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Rezensionen verfasst von
Christian Bart (Hanau)
(REAL NAME)   

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The Best Damn Thing
The Best Damn Thing
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 14,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hey-Hey, Yeah-Yeah, Bla-Bla..., 26. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: The Best Damn Thing (Audio CD)
...so oder so ähnlich klingt das neue Machwerk des kanadischen Punkgirlies Avril Lavigne. Die Frage ist nur - wieso? Eine Band oder ein Künstler muss sich nicht zwangsläufig mit jeder CD weiterentwickeln, es gibt Bands die ohne diese Fähigkeit seit Jahren Alben veröffentlichen, die trotzdem, oder gerade deshalb gekauft werden. Was ich allerdings gar nicht tollerieren kann ist das was hier mit einem Ausnahme-Pop-Act gemacht wurde, bzw. was dieser Act aus sich selbst gemacht hat. Auf dieser CD wurde einfach die ganze Melancholie und (zumindest solang man nicht auf den Text hört) Tiefe der Stücke entfernt um eine fröhliche und flippige Pop-CD zu produzieren. Natürlich spricht nichts dagegen mal weniger pathetisch depressive und mehr euphorische Klänge auszuprobieren - aber nicht so! Miss Lavigne scheint sich nicht mal mehr Mühe zu geben sich ordentlich zu artikulieren, die Hälfte der Stücke besteht aus belanglosem Gefasel, welches man einer vorpubertären 12jährigen nicht zutrauen würde, und einem haufen guturaler "Hey-Hey, Yeah-Yeah, Ding-Dong"s, die entweder zeigen dass Frau Lavigne ihre Texte entweder mit vollem Mund oder leerem Schädel schreibt. Begleitet wird dieser Trivial-Ausguss von einer...öhm...wie nennt man so etwas doch gleich heute nochmal? Achja...Band...die klingt als hätten sie die Samples für die Stücke entweder nach dem Aufstehen, oder noch davor eingespielt. Selten so ein lustloses gezupfe und geklopfe gehört. Natürlich gibt es Stücke auf "The (Best) Damn Thing" die nicht schlecht klingen - weil sie klingen als hätten sie nicht mehr auf "Under My Skin" gepasst - es sind bekannte Riffs, bekannte Texte und Aufmachungen - als ich nebenbei beim arbeiten die neue Singleauskopplung im Radio gehört habe hab ich echt erst beim Refrain gemerkt dass es sich nicht um "nobody's home" handelt - traurig.

Ich will das Album nicht ganz zerreißen, es hat sicher für eine gewisse Zielgruppe einen gewissen Reiz - Aber es ist ausgesprochen traurig dass eine Künstlerin wie Avril Lavigne es nötig hat das Alter ihrer Zielgruppe um mindestens 3 Jahre zurückzusetzen, obwohl sie gemerkt haben könnte dass sie mit ihren dunkleren und baladiöseren liedern durchaus auch Menschen berühren kann, die schon legal Bier kaufen dürfen. Die Amerikanischen Kollegen von Linkin Park machen (zumindest in diesem Bereich) etwas vor: Nachdem sie 2 (mit Remix und Live-CDs 5) Alben auf den Markt gebracht haben, und damit die Jugend von 12 bis 16 an ihrer Brust gehalten haben sagen diese Jungs jetzt "Hey, wir sind erwachsen geworden, Zeit dass unser Publikum das auch wird" - und bringen ein derart tiefes und außergewöhnliches Album auf den Markt, dass ich vor so viel Mut einfach nur meinen Hut ziehen kann. Ich höre mir während ich das schreibe "Under my skin" an, und habe mich grade dazu entschieden meine Wertung von 3 auf 2 Sterne zu reduzieren, es fällt mir schwer diese beiden CDs überhaupt mit dem selben Interpreten in Verbindung zu bringen.
Schade.


Damage
Damage
Preis: EUR 15,29

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resi-Pelli oder so ähnlich..., 5. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Damage (Audio CD)
Wie lange hab' ich darauf gewartet? Bereits Anfang 2006 habe ich die erste Single-Auskopplung "Overkill" gehört und war mir sicher - Damage wird, im wahrsten Sinne des Wortes, einschlagen. Dann wurde es aber ruhig um meine Lieblings-Elektro-Pop-Band: GerÃ'chte kursierten, das Album wÃ'rde auf Eis liegen, oder das Ensemble wolle sich trennen. Nach tÃ'glichem Besuch des offiziellen Forums und bangen um dieses Machwerk kam dann vor nicht allzulanger Zeit die Entwarnung - Damage kommt! Und es kam auch schnell in meinen Briefkasten und noch viel schneller von dort in meinen iPod, wo es tagelang hoch und runter gedÃ'delt wurde. Zu Beginn war ich noch ein wenig skeptisch, was sich mir hier eröffnet hat - der Entry-Track "Damage" klingt zu Beginn so dÃ'ster und beklemmend dass ich leichte angst um die qualitÃ't der platte hatte. Doch die Angst verschwand recht schlagartig als Sina's brachiale Stimme an mein Ohr drang: "Don't lose your head, I know the damage has been done" - und wie recht sie mit dieser Zeile hatte. Ich war schlagartig von dem Titel gefangen, und habe ihn mir erst 3x anhören mÃ'ssen bevor ich weiter kam. Was ist so neu und besonders an Damage? Ganz einfach: Es verkörpert alles was Kosheen je produziert haben. Es ist so elektronisch wie Resist, und so melodiös und rockig wie Kokopelli, ohne dabei auch nur ansatzweise wie einer der beiden VorgÃ'nger zu klingen.

Unbedingte Reinhörempfehlung ist der Track Guilty, genau wie die Single "Overkill". Die Scheibe kommt zwar nicht ganz an Resist ran, dafür geht ihr gegen Ende leider ein wenig zu sehr die Luft aus, aber trotzdem ist die Platte noch immer besser als 90% der Sachen die in dem Genre auf den Markt kommen - mindestens!


Human After All
Human After All
Preis: EUR 7,99

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gekauft, Gehört, Gehasst, Gegen die Wand geworfen, Gehört, Geliebt, 8. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Human After All (Audio CD)
Tja...wie war das mit der neuen Daft Punk-Scheibe? Super euphorisch am Release-Termin in den Laden gerannt, das Ding sofort daheim in die Anlage gefeuert: "Human After all" (Den ersten Track) gehört und sofort abgefeiert - so kennt man die Daft'ies: unkommerziell, extravagant, neu, kreativ und vorallem: absolut Daft Punk! "Na, so kanns weitergehen!" dacht ich mir - was dann folgte war ein brutaler Schlag ins Gesicht: "Prime Tme Of Your Life" konnt ich mir nich zu ende anhören, hatte Angst um mein Trommelfell...nun gut, also ab zu "Robot Rock"...sehr geiler Beat, schön knackig...in den ersten 30 Sekunden..."na? kommt da noch mehr?" wohl eher nicht...das Lied zieht sich 4:47 von einem Loop in den nächsten, bietet dabei fast gar keine Abwechslung und steuert dem verdienten Gnadenstoß nur sehr schleppend entgegen...erste Zweifel kratzten an meinem Fan-Herzen. Nun da ich auch "Robot Rock" hinter mich gebracht hatte (das Gefühl ein Videospiel das eigentlich keinen Spaß macht durchspielen zu müssen wurde langsam aber sicher stärker) fand ich mich bei "Steam Machine" wieder...wow, kaum zu glauben wie abwechslungsreich doch "Robot Rock" war...ein Track den man sich maximal anhören kann um dem Chef mit "höllischen Kopfschmerzen" zu kommen...dieses System des endlosen loopens scheint sich durch das ganze Album zu ziehen: "Make Love" ist im späteren Verlauf sehr angenehm, das Periode davor ist allerdings derart öde dass der Finger schon nervös auf der >>-Taste gezuckt hat. "The Brainwasher" ist als Drum'n'Base-Lied sicher zu gebrauchen, leider scheint hier ein brachialer Text zu fehlen der einen Prodigy-mässig gegen die Wand presst - deswegen leider eine vergurkte Nummer. "Television Rules The Nation" mag zwar von der Aussage her ansprechend sein, das endlose geloope und die bis zur unkenntlichkeit verzerrte Stimme trübten den Eindruck allerdings ein wenig. Endlich, endlich, endlich habe ich es gefunden: das langersehnte Hammer-Stück auf diesem (bislang ziemlich verhassten) Silberling: Bei "Technologic" haben die Franzosen endlich mal wirklich alles richtig gemacht: satter Beat, super rhytmischer Text, dicke Bässe - so muss French-House aussehen! Doch lieber ein schreckliches Ende als ein Schrecken ohne Ende haben sich die Beiden wohl gedacht, denn mit "Emotion" setzen sie dem missratenen Musikträger echt noch die Krone auf: über 6 Minuten total schwerfälliges Elektro-Geschrupp ohne wirkliche Aussage, ohne Höhepunkte und vor allem ohne Groove - eigentlich war ich heilfroh als ich die CD aus dem Player nehmen konnte und sie mitsamt der Hülle weit hinten in meinem Regal verstecken konnte.

Dachte ich...

Es hat keine 3 Tage gedauert bis ich anfing "The Prime Time of your Life" vor mich hin zu summen und nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen...ich konnte mich nicht erwehren und zerrte das Ding nochmal aus dem Regal und fing nochmal von vorne an...ich weiss nicht wie sowas geht, aber die Tracks die ich zuvor richtig gut fand sind jetzt zu wahren Genie-Streichen avanciert und die mittelmässigen Tracks mit den langweiligen Loops sind auf einmal vielschichtig und kraftvoll...jeder Titel versprüht seinen eigenen Charm...ausser vielleicht "Steam Machine" gefallen mir inzwischen alle Tracks so gut dass es mir schwer fällt zu sagen ob dieses Album wirklich schlechter als "Homework" ist! Ich glaube wirklich besser ist es nicht - aber in jedem Falle kein Rückschritt wie viele hier behaupten. Leute, hört euch die Scheibe nochmal an und achtet einfach mal auf die kleinen Details der Tracks - jeder davon steckt so voller Ideen, winzigen Feinheiten und genialen Wandlungen (ja die gibt es, sie sind nur nicht so auffällig, da die geloopten Hauptpassagen sehr vordergrundlastig sind) dass man wirklich fast alle als Kunst bezeichnen kann - und viel Kunst auf einem Haufen ist meist ein Meisterwerk. Es ist eigentlich unglaublich wie ein, vermeidlich, so mieserabler Silberling sich so wunderbar wandeln kann. Irgendwie schaffens Daft Punk halt auch dieses mal ihre ganz eigene Art von Kunst dem Menschen zu präsentieren - wieder anders, wieder neu, wieder Daft Punk...

Also an alle die die CD haben und sie zu schätzen wissen: ihr werdet sicher verstehen was ich meine.

An alle die die CD haben und sie "bescheiden" finden: Traut euch das Ding nochmal einzulegen und es auf euch wirken zu lassen. Ich bin mir sicher so wie mir "Prime Time Of Your Life" ans Herz gewachsen ist findet auch ihr sicher einen Track auf dieser Scheibe der euch glücklich machen wird.

An alle die die CD nicht haben/kennen: Es ist schwer solch ein Stück uneingeschrenkt weiter zu empfehlen, da ich mir gut vorstellen kann dass einige den Stil gar nicht gutheißen können bzw. die CD nach einem mal hören gleich wieder loswerdne wollen. Fände es aber schade, würden einige Menschen nicht in den Genuss dieses Werkes kommen, von daher empfehle ich erstmal: CD von nem Bekannten ausleihen oder mal bei Amazon in die Tracks reinhören - wer die Scheibe einmal zu würdigen weiss, der hat lange lange seine Freude dran.

Was ich zumindest aus dieser CD gelernt habe: der erste Eindruck ist nicht immer der tragende, die CD entwickelt sich in einem weiter ohne dass man sie wirklich hören muss...stark...echt stark...

In diesem Sinne, viel Spaß euch mit der CD, wer einmal in den Genuss kommt wird sie nicht mehr missen wollen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2012 1:20 PM CET


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