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Rezensionen verfasst von
Markus Fohrmann "marklinus" (Dresden, Sachsen)
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Mojo
Mojo
Preis: EUR 20,99

44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the roots - und richtig gut tut's, 13. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Als Tom Petty 2008 mit seiner ersten Band Mudcrutch ihr "verspätetes" Debüt-Album herausbrachten, hatte ich in meiner Rezension der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die aus dem Album herausberstende Spielfreude sich auch auf die Heartreakers übertragen möge. Diese Hoffnung wurde mit MOJO mehr als erfüllt. Hier sind Musik-Profis am Werk, die jede Note lieben, die sie ihren Instrumenten entlocken.

Allerdings muss man gleich zu Beginn sagen, dass dies keine typische Heartbreakers-Platte ist. Der klingelde California-Sound, den man sonst kennt, wird hier nicht bedient. Dafür toben sich Petty und seine Mannen in den Gefilden des Blues, des Country & Western und des Reggae aus. Tom hat schon in mehreren Interviews behauptet, dass die Heartbreakers eigentlich eine astreine Blues-Combo seien. Mit MOJO trägt er dieser Aussage Rechnung. Statt Byrds und Beatles dominieren hier eher Eric Clapton oder Gary Moore und vor allem die klassischen Bluesgrößen wie B.B. King oder Muddy Waters das Parkett.
Das Album hat eigentlich alles, was man sich von einer TP & HB Platte erwartet: Eingängige Melodien (wenn auch nicht im gewohnten Gewand), die in eine meisterhafte und mit traumwandlerischer Leichtigkeit eingespielte Instrumentation gekleidet werden. Dabei erhält Lead-Gitarrist Mike Campbell diesmal mehr Raum für seine Saitenartistik, die er sonst in dieser Breite nur in Konzerten unter Beweis stellt. Darüber hinaus zeigt sich MOJO sehr abwechslungsreich und wartet mit einer stimmigen Dramaturgie auf, die schnelle, langsame, laute und leise Nummern abwechselt, so dass jeder Song seinen logischen Platz im Gesamtwerk hat. Daneben zeigt Petty mit seinen herrlich auf den Punkt gebrachten Lyrics, warum er zu den Großen der Songwriter-Zunft gehört. Pettys meist lakonischer manchmal auch ironischer Stil passt sich wunderbar in die entspannten Blues-Klänge ein. Wer sich die Texte einmal durchliest, wird sich an mehreren Stellen ein herzliches Schmunzeln nicht verkneifen können.

Anspieltipps sind "First Flash of Freedom", das mit herrlicher Instrumentalarbeit und Anleihen an die Psychedelia der 70er aufwartet. In "I should have known it" zeigen Petty und seine Mitstreiter, dass sie das Abrocken nicht verlernt haben. "Something Good Coming" der mit Abstand ruhigsten und melancholischsten Nummer des Albums, wirkt gerade durch ihren Minimalismus sehr persönlich. Als Schmunzelnummer, sowohl musikalisch wie auch inhaltlich, ist eindeutig "Don't Pull Me Over" zu empfehlen, in der die Band ungewohnterweise die Pfade des Reggae betritt und zeigt, dass sie sich auch hier auskennt. Gleichzeitig nutzt Petty - Schelm, der er ist - den Song für einen ironischen Kommentar zur Legalisierung von Marihuana.

Fazit: Wer einfach gute, handgemachte Musik mit intelligenten Texten liebt, und zudem eine Vorliebe für Blues o.ä. besitzt, sollte sich diesen Silberling unbedingt zulegen.
Das gleiche gilt auch für angestammte Tom Petty Fans, die sein Schaffen nicht auf die Zusammenarbeit mit Jeff Lynne reduzieren, denn hier liegen Welten dazwischen.
Und das ist gut so!
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 13, 2012 2:45 PM CET


Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville [Collector's Edition]
Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville [Collector's Edition]
DVD ~ Ian Richardson
Preis: EUR 5,71

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Film: Jawoll - DVD: Nich so doll, 13. Februar 2010
Diese Verfilmung von "Der Hund von Baskerville" ist eine der besten, die ich kenne. Herrliche Landschaftsaufnahmen, eine spannende Geschichte, ein guter Sherlock Holmes und ein gruseliger Hund. Vor allem das dramatische Finale ist sehr gut in Szene gesetzt. Den Film selber kann man eigentlich uneingeschränkt empfehlen - die DVD aber nicht!

Was immer sich die Hersteller der DVD bei der Produktion gedacht haben, es ist gründlich nach hinten losgegangen. Der Film liegt auf dem Silberling in deutscher und englischer Sprache vor. Nur sieht man nicht den gleichen Film mit deutscher oder englischer Tonspur, sondern das Filmmaterial ist zweimal vorhanden, einmal in deutsch und einmal in englisch.

Während die deutsche Fassung in Bezug Bild und Ton in Anbetracht des Alters ganz passabel ist, sieht die englische Fassung aus wie ein verwaschenes VHS-Band. Das Bild ist wie von einem Grauschleier überzogen und viel zu kontrastarm. Das kann man zwar mit Einstellungen am TV-Gerät einigermaßen kompensieren, aber damit ist der Frust noch nicht vorbei. Zusätzlich gibt es in unregelmäßigen Abständen Bildstörungen, bei denen das Bild merkwürdig ruckelt, so als ob beim Rendern (oder wie immer das heißt) von Video auf DVD ein Übertragungsfehler vorgelegen hätte.
Ob dieser Fehler in der deutschen Fassung auch vorhanden ist, kann ich nicht beurteilen, da ich nur die englische gesehen habe und nur szenenweise in die deutsche Fassung hineingeschaut habe. Da hier aber die Bildqualität insgesamzt besser ist, denke ich, dass die Fassung in Ordnung ist.

Fazit: Wer eine gute Sherlock Holmes Verfilmung sehen möchte und auf den Originalton nicht unbedingt Wert legt, kann hier ruhig zugreifen. Alle anderen sollten vielleicht den UK-Import nehmen (Ich hoffe, dass der besser ist).


The Live Anthology (Super Deluxe Boxset)
The Live Anthology (Super Deluxe Boxset)
Preis: EUR 123,99

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich will nichts anderes!!, 10. Dezember 2009
Die Live Anthology zeigt Tom Petty and the Heartbreakers in all ihrer Bandbreite und beweist eindrucksvoll, warum sie als eine der besten Live-Bands unserer Zeit gelten. Auf der Standard-4-CD-Edition erhält man sozusagen ein sehr umfangreiches Konzert zusammengestellt aus drei Jahrzehnten, das mit dem letzten Song Alright for now einen schönen Schlusspunkt setzt. Die fünfte CD der Super Deluxe Box hängt noch eine Stunde an Zugaben dran, die es in sich haben: Ein rockendes I need to know, eine rührende Version von Like a diamond und Ballad of Easy Rider, und ein donnerndes Don't come around here no more, um nur einige zu nennen. Als wahrer Fan möchte man keine einzige Scheibe dieses Sets missen.
Das gilt auch für die anderen Luxuszugaben der Super-Box. Die einstündige Doku 400 Days folgt Tom Petty und seinen Heartbreakers auf die Tour nach den Aufnahmen des Albums Wildflowers. Als stiller Beobachter ist man in verschiedenen Phasen der Tour mit dabei, beim Soundcheck, im Tourbus, im Learjet usw. Meist hört man nur den O-Ton der Szenen, unterbrochen von einigen kurzen Interviews mit der Tour-Crew. Petty selbst gibt seine Kommentare nur im Off zum Besten ' die allerdings gewohnt launig und lakonisch.
Die zweite DVD im Bunde ist ein bislang unveröffentlichtes Konzert der Band vom 31.12.1978, also eine Sylvesterfeier. In diesem etwa einstündigen Fernsehkonzert sieht man die Band noch am Anfang ihrer Karriere, bevor sie mit Damn the Torpedoes groß rauskam. Das Repertoire ist zwar dementsprechend begrenzt, aber dafür unheimlich energiegeladen. Zudem kommt man in den Genuss des Songs Refugee, bevor er für das eben erwähnte Album aufgenommen wurde. Meine Herren, das rockt!
Die letzten beiden Tonträger sind eine Bluray-Disc mit allen Songs der 5 CDs u.a. in 5.1, sowie eine Vinyl-LP mit einem Konzert der Band aus dem Jahre 1976, das aber lediglich aus vier Songs besteht. Zu beidem kann ich hier leider nichts sagen, da mein Plattenspieler zurzeit defekt ist und ein Blaustrahlspieler noch nicht mein eigen.
Auf jeden Fall zu erwähnen ist jedoch das Booklet, in dem, neben Rezensionen verschiedener Musikjournalisten in wechselnder Qualität, kurze Anmerkungen von Tom Petty zu jeder einzelnen Aufnahme des CD-Sets zu lesen sind, die dem Gehörten zum Teil noch den letzten Kick im Kopf (oder Bauch) geben.
Über den Sinn der restlichen Zugaben kann man sich streiten. Braucht man satinierte Replikas der alten Backstage-Pässe oder ein Notizbuch, wo Tom Petty and the Heartbreakers draufsteht? (Ich lasse die Frage mal offen.)
Fest steht jedoch: Das Paket macht rundherum Spaß. Schon wenn man den großen, schweren Schuber öffnet, ist das wie ein ganzer Weihnachtskalender auf einmal. Den relativ hohen Preis verschmerzt man dabei schnell.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2010 2:17 PM CET


Mudcrutch
Mudcrutch
Preis: EUR 14,28

31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Album, das Highway Companion hätte sein sollen, 26. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Mudcrutch (Audio CD)
Tom hat die Wiedervereinigung seiner alten Band hörbar gut getan. Er packt wieder zu wie seinerzeit auf dem Album "Echo" und klingt fast so relaxt wie auf "Wildflowers'". Zwar verlässt er seine angestammten Musikpfade nicht, aber trotzdem wirkt der Langspieler frisch und lebendig. Die Platte besitzt die Abwechslung, die "Highway Companion" zum Ende hin fehlte. Neben typischen Petty-Nummern wird hier vor allem auch dem Country-Rock á la Eagles, dem Rockabilly und dem Traditional Tribut gezollt. Das Ganze ergibt eine sehr vielfältige Mischung, die richtig Laune macht. Das liegt vor allem auch daran, dass man heraushört, wie viel Spaß die Aufnahmen der Band selbst gemacht haben. Eigentlich ist "Mudcrutch" ein Live-Album - nur eben ohne Publikum. Die Songs wurden wie unter Konzertbedingungen komplett live im Studio aufgenommen, ohne die studiotypischen Extras wie z.B. Kopfhörer. Und das merkt man!
Es ist vor allem auch interessant einmal andere Musiker neben Tom als Leadstimme zu erleben. Zur Abwechslung stellen sich hier auch Tom Leadon und Toms Keyboarder von den Heartbreakers Benmont Tench ans Mikro. Allerdings merkt man den beiden stellenweise die 'geringere' Gesangserfahrung an. Tom hat eine wesentlich stärkere Präsenz, wenn er singt. Das ist aber nur ein geringes Manko, da alle Songs ausnahmslos herrlich eingängig und gnadenlos gut instrumentiert sind. Und obwohl das Album die Messlatte hochlegt und kein einziges Lied aus dem großen Ganzen herausfällt, gibt es doch einige Nummern, die sich schnell im Kopf festsetzen.
Besonders drei Songs stechen heraus: "Scare Easy" ist ein typischer 'Petty', der sich nach einmaligem Hören sofort im Zerebrum festsetzt. Nach dem meist "dahingehauchten" Highway Companion ist es erfrischend Tom mal wieder mit Biss in der Stimme zu hören.
Ein weiterer Knaller dieser Scheibe ist "Lover of the Bayou", die Cover-Version eines Byrds-Songs. Jeder, der Toms Live-Qualitäten kennt, möchte beim Anhören dieser Platte vor Verzweiflung in die Tischkante beißen, da sich der Gute seit Jahren für Konzerte nicht mehr aus dem eigenen Land bewegt. Denn bei dem Liedchen tanzt der Papst im Kettenhemd.
Als drittes sticht "Crystal River" hervor. Eine eher ruhige Nummer, die ein wenig an "Dreamville" vom Heartbreakers-Album "The Last DJ" erinnert - bis auf die Tatsache, dass auf einer Gesamtlänge von neuneinhalb Minuten ausgiebigst wunderschöner Gitarren- und Orgelsoli gefrönt wird. Das Ganze versprüht herrlichen Psychedelia-Charme.
Das 'Debüt'-Album von Mudcrutch macht eindeutig Appetit auf mehr. Jetzt kann man nur hoffen, dass diese Frische und Lebendigkeit auch auf die Heartbreakers abfärbt.


Das Leben des Brian (digital remastered + Soundtrack + Bonus DVD)
Das Leben des Brian (digital remastered + Soundtrack + Bonus DVD)
DVD ~ Terry Gilliam

82 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jaa, er lebt noch..., 24. Februar 2008
Über den Film selbst braucht man glaube ich keine Worte mehr verlieren. Die schönsten Sprüche des Films werden bereits seit Jahren von Fans zitiert und in Konversationen eingeflochten (Ferft den Purchen zu Poden!). Vielleicht nur soviel: Dies ist der Film der Pythons, der neben zahllosen umwerfenden Gags auch eine (mehr oder weniger) schlüssige Handlung besitzt. Dadurch erscheinen die ganzen Witze weniger als Nummernrevue wie beim Vorgänger und beim Nachfolger (Ritter der Kokosnuss und Sinn des Lebens).

Deshalb ein paar mehr Worte zu dieser Edition:
Versehen mit zwei Audiokommentaren und geschnittenen Szenen macht das ganze so schon Spaß. Kernstück des Bonusmaterials ist jedoch eine neu produzierte Dokumentation über die Entstehung und Begleitumstände des Films. Besonders wird hierbei auf die Proteste gegen den Film ob seiner angeblich blasphemischen Inhalte eingegangen. Äußerst unterhaltsam sind dabei Ausschnitte aus verschiedenen TV-Shows, in den die Pythons gegen selbsternannte und auch kirchliche Moralhüter antreten und ihren Film verteidigen. Wobei die meisten Anklagen gegen den Streifen von Leuten kommen, die den Film gar nicht gesehen haben. Insgesamt lässt diese Doku an Informationen kaum Wünsche offen. Sie macht einem allerdings auch gleichzeitig bewusst wie alt der Film tatsächlich schon ist, da man stets den Vergleich zwischen den Darstellern damals und heute hat (Es sind doch schon fast 30 Jahre, man mag es nicht glauben!).
Daneben wird eine Leseprobe des ersten Brian-Skripts geboten, die die Pythons in einem Tonstudio eingesprochen haben. Bebildert wird dieses „Hörspiel“ durch die Seiten des Skripts zum Mitlesen sowie einiger Storyboard-Zeichnungen zum Film.

Apropos Hörspiel: Das was als Soundtrack angekündigt wird, ist eigentlich eher ersteres. Man kann sich Schlüsselszenen des Films im englischen Original anhören die von skurrilen und bewusst improvisiert gehaltenen Zwischenerzählungen der Python-Darsteller verbunden werden, die den Handlungsverlauf zwischen den einzelnen Filmtonschnipseln skizzieren. Das ist etwas merkwürdig aber eben einer Monty Python-DVD auch wieder würdig.

Fazit: Wer das Leben des Brian liebt, will diese Edition haben und keine andere!


Blade Runner: Ultimate Collector's Edition im limitierten Koffer (5 DVDs exklusiv bei Amazon)
Blade Runner: Ultimate Collector's Edition im limitierten Koffer (5 DVDs exklusiv bei Amazon)
DVD ~ Sean Young, Rudger Hauer, Daryl Hannah, Edward James Olmos Harrison Ford

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleiner Tipp für Leute, die Englisch können..., 4. Januar 2008
Für echte Cineasten und Sammler-Freaks ist der Koffer eine reine Offenbarung - auch wenn er, zugegeben, nur Spielkram ist. Vor der 5-Disc-Collector's Edition kann man nur ehrfürchtig zu Boden sinken ob ihrer Vielfalt.

Daher mein Tipp an alle, die Filme auch gern mal auf Englisch sehen: Bestellt euch den Koffer aus Ami-Land. Dort ist er noch vorrätig und zu einem "Spott-Preis" $54,99 zu bekommen. Das macht dann zusammen mit Schnellversand und Zoll 56,05 Euro!!!! Ich kann jedem, der nur halbwegs des Englischen mächtig ist empfehlen, die Edition dort zu kaufen, und den gierigen Geiern, die sie jetzt auf ebay und sonstwo für unsittliche Preise anbieten ein Schnippchen / Schnäppchen zu schlagen.
Es lohnt sich!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2008 11:56 AM CET


Anyway you want it
Anyway you want it

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen That's the way I want it., 23. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Anyway you want it (Audio CD)
Bei Bootlegs ist generell Vorsicht geboten. Dieser hier ist jedoch durchweg hörenswert. Gut abgemischt und fast mit CD-Qualität (vielleicht ein bischen zu blechern) gibt dieses Album einen guten Eindruck vom Konzert. Die Aufnahme von 1987 präsentiert einige der regulären Live-Nummern der Band aus dieser Zeit, wie den Opener Bye Bye Johny, Breakdown mit Publikumsgesangseinlage, The Waiting oder Refugee. Es sind allerdings auch einige interessante Fremdkompositionen im Repertoire zu entdecken, die TP und seine Heartbreaker schwungvoll rockend hinlegen. Da ist Buffalo Springfield's For What It's Worth, The Ballad of Easy Rider von den Birds, You Can't Judge A Book... von Bo Diddley oder als Exot Should I Stay or Should I go von The Clash (auch wenn Tom in diesem Falle etwas freizügig mit den Lyrics umgeht). Auch wenn es relativ zu Anfang gespielt wird, so ist Don't Come Around Here No More doch das Centre Piece des Konzerts, das mit epischen Gitarrensoli aufwartet. Insgesamt eine schöne Aufnahme und für den Preis für Fans auf alle Fälle empfehlenswert.


Little Britain - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs]
Little Britain - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs]
DVD ~ Matt Lucas
Preis: EUR 9,99

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I'm the only gay in the village!, 2. Mai 2007
Little Britain ist schon seit mehreren Jahren ein Hit in Great Britain und ist dort mittlerweile in die dritte Staffel gegangen. Die beiden Hauptdarsteller und Erfinder der Serie, Matt Lucas und David Walliams, schlüpfen dabei in die verschiedensten Rollen und zeigen dem geneigten Betrachter einen skurrilen, schrillen, teilweise am Abgrund des guten Geschmacks taumelnden Ausschnitt aus dem britischen Leben. Sie erschaffen eine ganze Handvoll Charaktere, die man über die Staffel hinweg in sein Herz - oder besser in die Klapse ' schließt. Da gibt es zum Beispiel das seltsame Paar, Lou & Andy. Der eine ist ein fauler Sack im Rollstuhl, der andere ist sein Bruder, der sich rührend um ihn kümmert ' und dabei gnadenlos ausgenutzt wird. Die Sketche laufen zwar immer nach dem gleichen Schema ab, aber gerade daraus beziehen sie auch ihren Witz, als running gag im klassischen Sinne. Ein anderer Charakter David Thomas, der 'als der einzige Schwule im Dorf' in der walisischen Provinz versauert, da er wahrscheinlich der einzige homophobe Schwule auf unserer grünen Erde ist. Der Klassiker unter den Figuren ist jedoch Vicky Pollard, eine asoziale Teenager-Göre, die raucht, säuft, andere verprügelt und bereits mehrere Kinder hat. Ihre Schimpftiraden gehören zu den komischsten Momenten der Serie (unbedingt auf englisch anhören!!!). Daneben gibt es noch eine bösartige Weightwatchers-Parodie, die Fat-Fighters, Jungen, die sich sexuell zur senilen Oma ihres besten Freundes hingezogen fühlen und schlechte Transvestiten, die sich für englische Ladys halten.

Vieles bei Little Britain funktioniert nach dem Schema des running gags. Man ahnt, was kommt und lacht gerade deswegen darüber oder weil es plötzlich doch ganz anders kommt. Der Charme von Little Britain liegt in seiner liebenswürdigen Durchgeknalltheit und in der Konsequenz, mit der auch arg geschmacklose Pointen rigoros durchgezogen werden. Man meint, stellenweise den Geist von Monty Python erahnen zu können.
Besonderen Spaß machen vor allem die beiden Hauptdarsteller, allen voran Matt Lucas, der durch seine Wandlungsfähigkeit einige der besten Momente in den Sketchen hat. Mit den verschiedenen Kostümen geht er meist völlig in seinen Figuren auf. Jedoch ist es gerade sein Talent, die Stimme zu verstellen und regionale Dialekte zu imitieren, die seinen Charakteren Leben und schreiende Komik einhauchen. Sein Partner David Walliams ist zwar auch ein guter Komiker, allerdings fällt es ihm schwerer hinter seinen Rollen zu verschwinden (was wohl auch an seiner Statur liegt). Als Team ergänzen sich beide allerdings glänzend.

Noch etwas zur deutschen Version: Leider ist es in Deutschland zu einer Mode geworden, bei Synchronisationen von ausländischen Produktionen, besonders bei Animationsfilmen, irgendwelche gerade mal angesagten Promis ans Mikro zu zerren, um den Film zu puschen. Manchmal geht's leidlich gut, meistens geht's schief. Auch bei Little Britain, wurde nach dieser Devise vorgegangen. Als Synchronsprecher für die Hauptdarsteller wurden Oliver Kalkofe und Welke (deren beider Fan ich übrigens bin) verpflichtet. Zwar sind beide sehr gute Comedians – aber leider ist Synchronsprechen ein ganz anderes Tier. Auch wenn sie sich redlich mühen, so klingt es oft doch sehr steif und mechanisch dahingesprochen. Deswegen mein Tipp für alle, die der englischen Zunge halbwegs mächtig sind: Im Original gucken und Untertitel an. So haben wir Monty Python schließlich jahrelang geguckt - bevor es auf Sat 1 kam...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2008 5:08 PM CET


Bob Dylan - Don't Look Back [Deluxe Edition] [2 DVDs]
Bob Dylan - Don't Look Back [Deluxe Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Joan Baez

98 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es kaum!!, 21. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist endlich mal wieder eine Deluxe-Edition, die den Titel auch verdient. Wer da keine feuchten Augen kriegt, muss verstopfte Tränenkanäle haben.

Der Film:
"Don't Look Back" ist eine der besten Musik-Dokus, die es gibt und als solche schon seit langem ein Klassiker. Man ist hautnah dran an Bob Dylan während seiner 65er England-Tour und doch meilenweit von ihm weg. Hautnah dran, weil Filmemacher D.A. Pennebaker überall dabei ist und alles ungefiltert auf Zelluloid bannt. Meilenweit weg, weil man den wahren Menschen Dylan gar nicht zu Gesicht bekommt. Der versteckt sich hinter dem Charakter "Bob Dylan", der mit seinem teils albernen, teils merkwürdigen und teils arroganten Gehabe zwar für Unterhaltung aber auch nicht selten für Stirnrunzeln und Kopfschütteln sorgt. Mit welcher überheblichen Kaltschnäuzigkeit er einige der britischen Reporter (mit ihren zum Teil wirklich saudummen Fragen) abfertigt ist ganz große Comedy, andererseits wundert man sich zuweilen, dass er für seine Anmaßung keine Prügel bezieht.
Abgesehen von der Person Dylans vermittelt "Don't Look Back" einen wunderbaren Einblick in die Konzerttour selbst. Man ist dabei, kurz bevor er die Bühne betritt oder auch bei den Partys im Hotel nach dem Konzert. Man verfolgt die Pressekonferenzen und wundert sich darüber, was für blöde Fragen sich manche Journalisten aus dem Hirn wringen können. Dann erlebt man wiederum stille, fast intime Momente, in denen z.B. Bob und Joan Baez gemeinsam musizieren.
Und natürlich sieht man Ausschnitte aus den Konzerten. Hier erlebt man einen Dylan, der das, was er tut im Schlaf beherrscht. Die Auftritte sind von Pennebaker sehr gut eingefangen worden und "His Bobness" zeigt sich in Hochform. Er präsentiert seine Songs in Perfektion (falls man das Wort hier überhaupt passt) und mit der ihm eigenen Eindringlichkeit. Dennoch hat man manchmal das Gefühl, Bob Dylan flöge auf Autopilot und absolviere sein Programm wie eine gut geölte Maschine, während er im Kopf eigentlich schon ganz woanders ist. Und der Eindruck mag auch nicht täuschen, schließlich war die Akkustiktour in England für ihn ein Rückschritt. In den USA war zu der Zeit schon sein Album "Bringing It All Back Home" erschienen (der darauf zu findende "Subterranean Homesick Blues" dient übrigens als Filmvorspann), und Dylan hatte sich der elektrischen Musik zugewandt. Allerdings war diese zu dieser Zeit noch nicht nach Großbritannien rübergeschwappt. Ein Jahr später wird Dylan in der Manchester Trade Hall dafür als "Judas" beschimpft werden.
Für Dylan-Fans ist dieser Film ohnehin ein Muss, aber auch jeder, der ein Ohr und einen Teil seines Herzens in den 60er Jahren hat, wird diesen Film lieben.

Der Bonus-Film:
D.A. Pennebaker hat aus dem nicht verwendeten Material für "Don't Look Back" eine etwa einstündige Doku mit dem Titel "65 Revisited" zusammengeschnitten. Hier gibt es weitere recht unterhaltsame Szenen zu sehen, wie z.B. Bob und seine Entourage beim Anprobieren von Klamotten in einer Boutique in Newcastle. Andere Begebenheiten erkennt man als Erweiterungen bereits bekannter Szenen aus dem Hauptfilm wieder. Ein besonderes Augenmerk wird im Bonus-Film aber auf die Konzertauftritte gelegt. Während bei "Don't Look Back" meist nur verkürzte Fassungen von Dylan's Songs gezeigt werden, kommt man hier in den Genuss der kompletten Lieder.
Anders als beim Hauptfilm macht sich bei "65 Revisited" das Alter des Ausgangsmaterials jedoch an mehreren Stellen stark bemerkbar. Offensichtlich wurde hier auf eine digitale Überarbeitung verzichtet. Die Aufnahmen zeigen Kratzer und Laufspuren und das Bild ist teils sehr grieselig. An einer Stelle sind zudem Bild und Ton nicht ganz synchron. Dies ist allerdings nur ein kleiner Wermutstropfen, der den Gesamteindruck nur minimal stört.

Die DVD:
Die Deluxe-Edition von "Don't Look Back", lässt keine Wünsche offen. Die erste DVD beinhaltet den Film selbst sowie einiges an Bonusmaterial, wie Audio-Aufnahmen von einigen Songs, die in den Konzerten gespielt wurden und Portraits von D.A. Pennebaker und Bob Dylan in Textform. Die zweite DVD enthält den Bonus-Film "65 Revisited". Daneben gibt es Audio-Kommentare zu beiden Filmen vom Filmemacher D.A. Pennebaker und Dylans damaligen Tourmanagers Bob Neuwirth. Also Dylan bis zum Abwinken. Bild und Ton von "Don't Look Back" sind in Anbetracht des Alters des Ausgangsmaterials wirklich sauber, digital Remastering sei Dank. Zwar liegt der Ton "nur" in Stereo vor, aber mal ehrlich: Was soll man bei einer Dokumentation aus den 60ern mit Dolby 5.1.?
Aber auch die anderen Gimmicks der Edition verführen zu kindlichem Jubelgeschrei. Neben den beiden DVDs gibt es ein Buch mit der vollständigen Transkription von "Don't Look Back". Wer also keine Untertitel mag und trotzdem nicht alles verstanden hat, kann es hier nachlesen. Als besonderen Gag gibt es die berühmte Karten-Sequenz vom "Subterranean Homesick Blues" als Daumenkino.
Das Ganze kommt in einem edlen Pappschuber daher, der in seiner Qualität liebevolle Erinnerungen an das "Bob Dylan Scrapbook" wachruft.
Damit wird die "Don't Look Back-Deluxe-Edition" zum Hingucker in jeder DVD-Sammlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2010 10:40 PM MEST


Highway Companion
Highway Companion
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...mehr als die Summe seiner Teile, 22. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Highway Companion (Audio CD)
Ich muss zugeben, nach dem ersten Hören von "Highway Companion"' war ich enttäuscht. Angefüttert durch "Saving Grace", "Square One", "Flirting with Time" und "Big Weekend", konnte ich meine Vorfreude kaum in Grenzen halten. Jedoch wurden die hohen Erwartungen nicht ganz eingelöst. Aber erst mal das Positive. Jeder einzelne Song auf diesem Silberling ist gut bis brillant. Einzige Ausnahme bildet "Damaged by Love'", das für meinen Geschmack lahm und zu eintönig ist. Bei den anderen Songs geht es indes stilistisch recht abwechslungsreich zu. Bluesiger Rockabilly, California-Rock, etwas Traveling Wilburys, eine gute Prise George Harrison, die Beatles und Bob Dylan sind mehr oder minder deutlich herauszuhören. Letzterer insbesondere bei '"Down South"', das wie die Coverversion eines unveröffentlichten Liedes von Bob Dylans "Love & Theft"-Album klingt. Als 'dylanesk" kann man auch einige der augenzwinkernden Lyrics bezeichnen. In der Tat verblüffend für Herrn Petty sind die im Song "Jack" wiederzufindenden Anklänge an Tito & Tarantula.

Der Qualität der einzelnen Songs zum Trotz fehlt dem Album jedoch das gewisse Etwas, nämlich eine spannungsreiche Dramaturgie. Zwar sind die Lieder stilistisch unterschiedlich, kommen im Gros aber im gleichen Tempo daher. Ausnahmen bilden "Saving Grace" "Flirting with Time'" und "Big Weekend", die mit Schwung den Hörer zu einem erhöhten Fußwippen oder gar durch-die-Wohnung-Schunkeln veranlassen. Selbst bei "Turn This Car Around" ist es der energetische Mittelteil, der dem Song seine ganze Genialität verleiht. Auch wird hier Pettys über weite Strecken eher säuselnder Vortrag durch eine kraftvolle Gesangsstimme abgewechselt. "Highway Companion" kommt insgesamt zu gemächlich daher. Man möchte zwar keinen einzigen Song missen (außer vielleicht dem bereits erwähnten "Damaged by Love"), aber hätten der Langrille noch zwei Up-Tempo-Stücke gut getan, die noch etwas Pfeffer ins Gemisch brächten. Das ist es nämlich auch, was Pettys andere Soloalben "Full Moon Fever" und "Wildflowers" neben den einzelnen Hammersongs so herausragend machte, die Dramaturgie in der Abfolge und Kombination der Lieder. Es ist einfach cool, wie auf "Full Moon Fever" das Schlaflied (jetzt im positiven Sinne) "Alright For Now" zwischen den beiden Party-Songs "Apartment Song" und "A Mind With a Heart of Its Own" steht oder auf "Wildflowers" das herrlich minimalistische "Don't Fade on Me" auf das furios rockende "Honey Bee" folgt. Gerade diese Spannung zwischen laut und leise, langsam und schnell ist es, was "Highway Companion" fehlt. Von diesem Makel bleiben die Songs selbst natürlich unberührt, und nach mehrmaligem Hören geht diese Platte auch auf wie eine knospende Blüte (kitschiges Bild, ich weiß). Dennoch bewahrheitet sich wieder die alte Weisheit: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Das gilt leider auch für solche genialen Songwriter wie Tom Petty.


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