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Beiträge von Leopoldrian
Top-Rezensenten Rang: 740.188
Hilfreiche Bewertungen: 49

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Rezensionen verfasst von
Leopoldrian

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Seite: 1
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Fußballgefühle
Fußballgefühle
von Axel Hacke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,00

3.0 von 5 Sternen Alter Wein in neuen Schläuchen eigenständig analysiert, 1. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Fußballgefühle (Gebundene Ausgabe)
Der Autor zeichnet die „Fußballkultur“ der letzten Jahrzehnte nach und garniert sie mit Anekdoten und Geschichten. Wer sich (spiel)täglich mit Fußball befasst, wird nur wenig neue Animositäten kennenlernen und entsprechend nur wenig neuen Stoff zum Nachdenken erhalten. Sonst ist das Buch solide und bisweilen erheiternd geschrieben, wenngleich ich Zweifel habe, ob die Aussagen ausgelaugter Profifußballer unmittelbar nach einem kräftezehrenden Spiel zur Stilkunde des Fußballs taugen, wie sie Verf. anstellt.

Autor outet sich zu Beginn als Fan des bajuwarischen Branchenprimus, dies erklärt dann auch die wohlwollende, bisweilen fantypisch-überschwängliche Begeisterung für dessen Aktive und Ehemalige. Meiner Meinung nach ist das Buch eher für Menschen mit sporadischen Bezug zum Fußball geeignet, die es wohl aus anderen Blickwinkel lesen können. Mehr als 3 – um genau zu sagen 5 - Sterne verdienen Layout und Setzung, die sich mit farbigen Anfangsbuchstaben und Daumenkino deutlich von anderen Büchern absetzen und zum Lesen einladen.


Gekaufte Journalisten
Gekaufte Journalisten
von Udo Ulfkotte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

17 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein großer Wurf, 29. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Gekaufte Journalisten (Gebundene Ausgabe)
Aufmerksam auf das Buch wurde ich über die Spiegel-Bestsellerliste und die überwiegend positiven Bewertungen auf Amazon. Ich habe das Buch über die Feiertage hinweg gelesen, es hat mich nicht vom Hocker gehauen oder überzeugt. Die Aussagen im Buch sind mit Fußnoten hinterlegt, die – anders als in wissenschaftlichen Publikationen – leider nicht unmittelbar auf der betreffenden Seite, sondern nur zusammengefasst am Ende aufgeführt werden. Dies ist in Sachbüchern üblich und wohl ohne Hintergedanke, gleichwohl fällt auf, dass über 80% der Quellen Onlinepublikationen sind. Sie werden auch für zentrale Aussagen des Buchs verwendet und garantieren nach Ansicht des Autors die hochgelobte Objektivität - man wird dies vielfach auch anders sehen können.

In der Sache beschreibt der Autor eine Besorgnis erregende Durchdringung der Medien durch sog. Elitezirkel, bestehend u.a. aus Politik, Unternehmen und US-amerikanischen Geheimdiensten. Vor die Klammer gezogen outet sich Autor als ehemaligen Teil dieses „Systems“ und schildert (ausufernd) eigene Erfahrungen, in denen er als ehemaliger FAZ-Journalist Reisen auf Kosten eines Scheichs absolvierte und sodann gefällige Berichte im Sinne des Auftraggebers verfasste. Dem Buch, obwohl gegliedert in 5 Kapitel (ohne weitere Subsujets), fehlt es sodann durchgehend am roten Faden. Vermeintliche Randnotizen werden später zur Bekräftigung herangezogen oder als Gegenbeweis aufgegriffen, als Leser hat es mich bisweilen überfordert und später auch gelangweilt. Wenngleich zu Beginn versprochen wird, Ross und Reiter zu nennen, wird später ohne Name oder jedenfalls weiteren Nachweis geschrieben. Wenn Namen zu Sprache kommen, werden sie hingegen ausführlich behandelt. Bisweilen fragt man sich aber, wo hier die Grenze liegt und wer sie bestimmt. In der Sache sind einige Ausführungen lesenswert und manche Verquickungen in der Tat problematisch, allerdings bin ich unschlüssig, ob dies knapp 300 Seiten Text benötigt und wirklich die vielbeschworene Sensation ist. Negativ fiel mir auch auf, dass manche Personen für ihre Kungelei abgestraft werden, hingegen andere – etwa ein ehemaliger Berliner Finanzsenator und heutiger Autor sowie ein euroskeptischer und klagefreudiger emeritierter Ordinarius - für ihr Tun in höchsten Tönen gelobt werden. Hier wäre es sinnreicher gewesen, sich stärker mit deren Motivation und Argumenten auseinander zu setzen.

Als Fazit gebe ich (noch) 2 Sterne. Dem Autor ist zugutezuhalten, dass er sich merklich um Hintergründe bemüht und bisweilen in der Lage ist, sie schlüssig aufzubereiten. Häufig aber fehlte mir als Leser Glaube daran, das Wandern vom Hölzchen aufs Stöckchen wirklich als Aufrechterhaltung des Sachzusammenhangs anzuerkennen. Dass die Verquickung von Medien und Mächtigen bedenklich stimmen muss, verdient Zustimmung. Ob freilich die schlussendlich geäußerte Handlungsempfehlung, Onlineportalen den Vorrang vor Leitmedien (die im Übrigen mitnichten vollständig behandelt werden) einzuräumen, die Gesellschaft wirklich unabhängiger, die Zusammenhänge sichtbarer und Meinungsverdrehung schwerer macht, wage ich zu bezweifeln.


Nachspielzeit: Eine unvollendete Fußballkarriere
Nachspielzeit: Eine unvollendete Fußballkarriere
von Timo Heinze
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine wesentlich neuen Einblicke, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Thematik des Buchs hat mich sehr interessiert, immerhin sollte die Geschichte eines Talents nachgezeichnet werden, das den großen Schritt in den Profibereich nicht geschafft hat und über die Hintergründe schreiben möchte. Tatsächlich muss es ja diverse Nachwuchsspieler geben, die nicht in die 1. Mannschaft aufrücken und die Hintergründe einer solchen Entscheidung und der spätere Werdegang dieser Menschen stellt ein interessanten und bisher weitgehend unbeschriebenen Bereich dar.

Leider muss ich nach Lektüre des Buchs feststellen, dass Heinze diesem Anspruch nicht gerecht wird. Wirklich interessant im Buch sind ausschließlich jene Stellen, in denen er auf ehemalige Weggefährten Bezug nimmt, die sich mittlerweile im Profifußball etabliert haben. So musste ich sehr schmunzeln, als der junge Thomas Müller als frech-forscher Bursche beschrieben wurde, der sich nicht viele Gedanken über misslungene Aktionen gemacht hat und von dieser Unbekümmertheit - die er auch im Vorwort mit der ihm eigenen schlichten Sicht auf die Dinge manifestiert - auch heute noch lebt.

Ansonsten ist leider nicht viel Neues über die Fußball-Branche zu erfahren: Dass die seelischen Belastungen im Dunstkreis des Profifußballs hoch sind und viele überfordern, war spätestens nach den Schilderungen von Deisler und Reng (Leese + Enke) bekannt. Ebenfalls ist nicht neu, dass es eine eher egoistische und auf sich selbst bezogene Haltung braucht, um sich letztlich durchsetzen zu können. Heinze bestätigt das insofern, indem er sich selbst als eher nachdenklichen und zur Bescheidenheit neigenenden Typen beschreibt und angibt, dass ihn Misserfolge und fehlende Rückendeckung seiner Trainer ab einem gewissen Punkt regelrecht lähmten. Daraus lässt sich dann unschwer ableiten, dass ihm die vielzitierte Kaltschnäuzigkeit und Unnahbarkeit einfach fehlte und gerade diese Prozentpunkte den Unterschied ausmachen - dies aber ist eben keine neue Erkenntnis, die es in Buchform gebrauch hätte!

Der Autor weist immer mal wieder auf die "Ungerechtigkeiten" im Geschäft hin, lässt den neugierigen Leser aber leider im Unklaren, wie sich dies an seinem konkreten Beispiel äußerte. So beschreibt er, dass er in seiner Karriere häufig durch Verletzungen zurückgeworfen wurde und ab einem gewissen Punkt nicht mehr an die Leistungen früherer Tage anknüpfen konnte, wobei dieser Leistungsabfall sogar objektiv (Beispiel Sprintübungen) nachweisbar war. Leider lässt er offen, inwiefern ihn andere (wer eigentlich genau?) dann "ungerecht" behandelt haben oder ihm Strippenzieher fehlten, die für den Aufstieg in den Profibereich ausschlaggebend seien. Heinze räumt vielmehr gegen Ende des Buches ein, dass er sich auch beim Drittligisten Unterhaching nicht habe durchsetzen können und es insofern nicht überraschend sei, dass Angebote höherklassiger Vereine ausblieben. Das ist schade, lässt 236 Seiten aber eher überflüssig erscheinen.

Negativ fällt für mich weiterhin die Einleitung der Kapitel ins Gewicht, die der Autor mit Berichten einer Reise nach Bali ausschmückt. Mag die stilistische Idee dahinter noch ansprechend sein, so ist die Umsetzung gründlich missraten. Einerseits handeln die Berichte von eher belanglosen Urlaubsereignissen ohne konkreten Bezug zu vorherigen Ausführungen, andererseits nehmen sie häufig den Fluss aus den Schilderungen seiner Fußballerlaufbahn. Als Leser ist man so z.T. dazu gezwungen, zurückzublättern und sich neu zu orientieren, sodass dem Lesefluss besser gedient worde wäre, hätte man diese Passagen ersatzlos gestrichen.

-Fazit-
Das Buch kann mit einigen wenigen Hintergrundinformationen aufwarten, enthält darüber hinaus aber keine wesentlich neuen Erkenntnisse über das Umfeld des Fußball-Profigeschäfts. Vielmehr bestätigt es, dass selbst dem größten Jugendtalent keine Profi-Karriere vorhergesagt werden kann, da diverse Faktoren ausschlaggebend sind - nicht zuletzt die Fähigkeit, sich nach Misserfolgen durchzusetzen und dafür auch ggf. die Ellenbogen auszufahren. Heinze hatte damit Schwierigkeiten und musste (insofern folgerichtig) erfahren, dass andere an ihm vorbeizogen. Die Reiseberichte zu Beginn der Kapitel sind dem Lesefluss abträglich und lassen den Leser rätselnd zurück.

Das Buch eignet sich meines Erachtens nur für jene Leute, die sich bislang eher oberflächlich mit dem Profifußball beschäftigt haben. Wer tiefer hinter die Kulissen blicken möchte, wird durch Timo Heinzes Buch "Nachspielzeit" nicht befriedigt werden.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 23, 2012 6:10 PM CET


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