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Rezensionen verfasst von
David (Bayern)

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Harry Potter und der Orden des Phönix (Band 5)
Harry Potter und der Orden des Phönix (Band 5)
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Umfangreicher - Anspruchsvoller - Düsterer, 6. Juli 2010
Harry Potter wird bei den Dursleys während der Ferien angegriffen, worauf ihm, wegen dem Einsatz von Magie zum eigenen Schutz, der Schulverweis droht, während eine Organisation bestehend aus Auroren Jagd auf Lord Voldemort und seine Leibgarde macht. Aber das ist nicht sein einziges Problem, Dumbledore geht ihm aus dem Weg, das Zaubereiministerium versucht die Kontrolle über Hogwarts zu erlangen, er wird von merkwürdigen Träumen heimgesucht und ihn packen immer mehr Selbstzweifel...

Mit Harry Potter und der Orden des Phönix hat J. K. Rowling ihren Band der Superlative geschrieben. Nicht nur, dass er mit über 1000 Seiten der Längste von Allen ist, er ist auch was Hintergrundinformationen, Charakterentwicklung und Komplexität angeht der bisher Umfangreichste. Die ehemaligen Kinder kommen langsam in der Pubertät an, vorallem an Harry beschreibt die Autorin diese schwierige Zeit sehr ausgiebig, während sich bei anderen Charakteren auch ihre dunkleren Seiten ausbilden. Die bei den Vorgängern noch oft angewandte triviale Charakterbeschreibung reduziert sich hier auf ein Minimum (z.B. der dunkle Lord und seine rein böse Gefolgschaft). Neben den allgemeinen Schulpflichten, denen die Jugendlichen auf Hogwarts nachgehen müssen, laufen viele Handlungsstränge parallel und hängen nur lose aneinander, was zu einem komplexen Handlungsverlauf und vielen Dingen führt, die man im Kopf behalten sollte. Die Funktion der Zauberwelt wird durch Erklärungen zum Krankenhaussystem, Aufgaben des Ministeriums, usw. genauer beschrieben, viele Ereignisse und Personen der Vorgänger kommen nochmals zu Wort und außerdem lässt sich J. K. Rowling für Spannungsbögen viel mehr Zeit und beschreibt selbst einfache Dinge genauer und mit reicherem Wortschatz. Auch löblich ist, dass am Tagespropheten die Macht der Medien kritisiert wird und drohende Konsequenzen bei Beeinflussung von eben diesen dargestellt werden. Erst gegen Ende - wie immer ein furioses Finale - läuft das Wichtigste zusammen und löst sich schrittweise auf.

Sehr gut gelungen sind auch die zwei neuen Charaktere Luna Lovegood, die vorallem durch ihre Verträumtheit sofort Sympathien beim Leser gewinnt, und ihr krasses Gegenstück Dolores Umbridge, Harrys neue Lehrerin und die wohl unsympathischste Figur in allen Harry Potter Büchern schlechthin. Ehemalige Nebencharaktere wie Neville oder die Weasley Zwillinge kommen zu größeren Auftritten, als noch bei den vorangegangenen Bänden.

Durch die deutlich gemütlichere Art die Geschichte zu erzählen, könnten sich vorallem Liebhaber der ersten drei Bände etwas vor den Kopf gestoßen fühlen, da sich die Ereignisse nichtmehr überschlagen, sondern deutlich mehr Zeit brauchen um sich zu entwickeln. Auch die ewig depressive Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht, wirkt sehr ungewohnt und wird, neben dem neuen Erzählstil, sicher nicht jedem gefallen. Selbst auf ein Happy End wurde verzichtet und wenn man fast schon meint es kann nicht schlimmer kommen, geschieht doch noch etwas noch viel Deprimierenderes gegen Ende des Buches. Tatsächlich hätte man das Buch an einigen Stellen ohne Probleme etwas kürzen können, was der Geschichte nicht geschadet, sondern ihr etwas mehr Geschwindigkeit verliehen hätte. Deswegen gebe ich auch nur 4 Sterne.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass dieser Teil von den ersten fünf der bisher erwachsenste Harry Potter ist und die ankündigende Änderung des Stils, die man schon im 4. Buch spüren konnte, hier konsequent fortgesetzt wird und das Buch für jüngere Kinder eher unempfehlenswert macht. Die ältere Leserschaft erwarten aber über 1000 spannungsgeladene und atmosphärische Seiten, die dafür sorgen, dass man das Buch nicht mehr so schnell weglegen will.


Harry Potter und der Feuerkelch
Harry Potter und der Feuerkelch
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt, 28. Juni 2010
Mit dem 4. Teil der Harry Potter Serie hat sich vieles geändert. Nicht nur der Umfang (fast 800 Seiten) und der Härtegrad (erste Todesfälle) haben hier zugenommen, man bemerkt auch eine Änderung des Schreibstils im Gegensatz zu den Vorgängern, was in den Nachfolgern noch offensichtlicher wird. Auch der Beginn ist anders ausgefallen, so geht es, wie am Ende des 3. Buches schon angedeutet, zur Quidditch-Weltmeisterschaft. Obwohl das Spiel selbst sehr unterhaltsam beschrieben wird liegt genau hier in meinen Augen der größte Schwachpunkt von Harry Potter und der Feuerkelch, man wird nämlich auf dem Weg dorthin mit sehr vielen neuen Namen zugebombt, sodass man fast meinen könnte man lese die Bibel. Außerdem wird für einfache Vorgänge sehr weit ausgeholt, weshalb man über viele Seiten das Gefühl hat sich nicht von der Stelle zu bewegen.

Ab der Ankunft in Hogwarts nimmt das Buch aber wieder die Klasse der ersten 3 Bände an. Harrys 4. Schuljahr steht ganz im Zeichen des Trimagischen Turniers, an dem sich auch die Champions von 2 anderen Zauberschulen beteiligen. J. K. Rowling lässt wieder viele ihrer Ideen über Magische Geschöpfe, Zaubersprüche, usw. in die Geschichte einfließen, wobei der Lauf der Geschichte etwas an den Fantasy-Klassiker Der Herr der Ringe erinnert, etwa beim Aufstieg des dunklen Lords. Gegebenheiten wie zum Beispiel der tiefemotionale Streit zwischen Ron und Harry oder die Vorfälle beim Weihnachtsball lockern das Buch auf und treiben die Entwicklung der Charaktere voran. Lediglich Hermine mit ihrer Elfen-Befreiungsaktion (B.ELFE.R, sogar der Wortwitz des Englischen Orginals daran geht in der Deutschen Übersetzung verloren) stört etwas, da sie damit nicht nur die Charaktere um sich herum und den Leser nervt, sondern auch die Elfen selber, die ihre Hilfe garnicht wollen. Irgendwann verpufft dieser Handlungsstrang dann ohne Ergebnis und ohne irgendetwas Wichtiges zur Geschichte beigetragen zu haben. Die Turnier-Aufgaben sind spektakulär in Szene gesetzt, während das Ende sich diesmal sehr offen gestaltet und man nach dem Lesen sofort das Verlangen verspürt den nächsten Band zu lesen, um Antworten zu bekommen.

Wegen dem etwas langatmigen Beginn gibt es 4 Sterne. Meiner Meinung nach zwar nicht der beste Potter-Band, aber wegen der vielen neuen Ideen und großartiger Neben-Charaktere mehr als lesenswert, auch weil dieser Teil der Auftakt zum letzten großen Kampf gegen Harrys Erzfeind - Du-weißt-schon-wer - ist.


Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und der Stein der Weisen
von Joanne K. Rowling
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Stein des Anstoßes, 21. Juni 2010
Vor sehr langer Zeit, 11 Jahre um genau zu sein, hatte ich das erste mal die Gelegenheit den ersten Teil der Harry Potter Serie lesen zu können. In dieser Situation, das Buch schon in Händen haltend, habe ich mich aber dagegen entschieden, eine Entscheidung, die ich bis heute bereue. So verging nochmal ein ganzes Jahrzehnt, bis ich in die Welt des Jungen mit der vernarbten Stirn eintauchen konnte. Nunja, beim ersten Band allein ist es nicht geblieben und auch die anderen 6 Teile waren schnell gelesen. Joanne K. Rowling hat einfach eine wunderschöne Welt voller Magie geschaffen, die junge wie ältere Leser fesselt und zudem eine sehr intressante Geschichte und viele unterhaltsame Nebengeschichten zu bieten hat. Details wie etwa die verschiedenen Schulhäuser oder die Quidditch-Saison sorgen für Atmosphäre.

Der erste Teil, von der sehr simplen Schreibweise her noch am ehesten als Kinderbuch anzusehen, ist eine tolle Einführung in die Welt von Hogwarts. Harry, der bei seinen letzten verbliebenen Verwandten, den Dursleys, in sagen wir mal bescheidenen Verhältnissen lebt, erfährt hier schrittweise von seinem Dasein als Zauberer, dem Umstand des Todes seiner Eltern, warum er in der Zaubererwelt berühmt ist, wer der dunkle Lord Voldemort war und was er mit ihm zu tun hatte. Das Buch behandelt sein gesamtes erstes Schuljahr in der Zaubererschule Hogwarts, in die er per Eulenpost eingeladen wird. Alle wichtigen Charaktere wie zum Beispiel seine zukünftig besten Freunde Ron und Hermine, die gesamte Lehrerschaft, der Tierhüter Hagrid und natürlich auch seine Erzrivalen Draco Malfoy und Severus Snape, mit denen er seit der ersten Begegnung im Zwist steht, werden hier vorgestellt. Die Geschichte um den Stein der Weisen selbst wird spannend in Form eines jugendgerechten Krimis erzählt, ohne dass Längen im Buch aufkommen. Auch sehr nett ist, dass gewisse Dinge und Personen, die hier nur flüchtig erwähnt werden, in späteren Bänden nochmal aufgegriffen und weitererzählt werden, etwa Lavender Brown oder die erste Unterrichtsstunde in Kräuterkunde, welche beide im 6. Band größere Bedeutung haben.

Mein einzig wirklicher Kritikpunkt wäre, dass der Orginalname Hermione Granger im Gegensatz zur Englischen Orginalfassung und zahlreichen, anderen Übersetzungen zu Hermine abgeändert wurde. Dieser Name mit dem Charme eines Paares abgetragener Socken zieht sich nun nämlich durch alle Deutschen Bände. Zwar kann ich den Verlag und seine Bedenken verstehen, dass Hermione im Deutschen anfangs etwas merkwürdig klingt, aber warum einigt man sich dann auf einen so altertümlich klingenden Namen wie Hermine? Hermione klingt meiner Meinung nach schöner und sogar moderner, aber das ist natürlich ein Kritikpunkt, der am guten Inhalt des Buches nichts ändert.

Alles in allem ein sehr unterhaltsames erstes Buch. Harry Potter Fans werde ich es nicht mehr empfehlen müssen, sie haben es sowieso schon gelesen. Für all die Anderen, an denen der Rumel um den mysteriösen Zauberlehrling bisher vorbeigegangen ist, wird es jetzt aber höchste Zeit sich von der Welt von Harry Potter bezaubern zu lassen!


Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Harry Potter und der Gefangene von Askaban
DVD ~ Daniel Radcliffe
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meiner Meinung nach die beste aller Verfilmungen..., 20. Juni 2010
...wobei man zugeben muss, dass Joanne K. Rowling Herrn Alfonso Cuarón auch mit einer erstklassigen und wendungsreichen Hintergrundgeschichte beliefert hat. Zwar ist das Buch im Vergleich nochmal ein ganzes Stück besser, aber der Regisseur macht bei der Umsetzung fast alles richtig und verziert das ganze nochmal mit einigen Details, die sich wunderbar in die Geschichte einfügen. So wird der Henker zum Beispiel von Raben begleitet, während ständig Uhren gezeigt werden, die darauf hinweisen, dass Zeit im Film eine wichtige Rolle spielt. Zusammen mit den viel düsteren Aufnahmen wird hier eine unheimliche Atmosphäre aufgebaut, die mir deutlich besser gefällt als noch bei den ersten beiden Teilen, ohne dass dabei etwas von der Magie Hogwarts verloren geht. Man merkt lediglich, dass man sich an eine größere und erwachsenere Zielgruppe orientiert. Das Finale mit dem Zeitsprung finde ich im Film sogar noch besser, als es im 3. Band beschrieben wird, einfach weil die Charaktere hier viel aktiver an die Sache herangehen und die Begegnungen mit dem eigenen Ebenbild wirklich toll rübergebracht werden. Die Darsteller scheinen seit dem letzten Teil einen ordentlichen Wachstumsschub abgekriegt zu haben, wobei besonders bei Daniel Radcliffe auffällt, dass er sich schauspieltechnisch wieder ein ganzes Stück gesteigert hat und von den teilweise hölzernen Schauspielleistungen des ersten Teiles nicht mehr viel zu sehen ist.

Kritikpunkte gibt es auch, so wurde die Geschichte an manchen Stellen krass gekürzt oder abgeändert, was dazu führt, dass der Handlungsablauf zwar beschleunigt wird, aber sehr unterhaltsame Kapitel des Buches einfach komplett wegfallen. So wird zum Beispiel die Quidditch-Saison, in den Büchern wahrscheinlich die spannendste überhaupt, lediglich auf das Spiel Gryffindor - Hufflepuff reduziert. Weil auch nicht näher auf die Gegner und das Spiel eingegangen wird, werden Charaktere wie die Sucher von Hufflepuff und Ravenclaw im Film noch garnicht vorgestellt, sondern haben erst im Nachfolger ihren ersten Auftritt. Der unterhaltsame Streit zwischen Hermine und Ron wird leider auch nur auf auf einige Sätze zwischen den beiden reduziert. Zwar sind die Zaubereffekte diesmal wirklich schön anzusehen, dafür wirkt der Werwolf alles andere als furchteinflössend, geschweige denn echt. Da wurden schon bessere Ergebnisse erzielt, als man vor 20 Jahren Schauspieler in Wolfskostüme gesteckt hat. Auch die Auflösung am Ende ist etwas zu abrupt und wichtige Dinge, wie zum Beispiel warum Prof. Lupin nun die Karte des Rumtreibers lesen konnte, werden garnicht erst aufgelöst.

Da es sich aber zum Großteil nur um eher unwichtige Nebenhandlungen handelt, die hier gekürzt wurden, was den Film deutlich kompakter gemacht hat, als noch die ersten beiden Teile, und weil diese Verfilmung im Gegensatz zu den Nachfolgern noch am komplettesten wirkt und die Hogwards-Atmosphäre ständig präsent ist, in den Teilen 5 und 6 hat man eher das Gefühl, Hogwarts wäre lediglich ein Geisterschloß, würde ich gute 4,5 Punkte geben. Aufgerundet macht das 5 Punkte für den meiner Meinung nach am besten verfilmten Harry Potter Band. Leider war es der einzige Teil, den Cuarón gedreht hat. Ich hätte mir gewünscht, es wären mehr gewesen.


Der Herr der Ringe
Der Herr der Ringe
von John R. R. Tolkien
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Herr der Ringe in neuer, alter Ausführung!, 25. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe (Gebundene Ausgabe)
Lange hat es nun gedauert, bis man wieder die von der oft verschmähten Krege-Übersetzung verdrängte Margaret Carroux Ausgabe dieses Buches erwerben konnte, hat doch der Verlag fast ein ganzes Jahrzehnt ausschließlich nurnoch die Übersetzung des Herrn Krege vertrieben. Nun ist die Carroux-Übersetzung, die durch ihren altmodischen Schreibstil eine dichte, mittelalterliche Atmosphäre erzeugt, wieder erhältlich und wurde zudem noch neu durchgesehen, wodurch einige Schnitzer und veralterte Formulierungen beseitigt worden sind und der gesamte Text an die neue Rechtschreibung angepasst wurde.

Das Buch selbst, in dem neben allen 3 Teilen (Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs) auch die kompletten Anhänge, wie zum Beispiel die Analen der Könige und ein Registerverzeichnis, enthalten sind, kommt als in rotem Leinenstoff eingehüllter Block daher, da die Seitenränder ebenfalls rot sind. Die mit roten Überschriften versehenen und ansonsten schwarzgedruckten Seiten sind auf das Wesentliche reduziert, das heißt außer rotgedruckten Seiten zwischen den verschiedenen Büchern wurde auf Bilder weitgehend verzichtet. Die zwei Karten von Mittelerde, auf denen man den Weg Frodos und seiner Gefährten verfolgen kann, sind ebenfalls enthalten.

Was dagegen negativ auffällt, wären die Seiten, die anfangs, wegen dem Rotdruck ihrer Ränder, etwas verklebt sind, die man aber ohne Beschädigung des Buches und der Seiten trennen kann. Bei den zwei Lesebändchen wirkt des goldene etwas billig und lieblos umgesetzt. Auch die Tatsache, dass es von dieser Übersetzung noch keine Taschenbuchausgabe gibt, ist ein wenig ärgerlich, da man so nur auf diese zum Lesen etwas unpraktische Ausgabe zurückgreifen kann. Auch der vorallem im direkten Vergleich zu den Englischen Ausgaben enorm hohe Preis trübt den Gesamteindruck.

Der Inhalt des Buches ist allgemein bekannt und zählt wegen seiner atmosphärischen Dichte zurecht als Klassiker der Fantasy-Literatur. Alles in allem handelt es sich aber aufgrund der sehr gut neu durchgesehenen Übersetzung von Margaret Carroux um die zurzeit beste erhältliche Deutsche Ausgabe dieses Romans, deswegen reicht es noch für die volle Punktzahl.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 4:40 AM CET


Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers. Standardausgabe mit Apokryphen
Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers. Standardausgabe mit Apokryphen
von Martin Luther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überarbeitete Version der Martin Luther Übersetzung, 13. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei der hier vorgestellten Ausgabe der Bibel handelt es sich um eine vorsichtig von Fachleuten an den heutigen Sprachgebrauch angepasste Version der Bibelübersetzung Martin Luthers, das heißt es handelt sich beim alten Testament um die Ausgabe des Jahres 1964, die zusätzlich die neue Vers- und Kapitelzählung aufweist, bei den Apokryphen um die 1970er Ausgabe, während das neue Testament zuletzt 1984 revidiert wurde. Alle Teile wurden schließlich noch im Jahre 1999 anläßlich der Rechtschreibreform auf den neusten Stand gebracht.
Mit ca. 12000 Verweisstellen zwischen den Versen wird versucht die Beziehungen innerhalb der Bibel ansatzweise zu erschließen und den Überblick zu bewahren. Es wurden einige wenige Anmerkungen zur Erläuterung bestimmter Textstellen eingefügt, während wichtige Passagen mit halbfettem Druck versehen sind. Am Ende des Buches finden man noch einige Hilfen zum Verständnis, wie zum Beispiel Angaben zu Maßen und Gewichten oder Sach- und Worterklärungen und ein Stichwortverzeichnis. Schließlich sind auch farbige Karten enthalten, die Palästina zur Zeit des alten und neuen Testaments, den Nahen Osten zur Zeit des alten Testaments und eine Karten versehen mit den Reisen des Apostel Paulus zeigen. Für Kenner des Bibeltextes ist sicher noch intressant, dass bei den Apokryphen das 3. und 4. Buch Esra und das 3. Makkabäerbuch nicht enthalten sind, was bei Ausgaben der Bibel in Lutherübersetzung üblich ist, da er sie nicht mitübersetzt hat.

Das Buch selber ist dank verwendetem Bibelpapier, trotz seines gigantischen Umfangs, recht handlich und praktisch ausgefallen. Dadurch sind die Seiten aber auch entsprechend einfach zu beschädigen und knicken relativ schnell, was unschöne Spuren hinterlässt. Der schwarze Einband wurde relativ schlicht belassen, wirkt im großen und ganzen aber sehr stabil. Bereits in einer anderen Rezension wurde kritisiert, dass es lediglich ein weißes Lesezeichen-Bändchen gibt, was bei dem umfangreichen Inhalt doch recht wenig ist.


Omen
Omen
Preis: EUR 10,82

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endgültige Entwicklung in Richtung Thrash, 26. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Omen (Audio CD)
Mit Soulflys mittlerweile 7. Studioalbum wird nun endgültig dem vorallem auf den ersten 3 Platten zelebriertem Nu Metal und dem Experimentieren mit verschiedenster Weltmusik abgeschworen. Max Cavalera, der mit seiner zweiten Band Cavalera Conspiracy seine Lust an beinhartem Thrash Metal wiedergefunden zu haben scheint, geht auch mit seiner seit 1997 aktiven Band Soulfly den Weg zurück zu seinen musikalischen Wurzeln.

Der kurze und knackige Opener "Bloodbath And Beyond" spiegelt diese Entwicklung mit seinem Hardcore Faktor sogleich wieder. Auffallend ist auch die Produktion, die hier nicht so düster und knüppelhart ausgefallen ist wie noch auf Conquer, sondern modern klingt, aber immer noch ein wenig die düstere Atmosphäre des Vorgängers einatmet. Der Tradition auf jedem Album mindestens einen Gastsänger zum Zuge kommen zu lassen wurde jedoch nicht abgeschworen und so darf Greg Puciato auf dem schon bekannten darauffolgendem Song, der vorallem durch seine unerwartete Melodielinie auffällt, seine anfangs doch recht gewöhnungsbedürftige Stimme zum Besten geben, während das albumtypische Instrumental diesmal recht kurz daherkommt, dafür aber auch zu überzeugen weiß. Auf Liedern wie "Great Depression", "Jeffrey Dahmer", "Mega-Doom" oder "Counter Sabotage" wird solider Thrash Metal, mal schneller, mal etwas langsamer ohne wenn und aber geboten, wobei Lieder wie "Lethal Injektion" oder "Kingdom" mit ihrem simplen, auf wenige Riffs reduzierten Aufbau ebenfalls zu gefallen wissen. Die Texte sind Cavalera typisch, das heißt wer großartige lyrische Meisterwerke erwartet sollte besser die Finger von diesem Album lassen.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass der Altmeister Max sich gleich mit zwei Bands dem Thrash-Revival verschrieben hat und mit Omen ein grundsoliges Album vorlegt, das man auch ohne Probleme am Stück durchhören kann, aber letztendlich keine großen Überraschungen zu bieten hat. Wem das nichts ausmacht wird seinen Spaß mit dem Album haben.


Inhuman Rampage
Inhuman Rampage
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 11,86

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochgeschwindigkeitsgeschoss, 1. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Inhuman Rampage (Audio CD)
Nun sind schon gute 4 Jahre vergangen, nachdem ich DragonForce das erste mal live als Vorgruppe von Edguy gesehen habe. Damals konnten sie mich auch live voll und ganz überzeugen - im Gegensatz zu heute, wo sie andscheinend krampfhaft versuchen Musik zu komponieren, die sie live nicht umsetzen können - was mich dazu veranlasst hat mir ein Studioalbum dieser Band zu beschaffen.

Meine Wahl ist auf die damals erst kürzlich erschienene Platte "Inhuman Rampage" gefallen. Schon nach dem ersten Durchhören war ich hin und weg und die nächsten 3 Monate war dieses Album mein ständiger Begleiter, den ich mir mehrmals täglich ohne aufkommende Langeweile anhören konnte. Die unglaublich schnelle Geschwindigkeit und der spacige, an Spielhallen der 80er Jahre erinnernde Klang, der so relativ selten im Power/True Metal Bereich anzutreffen ist, haben bei mir ein ordentliches Aha-Erlebniss verursacht.

Typisch sind hier die sehr langen, mit zahlreichen Melodien gespickten und überraschenden Effekten versehenen Soli. Ansonsten wird durchweg anständiger, melodischer Metal mit fast immer durchgetretenem Gaspedal geboten. Lediglich das letzte Lied entpuppt sich als ordentliche Ballade, mit der die Band auch zeigt, dass sie nicht nur im Brechen von Geschwindigkeitsrekorden begabt ist, sondern auch atmospärische Lieder schreiben kann. Der Opener, welcher der Band dank Guitar Hero eine große internationale Bekanntheit beschert hat, stellt sich sogleich als eines der stärksten Lieder der Platte heraus und weiß von Anfang bis zum Ende zu überzeugen. Es folgen weitere, sehr gelungene Lieder, bei denen einem wegen der unglaublichen Solopassagen oder der extremen Geschwindigkeit ("Storming The Burning Fields") nicht nur einmal die Kinnlade herunterklappt. Neben schönen Melodien quietscht und knarzt es an allen Enden, was dem ganzen wirklich eine gewisse Spielhallen-Atmosphäre verleiht. Dabei scheint es sich stetig steigern zu wollen, bis mit "Cry For Eternity" mein persönlicher Höhepunkt des Albums erreicht ist. Das erste Gitarrensolo, das fast so klingt als wenn es eigentlich vom Keyboard stammt, versucht die ohnehin schon hohe Geschwindigkeit nochmals um ein ganzes Stück zu steigern, während das Keyboardspiel dem ganzen einen exotischen Touch verleiht.

Wer etwas mit melodischem Metal anfangen kann, der kann auf alle Fälle ein Ohr riskieren. Ein gewisses Erstaunen sollte jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Mittlerweile habe ich auch die anderen DragonForce Alben gehört und leider konnte mich keines solange fesseln wie "Inhuman Rampage". Weil auch ein wirklicher Schwachpunkt fehlt soll es noch für 5 Sterne reichen.


Carrie
Carrie
DVD ~ Sissy Spacek

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige Buchverfilmung... nur bedingt als DVD-Veröffentlichung gelungen, 29. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carrie (DVD)
Nachdem ich Stephen Kings Roman Carrie regelrecht verschlungen habe und dort im Nachwort die Verfilmung von Brian De Palma erwähnt wurde, hat für mich kein Weg mehr an dieser DVD vorbeigeführt. Etwas skeptisch was Buchverfilmungen angeht habe ich sie mir zu Gemüte geführt, und was soll ich sagen, der Film ist einfach klasse.

In der Verfilmung des Buches geht es um Carrie White, die als Verkörperung des Außenseitertums auftritt. Von Mitschülern und Lehrern gehänselt und verspottet, bekommt sie nichteinmal im Schoß der Familie Sicherheit, da ihr einzig verbliebenes Familienmitglied ihre streng katholische Mutter ist, die Carrie obendrein mit sehr fragwürdigen Methoden erzieht. So schließt sich der Teufelskreis, aus dem sie mit eigenen Kräften nicht herauszukommen scheint. Nach einer erneuten Schmach in der Schule und mit dem zeitgleichen Eintreten der Pupertät, etwickelt sie mysteriöse Fähigkeiten, die sie willentlich einsetzen kann. Die erste Hälfte des Films schockt nicht mit möglichst brutalen oder erschreckenden Bildern, sondern zeigt sehr eindrucksvoll die schlimme Lage eines von Mitschülern ausgeschlossenen Mädchens, bei dem ganz gewöhnliche Situationen wie der Schulsport, der Heimweg oder das Gespräch mit der Mutter in Abwertung, Angst und Schrecken enden. Ihre Mitschülerin Sue Snell hat schließlich Mitleid mit Carrie und versucht ihr zu helfen, was im ersten Moment auch zu glücken scheint, bis schließlich schließlich alles auf eine Katastrophe hinausläuft...

Großes Lob geht hier an Sissy Spacek, die auf exzellente Art und Weise dem Charakter Carrie White Leben eingehaucht hat und deswegen zurecht mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde. Nach der Szene am Anfang, bei der man vielleicht noch etwas Ekel empfunden hat, wächst beim Betrachter immer mehr die Sympathie zu ihr und man hofft und leidet bis zum Schluß mit ihr mit, aber auch die anderen Schauspieler geben sich keine Blöße, sodass man, durch die perfekt in Szene gesetzten Charaktere regelrecht in der Highschool-Atmosphäre, die der Film aufbaut, versinkt. Brian De Palma ist das Kunststück gelungen, selbst den letzten Nebendarsteller in unterhaltsamen Bildern einzufangen und somit, auch dank dem gelungenen Einsatz von Musik, keine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen. Kennzeichnend dafür wäre zum Beispiel die Zeitlupenszene vor der großen Wende, die sich auf nervenzerfetzende Weise in die Länge zieht, das Unheil schon erahnend, und dann von einer Sekunde auf die andere die Stimmung des Zuschauers kippt.

Lesern des Buches werden auch noch einige Änderungen gegen Ende der Handlung auffallen, denn aufgrund fehlender Geldmittel konnte man das infernalische Ende des Romans nicht in diesem Ausmaß umsetzen. Auch hätte ich mir bei einigen Charakteren, wie der mitleidenden Sue Snell, etwas mehr Tiefe gewünscht, da ihr im Buch mehr Platz eingeräumt wird, sie allerdings im Film etwas farblos wirkt. Bei der nicht gerade Überlänge der DVD hätten es sicher noch ein parr Szenen mehr zur Vertiefung solcher Personen sein können. Das ändert aber nichts an der qualitativ hochwertigen und unterhaltsamen Verfilmung des Buches, die zudem eine geniale Schlußszene zu bieten hat.

Was wirklich störend auffällt, ist die Umsetzung auf DVD. Das Bild ist für das Alter zwar in Ordnung, aber von DVD-Referenzklasse weit entfernt und wirkt, verglichen mit dem hochauflösenden Bild einer Blu-Ray, extrem körnig. Auch das 4:3 Letterbox-Format wirkt sich störend auf den visuellen Eindruck aus. Es liegt lediglich die Englische Tonspur in 5.1 Dolby Digital Qualität vor, alle anderen Tonspuren, auch die Deutsche, kommen als 2.0 Mono daher. Zudem gibt es als dünnes Bonusmaterial nur den orginal Kinotrailer, mehr nicht. Zwar kriegt man mehr Zusatzmaterial und bessere Tonspuren auf der Special bzw. Gold Edition von Carrie, allerdings bleibt trotzdem nur zu hoffen, dass MGM, bei einer (hoffentlich) baldigen Veröffentlichung auf Blu-Ray, das Bild dieses Horror-Klassikers nochmal gewaltig aufbessern kann.


Renewal
Renewal

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Experimentelles Meisterwerk, 13. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Renewal (Audio CD)
Zugegeben, die Neunziger waren kein gutes Jahrzehnt für den Metal. Von der Grunge-Welle verdrängt litten viele ehemals durchaus erfolgreiche Bands aufeinmal an Erfolglosigkeit. Durch diesen Wandel kam es zu Veränderungen, manche Bands biederten sich kommerzielleren Bahnen an, andere verschwanden völlig von der Bildfläche und einige begangen mit verschiedensten Einflüssen zu experimentieren und neue Wege zu gehen, und das nicht zur Freude aller Fans. Kreators 92er Album gehört zur letztgenannten Kategorie.

Von vielen Hardcore-Thrash-Fans immer noch abgelehnt stellt dieses Werk einen Bruch mit dem alten Stil von Kreator dar, plötzlich sind über Albumlänge Industrial-Einflüsse zu hören, die sich zwar nie zu sehr in den Vordergrund drängen, aber die man doch deutlich heraushört. Eine Außnahme bildet hier das sehr experimentelle "Realitätskontrolle", das tatsächlich die Bezeichnung Experiment verdient hat. Auch mit dem Gesang wurde vielen Fans vor den Kopf gestoßen und spaltet die Hörer bis heute in zwei Lager, entweder man mag den gequält klingenden Sprechgesang von Mille auf dieser Platte, oder eben nicht. Ich persönlich finde, dass er gut zu "Renewal" passt und vorallem in den Liedern "Winter Martyrium" und "Europe After The Rain" positiv hervorsticht. Ansonsten dominieren auf der Scheibe erstklassige Thrash-Riffs, die sich auf eher groovende und schnelle Lieder aufteilen. Höhepunkte wären der schon genannte Opener, das mit einer genialen Bridge versehene "Europe After The Rain" und die atmospährische Hymne "Karmic Wheel", aber auch die restlichen Lieder besitzen durch tolle Refrainpassagen und die künstlich-moderne Atmosphäre einen hohen Wiedererkennungswert und lassen einen so schnell nicht wieder los.

Auch wenn die Neunziger wirklich kein berauschendes Jahrzehnt für den Metal dargestellt haben, bei manchen Bands wurden durch die Notlage, in der sie sich befanden, große kreative Energien frei. "Renewal" ist ein sehr gut gelungenes Resultat davon und deswegen eine meiner Lieblingsplatten dieser Band.


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