschild der Band bezeichnen könnte, so frage ich mich warum man die beiden auf Platte im Vergleich zu Schlagzeug und vor allem Bass so weit in den Hintergrund gemischt hat. Hatte Slam P. evtl ein Tächtelmächtel mit dem Produzenten?

Spaß beiseite, bei dieser Art Heavy Rock müssen die Gitarren Wände einreißen, so wie man es von Victory oder Accept in Erinnerung hat. Aber davon abgesehen klingt die Geschichte für eine Eigenproduktion schon recht vernünftig. Das Gesamtpaket wirkt stimmig und als Ruhrpottheadbanger wird man auch bei den Livekonzerten auf seine Kosten kommen, soviel ist sicher.

Überlegen sollten sie sich ob man am Image und am Selbstbild arbeiten möchte, denn Texte wie z.B. bei 'Rock 'n' Roll Slut Machine' oder die Stinkefingerattitude beißen sich ein wenig mit der arg traditionellen Ausrichtung der Musik. Großes Vorbild sollten hier die strahlenden Sister Sin sein, die genau die richtige Balance gefunden haben. Richtig cool funktioniert es jedoch beim abschließenden 'In Hell', welches durch seine straighte Art an Skew Siskin erinnert und besonders zu Gefallen weiß.

Castrop-Rauxel ist weder L.A, noch Stockholm oder London und deshalb wäre es nicht unangemessen dazu zu stehen. Kapische?

Acid Queen liefern klassischen, deutschen 80er Jahre Heavyrock mit Frauengesang. Damit kann man wirklich mögen, solange man das Klischee der 'Kick-Ass Attitude' als lustiges, jugendliches Gimmick sieht.


Ignite
Ignite
Preis: EUR 4,64

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen finger weg. ganz weit weg., 12. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Ignite (Audio CD)
Es gibt Wiederveröffentlichungen, die empfindet der Hardrockfan mit gesunden Ohren zwangsläufig als unnötig. Und dann gibt es auch noch Re-Issues, die muss man wirklich als Beleidigung und Körperverletzung bezeichnen. Es mag ja sein das es auf Malta jetzt nicht so eine üppige Rock 'n' Roll Szene gibt und sich das Angebot an einheimischen Rockbands in Grenzen hält, aber international den Exotenbonus einsetzen wollen bringt halt auch nur was in Kombination mit hörbarer Mucke die entweder richtig fetzt und pumpt, zärtlich die Gefühlsdrüsen kitzelt oder aufregend anders klingt. Am besten natürlich eine Kombination aus alldem.

Wenn jedoch das Kreativ mit der Auswahl des Bandnamens verpulvert ist (und wie muss man drauf sein sich 'Fire' zu nennen?) und man wie die Dorfdeppenversion von schlechten Gotthard oder Deep Purple klingt, dann hat man auf dem internationalen Parket nichts verloren und eine Cd Neuauflage ist Rohstoffverschwendung. Zwei Bonustracks zusätzlich sind dann noch ein I-Tüpfelchen an Lebenszeitverschwendung. Davon tatsächlich noch eine Coverversion von Bryan Adams 'Run To You'.

Es gibt da draußen Unmengen an gutklassigen Bands, welche wirklich verdient hätten gehört zu werden und die alleinige Existenz von Fire verwässert die Chancenmöglichkeiten für andere Gruppen entdeckt zu werden.

Mülleimer auf, 'Ignite' rein, Deckel zu.


Stranger
Stranger
Preis: EUR 18,84

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow! da geht was!!, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Stranger (Audio CD)
Seltsame Typen machen seltsame Musik. Das ist eine logische Schlussfolge, die einem immer wieder extremen Stoff vor die Ohren spült. Von Valient Thorr hab ich bislang noch nicht einmal gelesen, aber scheinbar haben die sich in Amerika schon einen ausgeprägten Kultstatus erspielt und wenn ich mir Stranger" so anhöre sollten die auch hier in Europa kräftig Staub aufwirbeln. Oder sind sie dafür tatsächlich zu strange? Nö, eigentlich sollten sie den Nerv tausender treffen.

Vom Bandnamen alleine kann man jetzt noch nicht ableiten was einen musikalisch erwartet darum will ich das Kind versuchen möglichst beim Namen zu nennen.

Man stelle sich Turbonegro und The Eagles Of Death Metal beim gemeinsamen Geschlechtsverkehr vor. Das Bettlaken ist besudelt mit furztrockenem Classic Rock wie ihn damals auch Thin Lizzy gespielt haben, wirren und geisteskrankem Prog der auch von einem Mike Patton hätte kommen können und dem Soundejakulat von frühen Monster Magnet. Ja, mit meinen vergoldeten Prachtohren höre ich auch einiges an Bad Religion heraus.

Klingt verrückt? Ist es ja auch!

Man würde sie hierzulande vermutlich in die skandinavische Rotzrockecke stellen, aber das würde der Scheibe nicht gerecht werden, denn sie hat viel mehr eigene Identität und auch das gewisse Etwas das sie zu einer wirklich besonderen Band macht.

Nennt man die Chose dann Crossover, dann hat man nicht gelogen. Wenn es richtig abgedreht wird, dann ist es schon mal auch an der Grenze anstrengend zu werden, aber immer auch mit einem Augenzwinkern und Charme der einen nicht aufgeben lässt.

Ein ganz großes Extrahuld soll auch Produzenten Jack Endino zuteil werden. Der Hammer in Tüten was der für einen rauchig-erdigen Natursound zusammengezimmert hat. Eine wahre Wohltat bei den Klangverbrechen die man heutzutage so oft aufgetischt bekommt.

Valient Thorr reichen euch mit Stranger" die Hand und möchten euch kennenlernen. Ihr wollt das auch aber ihr wisst es nur noch nicht. Greift zu und gebt euch dem Irrsinns-Rock hin.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2011 1:16 AM MEST


Rock N Roll Rodeo
Rock N Roll Rodeo
Preis: EUR 16,66

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen was kann das kann..., 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Rock N Roll Rodeo (Audio CD)
Die Partygeier Icon Clan aus Helsinki schieben mit "Rock ŽnŽ Roll Rodeo" ihr mittlerweile drittes Album über die Fjorde, was aber rein quantitativ noch nicht so die fette Ausbeute ist wenn man bedenkt das es die Gruppe schon seit über 10 Jahren gibt. Aber scheinbar ist es den lustigen und wüsten Punkrockern wichtiger Klasse anstatt von Masse abzuliefern und daher ist dieser Umstand schwerstens zu begrüßen.

Und gespielt wird launiger, punkiger Hardrock ŽnŽ Roll den man musikalisch am ehesten wie eine Mischung aus frühen Böhsen Onkelz, The Almighty und einer Schaufel voll Skandirotzrock bezeichnen kann, und für so was ist man nie zu alt, zu betrunken oder gar zu übersättigt.

Selbstverständlich geht es auf dem Album recht simpel und straight-forward zur Sache und man ist ganz easy näher dran an Motörhead als an Dream Theater, aber wer hochkomplizierte, komplexe und mit epischen Geschichten gewürzte Musik sucht, der landet erst gar nicht bei Icon Clan, die man eher in bierseeliger Laune auf der nächsten Bikerparty oder im stickigen, schwitzigen Nachtclub kennenlernt.

Der Sinn von Icon Clan liegt darin auf der Bühne richtig Ramba Zamba Drecksauparty zu machen und Rock ŽnŽ Roll Rodeo" ist quasi das musikalische Gegenstück zu dem Kasten Bier, den man sich vor der Fasslfeier reinpfeift um in die richtige Stimmung zu kommen.

Die Produktion ist angemessen reduziert ohne an Druck zu verlieren und spätestens bei HighwayŽs My Home" hat man sich an die versoffene und ruppige Stimme von Sänger Miika gewohnt.

Ich werd mich jetzt auf Kneipentour begeben und für die kurzen Strecken zwischen den Bars dieses Album auf den MP3 Player ziehen.


We Are the Royal
We Are the Royal
Preis: EUR 13,73

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen endlich mal was anderes, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: We Are the Royal (Audio CD)
Schon mit der E.P./Single haben mich die jungen Schweden sehr beeindruckt, aber mit dem aktuellen, neuen Album haben sie mich nun endgültig in der Tasche und es bleibt abzuwarten ob sie live eine ähnliche Wirkung entfalten können. Aber alles der Reihe nach...

Was unterscheidet Royal Republic von den tausenden anderen skaninavischen Aufmüpf-Bands? Vielleicht die unorthodoxe und frische Neuzusammenstellung ihrer Einflüsse und das daraus resultierende Klangkonstrukt. Für Classic Rock ist es definitiv zu alternative (Allein der Gitarrensound würde mich normal davonlaufen lassen, aber hier passt er perfekt und gibt sogar noch ein Sahnehäubchen oben drauf.), für Alternative Rock ist es zu straight und nachvollziehbar. Für Punk zu sortiert und für Poprock einfach zu wild und durchgedreht. Für Unterhaltungsmusik hat es zuviel Ironie und Tiefgang und dennoch ist es das pure Gegenteil von ernsthaftem, nachdenklichem Philosophenrock.

Es gibt hier viel Therapy?! und Faith No More, aber auch Monster Magnet und Tito & Tarantula. Nicht eine komplett andere Baustelle als die The Hives und Mando Diao aber noch längst nicht so typisch wie die Hellacopters oder die Backyard Babies.

Klassisches zwischen die Stühle setzen also, was grundsätzlich den Hörer herausfordert und ihm abverlangt sich auf den Spagat einzulassen. Und das ist in diesem Fall sehr gut so und lohnenswert hoch drei!

Hat man erstmal kapiert das die Gegensätze eigentlich nicht gegeneinander spielen sondern sich die Hand reichen, dann kann man ein vergleichbares Schlüsselerlebnis haben wie damals bei Waltari. Eben weil es bei We Are The Royal" nicht um angeberisches Beweisen geht sondern um das Einbetten in fabelhafte Ohrwurmsongs von hoher Güte.

Royal Republic haben das Zeug dazu die neuen Therapie?! zu werden und die Jugend wie auch junggebliebene Rocker zu begeistern, also wäre es einfach nur zu schön wenn sie es auf der Bühne auch bringen.

Zu lange musste man auf einen würdigen Troublegum" Nachfolger warten und mit Full Steam Spacemachine", All Because Of You", PresidentŽs Daughter", OI OI OI", Underwear"....hat man potentielle Hitsingles noch und nöcher.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2011 1:13 AM MEST


The Last Goodbye
The Last Goodbye
Preis: EUR 19,08

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alles wunderbar im rock n roll land, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Last Goodbye (Audio CD)
Es gibt Dinge die sind so sicher wie das Amen in der Kirche und es beruhigt ungemein das es einfach noch etwas gibt auf das man sich verlassen kann. Eine neue Psychopunch Scheibe ist genau so ein Fall und das im positiven Sinne.

Das fängt beim klassischen Pin Up Girl Cover an, zieht sich über Album- und Songtitel hin und manifestiert sich letztlich vor allem in der Musik. Und auch die ist immer noch genau das was man von dem Schwedenvierer zu erwarten hofft/befürchtet.

Auch wenn die Band nie wirklich zu den Großen im schwedischen Unratrock gehört haben sind sie dennoch mit ihrem Sound ein fester Bestandteil der dortigen Szene und haben das Bild dieser Szene mitgeprägt. Und die Mischung aus den von Social Distortion geborgten Rockabilly-Punk Elementen und dem lärmigen aber melodischen Rotzrock zündet heute noch so wie sie es schon vor sage und schreibe 9 Alben getan hat.

Ok, der Gesang von JM ist noch immer recht grenzwertig und nicht jede Nummer hätte unbedingt sein und ihren Weg aufs Album finden müssen, aber letztlich bleibt ein lockeres, mit melanchonischen Parts aufgefrischtes Party- und Biertrinkscheibchen, das man dem tattoowierten Proll mit lackiertem Bürstenschnitt und Wifebeatershirt genauso empfehlen kann wie dem Metalmaniac der einfach mal wieder hören möchte wie gut Rockmusik klingen kann wenn sie so produziert ist wie es sich gehört und nicht durch achtzehn Kilometer Computerkabel und Kompression gejagt wurde.

Psychopunch ist lebendiger Rock ŽnŽ Roll. Musik, Attitude, Outfit,....einfach alles. Prima!


Hollywood Rocks
Hollywood Rocks
Preis: EUR 18,64

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen aus dem land von pasta und pizza, 29. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Hollywood Rocks (Audio CD)
Bei Wheels Of Fire handelt es sich weniger um eine Band als um ein Melodicrock Projekt des Keyboarders Davide Barbieri unter der Obhut und Aufsicht seines Freundes Michele Luppi. Die beiden Italiener frönen, wie man am Projekt- und Albumnamen schon erkennen kann, diesmal nicht irgendeinem biederen Powermetal Gedöns und auch nicht zweckbefreitem Prog sondern schön käsigem Melodicrock. Zu europäisch um im Vergleich mit der amerikanischen Konkurrenz zu bestehen, aber darin liegt möglicherweise ja auch für den Hörer der Reiz. Schließlich gibt es ja auch auf dem alten Kontinent noch Fans von Casanova, Bonfire, Michael Bormann und Konsorten.

Wie vermutet ist das Keyboard omnipräsent und sorgt für die extra Glasur an Zuckerguss noch mal obendrauf. Wer sich aber an Schmachtfetzen erfreuen kann mit denen auch Danger Danger bei Stefan Mross aufreten könnten, der wird nicht enttäuscht sein. Und wenn man zu sich ehrlich ist, es muss ja schließlich nicht immer Geballer und brettharter Rock sein. Auch darf die Mucke auch mal noch kitschiger und triefender als bei Journey oder andern AOR Ikonen sein.

Ich gestehe das mir I CanŽt Live My Life" sogar so gut gefällt das ich mich im Auto dabei ertappe immer wieder zu diesem Lied zurück, bzw. vor zu skippen. Ja, gerade wenn Wheels Of Fire das Feuer eben ganz klein köcheln lassen und den Schmalz nicht fließen sondern tröpfeln lassen, dann kommen auch dir recht einfachen und spartanisch wirkenden Gitarrenparts um so wirkungsvoller.

Hollywood Rocks" hält nicht ganz das was der Titel verspricht (dazu ist ...Of Fire" und ...Rocks" zu irreführend) aber als Hintergrundgeplänkel am Feierabend kann man das durchaus mal laufen lassen.


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