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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
(REAL NAME)   

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Coma of Souls
Coma of Souls
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 35,83

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mitten in die kauleiste, 10. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Coma of Souls (Audio CD)
Kreator kann man ohne Zweifel als die Thrashmetal Band aus Deutschland bezeichnen. Wenn es eine Gruppe geschafft hat im heftigen Bereich mit den großen Jungs aus Übersee mitzuhalten dann die brutalen Hunde von Mille. So etwas nennt man internationales Niveau und es trifft auf dieses Ruhrpott Urgestein zu wie auf keine andere Band. Heute wie damals, auch wenn es den einen oder anderen Schlenker in der Ausrichtung gegeben hat.
Als die beste Scheibe, also ihr Meisterwerk, ist unbedingt Coma Of Souls" zu bezeichnen. Auch wenn Renewal nach heutigen Maasstäben zeitgemäßer klingt so ist es C.O.S." mit der es die Band geschafft hat Thrash Geschichte zu schreiben.
Ob der Titeltrack, People Of The Lie" oder das gottgleiche Terror Zone", hier werden keine Gefangenen gemacht und wer das Album einmal gehört hat wird es pfeilschnell auch sein Eigen nennen mögen.
Wer das Haar in der Suppe sucht, der könnte evtl. über Milles Geschrei stolpern oder das die Produktion nicht mehr den aktuellen Standart hält und ein wenig Schwachbrüstig wirkt. Aber das würde dann zum Beispiel auch auf die frühen Exodus Alben zutreffen und wer den Mut hat sich ein Thrashmetal Album auf den Plattenteller zu legen der würde sich diese Blöße nicht geben.
Auch das Cover zählt zu den Klassikern des Heavy Metals und dürfte jedem Freund von heftiger Musik ein Begriff sein. Ebenso das niedliche Backcover auf dem die Burschen stolz ihre Spandexhosen präsentieren.
Wer noch einigermaßen funktionierende Nackenwirbel hat der sollte sie sich am besten mit Coma Of Souls" ruinieren. Ein unverzichtbares Muss nicht nur für Anhänger von deutschem Metal.
Ach ja, an der Gitarre hört man den ehemaligen Sodom Gitarristen Frank Blackfire welcher hiermit neben Agent Orange" gleich noch einen Meilenstein eingezupft hat.


Diamond Skin
Diamond Skin
Preis: EUR 17,09

4.0 von 5 Sternen frivoles aus frankreich, 3. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Diamond Skin (Audio CD)
Frankreich ist nicht unbedingt das erste Land das einem in Sachen Glamrock oder Hardrock im Allgemeinen als erstes in den Sinn kommt. Die wenigsten werden wissen ob es dort überhaupt so etwas wie eine Szene gibt. Um so mehr haben mich die Sparkling Bombs mit ihrer kurzen aber feinen Scheibe überrascht, denn mit Allem hab ich gerechnet aber nicht mit einem derart passionierten und leidenschaftlichen Werk.
Schon das Coverartwork hat mich verwirrt, erinnert es doch schwer an den Zeichenstil der auch die Alben von Dogs DŽAmour Chef Tyla ziert. Der Inhalt jedoch ist mit das lässigste was ich je aus dem Land des Eifelturms gehört habe.
Glam- und Glitterrock den man als eine Mischung aus frühen Hanoi Rocks, rockigeren Velvet Underground und einem guten Schuss Placebo bezeichnen könnte? Wie sich das anhört? Teilweise wie eine im positivsten Sinne unmetallische, fast schon Wave lastige Version von David Bowie welcher seine Stärken mit späten 70er und frühen 80er Poppunk Elementen und aktuellem Scheinerock (na ja, eher das was die Hellacopters zum Ende hin aufgenommen haben) kombiniert und zum Feierabend auch mal gern ein Smashing Pumpkins Album auflegt.
Aber keine Angst, so kompliziert ist das ganze gar nicht, ganz im Gegenteil, der Punk ŽnŽ Glam Mischmasch ist, besonders durch den eigenständigen Gesang von Frontmann Alyss, auf besondere Weise cool eingängig und man ist nach dem Ende vergnügt dazu bereit nochmals auf den Play Knopf zu drücken.
Die Produktion ist zwar etwas spartanisch und Alyss Gesang ist ein wenig zu weit in den Vordergrund gemischt aber es ist keineswegs so als das einen dies abschrecken sollte. Im Gegenteil, es überkommt einen zeitweise die Versuchung diese Scheibe an eine finanzstarke Plattenfirma zu senden und sie dazu zu zwingen die Burschen (und das Mädel) in ein richtiges Studio mit einem namhaften Produzenten zu schicken. Besonders im Schlagzeugbereich wäre hier eine nennenswerte Studioarbeit wünschenswert.
Bei aller Unbekümmertheit hat diese junge Truppe schon so etwas ähnliches wie einen eigen Stil entwickelt und auch wenn das Spektrum lockerem Punkpop bis hin zu deftigen Glamrock reicht so lustwandelt die Band dennoch auf einem klaren roten Faden.
Ob das an The Sweet erinnernde Glitter Riot" oder das tolle Beautiful (Like A Molotov Cocktail), man staunt nicht schlecht über das starke Songwriting und die kompromisslose Art ihren unpopulären 70er Sound vorzutragen. Live muss das noch weitaus geiler sein.
Einzig die Abschlussnummer Trust In Dust (Acoustic Version)" kann das Niveau nicht halten und nervt ein wenig. Außer man ist resistent gegen ätzende Lagerfeuerromantik.
Ein besonderes Lob möchte ich noch für die feinen Backing Vocals von Gitarristen Lady Bittersweet aussprechen. In Kombination mit dem Lead Gesang kommt das spitzenmäßig gut.
Wer in seinem Schrank also Iggy Pop Platten direkt neben Lou Reed Epen stehen hat und gern auf geschminkte Klänge steht sollte diese Aufsteigertruppe mit dem Kauf des Albums supporten. Check it out at [...] or [...] .


Stick It!
Stick It!
Preis: EUR 16,30

4.0 von 5 Sternen wir warten auf den adac, 2. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Stick It! (Audio CD)
In unkaputtbaren Funny Money, Steve Whitemans Kix Nachfolgeband, kommen mal wieder mit einem partytauglichen, AC/DC lastigen, neuen Album rüber und alles ist so wie es schon immer war. Oder fast zumindest, denn das Alter macht vor niemanden halt.
Die AC/DC Vergleiche werden die Jungs wohl nie los (sie wollen das auch nicht) und wenn man nach so vielen Jahren im Haifischbecken Rock ŽNŽ Roll noch gute Laune vertonen kann dann hat das mehr als nur Respekt verdient. Aber es kann nicht überhört werden das es bei aller Gleichstom/Wechselstrom Vergleicherei doch nur zu ihrem Flick Of The Switch" reichte. Und eben wie diese Scheibe kann man hier nicht von einem schlechten Album sprechen aber die großen Hits und Ohrwürmer gehen halt so gut wie komplett ab. Oder liegt es an der Songreihenfolge? Die richtigen Knaller kommen erst in der zweiten Hälfte vor und so braucht man anfangs doch etwas Geduld um es bis zu dem rattenscharfen, mit Reggae Elementen unterlegen, Nowhere At All" durchzuhalten. Aber dann wird richtig aufgetrumpft und ein Ass nach dem anderen Ärmel gezogen. Ein Play Me Like A Rhythm" ist nicht nur ein edler Augenzwinker sondern noch dazu ein Stimmungsaufheiterer der großen Sorte.
Die Scheibe wurde zwar selbst produziert aber zum mischen konnte man Multiplatin Veredeler Beau Hill an die Regler zwingen und das hört man auch. Für ein Low-Budget Album knallt der Rundling richtig ordentlich aus den Boxen.
Ein anständiges Album einer durch und durch sympatischen Band, welche jedoch in Wahrheit auf der Bühne zu Hause ist.


Never a Dull Moment
Never a Dull Moment
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 29,30

4.0 von 5 Sternen der showschlagzeuger schlechthin auf abwegen, 28. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Never a Dull Moment (Audio CD)
Bei "N.A.D.M." handelt sich um das erste wirkliche Soloalbum von Thomas Lee Bass, besser bekannt als Tommy "T-Bone" Lee, der Schlagzeuger von Sleaze Göttern Mötley Crüe.
Es ist bezeichnend und eigentlich auch ausgezeichnet das Tommy im Alleingang nicht versucht das Publikum seiner Hauptband abzuschöpfen sondern sich einem komplett anderem, moderneren Stil verschrieben hat. Dafür kassiert er ja regelmäßig Schelte von seinen Fans, welche Lee immer als ihren" wilden Rocker haben wollen.
Auf N.A.D.M." sind die HipHop Parts weitaus geringer gehalten als noch auf Methods Of Mayhem" und stilistisch ist man irgendwo zwischen Limp Bizkit und College Rock der Marke Nickelback angesiedelt.
Wer geschmacklich starr ausgerichtet ist und sich nicht mit wundersamen Experimenten aus dem Hause Mötley Crüe (remember Generation Swine" und der Song Planet Boom") anfreunden kann sollte seine Kohle lieber in Vince Neils Solostoff oder in die Brides Of Destruction, bzw. Sixx A.M. investieren. Wer jedoch sehr tanzbare Songs, welche offenbaren wie vielschichtig Tommy und welches große Talent er in Sachen Liederschreiben ist, abkann der darf gerne versuchen mit dieser Scheibe die Belastbarkeit seiner Boxen zu testen.
Als Highlight der Cd könnte man die tolle Coverversion des David Bowie Hits Fame" bezeichnen, welche durch die Wiederbelebung aus dem Hause Lee einen komplett neuen Energieschub bekommt. Hier wird offenbar wie großartig Tommys Gespür für komplexe und dennoch eingängige Rhythmen und nachvollziehbare Soundexperimente ist. Und natürlich das er auch als Sänger keine schlechte Figur abgibt.
Ich schätze das da auch der Rob Zombie Haus und Hof Produzent kräftig mitgemischt hat.
Für die einen ist es belanglose Teenager Musik mit schnellem Ablaufdatum für die anderen eine musikalisches Experiment eines gestandenen Musikers mit dem Finger am Puls der Zeit.
Auch wenn man nicht auf diese Art von Musik steht wurde hier qualitativ hochwertige Arschtrittmusik abgeliefert.
Bravo, Tommy! Wenn nicht dein Name draufstehen würde wäre diese Scheibe nicht zum Staubfänger in den Plattenläden verkommen.


Shine on
Shine on
Preis: EUR 17,83

4.0 von 5 Sternen lang lebe das jahrzehnt des poprocks, 26. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Shine on (Audio CD)
Der Lima ist ein hübscher Musiker der sich schon seit einigen Platten vorgenommen hat den Faden, welchen Bon Jovi liegen gelassen haben, aufzugreifen und das Volk mit einschmeichelnden Harmonien und Melodien in den Diabetes zu treiben. Richtig schön zuckersüß ist der Melodic Rock, der sich klebrig im Gehörgang festsetzt.
Die Ufer sind tatsächlich Bon Jovi zu Fahrenheit" Zeiten und Def Leppard wenn sie es in Sachen Chöre wirklich wissen wollten. Eine Handbreit Nelson noch und wenn es mal fast schon etwas ruppiger wird könnte man auch Danger Danger mit Paul Laine anführen. So weit so gut. Leider kann Johnny mit Frontiers im Hintergrund nicht mit einer Big Budget Produktion aufwarten und so bleibt die Scheibe in erster Linie doch ein Paradebeispiel an klassischem 80er Jahre Poprock Songwriting und kein Radioknaller. Aber das schaffen heute ja selbst die ehemaligen Großen des Business kaum mehr. Dennoch könnte der Name Gary Hughes, welcher das Album gemischt hat, für ein wenig Aufmerksamkeit sorgen.
So bleibt Shine On" ein Sahnestückchen für Genrekenner und Wattebauschwerfer, die sich an Pralinen wie Memory Lane" oder dem textlich wirklich abartig platten Sweet Sixteen" einen Kropf freuen. Zumal man als Bonus noch Keyboards geliefert bekommt wie man sie zuletzt bei Europe zu ihrer Glanzzeit gehört hat.
Wäre die Scheibe 10 Jahre früher erschienen hätte man an die Verkaufszahlen mindestens noch 2 bis 3 Nullen hinten dranhängen können. Heute ereicht man so was ohne full-blown Plattenfirmensupport eines Majorlabels natürlich nicht mehr. Aber sei es drum, ein guter Song bleibt ein guter Song, ein guter Künstler bleibt ein guter Künstler, ein gutes Album ein gutes Album...


Anth'F**Ing'Ology
Anth'F**Ing'Ology
Preis: EUR 35,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen allmächtig allmächtig..., 20. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Anth'F**Ing'Ology (Audio CD)
The Almighty - Ein Name den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Gibt es einen cooleren Namen für eine Rockband? Wohl kaum. Leider muss man sagen das es die Band nach ihrem raketenhaften Start nie geschafft hat die Aufmerksamkeit zu erregen die ihr eigentlich zugestanden hat. Hat man mit den beiden ersten Alben noch im straighten Hardrockgewässer gefischt so haben einige turbulente Stilwechsel die Band bei der Presse und unfolgsamen Fans in argen Misskredit gebracht. Das hat natürlich nichts mit der Qualtität zu tun und genau diese gibt es mit dieser Greatest Hits" akustisch wie auch visuell nach zu erleben.
Remastered sollen die Songs sein aber davon merkt man (besonders bei den Debutnummern) nicht allzu viel. Und das ist auch gut so. Die Aufnahmen waren soundtechnisch immer genau passend.
Die Reihenfolge ist mehr oder weniger chronologisch und das macht es dem Einsteiger wie auch dem langjährigen Anhänger leicht die Entwicklung nachzuvollziehen oder zumindest so zu tun.
Die Anfangstage waren geprägt von Songs die wie eine Mischung aus Guns ŽnŽ Roses und The Cult klingen während man mit PowertrippinŽ" sich schwer an Alice In Chains orientierte. Das aber in einer Stärke welche den Originalen einiges an Respekt abgerungen hätte. Da sah Bandleader Ricky Warwick auch noch aus wie der Prototyp der verschwitzten Rocksau welche mal eben sein Bike reparieren geht. Da war der geschasste Gitarrist Tantrum leider schon nicht mehr an Bord und es ist schade das die Jungs auch heute noch kein gutes Haar an dem Mann lassen können. Da kann Pete Friesen noch hundertmal der bessere Gitarrist sein. War er doch entgegen aller Behauptungen für das Gesamtbild immens wichtig. Hier kann man das schön nachhören.
Es gibt aber auch noch zu Just Add Life" Zeiten so etwas wie einen roten Faden in der Musik auch wenn sie zu der Zeit es mit angesagten Klängen etwas übertrieben haben und so rein gar nicht auf die Wünsche ihrer Fans eingegangen sind. Auch hier muss man eingestehen dass die Lieder im Grunde nicht so schlecht sind wie sie damals gemacht wurden. Komplizierter und mutiger, aber was für Faith No More zum Beispiel gut war muss nicht für jede Gruppe das richtige sein.
Die Nachfolgescheiben sind immer unter ferner liefen abgehandelt worden und auch hier kommen sie bis auf vier Ausnahmen kaum zum Zug. Schade ist das, aber egal.
Wirklich wichtig und herausragend waren die ersten drei Alben (und unter vorgehaltener Hand gibt man auch zu das Crank" ein Mörderknaller ist) und die werden hier auch dementsprechend gewürdigt.
Als tolles Extra gibt es eine Bonus DVD welche 10, aber leider nicht alle, Videos enthält.
Zwar nur kostengünstig vom Videoband kopiert aber dennoch nicht weniger mitreißend.
Kaum zu glauben was für eine, auch optisch, coole Band The Almighty doch waren.
Heute ist Mittelpunkt Ricky meistens mit seiner Sologeschichte unterwegs und es gibt nur ab und an ein paar The Almighty Gigs und die finden ausschließlich in England statt.
Wenn man alle Alben der Band hat braucht man diese Sammlung vielleicht nicht (obwohl die Videos schon Kult Charakter haben) aber als Einstieg oder als Sampler für das Auto ist dieses Packet mit dem aufschlussreichen Booklet sein Geld allemal wert.


Tombstone Shuffle
Tombstone Shuffle
Preis: EUR 18,22

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein kleiner weißer haifisch?, 16. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Tombstone Shuffle (Audio CD)
Zur Jahrtausendwende tauchte der ehemalige (und jetzt wieder) Great White Bassist aus der Versenkung auf um uns ein Soloalbum zu servieren das dem seiner ehemaligen Arbeitgeber gar nicht so unähnlich ist und auf dem er neben Gesang und Bass auch noch den Großteil der Gitarren mit ein.
Die Produktion ist zwar das was man langläufig als Mist betitelt aber die Songs sind durch die Band von guter bis richtig guter Qualität. Als Highlight würden sich der Titelsong (welcher auch als Opener dient) und das alles toppende Skin And Bones, während die Coverversion von Cowboy Song" eher als durchschnittlich zu bewerten wäre. Mit diesem Song kann man nur verlieren (die Ausnahme der Anthrax Coverversion bestätigt die Regel). Klar ist gemütlicher und teilweise etwas zäher Bluesrock nicht jedermanns Sache aber wer mit Great White klar gekommen ist wird auch an Tonys Solooutput seine Freude haben. Um es zu Verbildlichen könnte man das Album als lockeren Soundtrack für einen in den Südstaaten spielenden Roadmovie bezeichnen.
Tombstone Shuffle" ist eine dieser typischen Alleingänge, wie man sie zum Beispiel auch von den Guns ŽnŽ Roses Burschen kennt. Schöne Musik mit angenehmen Feeling aber im Vergleich zu den Werken ihrer Hauptbands halt doch eher ein Staubfänger im Regal. Für ein paar Euro macht man sich aber selbst ein Geschenk für eine satte Stunde gut gemachten, Rolling Stones angehauchten Bluesrock von einem Mann der weiß wie es geht.


Scorpions - Live at Wacken Open Air 2006
Scorpions - Live at Wacken Open Air 2006
DVD ~ Scorpions
Preis: EUR 10,99

31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die blaupause, 13. Januar 2008
Gut, die letzten beiden Alben der Scorpions sind schon wieder richtige Bringer aber ob es die älteren Herren live noch wirklich bringen, wer weiß? Ich weiß es. Und ihr könnte es auch. Und zwar indem ihr schnurstracks die aktuelle Live DVD der deutschen Stacheltiere in den Player steckt. Ganz egal wie alt oder mit welchem musikalischen Background man gesegnet ist, dieser Mitschnitt lässt niemanden kalt.
Vorweg soll gesagt sein das die DVD nur das Konzert und ansonsten keinen Firlefanz enthält. Das ist zuwenig? Von wegen.
Die Setliste wurde ja bekanntermaßen im Internet von den Fans gewählt und darum handelt es sich auch wirklich um ein Best Of" Konzert. Die Songauswahl als optimal zu beschreiben wäre noch untertrieben.
Nach einem epischen Intro (welches für sich schon mehr hergibt als beispielsweise Metallicas S & M" komplett) wird der Geist der 70er und noch mehr der 80er heraufbeschworen, das man denkt der DVD Player wäre eine alternative Version zu dem Zurück In Die Zukunft" Zeitmachine. Allein für die Klamotten hätten die Scorpions schon einen Preis verdient, und ist dem Untertitel A Night To Remember - A Journey Through Time" mehr als angemessen. Dieser Headliner from RockŽnŽRoll Hell beweißt das man auch jenseits der 40 noch voll im Saft stehen kann und nachfolgende, zukünftige Headliner werden sich hieran messen lassen müssen.
Beim Sehen und Hören werden einen die peinlichen Ausrutscher der 90er Jahre unmittelbar vergessen gemacht und mit perfektem Bild, Schnitt und Sound wird sich hier selbst gefeiert das man sich selbst ans Kreuz nageln könnte für den Fakt nicht selbst dabei gewesen zu sein.
Klar, um Wacken macht man tunlichst einen großen Bogen aber wem wird nicht warm ums Herz wenn er die für Wacken Verhältnisse phänomenale Crowd (unter anderem junge Mädels für die Children Of Bodom schon alte Säcke sind) beim abfeiern beobachten kann oder wie die Kids zu den Hits, welche älter sind als sie Selbst zum crowdsurfen beginnen.
Was ich besonders vorbildlich finde ist das jedem Musiker (bildtechnisch) genügend Platz eingeräumt wird und die Chose nicht zur Schenker/Meine Show verkommt.
So kann man dem Schenker Rudi, dem fleischgewordenen Poserwahnsinn, zusehen wie er sich in eine Windmühle verwandelt oder das Maul so aufreißt als hieße es Steven Tyler Konkurrenz zu machen.
Feierlich wird es wenn der spielerisch in der Oberliga rockende Matthias Jabs klar macht wer an der Gitarre der heimliche Turbolader bei den Scorpions ist. Sensationell!
Der Klaus, der Meine den ich meine, ist stimmlich überraschenderweise noch immer Over The Top und über die Konzertdistanz schwitzt er ungefähr 17 Liter Flüssigkeit aus. Das macht ihn natürlich nicht unbedingt fescher aber damit hatte der Meine ja noch nie Probleme. Seine deutschen und englischen Ansagen lassen einen jedes Mal in Jubelstürme ausbrechen.
James Kottak ist der lustigste Showdrummer seit Tommy Lee und ist definitiv jede Einstellung wert.
Genauso wie der neue" Bassist Pawel Macivoda, der sich, wenn auch ein paar Jahre jünger, einwandfrei in die Band eingefügt hat. Er steht in Sachen Bewegungsbereitschaft dem Rest der Truppe in nichts nach.
Der größte musikalische Exportschlager Deutschlands feuert Hits am laufenden Band ab und wenn anderen Gruppen langsam die Luft ausgeht, dann legen die Scorpions erst richtig los.
Ist es denn nötig einzelne Lieder herauszupicken? Ist es wichtig zu erläutern warum z.B. Big City Nights" auf dieser DVD weniger eine Darbietung als eine Offenbarung ist? Ich denke nicht. Viel wichtiger ist es doch das man mit dem Metal Scorpion" ein ähnliches Bühnenmaskottchen aufzubieten hat wie Motörhead mit dem Bomber" oder Saxon mit dem Eagle".
Das 2007 auch ein Herr Tequila aus Duisburg mit Stolz einen Scorpion Patch auf der Kutte tragen könnte sei hiermit geklärt. Nicht geklärt ist aber was es auf dieser DVD noch so an Besonderheiten zu entdecken gibt?
Am Herausragendsten ist wohl der Gastauftritt der Ehemaligen. Bekannt auch unter den Namen Uli Jon Roth, Michael Schenker und Herman Rarebell.
Wenn Uli Jon Roth zum ersten Mal seit 1976 die Bühne betritt ist man sich im ersten Moment nicht klar ob man sein Hippie Outfit bewundern oder darüber staunen soll wie viele Saiten der Mann auf seiner Gitarre hat. Egal, sein Spiel ist nicht von dieser Welt und man kann mit eigenen Augen und Ohren bestaunen warum er zu den herausragendsten Gitarristen seiner Generation gehört.
Bei Coast To Coast" betritt Michael Schenker die Bretter welche die Welt bedeuten aber bei allem Legendenstatus, an die Magie eines Uli Jon Roth kommt er heute bei weitem nicht mehr ran. Durch seine Sufforgien scheint auch sein unverkennbares Gitarrenspiel gelitten zu haben und so muss die Rumpfbesetzung der Scorpions das eine oder andere Mal dieses Minus überspielen. Schade, hier hätte man mehr erwarten können. Aber wenn später sogar Klaus zur Gitarre greift und alle Beteiligten Saitenwürger einen Gitarren Circle bilden ist auch dieses Manko ausgemerzt.
Zum Beginn der zweiten Hälfte des Sets gibt es ein Drumsolo von James welches einen ausnahmsweise mal nicht zum Toilettengang oder Bierholen zwingt. Witzigerweise übergibt er während des Solos seine Sticks an Opi Herman Rarebell, welcher die Action sichtlich genießt. Im direkten Anschluss wird mit Blackout" (zu dem Rudi in der Coverkostümierung auftaucht) volle Fahrt voraus genommen. Da bleibt wahrlich kein Auge trocken.
Bevor man in eine höchst überflüssige und nervige Version von Bolero" (Was soll denn das? Und was hat Rudis absurder Kopfstand zu bedeuten? ) abtaucht gibt es aber noch mal das absolute Highlight des Silberlings. In Trance" mit Uli und Michi an den Klampfen.
Als Abschluss bleibt zu erwähnen das es sich um eine der besten Live Mitschnitte überhaupt auf DVD handelt und man hier über 2 Stunden lang tadellos unterhalten wird.
Da kann man auch das etwas zu offensichtliche Produkt Placement für Musikinstrumentehersteller verschmerzen.
Für Hardrockfans mit DVD Player im Haushalt ein Pflichtkauf.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2008 11:00 PM MEST


This Is Rock'N Roll
This Is Rock'N Roll
Wird angeboten von realmusicmore
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wo ist mein drink?, 13. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: This Is Rock'N Roll (Audio CD)
Anfang dieses Jahrtausends erschien überraschender Weise tatsächlich ein als Comeback angedachte CD der englischen Kneipenrocker Quireboys. Und positivst überrascht war man von dem erdigen, an das sensationelle Debut angelehnten, Sound welcher sich besonders in den erdigen, holzig-knarzenden Gitarren widerspiegelt. Um so feierlicher war es dann auch das Sänger Spike noch immer klingt als würde er täglich drei Flaschen Bourbon und zwei Päckchen Marlboro vernichten. So weit so gut, aber warum ist die Scheibe dann so gnadenlos untergegangen?
Einerseits lag es sicherlich an der musikalischen Landschaft in der Bands wie die Quireboys als gnadenlos veraltet und unmodern gelten. Aber das ist halt ein Einzelschicksal unter vielen. Traurig aber wahr.
Andererseits, und das sehe ich als Fan weitaus schwerwiegender, ist der bis auf den Titeltrack, dem eingängigen Show Me What You Got", der mitfühlenden Ballade Searching" und dem ziemlich ungünstig platzierten ItŽs Alright" Mangel an Hits.
Das soll nicht bedeuten das der Rest des Albums schlecht wäre, ganz im Gegenteil aber das bewusste verweigern von Radiomaterial ist zwar nobel aber nicht unbedingt zuträglich wenn man kommerziell was reißen möchte.
So blieb und bleibt This Is Rock ŽNŽ Roll" zwar eine Scheibe die ihrem Namen alle Ehre macht aber letzten Endes doch eine Scheibe für Altfans der Band. Neue Fans oder bereits abgewanderte wird dieses Album herzlich egal sein. Vorausgesetzt man weiß überhaupt von ihrer Existenz. Ein Los welches die Band wirklich nicht verdient hat, erinnert sie einen doch an eine Zeit als man noch vergnügt in der Kneipe rauchen durfte und man Lungenkrebs höchstens für eine französische Delikatesse hielt.


Love You Electric
Love You Electric
Preis: EUR 17,21

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen so war es früher einmal, 9. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Love You Electric (Audio CD)
Crash Kelly, bzw. kanadische Hauptakteur Jean Kelly ist kein ganz unbekannter mehr. Hat er mit dem Vorgängeralbum schon einen guten Einstand gefeiert will er mit Love You Electric" noch eine Schippe nachlegen.
Gut, die Vergleiche mit T-Rex, Cheap Trick, Alice Cooper und Thin Lizzy sind wirklich nicht von der Hand zu weisen. Ganz bewusst hat man sich hier in der englischen 70er Poprock und Glamrock Kiste vergriffen und das Ergebnis kann sich sehen, bzw. hören lassen. Solche Hits wie bei den übergroßen Vorbildern sucht man zwar vergeblich aber Sean klingt so stark nach Marc Bolan, hat ein ähnlich starkes Gespür für zuckersüße Melodien und die fluffi-puffi Sounds machen genügend Spaß das man kein Problem damit hat dieses Manko zu verkraften. Das Album klingt nach bunten Pillen, bunten Schlaghosen und dem bunten Picadilly Circus das es eine wahre Freude ist. Selbst wenn die Gitarren mal weg von Thin Lizzy gehen und etwas heftiger um sich greifen, es bleibt trotzdem immer nett und freundlich. Aggression ist Fehlanzeige und über die komplette Distanz hätte der eine oder andere Schmiss bestimmt nicht geschadet. Songs wie Ride The Wire" oder das endsfeine Roxy Roller" machen trotzdem Laune und sind ein gutes Stück von der Belanglosigkeit entfernt.
Um größeres Aufsehen zu erregen fehlt eben noch, schon vorher beanstandete, Wiedererkennungswerte und Ohrwürmer. Aber was nicht ist kann noch werden. Für relaxtes Zurücklehnen und Wattebausch werfen tut es diese Songsammlung allemal. Das Sean seine Roots verstanden hat beweißt er jedenfalls mit den gelungenen Coverversionen von ELO Kiddies", Cold Ethyl" und dem kitzligen Waiting For An Alibi". Gute Werksarbeit, man darf gespannt sein und sich den Namen Crash Kelly" merken.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2008 10:50 AM CET


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