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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
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Magnified
Magnified

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der wolf ist wieder auf der jagt, 21. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Magnified (Audio CD)
Kingdom Come ist Lenny Wolf und Lenny Wolf ist Kingdom Come. Der Hamburger Sturschädel zieht mittlerweile schon seit vielen Jahren sein Ding durch und pfeift sprichwörtlich auf die Kritiker welche ihm damals Led Zeppelin Klauerei und später Industrial-Verwässerung vorwarfen.

Unbeirrbar setzt er auf Magnified" den Weg der Weiterentwicklung fort, obwohl man zugestehen muss das er manches Mal doch auch selbst in seinen eigen Roots zu gewühlt zu haben scheint. Zum Beispiel bei Over You" dürften auch Fans der ersten Stunde wieder glücklich werden. Ansonsten regieren auf dieser Scheibe aber vor allem schleppende und massive Riffs, so das man annehmen möchte das Lenny wieder richtig Bock hat selbst derbe in die Saiten zu greifen.

Auch wenn man Lennys Weg mitgegangen ist und auch den jüngeren Alben immer hohe Kreativität und Langzeitwirkung bestätigen muss, so kommt man nicht umher manches mal etwas genervt über den übertriebenen Einsatz von Elektronik zu stöhnen. Besonders der Drumsound vergällt einem hier und da den Spaß an den doch recht anständigen Songs. Wenn man jedoch weiß wie Kingdom Come von der Bühne runter klingen, dann hat man schon mal allen Grund zur Freude. Zumal sich einig der Nummern wirklich für ausgedehnte Jamorgien anbieten würden. Mal sehen ob der Meister selbst Lust dazu verspürt.

Doch was nutzt einem diese Vorfreude wenn bei Hören der CD einen ständig der Gedanke im Kopf rumschwebt wie Magnified" klingen könnte wenn Lenny etwas bodenständiger an die Sache herangegangen wäre.

Aus Sicht der Künstlers macht das Endprodukt sicherlich Sinn und Lenny wird bestimmt vehement bestreiten das auch nur ein Zollbreit mehr Rückwärtsgewandtheit vorteilhaft wäre.

Aber wie es halt so schön heißt: Wer anschafft hat Recht!" und daher ist es abzusehen das auch hier in Kingdom Come Anhängerkreisen die üblichen Kritikpunkte bis zur Ermüdung diskutiert werden. Daran werden allerhand Verbeugungen in Form von Gitarrensolis oder schleppenden Classic Rock Songstrukturen nicht daran ändern.

Was bleibt ist eine gute aber halt doch nicht herausragende Kingdom Come Platte welche sehr wohl als Appetizer für kommende Livekonzerte dienen wird.

Abschließend bleibt nur noch die Frage ob das Mädchen auf dem Cover (und auch drin) Lenny Wolfs Freundin ist und wenn nicht, wo bekommt ich ihre Telefonnummer her?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2010 4:51 PM MEST


The Lucky Ones
The Lucky Ones
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das nennt man dann wohl classic rock, 26. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Lucky Ones (Audio CD)
Wer sind denn nun die The Lucky Ones? Die Band Pride Tiger selbst, weil sie ein so starkes und überzeugendes Debutalbum veröffentlicht haben? Der Hörer weil er sich den legitimen (weil stilistisch sehr nahe dran) Nachfolger, bzw. Erbe von Thin Lizzy reinziehen kann? Oder ich, da ich das Vergnügen hatte mit der Scheibe einen überraschenden Anflug von Gehörjogging zu bekommen?
Man könnte weit ausholen und darüber lamentieren das bei Pride Tiger der Schlagzeuger gleichzeitig der Sänger ist. Oder das drei der rockenden Musiker früher bei der Heavy Metal Band 3 Inches Of Blood in Erscheinung getreten sind. Doch all das sind nur Randnotizen, welche im Schatten der tollen Hardrockmusik verblassen und unwichtig werden.
Pride Tiger als Thin Lizzy Möchtegerns abzutun würde der Gruppe nicht im geringsten Gerecht werden, denn auch wenn man jederzeit raushört das Phil Lynott der ultimative Haupteinfluss von Pride Tiger darstellt und das Songwriting da ansetzt wo nach Phils Ableben der Faden liegen gelassen wurde, so markieren die stolzen Tiger ihre Daseinsberechtigung mit spielerischer Sonderklasse und musikalischem Charisma.
Auch wenn The Lucky Ones" sehr sehr englisch klingt, so kommen die Jungs dennoch aus Kanada. Dort haben sie sogar einen Majordeal bei EMI an Land gezogen. Ob die daran Schuld sind und blockiert haben, darüber kann man nur spekulieren. Egal, jetzt kommt man auch hierzulande in den Genuss des Albums.
Für die Produktion war kein Geringerer als Matt Hyde verantwortlich, der schon Größen wie Slayer , Monster Magnet oder Fu Manchu für den nötigen Punch im Sound verholfen hat. Eben dieser Sound ist das I-Tüpfelchen der Scheibe. Erdig, schwitzig und echt, das sind die Attribute welche den Klang von The Lucky Ones" kennzeichnen und zu einem Sahnehäubchen werden lassen.
Hier wird nicht dicke Hose makiert oder albern herumgepost, sondern lebendig, ehrlich und frei von der Leber weg musiziert und die Freude am spielen und darbieten wird dadurch sprichwörtlich greifbar.
Wer jetzt glaubt das die Scheibe, ähnlich wie andere dem Classic Rock verschriebene Newcomerband Releases, durchplätschert und man am Ende keinen einzigen Song mehr in Erinnerung hat, der hat sich laut getäuscht. Nummern wie Long Way Down" oder 56 Days" kommen einem auf unkonventionelle Art schon nach dem ersten Mal hören wie potentielle Singles und Hits vor.
Pride Tiger ist ein neuer und glänzer Stern am wiedererstarkten Hardrockhimmel. Das macht Lust und Hoffnung auf mehr, und Lust auf Live.


Tune in Turn on
Tune in Turn on
Wird angeboten von Therockbidder
Preis: EUR 7,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen der rockzipfel, 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Tune in Turn on (Audio CD)
Halbintellektueller Pullunderrock mit großem V-Ausschnitt. Mando Diao mit schlechteren Frisuren und eine versteckten Vorliebe für alte Rolling Stones. Musik die gerne bei Alternative Festivals von der Bühne herunter langweilt oder einem auf dem Campus zum Raufbold und Schläger mutieren lässt. Schrammelgitarren als Anbiederung für den vergilbten 90er Jahre Levis Jeans Werbespot. Klangliche Verbeugungen vor einer musikalischen Ära, die großartig und einzigartig war, aber eben auch komplett unkopierbar.
Man darf das spielen, hören und gutfinden wenn man unter 20 Jahren alt und noch auf der Suche nach Lebensidentität ist. Wenn einem aber die ersten Narben auf der Seele, im Herzen und der Fresse gezeichnet stehen, dann fasst man Musik wie von den jugendlichen The Sacred Sailors eher nur noch mit Bedacht an. Außer natürlich man hat Bock drauf mal das absolute Gegenteil von z.B. Whitesnake zu hören.
Ohne Alkohol wird man die Philosophie oder Kunst Studentin wohl kaum mit räudigem Hardrock zum Verkehr überzeugen können. Bei den The Sacred Sailors könnte einem das sogar ohne Zuhilfenahme von Drinks oder Wundertüten gelingen. Ob man das jedoch wirklich will?
Solltet ihr von euren Kumpels und Kollegen mal als Frauenversteher, Oasishörer oder verkopfter Möchtegernrocker bezeichnet worden sein, dann könnte es sein das ihr zu Tune In Turn Out" mit doofen Leuten über die Prilsticker in der Unitoilette schwadronieren wollt.
Wenn ihr jedoch einen Funken Coolness oder dicker Eier euer Eigen nennt, dann lasst euch Man In Black mässig Blitzdingsen" und vergesst das ihr je von dieser Band gehört oder diese Zeilen gelesen habt.


Glucifer - Farewell to the Kings of Rock Live in Oslo
Glucifer - Farewell to the Kings of Rock Live in Oslo
DVD ~ Gluecifer

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen da tanzt die wildsau, 28. Dezember 2008
Scheiden tut weh! Das ist keine neue Erkenntnis, aber wenn der Abschied nochmal so fein aufbereitet wird wie bei den offiziellen Königen des Rotzrocks ( oder waren das die Hellacopters? Ist doch auch vollkommen egal, waren beide super. ), dann hat man selbst als schwitzigster Schweinerocker mit den Tränen zu kämpfen.
Mit dem Abschiedsgig in ihrer Heimatstadt Oslo haben Biff Malibu, Danny Young und der Rest der Truppe nochmals ein Livegeschenk hinterlassen, welches den Kauf wirklich lohnt und nochmal für ein rasches Entleeren des Bierkühlschranks und ein geschwindes Füllen des Aschenbechers sorgt.
Der Auftritt macht aber auch klar das es an der Zeit war (bzw. der perfekte Zeitpunkt) abzutreten und eine Lücke zu hinterlassen die halt irgendwann mal jemand anders füllen muss. Ob das möglich sein wird, das wird sich zeigen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Warum es an der Zeit war? Man merkt der Truppe an das der ganz große Enthusiasmus der früheren Tage so einfach nicht mehr da war und man die vorgelegten Leistungen nicht mehr toppen wird können. So gehen Gluecifer in die Rock und Roll Geschichte ein als eine Band die an ihrem Zenith abgetreten ist, was auch durch das letzte Album Automatic Thrill" belegt ist.
Vom Leder wird gezogen und literweise Schweiß dehydriert. Vielsagende Gesten, laute Gitarren,...
Biff Malibu ist quasi der Elvis mit der nötigen Portion Übersex und die Band bereitet ihm ein schmierig-schmuddelig-schrammeliges Rock ŽnŽ Roll Gedönsfundament. Was will man mehr?
110 Minuten lang bekommt man noch ein letztes mal die Gassenhauer und Kauleistenverschieber in der bewährten Respect The Rock!" Manier um die Ohren und in die Augen geblasen und wem das noch nicht reicht oder wer danach erst so richtig Lust bekommen hat, der kann sich auch noch an den 10 Videoclips erfreuen welche man als Bonusmaterial mitserviert bekommt.
Was kann man noch großartig über diese DVD sagen, jetzt wo klar ist das man sie gesehen haben sollte?
Vielleicht das der Sound schwer in Ordnung ist, die verschiedenen Kameraperspektiven, sowie der Schnitt vollkommen tadellos und die Menüführung ähnlich spartanisch ist wie die Frisuren der Band Und das die Ansagen und die Kommunikation mit dem Publikum leider nicht in Englisch stattgefunden hat. Aber dieses Manko wurde zumindest durch Untertitel entschärft.
Wir können der Band für die vielen Jahre Spaß und Rock danken. Ohne sie wäre die komplette Szene nicht die selbe gewesen und darum kann man sich den käuflichen Plastikteller vielfach und oft in den Player kullern lassen und die Abschiedsparty wieder und wieder erleben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2010 12:44 PM CET


Tinnitus Sanctus
Tinnitus Sanctus
Preis: EUR 15,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen auch aus deutschland kommt guter hardrock, 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Tinnitus Sanctus (Audio CD)
Edguy, und hier ganz speziell Bandleader und Sänger Tobias Gaudibursche" Sammet, sind jetzt wirklich am großen Scheideweg angekommen und ich wünsche ihnen von ganzem Herzen das ihnen der Sprung in die nächste höhere kommerzielle Liga gelingt.
Mit Hellfire Club" und Rocket Ride" hat man der Heavy Metal Vergangenheit Lebewohl gesagt und versuchte sich daran die humorvolle Liveperformance mit straightem Hardrock der Marke Victory zu verbinden. Das gelang ihnen ausgesprochen gut, wenn gleich auch sich nicht wenige Fans der ersten Stunden mit Grausen abwandten. Aber das waren eh die Jungs, welche man als Teenager auf dem Weiberklo eingesperrt hat, und daher zu verzichten?
Wie ich das meine? Nun, ganz klar:
Tinnitus Sanctus" richtet sich eindeutig an ein junges und unentschlossenes Publikum, macht aber nicht den Fehler angepasst und anbiedernd zu klingen oder gar wie ein billiges Plastikprodukt. Man kann der Band dazu gratulieren einen eher unpopulären Stil bei dem Hardrock- und Heavy Metal Nachwuchs populär zu machen. Wer wissen möchte was die Alternative zu Edguy wäre, dem empfehle ich einen Blick in den Nuclear Blast oder EMP Katalog. Schlimm, oder?
Für ältere, diese Musik schon längst verfallenen Burschen wird die Scheibe als ganzes dann aber doch zu oberflächlich, zu glatt und auch zu abwechslungsarm sein. Das hört sich jetzt schlimmer an als es ist, denn wenn es nicht balladenmässig wird (und das sollten Edguy bitte in Zukunft unterlassen, denn es bricht ganz arg den Fluss der Scheibe), dann ist Sammets Songwriting Talent so hervorragend ausgeprägt, da kann man sich nicht entziehen. Im Grunde haben Bands wie Accept damals auch nichts anderes gemacht wie Edguy z.B. bei Sex Fire Religion", nur das damals halt damals und heute heute ist.
Wer die beiden Vorgänger mochte, der wird auch bei Tinnitus Sanctus" bedenkenlos zugreifen können. Zudem es in der limitierten Fassung sogar noch eine Bonusdisc mit einem Liveauftritt in Los Angeles zu bestaunen gibt. Sehr launig würde ich sagen.
Wer noch nicht auf den Edguy Geschmack gekommen ist ist gut beraten mal die Nummern The Pride Of Creation" (Die guten Helloween lassen grüßen) und Nine Lives" anzutesten, denn dieser Song bietet wirklich einen legeren Einblick zu was die Band heute in der Lage ist.
Da verzeiht man sogar die beiden Ausrutscher Speedhoven" und ArenŽt You A Little Pervert Too?!".
Wer Stromgitarrenmusik auch mit etwas naivem Spaßverständnis angehen kann und dabei die nicht die Qualität außer Augen und Ohren verlieren möchte kann mit der aktuellen Scheibe wirklich launige Stunden verbringen, bzw. dem bösen Herbst etwas von seiner traurigen Depristimmung rauben. Wirklich neues oder gar außerordentliches wird einem als alten Haudegen nicht kredenzt, und man findet im Plattenschrank dutzende von Alben auf denen man diese Musik besser oder origineller geboten bekommt. Doch was soll das, die Deutsche Hard und Heavy Szene braucht 2008 eine Band wie Edguy dringender als nötig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2008 9:00 PM CET


Richie Kotzen - Bootlegged in Brazil
Richie Kotzen - Bootlegged in Brazil
DVD ~ Richie Kotzen

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen was bitte soll denn diese abzocke?, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Richie Kotzen - Bootlegged in Brazil (DVD)
Nach der feinen Live Cd Live In Sao Paulo" wird dem Fan nochmal ein wenig an der Geldschraube gedreht und man bekommt das selbe Konzert nochmals als DVD hinterhergeschmissen. Warum ich stinkig bin? Ganz einfach:
Die Setlist der CD und der DVD stimmt nicht überein. Auf beidem wurde etwas weggelassen um die Fans quasi zu nötigen beides zu kaufen. Wenigstens stimmt auf der DVD sie Reihenfolge der Lieder, also so wie sie dargeboten wurden.
Spartanisch in der Quantität ist wohl auch eine Bezeichnung welche der DVD gerecht wird. Das man gar kein Bonusmaterial verwendet hat, das empfinde ich in der heutigen Zeit schon als Frechheit. Dieses bisschen Footage, Diashow und 10 Sekunden Interview am Ende ist eigentlich nicht mehr als ein gestreckter Mittelfinger.
Dabei wäre der Auftritt an sich ja spitzenmässig und voller Seele und Gefühl. Ein wenig Geschredder hier, viel Funk und Groove dort und das ganze vorgetragen von einem sympatischen Trio welches ganz deutlich Spaß an dem hat was es dort aufführt.
Das Richie mittlerweile ein ähnlich guter Gitarrist wie Sänger ist, das sollte sich derweil auch herumgesprochen haben. Das Songmaterial ist natürlich eh über jeden Zweifel erhaben und braucht keine Vergleiche zu scheuen.
Gut, das ganze wurde mit ein paar Kameras (darunter auch verwackelte Camcorder Bilder) aufgezeichnet und ist wohl nicht der Weisheit letzter Schluss, dafür wirkt die Angelegenheit genauso authentisch wie der Sound.
Wem es also reicht ein (zugegebenermaßen sehr gutes) Livekonzert ohne Schnickschnack geboten zu bekommen und auf Firlefanz und Großgetue verzichten kann, dem sei die DVD dieses herausragenden Künstlers ans Herz gelegt.
Wer jedoch den Geiern der Industrie den Stinkefinger zeigen möchte und sich schon mehr als genug abgezogen vorkommt, der besorgt sich auf einer Richie Kotzen Show das richtige" Bootleg dieser Show. Die verkauft er nämlich auf seinen Konzerten für den halben Preis und die bietet haargenau den gleichen Inhalt in der gleichen Qualität.
Ich gehe sogar noch ein Schritt weiter und rate ausdrücklich zum Kauf der CD, denn auch wenn dort an der Setlist rumgepfuscht wurde und einiges vorenthalten wird, sie überzeugt als Gesamtpaket letztendlich einfach mehr.


So Called Friends
So Called Friends

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spike mal doch ein wenig anders, 23. November 2008
Rezension bezieht sich auf: So Called Friends (Audio CD)
Jonathan Gray oder besser als Spike bekannt dürfte den meisten als der Sänger der englischen Kneipenrockband The Quireboys ein Begriff sein. Gerade eben hat er mit seiner Hauptband ein sehr anständiges Hardrockalbum abgeliefert so findet man als Fan urplötzlich und ohne irgendeine Ankündigung ein nagelneues Soloalbum der Schleifpapierstimme vor. Stolperte man nicht durch Zufall über diese Scheibe, ich hätte nichts von der Veröffentlichung mitbekommen.
Kein Wunder allerdings, hat die Scheibe in der Rock und Metal Presse nichts zu suchen, schlägt sie doch komplett in eine andere Kerbe als seine bisherigen Betätigungsfelder.
Nicht das die dargebotene Musik jetzt sonderlich ungewöhnlich für Spike wäre, im Gegenteil, sie steht im zum Teil zu gut zu Gesicht.
Und gerade das macht es so traurig, denn ein kommerzieller Flop ist in dem Fall vorprogrammiert.
Zur Musik, man bekommt gefühlvolle Ragtime, Pianobar und Jazzklänge zu hören. Zeitlose Sounds mit Anspruch und Tiefgang, aber keineswegs hochtrabend und abgehoben. Das Liedgut besteht zur Hälfte aus eigenen Songs und zur Hälfte aus dem Liedgut von Francis John Miller.
Hier übernimmt nicht die Gitarre die Führung, hier ist das Klavier oder die Trompete das leitende Instrument. Und natürlich das krächzende Organ von Spike.
Kleinere Abweichung in die Richtung Westernsaloon oder Hotellobby wird schon auch unternommen, aber diesmal greift Jonathan nicht zur Wiskeypulle, diesmal lässt er es sich im Glas servieren. Botschaft angekommen?
Hillbilly hier, Blues da, Singer/Songwriter dort und irgendwo findet man noch eine Priese Folk. Vielschichtigkeit ist für diese Scheibe kein Fremdwort, und doch fügt sie sich geschmeidig zusammen. Aber will das jemand von ihm hören? Ich vermute nicht. Und liegt er mit seiner Hauptband nicht schon meilenweit neben dem Massengeschmack? Auf jeden Fall.
Wer also mal Musik hören möchte die unseren Eltern gefallen könnte wenn sie Geschmack hätten, der darf bei So Called Friends" zugreifen.
Aber wer Rock oder auch nur ähnliches erwartet wird enttäuscht werden. Nur für Fans sozusagen.


Tesla - Comin' Atcha Live! 2008
Tesla - Comin' Atcha Live! 2008
DVD ~ Tesla
Wird angeboten von dodax-online
Preis: EUR 14,91

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen u.s hardrock state of art, 23. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Tesla - Comin' Atcha Live! 2008 (DVD)
Es wurde auch langsam mal Zeit das Tesla, eine der großartigsten Hardrockbands der 80er Genereration mit einer Live DVD ums Eck biegen. So prachtvoll ihre Studioalben sind (über 16 Millionen fach haben sie ihre Longplayer schon abgesetzt), am mächtigsten sind Jeff Keith, Frank Hannon und Co noch immer auf der Bühne.
Meine größte Befürchtung war das man live den Ausnahmegitarrist Tommy Skeoch vermissen wird, war er doch auch für das Bild das man von der Band Tesla hat sehr ausschlaggebend. Aber wer die Band mit dem neuen und jungen Gitarristen Dave Rude erleben durfte, der weiß das diese Befürchtungen sich zerstreuen und das Frankieboy einen perfekten Mann zum Zusammenspiel und für Gitarrenduelle gefunden hat, welche den Hauptanreiz einer Teslashow bilden.
Was gibt es also über CominŽ Atcha Live! 2009" zu berichten?
Das Konzert wurde im Februar vor vollem Haus in Minnesota mitgeschnitten und zwar in HD Widescreen Format, was ja noch nicht wirklich Standard ist und was ich als sehr lobenswert empfinde. Die Bühnenoptik ist nicht überladen und die Lightshow ist so dermaßen Eighties, das ich mir die eine oder andere Träne hätte nicht verdrücken können, wenn ich nicht so permanent mit Luftgitarrespielen, Staunen und Huldigen beschäftigt gewesene wäre. Die Kameraführung ist, man kann das gar nicht genug lobpreisen, endlich ruhig und nur mit den nötigen Schnitten versehen.
Die Songauswahl ist ausgewogen und reicht von den Anfangstagen bis hin zu Forever More", welches zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienen war und hier mit dem Knaller Dear Privat Ledbetter" vertreten ist.
Mir wurde gesteckt das es Leute gibt die sich an dem opulenten und vordergründigen Einsatz der Gitarren stören. Wer mit einem Gitarrensolodoppel in seinen Liveset einsteigt beweißt schon Mut und Selbstbewusstsein und setzt die Messlatte für sich selbst sehr hoch. Aber egal ob bei den Balladen, bei den wilden Rockern oder den sehr heavy und düster ausgefallenen Midtemposongs, die Dominanz der Saitenfraktion bleibt unangefochten.
Und das obwohl sich ein Jeff Keith als lockerer und doch prägender Frontman sehr wohl in Szene setzen kann und die Rhythmusabteilung, also die Herren Brian Wheat und Troy Luccketta, einen Teppich legen der Seinesgleichen sucht.
Der Klang ist an und für sich sehr gut, nur weiß ich nicht ob die Klangschwankungen beabsichtigt sind oder ob es sich hier um einen Fehler im Presswerk handelt. Wirklich störend ist dies aber nicht. Etwas genervt bin ich jedoch davon das man ab und an zwischen den Songs kurze Interviewfetzen postitioniert hat. Muss sowas wirklich sein? Dies hat mich schon besonders bei den Live DVDs von Aerosmith und Twisted Sister aufgeregt.
Aber der Spaß den die Band ausstrahlt und scheinbar selbst auf der Bühne hat (die Gaudi im Bonusmaterial spricht ebenfalls Bände) springt auf den Zuseher über und man fühlt sich dazu berufen ein Bierchen zu köpfen und einfach so zu tun als wäre man leibhaftig auf dem Gig dabei.
Das eine Band die mittlerweile so viel Bühnenerfahrung hat trotzdem nicht überroutiniert und gelangweilt wirkt, ist von Seltenheitswert und unterstreicht den Stellenwert dieser Gruppe. Oder fällt jemanden spontan eine Combo ein die zwischen tiefergelegter Vollgas- und Angriffsmusik, filigranen Acousticparts und lässigen Mitsingstückchen hin- und herspringen kann ohne den Flow zu verlieren?
Das Bonusmaterial ist wie immer Füllmaterial das beim einmaligen Gucken Laune macht und den einen oder anderen Schenkelklopfer serviert aber dennoch nur Brimborium für den Hauptpart, das Livekonzert, darstellt.
Well done" sagt man in Amiland und Sauguad" in Bayern!
So und nicht anders musste eine Tesla Live DVD im Jahre 2008 nach Christi rüberkommen und wer sich als Teslafan bezeichnet, der wird sich den Silbertaler eh in Regal, bzw. in den Player stellen. Wer einen feinen Einstieg in das Lebenswerk dieser Truppe sucht, der darf mit dieser DVD gerne einen tollen Einstand wagen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2008 8:50 PM CET


Perpetual Flame
Perpetual Flame
Preis: EUR 15,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ying yang ist zurück, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Perpetual Flame (Audio CD)
Die letzten Alben des Maestros waren trotz Finesse und Skalendudeleien trotzdem immer etwas enttäuschend. Das lag natürlich nicht an den spielerischen Fähigkeiten, denn die waren sogar bei dem schrecklichen War To End All Wars" jenseits sämtlicher Kritik. Es lag schlichtweg tatsächlich an dem, meist von Yngwie Hassern angemahnten, Mangel an richtig guten Songs.
Aber mit dem neuen Sänger an Bord hat Ying Yang sein Speedboat wieder hochseetüchtig bekommen und schmettert einem ein sattes Metalalbum vor den Latz welches sicherlich für Beachtung und Aufmerksamkeit sorgen wird.
Judas Priest oder Iced Earth sollten sich beim Hören von zum Beispiel Damnation Game" mit hochrotem Kopf in die Rente verabschieden, denn allein dieser Song als auch das brettharte und epische Live To Fight (Another Day)" lässt die Herren Schaffer und Tipton ziemlich alt aussehen.
Wie gut die Killerstimme von Tim Ripper" Owens mit dem Gitarrenspiel von Yngwie Malmsteen harmonisiert beweist sich auch bei dem edlen Priest Of The Unholy".
Perpetual Flame" ist also tatsächlich ein Heavy Metal Album der reinrassigen Sorte, und einzig und allein das von Yngwie selbst gesungene und an Hendrix erinnernde Magic City" und das Appregiosgewitter Caprici Die Diablo" schlagen etwas aus der Reihe. So darf man das aktuelle Werk des Gitarrenwunders auch endlich Leuten ans Herz legen die sich weniger für Shreddinggeschichten oder Rock mit Klassikanleihen interessieren. Es bleibt abzuwarten ob es sich bis zu diesen Leuten auch durchspricht, denn die deutsche Metalpresse hat Yngwie ja bekanntlich nicht unbedingt ins Herz geschlossen und es zählt schon fast zum guten Ton sich über Malmsteen auszulassen. Wenn es aber darum geht einen besseren Gitarristen in diesem Genre aufzuzeigen, dann werden die Profis" meistens ganz schnell still und es kommt die schon oben genannte Kritik zum Zug.
Produziert hat der Schwede wieder selbst, diesmal hat der Sound aber auch Hand und Fuß. Ob es an Roy Z liegt, der für den Mix verantwortlich war? Zu einem bestimmten Anteil sicherlich.
So bleibt nur das Coverartwork als Minuspunkt über, aber das ist ein Punkt der bei der besten Malmsteen seit Alchemy" nicht wirklich ins Gewicht fällt.
Einige Durchläufe wird man dem Album schon geben müssen um sich an das neue Gesamtbild zu gewöhnen, aber wenn man sie sich zum Freund gemacht hat, ist hat man eine Scheibe mit Langzeitwirkung.
Ich lass es jetzt einfach ganz deutlich heraus:
Yngwie Malmsteen zweigt mit seinem aktuellen Longplayer den Herren Priest, Helloween, Savatage und Stratovarius wo der Bartel den Most herholt. Hier sind Lieder noch richtige Lieder und keine doofen Halbhörspiele oder Computergamesoundtracks. Gitarrentechnisch (ob bei den Solis oder auch mal mit simplem Geriffe) steckt den großen Rest der Konkurrenz auch locker weg in die Tasche. Ein bisschen Pathos an den richtigen Stenne, ein wenig Schwülstigkeit um die Atmosphäre zu heben und dann doch wieder Heavyness im oldschooligen Metal Gewand...was will man eigentlich mehr?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2009 3:53 PM CET


Rock Star Supernova
Rock Star Supernova
Preis: EUR 14,45

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen plastikpop für rocker, 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Rock Star Supernova (Audio CD)
Gibt es für einen ernsthafen Musikfan etwas schlimmeres als Castingbands und Möchtegernstars die in Fernsehshows erwählt werden? Wohl kaum, aber davon abgesehen muss man zum Beispiel hier in Deutschland Typen wie Tobias Regner und Thomas Godoj zumindest eine nette Stimme attestieren, wobei Nett" ja noch immer die kleine Schwester von Scheiße ist.
Das man in den Staaten, dem Urland des Fernsehgrauens, einen Schritt weiter ist und gleich mal den großen, tollen Rocksänger und Superstar im Flimmerkasten sucht, das wird sicher niemanden verwundern.
Das Ergebnis nennt sich Rockstar Supernova und wer sich nun angewidert abwenden möchte, der sei darum gebeten trotzdem noch ein Minütchen hier weiterzulesen. Denn es gibt tatsächlich einen Grund sich für Rockstar Supernova zu interessieren, auch wenn sich einem heimlich vor lauter Widerwillen die Nackenhaare sträuben werden.
Die Jury der Telenova ist auch gleichzeitig die eigentliche Band welche das Album für Gewinner Lukas Rossi zusammen mit einigen hochkarätigen Songwritern und Produzenten (Butch Walker, Scott Humphry,Brooke Burke...) zusammengezimmert hat. Wer kann von sich behaupten das bei den Namen Jason Newsted (Metallica), Gilby Clarke (Guns ŽnŽ Roses) und Tommy Lee (Mötley Crüe) nicht das Wasser im Munde und das Schmalz im Ohr zusammenläuft?
Musikalisch bekommt man einen Querfeldeinritt durch die Poprockkultur der 90er und des neuen Jahrtausends geboten, bzw. das wofür die Beteiligten dies halten.
Auf Eigentständigkeit wird zugunsten von überschäumender Massentauglichkeit verzichtet, man will ja das Zielpublikum nicht vergraulen.
Nennen wir das Kind beim Namen, man bekommt satten College Rock (so wie man ihn auch auf Tommyland: The Ride" gehört hat) in all seinen Fassetten und Untiefen. Dazu mal eine Prise Marilyn Manson und Smashing Pumpkins und die Hooklines hat man aufgrund des Popaffinität frech bei T-Rex und Marc Bolan geklaut.
Das hierbei aber stolze und fähige Handwerker am Werk waren, rettet die Scheibe vor dem Absturz und man ertappt sich tatsächlich selbst dabei gefallen an diesem Stück Plastikmusik zu finden und da Lukas Stimme tatsächlich eine schmeichelnde ist summt man irgendwann fröhlich Nummern wie Underdog" oder Headspin" mit und vergisst den Fakt das man es hier mit einem reinen Produkt zum Geldscheffeln zu tun hat.
Grundsätzlich ist Rockstar Supernova ein toll produziertes und durchgestyltes Stück und ist in erster Linie für Leute gedacht die sich ansonsten nicht für Rockmusik abseits des total Mainstreams interessieren. Aufgrund der handwerklichen Stärke und des zielgerichteten Ohrwurmkurses kann aber auch der wahre Rock ŽnŽ Roller mit dem Album vergnügliche Stunden verbringen ohne sich für Lukas Rossi oder sonst jemanden in Grund und Boden zu schämen. Wer das nicht glaubt hört zwanglos mal in das lässige Leave The Lights On" rein. Ich behaupte das der Drang das Klo zu umarmen beim hiesigen Radioprogramm weitaus stärker ist.


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