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Rezensionen verfasst von
Hugin & Munin

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Paranormal Activity
Paranormal Activity
DVD ~ Katie Featherston
Preis: EUR 6,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht aus, Kopfhörer auf und FILM AB!, 7. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Paranormal Activity (DVD)
Was geschieht, wenn man Blair With mit Poltergeist und Drag Me To Hell ineinanderschiebt? Dieses etwas eigenwillige Experiment wagt der Film PARANORMAL ACTIVITY.

Die Story ist erschreckend rasch erzählt: Eine Frau wird seit ihrer Kindheit von eben jenen paranormalen Aktivitäten verfolgt, ihr Partner ist ein Technofreak und versucht, diesen Aktivitäten per Kameraobservation auf den Grund zu gehen. So simpel das klingt, so banal und letztlich unspannend ist das ganze auch. Zusammenfassend möchte ich es einfach in ein + - Raster gießen.
Voraussetzung zur kompletten Betrachtung ist zunächst freilich, dass man sich überhaupt darauf einlässt. Dies ist nicht eben einfach, denn leider sind die Hürden dazu recht hoch. Ich war mehrfach kurz davor, abzuschalten. Was der Film nämlich sehr schlecht macht:

- Es geschieht anfangs nichts. Zwei Leute blödeln vor wackeliger Kamera herum. Totsterbensöde! Nach über dreißig Minuten ist noch nichts Nennenswertes atmosphärisches passiert.
- Die Figuren sind völlig eindimensional. Er lässt sich mit Technofreak, sie mit Verfolgte beschreiben. Mehr bekommt man nicht. Das motiviert nicht gerade, den Film weiter zu schauen.
- Die Schauspieler sind einfach schlecht. Sie soll Angst haben, mehr als große Augen bekommt sie aber nicht hin. Panik? Anspannung? Angst? Völlig Fehlanzeige. Sie bekommt nicht einmal den Zombiewalk ums Bett herum hin. Er ist leider ebenso gurkig, hat ganze zwei Gesichter und wirkt permanent fehl am Platze. Auch die beiden Nebenrollen wirken wie spontan aus dem Beleuchtungsteam gecastet. Man hat das Gefühl einer grottenschlechten RealitySoap. Furchtbar!
- Die Wackelkamera an sich ist ein Medium, das mir greulich auf den Zeiger geht. Es ist unangenehm zu sehen, wirkt aufgesetzt und ist völlig unauthentisch. Technofreak watschelt den ganzen Tag mit Kamera durch die Wohnung. Warum durfte es dann keine Knopfkamera sein sondern musste eine Semiprofessionelle, Tonnenschwere sein? Warum verwanzt er nicht die ganze Wohnung sondern trägt seinen Kamerariesen dauernd herum? Hier wurde sehr viel Potenzial in Sachen Glaubwürdigkeit des Filmes geopfert. Sinnlos. Hat nämlich keinen Vorteil.
- Vermutlich authentisch wirken sollen die Dialoge. Der Film, man sieht es ihm an, war nicht eben teuer. Das Drehbuch aber war nicht nur nicht teuer, es war echt billig. Die Dialoge sind schlicht furchtbar! Was soll das? Ist das so schwer???
- Typisch leider für Horrorfilme sind die Widersprüche und Löcher im Drehbuch. Wie kommt der Geisterflüsterer etwa auf die Idee, ein Dämon wäre am Werken? Die gelangweilt wirkende Kathie beschreibt einen Poltergeist wie aus dem Lehrbuch. Dann kommt der Ghostbuster und geht einfach wieder...ehm, was sollte der Auftritt? Der Technofreak mit einer Kamera, die peinlichen Bilderbücher mit Dämönchen drin, das Fußspuren und Brennschnipsel hinterlassende DING ... auweia! Im Grunde durchzieht den Film eine breite Spur an Fettnäpfchentritte.

Und doch: Wenn man sich durch diese zähen Hindernisse gebissen hat bekommt man einen Horrorfilm, der Nachhallt. Zwei Dinge nämlich macht der Film wirklich gut:

+ Er baut durch seine langsame, obsessive Art eine enorme Erwartungshaltung und -spannung auf. Man schaut (und hört!) ganz genau hin...
+ Er ist ein echter Nachbrenner. Die gesteigerte Aufmerksamkeit hält nämlich an und kann einem nette Nachtgeräusche bescheren, welche den Nachtschlaf deutlich herabsetzen...

Schade, dass wieder mal ein enormes Potenzial einer (nicht eben neuen) Idee komplett aus dem Fenster gekippt wird. Der Film macht abgesehen von den erwähnten logischen Brüchen, die gesamte Atmosphäre permanent und penetrant durch Auflockerungsszenen kaputt. Katie morgens vor dem Spiegel. Toll. Auf dem Sofa lesend. Ui! Auf dem Klo pinkelnd. Ehm, was soll das? Was eigentlich ein ruhiger, doch unaufhörlicher Spannungsaufbau sein könnte versickert alle fünf Minuten wieder in der Peinlichkeit.
Und dennoch hat er was. Gerade weil der Film kaum Schockeffekte hat nagt er an den Nerven. Von der peinlichen Schlussszene mal abgesehen. Die extrem ruhigen Nacht-Bilder lassen einem regelrecht in den Fernseher kriechen, um bloß nichts zu verpassen. Um die Atmosphäre voll auszukosten rate ich daher dringen allein im Dunkeln mit Kopfhörern (5.1!) zu sehen. Dann ist man voll dabei und erlebt eine Authentizität, die echt gruselt!
Ich gehe davon aus, dass der Film auch genau so konzipiert ist. daher die verhältnismäßig hohe Wertung.
Fazit:
Holpriger doch atmosphärischer Grusel, der intensiv genossen werden möchte. Dann empfehlenswert!


Nachtgoblin Regimentsbox
Nachtgoblin Regimentsbox
Wird angeboten von stargamesbazar
Preis: EUR 41,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Furchtbare Verschlimmbesserung, 7. November 2011
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Nachtgoblin Regimentsbox (Spielzeug)
Das Erste, was auffällt, wenn man die "neue" Regimentsbox der Nachtgobbos in Händen hält ist, wie schmal die Box im Vergleich zum Vorgängermodell ist. Auch die Beispielabbildungen lassen nichts Gutes erahnen.
Hat man dann die Gussrahmen herausgepellt, wird einem schlagartig der Preis für die drei Netzgitz bewusst. Statt der vorherigen fünf Gussrahmen sind es heuer nur noch drei. Statt wie bisher die Gobbos aus Beinen, Oberkörpern, Köpfen und Armen einzeln zusammenzuflicken sind nun Torso, Kopf und Beine bereits zusammengebaut, nur die Arme sind noch frei verfügbar. Zum Einen ist die wunderbare Vielfalt, die die Wahrhammer-Bitz sonst auszeichnete damit dahin. Alle Figuren sehen (fast) gleich aus. Zum Anderen sind die Figuren viel kleiner als die vorherigen Modelle. Die Schädelpass-Box hat's vorgemacht, jetzt sehen alle Nachtgoblins genau so aus, wie die Billig-Kameraden aus der alten Starterbox. Das Einzige, was sich nicht verändert hat ist der Preis. Und die Spezialwaffen, die Netzgitz, sind jetzt enthalten. Da nun aber die Qualität der Figuren meines Erachtens deutlich schlechter wurde, ist dieses Produnkt vom Preis-Leistungs-Verhältnis noch viel schlechetr als die sonstigen ohnehin überteuerten Warhammer Boxen. Sollte ich also in Zukunft meine Nachtgobbos verstärken wollen, muss ich die alten Regimentsboxen bei ebay und Co erweben. Ärgerlich, zumal die neuen gemeinen Gobbos nur eine neue Umverpackung erhielten, der Inhalt ist (fast) gleich geblieben.

FAZIT:
Lieber die alten Boxen oder Schädelpass-Figuren bei ebay ersteigern. Das hier macht einem Bastler echt keinen Spaß.


Clipless Case Edel Leder-Etui für Samsung SGH-G800
Clipless Case Edel Leder-Etui für Samsung SGH-G800
Wird angeboten von Handy-an-Bord - Clipless Case Zubehör
Preis: EUR 8,99

2.0 von 5 Sternen Cliples? Haltlos!, 21. September 2011
das G800 passt wie angegossen in das Ledertui, zugestanden. So wird's vor Stößen und Kratzern gut geschützt. Sieht auch edel aus. Man sollte es aber in einer Handtasche transportieren oder dekorativ auf dem Schreibtisch platzieren. da nämlich das Etui ein weiches Futteral hat, hält es das handy nicht im Mindesten fest. Schon mehrfach ist mir mein G800 in hohem Bogen durch die gegend geflogen, weil ich es am Etui aus der Tasche zog. Das Etui wirkt dabei wie eine Schleuder. Zum Glück ist das samsung stabil, so muss ich nur eine neue Tasche kaufen, das handy hat die Stürze überlebt...


Black Primer Sprühfarbe
Black Primer Sprühfarbe
Wird angeboten von CHIPS
Preis: EUR 11,29

4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Umweltschädigende, stinkende Verschwendung, 21. September 2011
= Haltbarkeit:1.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Black Primer Sprühfarbe (Spielzeug)
Im Grunde sagt die Überschrift schon alles. Naturgegeben sprüht eine Sprüh-Grundierung grob geschätzt 50-75 Prozent der Farbe in den hoffentlich aufgestellten Auffangschirm. Oder, wenn man die Figur auf nem Korken in der Hand hält, in die Landschaft. Da sie dies auch noch mit Treibgas tut ist es nicht nur Verschwendung, sondern auch eine echte Katastrophe für die Umwelt. Das Ganze stinkt noch furchtbarer als es die alten Haarsprays der 80er taten. Außerdem müssen verborgene Stellen an den Miniaturen ohnehin nachgepinselt werden. Wozu brauch ich die Dose dann?

natürlich sollte man Minis grundieren, keine Frage! Ich tu das mit ganz normaler schwarzer oder weißer Farbe. So werden die Minis gleich vollständig grundiert, ich schau mir die Feinheiten jeder Figur schon mal beim Bepinseln an und mal von den oben beschriebenen Nachteilen ist der Primer viel teurer!

Mein Eindruck der Geschichte ist, dass GW die Lizenz zum Gelddrucken entdeckt hat und diese weidlich ausnutzt. Nicht mit mir!

Sinnloser Müll fürn gelben Sack.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2012 12:29 PM MEST


Schwarzfuss-Test-Testmappe
Schwarzfuss-Test-Testmappe
von Louis Corman
  Sondereinband

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoller, sehr guter projektiver Test, 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Schwarzfuss-Test-Testmappe (Sondereinband)
Schweinchen Schwarzfuß als Identifikationsfigur wird bei diesem Karten Set in 18 verschiedenen Situationen familiärer oder allgemein sozialer Umgebung dargeboten. Hierbei zeigen sich auch bei kognitiv sehr schwachen oder recht jungen Kindern Konfliktherde in der Familie, der sozialen Interaktion und der allgemeinen emotionalen Befindlichkeit. Zudem sind die Bilder stellenweise so gestaltet, dass aufgrund der entstehenden Geschichte das Maß der Aufmerksamkeit oder die Beobachtungsfähigkeit des Kindes beurteilt werden kann.

Im Gegensatz etwa zu dem abstrakteren Rorschach Test bietet der Schwarzfuß Test die Möglichkeit, familiäre Systeme zu diagnostizieren. Dank des projektiven Charakters verletzen die Kinder zudem keinerlei Loyalität, es ist ja nur das Schweinchen, dem Widrigkeiten widerfahren. Verweigerungen sind nur sehr selten zu beobachten.

Die Testmappe alleine ist bereits gut zur Anwendung geeignet. Das Anwendungs- und Auswertungshandbuch zeigt deutlich die analytischen Wurzeln und wird von einem erfahrenen Familientherapeut nicht benötigt.

Ich verwende die Bildkarten oft und gerne gerade bei misshandelten und vernachlässigten Kindern. Manchmal entsteht eine durchgehende Geschichte, manchmal ein Flickenteppich aus einzelnen Aussagesätzen. In jedem Fall genießen die Kinder die selbst erdachten Geschichten und erlauben so einen guten Einblick in das eigene Seelenleben.

Sehr zu empfehlen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 26, 2013 10:03 AM MEST


Eagle Eye - Außer Kontrolle
Eagle Eye - Außer Kontrolle
DVD ~ Shia LaBeouf
Preis: EUR 12,98

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade drum..., 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Eagle Eye - Außer Kontrolle (DVD)
Bedrohung durch Überwachung, Vernetzung und dadurch nahezu allmächtige Kontrolle ist nicht eben neu im Genre der paranoiden Verschwörungs-Thriller. Dennoch kann das gut funktionieren, wie es z.B. in Staatsfeind Nr1, Fletchers Visionen oder das Netz sehr schön und nicht unbedingt bierernst vorgemacht wurde.

Hier wird ein schlechtes Drehbuch mit Szenenabfolgen und Dialogen, wie sie in Schüleraufsätzen besser vorkommen, verwackelter und schlecht geführter Kamera mit eindeutigem ADHS, völlig überforderten oder vielleicht einfach unmotivierten Darstellern zu einem Übelkeit erzeugenden Brei verrührt, mit maßlosen und stellenweise unfreiwillig komischen Special Effects zugekleistert. Das reicht einfach nicht, um die dümmlichen Konfliktlösungen (Sensor kaputt - Maschine kaputt), die logischen Löcher (allwissender Computer kennt keine Morsezeichen?) und die grausige Vorhersehbarkeit (Mein Bruder war nicht böse!) nebst wirklich schmerzhafter patriotischer Ergüsse zu übertynchen.

Den Pflicht-Stern bekommt Billy-Bob Thornton, denn es ist der einzige Lichtblick, ihm beim Waten durch diesen Sumpf zuzusehen.

Dann lieber Sandy Bullock beim Blumenpflanzen zusehen, das hat seinerzeit mehr Laune gemacht.


Drag Me to Hell [Director's Cut]
Drag Me to Hell [Director's Cut]
DVD ~ Alison Lohman
Preis: EUR 5,03

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal Hölle und zurück, bitte!, 7. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Drag Me to Hell [Director's Cut] (DVD)
Eine etwas unsichere, aber sympathische und zielstrebige Bankangestellte kommt aufgrund von unglücklichen Zufällen in Kontakt mit finsteren Mächten. Ebensolche, diesmal eher glückliche, Zufälle schubsen sie auf einen (erstaunlich kompetenten) Esoteriker, der sie fortan gegen die Stimmen von Kritikern und Ungläubigen unterstützt, gegen die finstren Mächte anzugehen. Mehr möchte ich von der Handlung nicht verraten, mehr passiert im Grunde auch nicht.

Dieser wahrlich dünne Handlungsfaden macht eigentlich nicht wirklich Lust auf mehr. Eigentlich, denn dann liest man, dass Sam Raimi Regie geführt hat. Oh, spontan fällt mir kein Film ein, den der Herr des Teufelstanzes versiebt hätte. Produziert zusammen mit seinem Bruder Ivan. Da dieser bereits an den Drehbüchern zu Spiderman und dem berüchtigten Tanz der Teufel mitwirkte ist nun vielleicht doch Interesse geweckt.

In den ersten zehn Minuten machen uns nun die Raimi Brüder klar, was wir zu erwaten haben. Kompromisslos und laut werden uns die Horroreffekte um die Ohren gehauen. Wem nach diesen zehn Minuten der ersten Höllenfahrt mulmig ist, der sollte abschalten. Der Film erinnert in seinen neophobischen Horror- und Matscheffekten ziemlich deutlich an den Tanz der Teufel. Zwar werden (zum Glück) keine Menschen in Fetzen gerissen, diverse Körpersäfte fließen dennoch gelegentlich etwas bis gänzlich überzogen. Das kreischende, übergriffige, geifernde, sabbernde Böse ist denn auch allgegenwärtig und neben gehörigen -BUH!- Effekten sind Handgemenge an der Tagesordnung, die an jene kleine Waldhütte erinnern...

Der Film nutzt und persifliert Horror- und Schockeffekte, eigentlich weiß man immer, wann was kommt. Dennoch unterhält er gnaden- und kompromisslos gut. Den hartgesottenen sei geraten: Schaut ihn Euch alleine an...bei Nacht...über Kopfhörer!

Zwei Dinge nur, die mir neben der extremen Geradlinigkeit auffielen:
Erstens:
Die beiden Hauptdarsteller sind völlig überfordert und schaffen es nicht im Ansatz, die Emotionen der Charaktere adäquat darzustellen. In keiner Situation sah ich den Horror, den ich selbst spürte im Gesicht der Darsteller. Schade, Raimi hatte sonst immer ein Händchen fürs Casting...
Zweitens:
Ist ein Spoiler, weshalb ich mir erlaube, diesen in einem Kommentar anzuhängen.

Dennoch kosten diese beiden Auffälligkeiten einen Stern.

Was bleibt?
Eine hammerharte Höllenfahrt, die ich zum Glück in der oben beschriebenen Weise erleben durfte. Bei Störgeräuschen, Ablenkungen oder gar Dazwischengequatsche geht der Film und seine unglaublich dichte Spannung einfach kaputt.

Die Extras meiner Ausgabe sind ein Witz, darauf hätte ich verzichten können. Hintergründe zum Cast und der Handlung, den teilweise gut recherchierten, teilweise völlig verquasten esoterischen Suppenbeigaben etwa wäre mal was witziges gewesen. So allerdings... hätte ich ihn auch im TV sehen können. Wenngleich er mit Sicherheit aufgrund der üppig sprudelnden Körpersäfte (nein, nicht nur Blut) wohl total zerschnitten wird...Also genau auf die EXTRAS schaun!

Sehen, JA! Aber diese DVD Version kaufen? Naja...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 11, 2011 10:20 AM CET


Asmodee - Libellud 200706 - Dixit - Spiel des Jahres 2010
Asmodee - Libellud 200706 - Dixit - Spiel des Jahres 2010
Preis: EUR 25,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fantastisches Kartenspiel, 5. Januar 2011
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Dixit, ein Spiel das offenkundig die Spielgemeinde spaltet. Im Gegensatz zu den sonst üblichen familientauglichen und recht mainstreamig gehaltenen Regel-Spielen, welche den Titel Spiel des Jahres erhalten ist Dixit etwas anders. Hier wird auf die Fähigkeit zur Kreativität, Assoziativität und gelegentlich ein wenig Telepathie gesetzt.

Dixit besteht im Großen aus 84 Karten. Diese Karten sind etwas übergroße Vollbildkarten. In harmonischen, vollen Farben werden teilweise fantastische, teilweise expressionistische, in jedem Fall aber ästhetische Bilder auf diesen schönen Karten dargestellt.

Der Erzähler assoziiert frei zu einer seiner Karten. Was immer dabei raus kommt, es sollte den Anderen auch ein Begriff sein. Ein Lied, ein Wort, ein Sprichwort, Filmzitat, Liedertext, was auch immer. Die Mitspieler tun dies nun rückwärts, das heißt, zur gegebenen Assoziation wird eine Karte ausgewählt. Dadurch ist es möglich, das Spiel bereits mit recht kleinen Kindern zu spielen. Sofern diese mit der Assoziation etwas anfangen können. Auch kann man die Assoziationsbereiche eingrenzen, spezifizieren oder variieren.

In unserer Runde ist das Spiel sehr gut angekommen, wesentlich besser als die ausgezeichneten Spiele der vergangenen Jahre. Etwas störend ist es, wenn man die Bilder kennt und die vorherigen Assoziationen noch im Kopf sind. Ab der fünften Runde ist das aber auch rum und der Spielgenuss ist wieder voll da.

Dummerweise kommt hier ein großes ABER:
Die Punkte-Mechanik soll wohl motivieren, da aus reiner Ästhetik niemand zusammen zu spielen scheint. Das Punkte System ist nicht stimmig und degradiert das feinsinnige Spiel zum Gewinnen-Wollen. Natürlich mal wieder mit Siegpunkten auf der Kramer-Leiste, die ich ohnehin nicht mehr sehen kann. Wir spielen das Spiel mittlerweile ohne Punkte, nur zum Vergnügen. Das macht uns deutlich mehr Spaß.

Vom Grundprinzip ist Dixit ein Kartenspiel. Es wäre daher durchaus machbar, das Spiel in einem Kartenschuber von 10x15 cm auszuliefern. Die albernen Osterhasen, die über das noch albernere Blumenwieschen (Kramerleiste im Karton implementiert) dem Sieg entgegenhüpfen ist, nun, sagen wir überflüssig. Die Stimm-Kärtchen wären problemfrei in jede kleine Schachtel hinein gegangen. Dann wäre man bei einem Realpreis von 10-15 Euro angekommen. Mit der unsinnigen Schachtel aufgebläht, die nur das Regal unnötig vollstopft kommen wir aber fast auf den doppelten Preis. Und das ist nichts weiter als Geldmacherei. Schade.

Dixit ist trotz Allem ein schönes Spiel und im Gegensatz zu den meisten Spielen des Jahres regt es tatsächlich die Phantasie an. Daher ziehe ich für die Ärgerlichkeiten nur einen Punkt ab. Sich für Dixit 2 zu entscheiden ist allerdings meines Erachtens Unsinn. Das Spiel kann mit jedem Satz Bildkarten, sogar mit Wahrsagekarten wie etwa Lenormand, Kipper oder gar Tarotkarten gespielt werden. Wozu die überteuerten Karten kaufen?

Mit den besagten Einschränkungen daher: Kaufempfehlung!


Der verbotene Schlüssel
Der verbotene Schlüssel
DVD ~ Kate Hudson
Preis: EUR 4,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nix Neues, 10. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Schlüssel (DVD)
Wieder ein Mal ein Suspense-Grusler. Das ist fein, denn diese Sorte Film mag ich. Problem freilich: Ich kenne derer gar viele. Egal, mal schaun, wie der verbotene Schlüssel abschneidet gegen die teilweise gar mächtige Konkurrenz wie Angel Heart, The Ring, Echoes, 6th Sense, The Gift, Gothika und wie sie alle heißen.

Der Film reiht sich ein in die lange Schlange der meist prominenten und gut besetzten Filme, die eher durch Atmosphäre als durch Brutalität bestechen. Hier also Kate Hudson, Peter Sarsgaard, Geena Rowlands und John Hurt, die sich ein Stelldichein und Psychoduell geben.

Oh, Ort der Handlung Lousianas Sümpfe. Dann ist wohl Voodoo angesagt. Jepp. Nicht neu, kann aber funktionieren. Angel Heart hat's vorgemacht.

Sterbebetreuerin kündigt aus humanitären Gründen und will persönlichere Betreuung leisten. Freundin rät vom Job ab. Hm, Neuanfangsszenario mit Beste-Freundin-Muster. Dann wird die persönliche oder Familiengeschichte der Hauptdarstellerin abgearbeitet? Jau, der Papa starb ohne nötige Aussprache. Darum geht's zumindest anfangs vordergründig.

Arbeitgeberin sträubt sich, die Hilfe anzunehmen, hat eigenartige Beweggründe (Sie versteht das Haus nicht). Dann geht's um Geister der Vergangenheit? Recht schnell werden wir mit alten Fotos und Geschichten konfrontiert, also schon wieder ein JA!

Da ich keinen Spoiler produzieren will breche ich diese Klischeesammlung hier ab. Leider nimmt sich der Film nämlich die Frechheit heraus, nur und ausschließlich Vorhersehbares und Klischeeartiges aneinander zu reihen. Der Uraltgag der verbotenen Spiegel kommt so dröge wie die schlechten Omen, die Wäscherei die eine Black Magic Woman beherbergt, die knarrenden Treppen, quietschenden Türen und eigentlich alles, woran man so spontan denkt, wenn man einen Grusler im schwarzen Süden der USA spielen lassen möchte. Besonders nervig: PERMANENTES GEWITTER! Ich kann's echt nicht mehr sehen!

Wer das Filmformat kennt und der Handlung (und natürlich den Brotkrumen am Wegesrand) folgt, der wird zu keiner Zeit überrascht, erschreckt, gegruselt. Sehr vorhersehbar das Ganze. Aber schick in Szene gesetzt. Das Haus, die Umgebung, die Natur, die Stadt, die Menschen...schöne Bilder, recht authentisch, macht eigentlich Laune sich anzusehen. Gelegentlich ist die Kameraführung derart verdreht, dass man an Shining erinnert wird. Gut!

Bitter natürlich, zwei gestandenen Veteranen wie John Hurt und Geena Rowlands ein Newbee wie Kate Hudson vor die Nase zu setzen. Gegen das routinierte Spiel der Beiden sieht Kates Erschauern aus als hätte sie ihre Brille verloren. So was kommt eher als Ohrfeige gegen die Hauptactrice rüber denn als gelungenes Casting. Naja. Peter Sarsgaard ist leider aufgrund seiner Rollenfestlegung ein totaler Fehlgriff. Schade, denn der Mann ist eigentlich gut.

Übrig bleibt ein Film, der schick anzusehen, eine krude Klischeesammlung und dadurch komplett vorhersehbar ist und letztlich vom Spiel seiner (guten) Akteure lebt. Wem Gothika nicht zu schnarchig war, der wird auch hier zufrieden zugreifen und die beiden Filme nebeneinander ins Regal bunkern. Wer gerne authentische schwarze Zauberei sehen würde, wer gerne mal wieder überrascht oder gegruselt werden will, der soll hier die Finger weg lassen. Hier gibt's nur Klischees. Das eine Mal hab ich's trotzdem gerne angesehen.


Gothika
Gothika
DVD ~ Halle Berry
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 9,60

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Kessel Buntes, 21. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Gothika (DVD)
In einem finsteren Wäldchen, auf dem Hügel, da steht eine alte Festung. Zuckend erleuchtet von einem Blitzgewitter, das seines Gleichen sucht. Ein Gruselschloss und Hort von Irren und Absonderlichem.

Ein Film, der so beginnt scheucht einem erst mal ein Grinsen aufs Gesicht. Das kann nur ironisch gemeint sein. Achtung, Ihr Sixth Senses, Gifts, Echoes, Ringe und Co, jetzt werdet Ihr kalt abgegeduscht!
Ehm, nöp. Leider. Das meinen die wirklich ernst. Drum wird in diesem Film nur einer nass: Der Zuschauer! Und natürlich Halle Berry in Regen und Pool... ;o)

Vielleicht gehen wir mal der Reihe nach vor.
Zunächst wird uns also die Örtlichkeit vorgestellt. Eine burgartige Baracke, die nur aus dicken Wänden, Zellen, Gittern und flackernden Lichtern zu bestehen scheint. Das Kuckucksnest aus Formans gleichnamigen Film wirkt plötzlich wie ein lustiges Landschulheim. Was soll dieser Klischeehaufen? Hat man den Blaufilter nicht von der Linse bekommen?

Dann werden uns die Personen vorgestellt.
Halle Berry als kompetente und beliebte Psychiaterin. Intelligent, rational, engagiert.
Robert Downey Jr als in Halle verknallter Psychiater, nicht minder kompetent und als gleichwertiger Kollege zu Halle.
Dann wird's schon eng, denn die folgenden Personen werden nur kurz eingestreut und sind im Flackerlicht nur Schemen ihrer selbst. Die Cruz als Psycho, die Halluzinationen von Vergewaltigungen hat, ein paar wuselnde Krankenschwestern, ein Bulle, der den Ehemann grüßt, ein Chef, der mal eben hallo sagt...
Der Film schubst uns also darauf, dass es um ein dyadisches Spiel von Frau und Mann geht.
Und was tun die? Die hochkompetente Psychiaterin bekommt einen Schreianfall nach dem anderen als sie in einer unerwarteten Konfliktsituation steckt.
Der verknallte Kollege spachtelt sie mit veralteten und unpassenden Plattitüden von Halluzinationen und psychotischen Schüben zu statt ihr mal zwei Minuten zuzuhören oder gar auf die Idee kommen, ihr zu helfen.
Wozu bekam ich die beiden dann vorgestellt, wenn sie sich fürderhin ganz anders verhalten?

Nach diesen Schauerklischees (Gruseliges Setting, ausweglose Situation, sich verabschiedende Freunde) tauchen natürlich noch die Gespenster auf, die sich nicht zu schade sind, gehauchte Botschaften, geöffnete Türen, flackernde Licht, BUH! Effekte (was macht die Eule in der Psychiatrie?) und natürlich das allseits beliebte Gewitter herbei zu zitieren, um eine fröhliche Klischeeorgie zu feiern. Wer sich den Spaß macht kann ja mal die zitierten (oder beklauten?) Filme nachzählen. Der Raubzug geht wirklich von Shining und dem Kuckucksnest über das Gruselschloss, Haunted, Gothic und Co bis zu den oben genannten Gruslern.

Wobei apropos gruselig: Der Film beweist eindrucksvoll, dass es nicht reicht, Schreckeffekte, blutige, schmutzige Kinder und das Sammelsurium der Klischees aufzuhäufen, mit ein paar guten Schauspielern zu garnieren und als Gruselschocker zu verkaufen. Das ist einfach nicht gruselig! Der Film bietet innerhalb der Handlung nur geradliniges, vorhersehbares Einheitsgemüse. Nicht ein einziges Mal ist man erstaunt, erschüttert, verstört. Der Film erspart sich sogar den für das Genre üblichen Schlussdreher. Klischeeorte, Klischeehandlung, Klischeeauflösung.

Was mich so richtig ärgert dabei: Die Grundidee der Handlung ist gut. Der Ort der Handlung hätte was hergemacht, wenn man ihn z.B. von der forensischen Psychiatrie zum Frauenknast gemacht hätte. Und die Darsteller sind allesamt klasse. Der erste Film von Frau Berry in dem sie glaubhaft im Sinne des Drehbuchs agiert und durch die Natürlichkeit sogar eine wirklich hübsche Frau ist. Downey Jr bringt den überforderten Psychiater ebenso glaubhaft rüber wie Mr Hill den ebensolchen Chef.
Was aber letztlich draus geworden ist kann filmisch nur als Gurke bezeichnet werden. Unrealistisch, ideenlos und lieblos zusammengestückelt aus vielen, deutlich besseren, Filmen und uralten, ausgelutschten Klischees. Mit ein wenig Humor wär's noch ne gute Persiflage geworden. So ist es ein Absacker, wenn sonst gar nix mehr im TV kommt oder als DVD ein unfreiwillig komischer Audiokommentar des Regisseurs.
Auf DVD bekommt man immerhin noch das Musikvideo mit, etwas schärfer als auf Youtube, ein eher sparsames Making of und Krankenakten, von denen man sich als Fachmann nur gegruselt abwenden kann. War das als Grusel-Easter-Egg gedacht? Wer stand bei diesem Film nur beratend zur Seite?

Kaufempfehlung ganz klar nur für Fans von Halle oder Kuriositätensammler.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2011 11:56 AM CET


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