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Rezensionen verfasst von
Markus Fohrmann "marklinus" (Dresden, Sachsen)
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Das Bob Dylan Scrapbbok 1956-1966
Das Bob Dylan Scrapbbok 1956-1966
von Bob Dylan
  Taschenbuch

34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da geht einem das Herz auf!!, 12. September 2005
Dieser Schinken ist eine Offenbarung für jeden Dylan-Fan. Selten habe ich ein so liebevoll gestaltetes Buch gesehen. Mal abgesehen von der inhaltlichen Detailfülle, die noch von einer CD mit Interviews ergänzt wird, ist es vor allem die edle Aufmachung, die jedem Fan das Herz zum hupfen bringt. Beim ersten Durchblättern freut man sich wie ein kleines Kind angesichts dieser Pracht. In diesem Buch liest man nicht, man geht auf Entdeckungsreise. Überall sind Repros von Memorabilia wie Eintrittskarten, Aufklebern, Konzertprogrammen, Zeitungsartikeln und Handnotizen zwischen den Seiten verstreut. Das i-Tüpfelchen bilden allerdings die Faximiles von Dylans handgeschriebenen Songtexten. Mit all ihren Änderungen und Streichungen kann man Bob Dylans Schreibprozess fast nachempfinden. Der Clou ist jedoch, dass alle Repros auf ähnlichem Papier gedruckt wurden, wie das jeweilige Original. Zeitungsartikel sind auf Zeitungspapier gedruckt, Eintrittskarten sind aus Pappe, Prospekte aus Hochglanzpapier. Trotz der Fülle und der Unterschiedlichkeit der Fundstücke, bekommt das Ganze dennoch nichts Beliebiges. Alles passt zusammen wie ein Puzzle. Jedes Teil fügt sich ins andere und erfüllt dieses Dokument der Musikgeschichte mit Leben.
Dieses Buch darf auf keinem Bob-Dylan-Altar fehlen. Zudem ist der Preis für das, was man geboten bekommt, mehr als annehmbar.
Leider kann man nur 5 Sterne geben, das Buch hätte weit mehr verdient.


Blood on the Tracks
Blood on the Tracks
Wird angeboten von Blind Owl Records
Preis: EUR 41,63

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Blut war nie frischer, 19. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Blood on the Tracks (Audio CD)
Über die Tatsache, dass "Blood on the Tracks" eines der herausragendsten Alben von Bob Dylan ist, muss hier kein Wort verloren werden. Mein "Vorredner" bobrox hat dies auch in sehr schöner Weise dargelegt. Aus diesem Grunde möchte ich hier etwas über das SACD-Remastering sagen.
Als erstes ist es erstaunlich, was man aus dem immerhin fast 30 Jahre alten Master herausgeholt hat. Ich besitze auch die normale CD-Version, von der ich immer angenommen hatte, dass sie sehr gut klänge. Die SACD ist jedoch eine einzige Offenbarung (keine Übertreibung!). Die Instrumente sind wesentlich differenzierter herauszuhören und im Raum zu verorten (sofern man Dolby Surround besitzt). Besonders bei komplexer instrumentierten Songs wie "Tangled up in Blue" oder "Lily, Rosemary and the Jack of Hearts" gibt es dann ordentlich was auf die Ohren, da man meint, mitten zwischen den Musikern zu stehen. Zum Teil wurden auch die Instrumente neu abgemischt, so dass man teilweise Melodieläufe wahrnimmt, etwa die Klavierbegleitung in "Idiot Wind" oder die Mandoline in "If You See Her, Say Hello", die in der alten Abmischung ein wenig untergingen. Auch wurde das Klangspektrum überarbeitet, was sich vor allem bei einer harmonischeren Wiedergabe der Höhen zeigt, wodurch Stimme und Akustikgitarre sehr natürlich und lebendig klingen. Zudem wurde die räumliche Ausbreitung des Klanges der Instrumente authentischer gestaltet. Bei ausreichend aufgedrehter Lautstärke könnte man dann fast denken, Bob säße mitten im Zimmer.
Vergleicht man "Blood on the Tracks" mit SACDs neueren Datums muss man sagen, dass der Altersunterschied überraschend wenig auffällt. Jeder, der dieses Album liebt, und nicht in der glücklichen Lage ist, es als Vinyl sein Eigen nennen zu können, sollte sich diese SACD zulegen. Das Blut auf den Schienen war wohl nie frischer. Auch ohne Dolby Surround-Anlage, wird man vom überarbeiteten Klang dieses Albums umgehauen. Selbst wenn man "Blood on the Tracks" schon vorher, wie ich, tausendmal gehört hat, geht man hier wieder neu auf Entdeckungsreise. Kein Witz!


Matrix Revolutions (2 DVDs)
Matrix Revolutions (2 DVDs)
DVD ~ Keanu Reeves
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,49

22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Revolution frisst ihre Kinder, 24. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Matrix Revolutions (2 DVDs) (DVD)
Ich muss sagen, dass ich nach Matrix Reloaded mit sehr niedrigen Erwartungen in Matrix Revolutions gegangen bin. Diese wurden zwar die meiste Zeit des Films übertroffen, da hier ein adäquater Spannungsbogen gegenüber dem 2. Teil durchgehalten wird, oder besser gesagt, es ist überhaupt einer vorhanden. Die Kampfszenen sind in der Tat optisch so gewaltig, dass die zum Teil dümmlichen Dialoge kaum auffallen. Hinzu kommt einfach die Spannung darüber, wie die ganze Sache denn ausgeht. Aber die Auflösung der Geschichte ist dermaßen flach, dass im Grunde alles wieder weggeschwemmt wird, was der Revolutions wieder an Boden gegenüber Reloaded gutgemacht hat.
Ein vergleichbares Ende hätte bei Herr der Ringe wahrscheinlich so ausgesehen: Frodo zerstört den Ring nicht, sondern verliert ihn irgendwo auf der Reise und Sauron zieht seine ganze Truppen zurück und sagt: „OK, wir hören erst mal auf mit Krieg und suchen nach dem dämlichen Blechding." Äußerst unbefriedigend, oder?
Aber das ist ungefähr das, was in Revolutions passiert. Viele der Fragen, die sich durch die Andeutungen und philosophischen Ausführungen der vorherigen Teile beim Zuschauer angehäuft haben, bleiben unbeantwortet. Stattdessen wird man schlussendlich noch mit einer kruden Christus-am-Kreuz-Metaphorik bombardiert, die sich schon hart am Rande des Lächerlichen befindet.
Das traurige an dieser Sache ist, dass die Wachowski-Brüder es tatsächlich schaffen, den Kult-Bonus, den sie durch den ersten Matrix-Film gewonnen haben, mit den Fortsetzungen nicht nur aufzubrauchen, sondern auch noch fett Miese beim Publikum zu machen. Vor allem nach der ebenfalls genialen Anime-Reihe Animatrix, in der vorgemacht wird, wie gute Fortsetzungen hätten aussehen können. Hier wurden zudem theoretische Grundsteine gelegt, wie man die Geschichte mit einem Knalleffekt hätte enden lassen können.
Aber statt Knalleffekt gab es zwei gewaltige Fehlzündungen, die das Vehikel „Matrix" ganz schön zerlegt haben. Selten ist es mir so gegangen, dass sich schlimme Befürchtungen zum Anfang des Films in freudige Zuversicht wandelten, um am Ende doch noch herbe Enttäuschung umzuschlagen. Zum Glück jedoch bleibt der erste Teil davon unberührt. Daher werden Matrix und Animatrix wohl die einzigen Vertreter dieser Filmreihe in meiner DVD-Sammlung bleiben.


Long After Dark
Long After Dark
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It's not so dark!, 4. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Long After Dark (Audio CD)
„Long after Dark" gehört zu den unterschätzten Alben von Tom Petty und seinen Heartbreakers, was vor allem daran liegt, dass im Gegensatz zu seinen anderen bis dato erschienenen Werken dieses Album zu geradlinig erscheint. Petty's vorherige Veröffentlichungen, insbesondere „Damn the Torpedoes" und „Hard Promises" zeichneten sich dadurch (positiv) aus, dass immer Lieder dabei waren, die stilistisch scheinbar nicht zum Rest der Platte passten. Bei „Long after Dark" hat sich Petty allerdings von seinen Produzenten breitschlagen lassen, ein stilistisch homogenes Album aufzunehmen, was verständlicherweise auf Kosten der Vielfalt ging. Diese Schwäche ist aber auch die Stärke dieser Langrille, da sie als erstes Petty-Werk wirklich aus einem Guss ist. Zu den herausragenden Songs gehört zum einen „You Got Lucky", das mit hübschen Anleihen beim Synthie-Pop aufwartet, oder auch „Change of Heart" das von einem herrlich griffigen Gitarrenriff in bester Heartbreakers-Manier angetrieben wird. „Finding Out" ist das richtige Lied, auf einer leeren Landstrasse den Motor auf Touren zu bringen. Eindeutiger Höhepunkt des Albums ist allerdings das kehlezuschnürende „Straight into Darkness", das einzige „balladige" Stück. Insgesamt ist „Long after Dark" aber ein sehr rockorientiertes Album mit Schwerpunkt auf Mid- und Up-Tempo-Stücken, die kraftvoll eingespielt wurden.
"Long after Dark" ist wesentlich besser als sein Ruf. Jeder, der guten, klassischen Rock'n Roll mag, wird an diesem Album seinen Gefallen finden. Für wahre Petty-Fans ist es eh ein Muss.


The Last DJ
The Last DJ
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 20,48

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Petty is back!, 8. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: The Last DJ (Audio CD)
Tom Petty zeigt auf seinem neuen Silberling, dass er es immer noch kann. "The Last DJ" ist ein guter Mix aus Balladen, Mid-Tempo-Stücken und Rock-Nummern. Die Songs sind allesamt sehr gut arrangiert und versprühen zum Teil die spontane Frische einer Jam Session. Überraschend für Petty-Fans dürfte der häufigere Einsatz des Pianos sein, das in Liedern wie in "Dreamville" oder "Like a Diamond" die Rhythmus-Gitarre ersetzt. Auch hat Petty wieder, wie beim "Wildflowers"-Album, Streicher und Bläser ins Studio gestellt.
"The Last DJ" besticht vor allem durch sehr gute Lyrics. Schon der Titelsong, der von den "Vorzügen" des Formatradios handelt, ist voll von Zynismus (As we celebrate mediocrity/ all the guys upstairs wanna see/ how much you'll pay for what you used to get for free). "Money Becomes King" ist eine Generalabrechnung mit dem heutigen Kapitalismus. Das böseste Stück ist allerdings "Joe", dass die Musikindustrie und ihre Kunstprodukte (Britney & co.) auf's Korn nimmt. Selten sang Petty mit einem derartigen Sarkasmus in der Stimme. Den anderen Songs, die nicht vom Musikgeschäft handeln, merkt man an, dass sich seit seinem Scheidungsalbum "Echo" einiges in Tom Pettys Leben getan hat. Die Songs klingen wesentlich entspannter und optimistischer als auf dem Vorgänger-Album.
Musikalisch bewegt sich Petty auf vertrautem Terrain, wenn auch etwas blues-lastiger als gewöhnlich. The Beatles, Pink Floyd, The Byrds und Neil Young kann man mit mehr oder weniger Phantasie auf "The Last DJ" entdecken. "The Man Who Loves Women" z.B. (der lustigste Song auf der Platte) klingt wie ein Outtake von "Sgt. Pepper" von den Beatles.
Insgesamt ist Pettys aktuelle Langrille ein sehr gutes Album, dass allerdings nicht ganz an sein Meisterwerk "Wildflowers" heranreicht. Die Lieder sind allesamt solide und haben die für Petty typische Ohrwurmqualität. Ein Muss für jeden Petty-Fan und jeden, der Musik mehr liebt als Geld (Schaut mal in die Liners-Notes).


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