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Rezensionen verfasst von
Thomas Hörnkvist "Bruno"
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Spiritual Migration
Spiritual Migration
Preis: EUR 19,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen musikalische Meisterleistung, 30. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Spiritual Migration (Audio CD)
Das Fürstentum Andorra liegt im östlichen Teil der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Andorra hat ca. 77.700 Einwohner, und sechs von ihnen bilden die Band Persefone. Das Album Spiritual Migration ist das vierte Studioalbum der Band und ist, wie das Vorgängeralbum Shin-Ken, ein Konzeptalbum. Man sollte es sich also von vorn bis hinten anhören, was mir allerdings nicht schwer gefallen ist.

Das erste Lied Flying Sea Dragons lässt einen ansatzweise erahnen, wohin die musikalische Reise gehen könnte. Aber es ist so ähnlich wie bei einer Achterbahnfahrt, wenn die Wagen langsam nach oben gezogen werden.

Schon der zweite Song Mind As Universe geht dann richtig in die Vollen. Kaum glaubt man, den Rhythmus gefunden zu haben, ist schon wieder alles anders. Die Stimme von Marc Martins erinnert mich hier, und auch an einigen anderen Stellen auf dem Album, ansatzweise an Mikael Stanne von Dark Tranquillity.

Zazen Meditation ist dann ein Lied, bei dem man zum ersten Mal verschnaufen kann. Man sollte aber rechtzeitig tief Luft holen, denn gleich der nächste Song The Majestic Of Gaia wirbelt wieder alles durcheinander, holt einen von den Beinen und stellt einen im nächsten Augenblick wieder aufrecht hin.

Diese wirklich hervorragende Mischung aus völliger Verausgabung und meditativen Klängen zieht sich weiter bis zum letzten Lied. Outro ist dann der Abschluss dieses Albums, bei dem man die spieltechnischen Fähigkeiten und auch die gesanglichen Leistungen der Band nicht hoch genug würdigen kann.

Fazit: Für dieses Review habe ich die CD sehr gern und sehr oft gehört, und ich finde einfach nichts, was ich kritisieren könnte. Die Band hat hier wirklich eine musikalische Meisterleistung abgeliefert.


Axiom
Axiom
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kandidat für das Album des Jahres, 27. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Axiom (MP3-Download)
Ja, ich bin ein ziemlich begeisterungsfähiger Mensch, wenn es um neue Musik geht, die meinen Vorlieben entspricht, und lasse mich dabei mitunter zu Lobeshymnen und (verdienten) Höchstnoten hinreißen, wie z.B. bei der aktuellen CULT OF LUNA-Abrissbirne. Dass mich aber ein Album auch nach mehrmaligem Hören mit vor Staunen weit geöffnetem Mund und angehaltenem Atem zurücklässt, passiert eher selten nach mittlerweile 23 Jahren aktiven Musik-Aufsaugens. aXiom", der neue Dreher der Dänen BOIL ist so ein Album. Lyrisch und künstlerisch basierend auf den von der Band selbst geführten Interviews mit verschiedenen psychisch kranken Menschen über ihre Gedanken und Ängste, präsentieren sich BOIL darauf als eine überaus gereifte und instrumental extrem kunstfertige Einheit.

Bereits der an A PERFECT CIRCLE erinnernde Opener "Sphere" lässt einen anerkennend und zufrieden mit dem Kopf nicken. Die fantastische (Eigen-)Produktion sowie der äußerst druckvolle und transparente Mix von Jens Bogren (u.a. SOILWORK, OPETH, DEVIN TOWNSEND...) lassen den gelungenen Rocker angenehm wuchtig aus den Boxen schallen. Zugegeben, nichts anderes war zu erwarten gewesen, waren doch die beiden Vorgänger Vessel" (2007) und besonders A New Decay" (2010) bereits echte Perlen des modernen, progressiv angehauchten Alternative Rock. Was einem jedoch in der weiteren Abfolge des Drehers geboten wird, ist gelinde gesagt der pure Wahnsinn. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen derart homogenen und umfassenden Ritt durch zwei bis drei Dekaden der harten Rockmusik gehört habe, der auf der einen Seite nicht mit einschlägigen Referenzen geizt, auf der anderen Seite jedoch konsequent und beharrlich die ureigene Linie des Quintetts verfolgt, die den Fokus trotz aller Polyrhythmik und Komplexität stets auf Eingängigkeit und hochintensiv vorgetragene Melodien legt. Da zeigt sich dann, dass BOIL im Grunde eben doch vornehmlich eine Rockband sind, die keine Scheu vor großen musikalischen Gesten hat. Daran ändern weder die massiven Djent-Gitarrenwände (Sunbound" könnte glatt von TESSERACT sein) noch die postmoderne Ausrichtung des Ganzen mit allerlei elektronischen Spielereien, wie z.B. in der atemberaubenden ersten Single Vindication" etwas. Völlig egal, ob das knurrige At The Center Of Rage" einen fast um den Verstand rifft, Sever The Tie" oder Blink Of An Eye" nicht nur entfernt an DISTURBED erinnern, ob Darkest" eigentlich auf OPETH's Damnation" gehört oder Equilibrium" ähnlich verwirrend wie TOOL daher kommt: Immer wieder bewegt sich alles zielstrebig auf die Momente zu, in denen Sänger Jacob Löbner das Zentrum des BOIL-Universums verkörpert, um den sich der gesamte musikalische Kosmos rankt. Und mal ganz im Ernst: Wenn Moth To The Flame" nicht DIE Hymne eines jeden Rock-Dancefloors dieser Erde wird, dann versteh ich die Welt nicht mehr.

Fazit: Eigentlich fasst es der letzte Song des Albums perfekt zusammen, in dem BOIL noch einmal sämtliche Facetten ihres Könnens zu einer Gänsehaut verursachenden Symbiose vereinen: Almost A Legend". Für mich ein ganz heißer Kandidat für das Album des Jahres.


With Flesh Unbound
With Flesh Unbound
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Amazing Death Metal Debüt, 12. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: With Flesh Unbound (Audio CD)
Freunde guten und heftigen Death Metals sollten hier mal aufmerksam sein. Denn was sich Syn:Drom nennt ist die volle Breitseite Death Metal der heftigen und schweren, aber nicht schwerfälligen Art. In schönster Morbid Angel, Nile oder Vader Manier wird hier eine Gewaltnummer nach der anderen aus den Boxen gedrückt und das macht richtig Spaß. Die Songs sind meist ordentlich flott unterwegs, wissen aber auch durch schwere Midtempo-Parts zu überzeugen. Und auch wenn es meist schnell und technischer zur Sache geht, verliert sich die Band nicht im Progressiven Geschrammel, dem man dann als Normalsterblicher nicht mehr gedanklich folgen kann. Hier wurde genau die richtige Mischung aus schneller Technik und heftiger Breitseite gefunden. Kurzum, diese CD ist heftig, brutal und auch gut.


Blind Leading Blind
Blind Leading Blind
Preis: EUR 21,62

5.0 von 5 Sternen Melodic Death Metal mit Herzblut, 30. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Blind Leading Blind (Audio CD)
Die wenigsten Bands schaffen mit ihrem ersten Album einen Quantensprung, ein neues glaubwürdiges Sub-Genre oder überhaupt ein homogenes Stück Musik, an dem es von vorne bis hinten nichts zu beanstanden gibt. Vor allem aus den nördlicheren Regionen der Welt erreichen uns aber immer wieder großartige neue Bands, die genau das oder ähnliches scheinbar spielend leicht bewerkstelligt haben.

Los Sin Nombre scheinen sich in die Riege der musikalischen Streber einzureihen. Die fünf Schweden haben zwar seit ihrer Gründung 2004 schon einiges an Demomaterial auf den unbarmherzigen Markt geworfen, am 13. November erscheint nun aber erst ihr erstes Full Length-Album, da die Band erst letztes Jahr durch Schlagzeuger Linus und Lead Gitarrist Martin komplettiert werden konnte. Ganz im Zeichen bekannter schwedischer Bands wie In Flames, Soilwork oder Dark Tranquillity geben sich Los Sin Nombre dem Melodic Death Metal hin, ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, sich lediglich einem Trend anzupassen. Dabei kristallisiert sich nicht nur die musikalische Begabung der Band heraus, das Quintett wartet auch noch mit wunderbar persönlichen Texten auf - bestes Beispiel dafür ist der Anti-Missbrauchsong Taker Of Innocence".

Tatsächlich kann man jeden einzelnen der elf Songs auf Blind Leading Blind" als sehr gut bis großartig bezeichnen. Ashes To Ashes" beispielsweise geht gleich richtig gut nach vorne, Anleihen an die oben genannten Bands sind kaum zu überhören, werden aber mit der etwas eigenwilligen Stimme von Sänger Pär Palm versehen und somit zu etwas Einzigartigem. Der Mann scheint sich sowohl in den typischen Shoutings als auch im wesentlich melodischeren Refrain wohlzufühlen und legt seine eigene Messlatte für die restlichen Songs direkt zu Anfang ziemlich hoch.

Man muss bei all den Lorbeeren und Lobeshymnen sagen, dass man der Band ihre Herkunft sofort anhört. Dass das nicht zwingend schlecht sein muss, beweist einmal mehr der Titelsong; er startet ungewohnt schleppend, bietet dann aber Pärs gewohnt kraftvolle Schreie und spätestens im Refrain weiß man: Das sind Schweden. Dabei klingen die Melodien entfernt nach den älteren Stücken der Dänen Mnemic, die sich aber ebenso gern in die Schublade des Melodic Death Metal stecken lassen wie oben genannte Gruppen.

Dass die Schweden nicht nur drauflos knüppeln können, beweisen sie beim etwas sperrigen Breaking Silence". Der Titel ist Programm, es wird gebrüllt wie eh und je, doch die beiden Saitenmänner Martin und Saul schrecken auch vor ausufernden Gitarrensoli nicht zurück, die komischerweise gut in den eigentlich recht geradlinigen Song passen. Selbiger erinnert von der Dynamik und dem Gesang her schwer an Emil Bulls - ob die Bands sich wohl kennen? Auf unerwartetes Terrain begeben sich Los Sin Nombre bei Enemy": Pärs ruhiger Gesang und die ebenso langsamen Gitarren sind allerdings nur die Ruhe vor dem Sturm, bevor wieder geniale Shouts einsetzen. Wie schon so oft, ist das zwar ein altbekanntes und - wenn man es richtig macht - vor allem bewährtes Rezept, dem die fünf Schweden allerdings ihre ganz eigene Würze geben und somit das Stück zu einem der stärksten der ganzen Platte machen.

Our Daily Bread" zeigt sich wieder in bester Schweden-Manier; die typisch schwedische Gitarrendynamik fällt sofort ins Auge beziehungsweise Ohr und Pärs markerschütternde Schreie erwärmen das Herz eines jeden Metallers. Das einzige Instrumentalstück der Scheibe, Passing Through", schafft es auch über die drei Minuten-Grenze hinweg, der Langeweile vorzubeugen, hört sich aber amüsanterweise an wie ein Intro von In Flames. Auch Raised In Anger" klingt zwar nach den führenden schwedischen Metalbands, man kann dem Song mit seinen fast epischen Melodien und den genialen Vocals aber seine Eigenständigkeit nicht absprechen.

Als absolutes Paradestück des Melodic Death Metal präsentiert sich noch einmal Wounds", das mit allem ausgestattet ist, was ein Song braucht: der Refrain gleitet auf schwebenden Melodien dahin, der Rest des Stücks ballert mit zwerchfellzerfetzendem Gesang drauflos. Hier herrscht großes Kino, was umso beeindruckender ist, da es sich um das erste Album der Band handelt.

Fazit: Los Sin Nombre bieten mit Blind Leading Blind" allen Fans des schwedischen Metal an sich ein großartiges Album und allen anderen ein Mosh-Schmankerl erster Güte. Kaum einer Band gelingt es, mit dem Debüt so überzeugend, erwachsen und ehrlich rüberzukommen wie diesem Quintett. Kein einziger Lückenfüller schmälert das Vergnügen, es sind lediglich starke Songs vertreten, denen man das Herzblut der Band sofort anhört. Möglicherweise werden die Fünf ja eine mehrfach erwähnte schwedische Band beerben, die in letzter Zeit etwas ins Poppige abgedriftet ist... das Zeug dazu hätten sie allemal.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2009 8:31 PM CET


Host of Rotting Flesh
Host of Rotting Flesh
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Great Old School Death Metal, 7. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Host of Rotting Flesh (Audio CD)
Diese junge Combo aus Schweden legt nach drei guten bis sehr guten Demos nun ihr erstes Full-length-Album vor und hat mich als alten Stockholm-Schweden-Death-Fan vom ersten Durchlauf sofort in seinen Bann gezogen.
Hier knarzt und rumpelt es überall und Rotz und Eiter triefen geradezu aus den Speakern.
Überall gibt es fette Groove-Parts, wohl dosierte Melodien und feine Up-Tempo-Parts, so dass sofort allen Fans von Grave, alten Entombed, Carnage oder älteren Bloodbath das Höschen feucht werden sollte.
Ganz besonders der mächtig groovende Sound von Grave klingt immer wieder durch, aber trotzdem schaffen es die Jungs nicht wie eine dreiste Kopie zu klingen und es gelingt tatsächlich hier und da eine eigene Note einzubauen.
Generell wird versucht die Scheibe recht abwechslungsreich zu halten, da man oft die Geschwindigkeit variiert, zwischen das wüste Old School-Gekloppe auch feine Melodien und Soli einstrickt und nicht versucht eine einzelne Band zu kopieren, sondern vielmehr das Beste des wahren Schweden-Deaths in einen Topf zu werfen und dann einmal kräftig umzurühren.
Sei es nun das mächtige "Dechristianization" das hier und dort stark an einen Bastard aus Bloodbath und Entombed erinnert, das mit fetten Dismember-Melodien aufgemotze "Welcome the Dead" oder das eingängige "Carnage", das auch aus der Feder von Grave stammen könnte. Aber auch Bands der zweiten und dritten Generation des Schweden-Deaths wie z.B. Nominon oder Kaamos lassen sich ausmachen, was einmal mehr äußerst viel versprechende Referenzen sind.
Wahrlich beeindruckend wie sehr diese so junge Band den Spirit der 90er atmet.
Die absolut herrlich old-schoolig-organische und dennoch absolut transparente Produktion tut da ihr übriges und fügt sich perfekt in das positive Gesamtbild ein.
Mich hat es besonders gefreut die alten Demo-Songs jetzt nochmal in ausgereifter Form und in neuem Soundgewand zu hören, da das sowieso schon starke Songwriting jetzt noch besser hervorsticht.
Für mich reiht sich diese Band schon jetzt in die mächtige Retro-Sound-Riege mit den göttlichen Funebrarum, Deathevokation, Demonical, Lifeless oder Evocation ein, da man von Anfang an merkt, dass es das Quintett ernst meint und mit Herzen dabei ist.
Zudem haben die Jungs enormes Talent und verstehen es, das Songwriting spannend zu halten. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt was aus den jungen Schweden noch wird. Bei der derzeitigen Old School Schweden-Death-Welle dürfte die Band bei entsprechender Promotion noch eine rosige Zukunft vor sich haben. (Leimy)


The Gallery of Bleeding Art
The Gallery of Bleeding Art
Preis: EUR 16,46

5.0 von 5 Sternen Exellent Black/Death aus Schweden, 2. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: The Gallery of Bleeding Art (Audio CD)
Auf ihrem dritten Album bietet dieses schwedische Quintett einmal mehr einen schönen Querschnitt durch skandinavischen Death/Thrash/Black-Metal und verbindet alle Vorzüge dieser doch grundverschiedenen Genres zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Egal ob schnittiges Trash-Riffing, fieses Black Metal-Geholze oder herrlich druckvoller Mid-Tempo-Death Metal mit leichter Melodie-Schlagseite, hier klingt nichts nach Chaos, sondern nach einem durchdachten Konzept das tatsächlich aufgeht. Fühlte ich mich anfangs noch stark an die jüngsten Werke Necrophobics erinnert, erschließen sich nach mehreren Durchgängen auch Fragmente, die man durchaus von Bands wie z.B. God Dethroned, älteren Behemoth oder Unanimated gewohnt ist. Bei einigen technischen Passagen fühlte ich mich gar an die experimentelle Herangehensweise von Gojira erinnert, was ja auch bei weitem keine schlechte Referenz ist.

Eingeleitet durch ein dramatisches Klassik-Intro und schöne Schweden-Melodien (hier fühlt man sich extrem an den Anfang von Necrophobics letzten Album "Hrimthursum" erinnert *hüstel*) gibt's im ersten Song "The Gallery of bleeding art" direkt was vor's Freßbrett und der geneigte Hörer weiß sofort, dass hier keine Kompromisse gemacht werden.
Fieses Gekeife trifft auf flottes Gebolze das immer wieder von eingängigen Gitarren-Melodien untermalt wird, die ihrerseits oftmals in klassischen Gitarren-Soli gipfeln.
Überhaupt gibt es in den Songs extrem viel zu entdecken, da das Songwriting alles andere als primitiv ist, sondern überall geschickte Tempo-Wechsel eingebaut werden, mit technischen Frickeleien gespielt wird, um das Ganze dann wieder mit herrlichen Melodien zu zügeln.
Ich könnte mir gut vorstellen, das auch hier der Knackpunkt der Scheibe liegen dürfte, da viele Hörer mit diesem komplexen Songmaterial überfordert sein dürften, weil einfach extrem viel in die Songs gesteckt wird (die Palette reicht von Mönchs-Chören über atmosphärische Akustik-Passagen hin zu ultrafrickeliger Gitarren-Akrobatik).
Für Leute die aber dem Genre des technischen Extrem-Metal nicht verschlossen sind und auch mit eingängigen Melodien etwas anfangen können, ist diese Scheibe die reinste Offenbarung. Die Produktion fügt sich übrigens auch optimal in das perfekte Gesamtbild ein, weil sie stets klar und druckvoll klingt, ohne jedoch zu modern zu klingen. Auch die Spielzeit ist mit 42 Minuten absolut moderat gehalten, da man direkt nach dem ersten Durchhören Lust auf einen weiteren Durchlauf bekommt.
Einzig allein die Tatsache, dass teilweise etwas zu stark zu den großen Vorbildern geschielt wird, lässt die Scheibe etwas erblassen. Sieht man hiervon aber mal ab und ordnet diese Scheibe als eine Hommage an die großen Vorbilder ein, bekommt man eine schöne Extrem-Metal-Scheibe die anspruchsvoll und zeitlos tönt.
Zusammen mit der aktuellen Tribulation (auf die sämtliche hier genannten Prädikate auch zutreffen) dürfte diese Scheibe zum nächsten Geheimtipp im Undergound werden, wenn es um schwedischen Extremmetal geht, der sich nicht um die Grenzen zwischen Death-, Black- und Thrash Metal schert.


For the Present Purpose
For the Present Purpose
Wird angeboten von SEDIVA Deutschland
Preis: EUR 7,27

5.0 von 5 Sternen Für Fans von Him, Tool und Radiohead, 2. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: For the Present Purpose (Audio CD)
Alternative Rock gibt es wie Sand am Meer, möchte man meinen. Sentimentalen und gefühlvollen Alternative Rock zu finden, der dabei noch gut gemacht ist, ist da schon schwieriger.

In exakt diese Kerbe passen die Schweden von Korea: Auf For The Present Purpose" finden sich gefühlvolle Texte, vor allem über enttäuschte Liebe, die schon beinahe trauernd-schnulzigen Charakter besitzen würden, wäre da nicht die gefühlvoll dosierte rockige Instrumentierung.
Bedingt durch ebendiese Texte, durchzieht eine melancholische Stimmung das Album - sicherlich nicht jedermanns Sache und auch nicht optimal, um sich nach einer enttäuschten Liebe wieder aufzurappeln - doch im Alltag sehr gut geeignet, um abzuschalten.

Bereits der erste Song des Albums versprüht ebendiesen Charme: Mit Textzeilen wie How could I've been so wrong, I really thought I was the one for you", untermauert von einer angemessen rockigen Gitarren- und Basswand, die sich einerseits durch klares Riffing und andererseits durch verträumt verschwommene Lead-Gitarren-Melodien auszeichnet, wird man von Insufficient Karma" in das traurige Universum der Liebe getragen. Korea suchen also die Ursache des Leids, ganz wie die Hindus, in den vorhergehenden schlechten Taten.

Bei Save Your Pain" wird auf Gitarrenwände verzichtet: Hier hört man nur den Basslauf und eine darüber liegende Gitarrenmelodie. Sänger Mikael Ernstén, der sich hier zumindest im Refrain in den höheren Stimmlagen bewegt, verleiht dem Song eine noch gesteigerte, klagende Atmosphäre.

GPHH38" bildet eine Ausnahme auf dem Album. Dies ist ein Rocksong ohne einen stark trauernden Charakter, bei dem auf ein leicht elektronisch angehauchtes Soundfundament gesetzt wird. Eine eingängige Bass- und Gitarrenpassage, die sich fast die komplette Zeit in verschiedenen Tonarten hierüber legt, lässt den Song im Ohr bleiben.

Mit For The Present Purpose" legt die schwedische Band Korea ein gutes Erstlingswerk vor, das sich angenehm hören lässt, wenn man sich in eine melancholische Stimmung versetzen lassen möchte!
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