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Beiträge von Rene Borbonus
Top-Rezensenten Rang: 5.092
Hilfreiche Bewertungen: 670
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Rezensionen verfasst von Rene Borbonus "Communico"
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bessere Beziehungen erreichen, 4. April 2013
Mit den Mitteln der Diplomatie die eigene Kommunikation verbessern? Das klingt erst einmal ziemlich staatstragend. Doch schon bei der Lektüre der ersten Beispiele aus Stéphane Etrillards Buch wird dem Leser diese Sorge genommen: Diplomatie funktioniert auch bei einem Streit über die Reparatur des Wasserhahns. Etrillard macht ein großes Versprechen: Wer diplomatisch auftritt, kann Beziehungen nicht nur besser aufrechterhalten, sondern sogar stärken – ganz besonders dann, wenn sie in schwierigen Situationen und heiklen Konflikten auf der Probe stehen. Das große Versprechen geht mit einer großen Aufgabe für den Autor einher: Diplomaten durchlaufen, wie Etrillard beschreibt, eine langwierige Ausbildung, bevor sie in den Botschaftsdienst eintreten können. Die Essenz ihrer Kenntnisse über Kommunikation in einem einzigen Band alltagstauglich zusammenzufassen – eine echte Herausforderung. Etrillard, der erfahrene Autor, meistert sie elegant und kurzweilig, indem er sich auf den Willen der Menschen zur Kooperation beruft und daraus die Bedeutung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen für eine gelingende Kommunikation ableitet. Diplomatie beruht auf dem Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Waschechte Diplomaten beherrschen die Balance, schreibt Etrillard: Sie nehmen nicht nur wahr, wer ihnen welchen Gefallen tun kann, sondern überlegen auch ständig aktiv, was sie in die Beziehung einbringen können. Der Autor lässt es im Buch nicht an handfesten Tipps mangeln, wie ausgewogene Beziehungen gelingen können: Mit 20 Tipps hilft er dem Leser zum Beispiel, mehr Glaubwürdigkeit aufzubauen. Wer hätte gedacht, dass der Spaßfaktor dabei eine wichtige Rolle spielt? Tatsächlich: Humor und Begeisterungsfähigkeit sind, laut Etrillard, wichtige Eigenschaften eines glaubwürdigen Netzwerkers. Wer einmal eine Rede des großen John Kornblum gehört hat, dem erschließt sich das sofort. Überhaupt verzichtet Etrillard auf einen strengen – und oft genug langweiligen – Verhaltenskodex. Stattdessen hat er stets die komplexe Natur der Alltagskommunikation im Blick. Sein Buch ist voller praxistauglicher Ratschläge und treffender Beispiele. Der Autor geht auf zahlreiche anspruchsvolle Aspekte der Rhetorik ein: von der Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten über die Kontrolle von Emotionen und die Vermeidung von Missverständnissen bis hin zu den Ernstfällen der Krisenkommunikation. Diplomatische Verhandlungskompetenzen fürs Business bezieht er genauso ein wie private Beziehungskonflikte. Gute Gespräche machen nicht nur zwischen Staaten, sondern auch in der Ehe den Unterschied zwischen Trennung und Beziehungsglück aus. Allein das ist schon Grund genug, das Buch zu lesen. Etrillards tiefgründige Argumentationsweise ist ein weiterer. Ich empfehle dieses Buch jedoch vor allem, weil es für einen humanen Grundsatz der Rhetorik einsteht: bei der Wahl der Mittel nicht die Macht, sondern die Beziehung in den Mittelpunkt zu stellen.
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4.0 von 5 Sternen
Denken ist keine Glückssache, 1. November 2012
Wer vom Autor eines Buches vor allem erwartet, dass er für ihn denkt und sich fortan das eigene Denken durch „Zitieren“ ersetzen ließe, der ist bei Bernhard Wolff falsch. Wer durch ein Buch nur unterhalten werden will, ist hier ebenfalls falsch. Es ist einfach nicht vermeidbar, beim Lesen dieses Buches zu denken, während man schmunzelt. Wer also daran glaubt, dass beides – Denken und Spaß – zusammenpasst, der ist hier genau richtig. Gern zu denken: Das ist eine vorteilhafte Eigenschaft für einen, der dieses Buch liest, aber keine notwendige Qualifikation. Gern denken zu wollen geht auch – spätestens nach einem Kapitel hat den Leser die Lust nämlich sowieso gepackt. Ganz lebenspraktische Denkansprüche werden obendrein erfüllt: Wer seinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen will, wer sich Namen besser merken will, wer kreativer denken will und vieles andere mehr, kann hier erfahren, wie es geht. Ich werde hellhörig, wenn ein Profi-Kreativer über Kreativität schreibt (bzw. spricht – schließlich tut Bernhard Wolff beides). Dann kommt es nämlich nicht nur darauf an, was er vermittelt, sondern ganz stark auch darauf, wie er es vermittelt – ein Zusammenhang, mit dem auch ich mich täglich auseinandersetze. Hier ist die Gelegenheit, den Autor an seinen eigenen Maßstäben zu messen. Und meine Güte, wird Bernhard Wolff seinem Anspruch gerecht. Mit dem kreativen Denken ist es ja wie beim Fahren in der Einbahnstraße: Die Wahrscheinlichkeit, dass es knallt, steigt beim Fahren in die Gegenrichtung. Soll heißen: Normalerweise hängen wir auf den üblichen Lösungen fest, weil wir immer nur in die vorgegebene Richtung fahren. Der Knall ist jedoch notwendig, wenn kreative Lösungen gefragt sind. Deshalb sind, im Gegensatz zum Straßenverkehr, Kollisionen im Hirn unbedingt wünschenswert. Um Dinge anders zu denken – zum Beispiel neue Lösungen zu entwickeln – müssen ganz unterschiedliche, vielleicht sogar gegensätzliche Gedanken im Hirn sich begegnen. Damit das geschieht, müssen sie die Richtung wechseln können. Es hat also durchaus einen praktischen Grund, dass Bernhard Wolff Weltmeister im Rückwärtssprechen ist. Auch das bringt er uns in diesem Buch übrigens bei. Das, und wie man die Gedanken zur Kollision bringt, und, und, und … Wem das alles zu anstrengend ist, der kann theoretisch auch auf „Eine Wundertüte voller Anregungen“ in Kapitel 4 zurückgreifen, die der Autor seinen Lesern überlässt. Dass die sich darauf noch berufen wollen, wenn sie auch nur ein anderes Kapitel gelesen haben, halte ich allerdings für unwahrscheinlich. Viel naheliegender ist es, dass sie dann schon ihre eigenen Ideen entwickeln. (Lesen sollten sie diesen Teil trotzdem: Er ist wahnwitzig kreativ und verdammt lustig, so wie vieles in diesem Buch.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Survival-Training fürs Marketing, 1. November 2012
Anne M. Schüller macht in diesem Buch nicht viel Federlesens um die Frage, welche Bedeutung das Social Web für Unternehmen hat: Wer überleben will, muss hier mitspielen. Die ‚Touchpoints‘ mit dem Kunden sind das entscheidende Werkzeug des Marketings, und sie wirken sich auch auf alle anderen Bereiche eines Unternehmens aus. Das ist der große Unterschied zwischen dem Offline- und dem Online-Zeitalter: Das Management muss den Kunden mitdenken – es muss das Unternehmen für ihn verständlich machen. Denn die digitalen Gatekeeper, die den Kunden das Leben erleichtern, lassen nur noch durch, wen der Kunde kennt oder kennen will. Das Anklopfen beim Kunden jedoch will gelernt sein, damit es von Erfolg gekrönt ist. Und Anne M. Schüller zeigt in diesem Buch, wie es geht. Sie liefert dem Management, das sich gern hinter einer Aura der Unnahbarkeit versteckt, Strategien zur Resozialisierung in einer kundenorientierten Welt. Keine banale Mission, so viel ist klar – und so beschränkt sich dieses Buch auch nicht auf ein paar Anregungen und aufmunternde Worte. Es ist ein Arbeitsbuch im besten Sinne: Ausführlich, absolut konkret und außerdem so, wie die Unternehmen den Kunden begegnen sollten, nämlich pragmatisch und ehrlich. Schnell wird dem Leser klar, dass der Umbruch letztendlich auch fürs Management eine gute Nachricht ist, denn: „Sperrige Managementmethoden, Top-down-Hierarchien, Budgetierungsprozesse und Standardisierungswahn – all das sollte schleunigst ausgemustert werden. Es produziert im Grunde nichts als Bürokratie und Administration.“ Was der Kunde nicht versteht, das kauft er nicht. Und was er nicht kauft, das empfiehlt er auch nicht – doch genau darauf kommt es an in der „Like“-Kultur. Doch was können Unternehmen tun, um ihren Kunden begreiflich zu machen, dass sie ihre Aufmerksamkeit – und ihr Geld – verdienen? Die Antwort der Autorin lautet ‚Touchpoint Management‘: „Ein Tool, das schnell und wendig macht, das die Fülle der Berührungspunkte in ein lockeres Ordnungssystem packt – und das in der Lage ist, die neue Wirklichkeit komplett zu integrieren.“ Komplett, das heißt auch, die Mitarbeiter für diese Mission zu gewinnen, denn sie sind es, die die Touchpoints mit den Kunden schaffen und gestalten. So enthält das Programm zwei Aspekte: Das Kundenkontaktpunkt-Management und das Mitarbeiterkontaktpunkt-Management. Was an diesen Kontaktpunkten zählt, ist das Verhalten des Unternehmens. Verhalten 3.0 integriert die Kunden aktiv, anstatt sie nur zu bespielen. Was Anne M. Schüller beschreibt, ist nichts weniger als neue Stufe der Kommunikation in der Businesswelt: Eine, die endlich den echten Dialog sucht. Für mich als Kunde ist das eine richtig gute Nachricht. Genau deshalb habe ich auch als Unternehmer viel aus der Lektüre gelernt. Anne M. Schüllers Umsetzungspläne funktionieren auf den Punkt, und ihre Beispiele und Tipps kommen mitten aus der Businessrealität. Dieses Buch gehört nicht ins Regal, sondern auf den Schreibtisch jedes Entscheiders: Es weiß die Antwort auf die Fragen, die der Kunde uns nicht stellt – weil er voraussetzt, dass wir ungefragt darauf eingehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Du bist mir 'ne Marke..., 1. November 2012
… sagen wir halb augenzwinkernd, halb anerkennend zu Menschen, die etwas an sich haben, das sie von der Masse abhebt. Jon Christoph Berndt nimmt den umgangssprachlichen Ausspruch in seinem Buch beim Wort: Tatsächlich können wir uns selbst zur Marke machen. So wird eine Ressource zur Allzweckwaffe, die wir ständig bei uns haben: die eigene Persönlichkeit. Ungeheuer wertvoll und trotzdem umsonst. Wir müssen nur noch lernen, wie wir sie einsetzen. Dieses „Human Branding“ ist das Nutzenversprechen dieses Buches, denn Jon Christoph Berndt hat’s erfunden. Er löst sein Versprechen ein – in diesem Buch genauso wie als Berater und auf der Bühne. Und das auf überraschend schmerzlose Weise. Mancher Leser erwartet bei diesem Thema vielleicht erst einmal, dass er jetzt kräftig an dieser Ressource, seiner Persönlichkeit, feilen soll. Doch ganz im Gegenteil: Er soll vor allem so sein, wie er nun mal ist! Damit wäre die einzige Ausrede dann auch vom Tisch. Es gibt wirklich keinen guten Grund dafür, sich nicht mit Human Branding zu beschäftigen. Es macht nicht uns nur erfolgreicher, sondern es macht das Leben auch einfacher, weil man sich nicht verbiegen muss, um es umzusetzen. Diesen vermeintlichen Widerspruch im Leben aufzulösen ist ein großer Verdienst dieses Buches. Besonders fasziniert hat mich, dass ein einziges Konzept tatsächlich vermag, der Vielfalt menschlicher Persönlichkeiten gerecht zu werden. Der Autor liefert keine Standardlösung, wohl aber einen direkt umsetzbaren Plan: Der Leser wirft sein Leben oben in den Markentrichter und unten kommt raus, was er wirklich will. Dann geht es an die Umsetzung: Was macht eine Marke stark – und auf welche Weise erfüllen meine Bordmittel diese Kriterien? Das Marken-Ei, die Essenz der eigenen Persönlichkeit, macht die eigene Marke konkret. Und dann wird gelebt: Nicht irgendwie, sondern nur noch so, wie es zur Marke, also zum Leser selbst, passt. Erfüllung und Zufriedenheit kommen daher, dass wir unsere Persönlichkeit ausleben und uns dabei auf die Kernkompetenzen konzentrieren, die uns das ermöglichen. Oder, in einem Halbsatz: dass wir unser Ding durchziehen. Damit bereichern wir nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch die Menschen, mit denen wir uns umgeben – schließlich wählen wir die ja, bewusst oder unbewusst, danach aus, ob sie zu uns passen. Jon Christoph Berndt macht nicht beim Job halt. Persönlichkeit findet schließlich überall statt – bei der Ausübung des Hobbys, im Freundeskreis, sogar in der Partnerschaft. Zudem geht der praktische Nutzen weit über das Hier und Heute hinaus: Wenn wir erst selbst unsere eigenen Marken sind, können wir auch Pläne schmieden, die uns wirklich voranbringen. Wie gut das alles funktioniert, zeigen Beispiele ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten: Echte „Marken“, die das Leben ihrer Wahl führen und davon erzählen. Jede dieser Geschichten ist ein weiteres unschlagbares Argument für dieses Buch. Ich empfehle es jedem, der lieber durch die eigene Persönlichkeit erfolgreich werden will als sich in eine schlecht sitzende Rolle zu zwängen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein zeit-kritisches Buch, 27. September 2012
Ich bewundere Menschen, die ihre eigene Meinung haben, auf ihrem Standpunkt aber nicht unbeweglich werden. Lothar Seiwert ist eine Institution - der Experte für Zeitmanagement. „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“ war lange Zeit eines seiner wohl bekanntesten Zitate. Doch was, wenn genau dazu die Zeit fehlt? Die Welt dreht sich heute schneller als noch vor 20 Jahren. Hier gilt es, Schritt zu halten, ohne sich selbst zu überholen. Ich finde es mutig – obgleich unverzichtbar, neue Wege zu gehen, wenn die bekannten Pfade nicht mehr ans Ziel führen. In seinem neuen Buch tut Lothar Seiwert genau dies: Er distanziert sich von traditionellen Methoden, die er selbst über Jahre gelehrt hat. Nicht nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Viel mehr in Treue zu seiner Profession: Er bleibt zeit-kritisch und lebt eine Überzeugung, die in der Trainerbranche leider selten geworden ist: Egal wie erfolgreich man mit den eigenen Themen ist, es gilt, selbstreflektiert zu bleiben, eigene Methoden permanent zu hinterfragen und Inhalte weiter zu entwickeln. Nur so kann man das Publikum glaubwürdig in die Zukunft begleiten. „Ausgetickt“ ist ganz sicher das persönlichste Buch, das Lothar Seiwert bisher geschrieben hat: Storytelling pur. Über persönliche Geschichten und Erfahrungen Dritter gibt er wertvolle Impulse – passend zur allgemeinen Neuausrichtung: Während frühere Ansätze im Zeitmanagement hochgradig zielorientiert waren, rückt Seiwert auf rund 300 Seiten den Menschen in den Fokus. Work-Life Balance ist überholt, mit Polaritäten gilt es zu brechen. Arbeit und Leben sind nicht zu trennen. Ich persönlich fand Aussagen wie „Wir müssen die Arbeitszeit sinnvoll einteilen, damit noch genügend Zeit bleibt zum Leben“ schon immer befremdlich. Ich bin der festen Überzeugung: Stress entsteht nicht aus der Menge der Arbeit, sondern aus mangelnder Leidenschaft für das, was wir tun. Wir scheitern selten an der Zeit, sondern am Anspruchsdenken – eigenen Erwartungen und denen Dritter. So verstehe ich die Kernaussage des Buches: Der Grad der Selbstbestimmung entscheidet über unseren Stresslevel. Je selbstbestimmter wir handeln, desto erfüllter ist unser Leben. Das Buch ist eine gelungene Einladung zur Selbstreflexion. Keine Anleitung sondern überraschend persönlich, „menschelnd“. Die provokanteste Aussage des Buches ist wohl die: Ob wir gestresst sind, ist unsere Entscheidung. Natürlich kann Lothar Seiwert das leicht sagen als jemand, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Aber auch das war reine Selbstbestimmung. Und genau das kann man nur jedem wünschen: Erfüllung zu finden in dem, was man tut, jeden Morgen zu wissen, wieso man aufsteht, sich bewusst zu sein, dass man etwas bewegen kann. Der Tag hat 24 Stunden. Doch für jeden von uns hat diese Zeit eine andere Qualität. Jeden Morgen haben wir die Wahl, ob wir dem Mainstream folgen oder nicht lieber unseren eigenen Flow finden: „Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert“. Dazu passt die Geschichte vom Löwen und der Gazelle: Jeden Morgen erwacht in Afrika eine Gazelle. Sie weiß, dass sie schneller sein muss als der schnellste Löwe, wenn sie leben will. Jeden Morgen erwacht in Afrika ein Löwe. Er weiß, dass er nicht langsamer sein darf als die langsamste Gazelle, wenn er nicht verhungern will. Egal ob wir Gazelle sind oder Löwe – sobald die Sonne aufgeht müssen wir rennen. (Heinz Otto Dürr) Ob wir uns gehetzt fühlen wie die Gazelle oder unabhängig und selbstbestimmt wie der Löwe – das ist unsere Entscheidung. Eine Entscheidung, die mit dem ein oder anderen Impuls von Lothar Seiwert leichter fällt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das Münchhausen-Prinzip: Ein Buch auf Augenhöhe, 15. September 2012
Wer Marco von Münchhausen einmal reden gehört hat, weiß, dass er auf Augenhöhe mit seinem Publikum spricht. Nichts ist wichtiger bei einem Buch, in dem es um die alltäglichen Sümpfe des menschlichen Daseins geht. Egal, in welchem Schlamassel wir gerade stecken: In den „Sumpfarten“, die der Autor im ersten Teil des Buches beschreibt, erkennen wir ihn wieder, und dabei erkennen wir uns selbst wieder. Wir lernen zu verstehen, was da wirklich in unserem Leben vor sich geht, und wie wir da wieder rausfinden. Es hat nichts Anklagendes, wenn Marco von Münchhausen sagt: Reingeschubst werden wir in diese Sümpfe in den seltensten Fällen. Eher tappen wir selbst hinein. Trotzdem neigen wir oft dazu, allen anderen oder den Umständen die Schuld zu geben. Die „Kleine Psychologie des Sumpfes“, weit vorn im Buch, macht es deutlich: Jammern fühlt sich vielleicht behaglich an, bringt aber nichts. Das ist einer der Aspekte des Buches, für die ich als Leser besonders dankbar bin: Der Autor wagt deutliche Worte. Er holt den Leser nicht dadurch ab, dass er ihm nach dem Mund redet. Stattdessen führt er ihn einfühlsam, aber bestimmt, an die Wahrheit heran: In vielen Fällen ist der Sumpf zur Komfortzone geworden. Sich herauszubewegen erfordert eine Haltungsänderung. Doch die lohnt sich. Marco von Münchhausens Buch merkt man die Kompetenzen seines Autors sofort an: Dass er sich sehr gut mit Menschen auskennt. Dass er ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneter Redner ist. Und dass er nicht nur weiß, wie es sich anfühlt, im Sumpf zu stecken, sondern dass er sich tatsächlich selbst am eigenen Schopf herauszuziehen weiß. Er kann direkt in die Lebenswelt des Lesers hineinschreiben, dem der Schlamm bis zum Hals steht, weil er sie kennt. Marco von Münchhausen predigt hier kein abstraktes Konzept, sondern zeigt Wege auf. Seine 10 Schritte des Sumpfmanagements wirft er dem Leser nicht hin wie der Weisheit letzter Schluss, und lässt uns dann allein damit. Er führt uns durch den Prozess, von der Selbsterkenntnis bis zur Verhaltensänderung. Mit ganz konkreten Tipps. Mit Hilfestellungen wie einem Sumpf-Check für die Positionsbestimmung. Mit ganzheitlichen Übungen, die Körper und Geist einbeziehen. Mit Charme, mit Herz und mit der nötigen Expertise. Als ich das Cover sah, dachte ich, was wohl die meisten denken, die sich dieses Buch anschauen: Das möchte ich auch gern können. Als ich es zuklappte, wusste ich: Das kann ich tatsächlich. Mehr kann man von einem Buch nicht erwarten, und deshalb empfehle ich es wärmstens.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Story-Achterbahn, 3. Juni 2012
"110 - Ein Bulle hört zu" ist mit Abstand eine der besten Bett-Lektüren, die ich kenne. Am Nachttisch reicht es nicht, wenn ein Buch unters Kopfkissen passt: Für mich muss die Lektüre besondere Eigenschaften mit sich bringen. Cid Jonas Gutenrath hat mit "110 ' Ein Bulle hört zu" alles richtig gemacht: Dies ist ganz sicher keines der Bücher, bei denen man eine Woche lang immer wieder den gleichen Absatz liest ' weil jeden Abend die Schwerkraft in der gleichen Zeile über Geist und Körper siegt. Der Autor bringt Leichtigkeit und Spannung zusammen ' für Bettschwere, optimal dosiert. Ein Polizist, der viele Jahre in der Notrufzentrale der Berliner Polizei Anrufe angenommen hat, beschreibt seine persönlichen Highlights. Eine erste Faszination bringen die Geschichten selbst: Allein schon aufgrund der Bandbreite wahrer Begebenheiten. Beschrieben werden körperliche Not, seelische Not ' aber auch die Not, sich wichtig zu machen. Dabei kann der Leser lachen, weinen, den Kopf schütteln - oder gleich alles in genau dieser Reihenfolge. Die Sprache von Gutenrath ist beispiellos auf den Punkt. Jeder Satz sitzt: gerade heraus, ehrlich, ungeschönt. Natürlich rückt der Autor sich dabei selbst ins rechte Licht ' aber: ohne sich zu inszenieren, mit gesunder Distanz zu sich selbst. Vermutlich eine Eigenschaft, die in seinem Job unverzichtbar ist.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wenn Kunden die Zukunft vor Ihnen erreichen, sitzen Sie in der hintersten Reihe., 25. Januar 2012
So beginnt das Vorwort von Andreas Buhr zu seinem neuen Buch 'Vertrieb geht heute anders'. Dieses Zitat bringt den Inhalt und die Idee des Buches unumwunden auf den Punkt, denn: Wer seine Kunden in die Zukunft begleiten will, muss schnell sein. Die Märkte sind dynamisch, Differenzierung über USP fast unmöglich. Die Zeiten, in denen Produkte handfeste Bedürfnisse erfüllen, sind vorbei. Der Kunde ist anspruchsvoller, ungeduldiger geworden und erwartet in jedem Moment Kundenorientierung 'at its best': on- und offline. Das Buch behandelt eindrucksvoll die Herausforderungen, die sich für den Vertrieb ergeben in dem Versuch, den Kunden bei seinen hohen Ansprüchen noch zu begeistern: So rücken beispielsweise Werte mehr und mehr in den Vordergrund. Kunden und Unternehmen befinden sich dank Social Media in ständigem Kontakt. Den Anforderungen, die daraus erwachsen, widmet das Buch ein ganzes Kapitel. Am besten gefallen aber hat mir der Part, in dem Andreas Buhr die Dynamik unserer Zeit beschreibt: Hier bringt er 20 Megatrends auf den Punkt, die unsere Zukunft und damit auch den Vertrieb massiv beeinflussen. Die obligatorischen Kundentypen hätte der Autor mir zwar ersparen können, dafür bin ich aber umso erfreuter über Kapitel wie dieses: 'Kunden kaufen von Sympathen mit Kompetenz'. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal herumspricht. Sogar das Thema 'Respekt' füllt ein kleines Unterkapitel, was mich natürlich besonders freut: Hier spricht der Autor mir aus der Seele. Buhr beschreibt immer wieder gelungene Marketing- und Verkaufsaktionen. Das verleiht dem Buch eine hohe Praxistauglichkeit und einen nicht minder hohen Unterhaltungswert. Fazit: Das Buch ist absolut empfehlenswert, reich an guten Beispielen und Ideen. Noch dazu ist es ' anders als viele Konkurrenzbücher ' sehr konkret. Immer wieder fließen wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen ein, die allesamt zu der wichtigsten Erkenntnis führen: Wer dem Kunden zwei Schritte voraus ist, kommt in der Zukunft als Erster an.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der richtige Ton für ein wichtiges Thema, 6. April 2011
Etrillard möchte in seinem Buch Kriterien nennen, die von allen charimatischen Menschen erfüllt werden. Das Buch möchte dem Geheimnis vom Charisma auf den Grund gehen. Der Autor definiert Eigenschaften und Besonderheiten von charismatischen Menschen zu Beginn des Buches. Im zweiten Kapitel und dritten Kapitel geht es um die Erlernbarkeit von Charisma. Kann man das trainieren? Die Pfeiler von Charisma sind laut Etrillard 'Verantwortungsbewusstsein, eine souveräne Persönlichkeit und eine wirkungsvolle Kommunikation'. Etrillard beantwortet in diesem Buch insgesamt 55 Fragen rund um die Thematik. Sehr sympathisch an diesem Buch ist, dass er immer wieder auf Achtsamkeit, Bescheidenheit und Glaubwürdigkeit zu sprechen kommt. Die Werte, die ich persönlich seit vielen Jahren mit seinem Namen verbinde, finden sich also auch in seinen Überlegungen zu Charisma wieder. Besonders gefallen hat mir das Kapitel für Skeptiker. Hier merkt man, dass der Autor aus der Praxis kommt. Ein paar Fragen sind so formuliert, dass ich dachte: Woher weiß er, was ich denke? Ein sehr leserorientiertes Kapitel, was ja auch selten geworden ist. Fazit: Ein gelungenes Buch, um sich einmal mit der Begrifflichkeit und der Erlernbarkeit von Charisma auseinanderzusetzen. Wer nach Tipps, Tricks und schnellen Ratschlägen sucht, sollte zu einem anderen Buch greifen. Dieses Buch kommt ruhig und in einem weltumspannend leisen Ton daher. Gerade deshalb bekommt es von mir 5 Sterne.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch inspiriert und stärkt!, 31. März 2011
Annette Auch-Schwelk zeichnet sich meines Erachtens in Ihrem Tun vor allen Dingen dadurch aus, dass Sie einen wunderbaren Blick auf andere Menschen hat. Und jetzt schafft sie etwas sehr Schönes: Sie ermöglicht den Lesern ihres Buches, den Blick für sich selbst zu schärfen und mehr Selbstbewusstsein aufzubauen. Wie kann das gehen? Der Leser kommt sich selbst näher durch unglaublich clevere Fragen zu den Themen Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstmotivation, Selbstgelassenheit, Selbstvertrauen, Selbstbestimmung und Selbstliebe. In vielen emphatischen Fragen und Übungen leitet die Autorin den Leser an, sich mehr und mehr auf den Grund zu gehen. Ihre Erklärungen sind herzlich, einfach zu verstehen und überdies undogmatisch, was ich sehr schätze. Neben den Übungen und Fragen (die man direkt im Buch machen kann, die Bezeichnung 'Trainingsbuch' ist also nicht zu viel versprochen) gibt es viele Impulse zur inneren Stärkung. Dabei bringt die Autorin neben eigener Ideen und Erfahrungen bewährte Coaching-Konzepte (z.B. Die 13 Regeln des Vertrauens von Stephen Convey oder die Motive nach Reiss) oder interessante Ideen von nahmhaften Trainer- oder Coaching- Persönlichkeiten (Rosenberg u.A.). Das alles bringt sie in einen glaubwürdigen Zusammenhang und stellt es so dar, dass es auch wirklich gut verstanden werden kann. Fazit: Vom Preis einmal abgesehen tut das Buch einfach nur gut, macht Freude und bringt sehr viel (Selbst-) Erkenntnis. Es ist ein Füllhorn von brauchbaren Ansätzen. Man kann sicherlich nicht alles umsetzen, aber ich bin sicher, dass nur 10 Prozent der tollen Ideen das Selbstbewusstsein nachhaltig steigern können.
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