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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
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Dial S For Sex
Dial S For Sex
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 15,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen glam aus bayern, 21. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Dial S For Sex (Audio CD)
Endlich ist es wieder mal soweit, ein neues SHAMELESS Album wurde ins Regal gehievt und man durfte gespannt sein ob Big Boss Alexx sein Glam-Metal Schaukelpferd wieder Richtung Bubblegum Party reiten konnte oder ob die Rückbesinnung von 'Famous 4 Madness' nur ein kurzes Aufbäumen war. Ich habe keineswegs erwartet das man an den bandeigenen Klassiker in der Discographie 'Queen 4 A Day' anknüpfen kann, aber sollte der Weg des Vorgängers beibehalten werden ist meine Gier nach der international besetzten Munich Connection mehr als befriedigt.
Was soll ich sagen''Dial S For Sex' beginnt mit der Vorzeigenummer 'Innocence Is No Excuse' wirklich fulminant und Herr Michaels darf sich bzw. seinem Songwritingpartnern bezüglich dieser Nummer wirklich auf die Schulter klopfen und voller Stolz verkündigen einen Potentiellen Hit für die die nächste RTL Dokusoap abgeliefert zu haben. Ein Ohrwurm mit allen SHAMELESS-Trademarks wie er im Buche steht und als Opener perfekt platziert.
Aber dann'eine Coverversion von 'Hot & Cold' von Katy Perry ist grundsätzlich Verbrechen genug, aber dann in so einer eierlosen Version (die komplett diskussionsunwürdige Bonustrackversion lass ich der Einfachheit halben komplett unter den Tisch fallen) vorgetragen grenzt es an Körperverletzung. Ich frage mich ob man das unter Ironie verbuchen und abheften muss oder was da dahinter steckt. Das SHAMELESS auch Coverversionen in gut können, das haben sie in der Vergangenheit bewiesen, also will ich einfach mal so tun als wäre dieser Track einfach nicht vorhanden, schließlich gibt es ja die Skip Funktion.
'Summertime Goodbye' ist dann wieder von anderem Schrot und Korn, auch wenn diese Bezeichnung für diese flauschige Gute-Laune-Nummer wohl eher unpassend ist. Genau diese Art von Lieder möchte man von der Band hören und genau das können sie auch am besten. Ganz egal ob da nun Stevie Rachelle oder Steve Summers am Mikro steht.
'Dial S For Sex' ist übrigens die erste SHAMELESS Scheibe bei der Rachelle unserem guten 'Sex' Summer die Show stielt. Ob das nun an den jeweiligen Liedern liegt oder ob seine Leistung um einiges besser ist, das kann ich nicht beurteilen.
'Live 4 Today', 'Far Away' oder 'Love The Way (You Make Me Sick)' sind klassische SHAMELESS Kost wie man sie erwarten durfte. Hier wird der Fan nichts zum meckern finden, auch wenn manche Nummern teilweise in seltsamen Klanggewand schon auf früheren Scheiben zu finden waren. Aber so kann man seine früheren Schnitzer natürlich auch korrigieren. Weshalb sich da auf die A Seite aber mit 'Always On My Mind' eine weitere Coverversion geschlichen hat die allein durch ihre Existenz zum Mörder werden lassen möchte, das entzieht sich meinem Verständnis. Durch so was kann man den Fluss eines Albums aber auch wirklich total schrotten und die Dynamik rausnehmen. Schade.
'Ob es mit 'U & I' jetzt eine Ballade braucht?' waren meine ersten Gedanken, aber dann schwenkt die Nummer um zu einem feschen Rocker, bei dem Steve Summers wieder mal den klassischen PRETTY BOY FLOYD-Odem darüber hauchen durfte.
Neben der Eröffnungsnummer findet sich mit 'Operator' ein zweites Albumhighlight ein, welches die Konkurrenz aus Skandinavien nicht zu scheuen braucht. Dieser Keri Kelli ist aber auch ein Fuchs wenn es darum geht, einem Lieder ins Hirn zu schrauben.
Mit 'Toy Human' versucht man sich dem Ende zu dann noch mal an etwas anderem und zeigt ein eher selten gezeigtes Gesicht des Projekts, was aber durchaus als geglückt gewertet werden darf.
Um das Kraut fett werden zu lassen gibt's mit 'Goodbye 2 U' dann nochmals eine Kelly Nummer drauf, welche die Leute zufrieden entlassen würde, bzw. zum nochmaligen betätigen des Play Buttons bewegen könnte. Würde? Könnte? Tja, da sind eben noch zwei Bonusnummern mit drauf ('Hot & Cold' in einer Ich-Schäme-Mich-Zu-Tode-Version und den Reprise von 'Summertime Goodbye'), welche man getrost in die Tonne hätte kloppen können.
Aber'dazwischen gibt's noch mit 'Far Away' ein letztes Verbeugen und Huldigen an WARRANTs Jani Lane. Eine sehr nette Geste, die man hier zum Besten gibt.
Fazit: Wer mit SHAMELESS bisher warm wurde, der wird auch hier noch mal zur Aufgusskelle greifen. Die Scheibe ist keine Bombe wie 'Queen 4 A Day', aber wenn man sich von dem Vorgängeralbum und von dem hier die besten Tracks rauszieht und sich seine Zusammenfassung für die nächste Beachparty am Baggersee bastelt, der kommt nahe dran.


Caught in the Act
Caught in the Act
Preis: EUR 19,98

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen eigentlich eine frechheit, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Caught in the Act (Audio CD)
'Hurra, Hurra! Endlich ein neues CINDERELLA Album, das ich das noch erleben darf!' war meine erste Reaktion als mir von einem Freund die 'neue CINDERELLA' Scheibe angeboten wurde.
Es dauerte dann keine 10 Sekunden um mir einen hochroten Kopf zu verschaffen und mir die Adern am Hals herausquellen zu lassen. Nicht aus Euphorie und Freude sondern aus Zorn über die komplette Fanverarschungstaktik der Band und der beteiligten Plattenfirmen.
Jedes Wort hier ist im Grunde genommen überflüssig da wohl ein jeder der sich für CINDERELLA interessiert die Scheibe schon im Schrank stehen hat. Wie, Was, Wo, denkt ihr euch?
'Caught In The Act' ist nichts anderes als die mittlerweile 5te Veröffentlichung ein und desselben Konzertmitschnitts von Ende der 90er Jahre aus dem Key Club.
Die große, erfolgreiche Zeit der Band war da natürlich schon längst vorbei, aber der Gig und dementsprechend der Mitschnitt macht schon Spaß und verdeutlicht, auch wenn das vierte und letzte Album komplett ausgeklammert wird, warum die Band zu den ganz Besonderen ihrer Ära gehörte.
Aber wie gesagt, als Fan hat man sich dieses Konzert auf Tonträger schon längst angeschafft und weiß es als Zeitdokument zu schätzen. Wer seinem Kumpel mit diesem Auftritt die Band nahe bringen möchte, der kann getrost zu einer der superbilligen Versionen bei Amazon Marketplace greifen und diese Geldschneiderei und Abzockerei boykottieren.

Selbst die beiliegende Live-DVD, die ja eventuell einen zusätzlichen Kaufreiz bieten könnte, wurde ebenfalls schon mindestens zwei Mal veröffentlicht. Da sie qualitativ auch nicht gerade State of the Art ist, kann man nur Finger weg\" sagen!
Hier gibt es maximal 2 Punkte wegen Unsinnsveröffentlichung.


Kein Titel verfügbar

4.0 von 5 Sternen leider nicht ganz so stark wie das debut, 6. Dezember 2011
STEEL PANTHERs Debut 'Feel The Steel' ist auch hierzulande wie Bombe eingeschlagen, wer hätte das erwartet? Die superlustigen, obszönen Lyrics mit Doofheitsfaktor 69, die phänomenalen Hardrock- und Metalhymnen und die überbordenden Livekonzerte sind mittlerweile legendär und schlagen sogar 'ernsthafte' Genrekollegen in Sachen Qualität und Intensität.
Jetzt steht der Nachfolger an und die große Frage ist ob man den Scherz, welcher auf Album Nummer 1 für Begeisterung sorgte noch immer so erfolgreich bringen kann, ob das musikalische Pulver verschossen ist oder ob man ähnlich wie JBO zum abkacken verurteilt ist.
Die Wahrheit ist, das 'Feel The Steel' die bessere Scheibe ist und schneller ins Ohr ging, was aber auf keinem Fall bedeutet, das 'Balls Out' Mist wäre. Ganz im Gegenteil, auch wenn sich ein paar Minuspunkte eingeschlichen haben.
Auf der Plusseite ist zu werten, das die Jungs einfach nach wie vor richtig pralle Musiker sind, die wissen um was es in ihrem Genre geht. Das Songwriting ist ausgearbeitet und wirkt keineswegs wie ein Schnellschuss, das Cover ist eines der lässigsten die ich die letzten Jahre gesehen habe und die Songtitel und Texte lassen einen vor diebischer Freude echt am Rande des Wahnsinns kreischen. Nummern wie das an SKID ROWs 'Slave To The Grind' Platte erinnernde '17 Girls In A Row' oder das brettharte 'Tomorrow Night' sind Beispiele für ein Rundum-Sorglospaket an guter Partymusik.
Leider haben sich aber auch ein paar Stinker eingeschlichen, zu denen das langweilige, von MÖTLEY CRÜs 'In The Beginning'' abgekupferte Intro und dann gleich darauf die Eröffnungsnummer 'Supersonic Sex Machine'. Dieses Lied klingt wie eine halbgare EDGUY Kopie der eierlosen Sorte. Weder lustig noch mitreisend und darum als Einstieg vollkommen ungeeignet.
Auch Songs wie 'I Like Drugs', 'Critter' oder 'Let Me Cum In' überzeugen leider überhaupt nicht und können höchstens mit den gewohnt frechen Texten Punkte abstauben.
Auf gut Deutsch ist die Scheibe am Anfang und am Ende schwachbrüstig, wobei der Mittelteil schon sehr nah an das 'Feel The Steel' Niveau kommt oder sich sogar gleichauf befindet.
Als musikalische Änderung sollte noch erwähnt werden das die augenzwinkernden Seitenhiebe in Richtung BON JOVI und DEF LEPPARD runtergefahren wurden und einer SKID ROW und VAN HALEN Ausrichtung gewichen ist. Das kann man in dem Fall mögen oder auch nicht, ich empfinde es eigentlich als angenehm und werte es als weiteren Schritt zu einer komplett eigenen Identität.


Comeblack
Comeblack
Preis: EUR 4,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das ende naht...aber das in topform, 17. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Comeblack (Audio CD)
Vor nicht allzu vielen Jahren war die Welt noch viel einfacher und simpler. Da war es einfach so, dass man die Scorpions als Altherrenband, Schnulzenkapelle und Chartshow-Peinlichkeitsfaktor abschreiben konnte. Über die glorreiche Vergangenheit der Band konnte man natürlich kaum mehr sprechen ohne das gleich irgend ein Schuft im Hintergrund hämisch den 'Wind Of Change'-Anfang pfiff oder sich einen halblustigen Gerhard Schröder-Witz aus dem Ärmel leierte.
Aber seit dem Comeback 'Unbreakable' und erst recht mit dem grandiosen 'Sting In Your Tail' ging den Spöttern die Grundlage aus und wer den Wacken-Auftritt mitbekommen (oder allgemein sich in letzter Zeit auf einen Gig der Jungs getraut) hat, an dem werden weitere Schmähungen lockerst abprallen und man sieht auch wieder urige Heavy Metal-Fans mit Scorpions-Patch auf der Kutte angeben. Nicht schlecht für eine Gruppe die schon Musikgeschichte geschrieben hat als ein Groß der heutigen Hard- und Heavy-Szene noch nicht mal einen Oberlippenbart sich hätte wachsen lassen können.
Dementsprechend Tränen in den Augen hatte man als bekennender Fan, dass die letzte Scheibe auch das kreative Servus bedeuten sollte und die Abschiedstournee (so lange sie auch ausfallen mag) wirklich einen Schlussstrich bedeuten muss.
Aber noch ist es nicht so weit und Meine, Schenker und Co. spendieren ihren Anhängern noch ein letztes Schmankerl aus dem Studio. Nicht eine schnöde Best Of oder Greatest Hits sonder etwas, das dem alteingesessenen Scorpionisten genau so zusagen soll wie dem erst kürzlich hinzugewonnenen Jungrocker. 'Comeblack'!!!
Und hierbei ist es wie bei einem Eishockeyspiel, also dreigeteilt. Vorneweg das Hauptaugenmerk: Die Rocker!
Was da aus den Klassikern gemacht wurde gehört ja schon fast mit einem "Obacht geben"-Siegel versehen. Ohne die Seele und den Charakter der Originale zu verlieren wurden die Nummern nochmals produktionstechnisch aufgepimpt. Man sieht sich Luftgitarre spielend in die 80er zurückversetzt, als 'World Wide Live' noch den Plattenteller gerult hat. Es macht Spaß zu hören, dass die moderne Studiotechnik nicht eingesetzt wurde um zu verfälschen und zu pervertieren sondern um die kraftvolle Basis der Lieder noch mal aufzuwerten. Da bin ich mir sicher, dass dem Hausmütterchen, auf deren Gabentisch 'Comeblack' eventuell landen könnte, die Falten aus dem Gesicht gebügelt werden dürften. Und in der Metaldisco dürfen sich die DJs schon darauf gefasst machen, dass die Kids nachfragen werden von wem dieser Heavy Mattenrüttler jetzt gerade war.
Zwischen drin bekommt man das unvermeidliche 'Wind Of Change' und das aus heutiger Sicht noch immer epochale 'Still Loving You' geboten, welche ausgesprochen wenig umarrangiert wurden. Durch die differenzierte Klangaufnahme kann man sich bei diesen Nummern auch mal auf die Komposition an sich konzentrieren und man gesteht sich ein, dass da schon große Kunst betrieben wurde. Ja, ich gestehe sogar ein, dass das Gitarrensolo von 'W.O.C.' richtig geil und passend ist.
Der Coverversionen-Anteil zum Schluss steht stellvertretend für Songs, welche die Band über die Jahre geprägt haben. Was musste mein entzündetes Auge da als erstes lesen? 'Tainted Love'? Och neee,lass mal stecken, ey!
Dabei hat die deutsche Rocklegende dem Song jetzt gar so was wie einen metallischen Anstrich verpasst. Ebenso 'Children Of The Revolution', wobei ich gerade hier finde, dass es nicht ganz so passend und gut klingt. Aber bei den Coverversionen von den Beatles, Stones, Small Faces usw. kann man durchaus von einem geglücktem Experiment sprechen, vor allem weil hier Produktion, handwerkliches Können, das Verständnis für die Essenz der Songs und vor allem die Topform von Klaus Meines Stimme die Mosaiksteinchen zu einem fähigen Hardrockbild zusammensetzen.
Insgesamt bleibt bei 'Comeblack' ein äußerst positiver Gesamteindruck bestehen, welcher das mit 'Sting In Your Tail' geschmiedete Eisen im Feuer noch auf ein Weiteres bearbeitet. Der Abschied von den Scorpions wird dadurch nicht wirklich erleichtert, aber die Gier nach weiteren Livekonzerten zusätzlich angefacht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2011 7:17 AM CET


Livin' My Dream
Livin' My Dream

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wohin der weg geht..., 28. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Livin' My Dream (Audio CD)
Da ich vom Vorgängeralbum nicht wirklich überzeugt war hat sich meine Vorfreude auf die Scheibe schon sehr in Grenzen gehalten, aber da ich die Band und ihr Durchhaltevermögen sehr angenehm empfinde hab ich mich doch durchgerungen 'Livin' My Dream' (was für ein Titel, da muss ich doch glatt an alte Rocky Filme denken) eine Chance zu geben.

Der Opener 'We're United' lässt gleich mal die Mundwinkel nach unten wandern. Der Song ist zwar gewollt aber auf keinste Weise gekonnt. Da hatte der Vorgänger einen ganz anderen Eröffnungssong, ein komplett andere Kaliber.

Aber was dann kommt'ich bin ich ratlos. Was soll das sein? Schlagermusik? Hat da evtl. Dieter Bohlen seine Finger im Spiel?

Um so öfter ich das Album höre um so mehr Sinn macht die Wandlung zur Schunkel- und Schmuseband. Hat man sich erstmal an den Pop zwischen Bonfire und Def Leppard gewohnt und das Hirn bezüglich der doofen Texte ausgeschaltet, dann kann man mit dem Soundtrack für Mädchen deren Jugendjahre in den frühen 80ern in der Blüte standen tatsächlich Annette Halbestunde (den musste ich jetzt einfach bringen) haben.

Auf Grund der süßlichen Kariesgefahr und der Alibigitarre hat man beim Hören zwar immer ein schlechtes Gewissen und ertappt sich dabei das man sich ab und zu heimlich umsieht damit einen nur keiner bei mitwippen erwischt, aber lieber so eine Leiche im Keller als Bruno Mars oder Scooter. ;)

Ob man 'Livin' My Dream' jetzt altmodisch und doof oder einfach nur leidenschaftlich am Zeitgeist und entgegen aller Hardrock Konventionen vorbeimusiziert findet kann jeder für sich selbst entscheiden.

Ich für meinen Teil werde die Scheibe schon mal auflegen wenn mir so richtig nach Schmalz und aufgesetzten Poprock ist der sogar Bryan Adams zu seicht wäre.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2011 10:50 AM CET


Kill All Control
Kill All Control
Preis: EUR 9,98

5 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen braucht man die scheibe wirklich?, 1. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Kill All Control (Audio CD)
Das Georg 'Mr Scary' Lynch zu den wegweisendsten Gitarristen der 80er Jahre gehört ist unbestritten. Mit Dokken und Lynch Mob hat er Hardrockgeschichte geschrieben bevor es zwischendrin etwas ruhiger oder auch etwas unguter wurde um den Saitenhexer. Ob das der Identitäskrise geschuldet war (George wollte wohl Bodybuilder und Alternativerock Musiker in einem sein) oder ob es nur einer unglückliche Verkettung vieler Umstände geschuldet war bleibt dahingestellt, aber immer wieder versucht sich der Mann mit den wirbelnden Fingern als Stehaufmännchen. Jedoch mit der Konsequenz das er nach einem Schritt nach vorne gleich wieder einen zurück macht und die Fans immer wieder aufs Neue verprellt.

Mit 'Soul Of We' hat er ein Mistalbum DeLuxe abgeliefert um dann mit der Wiederauferstehung von Lynch Mob wieder zu alten Tugenden zurückzufinden.

Was hat es also jetzt mit der neuen Veröffentlichung auf sich bei der sogar unterschiedliche Sänger und Musiker zu Ehren kommen?

Sehen wir doch mal was die Bilanz ergibt:

Auf der Haben Seite findet sich wieder das die Töne die George seinem Instrument entlockt noch immer einen extrem hohen Wiedererkennungswert haben und er nicht verlernt hat Gitarrenfreunde für sich zu begeistern. Dazu muss man nicht mal selbst das Instrument spielen.

Die Produktion ist sauber, nicht zu dumpf und schön druckvoll. Man erkennt vor allem im vordergründigen Gitarrensound das hier Wert aufs Detail gelegt wurde.

Die Sängertypen welche die zum Zuge kommen haben den Charakter der Platte und der Lieder verstanden und können sie angemessen interpretieren und mit Leben ausfüllen.

Jedoch gibt es zu jeder Haben auch eine Sollseite und die ist es die leider Gottes sogar ein wenig überwiegt:

Das Songwriting, welches klingt als würde man Sixx A.M. mit dem läppischen Solooutput von Slash in einen Topf hauen und umrühren. Alternativerock'.Modern Rock'.wenn man so etwas will greife ich halt zu Kapellen die für diesen Sound stehen und nicht zu einer Legende die plötzlich am Puls der Zeit rumfühlen möchte. Das ist Herrn Lynch schon öfters misslungen. Noch dazu das die Lieder zu keiner Zeit den Qualitätsanspruch erfüllen können den man an jemanden wie George Lynch stellt. Es bleibt nach dem Hören des Albums keine einzige Nummer hängen. Am ehesten noch das Instrumental 'Son Of Scary', welches halt 'Mr. Scary' fortführt aber ziemlich aus dem Albumkontext herausbricht.

Wenn man von einem Highlight sprechen möchte dann am ehesten noch 'Voices In My Head' bei dem man sich total an Alice In Chains erinnert fühlt. Der Song strahlt eine Depression aus wie man sie erstmal fühlen muss.

Es bleibt also eine Scheibe die man als George Lynch Fan gerne besitzen, hören und interessant finden darf, aber wenn ich einfach nur guten Hardrock möchte, dann gibt es ganz andere Quellen und Bands.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und es bleibt zu Beten das Lynch, Pilson, Dokken und Brown ihre Egospielchen irgendwann bleiben lassen und da weitermachen wo sie mit 'Dysfunctional' aufgehört haben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2011 10:31 AM MEST


Walking Through Shadows
Walking Through Shadows
Preis: EUR 17,53

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessante scheibe, 6. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Walking Through Shadows (Audio CD)
Der Name des Musikers sagt mir eigentlich gar nichts, obwohl mir die Band in der er sonst tätig ist (Mama's Boys) schon irgendwie mal untergekommen ist. Die Scheibe wird unter der Bluesfahne verkauft und auch ein Blick auf das Albumcover und Pat lässt vermuten das ich hier eine gemütliche, klassische Bluesrockscheibe aufgetischt bekomme, welche zwar nicht spannend aber handwerklich ursolide eingezimmert ist.

Doch so einfach bekommt man es von PMB dann doch nicht gemacht. Hier und dar wird das Bluesrockfundament durch verfremdete Celtic Folk oder Countryelemente aufgemischt, aber die würden in dem urwüchsigen Gitarrenspiel noch gar nicht seltsam anmuten. Was ich als recht witzig empfinde sind einerseits die nicht zu verleugnenden Vorlieben für alte AC/DC ( und wer bei 'The Riddle' nicht 'Girls Got Rhythm' mitgröhlen möchte hat kaputte Ohren) und die soundtechnische Verbeugung vor ZZ Top. Teilweise hat man echt das Gefühl man hat eine neue Scheibe der texanischen Rauschebärte im Player auf dem auch dann und wann Gary Moore (RIP) zum Zuge gekommen ist.

Es ist zwar als mal eine gelungene Abwechslung wenn plötzlich der Rock komplett das Spielfeld verlässt und man astreine Ragtime Music zu hören bekommt, aber ob das das Publikum nicht etwas arg strapaziert wage ich nicht zu beurteilen.

'Walking Through Shadows' ist eine Scheibe für Freunde des traditionellen Bluesrocks mit recht ambivalentem Klangbild. Ich finde sie mutig, ambitioniert und voller Freude an sich selbst. Wer sie jedoch als zu eigenwillig, unstrukturiert und 'falschklingend' beschreibt hat mit Sicherheit auch nicht unrecht. Alles eine Sache der Betrachtung und deshalb ist ein vorheriges Reinhören unbedingt zu empfehlen.


Rendered Waters
Rendered Waters
Preis: EUR 13,13

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neue songs und neuaufnahmen alter perlen, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Rendered Waters (Audio CD)
Eines vorweg: Ich verstehe nicht jede Entwicklung von Kingdome Come und auch nicht jede Entscheidung von Lenny Wolf kann ich nachvollziehen. Aber man muss zugeben das er es geschafft haben jedes neue Album unter bekannter Flagge spannend und anders klingen zu lassen und somit eine langfristige Aufmerksamkeitsspanne auf die Outputs zu lenken. Es macht keinen Unterschied welche äußeren Zwänge den Sänger/Gitarristen auf diesen Weg gebracht haben oder ob jede Wendung und Neuorientierung vollkommen aus freiem Willen heraus geschehen ist. Aber es ist eine interessante Überlegung wie Lenny heute selbst seine älteren Nummern neu interpretieren und umarrangieren würde.

Und jetzt sind wir bei 'Rendered Waters', welches eine Ansammlung von Neuaufnahmen im derzeitigen Kingdome Come Klanggewand darstellt. Witzigerweise aber nicht unbedingt die üblichen Verdächtigen die man erwarten könnte, sondern tatsächlich Songs die dem Hamburger persönlich am Herzen liegen und die seiner Meinung nach eine erfrischende, zeitgemäße Dusche vertragen. Als Schmankerl obendrauf drei brandneue Stücke welche unabhängig davon hinweisen wohin die Reise für Lennys Königreich geht.

Klangtechnisch würde ich vermuten das Lenny seiner Vorstellung vom angemessenen Sound und dem Bild welches er von seinem Baby haben möchte ein gutes Stück näher gekommen ist. Überraschenderweise ist es mit ein wenig Fantasie auch ein Schritt zurück, was Freunden der Klassikeralben sehr gelegen sein wird.

Nichtsdestotrotz klingen die Nummern up-2-date und sollten auch modernen Rockfans und dem Nachwuchs gut ins Ohr gehen.

Für Fans welche die Originallieder auf den Alben schon im Schrank stehen haben lohnt sich die Anschaffung deshalb, weil die Lieder teilweise ein neues, eigenes Gesicht zeigen, welche eigenständig und apart der ursprünglichen Aufnahmen funktionieren.

Man kann es drehen und wenden, 'Rendered Waters' ist eine unterhaltsame und aufschlussreiche Scheibe die man zum Antesten der Band, bzw. zum 'updaten' bezüglich des aktuellen Standes nutzen kann und welches Lust auf das nächste reguläre Album macht.

Sämtliche Fragen beantwortet sie nicht, aber vielleicht ist das ja auch gut so.


Sensory Overdrive
Sensory Overdrive
Preis: EUR 20,94

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen michi überrascht mich wieder mal aufs neue, 18. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Sensory Overdrive (Audio CD)
Hier ist sie also die neue Michael Monroe Scheibe und, bei den Göttern, wer hätte gedacht das 'Sensory Overdrive' der beste Tränentrockner und Schmerzlinderer bezüglich des erneuten Hanoi Rocks Splits sein kann?

Anfangs war ich ja wirklich skeptisch ob der Aussage das Michael wieder Richtung Demolition 23 gehen möchte, aber mit Sami und vor allem Ginger (dem Wildhearts Boss) an Bord, was soll da schon schiefgehen?

Dabei ist 'Sensory Overdrive' keineswegs ein D23 Aufguss geworden sondern ein glücklicher, springfideler Bastard aus Hanoi Rocks und den bekannten Monroe Soloscheiben, wobei schon wirklich eine phänomenale 70er Jahre Punkrockschaukel zum wippen gebracht wird. So eine Scheibe wäre mit Andy McCoy an seiner Seite wäre so ein Album nicht möglich (aber natürlich auch nicht nötig) gewesen.

Hier bekommt man ganz viel Rolling Stones und New York Dolls, und das von einem Typen dessen Name quasi schon immer für Besonderheit gestanden ist und zu den letzten lebenden Rock 'n' Roll Ikonen gezählt werden muss.

Mir fällt spontan niemand ein der die Eier in der Hose hätte um so einen Megakracher abzuliefern ohne gezwungen und gekünstelt zu klingen. Wer jetzt ankommt mit 'Der hat das Rad aber keineswegs neu erfunden und kreativ geht anders'', dem ramm ich meinen Cowboystiefel angespitzt in den Hintern. Natürlich bedient sich Michael Monroe an altgedienten Elementen, aber es darf nicht vergessen werden das eben er genau dieses Genre fix mitgeprägt und mit Leben gefüllt hat. 'Sensory Overdrive' macht also auf unprätentiöse Weise klar das ein 'Appetite For Destruction' nicht aus dem Nirgendwo gekommen ist sondern seine Vorreiter und Leitfiguren hatte.

Dabei möchte aber auf jedenfall nochmals erwähnt werden das die Band schon auch die halbe Miete ist und man nicht vergessen darf das auch der stärkste Superheld seine Copiloten braucht. Ob nun Batman oder Michael Monroe, das macht keinen Unterschied.

Michael Monroe macht mit seinem neuen Oevre deutlich das er reinen Gewissens als der Frank Sinatra des Glampunkandroll bezeichnet werden muss. Ob filigran-augenzwinkernd in Cheap Trick artigen Liedwolken oder in ruppiger Fist-In-Your-Face Manier, er hat einfach jede Fassette drauf und das nicht einfach nur sondern auf einem Level das andere in ihrer kompletten Karriere nicht mal im Ansatz erreichen.

Ob nun das göttliche 'Superpowered Superfly' oder das herausragende ''78''.alles Gassenhauer die man mit Sicherheit nie wieder aus den Ohren bekommen wird und die alles hinwegfegen was man die letzten Jahre unter dem Genredeckmantel aus Skandinavien, England oder Amerika vorgesetzt bekommen hat.

Ob man mich jetzt dafür ans Kreuz nagelt oder nicht ist mir egal, aber 'Sensory Overdrive' ist genau das Album das die ganzen an 'Chinese Democracy' herum meckernden Schnarchnasen gebraucht haben. Sie ist mit ziemlicher Sicherheit der beste Solooutput von Michi seit 'Not Fakin' It' und ich behaupte ganz frech das Velvet Revolver mit ihm als Frontmann das Zeug dazu hätte größer zu werden als Guns 'n' Roses es jemals waren.

Mensch, bei aller Euphorie über diese Prachtstute von einem Rockalbum, erlaubt mir halt auch mal zu übertreiben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2015 2:41 AM CET


Front Row for the Donkey Show
Front Row for the Donkey Show
Preis: EUR 19,52

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen jawohl, es geht noch!, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Front Row for the Donkey Show (Audio CD)
Ich habe mich kaum rangetraut an diese erste offizielle Faster Pussycat Live-Scheibe. Im Gegensatz zu den meisten Leuten mag ich die neue Taime Downe Version der Band genau so sehr wie die alte, klassische Besetzung, aber ob die Industrial-infizierte Ausrichtung auch live auf Platte funktioniert, da hatte ich meine Bedenken. schließlich ist hier ja auch kein Budget wie seinerzeit bei Marylin Manson oder Rob Zombie vorhanden.

Schweinepriester Taime wäre nicht wer er ist wenn er sich in Sachen Sound und Puplikumsreaktion nicht ein bisschen Spaß erlaubt hätte, so klingt die Atmosphäre wirklich so als ob es in einer riesigen Arena aufgenommen wurde, aber das ist in der Tat nur ein Gag den man ignorieren kann wenn man ein bierernster Vogel ist.

Was halt wirklich interessiert ist wie die aktuelle Besetzung, welche auch für 'The Power And The Glory Hole' verantwortlich ist die alten Klassiker bringt und wie die neuen Songs sich live dargeboten damit beißen.

Zusammenfassend und vereinfacht könnte man sagen das die Live Scheibe eine Annäherung wenn nicht gar ein Brückenschlag zur alten Garde darstellt. Die Nummern werden wirklich ausdrücklich sleazy und mit Respekt aufgezockt und sogar noch mit einer faustdicken, frechen Heavyness ausgestattet, welche schon teilweise Heavy Metal Züge hat. Das pimpt die Songs richtig auf und gibt ihnen den nötigen Schwung um auch heute noch die Sau hinter der Heizung hervorzulocken. Und seltsamerweise gelingt das bei allen Nummern bis auf die Ballade 'House Of Pain'. Da verhunzt die Härte doch irgendwie das Feeling. Aber sonst kann nur von Daumen hoch die Rede sein.

Und die neuen Lieder fügen sich nahtlos ein und wirken durch die homogene Darbietung gar nicht mal so anders. Ich möchte fast sagen das hiermit bewiesen wäre das 'Glory Hole' Nummern mit einer anderen Produktion und in anderem Klanggewand auch die alten Fans befriedigt hätten, und jetzt hat man die Möglichkeit das auch herauszufinden. Ob da im Nachhinein viel im Studio nachgebessert wurde, das ist vollkommen irrelevant.

'Front Row For The Donkey Show' ist ein Zeichen das man mit den modernen Faster Pussycat noch immer tierisch viel Spaß haben kann und das es keineswegs so ist das Attitude über der Qualität der Musik angesiedelt wird.

Als Bonusschmankerl bekommt man zum Schluss noch einen Bonustrack aus dem Studio und zwar die Coverversion des Rolling Stones Hits 'It's Only Rock n Roll' und da klingt wieder alles so wie man es auch von 'Glory Hole' her kennt, wenn nicht sogar ein wenig mehr noch elektronischer wie bei den Newlydeads.

Coole Sache das Taime noch immer für die eine oder andere Überraschung gut ist.


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