Profil für mhw.-007 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von mhw.-007
Top-Rezensenten Rang: 321
Hilfreiche Bewertungen: 583

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
mhw.-007 (Europa)
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Canon PowerShot G1X Mark II Digitalkamera (12,8 Megapixel, 5-fach optischer Zoom, 1:2-3,9, 24-mm Weitwinkel, Full-HD, CMOS Sensor) schwarz
Canon PowerShot G1X Mark II Digitalkamera (12,8 Megapixel, 5-fach optischer Zoom, 1:2-3,9, 24-mm Weitwinkel, Full-HD, CMOS Sensor) schwarz
Preis: EUR 694,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine edle und vielseitige High-End-Kompakte mit exzellenter Bildqualität - aber zu groß und zu schwer in der PowerShot-Familie?, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Frühjahr 2014 wurden mit der Canon PowerShot G1 X Mark II und der Sony Cyber-shot RX100 Mark III zwei interessante Neuauflagen von bewährten High-End-Kompaktkameras vorgestellt. Beide Hersteller haben ihr Modell jeweils mit einer stattlichen Preisempfehlung von 849 Euro versehen. Der ambitionierte Hobby-Fotograf, der sich als Alternative zu seinem kiloschweren DSLR-Equipment eine neue kompakte Fotokamera für unterwegs wünscht, die trotzdem hohen Ansprüchen an Bildqualität und Bedienung genügen soll, musste hier einfach genauer hinschauen. Insbesondere, da die drei Großen im Markt (Canon, Nikon und Sony) für diesem Preis zum Einstieg durchaus auch ernst zu nehmende digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) anbieten. Die auf der Photokina 2014 im September neu gezeigte Canon war da noch nicht bekannt: PowerShot G7X.

Hier wurde im Sommer, mit langjähriger EOS-, IXUS- und PowerShot-Erfahrung im Rücken, einige Tage lang mit beiden Kameras probiert und fotografiert: neben der Canon PowerShot G1 X Mark II (kurz: G1XM2) wurde auch die Sony RX100 Mark III (kurz: RX100M3) ausführlich getestet. Inzwischen ist die RX100M3 von der EISA zur "European Compact Camera 2014-2015" gewählt worden, während Canon gleichzeitig und überraschend zur Photokina 2014 ein neues Mitglied in der PowerShot-Familie vorgestellt hat: die 1-Zoll-PowerShot G7X - mit dem Aussehen angelehnt an die PowerShot S-Serie (ähnlich S110/120/200) und technischen Merkmalen ähnlich zur Sony RX100M3 (allerdings mit mehr Zoom, dafür ohne Sucher). Nur wenige Insider hatten die G7X gesehen, so dass die technischen und optischen Qualitäten noch in den nächsten Monaten zu testen sein werden, Markteinführung Mitte Oktober. Die G1XM2 wird durch die G7X preislich weiter unter Druck geraten - der Marktpreis wird in den kommenden Wochen noch weiter deutlich unter 700 Euro gehen.

Wer mehr als eine Canon-Kamera im Haus hat (z.B. eine Einstiegs-DSLR oder Semi-Profi-DSLR) wird sich nicht unbedingt auf die verhältnismäßig schwer und solide gebaute G1XM2 stürzen. Jedoch: ihre Bildqualität ist der Sensorgröße (1,5 Zoll) und Verarbeitungsqualität entsprechend überragend!

=== Kamera-Kurzportrait ===
Die Canon GX1M2 bietet in der Neuauflage der bisherigen G1X nun endlich ein hochwertiges Gehäusedesign, das auf den ersten Blick auch vom Äußeren den Status einer Edel-Kompakten unterstreicht. Nimmt man die G1XM2 in die Hand, beeindruckt die hohe Verarbeitungsqualität des relativ großen und schweren Gehäuses. Eine unglaublich solide Kamera: Metallgehäuse, zwei Drehringe um den Objekivtubus, von denen der eine satt klickt, der andere still drehbar ist. Ein wirklicher Edel-Kompakt-Bolide. Aber: bei Größe, Gewicht und Preis stellt sich unmittelbar die Frage, ob das wirklich "kompakt" genug ist. Das 5-fach Zoomobjektiv (Kleinbild-Äquivalent 24-120 mm) bietet beeindruckende Linsenmasse und ein Versprechen auf hohe Bildqualität.

- Canon CMOS-Sensor 1,5 Zoll (18,7 x 14,0 mm2)
- Canon-Prozessor DIGIC 6 mit iSAPS-Technologie
- 12,8 MP (effektiv bei 3:2), 13,1 MP (effektiv bei 4:3)
- f2,0-3,9/24-120 mm (KB) 5-fach Zoomobjektiv (14 Linsen in 11 Gruppen)
- 3-Zoll-Display: PureColor II G Touchscreen-LCD (TFT), 3:2 Seitenverhältnis, ca. 1.040.000 Bildpunkte
- minimale Nahaufnahmeentfernung: 5 cm (statt 20 cm bei G1X)
- statt optischem Sucher nun ein elektronischer Sucher als Extra verfügbar (EUR 299)
- JPEG, RAW, RAW+JPEG
- Video: Full-HD (1.080p, 30 B/s)
- WiFi-/NFC-Funktion der Kamera mit der Canon-App "Camera Mobile" erlaubt unmitelbare Übertragung von Fotos auf das Smartphone und minimale Fernbedienung der G1XM2 (zur Schnellverbindung gibt es eine Extrataste oberhalb der rechten Daumenablage)
- völlig neues Gehäusedesign (Metall)
- B x H x T: 116,3 x 74,0 x 66,2 mm3
- ca. 558 g (einschließlich Akku und Speicherkarte)

=== Display, Sucher und Blitz ===
Die Kamera hat ein ausklappbares und um 180 Grad nach oben herumschwenkbares 3-Zoll-Display. Drehbewegungen zur Seite sind nicht möglich. Ein hochwertiger und schwenkbarer Sucher ist zusätzlich lieferbar - aber das treibt das Gesamtbudget für die G1XM2 noch (!) auf über 1000 Euro und vernichtet den Anspruch auf Kompaktheit vollends.

Die G1XM2 erlaubt wegen des vorhandenen Blitzschuhs zusätzlich zum hoch ausklappbaren eingebauten Blitz auch den Anschluss von externen Blitzgeräten - eine sicher gelegentlich sehr sinnvolle Option - jedoch, dies ist eine Kompaktkamera und keine Mittelklasse-SLR. Völlig vertrauenserweckend mit Blick auf die mechanische Stabilitätist der Ausklappblitz nicht - aber interessant ist, das sowohl Canon (wie auch Sony) hier eine vergleichbare Technik benutzen, um den Blitz relativ hoch über des Gehäuse auszufahren.

=== Autofokus und Belichtung ===
Der Canon-Kenner legt im Zweifelsfalls den Autofokus-Punkte durch Fingerberührung auf dem Touch-Screen der G1XM2 fest, wie er es z. B. von der PowerShot S-Serie schon kennt. Bei den Testaufnahmen draußen trat häufig die Situation auf, dass ein entfernteres Gebäude durch Baumeinrahmungen im Vorder- oder Mittelgrund eingefasst wurde - schnell springt der AF dann auf die näher liegenden Zweige. Mit einer Berührung auf dem Touchscreen der G1XM2 ist das schnell behoben.

=== Funktionalität und Bedienung ===
Die Bedienung der Kamera ist insgesamt ohne wirkliche Überraschungen. Man findet sich schnell zurecht. Auf der Oberseite finden sich ein gut rastendes Multifunktionsbedienrad, den Ein- und Ausschalter und der Auslöser, um den herum von vorn die Zoomfunktion zu bedienen ist. Eher ungewohnt ist die Tatsache, dass der Bildwiedergabe-Knopf bei der Canon nun auf der Oberseite nahe des Ein-/Ausschalters zu finden ist. Das ist Canon-untypisch und überzeugt nicht vollständig - und bei der neuesten G7X auch schon wieder von der Oberseite verschwunden.

=== Bildqualität ===
Die Bildqualität im Nahbereich und bei kontrastreichen Außenaufnahmen ist ausgezeichnet. Wenn man sich in die Testaufnahmen hineinzoomt, die in einigen Aufnahmesituationen vom Rezensenten mit drei Kameras gemacht wurden (EOS 5DM3, G1XM2, RX100M3) dann fällt auf, dass die G1XM2 im Grenzbereich deutlich bessere Detailzeichnung aufweist z.B. die Sony RX100M3. Hier spiegelt sich also die simple Größe von Sensor (1 Zoll, 1,5 Zoll, Vollformat) und tatsächliche Linsenbaugröße in qualitativ immer besserer Abbildungsleistung und Auflösung wieder.

Insgesamt überzeugt die G1X mit brillianten Bildern und differenzierter Schattenzeichnung. Natürlich ergeben die EOS-SLR-Aufnahmen deutlich mehr Detailzeichnung und Auflösung als die Kompakte.

=== Testumgebung ===
Der Rezensent, seit vielen Jahren ambitionierter Hobbyfotograf mit aktuell u.a. einer Canon EOS 5D (Mark III, davor Mark II) und Canon Wechselobjektiven in der Fototasche, hat in den vergangenen Jahren zusätzlich zur kleinen und leichten Familien-DSLR (die schmerzfrei durch viele Hände geht) unterwegs - vor allem auf Reisen - auch diverse hochwertige Kompaktkameras fotografisch eingesetzt: Sony RX100M3, Canon PowerShot S110, Leica D-Lux 4 (bauähnlich: Lumix DMC-LX 3) und Leica D-Lux 3.

Zur Bildbetrachtung wird ein "virtuelles Fotolabor", bestehend aus einem 17-Zoll-Notebook mit Adobe Photoshop CS 6 und Lightroom 5 eingesetzt. Für die Beurteilung wurden die "gleichen" Aufnahmen von drei verschiedenen Kameras, die an einem Standort innerhalb weniger Minuten nacheinander aufgenommen wurden, als unbearbeitete JPEG-Bilder (wie sie von den jeweiligen Kameras gespeichert wurden) angezeigt und nebeneinander verglichen, zum Teil mit maximalen Ausschnittvergrößerungen relevanter/kritischer Bereiche.

=== Mehr als Spielerei: Smartphone-Bedienung via WiFi ===
Die G1XM2 kann per WLAN/WiFi vom Mobiltelefon aus fernbedient werden (Auslöser, W-/T-Zoom). Dazu muss WLAN an der Kamera aktiviert werden (die G1XM2 hat dazu einen eigenen Funktionsknopf) , das Smartphone via WiFi mit der Kamera verbunden, Passwort oder Kameraname (wird von Kamera angezeigt) beim ersten Verbinden am Smartphone eingegeben und die relevante App "Camera Mobile" von Canon am Mobiltelefon aufgerufen werden. Übrigens: die G1XM2 kann mit Mobiltelefon auch eingeschaltet werden - jedoch verliert die frei stehende Kamera dann ihr Gleichgewicht bei Ausfahren des Objektivs nach vorn und liegt dann auf dem vorderen Einstellring auf. Nicht schlimm (und die App warnt pflichtbewusst davor), aber dem Nutzer zur Warnung...

=== Profi-Tests (zur Info) ===
Offensichtlich war nicht nur der Rezensent gespannt auf die neue große Kompaktkamera von Canon, sondern auch die Foto-Testprofis einschlägiger Redaktionen.
* Die Fotozeitschrift ColorFoto hat die G1XM2 in ihrem Labor ausführlich getestet und im großen Einzeltest besprochen: der Test findet sich im ColorFoto-Heft 7/2014 (Seiten 30 bis 34). Fazit: "ein generalüberholtes Gesamtpaket, das in vielen Details überzeugt".
* Foto-Redakteur Hans-Heinrich Pardey der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat auf den Seiten der Technik und Motor die G1XM2 in einem Einzeltest vorgestellt: unter "Das Besondere daran ist das Gute darin" ist der Test aus Juli 2014 auf faz.net zu finden.

=== Kauftipps ===
- Kauftipp: G1XM2 für die Fotografin/den Fotografen auf der Suche nach einer fast vollständigen Kompakten, die solide in der Hand liegt, ggf. erweitert werden kann (Aufsatzsucher, Aufsatzblitz, nicht jedoch Wechselobjektive). Jetzt im Herbst 2014 ist die Auslieferung der neuesten G7X abzuwarten, die in aller Eile im "Formfaktor" der Sony RX100M3 entwickelt wurde - der Preis der G1XM2 wird dadurch unter Druck kommen.

===
Töne, Texte, Bilder - kritisch, unabhängig, oft "on the run" - unser Motto. Sollten diese Zeilen hilfreich bei der Orientierung und möglichen Kaufentscheidung sein, dankt der Rezensent für einen anerkennenden Klick auf "hilfreich". Für Ergänzungen, Fragen und Kommentare steht der Kommentar-Kanal zur Verfügung.


Verve and Blue Note Today 2014
Verve and Blue Note Today 2014
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Reinhören! Neues und Bekanntes von Verve und Blue Note im Jahr 2014. Diskographisches hier ergänzt, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verve and Blue Note Today 2014 (Audio CD)
Eineinviertel Stunde frische Musik in den Musikplayer: seit Anfang September 2014 auf dem Markt bringt die Universal Music Group hier wieder eine Zusammenstellung von (neuen und ungekürzten?) Titeln unter dem Label Verve und Blue Note. Die Zusammenstellung ist eine Vorausschau auf Neuerscheinungen verschiedener Labels der Universal-Familie wie u.a. Blue Note, Concord, impulse, Riverside, Verve.

In diesem Jahr gibt es 14 Titel und ein Begleitheft, in dem jeder der Titel auf einer halben Seite beschrieben und (in sein Album) eingeordnet ist. Damit ist diese CD wieder einmal eine sehr lohnenswerte Zusammenstellung, auch wenn nicht jedem alle Titel gefallen. Wir sind aber in jedem Jahr zufrieden, wenn uns einige Titel überraschen und andere überzeugen. Vielleicht sogar beides.

Neben alten Bekannten wie Till Brönner und Diana Krall mit Titeln, die die Kollektion einrahmen, aber fast schon zu sehr aus dem Fach "easy listening" (allerdings intelligent arrangiert und orchestriert) kommmen, finden sich hier Debüts des schwedischen Funk-Jazz-Pop-Trios Dirty Loops (wow!) und dem Trio der deutschen Pianistin Juli Kadel. So bietet das Album wieder viel Abwechslungsreiches und Hörenswertes. Man kommt sich vor wie auf einem gigantischen Jazz-Festival, auf dem man von den Mainstream-Bühnen wegwandert und in abgelegene kleine Räume kommt, in denen ein Jazz-Duo "unplugged" improvisiert.

Da die Beschreibung der Titel bei Verve und amazon etwas knapp ist, finden sich unten in dieser Rezension einige erweiterte diskographische Angaben, u.a zur Titellänge und den Alben ergänzt.

Was ist heute Jazz? Für den jahrzehntelang hörenden Musikfan, der (journalistisch) schreibend und mit Konzertfotos noch Größen wie Joe Henderson oder Chet Baker live auf der Bühne erleben konnte, gibt es auch auf diesem Album wieder sowohl Bekanntes wie auch bisher Ungehörtes. Ein tolles Hörerlebnis sind beispielsweise die "Dirty Loops": was das junge Musikertrio hier auf seinem kommenden Herbsttalbum "Loopified" herausbringt, ist musikalisch solide und einfallsreich (das S/W-Studiovideo von Jazzecho erweitert den Höreindruck: "Wake Me Up Dirty Loops" googeln...). Kontrastierend dazu ist die jazzig groovende Duo-Aufnahme von Gitarrist Jim Hall und Kontrabassist Charlie Haden vom Montreal Jazz Festival 1990 hier mit ganzen 9:32 Minuten aufgezeichnet - ein tolles Duo! Zumal die jahrzehntealte Live-Aufnhame nun postum herauskommt, nachdem beide Musiker im Dezember 2013 (Hall) und Juli 2014 (Haden) verstorben sind. Wem noch mehr nach Duo steht, der springe gleich zur Duo-Konversation von Pianist Kenny Barron und Kontrabassist Dave Holland am Ende der Sammlung!

Ein interessantes Album, wenn auch nicht wieder alles vollkommen gefällt - aber ein beeindruckender Höreindruck zu dem, was allein in der Universal-Gruppe 2014 gepresst wird.

Aber, liebe Universal-Leute: ein Titel von Jamie Cullum von seinem im Oktober kommenden (Jazz-)Album "Interlude" hätte hier schon mal wieder mit auf das Album gehört. Ohne leider unvollständig!

Insgesamt: Kaufempfehlung für Ungehörtes zum Preis von knapp fünf Euro....

=== Titelübersicht (diskographisch ergänzt) ===
"Verve & Blue Note Today 2014", gesamte Spieldauer der CD: 74:31 min
[ 1 ] Diana Krall: California Dreamin' 3:19 (Vom Album "Wallflower")
[ 2 ] José James: While You Were Sleeping 6:18 (Vom Album "While You Were Sleeping")
[ 3 ] Malia & Boris Blank: I Feel It Like You 3:42 (Vom Album "Convergence")
[ 4 ] Dirty Loops: Wake Me Up 3:26 (Vom Album "Loopified")
[ 5 ] Takuya Kuroda: Rising Son 4:44 (Vom Album "Rising Son")
[ 6 ] Bobby Hutcherson, David Sanborn, Joey DeFrancesco & Billy Hart: Teddy 5:09 (Vom Album "Enjoy The View")
[ 7 ] Charlie Haden & Jim Hall: Turnaround (Live From Montreal International Jazz Festival (Canada) 1990) 9:32 (Vom Album "Charlie Haden/Jim Hall")
[ 8 ] Puss N Boots: Jesus, Etc. 4:12 (Vom Album "No Fools, No Fun")
[ 9 ] Julia Kadel Trio: Zweifünfzig 4:50 (Vom Album "Im Vertrauen")
[ 10 ] Rosanne Cash: The Long Way Home 3:17 (Vom Album "The River & The Thread")
[ 11 ] Rebekka Bakken: Hang On St. Christopher 3:33 (Vom Album "Little Drop Of Poison")
[ 12 ] Brian Blade & The Fellowship Band: He Died Fighting 5:36 (Vom Album "Landmarks")
[ 13 ] Ambrose Akinmusire (feat. Cold Specks): Ceaseless Inexhaustible Child 6:12 (Vom Album "the imagined savior is far easier to point")
[ 14 ] Kenny Barron & Dave Holland: Seascape -6:08 (Vom Album "The art of conversation")
[ 15. ] Till Brönner: Love Theme From Cinema Paradiso 4:33 (Vom Album "The Movie Album")

=== iTunes-Musik-Mediathek ===
Die eigene Privatkopie dieser CD kopiert iTunes aus dem CD-Laufwerk in die eigene (mobile) Musik-Mediathek, wenn die CD eingelegt wird - alle Titel werden schon automatisch erkannt, es ist nur noch das CD-Cover-Bild zu ergänzen.

=== Ein Wort zum Schluss ===
Töne, Texte, Bilder - kritisch, unabhängig, oft "on the run" - unser Motto. Sollten diese Zeilen hilfreich bei der Orientierung und möglichen Kaufentscheidung sein, dankt der Rezensent für einen anerkennenden Klick auf "hilfreich". Für Ergänzungen, Fragen und Kommentare steht der Kommentar-Kanal zur Verfügung.


Garmin Fenix 2 Outdoor GPS-Uhr Performer Bundle
Garmin Fenix 2 Outdoor GPS-Uhr Performer Bundle
Wird angeboten von engelhorn
Preis: EUR 449,00

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast Bestleistung! fenix 2 - GPS-HF-Multisport-Outdoor-Uhr - das gesamte mobile Garmin-Know-how am Handgelenk; Tests f2 vs. V800, 6. September 2014
Mit der seit Frühjahr 2014 erhältlichen GPS-"Uhr" fenix 2 präsentiert Garmin im Paket mit dem neuen Herzfrequenzsensor HRM-Run ("Performer Bundle") offenbar alles, was derzeit herstellerübergreifend für maximal 450 Euro, der finanziellen Schallgrenze für GPS-Multifunktionsuhren am Handgelenk, möglich ist. Die fenix 2, unter anderem Nachfolgemodell der Outdoor-GPS-Uhr fenix (aus dem Jahr 2012), enthält dabei nach unserem Eindruck alle wichtigen technischen Funktionsdetails, die Garmin in seinen bisherigen GPS-Spitzenuhren wie dem Top-Laufcomputer Forerunner 620 (aus 2013) und der bewährten Triathlon-Uhr 910XT (aus 2011) anbietet. Einige Hinweise zur Hauptkonkurrentin, der seit Sommer 2014 mit ähnlichem Leistungspaket (und Preis) erhältlichen Polar V800 findet sich im kurzen Praxisvergleich "f2 vs. V800" am Ende.

Die fenix 2 enthält nun Laufanalyse-Tools, die einerseits den im neuen Herzfrequenzsensor HRM-Run integrierten Beschleunigungssensor nutzen (für Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit, vertikale Körperbewegung) und andererseits die Herzfrequenzaufzeichnung mit dem Know-how des finnischen Unternehmens Firstbeat Technologies und des amerikanischen Cooper-Instituts auswerten (Training-Effekt-Index, VO2max-Schätzung, Erholungsratgeber). Garmin holt damit - schon seit der Forerunner 620 - den Vorsprung des finnischen Herstellers Polar im Bereich Herzfrequenzanalyse für Multisportler gehörig auf. Gleichzeitig arbeiten die Ingenieure von Garmin im Spätsommer 2014 immer noch mit Hochdruck an der Feinabstimmung zwischen der fenix-2-Software, der GPS-Software und dem Gerät. Regelmäßige Software-Updates für die fenix 2 erweitern zum Teil Funktionen, beseitigen aber auch "Kinderkrankheiten" (wie das anfängliche "freeze in action"). Mit den letzten Sommer-Updates im August 2014 (Software-Update 3.80) scheinen die schlimmsten Probleme, die manchen Nutzer aufgerieben haben, behoben zu sein. Dies belegen auch unsere jüngsten Tests mit regulären Läufen, abwechslungsreichen Intervallläufen und langen langsamen Läufen im Marathontraining.

Fazit:
Die fenix 2 ist momentan die leistungsstärkste Multifunktionsuhr für ambitionierte (Langstrecken-)Läufer, vielseitige Multisportler (auch Triathleten), unerschrockene Bergsteiger oder Trailrunner. Diese Vielseitigkeit, auch die Möglichkeit, zahlreiche externe Sensoren drahtlos per ANT+ oder Bluetooth zu verbinden, ist ein Alleinstellungsmerkmal der fenix 2. Mit den aktuellsten Software-Updates, die mit dem USB-Ladestecker und der Garmin-Express-Software am Computer problemlos (und unbedingt!) aufzuspielen sind, gibt es für die Garmin eine klare Kaufempfehlung! Leichter und bunter geht es zwar mit der Forerunner 620, jedoch ist das Leistungspaket für die fenix 2 momentan unübertroffen (jedoch ohne Touch- und Farb-Display). Einerseits ist die fenix 2 eine um GPS erweiterte "ABC"-Uhr für Outdoor-Enthusiasten ('A'ltimeter, 'B'arometer, 'C'ompass), anderseits ist sie eine vollwertige Multisport-Uhr. Vereinfacht könnte man die fenix 2 auf die Formel f2 = f + FR620 + 910XT bringen.

=== Die wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst ===

Positives:
+ volle GPS-Funktionalität (Streckenaufzeichnung, Wegpunkt-, Routen-, Track-Navigation), grafische Trackanzeige, TracBack usw.,
+ "Altimeter" - Höhenanzeige,
+ "Barometer" - barometrischer Höhenmesser,
+ "Compass" - elektronischer 3-Achsen-Kompass,
+ sehr robustes und professionell anmutendes Gehäuse: Glasdisplay, Metallgehäuse und verschraubter Gehäuseboden,
+ vielfältige Netzanbindung: kabelgebunden mit USB-Ladeklammer, drahtlos mit Bluetooth (via SmartPhone-App),
+ vielfältige SmartPhone-Apps: Garmin Connect Mobile, Garmin BaseCamp Mobile,
+ reichhaltiges Zubehör: z. B. tempe-Temperatursensor, HRM-Run-Herzfrequenzsensor, Fahrradsensor GSC10, usw.,
+ wasserdicht bis 5 ATM (ca. 50 m Wassertiefe),
+ Armband kann mit Schrauben gewechselt werden (Textilarmband und Schraubendreher im Performer Bundle mitgeliefert),
+ Display bei (hellem) Sonnenschein sehr gut ablesbar,
+ ca. 20 MB interner Speicher (Herstellerangabe),
+ ein deutschsprachiges Handbuch (30 A4-Seiten) ist als PDF-Datei jederzeit abrufbar: garmin.com/de/support/handbuecher-anleitungen/handbuecher (zum Vergleich: fenix- und FR 620-Handbuch umfassen jeweils nur 20 Seiten).

Gemischtes:
o solide Bauweise führt zu relativ hohem Gewicht (ca. 86 Gramm inkl. Armband) (zum Vergleich: die Polar V800 wiegt 86 Gramm, die Forerunner 620 wiegt 43 Gramm),
o Drahtlos-Funktion nur wahlweise ANT+ (für Zubehör) oder Bluetooth (für Smartphone-Anbindungen) möglich,
o es gibt keine wirklich abschließende Funktionsbeschreibung, da durch die regelmäßigen Software-Updates neue Funktionen ergänzt werden (z.B. im Aug. 2014 mit V3.80: "Added barometric pressure trend line. Enable in Settings->General->Time->Time Page->Addl. Data").

Negatives:
- das rot beleuchtete Display ist bei Dunkelheit (und Regen) in Bewegung (z.B. bei Schlechtwetter-Nachtlauf) schwer ablesbar,
- das Handbuch ist weder gedruckt noch elektronisch (z.B. auf CD) Bestandteil des Kaufpakets,
- die von der Uhr auf Basis der bisherigen Aktivitäten geschätzten VO2max-Werte werden nicht gespeichert, z.B. auf Garmin Connect (das ist bei Polar anders: die Fitness-Tests werden mit auf die Webseite Polar Flow geladen und können im Zeitverlauf betrachtet werden).

=== Die fenix 2 im Allgemeinen ===

Die fenix 2 beeindruckt sofort mit ihrer soliden Fertigungsausführung: mattscharzes Gehäuse (Edelstahl nach Herstellerangabe) mit einem Metallboden, der mit vier Torx-Schrauben mit dem Gehäuse verbunden ist. Kein Grund die Uhr aufzuschrauben - aber sollte jemals der eingebaute Lithium-Ionen-Akku (500 mAh) defekt sein, verspricht diese Bauweise Reparaturfähigkeit dieser Uhr. Dies scheint - wie viele Benutzer in Foren beklagen - bei den Uhren FR 220 und FR 620 mit dem (leichten und verklebten) Verbundgehäuse überhaupt nicht möglich und beabsichtigt zu sein.

=== Inbetriebnahme und erster Einsatz ===
Die Leistungsfähigkeit der fenix 2 könnte auch den erfahrenen Nutzer einschüchtern, so dass die interessante Frage war, ob und wie leicht die fenix 2 zum Einsatz zu bringen ist. Nach dem Auspacken und Einschalten der neuen fenix 2 sind zunächst wenige Benutzereingaben (Geburtsjahr (nicht Datum!), Gewicht, Größe, Geschlecht, Aktivitäts) einzugeben, und die Uhr nach draußen für den Satellitenempfang zu legen. Nach kurzer Zeit (1-2 Minuten) ist der Satellitenempfang hergestellt, die aktuelle Uhrzeit übernommen und die Uhr einsatzbereit. Der im Performer Bundle mitgelieferte Herzfrequenzsensor HRM-Run ist bereits ab Werk mit der Uhr gekoppelt. Weitere Einstellungen wurden hier nicht vorgenommen, um die Menüstruktur ab Werk auf ihre Praxistauglichkeit zu testen. Die fenix 2 ist standardgemäß auf lautlos mit Vibration gestellt und signalisiert z.B. Kilometermarken beim Laufen mit kurzen Vibrationsimpulsen.

Beim ersten Druck auf den rot markierten Start-/Stoppknopf seitlich rechts oben an der Uhr wird eine Aktivität nach Wahl [ Laufen | Radfahren | Schwimmen | Training | Im Gebäude Multisport | Benutzerdefiniert | Langlauf | Skifahren | Bergsteigen | Wandern | Navigieren | Train Run ] mit den seitlichen Hoch- und Runter-Knöpfen ausgewählt (bei erneuter Inbetriebnahme wird die zuletzt benutzte Aktivität zuerst angezeigt). Ein weiterer Druck auf Start fragt automatisch den Herzfrequenzsensor ab und springt dann auf die Satellitenerkennung. Sind die Satelliten gefunden, zeigt die fenix 2 "Start drücken" an und mit einem weiteren Druck auf Start geht es los.

Nach Aktivitätsende wird mit "Stop" die Aufzeichnung und der Satellitenempfang beendet und die Aktivität wahlweise fortgesetzt, in die Uhr abgespeichert oder verworfen werden. Die Bedienung der fenix 2 ist im Grunde ähnlich zu den aktuellen Forerunner-Modellen 620/220, so dass der Funktionsumfang gut und intuitiv zu managen ist.

== Laufen ==
Im Aktivitätsmodus "Laufen" zeigt die fenix 2 standardgemäß Folgendes an: auf Seite 1 die Distanz, die vergangene Zeit und die Momentan-Pace, auf Seite 2 die Rundendistanz und Rundenzeit, auf Seite 3 die momentane Herzfrequenz und eine grafische Historie der Herzfrequenz bisher, auf Seite 4 die Trittfrequenz, die Bodenkontaktzeit und die vertikale Bewegung. Alle Seiten (und weitere Seiten) können benutzerdefiniert eingerichtet werden. Standardgemäß markiert die Uhr jeden gelaufenen Kilometer als Runde ("Auto-Lap"), was natürlich ausgeschaltet werden kann.

== Radfahren ==
Im Aktivitätsmodus "Radfahren" zeigt die fenix 2 standardgemäß Folgendes an: auf Seite 1 die Distanz, die vergangene Zeit und das Tempo, auf Seite 2 die Rundendistanz und Rundenzeit, auf Seite 3 die momentane Herzfrequenz und eine grafische Historie der Herzfrequenz bisher. Alle Seiten (und weitere Seiten) können auch hier benutzerdefiniert eingerichtet werden. Standardgemäß markiert die Uhr im Radfahren-Modus alle fünf gefahrenen Kilometer als Runde ("Auto-Lap"), was natürlich ausgeschaltet werden kann.

=== Trainingsauswertung ===

= VO2max-Schätzungen als Fitness-Parameter =
Garmin stellt heraus, dass die neue Trainingsanalyse, die in der fenix 2 wie auch in der Forerunner 620 mit Hilfe des finnischen Herzfrequenzanalyse-Spezialisten FirstBeat Technologies eingesetzt wird, schon nach zehn Minuten Training erste VO2max-Vorhersagen machen kann. Die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit VO2max ist ein bei Sportlern bekannter Parameter, um den Trainingszustand zu charakterisieren. Die maximale Sauerstoffaufnahme (in Millilitern), die pro Minute und pro Kilogramm Körpergewicht bei maximaler Leistung verwertet werden kann bezeichnet man als "relative maximale Sauerstoffaufnahme" (in ml/min/kg). Hochleistungssportler wie z.B. Langstreckenläufer, Radrennfahrer oder Skilangläufer können Spitzenwerte von 80-90 ml/min/kg erreichen (Quelle: Dt. Sporthochschule). Ähnliches zur Garmin-VO2max-Schätzung macht der finnische Hersteller Polar seit Jahrzehnten mit seinem ausgeklügelten Fitness-Test (der als "OwnIndex" schon in der 2003 eingeführten S410 zu finden ist), für den man aber zur Auswertung der Herzfrequenzvariabilität in Ruhe ca. 5 Minuten ruhig liegen muss.

Schon nach unserem ersten Lauf mit der fenix 2 wurde eine Vorhersage der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit VO2max als Fitness-Parameter angegeben: unser erster Wert liegt zunächst im Übergangsbereich von gut bis ausgezeichnet (gemäß Tabelle im fenix-2-Handbuch), verbesset sich aber nach 1-2 Wochen und abwechslungsreichen Läufen (lockerer Dauerlauf, Intervalllauf, Wettkampflauf über 10 km, Intervallläufe) um ca. 10 Prozent nach oben und ordnet den Läufer im Altersfeld "ausgezeichnet" ein. Wie viele Diskussionen in Foren unterstreichen, ist die Schätzung des VO2max-Wertes mit einer Schwankungsunsicherheit von um die 10 Prozent zu belegen. Wir sind - trotz subjektiv empfundenem sehr gutem Trainingszustand - momentan ca. 15 Prozent unterhalb des Maximalwertes, der im Vorjahr in einem ergospirometrischen Test (Laufband mit Laktattest und Atemanalyse) in einem Sportleistungszentrum aufgenommen wurde. Interessant ist hier sicher weniger der absolute Wert der VO2max-Schätzung, sondern vielmehr die Veränderung dieses Wertes im Laufe der Zeit für jeden Läufer, da die VO2max-Schätzung eine unmittelbare Rückmeldung zum Fitness-Zustand geben soll. Aber: anders als Polar überträgt Garmin den aktuellen VO2max-Wert nicht auf Garmin-Connect, so dass eine Analyse des Zeitverlaufs (Verbesserung, Verschlechterung) nicht ohne eigene Aufzeichnung möglich ist.

= Prgonostizierte Wettkampfzeiten =
Die Prognose der fenix für die zu erwartenden besten 5-km-, 10-km, Halbmarathon und Marathonzeiten ist nach unserem Eindruck und nach Analyse mehrere Trainings und Wettkämpfe - eher zu optimistisch - aber damit ein möglicherweise willkommener Ansporn das Training zu optimieren, um solche Spitzenzeiten zu erreichen. Die Ungenauigkeit liegt in der Größenordnung von geschätzt 15 Prozent, was konkret bedeutet, dass ein Marathon-Läufer mit einer typischen Marathonzeit von 4 Stunden eine prognostizierte Zielzeit von 3 1/2 Stunden erhält (eine 30 Minuten schnellere Zielzeit für den 4-Stunden-Marathoni bedeutet hier eine Zeitreduktion um 12,5 Prozent). Diese Laufzeitprognosen sind nette Spielereien, aber für den kundigen Läufer durch einschlägige Tabellen, die in nahezu jedem Laufbuch zu finden sind, auch "händisch" zu erreichen. Eine Dokumentation der aktuellen Prognosen auf Garmin Connect für eine mögliche Auswertung des Trainingszustands erfolgt hier ebenso wenig wie beim VO2max-Wert (dies halten wir hier aber auch für entbehrlich, wenn VO2max aufgezeichnet ist).

= Laufeffizienz-Parameter =
Mit dem neuerdings im Premium-Herzfrequenz-Sensor HRM-Run eingebauten Beschleunigungssensor werden Bewegungen des Oberkörpers aufgenommen und daraus drei verschiedene Lauf-Parameter bestimmt. Im Lauf können alle drei Werte angezeigt werden:
- Schrittfrequenz (die Anzahl der Schritte pro Minute) - angezeigt wird die Summe aller Schritte (links und rechts addiert),
- Vertikalbewegung (die Hoch-Tief-Bewegungen des Körperschwerpunkts) - angezeigt wird die Vertikalbewegung des Oberkörpers in Zentimetern,
- Bodenkontakt (der Zeitraum vom Fersenaufsatz eines Fußes bis zum Abdrücken vom Boden desselben Fußes) - angezeigt wird der Wert in Millisekunden.

=== Datenanbindung ===
Die auf der Uhr gespeicherten Daten können (per USB-Kabelanschluss oder Bluetooth via Smartphone-App Garmin Connect Mobile) unmittelbar auf das Garmin-Connect-Konto im Internet übertragen werden (standardgemäß sind dort alle Läufe passwortgeschützt nur für den Benutzer selbst zugänglich). Die drahtlose Datenübertragung via Bluetooth geht zügig und bisher immer ohne Probleme.

=== Tipp zur Synchronisierung: BT manuell ===
Da die Funk-Anbindung an die Sensoren (z.B. HRM-Run) per ANT+ erfolgt, ist gleichzeitiger Bluetooth-Betrieb nicht möglich. Es bietet sich an, Bluetooth in der Einstellung nur für den Bedarf der manuellen Synchronisierung einzustellen (Menü-Knopf lange drücken, "Einstellungen", "Bluetooth", "Verbindung - Manuelle Sync."). In dieser Einstellung leuchtet beim langen Tastendruck auf den Menü-Knopf beim nächsten Mal sofort "Sync." auf, was mit dem Start-Knopf bestätigt werden kann (dann ist Bluetooth aktiv und überträgt die Daten auf das gekoppelte Smartphone, wenn dieses ebenfalls Bluetooth aktiviert hat und die App "Garmin Connect Mobile" oder "Garmin Basecamp Mobile" aufgerufen ist). Danach schaltet die fenix 2 Bluetooth wieder aus und der reguläre Betrieb mit ANT+-Sensoren ist möglich.

=== km-Genauigkeit (GPS-Entfernungen) ==
Während die ersten Benutzerrückmeldungen zur fenix 2 im Frühjahr/Sommer 2014 durchaus gemischt waren, absolvierten wir unser regelmäßiges Laufpensum und Stadtläufe mit der Forerunner 220 und testweise der FR 620. Im August 2014 wurde dann die fenix 2 mit Performer Bundle gekauft und zeitweise parallel zur 220 eingesetzt (HRM-Run auf dem Brustgurt, FR 220 auf dem linken, fenix 2 auf dem rechten Handgelenk). Nachdem die Forerunner 220 über Monate eine verlässlich gute Entfernungsmessung (Abweichungen der FR 220 zu legendärer Forerunner 610 und iPhone 4S immer unterhalb 2 Prozent, angezeigte Entfernung beim Berliner Halbmarathon 2014: 21,26 km, plus 0,8 Prozent) angezeigt hat, scheint die fenix 2 bei den Läufen mit FR 220 systematisch etwa 0,6 % bis 0,8 Prozent über der Entfernung der FR 220 zu liegen - egal ob Läufe 6 km oder 23 km lang waren. Auch hier bleibt der maximale Fehler unter 2 Prozent. Auf (Stadt-)Marathons haben wir mit Garmin-GPS-Uhren maximale Abweichungen der Uhr-gemessenen Strecke bis maximal plus 2,5 % beobachtet (d.h. die auf verschiedenen Garmin-GPS-Uhren angezeigten Marathon-Strecken großer Stadtläufe (Berlin/Frankfurt) waren "GPS-gemessen" zwischen 42,6 und 43,1 km lang).

An dieser Stelle wieder ein Hinweis der Testprofis: wie auch RUNNER'S WORLD in der Deutschland-Ausgabe 4/2014 zum gleichen Thema ("Vermessene Ansprüche", S. 78) feststellt, zeigen verschiedene GPS-Uhren fast nie die gleiche Entfernung an. Obertester und Redakteur Urs Weber schreibt: "GPS-Uhren der neuesten Generation (...) messen die tatsächliche Streckenlänge sehr viel genauer (plus/minus 200 Meter bei einer zehn Kilometer langen Laufstrecke, so unser Erfahrungswert) als jeder Läufer sie einschätzen kann". RW leitet also einen Erfahrungswert von ca. plus/minus 2 % ab.

=== Firmware-/Software-Version (Stand: 09/2014) ===
Per PC-Software "Garmin Express" sollte die fenix 2 sofort und regelmäßig (mit USB-Ladekabel an den Rechner angeschlossen) auf Software-Updates überprüft werden (Garmin Connect zeigt an, wenn eine aktuellere Version als auf der Uhr zum Download zur Verfügung steht). Noch im August 2014 musste Garmin ein Software-Update bereitstellen, um unter anderem den schwerwiegenden Fehler "freeze in action" zu beseitigen. Wir hatten die Uhr (ohne Update) ab Werk mit SW-Version 3.50 (und GPS-Software Version 3.10) zunächst einige Tage parallel zur Forerunner 220 im Einsatz: nach etwas über 17 Kilometern GPS-Betrieb fror die fenix 2 plötzlich ein. Mit Update 3.70 sollte das "freeze in action"-Problem gelöst sein (Garmin: "Changes to version 3.70: "Fixed potential issue where device could become unresponsive during an activity"). Inzwischen, im September 2014, ist die Software-Version schon bei V3.80 (Kontrolle: Menü, Einstellungen, System, Info). Nach erfolgten Updates läuft die Uhr seitdem ohne jedes Problem - und zeichnet lange Läufe über 2,5 Stunden und mehr ohne Stocken auf. Klagen Nutzer jetzt noch über das "Einfrieren" der Uhr im Einsatz, wäre zu klären, bei welcher SW-Version das passiert (wird jeweils gut dokumentiert beim Speichern unter Garmin Connect für jede Aktivität mit abgespeichert).

=== Profi-Tests (zur Info) ===
Auch ComputerBild hat im Juli/August 2014 eine Reihe von Laufuhren ausführlichen Einzeltests unterzogen. Die fenix 2 schließt mit dem Testergebnis "gut" (1,95) ab "nicht nur eine smarte Outdoor-Uhr - sie taugt auch prima für Sportler" (vgl. Heft 18/2014 vom 9. Aug. 2014, S. 97).

=== Praxisvergleich f2 vs. V800: GPS-km, HF und VO2max bei Garmin fenix 2 und Polar V800 im Vergleich getestet ===
Bei der Gelegenheit über einige Wochen die Garmin fenix 2 (f2) und die Polar V800 parallel zu testen, erschließen sich einige Eigenschaften im direkten Vergleich. Hier soll es nur um einige Messergebnisse und Hinweise gehen - insgesamt eine bei beiden Uhren sehr hohe Ergebniszuverlässigkeit (mit einigen Fragezeichen bei der unterschiedlich bestimmten VO2max-Schätzung).
f2 vs. V800:
+ Display.
Ohne Zweifel ist das ebenfalls invertierte Display (weiße Schrift auf schwarzem Grund) der Polar V800 deutlich besser lesbar als das der fenix 2 - sei es im Hellen wie im Dunkeln mit Hintergrundbeleuchtung, insbesondere beim Lauf (Polar: unübertroffen! Garmin: schlechter als bei Forerunner 620/220).
+ Bedienung (Drücker und Beschriftung)
Die fenix 2 ist zu bedienen wie viele klassische Uhren mit Stoppfunktion weltweit bedient werden (z. B. Nike Triax, Omega Speedmaster): ein roter Start-/Stoppdrücker, LAP-Drücker darunter, weitere Funktionen links gegenüber: Licht oben links, Up-/Down-Drücker darunter. Alle wichtigen Grundfunktionen sind auf dem Display neben dem Drücker beschriftet.
Die Polar V800 ist ähnlich zu bedienen wie frühere Polar-Topmodelle - nur der rote Start-/Lap-Drücker ist nun auf die Mitte der rechten Gehäuseseite gewandert. Gewöhnungsbedürftig: der rote Drücker ist für Start und Lap, gestoppt wird gegenüber liegend links unten ("Back"). Up-/Down-Drücker finden sich rechts ober- und unterhalb des roten Startknopfes. Lichtdrücker oben links. Beschriftungen: LIGHT, BACK (linke Gehäuseseite), UP, START, DOWN (rechte Gehäuseseite). Es fehlen leider Beschriftungen für ausgerechnet STOP und LAP für eine zweifelsfreie Bedienbarkeit.
+ Lauftagebuch
Garmin Connect ist in der 2014 aufgefrischten Version 2 sehr übersichtlich: nach Login erscheinen Informationskacheln, die leicht neu angeordnet werden können. Die Übersicht "Aktivitäten" listet alle Aktivitäten zeilenweise auf. Zeitübersichten zur VO2max-Messung bzw. Veränderung fehlen.
Polar Flow ist nach Login vergleichsweise unübersichtlich; in einer Kalenderansicht sind alle Aktivitäten eingetragen, einschließlich gemachter Fitness-Tests (VO2max-Schätzung) oder des orthostatischen Tests (für u.a. Ruhepuls, tolle neue Funktion!).
+ Messergebnisse f2 vs. V800 im Vergleich
Die gemessenen GPS-Entfernungen auf Kurz- und Langstrecken liegen sehr gut beieinander (Testanordnung: V800 auf dem linken Handgelenk, fenix 2 auf dem rechten Handgelenk): Ungenauigkeiten/Abweichungen liegen GPS-Uhr-typisch bei weniger als plus/minus 2 Prozent.
1. Vergleichstest: "Entfernung" bei "lockerer Dauerlauf". Aufgezeichnet/gemessen wurden beim gleichen Lauf 10,43 km (f2) und 10,44 km (V800).
Dies bedeutet Ungenauigkeit um plus/minus 0,5 Prozent um den Entfernungsmittelwert von 10,435 km.
Relative Gesamtdifferenz (10 m) zwischen beiden Uhren bezogen auf den Entfernungsmittelwert: 1 Prozent.
2. Vergleichstest: "Entfernung bei "lockerer Dauerlauf". Aufgezeichnet wurde mit vier Geräten (FR220, f2, V800 und iPhone 4S mit Polar Beat App) beim gleichen Lauf: 11,23 km (FR220), 11,34 km (f2), 11,34 (iPhone), 11,37 km (V800).
Dies bedeutet Ungenauigkeit um maximal plus/minus 0,8 Prozent um den Mittelwert.
Relative Gesamtdifferenz (140 m; f2 = iPhone < V800) zwischen allen Uhren bezogen auf den Entfernungsmittelwert von 11,32 km: 1,2 Prozent.
Bei diesem Lauf war nur der HRM-Run-Sensor in Betrieb und mit beiden Garmin-Uhren per ANT+ gekoppelt: die Herzfrequenz (Durchschnitt und Maximum) wurde auf beiden Uhren exakt identisch aufgezeichnet).
3. Vergleichstest: "Entfernung bei "langer langsamer Dauerlauf". Aufgezeichnet wurden beim gleichen Lauf 33,05 km (f2) und 33,02 km (V800).
Dies bedeutet Ungenauigkeit um plus/minus 1,5 Prozent um den Mittelwert.
Relative Gesamtdifferenz (30 m; f2 > V800) zwischen beiden Uhren bezogen auf den Entfernungsmittelwert von 33,035 km: 3 Prozent.
4. Vergleichstest: "Herzfrequenz" bei "lockerer Dauerlauf". Die fenix 2 mit HRM-Run-Sensor und Garmin-Gurt misst: HF-AVG 136 bpm. Die Polar V800 mit H7-Bluetooth-Sensor und Polar-Gurt misst: HF-AVG 136 bpm.
(Anm.: dieser Lauf wurde tatsächlich mit zwei Uhren und zwei Brustgurten mit dem jeweiligen HF-Sensor durchgeführt).
5. Vergleichstest: "VO2max"-Schätzung als "Fitness-Test".
fenix 2 bestimmt "48" (unverändert über ca. 2 Wochen),
V800 bestimmt "41" (aus Fitness-Test in Ruhe).
Ungenauigkeit: plus/minus 8 Prozent um den Mittelwert 44,5. (Anmerkung: in einem ergospirometrischen Test (Rampentest auf Laufband mit Laktattest und Atemanalyse) in einem Sportleistungszentrum wurde im Vorjahr ein individueller VO2max von über 50 [ml/min/kg] gemessen - Trainingszustand und Wettkampfzeiten sind jetzt vergleichbar, zum Teil (Wettkampfzeiten) sogar leicht besser).
Fazit zu den Entfernungen: die gemessenen km-Entfernungen liegen unterhalb Schwankungsbreite von 2 Prozent (wie auch Runner's World als üblich festhält). Abweichungen nach oben oder unten sind zum Teil zufällig und unsystematisch (z.B. zeigt mal die fenix 2 die längere Strecke an, mal die V800).

=== Ein Wort zum Schluss ===
Töne, Texte, Bilder - kritisch, unabhängig, oft "on the run" - unser Motto. Sollten diese Zeilen hilfreich bei der Orientierung und möglichen Kaufentscheidung sein, dankt der Rezensent für einen anerkennenden Klick auf "hilfreich". Für Ergänzungen, Fragen und Kommentare steht der Kommentar-Kanal zur Verfügung.


Nuance Dragon NaturallySpeaking 13.0 Premium
Nuance Dragon NaturallySpeaking 13.0 Premium
Preis: EUR 142,89

35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Texte am Computer diktieren – einfacher, eleganter, schneller! Ein Meilenstein mit Notebook-Mikrofon (wenn kompatibel)!, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit Anfang August 2014 ist eine neue deutschsprachige Version 13 von Dragon NaturallySpeaking (DNS) verfügbar, die nach Herstellerangaben einfacher einzurichten und einfacher zu handhaben sein soll - das galt es zu testen! Der Rezensent, Vielschreiber und bei langen Schreibtexten (Protokolle, Abschriften von handschriftlichen Notizen) gelegentlicher Dragon-Diktierer, ist erst Anfang 2011 (mit DNS-Version 10.1) in das Diktieren am PC eingestiegen - jedoch von Anfang an mit einer "Wireless"‐Version (DNS Premium und mitgeliefertes Plantronics Calisto‐Headset mit Bluetooth‐USB-Stecker) unter Windows 7. Das Diktieren von längeren Textpassagen sollte Auflockerung in den Arbeitsalltag des Dauersitzens am Computer bringen – Stehen und Herumgehen beim Diktat mit einem drahtlosen Headset war die Erwartung, die Dragon erfüllen sollte. Und in der Tat: mit Dragon wurden bisher immer wieder deutsche (und gelegentlich auch englische) Texte diktiert. Kurztexte, vor allem solche mit hohem Formatierungsaufwand, entstehen weiterhin mit zehn Fingern auf der Tastatur. Jetzt wollten wir es wissen: würde das bewährte Sony-Ultrabook aus dem Jahr 2012 (mit Core-i5-Prozessor) ausreichen, um nur mit dem eingebauten Mikrofon ("RealTek High Definition Audio") direkt ohne Anschluss weiterer Geräte diktieren zu können? Ja, es funktioniert – diktieren nur mit dem Notebook-Mikrofon, ein Meilenstein für Dragon NaturallySpeaking!

=== Fazit ===
Nach vollständiger Neuinstallation (der frischen Download-Version) von DNS 13 Premium ist das Dragon-Programm tatsächlich schneller zum Diktat bereit als frühere DNS-Versionen. Die Neugestaltung der Dragon-Leiste, die im Standardmodus vor allem nur noch den Mikrofonschalter anzeigt, gefällt. Beim Überstreichen mit der Maus ("MouseOver") wird das komplette Dragon-Menü sichtbar. Auf die bekannte klassische Dragon-Leiste kann umgestellt werden. Das eingebaute Notebook-Mikrofon des nicht ganz frischen Test-Notebooks funktioniert auf Anhieb mit DNS 13 - damit war kaum zu rechnen. Wer also neu bei DNS einsteigt, sollte dies gleich mit dieser Version tun. Wer aus früheren Versionen upgraden will, bekommt auf jedem Fall eine neue und ansprechende Programmoberfläche. Ob die Diktiergenauigkeit von DNS 13 sich gegenüber DNS 12.5 in der Praxis wirklich spürbar unterscheidet, hängt vermutlich viel mehr vom speziellen Vokabular des Nutzers als von der tatsächlichen DNS-Version ab. Daher: Kaufempfehlung!

=== Diktieren ===
Text kann jetzt bei DNS 13 – mit etwas Glück und dem richtigem Notebook – auch ohne Headset unmittelbar diktiert werden ‐ beispielsweise große Teile des Rohtextes dieser Produktbesprechung (die Textredaktion und -formatierung erfolgte allerdings wie gewohnt mit Maus und Tastatur).

Will man die Diktierqualität optimieren, bietet sich an, einen Text nach Vorgabe des Programms zu diktieren. Dragon passt dann das Benutzerprofil an die aufgenommenen Sprachdaten an, was über eine Stunde dauern kann. Dies kann man bei Gelegenheit und wiederholt (jedoch nicht mehr notwendigerweise sofort nach der Erstinstallation) machen. Konkret dauerte diese Anpassung etwa 30 Minuten (der Computer arbeitet dabei im Hintergrund am Benutzerprofil bis DNS wieder zur Verfügung steht).

Diktiert werden kann direkt in einer Vielzahl von Programmen (auch Office 2010 und 2013, deren Befehle zum Teil per Sprache gesteuert werden können) – jedoch müssen dann ggf. die programmspezifischen Steuerbefehle gelernt und eingeübt werden. Wir diktieren am liebsten lange Texte und manövrieren in Programmen wie gewohnt mit Maus und Tastatur. Sollte ein Programm nicht unmittelbare Texteingaben per Diktat (z.B. bei OneNote 2010) erlauben, wird der diktierte Text im DragonPad, einem einfachen Textfeld, geschrieben und kann in das Programm eingefügt werden.

=== Produktdokumentation und -hilfe ===
Für den Einstieg in Dragon NaturallySpeaking 13 wird ein interaktives Lerncenter mit installiert. Dieses stellt sich um, je nachdem welches Programm, z.B. Word oder Excel, man gerade geladen hat. Auf den DNS-Seien nuance.de/for-individuals/by-product/dragon-for-pc/premium-version gibt es praktischerweise ein umfangreiches deutschsprachiges Handbuch mit 236 Seiten Umfang (als PDF auch schon vor dem Kauf zugänglich) sowie ein knappes "command cheat sheet" mit den wichtigsten deutschsprachigen DNS-Anweisungen.

=== Installation ===
Die Neuinstallation von Dragon NaturallySpeaking 13 Premium aus einem schweren Softwarepaket von um die 4 GB (Download- oder DVD-Version) verhilft tatsächlich schneller zum Diktieren – das minutenlange "Einsprechen" des Programms ist bei Ersteinrichtung jetzt nicht mehr erforderlich (kann aber zur Verbesserung später nachgeholt werden). Bei der Installation wird geprüft, ob das PC-System die Mindestanforderungen von DNS 13 erfüllt. Die Seriennummer ist gleich einzugeben (bei Upgrade-Versionen auch die einer Vorversion ab Version 11). Leider gibt es offenbar immer noch keine zeitlich befristete DNS-Testversion, mit der die Lauffähigkeit und Kompatibilität der Version vor einem Kauf getestet werden könnte (das ermöglicht ja sogar Adobe für seine großen Spezialprogramme). Bei der Erstellung des ersten Profils fordert Dragon jetzt nicht mehr zur Eingabe eines Namens auf, sondern vergibt automatisch selbst einen – eine nachträgliche Änderung ist später jederzeit möglich. Mikrofontypen können nun ausgewählt werden – beim Notebook liegt es nahe, es mit dem eingebauten Mikrofon zu versuchen. Und nach einem kurzen Sprechtest (um eine Minute) mit vorgegebenem Text, in dem Dragon die Qualität und Lautstärke des Mikrofons prüft und einregelt, geht es los. Zum Betrieb muss DNS 13 nach fünf "freien" Programmstarts über das Internet aktiviert werden - dieser anonyme Vorgang per Mausklick erfordert keine Registrierung und dauert nur einige Sekunden. Zu Beginn der Installation muss die EULA (die deutschsprachige "Endbenutzer-Vereinbarung", (c) 2014 Nuance Communications Inc.) akzeptiert werden, die anschließend auf dem System jedoch nur schwer wieder zu finden ist. Wir haben sie bei der Installation kopiert und separat abgespeichert. Der EULA-Text der Nuance-Unternehmensjuristen umfasst mehrere Seiten und ist wie üblich keine vergnügliche Lektüre! Allerdings, Fragen zur möglichen Anzahl erlaubter Installationen (zwei), zur Anzahl der möglichen Produktaktivierungen (keine Aussage) oder zum Weiterverkauf der Software (nein) werden hier in der den Juristen möglichen (Un-)Klarheit beantwortet.

Bisher war bei allen DNS-Versionen nach Installation ein längeres Einübungsdiktat erforderlich, bevor die Spracherkennung von Dragon NaturallySpeaking zuverlässig funktionierte. Gleichzeitig war vor einem Diktat das Headset an den Computer anzuschließen ‐ und sei es, den Bluetooth-USB-Dongle des Drahtlos-Headsets einzustecken. In vielen Situationen unterließen wir das Diktieren am Notebook daher ganz - für die Dauerbelegung eines USB-Anschlusses durch einen Bluetooth-Adapter war am Ultrabook kein Platz - und die Anbindung eines hochwertigen Plantronics-Headsets an die Notebook-interne Bluetooth-Schnittstelle war mit DNS bis Version 12.5 bisher leider nicht kompatibel.

Bei DNS geht es jetzt schon mit dem Diktat los, wenn entweder ein Notebook-Mikrofon kompatibel oder ein Headset zum Diktat bereit ist: entweder wird in den üblichen Office-Programmen diktiert (Microsoft Office 2010 und 2013 ist weitestgehend kompatibel - OneNote übernimmt nur diktierten Text aus dem DNS-Diktierfenster) oder Befehle des Programms teilweise per Spracherkennung gesteuert (Beispiel "öffne Microsoft Word"). Bei aktivem Dragon ist Text- oder Befehlseingabe per Diktat möglich - doch jederzeit und an jeder Stelle kann per Tastatur oder Maus eingegriffen, korrigiert und ergänzt werden - es besteht zu keiner Zeit ein Zwang oder eine Hemmschwelle, jetzt alles per Sprachbefehl regeln zu müssen.

== Produktaktivierungen - mögliche Zahl überschritten? ==
DNS 13 muss nach fünf Programmstarts ohne Aktivierung online aktiviert werden. Bestimmte (größere) Veränderungen von Software, Hardware oder des Betriebssystems erfordern - wie bei anderen Herstellern auch - gegebenenfalls eine neue Produktaktivierung für DNS 13, da sich der "Fingerabdruck" des Computers dadurch geändert hat. Es sind "einige" Produktaktivierungen möglich, wobei Nuance für Details auf die EULA verweist (ohne dort eine klare Maximalzahl anzugeben). Offenbar kann eine DNS-Version einige Mal aktiviert werden - eine ordentliche Deinstallation soll die Aktivierung dieser Installation des Programms wieder aufheben - dazu wird während der Deinstallation in Sekundenschnelle online bei Nuance eine Aktivierung ausgetragen. Gibt es in dieser Lizenz-Konstellation ein Problem, hilft ggf. der Nuance-Kundendienst weiter und schaltet eine weitere Aktivierung frei. Details zum Vorgehen (online/offline) sind in der offiziellen Mitteilung vom Nuance-Kundendienst zu "Was soll ich tun, wenn die Aktivierungen überschritten sind?" (Antwort-ID 6699 auf NuanceDE.CustHelp.com, ggf. googeln) zu finden.

== Zwei Installationen (gemäß Lizenz) ==
DNS 13 kann gemäß der EULA auf zwei verschiedenen Computern ein und desselben Endbenutzers (des "Lizenznehmers") am gleichen Standort (EULA: "der gleichen physikalischen Adresse") installiert und aktiviert werden: einem "Hauptexemplar" und einer "Kopie" (eine weitere Installation) auf einem "zusätzlichen Heimcomputer", wobei nicht beide Kopien gleichzeitig ausgeführt werden dürfen. Diese lizenzrechtliche Beschränkung auf zwei Geräte gilt bereits seit mindestens 2012. Benutzerbeschwerden über die Einschränkung auf nur zwei Maschinen wurden im DNS-Forum von Nuance noch im Dezember 2013 offiziell wie folgt bestätigt: "for most customers, installation of the software on two machines is adequate. One primary and one "backup". (...) Limiting the install to two machines and requiring a special request for more activations reduces software piracy."

Wir haben zwischenzeitlich im Einklang mit den Lizenzbestimmmungen (DNS-13-EULA, (c) 2014 Nuance) eine parallele Zweitinstallation ("Backup-Kopie") auf einem zusätzlichen Computer erfolgreich abgeschlossen. Der Zweitcomputer, ebenfalls ein Notebook mit Intel Core i5, enthält auch ein eingebautes Mikrofon, das hier als "Internes Mikrofon: Conexant SmartAudio HD" erkannt wird und ebenfalls den Sprachqualitätstest und erste Probediktate mit DNS 13 erfolgreich absolviert hat.

=== Drahtlos-Sprechsets ===
Will man sich beim Diktieren von Text oder Notizen unabhängig vom Computerstandort im Raum bewegen, ist auch bei funktionierendem Notebook-Mikrofon die Benutzung eines eigenen Bluetooth‐Headset zu empfehlen. Ein Drahtlos-Headset erlaubt das freie Bewegen des Nutzers im Raum, da das Mikrofon sich dann immer im gleichen Abstand zum Sprecher (nämlich an dessen Kopf) befindet. Beim Dikieren mit einem Kabel‐Sprechset wären wir weiterhin "auf Armlänge" an den Computer gebunden gewesen. Daher wurde mit dem Einstieg in Dragon (bei Version 10) schon ein kompatibles und Nuance-zertifiziertes Bluetooth-Headset (Plantronics Calisto) beschafft. Es bleibt noch im dauerhaften Praxiseinsatz zu testen, ob bei DNS 13 die Fehleranfälligkeit bei Diktaten mit dem eingebauten Notebook-Mikrofon (z.B. bei Umgebungsgeräuschen) größer ist als bei Verwendung eines professionellen Bluetooth-Headsets (z.B. von Plantronics).

= Eingebaute Notebook-Mikrofone =
Ob das eingebaute Mikrofon eines neueren Notebooks für das Diktieren reicht, kann selbst Nuance offenbar noch nicht abschließend beantworten – da noch nicht alles getestet. Aber, auf der Kompatibilitätsseite support.nuance.com/compatibility findet sich für die DNS-Familie unter der Rubrik "Other Devices", "Audio Systems (soundcard, built-in, including Tablet PC)" unter den aktuell wenigen Einträgen auch "RealTek High Definition Audio". Genau diese Soundcard ist auch in einem unserer Notebooks verbaut – und funktioniert mit DNS 13.

= Bluetooth-Headsets =
Im Lieferumfang früherer Versionen befand sich ein Plantronics Calisto Bluetooth-Headset mit (dem älteren und größeren) Bluetooth‐USB-Adapter PLT-BUA-100, dieser ist seit ca. 2011 im Calisto-II-Set ersetzt durch den für Notebooks besser geeigneten kompakten mini-USB-Stecker Plantronics BT300. Dieses Set ist ist auch bei DNS 13 Wireless zu erwarten (wobei Nuance sich zum tatsächlich enthaltenden Gerät nicht festlegen will ("Modell kann von Abbildung abweichen"). Noch komfortabler ist ein Plantronics Voyager Legend oder Plantronics Voyager Pro UC ("unified communications") mit dem kleinen USB‐Bluetooth‐Adapter BT300, der als eigene Soundcard erkannt wird (Plantronics Voyager Legend UC Bluetooth-Headset oder PLANTRONICS Voyager PRO UC (V2) B230 BT, EMEA). Beide Headsets sind von Nuance als kompatibel zertifiziert und können gleichzeitig auch mit einem BT-fähigen Smartphone benutzt werden. Alternativen sind Drahtlos-Headset aus der Liste von etwa zwei Dutzend getesteten und von Nuance zertifizierten Headsets auf support.nuance.com/compatibility ("Microphones", "Wireless Microphones (Bluetooth or Radio Frequency)", "Headset").

Der Spracherkennungsspezialist der FAZ-Redaktion Technik und Motor (Michael Spehr) hat im April 2013 in seinem Artikel "Mikrofone für die Spracherkennung - Kabel, Bluetooth oder Dect" (online auf faz.net) empfehlenswerte Eingabegeräte getestet und beschrieben. Wir haben uns seinerzeit seinem Tipp für ein Plantronics UC Headset mit kombiniertem Bluetooth-Dongle BT300 angeschlossen.

=== Profi-Tests (zur Info) ===
Redakteur Dr. Michael Spehr, der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung seit vielen Jahren als Spracherkennungsspezialist Dragon und Vergleichsprodukte selbst einsetzt und regelmäßig gründlich und unabhängig testet, hat DNS 13 auch unmittelbar nach Erscheinen ausprobiert. Seine Rezension in der FAZ vom 2. Sept. 2014 "Gut zugehört und bestens verstanden" (FAZ, Technik und Motor, Seite T4) enthält das Fazit: "Dragon (...) ist Stand der Technik in der Spracherkennung. Die neue Version 13 verblüfft selbst Fachleute." Die online-Version des Artikels ist zwischenzeitlich (ab 11. Sept.) kostenfrei auf faz.net unter dem Titel "Endlich versteht uns der Computer perfekt" abrufbar.

=== Tipp ===
DNS 13 Premium ist upgradefähg von früheren DNS-Versionen ab Premium-Version 11. Möglicherweise gibt es nach Erscheinen der Version 13 noch ältere Versionen von DNS Premium Wireless (ab Version 11) zum Ausverkaufspreis, die im Paket ein Plantronics Calisto II Bluetooth‐Headset enthalten - es wird zur neuesten Version DNS 13 kompatibel bleiben.

Sollten diese Zeilen bei der Kaufentscheidung helfen, dankt der Rezensent als Anerkennung für einen Klick auf "hilfreich". Bei Fragen und Kommentaren steht der "Kommentar"-Kanal zur Verfügung.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2014 12:30 PM MEST


HP LaserJet Pro P1102w ePrint Mono Laserdrucker (A4, Drucker, Wlan, USB, 600x600)
HP LaserJet Pro P1102w ePrint Mono Laserdrucker (A4, Drucker, Wlan, USB, 600x600)
Preis: EUR 89,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leiser, schneller Laserdrucker mit Top-Druckergebnis ohne Schwäche! Per USB auch als FRITZ!Box-Netzwerkdrucker - Anleitung hier!, 17. August 2014
Wieder einmal musste nach einigen Nutzungsjahren ein neuer Laserdrucker für den vielköpfigen Haushalt mit Heim-Office-Nutzung beschafft werden. Der neue Schwarz-Weiß-Drucker sollte schon im Markt eingeführt und möglichst frei von bekannten "Kinderkrankheiten" sein. Neben den Anschaffungskosten wurden auch gleich die vorhersehbaren jährlichen Tonerkosten in den Blick genommen. Denn wenn Tonerpatronen für 2000 bis 4000 Druckseiten schon um die 50 Euro kosten, ist der Druckerpreis schon bei zwei Tonertauschen eingeholt - die altbekannte Kostenfalle bei Druckern!

Dazu wurden jetzt wieder die letzten Laserdrucker-Tests von Stiftung Warentest (als PDFs online für wenige Euro ladbar) auf noch im Markt erhältliche gute Drucker hin ausgewertet. Im Heft 3/2012 landete der HP LaserJaet P1102w mit "Gut (2,2)" als dem zweitbesten Ergebnis unter den TOP-5 der getesteten S/W-Drucker - auch hier bei amazon immer noch ein "Bestseller". Das Testlabor von Warentest berechnet typische Druckkosten von 2,5 Cent pro Seite, was im unteren Bereich der gängigen 2 bis 5 Cent je Seite liegt.

=== Fazit ===
Nach nun schon fast 500 Druckseiten eine klare Kaufempfehlung für diesen kompakten S/W-Laserdrucker HP LJ P1102w, der auch endlich wieder in das Bücherregal passt. Dieser HP-LaserJet ist nicht nur ein kompaktes (und leichtes) Gerät, sondern auch im Betrieb überraschend leise (viel leiser als der zuletzt auch als "Arztdrucker" firmierende Kyocera FS-1100). Manueller Duplexdruck ist wegen der schlichten Papierfachs jetzt viel einfacher möglich - dann nur die einseitig bedruckten Seiten auf Aufforderung hin erneut einlegen.

=== Zusammenfassung ===
= Positives =
+ Ein kompakter und leichter S/W-Laserdrucker der schnell und leise in Betrieb geht,
+ ein USB-Druckerkabel war sogar mitgeliefert,
+ der Drucker geht nach einige Stunden in "standby" (Standardeinstellung: 4 Stunden). Bei neuen Jobs wacht er auf und druckt sofort wieder weiter.
= Gemischtes =
o Dem Drucker fehlt ein echter "Ein/Aus-Schalter". Das Geräte ist damit nie netzfrei. Nachts wird hier der Drucker mit einem Steckdosenschalter vom Netz geschaltet - beim Einschalten am nächsten Tag muss dann aber noch der Einschalt-Druckknopf angetippt werden - ein elektronisches Schalten über Netzschaltuhr ist damit nicht möglich.
= Negatives =
- Verhältnismäßig hohe Kosten (ca. 50-60 Euro) für eine Original-Tonerpatrone HP 85 A für (nur) bis zu 1600 Seiten. Wer also nur 60 Seiten/Woche druckt (also weniger als zehn pro Tag) braucht schon zwei Patronen im Jahr - die Kosten dafür sind dann schon höher als Anschaffungskosten des Druckers selbst.

=== Druckkosten und Ersatztoner ===
Beabsichtigt ist, den Drucker künftig - wie den Vorgängerdrucker auch schon - nicht mit Originaltoner nachzurüsten, sondern mit bei amazon erhältlichem Ersatztoner zu beschicken. Die bisherige Erfahrung des Rezensenten mit anderen Druckern zeigt, dass ein Laserdrucker langfristig eher mechanisch oder elektronisch in die Knie geht (z.B. Papiereinzug unzuverlässig) als dass die Druckqualität wegen des "no-name"-Toners abnimmt. Dies sollte die Druckkosten noch um bis zu 50 Prozent reduzieren können. Gegebenenfalls wird künftig no-name-Toner, der von Nutzern getestet und/oder empfohlen wurde - ausgewählt.

Inzwischen (Nachtrag: 09/2014) konnte die Erstpatrone von HP bis 660 Seiten genutzt werden (nominell 500 Seiten). Der zum Kaufzeitpunkt mit 60 von 80 5-Sterne-Rezensionen versehene Ersatztoner von Logic-Seek (Toner für HP Laserjet Pro P1100, kompatibel zu ce285a, schwarz, 2.100 Seiten) machte an drei Stellen auf der Seite bei jeder Umdrehung der Lichtrolle einen 3-mm-großen Flecken - der Toner wurde anstandslos zurückgenommen und Kaufpreis erstattet. Da haben wir wohl Pech gehabt. Nun ist Ersatztoner von Xvantage by KMP von einem großen Elekronikausrüster im Einsatz (also "Marken"-Ersatztoner)...

=== Papierausgabe, -handling und -qualität ===
Von einigen Rezensenten wurden bereits unmittelbar nach Kauf des P1102w Abdrücke der Einzugsrollen auf dem Papier bemängelt. Dies kann hier nach rund 500 Seiten Druckbetrieb nicht als Mangel bestätigt werden. Es gibt gelegentlich bei genauem Hinsehen auf den Ausdrucken zwei ganz feine Spuren entlang der Längsseite (die das Papier etwa in gleichmäßige Drittel teilen). Doch diese fallen angesichts der hohen Druckqualität nur auf, wenn das Papier gegen das Licht gehalten wird. Sie wären gar nicht erst aufgefallen, wenn nicht wegen anderer Rezensionen danach gesucht worden wäre. Insgesamt überzeugt der P1102w hoher Druckqualität und Ausgabequalität bei aktzeptablen laufenden Betriebskosten (Kosten je Seite).

=== Statusmeldungen / Selbsttest ===
Beim Wireless-Modell P1102w kann eine Demoseite (2 Seiten "Self Test / Device Configuration") ausgedruck twerden, wenn auf dem oberen Bedienfeld die Abbrechen-Taste "X" lange gedrückt wird (bis die Bereit-LED blinkt). Die Seite gibt auch jederzeit die aktuelle Seitenzahl aus. Wird bei einem Tonerwechsel die aktuelle Seitenzahl notiert, kann jederzeit hochgerechnet werden, wie viele Seiten die aktuelle Druckpatrone schon gedruckt hat (und mit der "nominellen" Seitenzahl, z.B. 1600, verglichen werden). Bei den Druckereigenschaften und "Geräte und Drucker" gibt es zwar auch den Reiter "Info". Dieser zeigt aber nur die mit dem jeweiligen PC gedruckte Seitenzahl an, wenn der Drucker direkt über USB-Direktverbindung angeschlossen ist.

=== Drucker installieren (ohne CD möglich) ===
Für den Erstkontakt Computer und Drucker anschalten und den Drucker per USB-Kabel an den Computer anschließen. "HP Laser Jet Professional P 1102w" und "HP Smart Install USB Device" werden automatisch installiert, dann "HP Smart Install" ausführen, Lizenzvereinbarung akzeptieren, "HP LaserJet Professional P1100-P1560-P1600 Series wird installiert", "Für Drucken über USB konfigurieren" auswählen, "Installieren von Gerätetreibersoftware" abwarten. Das dauert - je nach Computer - einige Minuten. Abschließen mit "Testseite drucken". "Weiter", die Auswahl von "ePrint-Installation" kann übersprungen werden und ein Neustart des Computers zum Abschluss ist nötig. Fertig.

Wer einfach nur einen Drucker am Computer oder an der FRITZ!Box (für das Heimnetzwerk) anschließen will, kann die Möglichkeit des WLAN- oder ePrint-Drucks vollständig ignorieren bzw. abwählen. Gleichzeitig kostet dieser P1102w ja kaum 10 Euro mehr als sein kleineres Schwestermodell HP P1102 (HP LaserJet Pro P1102 Mono Laserdrucker (A4, Drucker, USB, 600x600)) ohne WLAN-Fähigkeit.

=== NETZWERKDRUCKER-SPEZIAL - der USB-Drucker im vorhanden FRITZ!Box-Heimnetzwerk ===

Zwar bietet dieser Drucker eine WLAN-Einbindung, doch dafür wurde der Drucker hier nicht gekauft. Im Haus übernimmt bereits eine FRITZ!Box die gesamte Netzversorgung per WLAN und LAN (alle mobilen Datengeräte im Haushalt (Notebooks, Tablets, Smartphones) sind über das WLAN der FRITZ!Box eingebunden).

Ein weiteres WLAN-funkendes Gerät ist daher nicht nötig und unerwünscht - das Drucker-WLAN bleibt hier bis auf Weiteres aus.

=== FRITZ!Box-Netzwerkdrucker - Anleitung für beliebige Drucker an der FRITZ!Box ===

In einem Haushalt mit mehreren Computern (Desktop oder Notebook/Netbook), die per LAN-Kabel oder WLAN an das Heimnetzwerk (FRITZ!Box) angebunden sind, bietet sich an, den Drucker als Netzwerkdrucker einzurichten. Dazu ist nur ein einfacher Drucker (wie der HP P1102w) mit USB-Anschluss nötig. Eine druckerseitige LAN- bzw. Netzwerkfähigkeit ist nicht erforderlich. Der Drucker kann dann gleichberechtigt von allen Computer im Netzwerk angesteuert werden, ein Job wird nach dem anderen abgearbeitet. Dies ist kein "Teilen" eines Druckers, der an einen Computer angeschlossen ist und dann ständig laufen muss.

Bei einer FRITZ!Box (z.B. 7270 oder 7490) ist die Einrichtung nicht wirklich schwierig, aber so knifflig, dass auch der Rezensent alle paar Jahre vergessen hat, wie das ging. Daher nachfolgend eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Drei Schritte sind dazu einmalig auf JEDEM Computer im Heimnetzwerk erforderlich:
1.) Drucker normal per USB-Anschluss an jedem Computer installieren (jeweils einmalige Erstinstallation zur Übertragung der Druckertreiber),
2.) Vorbereitung des fritz.box-Ausgabeanschlusses auf jedem Computer,
3.) Einrichtung des (mit USB an der FRITZ!Box angeschlossenen) Druckers als Netzwerkdrucker auf jedem Computer.

=== Computer einrichten ===

== 1.) Drucker installieren: als USB-Direktverbindung ==
Der als Netzdrucker vorgesehen Drucker sollte zunächst auf jedem Computer konventionell installiert werden, indem der Drucker per USB-Anschluss angeschlossen wird. Der Drucker wird dann installiert, mit einem Testseitenausdruck kann die ordnungsgemäße Funktion des Druckers sichergestellt werden. Zur besseren Übersicht wird der neue Druckername mit der Erweiterung "USB-Direktverbindung" umbenannt ("Start", "Geräte und Drucker", rechter Mausklick auf das Druckersymbol und "Druckereigenschaften" anklicken, dann im Reiter "Allgemein", den Druckernamen mit "(USB-Direktverbindung)" erweitern.

== 2.) fritz.box als Drucker-Port installieren ==
Für FRITZ!Box 7270 und 7490 getestet muss auf jedem Computer einmalig (und unabhängig von späteren Druckerwechseln) einmalig ein "fritz.box"-Port eingerichtet werden. Dazu ist die AVM FRITZ!Box-Software-CD einzulegen, mit "Automatische Wiedergabe öffnen" die CD zu starten, dann aus dem Menü "zusätzliche Software" anzuwählen, dann "Druckeranschluss" anzuklicken (AVM-Erläuterung: "Klicken Sie auf "Druckeranschluss", um einen virtuellen Druckeranschluss für Geräte zu installieren, die am USB-Anschluss der FRITZ!Box angeschlossen werden."). Der Druckeranschluss "fritz.box" wird dann innerhalb weniger Sekunden im Hintergrund installiert - leider gibt die AVM-Software keine Rückbestätigung, ob dies erfolgreich war oder nicht (es blitzt für weniger als eine Sekunde ein kleines Fenster auf und schließt sich wieder. Dann das Software-Fenster mit "x" schließen.

== 3.) Drucker als Netzwerkdrucker an der FRITZ!Box installieren ==
Nun wird das USB-Druckerkabel an einen USB-Anschluss der FRITZ!Box angeschlossen. Im FRITZ!Box-Handbuch ist dieser Schritt im Abschnitt "USB-Drucker als Netzwerkdrucker einrichten" beschrieben.
Windows 7: Unter "Start / Systemsteuerung" wird "Geräte und Drucker" (Windows 7) ausgewählt. Über den bereits eingerichteten Drucker (Schritt 2) hinaus wird nun "Drucker hinzufügen" angeklickt. Es wird nun "Einen lokalen Drucker" hinzufügen ausgewählt (Achtung! An dieser Stelle wird NICHT "Einen Netzwerk-, Drahtlos- oder Bluetooth-Drucker hinzufügen" ausgewählt, obwohl wir dies ja irgendwie doch mit der FRITZ!Box tun wollen. Also, "Lokalen Drucker hinzufügen" auswählen und dann "Vorhandenen Anschluss verwenden" auswählen und aus der Auswahl "fritz.box (Standard-TCP/IP-Port)" auswählen (Achtung: geht natürlich nur, wenn 1. Schritt auf diesem Computer schon einmal (erfolgreich) ausgeführt wurde). Dann "Weiter" und bei "Hersteller" und "Drucker" den zu installierenden Drucker auswählen (der Computer hat Treiber und alles weitere nach erfolgreicher Installation unter Schritt 1 bereits geladen). Für den Drucker P1102w wird "HP" und "HP LaserJet Professional P1102w" gefunden. Dann "Weiter" und beim Druckernamen eine Erläuterung, z.B. "(Netzwerkdrucker via FRITZ!Box)" ergänzen. Dies unterscheidet den "Netzwerkdrucker" vom direkt an den Computer angeschlossenen Drucker unter 1., der dort, als "USB-Direktverbindung" bezeichnet wird. Nach "Weiter" wird der Drucker installiert, dann "Drucker nicht freigeben", "Weiter", "Testseite drucken" ("Schließen") und "Fertig stellen".

Wenn der Anschluss "fritz.box" nicht unter "Vorhandene Anschlüsse" angezeigt wird, dann "Neuen Anschluss erstellen", Anschlusstyp "Standard TCP/IP Port", "Weiter", "fritz.box" unter Hostnahme oder IP-Adresse eingeben, "Weiter", Gerätetyp "Benutzerdefiniert", dann Einstellungen kontrollieren: Portname fritz.box, Protokoll RAW und bei RAW-Einstellungen "9100" eintragen, "OK", "Weiter", dann "Hersteller" und "Drucker" wie im letzten Abschnitt auswählen.

Unter "Geräte und Drucker" kann kontrolliert werden, ob dieser zuletzt installierte Drucker als "Standarddrucker" ausgewählt ist. Unter Windows 7 ist dies in der Regel der Fall. Praktischerweise kann man den sperrigen Druckernameneintrag von "HP LaserJet Professional P 1102w" (wird so eingerichtet) auf den echten Druckernamen "HP LaserJet P1102w", der auch auf der Frontseite des Druckers angebracht ist verkürzen.

Abschließend wird nun der Drucker unter "Geräte und Drucker" nach rechtem Mausklick auf "Druckereigenschaften" als "HP LaserJet P1102w (Netzwerkdrucker via FRITZ!Box)" bezeichnet, "OK", abschließend "Als Standarddrucker festlegen" bestätigen.

Fertig!

Dieser Schritt kann nun an allen Computern des Netzwerks wiederholt werden. Sollte es jemals zu Druckproblemen kommen (kommt vor!), können Netzwerkprobleme ausgeschlossen werden, wenn der Drucker kurzzeitig per USB-Anschluss direkt an den PC angeschlossen wird und über "USB-Direktverbindung" ausgedruckt wird.

Der Rezensent hat diese Installation in den vergangen Jahre an FRITZ!Box 7270 und 7490 mit Druckern wie HP LaserJet P1102w, Kyocera Ecosys FS-1100 und Kyocera-Mita FS-1020D erfolgreich eingerichtet. Zweitweise sind/waren bis zu fünf Computer (Desktops, Notebooks, Netbooks) im Netzwerk eingebunden und gleichzeitig im Betrieb.

Sollte diese Rezension hilfreich sein, dankt der Rezensent für einen Klick auf "hilfreich". Verbesserungen und Präzisierungen werden bei Rückfragen und Kommentierungen gern vorgenommen - bitte dafür den Kanal "Kommentare" nutzen.


Sony DSC-RX100 III Digitalkamera (20 Megapixel Exmor R Sensor, 3-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, WiFi/NFC) schwarz
Sony DSC-RX100 III Digitalkamera (20 Megapixel Exmor R Sensor, 3-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, WiFi/NFC) schwarz
Preis: EUR 807,98

104 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RX100M3 vs. G1XM2: Geniale Edel-Kompakte Sony RX100 Mark III und Canon G1 X Mark II: Vergleich, Test, Entscheidung, 30. Juli 2014
Im Frühjahr 2014 wurden mit der Canon PowerShot G1 X Mark II und der Sony Cyber-shot RX100 Mark III zwei interessante Neuauflagen von bewährten High-End-Kompaktkameras vorgestellt. Beide Hersteller haben ihr Modell jeweils mit einer stattlichen Preisempfehlung von 849 Euro versehen. Der ambitionierte Hobby-Fotograf, der sich als Alternative zu seinem kiloschweren DSLR-Equipment eine neue kompakte Fotokamera für unterwegs wünscht, die trotzdem hohen Ansprüchen an Bildqualität und Bedienung genügen soll, muss hier einfach genauer hinschauen. Insbesondere, da die drei Großen im Markt (Canon, Nikon und Sony) für diesem Preis zum Einstieg durchaus auch ernst zu nehmende digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) anbieten.

Hier wurde einige Tage lang mit beiden Kameras probiert und fotografiert: neben der Canon PowerShot G1 X Mark II (kurz: G1XM2) wurde die Sony RX100 Mark III (kurz: RX100M3) vom Rezensenten ausführlich getestet (zum Teil durch vergleichende Testaufnahmen mit EOS5DM3, G1XM2 und RX100M3). Zur Erfahrung von "Fotograf" und "Fotolabor" siehe Abschnitt "Testumgebung" am Ende.

=== Fazit ===
Am Ende des subjektiven Einzel- und Vergleichstests wird die Sony RX100M3 wegen des hochwertigen und kompakten Kamera- und Ausstattungsdesigns und der überzeugenden Bildergebnisse die neue Edelkompakte der Wahl. Das war nicht vorhersehbar, soll aber erläutert werden. Dies ist eine Rezension vor allem der RX100M3, die daher beim Vergleich zuerst genannt wird.

=== Kamera-Kurzportraits ===

== RX100M3 ==
Bei der Sony fällt sofort das elegante und kompakte Design ins Auge, das bereits von der RX100 und RX100M2 bekannt ist. Besonderes Ausstattungsmerkmal ist das neue 2,9-fach Zoomobjektiv vom deutschen Qualitätsoptik-Hersteller Zeiss (der bis zuletzt als "Carl Zeiss" firmierte), das eine hohe Ausgangslichtstärke f1,8 (W) bis f2,8 (T) hat, aber nur einen begrenzten Zoombereich von 24-70 mm umfasst. Diese Beschränkung wird aber belohnt mit hoher Bildqualität und durchgehend großer Blendenöffnung.
Schlagendes Alleinstellungsmerkmal der RX100M3 ist jedoch der eingebaute elektronische Sucher, der bei der RX100M2 und auch bei der G1XM2 nur als externen Aufsatz für den Blitzschuh (zum Aufpreis von 250-300 Euro) erhältlich ist. Der neue OLED-Sucher erlaubt dezentere Aufnahmesituationen, wenn die Kamera (verwacklungssicherer) dicht am Kopf gehalten wird und nicht demonstrativ an ausgestreckten Armen vor dem Körper gehalten werden muss.
Wenn man etwas Wesentliches bei der RX100M3 vermisst, dann sicher der fehlende Zoombereich von 70 bis etwas über 100 mm, der fehlende Blitzschuh für ein Zusatzblitzgerät und das Fehlen der Touchbedienung auf dem 3-Zoll-Display. All dies ist aber - wegen der erreichten Kompaktheit - verschmerzbar. Fehlendes Telezoom kann man durch Veränderung der Aufnahmeposition häufig kompensieren - unzureichende Ausgangsöffnung jedoch nicht.
Begrüßenswert aus Sicht des Rezensenten ist auch der bei Sony seit Längerem vollzogene Verzicht auf einen externen Akkulader - unterwegs benötigt man jetzt nur noch das Micro-USB-Ladekabel, wie man es von fast allen aktuellen Smartphones gewohnt ist (der Sony-Lader kann gleich im Karton bleiben). Und es gibt Universalstromversorgungen (z.B. das Sony Akkupack CP-ELS), mit dem die RX100M3 auch völlig ohne Kamerabatterie betrieben werden kann.

== G1XM2 ==
Die Canon bietet in der Neuauflage der bisherigen G1 X nun endlich ein hochwertiges Gehäusedesign, das auf den ersten Blick auch vom Äußeren den Status einer Edel-Kompakten unterstreicht. Nimmt man die G1XM2 in die Hand, beeindruckt die hohe Verarbeitungsqualität des relativ großen und schweren Gehäuses. Eine unglaublich solide Kamera: Metallgehäuse, zwei Drehringe um den Objekivtubus, von denen der eine satt klickt, der andere still drehbar ist. Ein wirklicher Edel-Kompakt-Bolide. Aber: bei Größe, Gewicht und Preis stellt sich unmittelbar die Frage, ob das wirklich "kompakt" genug ist. Das 5-fach Zoomobjektiv (Kleinbild-Äquivalent 24-120 mm) bietet beeindruckende Linsenmasse und ein Versprechen auf hohe Bildqualität.

=== Die Highlights im Vergleich ===

== Sony RX100 III ==
- Sony EXMOR CMOS Sensor-Typ 1,0 Zoll (13,2 x 8,8 mm2)
- Sony BIONZ X Prozessor
- 20,1 MP (effektiv)
- f1,8-2,8/24-70 mm (KB) ZEISS Vario-Sonnar T* Objektiv,ein völlig neu entwickeltes Zoomobjektiv mit hoher Ausgangslichtstärke aber reduziertem Zoomfaktor (2,9-fach, 10 Linsen in 9 Gruppen)
- elektronischer OLED-Sucher (ELV) eingebaut und wahlweise ausfahrbar
- JPEG, RAW
- Video: XAVC S, AVCHD, MP4
- Aluminium-Gehäuse, Formfaktor der RX100M2 und RX100 weitestgehend beibehalten, jedoch kein Blitzschuh mehr
- WiFi-/NFC-Funktionalität der Kamera mit der Sony-App "Play Memories Mobile" erlaubt unmittelbare Übertragung von Fotos auf das Smartphone und minimale Fernbedienung der RX100M3 (Auslösen, Zoomen)
- dem Kamerapaket liegt ein dickes vielsprachiges (und daher unhandliches) Handbuch in A6 bei (Kurzanleitung), aber keine Software-/Handbuch-CD. Ein PDF-Handbuch (deutsch) kann mit "DSC-RX100M3 German Help Guide" gegoogelt werden
- B x H x T: 101,6 x 58,1 x 41,0 mm3
- ca. 290 g (einschließlich Akku und Speicherkarte)

== Canon G1 X Mark II ==
- Canon CMOS-Sensor 1,5 Zoll (18,7 x 14,0 mm2)
- Canon-Prozessor DIGIC 6 mit iSAPS-Technologie
- 12,8 MP (effektiv bei 3:2), 13,1 MP (effektiv bei 4:3)
- f2,0-3,9/24-120 mm (KB) 5-fach Zoomobjektiv (14 Linsen in 11 Gruppen)
- 3-Zoll-Display: PureColor II G Touchscreen-LCD (TFT), 3:2 Seitenverhältnis, ca. 1.040.000 Bildpunkte
- minimale Nahaufnahmeentfernung: 5 cm (statt 20 cm bei G1X)
- statt optischem Sucher nun ein elektronischer Sucher als Extra verfügbar (EUR 299)
- JPEG, RAW, RAW+JPEG
- Video: Full-HD (1.080p, 30 B/s)
- WiFi-/NFC-Funktion der Kamera mit der Canon-App "Camera Mobile" erlaubt unmitelbare Übertragung von Fotos auf das Smartphone und minimale Fernbedienung der G1XM2 (zur Schnellverbindung gibt es eine Extrataste oberhalb der rechten Daumenablage)
- völlig neues Gehäusedesign (Metall)
- B x H x T: 116,3 x 74,0 x 66,2 mm3
- ca. 558 g (einschließlich Akku und Speicherkarte)

=== Display, Sucher und Blitz ===
Beide Kameras haben ein ausklappbares und um 180 Grad nach oben herumschwenkbares 3-Zoll-Display. Drehbewegungen zur Seite sind nicht möglich. Der elektronische Sucher bei der RX100M3 ist zwar eingebaut, aber insgesamt etwas "fummelig" - beim Herausspringen muss er ggf. noch einen Millimeter in die Endposition rastend gezogen werden und dann muss das Okular herausgefummelt werden - die Dioptrienverstellung kann dabei leicht verstellt werden. Das Herausziehen und Einschieben des Suchers schaltet die RX100M3 ein bzw. aus - manchen nervt das (wie ein Blick in diverse Foren belegt). Bei der G1XM2 ist ein hochwertiger und schwenkbarer Sucher zusätzlich lieferbar - aber das treibt das Gesamtbudget für die G1XM2 auf über 1000 Euro und vernichtet den Anspruch auf Kompaktheit vollends.

Beide Geräte haben einen hoch ausklappbaren Blitz. Die G1XM2 erlaubt wegen des vorhandenen Blitzschuhs zusätzlich auch den Anschluss von externen Blitzgeräten - eine sicher gelegentlich sehr sinnvolle Option - jedoch, dies ist eine Kompaktkamera und keine Mittelklasse-SLR. Völlig vertrauenserweckend mit Blick auf die mechanische Stabilitätist der Ausklappblitz nicht - aber interessant ist, das sowohl Canon wie auch Sony hier eine vergleichbare Technik benutzen, um den Blitz relativ hoch über des Gehäuse auszufahren.

=== Autofokus und Belichtung ===
Der Canon-Kenner legt im Zweifelsfalls den Autofokus-Punkte durch Fingerberührung auf dem Touch-Screen der G1XM2 fest, wie er es z. B. von der PowerShot S-Serie schon kennt. Bei den Testaufnahmen draußen trat häufig die Situation auf, dass ein entfernteres Gebäude durch Baumeinrahmungen im Vorder- oder Mittelgrund eingefasst wurde - schnell springt der AF dann auf die näher liegenden Zweige. Mit einer Berührung auf dem Touchscreen der G1XM2 ist das schnell behoben, bei der RX100M3 muss dafür ein wenig mit den Aufnahmemodi gespielt werden. Grundsätzlich finden aber beide Kameras schnell einen Fokuspunkt für ein scharfes Bild.

=== Funktionalität und Bedienung ===
Die Bedienung beider Kameras ist insgesamt ohne wirkliche Überraschungen. Man findet sich schnell zurecht. Beide Kameras haben auf der Oberseite ein gut rastendes Multifunktionsbedienrad, den Ein- und Ausschalter, und den Auslöser, um den herum von vorn die Zoomfunktion zu bedienen ist. Eher ungewohnt ist die Tatsache, dass der Bildwiedergabe-Knopf bei der Canon nun auf der Oberseite nahe des Ein-/Ausschalters zu finden ist. Das überzeugt nicht vollständig.

Beide Kameras haben auf der Rückseite eine gummierte Halterung für den rechten Daumen. Daneben befindet sich jeweils der Aufnahmeknopf für den Video-Modus. Auch bei der etwas kleineren Baugröße der RX100M3 ist die Bedienung des Menürads mit Drehrad/Mittentaste und Klickfunktion nach oben, unten, rechts und links auch mit größeren Daumen flüssig und zuverlässig.

=== Bildqualität ===
Die Bildqualität beider Kameras im Nahbereich und bei kontrastreichen Außenaufnahmen ist ausgezeichnet. Wenn man sich in die Testaufnahmen hineinzoomt, die in einigen Aufnahmesituationen vom Rezensenten mit drei Kameras gemacht wurden (EOS 5DM3, G1XM2, RX100M3) dann fällt auf, dass die G1XM2 im Grenzbereich deutlich bessere Detailzeichnung aufweist als die RX100M3. Hier spiegelt sich also die simple Größe von Sensor (1 Zoll, 1,5 Zoll, Vollformat) und tatsächliche Linsenbaugröße in qualitativ immer besserer Abbildungsleistung und Auflösung wieder.
Insgesamt überzeugen beide Kompaktkameras mit brillianten Bildern und differenzierter Schattenzeichnung. Natürlich ergeben die EOS-SLR-Aufnahmen deutlich mehr Detailzeichnung und Auflösung als die Kompakten. Aber die Aufnahmen von G1XM2 und RX100M3überzeugen , selbst bei DIN-A4-großen Bildern (Abzug oder Bildschirmansicht) oder Ausschnittsbetrachtungen.

=== Zubehörempfehlung ===

o Kameratasche. Erhöhte Griffigkeit und besseren Schutz vor Kratzern und Stößen bietet die neue verschraubbare Sony-Tasche LCJ-RXF (Sony LCJ-RXF Kameratasche für DSC RX100, RX100 II und RX100 III), die sich bis auf den Gehäuseschutz schnell abnehmen lässt.

o Stromversorgung. Der Kamera-Akku wird immer in der Kamera geladen (keine extra Ladeschale nötig, sehr praktisch!). Dazu wird das Ladekabel in den Micro-USB-Anschluss oben rechts an der Kamera eingesteckt. Mit einer beliebigen externen Stromversorgung, z. B. dem universellen micro-USB-Ladegerät vieler moderner Smartphones, geht das auch. Noch besser geht das mit einem mobilen PowerPack, z. B. der kompakten Li-Ion-Akkubatterie Sony CP-ELS (Sony CP-ELS tragbares USB-Ladegerät für Smartphone). Wird dazu ein etwas längeres Micro-USB-Ladekabel benutzt, hat man eine externe mobile Stromversorgung (die auch im Winter in der Jackentasche warm gehalten könnte). Festzuhalten ist hier, dass die Kamera RX100m3 auch ohne eingelegten Akku, nur mit externer Stromversorgung, funktioniert!

=== Testumgebung ===
Der Rezensent, seit vielen Jahren ambitionierter Hobbyfotograf mit aktuell u.a. einer Canon EOS 5D (Mark III, davor Mark II) und Canon Wechselobjektiven in der Fototasche, hat in den vergangenen Jahren zusätzlich zur kleinen und leichten Familien-DSLR (die schmerzfrei durch viele Hände geht) unterwegs - vor allem auf Reisen - auch diverse hochwertige Kompaktkameras fotografisch eingesetzt: Canon PowerShot S110, Leica D-Lux 4 (bauähnlich: Lumix DMC-LX 3) und Leica D-Lux 3.

Zur Bildbetrachtung wird ein "virtuelles Fotolabor", bestehend aus einem 17-Zoll-Sony-Notebook mit Adobe Photoshop CS 6 und Lightroom 5, eingesetzt. Für die Beurteilung wurden die "gleichen" Aufnahmen der drei Kameras, die an einem Standort innerhalb weniger Minuten nacheinander aufgenommen wurden, als unbearbeitete JPEG-Bilder (wie sie von den jeweiligen Kameras gespeichert wurden) angezeigt und nebeneinander verglichen, zum Teil mit maximalen Ausschnittvergrößerungen relevanter/kritischer Bereiche.

=== Mehr als Spielerei: Smartphone-Bedienung via WiFi ===
Beide Kameras können per WLAN/WiFi vom Mobiltelefon aus fernbedient werden (Auslöser, W-/T-Zoom). Dazu muss WLAN an der Kamera aktiviert werden (die G1XM2 hat dazu einen eigenen Funktionsknopf) , das Smartphone via WiFi mit der Kamera verbunden, Passwort oder Kameraname (wird von Kamera angezeigt) beim ersten Verbinden am Smartphone eingegeben und die relevante App am Mobiltelefon aufgerufen werden: "Play Memories Mobile" von Sony oder "Camera Mobile" von Canon. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Benennung der WiFi-Fernsteuerung bei der RX100M3: die Funktion in der Kamera heißt "SmartRemote eingebettet" und die zugehörige Original-Sony-Kamera-App heißt "Play Memories Mobile" (ohne Sony im Titel, so dass z.B. im Apple-Store der Suchbegriff "Sony" nicht weiterhilft...). Übrigens: die G1XM2 kann mit Mobiltelefon auch eingeschaltet werden - jedoch verliert die Kamera dann ihr Gleichgewicht und bei Ausfahren des Objektiv nach vorn und liegt dann auf dem vorderen Einstellring auf. Nicht schlimm (und die App warnt pflichtbewusst davor), aber dem Nutzer zur Warnung...

=== Profi-Tests (zur Info) ===
Offensichtlich war nicht nur der Rezensent gespannt auf die beiden neuen Kompaktkameras, sondern auch die Testprofis in den Redaktionen einschlägiger Fotozeitschriften.
* Die Fotozeitschrift ColorFoto hat in ihrem Labor beide Kameras ausführlich getestet und in großen Einzeltests besprochen.
> Der Test der G1XM2 findet sich im ColorFoto-Heft 7/2014 (Seiten 30 bis 34). Fazit: "ein generalüberholtes Gesamtpaket, das in vielen Details überzeugt".
> Der Test der RX100M3 findet sich im ColorFoto-Heft 8/2014 (Seiten 32 bis 35). Fazit: "für ihre Ausstattung hat die RX100 III klar einen Kauftipp verdient. Eigentlich könnte man mit ihr auch wunschlos glücklich sein."
* Die Fachzeitschrift CHIP Foto-Video (Heft 8/2014) setzt die RX100M3 auf Platz 1 des Tests von kompakten Allroundern. Fazit: "Überraschend gut, erstaunlich innovativ: der DSLR-Ersatz in Hosentaschengröße."
* Die Fotozeitschrift FOTO-Hits nimmt die RX100M3 im Heft 9/2014 (Seiten 74-78) ausführlich unter die Lupe und gibt ein "sehr gut" für die Bildqualität. Fazit: "Hohe fotografische Qualität im Taschenformat - das gelingt Sony mit der RX100 III auf überzeugende Weise."
* Die European Imaging and Sound Association (EISA) hat Mitte August 2014 bekanntgegeben, dass die Sony RX 100 III Kompaktkamera des Jahres ist ("European Compact Camera 2014-2015"): "Mit der Cyber-shot DSC-RX100 III hat Sony ein Kameramodell verbessert, das bereits zu den besten des Marktes zählte."

=== Kauftipps ===
- Kauftipp: RX100M3 für die Fotografin/den Fotografen auf der Suche nach einer edlen Kompakten, aber mit noch einer anderen Kamera im Haus (DSLR - für Tele-Situationen, für Aufnahme-Situationen mit Zusatzblitz). (Gefunden!).

- Kauftipp: G1XM2 für die Fotografin/den Fotografen auf der Suche nach einer fast vollständigen Kompakten, die solide in der Hand liegt, ggf. erweitert werden kann (Aufsatzsucher, Aufsatzblitz, nicht jedoch Wechselobjektive).

===
Töne, Texte, Bilder - kritisch, unabhängig, oft "on the run" - unser Motto. Sollten diese Zeilen hilfreich bei der Orientierung und möglichen Kaufentscheidung sein, dankt der Rezensent für einen anerkennenden Klick auf "hilfreich". Für Ergänzungen, Fragen und Kommentare steht der Kommentar-Kanal zur Verfügung.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2014 1:07 PM MEST


Samsung APCBU10BBEC Datenkabel Micro USB schwarz
Samsung APCBU10BBEC Datenkabel Micro USB schwarz
Wird angeboten von Bonnes Electroniques
Preis: EUR 1,99

5.0 von 5 Sternen Perfektes und zuverlässiges Daten-/Ladekabel für alle micro-USB-Geräte - wenn Original Samsung APCBU10. Super preiswert., 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Original-Samsung-Kabel (APCBU10) ist das perfekte Daten- und Ladekabel für unzählige Geräte mit micro-USB-Anschluss. Besonderheit bei diesem schwarze Original-Samsung-Kabel der Länge 80,5 cm ist der ungewöhnlich schlanke micro-USB-Stecker: er ist nur 5,5 mm dick und 10,5 mm breit. Viele hochwertige Markenkabel anderer Hersteller (auch neuere von Samsung) haben dickere micro-USB-Stecker, z.B. mit Dicken von 6,0 mm beim Kabel HPM 700 von HP-Monster oder von 7,0 mm beim Kabel CA-101 von Nokia.

Hilfreich ist dieses Kabel z.B. für eine externe Stromversorgung von micro-USB-Geräten mit einem externen PowerPack, z.B. mit dem Sony CP-ELS. Gerade moderne Kompaktkameras (z.B. Sony Cyber-shot DSC-WX80 oder die neueste Edel-Kompakte RX100M3 haben micro-USB-Stromversorgungen, die wegen der Abdeckklappe an der Kamera einen schlanken micro-USB-Stecker mögen. Eine beispielhafte Liste von Geräten, die mit dem externen PowerPack CP-EL geladen oder betrieben werden können, hat der Rezensent bei seiner Besprechung der Sony-Li-Ion-Akkubatterie CP-EL hinterlegt (Sony CP-ELS tragbares USB-Ladegerät für Smartphone).

Absoluter Kauftipp für dieses Kabel, wenn das gelieferte ein Originalkabel von Samsung ist (Typbezeichnung APCBU10 in vielen Variationen - z. B. APCBU10BBE)! Ein dem Rezensenten vorliegendes Kabel hat auf dem Samsung-Aufkleber neben der Modellnummer sogar eine Seriennummer mit aufgedruckt.

Da diese Kabel zum Standard-Lieferumfang von Samsung Mobiltelefonen der letzten Jahre gehörten (zum Teil auch aus der Ära vor den Smartphones), sind sie jetzt massenhaft im Markt. Einfach bei einem seriös erscheinenden Händler bestellen. Wenn bei Lieferung dann kein Samsung-Aufkleber auf dem USB-Stecker zu finden oder die Verarbeitungsqualität schlecht ist, spricht dies für einen Nachbau - der gehört in der Regel direkt in die Mülltonne.

Sollten diese Hinweise hilfreich sein, dankt der Rezensent für einen Klick auf "hilfreich".


Manfrotto MTPIXI-B PIXI Tischstativ für Compact System Kamera
Manfrotto MTPIXI-B PIXI Tischstativ für Compact System Kamera
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elegant, praktisch, standsicher - und gleichzeitig rutschsicherer Kameragriff, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach vielen verschiedenen über die Jahre gelegentlich genutzten Tischstativen fiel das Augenmerk des Rezensenten nun zufällig auf dieses preiswerte und edel designte Tischstativ von Manfrotto. Ausgezeichneter Eindruck und eines der besten kompakten Tischstative, die er in den letzten Jahren in der Hand hatte. Nichts muss umständlich geklappt oder geschraubt werden, nichts kann verloren gehen. Hervorragend geeignet für die schnelle Verwendung mit Kompakt- und Systemkameras!

Das angemessen schwere Stativ (191 g) hat einen eingebauten und nicht ablösbaren Kugelkopf. Wenn die drei Stativbeine zusammengeklappt sind, dient das Stativ gleichzeitig als griffsicherer Kamera- oder Zubehörhandgriff. Das Stativ ist (zusammengeklappt) 18,5 cm lang, dabei sind die Beine allein 12,5 cm lang. Dies führt mit der zum Kopf hin zusammenlaufenden Verjüngung der Beine dazu, dass das zusammengeklappte Stativ sehr gut und sehr sicher in der Hand zu halten ist. Hält man die Arme mit in der Hand gehaltener Kamera beim Gehen nach unten, liegt der Griff weiterhin sicher in der Hand - und ein Finger (oder der Daumen) kann in eine Einsparung unter dem Kopf greifen, um den Griff vor Wegrutschen zu sichern.

Das ausgeklappte Stativ steht dank kaum sichtbarer Gummifüße am Ende der Beine rutschfest, die gespreizten Beine stehen auf einem gedachten Kreis mit etwa 23 cm Durchmesser.

Die Verstellung des Kugelkopfes mit dem etwa 5 mm überstehenden Druckknopf (der gegen eine starke Feder andrückt) geht zügig und zuverlässig. Das Stativ des Rezensenten macht beim Verstellen des Kugelkopfes keine unangemessenen oder störenden Geräusche.

Einziger Nachteil ist das Fehlen einer Aussparung in der Halterung des Kugelkopfes, die es - wie bei vielen anderen Kugelköpfen - erlaubt, die Kamera in den Hochformat-Modus zu kippen. Mit diesem Stativ gehen also nur Horizontalaufnahmen ("Landscape") - was für Film-/Videoaufnahmen aber ohnehin die einzige Wahl sein wird - und dafür ist der Kameragriff ja auch besonders geeignet.

Insgesamt: klarer Kauftipp. Ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis!

Sollten diese Hinweise bei der Kaufentscheidung helfen, dankt der Rezensent für einen Klick auf hilfreich.


Garmin GPS Laufuhr Forerunner 610 HR - GPS Trainingscomputer inkl. Brustgurt
Garmin GPS Laufuhr Forerunner 610 HR - GPS Trainingscomputer inkl. Brustgurt
Preis: EUR 219,90

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2,5 Jahre Laufbegleiter - sehr gute Uhr für ihre Zeit. Die 610 bleibt eine legendäre Laufuhr! Aber: 220-/620-Technik ist weiter, 21. Juli 2014
FAZIT: Im Sommer 2014 gibt es eine eingeschränkte Kaufempfehlung für die legendäre Laufuhr FR 610. Denn ohne Zweifel wird die 610 ein legendärer Laufuhr-Klassiker werden! Momentan ist sie weiter parallel zur FR 220 und FR 620 im Garmin-Programm und sicher einen Kauf wert. Man sollte aber mit den Nachfolge-Geschwistern FR 220 und 620 vergleichen und sich dann für einen Laufcomputer am Handgelenk entscheiden - entweder mehr Klassik bei weniger Farbe (FR 610) oder mehr die farbige Leichtigkeit der neuen GPS-Uhren (FR 220/620)...

Als GPS-Laufcomputer mit Touch-Screen ist die Garmin Forerunner 610 Laufuhr seit dem Jahr 2011 im Angebot und bietet auch im Sommer 2014 weiterhin neben ihrer Nachfolgerin FR 620:
+ veränderte/vereinfachte Bedienbarkeit mit Touchscreen-Display
+ brillantes Display mit hoher Auflösung
+ Distanz- und Tempo-/Pace-Messung über GPS
+ Messung des Trainingseffekts (als Index mit Technologie von First Beat)
+ frei konfigurierbare Datenfelder
+ individuell einstellbare Trainingszonen und Alarme
+ Vibrationsalarm (kein störendes Piepsen)
+ bis zu 8 Stunden Laufzeit mit GPS, als Uhr bis zu 4 Wochen
+ hochempfindlicher, schneller GPS-Empfänger
+ einfache Navigationsfunktionen
+ sie zeigt die momentane GPS-Genauigkeit (in Metern) an und graphisch mit Empfangsbalken, wie viele Satelliten mit welcher relativen Stärke gerade empfangen werden.

Die Laufuhr 610 ist mit dem von Garmin erstmals im Jahr 2011 bei Laufuhren eingeführten Touchscreen schlicht und hochwertig designt. Garmin holte sich damit gleich den Designpreis "Red Dot Design Award Winner 2011" und läutete den Abschied von den zuletzt noch immer etwas klobigen Forerunner-Laufuhren 205/305 aus dem Jahr 2008 ein. Die 610 hat ein stabiles, aber auch etwas sperriges Armband mit Metallschließe. Nutzer beschreiben unterschiedliche Erfahrungen bei der Verarbeitungsqualität. Die erste FR 610 des Rezensenten sah nach zweieinhalb Jahren wöchentlichen Gebrauchs von oben weiterhin stattlich aus. Es gabe zwar einen von der Ladeklammer bei aller Vorsicht zerkratzten Uhrenboden, aber an keiner Stelle Ansätze von Rost.

Die Laufuhr Forerunner 610 (HR) mit Premium-Herzfrequenzsender (angenehmer Textil-Brustgurt!) hat den Hobbyläufer seit dem Kauf im Sommer 2011 2,5 Jahre lang etwa zweimal wöchentlich bei jedem Lauf begleitet. Alle Läufe wurden auf Garmin Connect, dem schlichten aber ordentlichen Internet-Lauftagebuch von Garmin, abgespeichert. Standardmäßig sind die Laufdaten auf Garmin Connect nur für den Läufer selbst im Internetkonto abgespeichert. Der Rezensent bezahlte für die Uhr kurz nach Erscheinen im Sommer 2011 noch den schmerzhaften Originalpreis von 399 Euro (mit Textil-Brustgurt und HF-Sender).

FR 610 versus FR 220/620
~~~~~~~~~~~~~~~
Jetzt, im Sommer 2014, mehr als ein halbes Jahr nach Erscheinen der Nachfolgemodelle FR 620 und ihrer kleinen Schwester FR 220 (Garmin Laufuhr Forerunner 220) kostet die FR 610 HR etwa 200 Euro, in etwa der Preis für die neue FR 220 (allerdings ohne HF-Gurt/-Sender).

Bei den speziellen Eigenschaften einer Laufuhr hat die FR 610(noch) einiges Nützliches, was die 220 nicht mehr bietet:
+ Training Effect (von First Beat) - ein Index zur Intensität des Trainings bzw. Wettkampfs (hat die 620 weiterhin)
+ Anzeige der Satellitengenauigkeit möglich (z.B. ideal bis zu +/- 5m), das hat auch die 620 nicht mehr (leider!)
+ Anzeige der Satelliten mit Signalbalken (hat weder 220 noch 620)
+ das klassische (preisgekrönte) Design der FR 610 mag manchem Läufer subjektiv besser gefallen als die Farbmodelle FR 220/FR 620

Keine Hilfe "Zurück zum Start"
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Genial - und vermisst bei FR 220 und FR 620 - ist die vermutlich von Läufern, die gern auf ihren Standardstrecken touren, eher selten benutzte Funktion "zurück zum Start" der FR 610. Diese Funktion erlaubt es, nach vielen Kilometern freien Laufens in beliebigem Gebiet wieder in Richtung Startpunkt zurück zu kehren. Dies macht die Uhr mit Hilfe einer Kompassnadelanzeige auf dem Display, die beim Laufen jederzeit in Richtung Startpunkt zeigt. Vom Läufer wurde diese Funktion mit frühen Garmin-Vorläufer-Uhren der FR 610 (Garmin Forerunner 101, 205) gern und zuverlässig bei langen Läufen in unbekanntem Gebiet in Amerika oder Europa benutzt. Eher enttäuschend bei der FR 610: bei ihr hat das in Deutschland auf unbekanntem Stadtterrain selten zuverlässig funktioniert (bei einem langen Lauf im Ruhrgebiet half die Uhr gar nicht und es waren im unübersichtlichen Stadtgebiet zwischen Kanälen und Autobahnen mehrere große Kreise zu Laufen, bis wieder bekanntes Terrain erreicht wurde).

Die FR 610 wurde allerdings im Frühjahr 2014 nach mehr als zwei Jahren Laufbegleitung zu Gunsten der neuen FR 220 leichten Herzens abgegeben, da
- das erste Modell der 610 vom Sommer 2011 im Herbst 2012 von Garmin kostenfrei als Garantieleistung komplett getauscht wurde - alle blauen Gummidichtungen der Knöpfe waren gerissen (das sah nicht mehr schön aus und war bestimmt kein Schutz mehr gegen Feuchtigkeit),
- die magnetische Ladeklammer hatte so scharfe Plastikkanten, dass der Uhrenboden total verkratzt war (die silbrige Farbe war weg, zum Vorschein kam eine hässliche braune Plastikschicht),
- die Anbindung an den Computer mit dem ANT+-USB-Stick funktionierte nicht jederzeit zuverlässig - manchmal kam die Verbindung einfach überhaupt nicht zustande, bevor nicht alle Geräte einmal aus und neu gestartet worden waren,

Die FR 610 Laufuhr war nach Ansicht des Rezensenten die beste Laufuhr, die Garmin im Jahr 2012 im Programm hatte. Jetzt, im Sommer 2014, sollte man mit FR 220/620 vergleichen, da insbesondere die FR 220 einige Extras mit Blick auf soziale Netzwerke und Smartphone-Apps hat. Insbesondere wer auf Computeranbindung (via Bluetooth über Smartphone) Wert legt, sollte vielleicht eher die neueren Uhren in Erwägung ziehen. Ansonsten ist die FR 610 HR zu den aktuellen Marktpreisen auch trotz der beschriebenen Einschränkungen sicher einen Kauf wert.

Ob man heute die FR 610 oder die FR 220 (für den fast gleichen Preis) kauft, hängt von den subjektiven Vorlieben hinsichtlich der Uhr ab. Als anspruchsvolle und zuverlässige Laufuhren sind beide zu gebrauchen, kann der Rezensent aus zahlreichen Einsätzen bei Trainings oder Wettkämpfen (Stadtläufe bis Maratons) bestätigen.

Sollten diese Hinweise hilfreich bei der Kaufentscheidung sein, dankt der Rezensent für einen Klick auf "hilfreich"....


Sony LCJ-RXF Kameratasche für DSC RX100, RX100 II und RX100 III
Sony LCJ-RXF Kameratasche für DSC RX100, RX100 II und RX100 III
Preis: EUR 79,90

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertig! Bessere Griffigkeit und Schutz vor Kratzern/Stößen bei der RX100 III (und Vorgängern), 20. Juli 2014
Fazit: Für viele Alltags- und Reisesituationen ist diese Sony-Tasche ein sehr guter Kameraschutz - zumal durch die Objektivkappe auch das Objektiv davor geschützt ist, dass Druck von anderen Gegenständen auf den empfindlichen Objektivtubus ausgeübt werden kann. Der steife Taschenboden wird mit der Kamera verschraubt und hilft mit den Ausläufern an den Seiten links und rechts die Kamera sicher zu halten. Gleichzeitig ist die Kamera innerhalb von Sekunden aufnahmebereit: zwei Druckknöpfe halten die Haupttasche mit Objektiv- und Displayschutz um die Kamera - wird nur ein Druckknopf gelöst, baumelt die Tasche an der Kamera - löst man gleich beide Druckknöpfe, läßt sich die Kameratasche mit dem Objektivschutz leicht nach vorne abnehmen - sicher häufig die bessere Option, als eine Kamera mit baumelnder Taschenhälfte vor dem Körper zu halten...

Zur gerade neuen RX100 Mark III (DSC-RX100M3) wurde auch dieses 2014 von Sony neu angebotene Case LCJ-RXF gekauft. Sony benennt auf der RXF-Verpackung Kompatibilität "für RX100M3, RX100M2, RX100". Die RX100M3 passt meines Erachtens perfekt in die Tasche, doch sollte man den äußeren Druckknopf zuerst öffnen und dann den Kameraschutz von hinten (Display) nach vorne (Objektiv) wegklappen - sonst streift die Objektivkappe der Tasche beim Öffnen und Schließen etwas knapp über den unteren Rand des eingefahrenen Objektivtubus. Die Tasche hängt dann am mittleren Druckknopf nach unten. Im geschlossenen Zustand sitzt die Tasche genau passend - nicht zu eng und nicht zu weit. Das neue Modell RX100M3 ist damit sehr gut vor Stößen und Kratzern geschützt und gibt gleichzeitig dem Gehäuse besseren Halt.

Für die Qualität der Tasche LCJ-RXF gilt das Gleiche wie vielfach auch schon von Nutzern des Vorgängermodells LCJ-RXC (Sony LCJ-RXC hochwertige Kameratasche für Cybershot DSC-RX100/DSC-RX100II) beschrieben: absolut hochwertig verarbeitet und auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden von einem hochwertigen Ledercase, wie man es früher von Leica und Co. kannte. Genauer: auch auf den zweiten Blick sieht das Case immer noch nach vernähtem Leder aus! Alles funktionell und makellos verarbeitet! Unfreundliche Gerüche verströmt die Tasche nicht - die Hersteller-Angabe ist aber leider enttäuschend deutlich: "Lederimitat".

Übrigens: wer schon die Vorgängertasche LCJ-RXC besitzt und nun auf die RX100M3 upgradet muss wohl keine neue Tasche kaufen. Der Rezensent hatte beide vorliegen (das neue Modell war zunächst nicht lieferbar) und erkennt keinen wirklichen Unterschied zwischen LCJ-RXC und LCJ-RXF. Die RX100M3 passt in beide Taschen.

Kleiner Nachteil der mit dem Stativgewinde der Kamera verschraubbaren Tasche ist die Tatsache, dass die Kamera RX100M3 dann nicht mehr horizontal sicher und wackelfrei für eine Aufnahme aufzustellen ist. In solchen Fällen muss die Tasche dann besser abgenommen werden. Die Schraube hat ihrerseits ein Innengewinde, so dass ein Stativanschluss weiter möglich ist.

Weiterer Nachteil dieser Tasche ist die Tatsache, dass die Taschenteile im seitlichen oberen Bereich nicht überlappen, also das Gehäuse in den Spalten von Taschenvorderteil und -hauptteil zu sehen ist - ein in manchen Situationen unzulänglicher Schutz gegen Staub und Regentropfen.

Sollte diese Rezension bei der Orientierung helfen, freut der Rezensent sich über eine Anerkennung durch einen Klick auf "hilfreich".
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2014 8:58 PM MEST


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5