Profil für D. Schlüter > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von D. Schlüter
Top-Rezensenten Rang: 730
Hilfreiche Bewertungen: 578

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
D. Schlüter
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10
pixel
bequiet! SHADOW ROCK SLIM BK010 CPU-Kühler
bequiet! SHADOW ROCK SLIM BK010 CPU-Kühler
Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 39,90

4.0 von 5 Sternen In guter Kompromiss aus Platzbedarf und Kühlleistung bei sehr geringer Lautstärke, 27. Dezember 2014
Ich habe mir den Slim bestellt, da ich vorzugsweise einen Office PC benötige der in den meisten Fällen keine sonderlich hohe CPU Last aufweisen wird. Sofern dann doch gespielt wird, darf es hingegen auch gerne ein paar dB lauter sein, da ich dann ohnehin Kopfhörer benutze. Mit dieser Vorgabe habe ich den Shadow Rock Slim gekauft.

__________________
Aufbau/Eigenschaften

Man sollte sich vom Namen SLIM nicht allzusehr täuschen lassen, denn wirklich kompakt ist auch dieser Kühler nicht. Seine Höhe ist selbst für ausgewachsene Gehäuse (LianLi PC-6) schon grenzwertig, überschreitet sogar die offiziell installierbare Größe von 160mm leicht. Die Breite, und darauf kam es mir an, ist allerdings im Rahmen. So erlaubt der Kühler auch im eingebauten Zustand den vollen Zugriff auf alle RAM-Bänke bei meinem MSI 1150 Board. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut, der Kühler kommt sauber verpackt und mit einem gewohnt guten beQuiet Silent Lüfter daher. Die Heatpipes sind sauber verarbeitet und die Sockel-Oberfläche ist sehr glatt und mittels Folie geschützt. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir, dass die gesamte Backplate-Seite, die später zum Board zeigt mit einer nicht-leitetenden Schicht überzogen ist, die auch mit Schaumstoff oder etwas Ähnlichem verhindert, dass man sich Kratzer ins Board haut.

_________
Installation
Hier bin ich etwas gespaltener Meinung und letzen Endes führt dies auch zum Punktabzug. Auf der einen Seite ist die Installation denkbar einfach. Backplate andrücken, die Push-Pins von hinten durchschieben und mittels kleinen Kunststoff-Abstands-Haltenasen auf der anderen Mainboardseite fixieren.
Anschließend die Bügel des entsprechenden Sockels am Kühler anschrauben und auf das Board aufsetzen. Nun das Board anheben, sodass man an die unteren Push-Pin-Schrauben herankommt und diese dann mittels Schraubendreher, idealerweise immer schön diagonal, festziehen. Fertig.

Klingt einfach und ist es eigentlich auch. Ich habe diese Einfachheit aber erst durch das Betrachten von 2-3 Youtube Videos erfahren dürfen. Denn die Anleitung ist erstens wirklich sehr sehr klein gedruckt und zum anderen sind diese schematischen Zeichnungen nicht immer sofort selbsterklärend. Hier hätte ich mir von einem deutschen Hersteller, der (zu Recht?) auch hohe Preise für seine Produkte ausruft, schon eine bessere Anleitung gewünscht. Und wenn Papier zu teuer ist, dann bitte, wie bei MSI mittels QR Code Links zu Videos auf der eigenen Homepage die es dort näher erklären.

_______
Ergebnis
Der Lüfter macht seinem Namen alle Ehre. Sicherlich, und zu Recht, wird es häufig kritisiert, wenn jemand sagt seine Lüfter wären unhörbar oder lautlos. Und ich finde diese Aussagen ebenfalls albern. Man muss in der Praxis aber schon wirklich mit dem Ohr unmittelbar vor dem Lüfter hängen um diesen im Idle-Betrieb herauszuhören. Bei voller Leistung ist er zwar verhältnismäßig leise, aber auch eben nicht mehr "quiet".

Mit der Abwärme meines Xeon 1230 V3 kommt der Slim allerdings sehr gut zurecht. Auch auf niedriger Lüfterdrehzahl. Die Temperaturen liegen derzeit bei 26-28C° im Idle Modus und bei ca. 56-59C° im Prime-Vollastbetrieb und entsprechend hochgedrehter Lüfterdrehzahl. Für all diejenigen unter uns, die nicht vorhaben signifikant zu übertakten und die damit leben können dass der Lüfter aufgrund der kleineren Kühlfläche bei Vollast geringfügig hochdrehen muss und den alten Boxed-Lüfter loswerden wollen, dürfte der Slim sehr interessant sein.


Panasonic eneloop pro AA Ready-to-Use Mignon NI-MH Akku BK-3HCCE/4BE (2.450 mAh, 4er Pack) -
Panasonic eneloop pro AA Ready-to-Use Mignon NI-MH Akku BK-3HCCE/4BE (2.450 mAh, 4er Pack) -
Preis: EUR 14,16

5.0 von 5 Sternen Endgültiger Batterie-Ersatz - Auch bei leistungshungrigen Anwendungsbereichen, 21. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich verwende schon seit etlichen Jahren SANYO Eneloop Akkus. Insbesondere wenn man viel im Bereich Hausautomation über Funk betreibt wären innerhalb weniger Monate wieder etliche neue Batterien fällig. Zudem geht die Spannung bei normalen Batterien ziemlich schnell runter, während Akkus eine gewisse Grundspannung fast bis kurz zum Schluss beibehalten. Mit der geringen Selbstentladung ist durch die Eneloops ein Einsatz selbst in Fernbedienungen denkbar, sofern der Hersteller keine Batterien mitgeliefert hat.

Alles gut und schön, dennoch gibt es immer mal wieder Anwendungsbereiche, bei denen die normalen Eneloops mit einer Kapazität von 1900-2000mAh durchaus Platz für Verbesserung bieten. Das ist bei mir insbesondere ein häufig arbeitender Heizungs-Stell-Motor, eine Funk-Tastatur und eine Funk-Maus. Desweiteren habe ich noch eine gute, alte, Canon Digitalkamera der ersten Stunde, die sich noch mit 2xAA füttern lässt. Alles Anwendungsgebiete, bei denen eine hohe Selbstentladung zwar auch nicht wünschenswert ist, aber es doch primär darum geht einen konstanten Verbrauch möglichst lange abzudecken.

Hier kommen die Eneloop Pro ins Spiel die diese Lücke meines Erachtens perfekt ausfüllen. Die Selbstentladung ist zwar etwas höher als bei den normalen Eneloop Akkus, allerdings auch noch in einem fast unwichtigen Ausmaß, zumindest, wenn man nicht plant diese Akkus 3 Jahre in einen Schrank zu legen und unvorbereitet einen Ausflug mit seine Digitalkamera zu machen.

Auch die Anzahl der beworbenen Ladezyklen ist DEUTLICH reduziert. Wir reden aber immer noch von ca. 500 Ladezyklen, was im normalen Alltag immer noch etlichen Jahren entsprechen dürfte. 2000 Zyklen und mehr haben für mich fast eher Marketing-Charakter denn einen tatsächlichen praktischen Nutzen. In 10-15 Jahren sieht die Akkuwelt doch vermutlich wieder ganz anders aus.

Panasonic wirbt damit, dass diese Akkus nach einem Jahr noch bis zu 85% Energie-Ladung aufweisen. Das wird bei mir leider nie feststellbar sein, da ich diese Akkus seltenst länger als 2 Monate lagere. Desweiteren verspricht Panasonic eine Kapazität von 2450mAh und somit knapp 25% mehr als normale Eneloops.

Bei mir hat sich dies durchgehend bestätigt. Mittels Break-In Methode habe alle Akkus mal in meinen MH-C9000 Lader geworfen und habe bei allen Akkus eine Spannung zwischen 1,44-1,46V gemessen sowie eine Kapazität von 2495-2599mAh, was die Vorgaben sogar noch übertrifft und zudem eine sehr geringe Serienstreuung beweist. Ähnlich positive Effekte habe ich bei den normalen Eneloops auch erzielt, hier zum Teil sogar 100mAh über beworbener Mindestkapazität.

Ich bin mit den Akkus hochzufrieden und sofern sie keine Ausfälle vorweisen bleibt es auch bei der vollen Punktzahl. Preislich sind die normalen Eneloops aber attraktiver und sind zumindest auf dem Papier auch robuster und langlebiger. Inwieweit das wichtig ist, sollte jeder selbst entscheiden, denn 2000mAh sind für den normalen Gebrauch auch meist völlig ausreichend. Und im Gegensatz zur Batterie kann man ja einfach wieder volladen.

Von mir aber dennoch klare Kaufempfehlung für all Diejenigen, die bereits ihre etwas leistungshungrigen Anwendungsgebiete ausgemacht haben.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link


AVM FRITZ!Box 3490 (VDSL-/ADSL2+, Dual-WLAN AC + N mit 1.300 MBit/s (5 GHz) + 450 MBit/s (2,4 GHz), 4x Gigabit-LAN, Mediaserver
AVM FRITZ!Box 3490 (VDSL-/ADSL2+, Dual-WLAN AC + N mit 1.300 MBit/s (5 GHz) + 450 MBit/s (2,4 GHz), 4x Gigabit-LAN, Mediaserver
Preis: EUR 153,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fritzbox 3490 - Verzicht ohne Verzicht?, 20. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Fritzbox 3490 und ihre Vorgänger haben es schwer. Sie stehen stets im Schatten der großen Schwestermodelle 7270, 7390 und jetzt 7490. Zu Recht? Das zu entscheiden sei jedem selbst überlassen, ich finde, dass AVM mit den jetzigen Modellen 7490 und 3490 die Konkurrenz im eigenen Haus geschaffen hat. Konkurrenz.... oder wäre hier der Begriff ideale Ergänzung besser?

Bei mir jedenfalls arbeitet die 3490 seit einiger Zeit nun als Zweit-"Router". Warum und wieso und wie die 3490 sich so schlägt, darauf gehe ich später ein.

********************************
Ausstattung und Äußeres
********************************

Die 3490 ist unverkennbar der Zwilling der 7490. Abmessungen und Gehäuse sind bis auf die fehlenden (Telefon-)Anschlüsse identisch. Das Netzteil der 3490 scheint hingegen für eine etwas niedrigere Leistungsaufnahme durch den Router ausgelegt zu sein. Die Oberfläche ist, entgegen dem Trend, in einem angenehm matten rot gehalten. Das passt zur AVM Optik und hat den netten Nebeneffekt, dass sie nicht sofort bei jedem Staubkorn dreckig aussieht. Handbuch, Netzwerkkabel, Netzteil... AVM liefert auch hier wieder alles mit, was für die erste Inbetriebnahme benötigt wird. Im direkten Vergleich ist mir nur das Fehlen der Telefon-spezifischen Elemente, also Y-Kabel und Telefon-Adapter aufgefallen.

Das Gehäuse der FritzBox 3490 ist mit einem WLAN Ein/Aus-Schalter ausgestattet und einer WPS-Taste zur unkomplizierten und schnellen Einrichtung weiterer WLAN-Teilnehmer.

********************
Inbetriebnahme
********************

Dieses Kapitel möchte ich eigentlich relativ kurz halten, da ich bereits zur 7490 Einrichtung ein paar Worte verloren habe. Da sowohl das Betriebssystem als auch die Art und Weise wie AVM den Benutzer durch das Ersteinrichtungs-Setup lotst weitestgehend identisch mit der 7490 ist, belasse ich es bei einem: "Die Installation ist extrem verständlich und gut gemacht". Wer sich als Laie dennoch nicht sicher ist, ob er es sich zutraut; auf Youtube gibt es einige Einrichtungsvideos und auch die AVM Seite strotzt nur so von guten Anleitungen und Hilfen. Eigentlich ist nur das Bereithalten der Zugangsdaten des Providers notwendig und dann kann man bereits nach wenigen Minuten lossurfen. Auch hier befindet sich der Router standardmäßig im 192.168.178er Netzwerk. Alle Clients sollten also, sofern man noch keinen AVM Router besessen hat auf "IP Automatisch beziehen" stehen oder entsprechend im gleichen Subnetz manuell konfiguriert sein. Der Aufruf des Einrichtungs-Setups läuft über [...] oder [...]

********************************************
Was fehlt im Gegensatz zur 7490?
********************************************

Dieser Router richtet sich an alle Benutzer, die einfach nur einen reinen DSL-Router suchen und entweder keine Festnetz-Telefonie benötigen oder über eine andere Telefonanlage nutzen. Die 3490 verzichtet im Gegensatz zum Top-Modell 7490 auf eine integrierte DECT-Basisstation und Telefonanlage mit entsprechenden Analog/ISDN Anschlüssen.

Ansonsten hat auch hier AVM an nichts gespart, die Box ist mit den modernsten Features ausgestattet, von Sparzwang beim "kleinen" Modell also keine Spur. Egal ob ADSL/ADSL2+, VDSL sowie Vectoring sind ebenfalls unterstützt, genauso wie es 4 Gigabit LAN Ports und zwei USB 3.0 Schnittstellen gibt. An letzteren können Drucker oder Speichermedien angeschlossen und im Netzwerk bereitgestellt werden. Ein "Druck-" bzw. Mediaserver machen es möglich.

Alle Anschlüsse lassen sich zudem zwecks Stromeinsparung herunterregeln, sprich 1000Mbit->100Mbit und USB 3.0 zu USB 2.0

Im Bereich WLAN ist ebenfalls kein Kompromiss notwendig. Identisch zum Top-Modell beherrscht auch die 3490 das Funken auf zwei Frequenzbändern (2.4Ghz sowie 5Ghz) und den neusten WLAN AC Standard. AVM lässt sich auch hier nicht lumpen; intern sind 6 Antennen verbaut (die Konkurrenz hat oftmals nur 3) die eine gute und weitestgehend stabile Datenrate gewährleisten.

Das Betriebssystem ist auch hier bereits (Stand Dez.2014) mit der neusten Firmware FritzOS 6.20 ausgestattet und wurde nur bei fehlenden Features (DECT, Telefonie) entsprechend angepasst. Ansonsten ist kein Unterschied im Funktionsumfang gegenüber der 7490 erkennbar.

****************************************************************************************************************
Fritzbox 3490 als Ergänzung zur 7490? Gutes WLAN im ganze Haus dank WLAN-Brücke
****************************************************************************************************************

Primärer Kaufgrund für die 3490 war weniger der Einsatz als DSL Router sondern vielmehr als ideale Erweiterung meines Netzwerks. Lange Zeit habe ich mit dem AVM FritzWLAN Repeater NG gearbeitet, welcher zwischen Keller und 2.OG platziert war. Allerdings hat sich hierbei stets eine Halbierung der WLAN Transferrate ergeben. Bis vor einiger Zeit kein Problem, aber insbesondere Youtube HD und Co fordern heutzutage schon Einiges von der WLAN-Übertragungsrate.

Da im Wohnzimmer ein LAN Anschluss vorhanden war, lässt sich mittels zweier WLAN Router eine relativ großflächige und stabile WLAN-Versorgung im gesamten Haus realisieren. Leider sind viele Dokumentationen seitens AVM was den Aufbau einer WLAN Brücke mit einer zweiten Fritzbox angeht nicht mehr ganz aktuell, deshalb beschreibe ich es einmal an dieser Stelle.

Idealerweise nimmt man einen PC der über WLAN direkt auf die zweite Fritzbox kommt. Der PC sowie die zweite Box DÜRFEN zum Zeitpunkt der Einrichtung nicht mit dem normalen Netz verbunden sein, also Kabel abziehen und WLAN der 3490 nehmen. Die 3490 wird dann in den sogenannten Client-Modus gebracht

-> Menü Internet -> Zugangsdaten
-> Internetanbieter = Weiterer Internetanbieter/Anderer
-> Anschluss = Externes Modem oder Router
-> Betriebsart = Vorhandene Internetverbindung mitbenutzen (IP-Client-Modus)
-> Verbindungseinstellungen UP/Downstream = Leitungskapazitswerte des jeweiligen Anschlusses
-> z.B. 2000kbit/s und 18.000kbit/s
-> Verbindungseinstellungen ändern
-> IP-Adresse automatisch über DHCP beziehen
-> DHCP Hostname = z.B. FritzBoxB

Dieser DHCP Hostname ist wichtig, sonst kann man die Fritzbox nicht im Browser über den Namen aufrufen.

-> Menü Heimnetz
-> Fritzbox-Name = z.B. FritzBoxB

Nun ist die Fritzbox für den Bridge-Modus aktiviert. Die Router-Funktionalität wird abgeschaltet, sprich, die zweite Fritzbox verhält sich wie ein Gast im Netzwerk und bekommt von der primären Fritzbox eine Netzwerkadresse zugewiesen. Dies erreicht man, indem man nun den Client wieder in das "primär-Fritzbox-WLAN" umstellt und die Fritzbox nun über LAN1 verbindet. NUR LAN1! Sie bekommt eine neue IP zugewiesen. (Diese kann man bei der Primär-Fritzbox im Bereich Heimnetz sehen). Aufgerufen kann die Weboberfläche nun im Browser, wie in meinem Fall, über [...]

Jetzt ist es Jedem selbst überlassen, ob man mit einer SSID im Ganzen Haus arbeiten will, gleiche SSID und gleiche Funkkanäle empfiehlt AVM, sodass für alle WLAN-Gäste offiziell nur ein WLAN existiert und sie vom Wechsel der Fritzboxen 1 und 2 nichts mitbekommen, oder ob man mit getrennten WLAN Namen arbeitet und die Gäste bewusst voneinander trennt. Ich bevorzuge Letzteres.

Vielleicht noch eine wichtie Einschränkung für alle die dies nutzen wollen: Das Gast-WLAN gibt es nur bei der Primären Fritzbox, ist die 3490 über LAN1 konfiguriert, gibt es das nicht mehr. Wer dennoch auf einen Gastzugang nicht verzichten will, muss einen Gastzugang über LAN4 durchführen.

***************************
WLAN-Sendeleistung
***************************

Die Sendeleistung der 3490 ist analog zur 7490 anzusiedeln. Bei mir hinterlässt sie, wie auch bei der 7490, eine zwiespältige Meinung. Auf der einen Seite finde ich den Empfang im 2.4Ghz Band sehr gut, und das ohne externe, große Antennen am Gerät. Auf der anderen Seite empfinde ich die REICHWEITE (nicht Datendurchsatz) der 7270 immer noch deutlich besser. Katastrophal hat bei mir das 5Ghz Band abgeschnitten, welches wohl nur in kleinen Ein-Etagen-Mietswohnungen innerhalb des gleichen Raumes richtig für Durchsatz sorgt. Kommen allerdings Wände oder Etagen dazwischen, bricht die Reichweite und damit der Durchsatz gnadenlos ein. Und das, obwohl im Gegensatz zum 2.4Ghz Band, zumindest in meiner Nachbarschaft nichts los ist.

***********************
Energieverbrauch
***********************

Dieses Thema wird ja in den letzten Jahren immer wichtiger. Und für ein Gerät, das quasi 24/7 läuft ist dies auch nachvollziehbar. Angesichts des starken Prozessors, schlägt sich die 3490 hier echt gut. Bei mir sind 3 LAN Kabel angeschlossen (nicht alle immer aktiv) sowie WLAN angeschaltet. Ein Port läuft auf Gigabit und USB wird nicht genutzt. Der Verbrauch liegt bei ca. 6,2 bis 7,5Watt. Das ist im Schnitt 1Watt weniger im Vergleich zur 7490. Die Auslastung (gesamt) liegt laut AVM bei ca. 50%. Ich schätze daher einen Verbrauch von 10-15Watt wenn die Box auf allen Ports + WLAN aktiv ist.

*******
Fazit
*******

Ja, was gibt es abschließend zu sagen? Die Fritzbox 3490 bedeutet für mich kein Verzicht. Sie hat alle von mir benötigen Features an Bord, ist kühl und sparsam, strotzt mit modernsten Features und ist fast narrensicher zu bedienen. Die 3490 ist angesichts des geringen Aufpreises zum teuersten AVM Repeater, eine Überlegung wert für all diejenigen, die wie ich eine WLAN-Brücke zur Reichweitenerhöhung bauen wollen. Aber auch für alle, die ganz bewusst keine Telefonie-Funktionalität im Router wünschen oder nutzen wollen. Leider ist AVM hier selbst der stärkste Konkurrent. Und als AVM Router Besitzer der ersten Stunde habe ich die Erfahrung gemacht, dass inbesondere, wenn es um den Wiederverkauf des Routers nach einigen Jahren geht, die Top-Modelle, sprich, in diesem Fall die 7490, deutlich höhere Preise erziehlen, als die kleineren Modelle. Dasselbe gilt für den Support. Einfach weil ein voll ausgestattetes Modell eine größere Käuferschicht anspricht. Daher sollte jeder genau überlegen, ob er, wenn nur ein Gerät im Haus genutzt werden soll, der derzeitige Aufpreis von knapp 50€ für die 7490 nicht doch gut angelegt ist. Spontan würde ich behaupten, dass man diesen Aufpreis spätestens beim Wiederverkauf wieder hereinholt.

Mich jedenfalls begeistert auch die "kleine" 3490, die nun bei mir für etliche Jahre im Einsatz sein wird. Als netten Nebeneffekt habe ich durch die 3490 nun natürlich auch einen Ersatz-Router, falls die 7490 einmal ausfallen sollte. Jeder der auch beruflich aufs Internet angewiesen ist, nimmt ungern einen Internetausfall in Kauf ;-) Dennoch sollte man nicht vergessen, dass auch das vermeintliche "Spar-Modell" von AVM mit derzeit 150€ kein wirkliches Preis-Schnäppchen ist. Noch gravierender sieht es aus, wenn man mal schaut in welchen Preisbereichen bereits andere, zugegebenermaßen auch etwas schwächer ausgestattete Modelle, Hersteller, z.B. TP-Link unterwegs sind. Zeigt es doch, was selbst bei deutlich niedrigerem Preis alles möglich ist. Dies führt auch bei mir zu einem Stern Abzug, hat also nichts mit dem Support, dem Menü, der Bedienung oder der Ausstattung zu tun. Knapp 100€ wären hier meines Erachtens angemessen gewesen.


Gira 021205 021205 Rahmen 2-fach Esprit Glas, schwarz
Gira 021205 021205 Rahmen 2-fach Esprit Glas, schwarz
Preis: EUR 40,84

4.0 von 5 Sternen Zeitloses Design zu einem hohen Preis, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich besitze diese Esprit-Glas-Rahmen bereits seit einiger Zeit und auch schon kurz nach Produkteinführung. Zwischenzeitlich ist ein fast baugleiches Modell auf den Markt gekommen welches, im Gegensatz zu dieser Serie, abgerundete Ecken hat und mir persönlich etwas besser gefällt.

Dennoch ist auch diese Reihe, selbst nach Jahren, ein absoluter Hingucker. Die Verarbeitungsqualität ist, wie man es von Gira kennt, sehr gut und die Montage gestaltete sich denkbar einfach. Die Glasfläche war zudem mit einer Folie vor Kratzern geschützt.

Zu beachten gibt es eigentlich nicht viel. Ich weise an dieser Stelle aber noch einmal darauf hin, dass man genau schauen muss, dass auch die Steckdosen/Schalter auch in die Esprit Rahmen passen bzw. zur Esprit Serie gehören. Desweiteren sollte man bedenken, dass dieser Rahmen etwas breiter ist als ein gewöhnlicher Kunststoffrahmen. Sollte daher die Steckdose aus irgendwelchen Gründen sehr nah an einer Tür liegen, gilt es entsprechend zu prüfen, ob es optisch noch gut aussieht.

Insgesamt gibt es allerdings zwei Dinge, die bei mir zum Punktabzug führen. Da ist primär der, für meine Begriffe, unverschämt hohe Preis und zum anderen, dass es Gira wohl auch bis heute nicht fertiggebracht hat dem sehr edlen Rahmen ein entsprechend hochwertiges "Innenleben" beizustellen. So finde ich auch heute nur silberfarbene Kunststoffsteckdosen und Schalter. Warum nicht auch eine Variante aus Aluminium oder vielleicht sogar ebenfalls Glas?

Ich hänge mal ein Bild mit der Kombination Gira Esprit Rahmen schwarz + Kunststoffschalter in silber an.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link


Ctek MXS 5.0 Ladegerät mit automatischem Temperaturausgleich
Ctek MXS 5.0 Ladegerät mit automatischem Temperaturausgleich
Preis: EUR 66,90

5.0 von 5 Sternen Für mich bislang konkurrenzlos, 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Autoladen.... das ist nervig und für den ein oder anderen auch etwas kompliziert. Wie war das nochmal mit rot und schwarz? Und vor allem in welcher Reihenfolge? Die Gefahr, die mittlerweile doch sehr empfindliche, Elektronik eines modernen Autos nachhaltig zu beschädigen steigt von Jahr zu Jahr.

Das CTEK 5.0 Ladegerät ist für mich eine Revolution im Bereich Start-Batterie-Lader. Nicht nur hat das Gerät im Gegensatz zu den alten, großen Kästen die Abmessungen eines etwas größeren Notebook-Netzteils eingenommen hat, es ermöglicht auch meines Wissens nach als Einziges mit offiziellem Segen vom Hersteller das Laden des Akkus im eingebauten Zustand, während alle anderen Hersteller gerne die Haftung auf die Kunden schieben möchten und in der Anleitung verlangen den Akku vor Ladung auszubauen. Ich denke das dürfte bei den meisten Stirnrunzeln hervorrufen, ist es doch weit entfernt davon praktikabel zu sein.

_________________
Geräteeigenschaften:

Das CTEK kommt, wie Eingangs erwähnt, in einer sehr kompakten Bauform daher. Das Gehäuse ist so klein, dass es bei den meisten Autos irgendwie noch im Motorraum untergebracht werden kann um die Haube beim Ladevorgang schließen zu können. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet, besitzt keine scharfen Kanten und ist nach IP65 zertifiziert, was bedeutet, dass es auch bei feuchter Witterung problemlos draußen eingesetzt werden kann.

Das Bedienung des Gerätes ist denkbar simpel aufgebaut. Es gibt nämlich nur einen Knopf. Damit schaltet man zwischen den einzelnen Lade-Modi um. Wer jetzt aber denkt simpel=billig, der irrt. Denn im wahrsten Sinne "unter der Haube" passiert hier eine ganze Menge. Es findet nicht nur ein einfacher Ladevorgang statt, sondern während der Akku-Ladung durchläuft das CTEK bzw. der Akku diverse Phasen. Auf diese gehe ich später noch näher ein.

Neben dem Ladegerät gibt der Hersteller natürlich ein paar Pol-Klemmen dazu, welche wirklich über eine sehr straffe Federung verfügen und somit sehr fest auf den Batteriepolen klammern können. Ebenfalls enthalten ist eine praktische (Nylon?)-Tasche, auf der sinnvollerweise noch einmal den genauen Anschlussplan aufgedruckt ist. Die zuvor erwähnte Reihenfolge von rot-schwarz + Anschluss. Daneben gibt es noch den sogenannten CTEK Comfort Connect in 6mm Ausführung, welches, und dafür bin ich dem Hersteller ebenfalls sehr dankbar, eine nahezu "Festinstallation" des Laders ermöglicht. Dazu werden die beiden Pol-Ringe um diese (oder Masse) gelegt und festgeschraubt. Keine Gefahr mehr, dass Klammern abfallen o.Ä.. Die gummierte Kappe abziehen, den Lader anschließen und am Ende einfach wieder abnehmen. Plug&Play wie ich es immer gewünscht habe.

Hierbei zeigt sich ein weiterer Vorteil des CTEKs. Er ist variabel aufgebaut. Leider (ich nehme an der IP65 Vorgabe geschuldet) ist das Netzkabel fest verbaut, dafür lassen sich auf Lade-Seite die Anschlüsse beliebig tauschen. Es ist also kein Beinbruch, wenn ein Kabel einer Polklemme kaputt geht, oder man an die Comfort Connect Anschlüsse will.

____________
Gerät in Aktion:

Das CTEK besitzt, wie gesagt, nur eine Taste und ermöglicht hiermit die Umschaltung zwischen 4 Lade-Modi.

- Programm für kleine Batterien (Akkus) -> z.B. Motorräder
- Programm für normale Batterien (Akkus) -> normale PKW Batterie
- Programm für AGM Batterien (Akkus) -> wird auch bei extremen Tiefsttemperaturen genutzt
- Programm für die Akku Rekonditionierung

Zum Laden wird der CTEK Lader mit der Batterie verbunden und anschließend am Stromnetz angeschlossen. Die Netzleuchte beginnt zu leuchten. Bereits jetzt sorgt eine Fehlerleuchte für klare Signalisierung wenn etwas falsch gemacht wurde. z.B. Verpolung oder die Klemmen sitzen nicht richtig. Vorher passiert gar nichts, es ist narrensicher, wobei die Betonung auf SICHER liegt. Anschließend wird eines der genannten Programme gewählt.

Nach Einstellen der Modi beginnt der Ladevorgang und durchläuft die 8 Phasen. Wichtig für alle, die einen Notstart einer leeren Batterie vor sich haben: Ab Phase 4 ist die Batterie (Akku) zum Starten des Motors bereit. Die vollständige Ladung wird ab Phase 7 erreicht.

Schritt 1: Desulphatation
Hier wird eine Pulsierung von Spannung und Strom vorgenommen um Sulfat von den Bleiplatten der Batterie zu entfernen

Schritt 2: Soft Start
Quasi eine Erkennung von defekten Akkus. Sofern keine defekte Batterie oder ladeunfähige Batterie vorliegt, geht es zu Schritt 3

Schritt 3: Bulk
Der Akku wird mit Maximalstrom (in diesem Fall 5A) bis 80% vollgeladen

Schritt 4: Absorption
Um den Akku zu schonen werden die verbleibenden 20% bis zum Erreichen der Maximalladung mit verminderter Ladestärke vorgenommen. Ab hier ist bereits ein Motorstart völlig problemlos möglich.

Schritt 5: Analyse
Die Selbstentladung der Zellen wird überprüft. Kann die Batterie die Ladung nicht halten (unter 12V) ist sie vermutlich defekt und muss getauscht werden

Schritt 6: Recond (wird im Normal-Lademodus übersprungen)
Die Spannung wird kontrolliert erhöht um eine Gasbildung im Akku zu erzeugen. Die Batteriesäure vermischt sich und gibt der Autobatterie ggf. Ladekapazität zurück

Schritt 7: Float
Batteriespannung wird auf Maximalwert gehalten und mit der Ladung bis 100% fortgesetzt

Schritt 8: Pulse
Ich würde es als Erhaltungladung definieren. Die Kapazität wird zwischen 95-100% gehalten. Die Spannung wird überwacht und ggf. wird wieder nachgeladen. Das Ganze ist ähnlich wie das normale Nutzen einer Autobatterie und dürfte für all Diejenigen interessant sein, die z.B. einen Oldtimer überwintern oder einen Akku ausgebaut über eine längere Zeit lagern wollen. Selbst im Netz-getrennten Zustand verbraucht das CTEK selbst kaum Strom. Der Hersteller gibt < 1Ah/Monat an. Das ist wirklich nicht viel.

____________________________
Technische Daten (laut Datenblatt):
- 220-240V (50-60Hz)
- Ladespannung 14,4, AGM 14,7V, bei Rekonditionierung 15,8V
- Min. Batteriespannung 2,0V
- Ladestrom 5A max.
- Einsatzbereich -20C° + 50C° (automatische Anpassung an vorherrschende Temperatur)
- 8-stufiger Ladezyklus
- es werden alle Typen von 12V Blei-Säure-Batterien unterstützt
- unterstützte Kapazitäten 1,2 - 110AH und bis zu 160AH für Erhaltungsladung
- Abmessungen: 168x65x38mm
- Isolationsklasse IP65

____
Fazit:
Für mich ist dieses Ladegerät Gold wert. Es ist klein, narrensicher und extrem gut beschrieben. Das Handbuch ist deutsch, eine Tasche mit guter Beschriftung/Bebilderung liegt vor und es gibt reichlich Zubehör zu kaufen. Eine lange Garantie und bislang fast nur postive Kritiken gibt es obendrauf.

Eine stark abgenutzte Autobatterie hat bei mir durch die Rekonditionierung noch einmal wieder richtig Energie hinzugewonnen, eine lästige Verkabelung entfällt bei mir durch Einsatz der "Comfort Connect" an mehreren Fahrzeugen. Die Hauben können oftmals wieder verriegelt werden, wenn man z.B. vorm Haus parkt, da das Gerät so kompakt ist, dass es unter der Motorhaube Platz findet. Das CTEK erwärmt sich während der Ladung nur geringfügig und macht einen äußerst soliden Eindruck. Wenn das Gerät nur 1 Jahr mehr aus jeder Batterie herausholt, hat sich das Produkt schon bald wieder gegenfinanziert, zumal ich den Preis ohnehin völlig angemessen finde.

Kritik? Eigentlich keine... es wäre vielleicht schön gewesen, wenn auch das Netzkabel abnehmbar gewesen wäre, zum einen um es besser wieder einpacken zu können und zum anderen um es ggf. durch etwas längere Kabel zu ersetzen, sofern man einen richtigen Festeinbau plant. So muss man auf der "12V-Seite" verlängern, was aber auch in Ordnung ist.

Vielleicht noch ein Tipp: Den meisten Akkus sollte man den Ladevorgang, insbesondere im Winter, auch im scheinbar guten Zustand immer mal wieder gönnen und nicht erst, wenn es fast zu spät ist. Insbesondere Kurzstreckenfahrten im Winter mit vielen elektrischen Verbrauchern sorgen oftmals dafür, dass die Batteriespannung auf kritische Werte fällt obwohl scheinbar alles noch wunderbar funktioniert und das Auto anspringt.

Ich kann diesen kleinen Kasten jedenfalls bedenkenlos weiterempfehlen. Allerdings muss aufgrund der eingeschränkten Stromstärke von 5A schon etwas Zeit mitgebracht werden, wenn eine Autobatterie von 0 auf 100 geladen werden muss/soll.


LP Innenhüllen NO. 102 produced by NAGAOKA Japan
LP Innenhüllen NO. 102 produced by NAGAOKA Japan
Wird angeboten von Williamthakker
Preis: EUR 30,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nagaoka - Was sonst?, 14. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter dem doch sehr merkwürdigen Namen 102 vertreibt die Firma Nagaoka seit Jahrzehnten die in der Fachwelt doch sehr geschätzen Vinyl-Innentaschen.

Im Gegensatz zur Konkurrenz geht man hier andere Wege. Ziel der Nagaokas ist es weniger, die bereits vorhandenen Innentaschen einer Vinyl abzulösen, sondern die Vinyl wird in der NO.102 einfach in eine vorhandene Innentasche geschoben. Dies passt in der Regel völlig problemlos und erleichtert zusätzlich auch das Herein/Herausnehmen der Vinyl, denn ohne zusätzliche Innentasche gestaltet sich dies mit dieser sehr dünnen, aber dennoch sehr robusten, Hülle etwas schwierig.

Dadurch, dass die Original-Innenhüllen behalten werden können, werden die NO.102 insbesondere für Sammler interessant, denn oftmals sind die original Innenhüllen bedruckt, gewidmet oder sollen der Originalität wegen behalten werden.

Aber auch normale Anwender sollten dringend auf hochwertigere Innenhüllen setzen, denn ich beobachte auch Anno 2014 immer noch, dass neu gepresste Vinyls zwar mit 180g beworben werden, aber in billigste und viel zu enge Papp-Inlays ausgeliefert werden die schon beim herausnehmen so kratzen, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Auch die obligatorische Plattenwäsche ist bei der zum Teil immensen statischen Aufladung der werksneuen Vinyls meist eine sehr gute Entscheidung.

Bei Papierhüllen bilden sich nach einigen Jahren, aufgrund der Tatsache das es Papier ist, Fusseln, die an der LP haften. Bei der Alternative, den oftmals deutlich günstigeren Polyethylen-Hüllen bildet sich beim herausnehmen der LP oftmals eine statische Ladung, die dann zu Knack-Geräuschen beim Abspielen führt und auch die LP zu einem Staub-Magnet werden lässt.

Bei den 102er Hüllen soll dies durch eine elektrisch-leitfähige Spezialfolie ohne Papier verhindert werden. Und in der Tat konnte ich bislang nicht feststellen, dass sich die LPs durch das Herein/Herausnehmen statisch aufladen. Man kennt dies evtl. von den Anti-Statik-Hüllen wie sie gerne bei empfindlicher Elektronik mitgeliefert wird.

Die Innenhüllen sind auf der einen Seite abgerundet und lassen sich damit problemlos in vorhandene Papierhüllen "versenken". Sie liegen eng an und verhindern so weitestgehend, dass sich neuer Staub zwischen Hülle und Vinyl legt.

Ich verwende diese Hüllen seit Jahren und bin noch immer bestens zufrieden. Etwas vergleichbar Gutes konnte ich bislang nicht finden und dies führt mich eben zu dem Aspekt, der hier zum Punktabzug führt. Dadurch, dass die NO.102 quasi als das NonPlusUltra gelten, hat sich die Preisentwicklung für diese Hüllen steil nach oben bewegt. Ich glaube ich habe diese Hüllen damals im 50er Pack für 24DM gekauft. Schaut man mal etwas im Netz um findet man einige japanische Shops, die diese Hüllen für 10-12$ anbieten, was 8-9€ entsprechend dürfte.

Und wenn ich ehrlich bin, ein solcher Preis wäre auch hier angemessen. In einer Welt in der wir mittlerweile CPUs im Nanometer Bereich herstellen, stelle ich mir die Produktion einer antistatischen Kunststoff-Hülle nicht sonderlich aufwendig und kompliziert vor; erst Recht nicht wenn man den Materialeinsatz betrachtet. Meines Erachtens dürften solche Hüllen maximal bei 15€ liegen, der übliche Marktpreis liegt aber nahezu doppelt so hoch, zumindest hier in Deutschland.

Insgesamt also eine sehr teure Sache, aber das ist Vinyl wohl immer gewesen wenn man die technischen Möglichkeiten voll ausnutzen will. Mangels Alternative werde ich daher in den sauren Apfel beißen und weiterhin die NO.102 kaufen. Denn eines kann ich den Hüllen wirklich nachsagen, dass sie ausgezeichnet "funktionieren". Da sie oftmals direkt mit einer Plattenwäsche und damit verbundenen "Umtopfen" eingesetzt werden empfehle ich dringend die LPs vorher gründlich trocknen zu lassen, anderenfalls neigen diese Hüllen dazu am Vinyl zu kleben. (nicht schlimm aber lästig)

Zusammengefasst:

- kein bei Papierhüllen durch Abrieb zwangsweise vorhandener Papierstaub
- die antistatische Funktion bestätigt sich bei mir, ich kann auch nach Jahren keine signifikante Aufladung feststellen
- die Original-Inlays der LPs können behalten werden, da die NO.102 in diese Hüllen hineinpasst
- die LPs lassen sich extrem einfach entnehmen, sie rutschen regelrecht aus den Hüllen heraus
- ich kann auch nach mehrmaligem Entnehmen keinerlei Kratzer erkennen, die Hüllen verkratzen bei mir nichts
- die Hüllen liegen eng an und verhindern damit recht effektiv, dass sich weitere Staub ablagert
- Verunreinigungen innerhalb der Hülle können sofort gesehen werden, da die Hülle transparent ist
- extrem leicht, dünn aber dennoch robust

Einziger Negativpunkt: Der Preis ist meines Erachtens unangemessen und sollte max. bei 10-15€ liegen


Colony Black LP (Re-Issue 2014) [Vinyl Single]
Colony Black LP (Re-Issue 2014) [Vinyl Single]
Preis: EUR 21,99

4.0 von 5 Sternen Alpha/Omega, 13. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An dieser Stelle sei zunächst gesagt: Das Album ist bei mir mit eher schlecht Voraussetzungen an den Start gegangen, denn ich gebe offen zu, dass ich eigentlich eher ein Fan der 2002-2011 In Flames Jahre bin. Da ich mir aber in den Kopf gesetzt habe die komplette In Flames Vinyl Diskographie zu erwerben, darf dieses Album natürlich nicht fehlen.

_____________
Zu den Songs...

Klanglich hebt sich Colony nur bedingt vom Vorgänger-Album Whoracle ab, wobei auch hier mit neuartigen Mitteln wie etwa teilweiser Gesangsverzerrung oder auch cleanen Passagen gesungen wird.

**Embody The Invisible** geht gleich mächtig zur Sache und hat recht eingängige, fast heitere, Melodien. Dies hätte ich bei den älteren Alben nicht erwartet. +Postiv

Mit **Oridinary Story** nimmt man etwas Tempo raus, bleibt sich aber im Grund-Stil treu. Sehr nett sind die Übergänge vom fast flüsternden Gesang ins "Shouten".

**Scom** ist dann wieder eines der schnelleren Stücke. Mir persönich gefällt es auch recht gut, wenngleich mich das Schlagzeug nicht wirklich überzeugen kann.

Mit etwas mehr Synthsizer untermalt beschreitet das Albumtitel-gebende Lied **Colony** die neuen Pfade, die In Flames auch zukünftig weiter verfolgt. Im Gegensatz zu neueren Alben gibt es noch nette Gitarrenduelle zu belauschen.

Leider nimmt danach für meine Begriffe die Kreativität innerhalb diesen Albums deutlich ab. Es wirkt fast so, als ob den Jungs etwas die Ideen ausgegangen sind. Insgesamt hätten die Tonabmischungen vielleicht etwas differenzierter sein können, der Gesang geht manchmal etwas unter und hätte mehr in den Vordergrund gehoben werden können.

____________________
Einsortierung des Albums

Besser als den Vorgänger Whoracle finde ich dieses Album schon, allerdings hat es gegen seine Nachfolger Clayman und Reroute to Remain bei mir keine Chance. Zu genial ist für mich die Weiterentwicklung der Band die danach einsetzt. Betrachtet man das Album nicht InFlames spezifisch, sondern eher als ein beliebiges Album im Bereich Melodic-Death-Metal, dann ist es für mich definitiv ein Gutes!

Was bleibt für mich aus diesem Album? Zum Einen die doch recht anhörbare A-Seite der Vinyl, die mich durchweg positiv mit abwechslungsreicher Musik unterhalten hat. Desweiteren wären das die in den nachfolgenden Alben leider immer mehr in Vergessenheit geratenen Gitarrenmelodien. Genauso verhält es sich mit den Eigenschaften der Songs an sich. Jeder Song steht für sich, der eine gefällt, der andere vielleicht weniger. Aber ich behaupte für jeden In Flames Fan dürfte Etwas dabei sein. Die neueren Alben leiden leider zunehmend unter der "Gefälligkeits-Krankheit". Sie werden mit ihren Titeln so ähnlich gestaltet, dass alles irgendwie akzeptiert werden kann. Dafür haben die Songs zunehmend weniger Charakter. Wie das Ganze endet wenn man es zu sehr übertreibt bemerke ich bei Siren Charms. Jeder Song ist hörbar, aber er bleibt mir nicht im Gedächnis.

Für viele Ursprungs-In-Flamer ist Colony sicherlich das letzte, wirklich gute, Album dieser Band. Für mich ist es eher der Start in eine neue Ära die mir persönlich besser gefällt. Aber hier steht ja zum Glück jedem frei dies für sich selbst einzuschätzen.

Mit dem Nachfolger Clayman, welcher 2000 erschien, geht man klanglich neue Wege und lässt den Ursprungs Melodic Death Metal zunehmend hinter sich. Für mich macht aber insbesondere das die Identifikation mit In Flames aus, denn im ursprünglichen Death Metal Gemurmel differenzieren sie sich für mich zu wenig von anderen Bands.

Insgesamt ist Colony ein sehr interessantes Album, Fridens "Geschreie" klingt professioneller als vorher, die Riffs sind super, die Songs sehr abwechslungsreich, die Clean-Vocals ebnen den Weg in die neue Ära und die Songs sind deutlich eingängiger geworden und insgesammt ist die Band deutlich professioneller unterwegs.

Extrem auffällig wird das, wenn man sich den ebenfalls auf dem Album befindlichen Song **Behind Space99** mit dem älteren **Behind Space '94** Song vom Lunar Strain Album vergleicht. Wenn ich es nicht besser wüsste, ich hätte kaum geglaubt, dass ein und dieselbe Band spielt. Auf dem Colony Album wirkt es frischer, besser und genialer als jemals zuvor.

____
Fazit:

Ist dieses Album also eine gute Empfehlung? Nun ja, das hängt davon ab welcher In Flames Fan man ist. Der In Flames Fan der "Neuzeit", sprich, jemand der Sounds of a Playground oder quasi alles ab Reroute to Remain gut findet oder jemand der eher der Melodic Death Metal Zeit der Band hinterhertrauert. Für viele endet die gute alte Zeit mit diesem Album, für viele beginnt sie hier erst. Alpha/Omega eben. Sogesehen ein wichtiger Meilenstein der Bandgeschichte der sich in der Form eigentlich nur mit dem Reroute to Remain Album in abgeschwächter Form wiederholt.

Als langjähriger In Flames Fan gehört dieses Album einfach mit dazu, es ist für mich nicht das Beste Album der Bandgeschichte aber da ich dem Album keine 3,5 Sterne geben kann, bin ich so gnädig und gebe 4, denn selbst dieses alte Album ist für mich charaktervoller als Siren Charms.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link


Reroute to Remain Black LP (Re-Issue 2014) [Vinyl LP]
Reroute to Remain Black LP (Re-Issue 2014) [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

5.0 von 5 Sternen Gereift oder verdorben? Das damals spaltende Album nach 12 Jahren erneut geprüft..., 2. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir schreiben das Jahr 2002. Hört sich noch nicht so alt an? Blicken wir doch mal zurück:
- Der Euro kommt zu uns
- Schröder ist im Amt und Johannes Rau Bundespräsident
- Tele5 kehrt nach 10 Jahren ins Fernsehen zurück und MTV und VIVA besitzen noch so etwas wie Musik-Charakter die auch abseits des Mainstreams Bands der Randgenres eine Chance geben.

Hört sich das älter an? Geht doch! Machen wir uns nichts vor, die Jungs von In Flames sind schon wirklich lange im Geschäft und waren es bereits mit diesem Album aus dem Jahr 2002 schon. Dennoch packen wir mal lockere 12 Jahre drauf und lassen das Album auf uns wirken. Ist es nach all den Jahren verdorben oder gereift?

Damals schieden sich die Geister - klang und klingt es doch ganz anders als das Vorgängeralbum Clayman:

_______________
Zu den Songs...

Dabei ist der Umstieg gar nicht einmal so abrupt; der erste Song **Reroute to Remain** orientiert sich noch stark am Vorgänger-Album. Das ist nicht schlecht oder abwertend, eher alt und bewährt.

**System** geht hier deutlich neuere Wege, "clean vocals" kommen hier zum Einsatz, obwohl dieses strenggenommen auch nicht wirklich neu ist.

Mit **Trigger** habe ich mein absolutes Lieblingslied Ohrwurmcharakter auf der Scheibe ausgemacht. Für mich gehört dieses Lied immer noch zu einem der besten Songs der Bandgeschichte.

Mit dem ryhtmischen **Cloud Connected** (sind wir nicht heute sogar alle mit der Cloud verbunden?) hat sich die Band einen weiteren Soundtrack Meilenstein geschrieben.

Nicht unerwähnt sollte auch der Song **Dawn Of A New Day** bleiben, da er sich durch seine Langsamkeit von der Masse abhebt und für mich Abwechslung in das Album bringt. Dieser Song ähnelt fast einer Ballade.

**Dismiss The Cynics** kommt ebenfalls wieder sehr interessant daher mit netter Verzerrung, guter Variation in Geschwindigkeit mit einem eingängigen Refrain. Der Song ist ähnlich aufgebaut wie Trigger und eigentlich auch sehr charakteristisch für dieses Album.

**Free Fall** ist wieder ein tiefer, dunkler Song mit bassig eingestellten Gitarren.

Etwas aus dem Rahmen fällt bei mir **Dark Signs**. Es ist mir persönlich und rückwirkend betrachtet zu beliebig.

**Metaphor** wurde damals meines Wissens nach ziemlich zerissen, zu langsam, zu poppig, zu wenig In Flames (dabei macht grade das die Abwechslung aus!). Man sprach sogar davon, dass es weinerlich wirkt (Die Kritiker von einst sollten mal heute Siren Charms hören).

Mit **Black and White** zaubert die Band wieder ein ganz typisch aufgebautes In Flames Lied aus dem Hut/Album, mächtig abwechslungsreich mit typischem In Flames Gekreische kombiniert mit nettem Solo-Part sowie netten Refrain.

______
Fazit:

Für mich ist Reroute To Remain das erste Album bei dem man richtig Lust hat mitzusingen/mitzugrölen. Ja, gewisse Aspekte sind der Moderne zum Opfer gefallen, etwa ausgeprägte Gitarrenduelle, aber insgesamt mag ich den Weg den In Flames mit diesem Album mit aller Vehemenz eingeschlagen hat, es ist insgesamt melodischer denn je und mit deutlich mehr Keyboard Elementen. Mit eben diesen Attributen hat das Album damals vielen Fans alter Schule vor den Kopf gestoßen.

Stellenweise erinnert es mich etwas an Soilwork Alben; nicht zuletzt durch die "clean vocals".

Für mich hat diese Scheibe eine Menge Songs die Ohrwurmcharakter aufweisen. Die Lieder wirken alle recht passend, man hat nicht den Eindruck dass es ein Album mit wenigen "Präsenz-Songs" ist und der Rest zusammengewürfelt mit auf die Scheibe gepresst wurde, sondern dass alles irgendwie hochwertig daherkommt. Bei Colony war für mich viel dabei dass mich nicht so angesprochen hat. Im Vergleich zum Vorgängeralbum hat Anders Friden gesanglich nochmal eine Schüppe draufgepackt, sowohl in höheren Lagen als auch im clean-vocal-parts.

Der klassische Göteborg-Sound bleibt erhalten, ruhigere Songs geben Zeit zum Durchatmen wenn es dann geballt wieder aus den Lautsprechern scheppert und die Jungs an ihren Klampfen rupfen.

Für mich gehören **Trigger**, **Cloud Connected** sowie **System** zu DEN TYPISCHEN In Flames Songs die ich nennen würde wenn man mich nach meinen Lieblings-Songs der Band fragt. Und das sind....zählen wir mal... DREI STÜCK in einem Album. Das ist schon wirklich viel rückblickend auf die große Anzahl Songs und Alben die die Band bis heute insgesamt herausgebracht hat.

Refrains zum Mitsingen werden damals mächtig für Fuore gesorgt haben. Die eingeschobenen Country-Elemente in den Balladen zeugen von einer Menge Mut und ich liebe diese Band dafür, das sie viel ausprobieren und riskieren sich eine blutige Nase zu holen.

Dieses Album ist für viele ein zweischneidiges Schwert, das für mich aber zwei scharfe Seiten besitzt ;-) Altbacken? Im Leben nicht, das Album rockt auch heute noch und lässt sich sein Alter nicht anmerken. Das bermerkt man erst, wenn man die damaligen "official videos" anschaut. Ich vergebe diesem Album volle fünf Sterne. Nicht weil es nicht vielleicht danach noch bessere gab, sondern weil es vielleicht später anders klingende, nicht unbedingt besser oder schlechter klingende Alben gab.

***Dies ist nur für Vinyl Besitzer interessant***

Insgesamt muss ich auch hier wieder festhalten, dass wie bei allen anderen Re-Issue Alben, auch hier wieder sehr spartanisch auf langjährige Fans zugegangen wird. Zwar sind auf dem Inlay die Songtexte aufgedruckt, ansonsten gibt es aber keinerlei Einfallsreichtum.

Weder wird ein MP3 Coupon für ein 12 Jahre altes Album beigefügt, noch gibt es innerhalb des LP-Schubers etwas Spannendes für Fans. Kein Poster, keine nette Background-Info, nichts. Während andere Bands hier eine aufwendig aufklappbare LP Hülle präsentieren gibt es eher 0815 Kost. Auch eine Picture-LP als Wiederauflage wäre ja schön gewesen. Immerhin ist das Inlay erstmals aus nicht unbedingt kratzenden Papier gemacht sondern ist irgendwie leicht beschichtet, sodass man die LP problemlos herausnehmen kann. Ich empfehle dennoch den Einsatz einer weicheren Lösung. Dafür ist eine Seitenwand des Inlays bereits nach zweimaliger LP Entnahme angerissen, hier ist die Wandstärke des Papiers entweder zu dünn oder es war bereits vorgeschädigt. Ein Bild der LP Aufmachung hänge ich nach Möglichkeit an.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link


Nigrin 74653 Gummi-Pflegestift 75 ml
Nigrin 74653 Gummi-Pflegestift 75 ml
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Mein bisheriger Favorit, 29. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Insbesondere Besitzer von Gebrauchtwagen mit Gummidichtungen >10Jahre und Laternenparker dürften das Problem im Winter kennen. Festgefrorene Türen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch sehr teuer werden, wenn man mit Ruck dafür sorgt, dass der Gummi einreißt. Zudem sind einmal beschädigte Gummidichtungen quasi ein Dauer-Ärgernis, denn dann hilft auch viel Weichmacher nichts mehr und Feuchtigkeit gelangt IN DAS Auto.

Damit dies gar nicht erst soweit kommt, wirbt Nigirn mit dem Gumi-Pflegestift, hier in 75ml Variante, der vor Alterung des Gummis schützen soll und Festfrieren verhindern soll. Versprochen haben dies bislang viele, das BMW Gummipflege-Spray hat jedenfalls bei mir nicht funktioniert, genausowenig wie der Geheimtipp Glycerin.

__________
Anwendung:

Jeder der schon einmal die dankbare Aufgabe vor sich hatte seine Schuhe zu imprägnieren, dürfte mit der Handhabung bestens vertraut sein. Der Inhalt befindet sich in der kleinen Flasche und wird durch einen schwammartigen Aufsatz gedrückt, welcher dann auf den Gummidichtungen gedrückt wird.

Vor der Anwendung reinige ich immer alle Dichtungen mit einem feuchten, fusselfreien Mikrofaser Lappen. Anschließend trockne ich die Dichtungen mit einem Fön, denn im Winter würde es sonst mitunter Stunden/Tage dauern. Anschließend wird der Stift aufgesetzt.

Hierbei erschließen sich sofort die Vor- und Nachteile dieser Methode. Auf der Einen Seite hat man gegenüber dem Spray den Vorteil, dass man prinzipiell nicht einmal auf einen separaten Lappen angewiesen ist und alles direkt mit dem Stift auftragen kann. Nichts schmiert, nichts klebt und vor allem kommt nichts an die Fenster. Jeder der einmal mit so einem solchen Spray an Fenster gekommen ist und das Produkt dann anschließend verschmiert hat, kennt das vermutlich.

Gleichzeitig hat dieser Schwamm aber auch seine negativen Seiten, die mitunter auch zum Stern Abzug geführt haben. Erstens scheint es so zu sein, dass man lediglich durch Eindrücken des Pins in der Mitte die Flüssigkeit in den Schwamm drücken kann. Das verhindert ein Auslaufen und ist normalerweise auch ganz praktisch. Wenn man aber an den oberen Dichtungen angekommen ist und die Flasche nach unten hängt, gestaltet sich das schwieriger, da keine Flüssigkeit mehr nachkommt. Da ist es fast einfacher ein Mikrofasertuch mit dem Stift zu befeuchten und an den oberen Dichtungen entlangzuführen, denn der Schwamm ist wohl nicht sonderlich saugfähig und feuchtet selbst nicht lange nach wenn keine Flüssigkeit mehr nachkommt.

Gleichzeitig ist dieser Aufsatz auch insbesondere im Bereich der Tür-Scharniere etwas klobig, sodass man damit nicht in die kleinen Ecken kommt. Auch hier bin ich wieder auf ein angefeuchtetes, zusätzliches, Tuch angewiesen um auch diese Stellen mit zu erfassen.

____________
Eigenschaften:

Die Flasche ist äußerst ergiebig. Ich behandele damit mein Cabrio und meinen Alltagswagen im Winter und kann auch nach mehrmaliger Anwendung keinen großen Verbrauch feststellen. Zudem riecht der Nigrin Stift nicht aufdringlich o.Ä. Der Preis von derzeit knapp 3€ ist meines Erachtens völlig gerechtfertigt.

Leider finde ich auf der Herstellerseite keine Aussage darüber, ob die verwendete Flüssigkeit silikonhaltig ist.

Die Flüssigkeit selbst zieht sehr schnell in den Gummi ein. Bei besonders verwitterten Gummidichtungen empfehle ich eine mehrmalige Anwendung.

________
Ergebnis:

Bislang konnte das Ergebnis überzeugen. Es quietscht nicht, es schmiert nicht, es zieht schnell ein. Die Türen bleiben im Winter weitestgehend vor Festfrieren verschont. Lediglich in sehr regenreichen Tagen, bei denen es aber dann über Nacht heftig friert, kommt auch dieser Stift an seine Grenzen. Da glaube ich aber auch, da ist der Gummi nur eine Randerscheinung.

Wer also bislang auf Hausmittelchen gesetzt hat und damit nicht zufrieden war, sollte diesen Stift ruhig mal ausprobieren. Empfehlen für sehr filigrane Arbeiten kann ich ihn aber nicht. Da sollte man eher auf eine Spray/Lappen Kombination setzen.


AmazonBasics Mikrofaser-Reinigungstücher, 24 Stück
AmazonBasics Mikrofaser-Reinigungstücher, 24 Stück
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Preis/Leistung unschlagbar, 29. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aus Mikrofaser Tüchern wird ja zum Teil eine Wissenschaft gemacht. Und gerne begründen viele namenhafte Hersteller Ihre utopischen Preise damit dass die Herstellung eines sehr weichen Mikrofasertuchs, welches saugfähig und nicht-kratzend sein muss, sehr aufwendig ist. Das es günstig und gut geht, zeigt Amazon mit seiner Amazon-Basics-Mikrofaser-Tuch Packung. In Sachen Preis/Leistung ist mir bislang nichts Besseres untergekommen.

In meinem Fall sind es 24 Tücher in 3 verschiedenen (blau, weiß, gelb) Farben. Dies ermöglicht es, das Tuch für diverse Anwendungen einzusetzen, beispielsweise beim Auto (z.B. weiß Politur, gelb Wachs, blau zum Abtragen) und die Gefahr einer Verwechslung zu minimieren. Oder aber wenn man ein oder mehrere Tücher für etwas dreckigere Anwendungen nutzen will (eher dunkle Farbe).

________________
Reinigung/Waschen:

Bei Mikrofaser-Tüchern bin ich etwas vorsichtig geworden, insbesondere bei eingefärbten Tüchern. Deswegen wasche ich alle Tücher immer vorher bei 40C°. Separat wasche ich nur weiße Kunstfaserprodukte. Ein weißes Tuch habe ich allerdings mit in die Wäsche gepackt und konnte nach dem ersten Waschgang keine Färbung des Tuchs feststellen. Auch die anderen Tücher scheinen keine Farbe abzugeben.

Die Tücher bestehen aus 90% Polyester und 10% Polyamid, sind offiziell bis 40C° waschbar und Made in China. Unangenehme Gerüche konnte ich aber auch vor dem Waschen nicht feststellen.

Bei der Wäsche solcher Reinigungstücher empfehle ich dringend, diese nur mit anderen Mikrofaser/Kunstfaserprodukten zu waschen, da Baumwolltücher/Kleidung o.Ä. immer etwas zum fusseln neigt und sich diese Partikel dann in die Mikrofasern einmischen und somit die Effiketivität verringern.

Bei allen, so auch bei diesen, Tüchern habe ich eigentlich die besten Effekte erzielt, wenn man diese nach der Wäsche in einen Wäschetrockner gibt. Dann werden die Tücher richtig weich und flauschig. Ich mache das manchmal auch bewusst im Sommer so, auch wenn auf der Wäscheleine Platz wäre. An der Luft getrocknet sind sie nicht ganz so weich, manchmal aber dafür etwas saugfähiger. Wäre also z.B. für Fenster-Putzen hilfreicher.

Nach der Wäsche/Trocknung sollte man die Tücher vor sich ausschlagen, dann richten sich die Fasern noch einmal schön auf.

__________
Anwendung:

Im Bereich der Autopflege würde ich diese Tücher eher als Hilfstücher bezeichnen. z.B. um die letzten Reste von Feuchtigkeit wegzuwischen oder im Bereich des Innenraums. Für die Trocknung eines Autos als Ganzes sind die Tücher zu klein und bedingt durch die geringe Menge Material pro Tuch auch zu wenig saugfähig. Hier gibt es besser geeignete Tücher die dann aber auch schnell das Volumen eines Bade/Liegetuchs erreichen. Fürs Detailing oder für Politur/Wachsen sind diese Tücher aber aufgrund ihrer Handlichkeit perfekt.

Ebenso haben sich die Tücher bei mir für Fenster bewährt. Zweimal umschlagen und schon sind auch diese kompakten Tücher sehr ergiebig. Die Mikrofaser-Tücher können aber auch ungefaltet sehr gut verwendet werden, die Abmessungen sind sehr angenehm.

Ich habe mit einem Messbecher "ausgemessen" wieviel Wasser pro Tuch aufgenommen werden kann ohne dass es danach tropft. Ich komme auf ca. 250ml Wasser die jedes Tuch aufnehmen kann. Das ist für die Größe schon ganz ordentlich und entspricht etwa einer großen Tasse.

________________
Reinigungsergebnis:

Wie eingangs erwähnt sehe ich diese Tücher nicht als Optimum, wenn man vorhat große Mengen Wasser damit aufzunehmen/abzutragen. Für Restfeuchte, Glasreiniger etc., sprich alles, was nur ein kleiner Film auf einer Oberfläche ist, sind diese Tücher aber bestens geeignet. Im Bereich der Fenster trocknen diese Tücher alles streifen- und vor allem fusselfrei weg.

Für den Einsatz als Poliertuch am Auto sind diese Tücher ebenfalls gut geeignet, da die Abemessungen sehr kompakt sind und die Ränder weich genäht wurden. Ich würde hier lediglich das AmazonBasics Pflege/Waschhinweis Etikett am Tuch entfernen um die Gefahr von Kratzern zu minimieren.

_____
Fazit:

Insgesamt ein hervorragendes Sortiment. Der geringe Preis pro Tuch lässt einen nicht 10x überlegen ob man jetzt vielleicht sein 50€ Spezial-Mikrofasertuch für eine gröbere Reinigung dreckig machen will, sondern man schnappt sich ein kompaktes Tuch aus dem Amazon Sortiment. Die Tücher färben bei mir nicht ab, sind für ihre Größe relativ saugstark und reinigen fussel- und streifenfrei. Über den geringen Preis pro Tuch brauchen wir nicht sprechen, günstiger geht es fast nicht.

Dieses Tuch kann nicht alle Einsatzgebiete abdecken und vielleicht wäre es besser gewesen wenn statt 24 Stück 18 Tücher mit etwas mehr Materialvolumen zum Einsatz gekommen wären um noch mehr Saugkraft und vielleicht noch längere, weichere Fasern zu ermöglichen, aber auch mit diesen Tüchern lässt sich sehr gut arbeiten. Ich kann sie jedenfalls bedenkenlos weiterempfehlen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10