Profil für Anja Bauer > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Anja Bauer
Top-Rezensenten Rang: 21.141
Hilfreiche Bewertungen: 217

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Anja Bauer "leseratte" (Grettstadt)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14
pixel
Bierbrut: Horror-Krimi
Bierbrut: Horror-Krimi
von Nikolas Preil
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was ist los mit Bernd und dem Bier, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Bierbrut: Horror-Krimi (Taschenbuch)
Bernd hat alles verloren in sein Leben: seinen Job, weil er und seine Frau sich getrennt haben, seine Kinder sieht er nur am Wochenende und auch das ist schwierig, weil er kein Auto hat. Aber er bemüht sich, um wieder einen Job zu bekommen und geht von einen Vorstellungsgespräch zum nächsten. Dann stellt er sich bei Guido vor und bekommt prompt den Job. Er ist nun Bierlieferant und soll einen neue Sorte Bier an die Wirte bringen. Er selber darf sich pro Woche einen Kasten mit nach Hause nehmen. Schnell kommt er wieder auf die Füße und ist sogar recht erfolgreich in dem Job. Er kann auch wieder öfters seine Kinder sehen, da er einen Firmenwagen hat und mit seiner Ex versteht er sich wieder besser. Doch das Biere verändert Bernd und er wird immer mehr abhängig von dem Hanseaten Bräu und damit auch aggressiv. Aber nicht nur er verändert sich, auch die anderen Leute, die das Bier konsumieren, werden langsam aber stetig anders. Was ist los mit dem Bier?

Der Krimi ist am Anfang recht harmlos und plätschert so dahin. Doch so ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Was als Krimi mit Toten begonnen hat, entwickelt sich zum wahren Horror. Das Buch fesselt einen, man wird süchtig danach. Es verändert einen! Denn es ist nichts für schwache und empfindliche Nerven. Aber darin liegt die Veränderung, man kann diesen zum Schluss ekligen Horrorkrimi nicht mehr aus der Hand legen und will mehr davon.

Trotzdem bleiben zum Schluss einige Fragen offen und man denkt noch lange darüber nach. Und man merkt dann, das die Sucht einen noch lange festhält.
Das Cover selber ist schon aufregend. Schwarzer Hintergrund mit giftgrüner Schrift. Auf eine Art ist es schon gut gewählt, denn das Getränk Hanseaten Bräu scheint die Leute ja auf seiner Art zu vergiften, aber ich fände es vielleicht schöner, wenn die Schrift Biergelb gewesen wäre. Die Schriftart ist gut gewählt. In der Buchhandlung hätte ich dieses Buch auf jeden Fall mal in die Hand genommen. Und damit hat es ja schon fast gewonnen J.

Die Protagonisten sind mir nicht alle ganz sympathisch. Z. B. Guido ist mir etwas unangenehm. Bernd dagegen war mir recht sympathisch, da er es geschafft hat, sich aus dem tiefen Loch zu ziehen. Auch wenn es dann später kommt als man denkt…


Friesensommer
Friesensommer
von Janne Mommsen
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pause vom Alltag und einfach Urlaubsfeeling, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Friesensommer (Broschiert)
Maike ist Ärztin auf Föhr. Als sie von einen Wochenende bei ihrer Internet Bekanntschaft Reiner, den sie bei Schmetterling.de kennen gelernt hat. Da hat sie von ihrer Freundin Carl ein drei Monatsabo geschenkt bekommen. Auf der Fähre von Sylt nach Föhr meint sie ihre alte Liebe Harald zu sehen und versteckt sich vor ihm. Sie will ihn auf keinen Fall begegnen. Doch Föhr ist klein und es kommt wie es kommt, die beiden laufen sich über den Weg. Alte Erinnerungen werden wach, aber auch alte Verletzungen. Maike will auf keinen Fall wieder was mit Harald anfangen, denn sie hat sich in Reiner verliebt. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Doch wird es ein neues Happy end geben für die beiden oder ist die Vergangenheit mit zu viel Verletzungen gespickt…..
Friesensommer ist ein richtig guter Urlaubsroman mit Spannung, Action Herzflimmern und ein bisschen Humor. Er lässt sich leicht und flüssig lesen und man wird richtig reinversetzt auf die Insel. Denn diese ist gut beschrieben und man kann sich diese gut vorstellen. Aber auch die Protagonisten sind realistisch und sympathisch dargestellt und man muss sie einfach mögen. Ich habe manchmal vergessen, das Maike und Harald schon über 60 sind, weil beide so frisch dargestellt sind. Alles an dem Roman ist natürlich und nichts gekünstelt. Immer wieder gibt es einen Zeitsprung zu Ende der 60er Jahre, wo sich Maike und Harald – ein Fahnenflüchtiger aus der USA –kennen und lieben gelernt haben. Toll fand ich auch das Dialekt, das dort in der Geschichte immer wieder mit einfließt. Aber auch die Landschaftsdarstellungen sind gut gelungen und man spürt fast den Sand unter den Füßen und hört die Wellen rauschen. Trotzdem bleiben leider am Ende ein paar Fragen offen.


Alles Liebe oder watt?: Ein Sylt-Roman
Alles Liebe oder watt?: Ein Sylt-Roman
von Marie Matisek
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe, Verwirrungen und ein gewisses Schmunzeln, 18. Mai 2014
Silke Denneler ist frisch geschieden von ihren Mann und will einen Neuanfang starten. Da der alte Pastor von der Sylter Gemeinde Horssum gestorben ist, tritt sie diese Stelle an. Also packt sie ihre beiden Kinder Paul und Jana und den Hund ins Auto Rudi und auf geht’s nach Sylt. Doch schon der Weg dahin ist mit Stress gespickt. Dann auf Horssum selber stößt sie auf einen Kleinkrieg zwischen der Gemeinde. Die einen sind für ein Sportpark auf dem alten Hubschrauberlandeplatz, die anderen wollen ein Naturschutzgebiet. Der Hauptsprecher ist der überaus attraktive Ommo Wilkes. Aber auch der Nachbar, dessen Bekanntschaft sie auf dem Weg nach Sylt schon gemacht hat, ist nicht zu verachten. Dabei wollte Silke erstmal nichts mehr von Männer wissen. Aber erstens kommt es anders, zweitens wie man denkt und drittens ein strenggehütetes Geheimnis zum Vorschein.

Alles Liebe oder Watt ist nicht mein erster Roman von Marie Matisek. Ich habe die beiden Vorgänger von der Schriftstellerin auch schon gelesen. Der Schreibstil ist genau wie bei den anderen leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem fehlt hier mir ein wenig der Witz. Aber die Protagonisten sind gut dargestellt und man muss sie einfach mögen. Jeder hat so seine Eigenschaften und seine Charakteren. Gerade Silke finde ich sehr gut dargestellt und ganz anders, als man sich eine Pastorin vorstellt. Denn auch Pastoren/innen sind auch nur Menschen . Auch erfährt man hier bei diesen Roman gute Informationen über Sylt. Ich habe immer gedacht, Sylt ist Sylt, aber diese Insel besteht aus kleinen Dörfern und dann ist da ja noch das Dialekt, welches die Autorin Marie Matisek mit in diesem Roman eingebaut hat.
Was mir jetzt nicht so toll gefällt, sind die langen Kapitel. Ich bin eigentlich ein Fan von kurzen Kapiteln.
FAIT: Dieser Roman ist der dritte Roman von der Autorin Marie Matisek. Es ist ein frischer Roman, der doch mal ab und an ein schmunzeln auf den Lippen zaubert und Urlaubs Feeling bringt. Alles Liebe oder Watt ist zwar schnell und einfach gelesen, Und auch die Portion Liebe fehlt in diesem Roman nicht. Ich finde, als Urlaubslektüre ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Denn auch das Cover verspricht Urlaub. Zwei Leute in Schwimmreifen auf dem Wasser und drumherum Strand. Was will man me(e)hr. Wer dann Gefallen an dem Sylter Roman gefunden hat, kann sich ja noch die beiden anderen Bücher „Nackt und Krabben“ und „Mutter bei die Fische“ von Marie Matisek zulegen.


Böse Spiele: Ein Krimi aus dem Landkreis Offenbach
Böse Spiele: Ein Krimi aus dem Landkreis Offenbach
von Cornelia Härtl
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefe Abgründe und die Arbeit einer Sozialarbeiterin, 11. Mai 2014
Offenbach, Problemviertel und sozialer Brennpunkt Dietzenbach. Dort wird ein Containerbüro der neue Arbeitsplatz für Lena Borowski in einen Querschnittsteam Lena Borowski ist Sozialarbeiterin und ist eigentlich schon einiges gewöhnt. Als dann am Wochenende der Ehemann ihrer ehemaligen engen Freundin anruft und sie bittet nach seiner verschwundenen Schwester zu suchen, ist das ruhige Wochenende vorbei.. Zeitgleich ermittelt sie in einen schweren Fall von Kindesmisshandlung. Als sie wirklich eine spur von Sabrina findet, verändert sich ihr ganzes Leben und sie schaut in Abgründe, die sie nie für möglich gehalten hätte. Dann wird eine weibliche Leiche gefunden. Ist es Sabrina, die Schwester von Jürgen?
Dieses Buch ist nicht einfach, denn es zeigt Seiten der Menschlichkeit, die grausamer nicht sein hätten können. Nicht das hier Unmengen an Blut fließt oder etliche Leichen auftauchen. Nein es zeigt die seelische Grausamkeit. Aber es zeigt auch, das teilweise die Menschen damit einverstanden sind. Es zeigt Seiten, die wir uns im normalen Leben gar nicht vorstellen können. Und damit ist der Krimi gut, und spannend. Außerdem zeigt dieser Krimi auch die schwere Arbeit einer Sozialarbeiterin in solch einen Brennpunkt und in Problemvierteln. Ich will nicht gerade sagen, das man sich als „Normalbürger“ gut hineinversetzen kann, aber man ahnt, das es mehr gibt, also das ruhige Leben das man vielleicht führt.

Die Charakteren sind hier gut und symphytisch dargestellt und jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Hier ist keiner so unschuldig, wie man annimmt. Und auch werden dubiose Personen wie ein Nachtclubbesitzer oder die Chefin eines Escort Service nicht immer böse dargestellt.

Dieses Buch zeigt aber nicht nur die kriminalistische Seite auf, es wird hier auch solche Leute dargestellt, die z. B. nur auf Karriere aus sind und sogar evtl. alles dafür tun würden. Also kommt hier auch etwas an Politik zum Vorschein. Es ist hier eine gute Mischung aus allen eigentlich vorhanden: Krimi, Politik, Privates z. B. von Lena, aber auch Geheimnisse und Täuschungen. Träume und Erkennen. Die Hauptsache an diesem Buch ist aber eigentlich die SM Szene, denn darin dreht sich das kriminalistische. Und damit wird Lena Borowski bei der Suche nach Sabrina konfrontiert. Die darin beschriebenen Szenen sind gut recherchiert und man kann sich darunter auch was vorstellen.

Spannung wird hier in diesem guten Schreibstil von Anfang an aufgebaut und man mag diesen Krimi nicht aus der Hand legen. Denn schließlich will man wissen, was mit Sabrina passiert ist und wie es mit Lena und Tamae weitergeht. Und dann ist ja noch der Nachtclubbesitzer Rohloff. Das Ende hat mich ein wenig traurig gemacht. Gerade auf das vernachlässigte Mädchen Samantha und deren Mutter. Aber auch die ein oder andere Frage bleibt vielleicht offen wenn es um Lena geht. Aber da kann man sich wenigstens auf eine weiteres Buch mit Lena Borowski freuen.


Einkehr
Einkehr
von Tommie Goerz
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein etwas anderer 'Regionalkrimi, 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Einkehr (Broschiert)
Bamberg. Es ist Frühsommer und eine schwere Schwüle herrscht in der Stadt und auf dem Umland. Kommissar Behütuns macht diese schwer zu schaffen. Trotzdem ermittelt er in einen Mordfall eines jungen Mädchens. Aber auch in einen anderen Fall kommt ihm ein Verdacht, das sich die Bamberger Justiz geirrt hat und evtl. Mordfälle als Unfälle aufgenommen worden sind. Immer tiefer gräbt sich Behütuns und seine Kollegen in den Fällen rein. Als dann in Nürnberg auf der Polizeiwache eine Frau auftaucht und behauptet, diese Unfälle seien in Wirklichkeit Morde, ist er ganz von diesen Fällen besessen. Die Spuren führen in fremde Länder, sogar der USA und liegen teilweise Jahre schon zurück. Und dann entdecken er und sein Team auch noch einen Zusammenhang: Jeder der Toten hatte ein Foto mit einem altertümlichen Schriftstück drauf. Und alle Toten waren zuvor in einen Kloster und in diesem Kloster war immer der gleiche Mönch? Ist das der Mörder oder sind es wirklich nur Unfälle.

Der Anfang dieses Buches ist etwas verwirrend, denn es wird oft in den Zeiten gesprungen und auch in den Ortschaften. Auch eine Menge Leute kommen am Anfang darin vor und man verliert etwas an Durchblick. Bisher fehlt die Spannung noch, aber so ab Seite 100 wird es besser und da geht es hauptsächlich nur noch um Behütuns und sein Team. Auch baut sich hier eine gewisse Spannung auf. Aber oftmals verliert sich der Autor auch in Erzählungen, die etwas langatmig sind. Bei den Ermittlungen in fränkischen Raum kommt auch die fränkische Sprache hier zu „Wort“, was aber das Buch interessant macht. Als nichtfranke muss man zwar evtl. zweimal lesen, bis man das ein oder andere verstanden hat, aber das tut der Handlung keinen Abbruch.
Die meisten Protagonisten sind mir schon symphytisch, aber es gibt auch den oder die ein oder andere(n), der mir irgendwo unsympathisch ist. Z. B. Julie. Sie ist Wissenschaftlerin und ist immer und stets alles am Hinterfragen. Ich bin der Meinung, da kann doch ein Mensch nicht glücklich sein damit. Manchmal muss man doch das leben nehmen wie es kommt und nicht alles in Frage stellen. Aber auch Jaczek und seine „eingeschnappte“ Art. Ich persönlich mag solche empfindlichen Menschen nicht so recht.
Mein Fazit:
Dieser regionale Krimi ist anders als andere Krimis. Er ist einfach wie ein Dorfleben, aber doch interessant. Er ist lockerer und nicht verkrampft. Der Schreibstil ist zwar am Anfang manchmal langatmig und stellenweise sehr ausführlich in manchen Themen, aber das bessert sich. Aber es gibt da auch ab und an eine Stelle, die ich echt gut finde. Z. B. die Stelle, wo sich Behütuns mit dem Psychiater unterhält und er dem Kommissar das mit dem Vergessen erklärt:

„“Wenn Sie alles vergessen, sind Sie ja nicht mehr Sie. Sie sind ja nur, was Sie erfahren haben, was Sie wissen, was irgendwann einmal irgendwie in Ihren Kopf…““

Eine tolle Aussage mit so viel Wahrheit.
Das Ende fand ich nicht so toll. Es bleiben Fragen offen in Bezug mit dem Tot des jungen Mädchen oder der Gesundheit Behütuns. Aber auch wie es mit den ein oder anderem Kollegen von ihm weitergeht. Dafür gibt es einen Punkt Abzug. Vielleicht werden diese Fragen ja im nächsten Buch beantwortet. Aber das fände ich nicht so toll. Denn so ist man doch irgendwie gezwungen, das folgende Buch auch zu lesen.


Celeste bedeutet Himmelblau: Frank Liebknecht ermittelt
Celeste bedeutet Himmelblau: Frank Liebknecht ermittelt
von Brigitte Pons
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machenschaften, Verschleierungen und eine brisante Story, 18. April 2014
Celeste bedeutet himmelblau
Frank Liebknecht hat sich von Darmstadt nach dem kleinen Dorf Vielbrunn im Odenwald versetzten lassen. Warum weiß nur er. In diesem kleinen Ort soll er den Posten von Brunhilde Schreiner übernehmen, die kurz vor ihrer Pensionierung steht.
Als der eigentbrötlichere Bauer Brettschneider tot aufgefunden wird, schließen die Odenwälder Polizisten diese Akte als Unfall. Doch frank glaubt nicht an diese Theorie und fängt an selber zu ermitteln. Im Dorf ist er aber nicht gut angesehen als neuer Polizist – auch nicht bei den Kollegen Neidhard und Brenner - und man lässt kein gutes Haar an ihm. Einzig allein der Künstler Kurt Hofmeister glaubt ihm und hilft ihm bei seinen Recherchen. Frank kommt nach und nach einen Schritt weiter und entdeckt unglaubliches und ungereimtes in der Vergangenheit von Brettschneider. Was ist da los gewesen und gibt es da wirklich eine ungewöhnlichen Geheimbund? Was findet Frank Liebknecht heraus?

Dieser Krimi fängt an mit einer Flucht. Flucht wovor, wird man später rausfinden. Dann beginnt die eigentliche Geschichte aus der Sicht von Frank Liebknecht. Abwechselnd kommt der Rettungssanitäter Dieter Strobel zu Wort, der ein schüchternes Stummes Mädchen in Frankfurt findet und sich ihrer annimmt. Die einzelnen Kapitel sind unterteilt in Tagen und Uhrzeiten. Von Anfang an wird man in diesem Krimi gefangen genommen und man will wissen, was mit Brettschneider passiert ist. War es wirklich ein Unfall oder steckt da mehr dahinter. Man kann sich gut hineinversetzen in die Geschichte und die Protagonisten sind mir immer symphytisch ,denn jeder ist individuell dargestellt mit ihren persönlichen Eigenschaften. Und ein jeder hat doch etwas zu verbergen, das man versucht rauszufinden. Am Schluss finde ich den Krimi etwas verworren und man muss sich schon drauf konzentrieren. Auch ein klein bisschen langatmig vom Erzählstil her, aber das Ende macht es wieder wett. Man mag fast nicht glauben, das sogar in diesem Krimi ein Funke Wahrheit steckt und die Schriftstellerin Brigitte Pons fordert den Leser auf, bei Neugierde es so zu machen wie Frank Liebknecht. Man sollte ihr folgen und kann durch den Quellenanhang etwas recherchieren. Die Idee finde ich gut. Am Anfang konnte ich mit den Cover und dem Titel nichts anfangen. Celeste bedeutet Himmelblau,, aber mit weiteren Lesens kommt das Aha, zumindest auf jedenfalls am Schluss. Was allerdings der Schmetterling damit zu tun hat, bin ich leider noch nicht dahinter gekommen. Das Blau deutet aber auf den Titel hin und auch die Schriftstellerin ist in Blau gehalten. Trotzdem finde ich diesen ausgespeisten Schmetterling auf grauer Leinwand – so sieht zumindest der Hintergrund aus – passend zu dieser spannenden Story.

Übrigens hat Brigitte Pons schon mal einen Frankfurt Krimi geschrieben: "Ich bin ein Mörder" ist auch ein spannende Geschichte, die ich nur empfehlen kann.


Lessons in Lack: Mein Leben als Domina zwischen Hörsaal und SM-Studio
Lessons in Lack: Mein Leben als Domina zwischen Hörsaal und SM-Studio
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen ein Blick hinter den Kulissen, 12. April 2014
Nora Schwarz möchte Germanistik und Kunstgeschichte studieren. Na klar muss dann auch ein Job her, denn die Studiengebühren zahlen sich nicht von allen. Dafür ist ihre dominante Veranlagung gut, denn sie fängt in einem SM Studio an. Als schüchterne Studentin ahnen viele ihrer Kommilitonen nicht, was sie abends so treibt. Immer in der Hoffnung, das nicht einer ihrer Mitstudenten oder Lehrer bei ihr aufkreuzt. Es ist ein ungewöhnlicher Nebenjob und hält allerhand Herausforderungen, Skurillitäten und anderer Überraschungen bereit. Lange Zeit arbeitete Nora Schwarz als Domina und gewann immer mehr neue Erfahrungen in der SM Szene. Nach ihren Studium arbeitete sie in einem Museum und machte sich an diesem Buch. Sie möchte den Leuten und damit ihre Arbeit in dem SM Studio nahebringen. Denn eine Domina ist nicht eine Frau, die nur einen Mann beschimpft und prügelt. Es ist mehr als das. Sie hat mehrere Rollen wie z. B. Psychotherapeutin, muss Rollenspiele gut beherrschen und auch starke Nerven haben. Aber auch in der Medizin muss sich eine Domina ein wenig auskennen. Schließlich entscheidet der Kunde, was erlaubt ist, was die Domina mit ihm tun darf. Dieses Buch von Nora Schwarz zeigt die menschliche Seite einer Domina. Auch deren Zweifel die manchmal auftreten.
Aber auch zeigt Nora die schüchterne Seite als Studentin. Die Seite auf der Suche nach dem Ich. #und die Gedanken wie sage ich es meinen Eltern und wie gehen sie damit um.
Es ist ein Buch, das wirklich hinter den Kulissen eines SM Studios guckt und auch hinter den Kulissen eines jungen Lebens. Es gibt Kapitel in diesem Buch, die haben mich nachdenklich gemacht. Z. B. die Szene mit dem alten Mann im Studio. Nora traut sich fast nicht, diesen Kunden zu schlagen. Und er ihr nach einer Sitzung seine Geschichte erzählt. Aber auch die, wo Nora plötzlich mit einer Waffe bedroht wird.
All diese Erlebnisse erzählt die Autorin mit Gefühl, so dass man hineinversetzt wird in dem Geschehen. Man fühlt oft mit ihr und merkt ihre Zweifel, Angst aber auch die Freude und Liebe zum Detail. Und was ist, wenn man sich plötzlich in einen Kunden verliebt.

Dieses Buch ist mehr als ein SM Buch über Domians. Es zeigt die hintere Kulisse von einer Domina und das letzten endlich viele Dominus auch nur einfache Frauen sind mit echten Gefühlen.


Giftspur: Kriminalroman (Knaur TB)
Giftspur: Kriminalroman (Knaur TB)
von Daniel Holbe
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gu durchdachtes Thema vom Krimi, aber es fehlt an Spannung, 13. März 2014
Sabine Kaufmann hat der Frankfurter K11 den Rücken gekehrt und ermittelt nun nicht mehr unter dem Schatten von Julia Durant. Sie hat sich in die Hessische Provinz Bad Vilbel versetzen lassen und muss prompt einen Fall bearbeiten. Ulf Reitmeyer bricht bei seiner morgendlichen Joggingtour tot zusammen. Alles deutet nach einen natürlichen Tod drauf hin, aber umso mehr Sabine und ihr neuer Kollege Angersbach graben, umso mehr deutet alles auf Mord hin. Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach sind sich am Anfang überhaupt nicht grün. Angersbach ist egozentrisch und mürrisch.

Daniel Holbe übernahm erst ein Projekt des verstorbenen Andreas Franz. Dann entwickelte er aber seinen eigenen Krimi mit Sabine Kaufmann als Hauptperson. Der Schriftsteller hat die Personen – Angersbach und Kaufmann – gut und realistisch dargestellt. Nicht nur beruflich, sondern auch privat. Der Schreibstil holpert allerdings noch etwas und ich finde ihn ausbaufähig. Aber die Story an sich ist schon recht gut durchdacht, das Ende ist überraschend und immer wieder kommen neue Wendungen in diesem Krimi hinzu. Doch leider fehlt es etwas an Spannung und oftmals zu ausführliche Beschreibungen einer Sache macht den Krimi etwas langatmig. Ich finde, der Anfang von Daniel Holbe ist gemacht, das Erstlingswerk ist soweit ganz gut, aber der Schreibstil ist noch etwas ausbaufähig. Es muss nicht immer brutal zugehen und viel Blut fließen, aber Spannung darf es gerne noch etwas mehr sein. Trotzdem würde ich mich freuen, vielleicht doch zu erfahren, wie es mit Sabine Kaufmann, Ralph Angersbach und Mirco Weitzel weitergeht. Vor allem wie es mit der Tochter von Angersbach weitergeht, denn da sind leider Fragen offen geblieben.


Giftmorde - 15 tödliche Anleitungen
Giftmorde - 15 tödliche Anleitungen
von Andreas M. Sturm
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Tödliche Anleitungen nicht zum Nachahmen!!, 2. März 2014
15 Tödliche Geschichten, 15 mal Rache, Habgier, Hass, Eifersucht, Mord und Totschlag. 15 verschiedene Pflanzen und unterschiedliche Motivgründe. 14 Autoren schaffen eine gewisse Spannung, die den Leser mehr oder weniger fesselt.
So unterschiedlich die Giftpflanzen, so unterschiedlich sind auch die Geschichten. Da wird gemordet wegen Eifersucht in der Alterswohngemeinschaft, ein Mann, der um seinen besten Freund trauert, den er auf dem Gewissen hat. Aber auch ein altes Ehepaar, das gemeinsam aus dem Leben scheiden möchte oder sogar eine märchenhafte Kurzstory, alles ist in diesem Giftbuch enthalten. Für jeden das richtige Mittelchen. Auch die Grube, die einer gräbt und dann selber reinfällt ist hier vertreten.
Man sollte nicht meinen, das so viele Giftpflanzen im Garten oder am Wegesrand wachsen. Und vor allem welche dunklen Geheimnisse sie in sich tragen. In diesem Buch werden diese blühenden Schönheiten vorgestellt abwechselnd als Getränk, als Nachspeise oder anderen Kulinarischen Leckereien. Anbei gibt es zu jeder dieser Kurzgeschichten ein Schwarz weiß Foto von dieser jeweiligen Pflanze. Und jede Geschichte hat doch ihr überraschendes Ende, womit man teilweise gar nicht rechnet.
Die Überschiften der einzelnen Kapitel sind unterlegt mit der jeweiligen Pflanze, worum es geht. In dieser Story wird dann auch kurz angeschnitten, welche giftige Wirkung diese Gartenschönheit hat.
Das Cover ist dunkel gehalten. Nur ein Glas scheint im Licht zu stehen und ein kurzer roter Streifen zieht sich in der Mitte des Covers hin. Links sieht man eine Hand liegen. Vom Opfer? Oder vom Täter? Auf der Rückseite ist nach der Inhaltsbechreibung ein Sicherheitshinweis aufgedruckt. Das finde ich sehr originell, denn es wird gewarnt, Abstand zu halten, diese Anleitungen nachzumachen oder zu testen. Ansonsten sollte man seinen Anwalt oder den Bestatter fragen.

Andreas M. Sturm hat mit dieser Anthologie geschaft.13 tolle Schriftsteller zu vereinen, die tolle Kurzgeschichten zusammen getragen haben. Er selber hat sich mit 2 spannenden Story in diesem Buch verewigt. Meiner Meinung sind fast alle Storys gut gelungen, doch die ein oder andere hat mir nicht ganz so zugesagt. Bei diesen bleiben mir zu viele Fragen offen oder das Ende ist mir zu kurios bzw. unverständlich. Auch die Handlungsweise gefiel mir nicht so. Aber ansonsten gehört dieses giftige Buch in jeder Hausapotheke hinein, und wenn es nur dazu sein sollte, die Langeweile zu vertreiben. Dieses Buch ist dazu bestens geeignet und beschert ein paar unbeschwerte Stunden.


Bring mich heim
Bring mich heim
von Elisabeth Wagner
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ich, 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Bring mich heim (Taschenbuch)
Mia ist eigentlich mit ihren Leben sehr zufrieden. Sie hat ein abgeschlossenes Bachelor Studium, und eine Festanstellung in einem Verlag. Auch einen festen Freund gehört zu ihren geregelten Leben. Damit ist sie soweit zufrieden und es geht ihr recht gut. Doch ein schwerer Schicksalsschlag wirft sie total aus der Bahn.
Ihr Psychologe rät ihr, auf Reisen zu gehen um wieder zu ihr selber zu finden und ihr leben wieder zu leben. Dabei lernt sie Samuel kennen und ganz langsam lässt Mia wieder Nähe zu und verliebt sich in ihn.
Dieses Buch ist eine Einfühlsame Geschichte über das verlieren und wiederfinden. Über Schicksal meistern und daran zerbrechen. Der Erzählstil ist für mich gewöhnungsbedürftig, den die Autorin Elisabeth Wagner geht intensiv auf die Gefühle der beiden Protagonisten ein. Oftmals wiederholt es sich deswegen auch. Ich gestehe, manches mal möchte ich Mia schütteln und sagen, nu werde doch endlich mal wieder vernünftig und schau in die Zukunft. Schließlich hast Du einen schweren Schicksalsschlag überlebt.
Diese Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Mia und dann wiederum von Samuel geschrieben. Das fand ich echt toll, so dass man nicht nur eine Geschichte hat. Als Untertitel ist jeweils immer der Ort und das Datum versehen. Es gibt ach Rückblenden in die Vergangenheit, was diese ganze Geschichte etwas auflockert. Gut, das Buch ist noch verbesserungswürdig, denn sprachlich hat es mich nicht gerade eingenommen. Aber die Idee von der Erzählung ist gut. Obwohl mir Samuel besser gelegen hat als Mia, sind beide Protagonisten gut dargestellt. Dagegen das Cover hat mich sehr angesprochen. Es ist gezeichnet, (im Hintergrund das Gebäude) und davor ist – ich vermute – Mia und Samuel als Foto abgelichtet. Der Titel ist wie mit einen Kuli geschrieben und ausgemalt. Die Schriftstellerin Elisabeth Wagner steht unten vom Cover. Ich finde das geht ein wenig unter und sollte vielleicht über den Titel stehen oder kleiner darunter. Aber ansonsten hat das Cover 5 Sterne verdient.
Mein Fazit. Mich reißt der Roman nun nicht vom Hocker. Aber ich muss auch dazu sagen, ich habe mir ein wenig anderes darunter vorgestellt. Vielleicht fehlt mir etwas hier an Tiefe oder ist es zu viel Gefühl in dieser Geschichte? Ich weiß es nicht genau, aber dieses Buch ist nicht ganz so mein Fall. Trotzdem möchte ich es loben, denn wer auf gefühlsvolle Romane steht und Romantik mag, der liegt mit diesen Buch genau richtig. Vielleicht hilft dieses Buch auch dem ein oder anderen auf der Suche nach sich selber.
Auch wenn ich vielleicht Schwierigkeiten beim Lesen hier hatte, möchte ich mich herzlich für die Leserunde hier bedanken.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14