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Rezensionen verfasst von
David (Bayern)

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blueINOX Nagelknipser classic groß gebogen Edelstahl rostfrei
blueINOX Nagelknipser classic groß gebogen Edelstahl rostfrei

5.0 von 5 Sternen Erfüllt seine Aufgabe tadellos., 17. Dezember 2014
Ich habe mir diesen Nagelknipser vor etwa 4 Jahren geholt, weil ich explizit einen größeren Nagelknipser haben wollte.

Er erfüllt seinen Zweck tadellos, egal ob beim Schneiden der Finger- oder Zehennägel. Wegen seiner Größe sind die meisten Nägel mit 1-2 mal knipsen wieder gekürzt.

Hinzu kommt ein rostfreier Stahl in massiver Bauform und eine langanhaltende Schärfe der Klingen. Für diesen Preis einfach unschlagbar!

Lediglich für feinere Aufgaben ist der Nagelknipser, aufgrund seiner Größe, eher ungeeignet. Für die wöchentliche Routine ist er allerdings das perfekte Arbeitstier.


Alyce - Außer Kontrolle (Uncut) [Blu-ray]
Alyce - Außer Kontrolle (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Jade Dornfeld
Wird angeboten von Bester Kauf
Preis: EUR 8,39

3.0 von 5 Sternen Alyce in Hell, 7. Oktober 2014
Zufällig bin ich auf diesen interessanten Genre-Mix gestoßen.

Hier handelt es sich wieder einmal um einen Film, von dem man im Vorfeld kaum etwas gehört hat und dessen Schauspieler einem gänzlich unbekannt waren.

Alyce - Außer Kontrolle (engl. Alyce Kills) handelt von der titelgebenden Protagonistin, die ein eher trostloses Leben führt. Ihr einziger Lichtblick ist ihre beste und einzige Freundin Carroll, mit der sie die schönsten Momente ihres Lebens teilt. Ihr Alltag wird erschüttert, als Alyce ihre Freundin im Drogenrausch unbeabsichtigterweise vom Dach ihrer Wohnung stößt. Diese überlebt den Sturz zwar schwer verletzt und völlig entstellt, kann aber nicht mehr sprechen und ist an ihr Krankenbett gebunden.

Die Schuldgefühle treiben Alyce immer tiefer in einen Sumpf aus Drogen, Prostitution & Kriminalität, bis schließlich eine Sicherung bei ihr durchbrennt und sie Rache an ihren Mitmenschen üben will.

Der Film entwickelt sich sehr schleppend und vorallem in der ersten Hälfte hätte man die Handlung durchaus straffen können. Dabei vollführt die Geschichte ständig eine Wandlung. Vom anfänglichen Psycho- und Drogen-Drama ist am Ende nicht mehr viel übrig. Stattdessen bekommt der Zuschauer einen Splatterfilm härtester Kost serviert.

Dies geschieht allerdings nicht nur um des Effekts willen. Der Streifen setzt sich kritisch mit unserer Gesellschaft auseinander, dies allerdings auf eine sehr makabere Art und Weise, wobei immer wieder ein tiefschwarzer, zynischer Humor durchblitzt. Großen Anteil am positiven Eindruck hat natürlich die Hauptdarstellerin Jade Dornfeld, welche ihre Rolle wirklich sehr überzeugend rüberbringt. An der Ausstattung lässt sich ebenfalls nicht viel aussetzen. Insbesondere die Splattereffekte kommen sehr überzeugend daher.

Zu behaupten, dass es sich bei Alyce - Außer Kontrolle um einen Meilenstein handelt, wäre übertrieben. Der Zuschauer bekommt aber trotzdem einen eigenwilligen Mix aus verschiedensten Zutaten serviert, den es so wohl kein zweites Mal gibt. Wäre an den richtigen Stellen gekürzt bzw. die Handlung etwas spannender gestaltet worden, hätte man es mit einem kleinen Juwel zu tun. So bleibt Alyce - Außer Kontrolle lediglich ein ungeschliffener Rohdiamant, der mit ein wenig mehr Budget und ein paar Verbesserungen ein wirklich guter Film hätte werden können.


Hagakure
Hagakure
von Max Seinsch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Das Samurai-Standardwerk in bibliophiler Ausführung, 6. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hagakure (Gebundene Ausgabe)
Bei dieser Rezension wird die gebundene Ausgabe der Reclam-Bibliothek besprochen!

Der Preis mag hoch sein, doch dafür bekommt man das Hagakure, wie alle Bücher der Reclam-Bibliothek, in Leinen gebunden und mit einem Schutzumschlag. Ein Lesebändchen vollendet die hochwertige Aufmachung.

Das Buch selbst gilt als der Ehrenkodex der Samurai, der von dem herrenlosen Samurai (Rōnin) Tsunetomo Yamamoto diktiert wurde, als sein ehemaliger Herr verstorben ist und er an seinem Lebensende als Zen-Mönch fungiert hat. Eigentlich wollte dieser nicht, dass das Buch jemals veröffentlicht wird, allerdings verbreiteten sich Kopien davon so rasch, dass es sich nicht mehr aufhalten ließ.

In seiner langen Geschichte wurde das Buch immer wieder vergessen, neu entdeckt, verboten, zweckentfremdet oder als Machtinstrument missbraucht. So war es beispielsweise die Standardlektüre der kaiserlichen, japanischen Armee im zweiten Weltkrieg, während Himmler es an Waffen-SS-Einheiten ausgeben ließ.

In dem umfangreichen Vorwort wird auf solche Geschehnisse eingegangen. In dieser Ausgabe sind nur die ersten beiden Bände des eigentlich 11-bändigen Werkes enthalten, weil diese Bände die eigentlichen Lektionen enthalten. Die anderen Bände beschreiben lediglich die Geschichte verschiedener Klans, während es sich beim 11. Band nur um Ergänzungen handelt.

Die Lektionen schreiben vor, wie sich ein Samurai zu verhalten hat und was für eine Rolle er in der Gesellschaft einnehmen soll. Neben Vorschriften für das korrekte Auftreten, Verhalten und die Moral handeln auch ganze Absätze von dem Verhältnis zu seinem Fürsten, das in der heutigen Zeit auf Unverständnis stoßen könnten, weil der Fürst quasi als unfehlbar galt und jede Form von direkter Kritik vermieden werden sollte.

Alles in allem ein sehr interessantes Werk, welches einen Einblick in die japanische Mentalität und einen Teil der japanischen Geschichte und Kultur gewährt. Für Japan-Liebhaber und Interessenten an fernöstlichen Philosophien ist dieses Buch mit Sicherheit einen Blick wert.

Sollte man aber noch wenig Erfahrung mit Schriften über die Samurai haben, würde ich erst zu Inazo Nitobes Buch Bushido raten, in dem die Mentalität und geschichtlichen Zusammenhänge, für westliche Leser, sehr gut beschrieben werden.


Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki: Roman
Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki: Roman
Preis: EUR 18,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch Murakami, 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tsukuru Tazaki, dessen Name so viel wie "etwas machen" bedeutet, leidet schon sein ganzes Erwachsenenleben lang an einem Schicksalsschlag, der sich am Ende seiner Schulzeit zugetragen hat. Damals war er Mitglied einer Clique, die aus insgesamt 5 jungen Erwachsenen bestand. Die Anderen zogen Tsukuru gerne damit auf, dass er der Einzige von ihnen war, der keine Farbe in seinem Namen trug, demnach also der Farblose unter ihnen war. Dennoch genoß er ihr Beisammensein und hatte das erste Mal in seinem Leben richtige Freunde. Als er aber alleine nach Tokio aufbrach, um ein exotisches Studium zu beginnen, kündigten seine ehemaligen Freunde ihm nach einiger Zeit plötzlich die Freundschaft und wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben, ohne genauere Erklärungen zu liefern.
Erst fast 20 Jahre später ermutigt eine Freundin Tsukaru dazu, sich mit seinen alten Weggefährten zu treffen um heraufzufinden, was genau vorgefallen ist. Er selbst will nach dieser langen Zeit seine verheilten Wunden nicht wieder aufreisen. Außerdem bedrückt ihn die Vorstellung, was genau ans Licht kommen könnte, wenn er der Sache nachgeht. Trotzdem beschließt er am Ende, der Spur seiner alten Schulkameraden zu folgen, um sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Der neuste Murakami besitzt wieder einmal genau die Markenzeichen, für die Fans den Autoren lieben und Kritiker ihn verachten. Eine geradlinige, schnörkellose Sprache, ständige Anspielungen auf die westliche (Pop-)kultur, eigenbrötlerische Protagonisten, eine Prise Sex und ein Ende, das mehr Fragen offen lässt, als es beantwortet. Lediglich auf übersinnliche und mystische Elemente wird hier (weitestgehend) verzichtet.

Haruki Murakami schreibt virtuos in seinem gewohnten Stil, wobei die Handlung diesmal deutlich straffer ausfällt, als in dem doch recht aufgeblähten 1Q84. Zwar kommen langjährigen Murakami-Lesern einige Stellen und Protagonisten dabei irgendwie schon bekannt vor, der typische Sog, den die Bücher des Autors ausüben, entwickelt sich aber trotzdem.

Alles in allem hat der Autor mit diesem Buch ein weiteres Werk geschaffen, dass sich unter seinen anderen Werken nicht zu verstecken braucht. Wer Murakami kennt, der wird mit diesem Buch seinen Spaß haben. Wem andere Bücher des Autors schon nicht gefallen, der sollte von "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" lieber die Finger lassen.


Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad - [PC]
Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad - [PC]
Wird angeboten von ToBi`s Computer (DER LADEN MIT DEN FAIREN PREISEN!)
Preis: EUR 12,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Multiplayer-Erlebnis, 1. Januar 2014
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Eine typische Runde im Stalingrad von Red Orchestra 2:

Geduckt pirsche ich mich an die feindlichen Linien heran. Ich werfe mich hinter die Ruine und beobachte mit meinem Karabiner im Anschlag das freie Feld vor mir. Bisher ist noch kein Feindkontakt erfolgt und die Luft scheint rein zu sein. Geduckt sprinte ich also zum nächstes Gebäude, doch was ist das? Plötzlich schlagen Kugeln um mich herum ein. Ich gehe also schnell im nächsten Bombentrichter in Deckung. Ich sehe meine Mitstreiter im Feindfeuer fallen. "Wie komme ich hier wieder Leben heraus?" frage ich mich, als auch schon feindliche Granaten in meinem direkten Umkreis explodieren und mich aus meiner spärlichen Deckung heraustreiben wollen. Doch mein Kommandant ist schlau genug, dem Feind mit Rauchgranaten die Sicht zu nehmen. Also schnell weiter ins feindliche Gebäude stürmen. Oh Gott, habe ich da gerade einen feindlichen Panzer gehört? Im Häuserkampf läuft mir der erste, feindliche Soldat vor die Flinte. Glücklicherweise hatte ich mein Karabiner bereits im Anschlag und mein Schuss trifft ihn im direkten Nahkampf. Er sackt zusammen und ich kann seine Maschinenpistole erbeuten. Wo bleiben meine Mitstreiter? Ich brauche Verstärkung, denn ich kann dieses Gebäude unmöglich alleine erobern! Schließlich wage ich mich doch auf eigene Faust in den nächsten Raum, wo ich bereits erwartet werde und in einem Hinterhalt umkomme...

... so sieht der typische Start einer Runde in Red Orchestra 2 aus. Wer einen Shooter ala CoD erwartet, wird schnell enttäuscht werden. Ein Schuss reicht in der Regel aus, um das virtuelle Leben zu beenden. Auf übermenschliche Fertigkeiten oder Spielereien wie Kampfdrohnen und dergleichen wird völlig verzichtet. Stattdessen gibt es verschiedene Spielerklassen und Teamwork ist nicht nur erwünscht, sondern für den Sieg auch absolut notwendig. Wer alleine loszieht und einen auf Rambo machen will, wird nicht weit kommen. Wenn das eigene Team allerdings konzentriert ein feindliches Gebäude angreift, kann der gegnerische Widerstand gebrochen werden.

Vorallem die Atmosphäre in diesem Spiel hat es in sich. Der mögliche Tod der eigenen Spielfigur ist ein ständiger Begleiter. Soll ich den Sprung in den nächsten Schützengraben wagen, oder doch lieber auf Nummer sicher gehen, und feindlichen Truppen auflauern? Soll ich es riskieren, die feindlichen Stellungen zu flankieren um dem Gegner so in die Seite oder in den Rücken zu fallen, oder ist die Gefahr, abgeschossen zu werden, doch zu groß? Man stirbt in diesem Spiel recht schnell und recht häufig, was allerdings auch seine positiven Seiten hat. Man merkt, dass man mit unüberlegtem Handeln nicht weit kommt. Und wenn man beim nächsten Mal ein paar Abschüsse mehr hat, weil man eben nicht blind in den feindlichen Hinterhalt gelaufen ist, ist das ein schönes Erfolgserlebnis und Motivationsschub!

Red Orchestra 2 will definitiv kein Spiel für jeden sein. Weder die Grafik, noch die Engine werden dem heutigen Standard gerecht. Trotzdem hat sich eine treue Fanbasis gebildet und man findet viele, volle Server, was bei Servergrößen von bis zu 64 Spielern keine Selbstverständlichkeit ist.

Wer also auf der Suche nach einem wirklichen Multiplayer-Erlebnis ist, der sollte Red Orchestra 2 eine Chance geben. Der Einstieg fällt zwar relativ schwer, aber wenn man sich erst einmal durchgebissen hat, erwartet den Spieler einer der intensivsten Shooter auf dem Markt.


A Memory of Light (The Wheel of Time Book 14) (English Edition)
A Memory of Light (The Wheel of Time Book 14) (English Edition)
Preis: EUR 6,48

5.0 von 5 Sternen There are no endings, and never will be endings, to the turning of the Wheel of Time..., 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...but it was an ending.

Tarmon Gai'don, die letzte Schlacht, beginnt. Rand al'Thor will nach Shayol Ghul aufbrechen, um Shai'tan gegenüberzutreten und die Welt vor dem Untergang zu retten. Doch zuvor muss er die verschiedenen Nationen unter seinem Banner vereinen, damit diese gemeinsam gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Horden der Dunkelheit in den Krieg ziehen. Mat, der mit der Kaiserin des Seanchan Imperiums verheiratet ist, wäre ein Kandidat dafür, die Armeen gemeinsam ins Feld zu führen, während Perrin immer noch ein Hühnchen mit Lord Luc - oder Slayer - in der Traumwelt Tel'aran'rhiod zu rupfen hat. Doch auch andere, unberechenbare Kreaturen, beispielsweise die übrigen Forsaken oder der mysteriöse Padan Fain, besitzen noch genug Macht, um die Schlacht zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Fast 2 Jahre hat mich diese Mammutreihe nun begleitet. Es gab eine Menge Momente der Begeisterung, vorallem am Anfang der Serie, aber auch viele Momente der Ernüchterung und sogar Enttäuschung. Als Robert Jordan nach dem gelungenen, 11. Band, leider verstorben ist, war unklar, ob Brandon Sanderson es fertigbringen würde, die umfangreichste Fantasy-Reihe überhaupt zu einem würdigen Schluss zu bringen. Meiner Meinung nach ist ihm dies ausgesprochen gut gelungen!

Der 14. und letzte Band vom Rad der Zeit steht ganz im Zeichen von Tarmon Gai'don. Der Großteil des Buches besteht aus Kampfhandlungen zwischen den Armeen des Lichts und den Trolloc-Horden. Natürlich kommt Rands Duell mit Shai'tan dabei auch nicht zu kurz. Das dieses Ende eines so gewaltigen Werkes natürlich nicht jeden Leser zufriedenstellen wird, war hervorsehbar. Vorallem der Autorenwechsel war ein großer Einschnitt in den Erzählstil der Reihe. Für mich persönlich war es aber ein durchaus angemessener Abschluss, der die Geschichte, nach mehreren, weniger guten Büchern, doch noch souverän zu Ende gebracht hat.

Der finale Endkampf von Rand, der eher in einem fast philosophischen Dialog, als in einem echten Kampf mündet, gefiel mir im Großen und Ganzen recht gut. Der hohe Action-Anteil gefiel mir ebenso, obwohl über 600 Seiten an reinen Kampfhandlungen den ein oder anderen ermüden könnten. Dafür haben einige Protagonisten, wie beispielsweise Lan, endlich ihre großen Momente.

Was bleibt ist die Gewissheit, dass dieses Werk einen würdigen Abschluss bekommen hat und Brandon Sanderson eindrucksvoll sein Können demonstriert, obwohl längst nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen und alle Fragen beantwortet wurden. Es gibt allerdings dankbarere Aufgaben, als eine solch gigantische Reihe zu vollenden, und allein für seinen Mut dafür gebührt Sanderson Respekt. Seine Übersicht über die Handlung und seine Fähigkeit, die vielen und komplexen, losen Enden zusammenzuführen, sind wirklich beeindruckend. Dass dabei nicht alles zur vollsten Zufriedenheit gelöst wird, lässt sich verschmerzen.


Towers of Midnight (The Wheel of Time Book 13) (English Edition)
Towers of Midnight (The Wheel of Time Book 13) (English Edition)
Preis: EUR 6,48

4.0 von 5 Sternen Tarmon Gai'don kann kommen, 24. Dezember 2013
Die schwangere Elayne Trakand, Tochter der mutmaßlich toten Königin von Andor, muss in der Hauptstadt ihres geerbten Reiches ihren Thronanspruch verteidigen. Doch auch das Reich Cairhien liegt in ihrem Interessenbereich. Was sie nicht weiß: Ihre Mutter Morgase Trakand lebt noch. Sie ist in Gemeinschaft von Perrin Aybara, der seine Frau Faile aus den Klauen der Aiel des Shaido-Clans befreien konnte. Doch ihm steht plötzlich mit Galad Trakand und seiner Armee von Whitecloaks ein mächtiger Gegenspieler gegenüber, der ihn für den Mord an Whitecloaks zur Rechenschaft ziehen will. Werden sich Perrins und Galads Armeen auf dem Schlachtfeld begegnen oder gibt es Hoffnung auf eine diplomatische Lösung? Mat Cauthon, der mittleweile in Caemlyn angekommen ist, plant derweil mit zwei Begleitern zum Tower Of Ghenjei aufzubrechen, um eine alte Bekannte zu retten. Der wiedergeborene Drache Rand al'Thor selbst ist mit seinem Schicksal schließlich ins Reine gekommen und hat vor, Tarmon Gai'don durch die Vernichtung der letzten Siegel, die Shai'tan zurückhalten, zu entfesseln.

Lag der Fokus beim Vorgänger und damit beim ersten Drittel des letzten Buches noch auf Rand und Egwene, welche in ihre Positionen für das Finale geschoben wurden, stehen in diesem Buch hauptsächlich Elayne und Perrin im Mittelpunkt. Insbesondere Perrins Handlungsstrang, der lange Zeit einer der schwächsten der gesamten Serie war, hat deutlich zugelegt und ist richtig spannend. Wie schon im Vorgänger profitiert die Handlung vom deutlich zielgerichteteren Schreibstil eines Brandon Sanderson. Es kommt zu einer Menge Entwicklungen, alte Protagonisten tauchen wieder auf, andere werden beseitigt, es kommt zu überraschenden Wendungen und zu erinnerungswürdigen Szenen, usw. Bestes Beispiel: Aviendhas Handlungsstrang.

Wie auch schon der direkte Vorgänger kommt auch im 13. Band die Handlung erst recht schleppend in Fahrt. Das ungewohnte Verhalten der meisten Protagonisten setzt sich außerdem fort. Hier wird das insbesondere an Elayne deutlich, die ganz anders wirkt, als man es von ihr gewohnt ist.

Das sind aber nur kleine Kritikpunkte in einem sonst zufriedenstellenden Buch. Jetzt kann Tarmon Gai'don kommen!


Blair's Sudden Death Sauce, 1er Pack (1 x 150 ml Flasche)
Blair's Sudden Death Sauce, 1er Pack (1 x 150 ml Flasche)
Wird angeboten von PepperCity - Kostenlose Lieferung ab EUR 29
Preis: EUR 7,69

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich die ideale Soße, 14. Dezember 2013
Ich gehöre schon zu den etwas fortgeschrittenen Anhängern scharfer Kost und habe mich nach meinen Auslandaufenthalten immer etwas nach den gut gewürzten Speisen zurückgesehnt. Natürlich habe ich mich hierzulande bereits nach scharfen Soßen umgesehen und bin nach einiger Zeit auf die Blair's Death Soßen gestoßen.

Waren die ersten Death Soßen, die ich ausprobiert habe, nicht scharf genug und/oder zu Essig-lastig (Original Death; After Death), habe ich mit der Sudden Death Soße die perfekte Soße für mich entdeckt. Im Gegensatz zu den genannten Soßen hat die Sudden Death Soße zwar ein eigenes Aroma, ohne dabei den Geschmack des Gerichts durch Einsatz von zu viel Essig zu verfälschen. Auch verfügt dieses Produkt über eine angenehme Schärfe. Ein paar Tropfen reichen und jede Mahlzeit bekommt einen feurigen Geschmack. Die Schärfe hat es durchaus in sich und kann bei einer zu hohen Dosis sogar richtig schmerzhaft werden. Deshalb sollte man es vorallem beim ersten Ausprobieren nicht übertreiben.

Für Einsteiger wird diese Soße wahrscheinlich etwas zu scharf sein, ich empfehle für diesen Fall eine Soße mit weniger Scoville. Etwas anspruchsvolleren Schärfeliebhabern kann ich diese Soße aber uneingeschränkt empfehlen.


The Gathering Storm: Book Twelve of the Wheel of Time (English Edition)
The Gathering Storm: Book Twelve of the Wheel of Time (English Edition)
Preis: EUR 6,48

4.0 von 5 Sternen Der Anfang vom Ende ist ein neuer Anfang, 14. Dezember 2013
Tarmon Gai'don, die letzte Schlacht, steht unmittelbar bevor, doch der wiedergeborene Drache, Rand al'Thor, wurde von der Forsaken Semirhage reingelegt. Zwar konnte sie gefangengenommen werden, allerdings verlor Rand beim Kampf mit ihr eine Hand. An seiner Seite sind Cadsuane und Nynaeve, welche ihn auffordern, drastischere Maßnahmen bei der Befragung von Semirhage zu ergreifen. Das ist aber nicht sein einziges Problem. Er muss daneben in seinem Reich die Ordnung aufrechterhalten und auf die Bedrohung durch die Seanchan reagieren, die bereits große Teile des Kontinents unter ihrer Kontrolle haben. Hinzu kommt der schleichende Wahnsinn, der Rand immer mehr befällt...
Derweil befindet sich der frisch verheiratete Mat, der nun der Mann der einzig verbliebenen Tochter der Seanchan-Kaiserin ist, auf den Weg nach Caemlyn. Doch das ist nicht sein geplantes Ziel. Er möchte sich nämlich mit Thom Merrilin auf den Weg zum Tower of Ghenjei begeben, um dort eventuell eine alte Bekannte zu treffen.
Egwene ringt währenddessen im White Tower um Macht und Einfluss. Zwar wurde sie von den rebellischen Aes Sedai zum Amyrlin Seat gemacht, doch im White Tower hat nach wie vor Elaida das Sagen. Egwene will Elaidas Inkompetenz als Amyrlin Seat nicht länger ertragen und setzt alles daran, den White Tower vor Tarmon Gai'don wieder zu vereinigen.

Beim zwölften Buch der Wheel Of Time Reihe handelt es sich eigentlich nur um das erste Drittel des letzten Buches, welches den Titel "A Memory Of Light" haben sollte. Wie bekannt ist, konnte Robert Jordan seine Reihe aufgrund seines Todes nicht mehr selbst zu Ende schreiben. Er wollte jedoch das letzte Buch als finalen Band herausbringen, ganz egal, wieviele Seiten es am Ende sein werden. Nun wurde Brandon Sanderson die Ehre zuteil, die Reihe vollenden zu dürfen. Erste Entwürfe des Manuskripts haben allerdings gezeigt, dass wegen der hohen Seitenzahl eine Aufteilung des Buches in drei Teile notwendig war.

Wie hat sich der Autorenwechsel nun auf die Geschichte ausgewirkt? Mit Brandon Sanderson wurde ein durchaus kompetenter Fantasy-Autor gewählt, der zudem ein großer Fan vom Rad der Zeit ist und der Reihe deswegen mit dem größtmöglichen Respekt begegnet. Wer Sandersons Stil schon kennt, weiß allerdings, dass seine Sprache deutlich zielgerichteter ist und nicht so detailliert ausfällt, wie man es von Jordan gewöhnt ist. Im Vorwort stellt Sanderson auch klar, dass die Handlung zwar von Robert Jordan stammt, er sie jedoch mit seinen eigenen Worten wiedergibt und Jordans Stil auch nicht immitieren wollte.

Das Ergebniss kann sich durchaus sehen lassen. War der Vorgänger schon ein großer Hoffnungsschimmer, geht es im 12. Teil weiterhin richtig zur Sache. Es kommt zu neuen Entwicklungen und überraschenden Wendungen in der Handlung. Es werden Antworten auf Fragen geliefert, die schon längst überfällig waren, und auch einige Protagonisten segnen das Zeitliche. Man spürt regelrecht, wie die einzelnen Handlungsfäden für das Finale zusammengeführt werden. Sandersons Schreibstil ist dabei wirklich erfrischend und er schafft es eigene Akzente zu setzen, ohne dabei mit Robert Jordans Stil zu brechen. Auch sein Überblick über die doch hochkomplexen Handlungsstränge ist beeindruckend.

Der Fokus dieses Buches liegt ganz klar auf Rand und Egwene. Während Rand mit seiner großen Verantwortung, seiner Resignation gegenüber seinem Schicksal, seinem Misstrauen gegenüber seinen Mitstreitern und seinem schleichenden Wahnsinn zu kämpfen hat, gehören Egwenes Machtspiele im White Tower zum Besten, was man bisher bei der Lektüre der Reihe zu lesen bekommen hat. Es gibt viele erinnerungswürdige Szenen in diesem Buch und auch der Trennungspunkt ist, nach einem sehr spannenden Finale, sehr gut gewählt. Man bekommt sofort Lust, mit dem Nachfolger fortzufahren.

Das ein Autorenwechsel nicht ganz ohne Spuren bleibt, dürfte aber offensichtlich sein. Das zeigt sich am deutlichsten bei den Protagonisten. Viele von ihnen verhalten sich anders, als man es erwartet hätte, beziehungsweise gewöhnt ist. Bei manchen von ihnen ist das sogar so extrem, dass man sie kaum noch wiedererkennt. Mich hat diese Tatsache am Anfang etwas irritiert, wobei ich mich im Laufe des Buches damit abgefunden habe. Für mich persönlich ist das zwar nicht so schlimm, aber den ein oder anderen Leser könnte dieser Sinneswandel vieler Protagonisten gegen den Strich gehen. Hinzu kommt, dass man insbesondere im ersten Drittel des Buches das Gefühl hat, dass sich der neue Autor noch ein wenig mit seiner neuen Verantwortung vertraut machen musste.

Alles in allem führt dieser Band den guten Eindruck, den der Vorgänger hinterlassen hat, fort. Diese beiden Bücher und der geglückte Autorenwechsel machen endlich wieder Hoffnung auf ein gelungenes Finale. Schade, dass Robert Jordan viel zu früh verstorben ist und nicht mehr die Möglichkeit hatte, seine Reihe selbst zu vollenden. Mit Brandon Sanderson wurde jedoch die bestmögliche Lösung gefunden.


New Spring: The Novel (The Wheel of Time)
New Spring: The Novel (The Wheel of Time)
Preis: EUR 5,89

4.0 von 5 Sternen Zum falschen Zeitpunkt erschienenes Prequel, 3. November 2013
Robert Jordan hat eigentlich eine Prequel-Trilogie geplant, die aufgrund seines Todes nicht mehr vervollständigt werden konnte. So sollte der 3. Teil der Trilogie eigentlich an den ersten Teil der eigentlichen Reihe anschließen. Ob der Autor Aufzeichnungen hinterlassen hat und ob die anderen beiden Bücher noch vollendet werden, ist fraglich.

Bei diesem Buch handelt es sich um die Vorgeschichte vom Rad der Zeit. Ob es sinnvoll ist "New Spring" vor der eigentlichen Reihe zu lesen, sei dahingestellt. Zwar wird alles sehr genau erklärt und man kommt auch ohne Vorwissen sehr gut zurecht, aber man wird viele Anspielungen auf spätere Bände nicht verstehen. Hinzu kommt, dass die Handlung relativ geradlinig verläuft und man deswegen einen falschen Eindruck von der Reihe bekommen könnte.
Aufgrund von Entwicklungen am Ende des 5. Bandes bietet es sich deswegen an, den Prolog direkt im Anschluss zu lesen. Aber auch wenn man "New Spring" erst ignoriert und ganz zum Schluß liest, wird man seinen Gefallen daran finden. Die teilweise schlechten Bewertungen sind dadurch zu erklären, dass die Anhänger der Reihe sich bei der damaligen Veröffentlichung eigentlich einen baldigen Abschluß der Haupthandlung gewünscht hätten, der noch in weiter Ferne lag.

Der Inhalt:

Lan Mandragoran wird im Lager seiner Truppen von einem Boten überrascht. Er nimmt mit seinen Männern am Aiel War teil, bekommt vom Boten einen Spezialauftrag und soll sich den Aiel in den Weg stellen. Wenn dieser Plan scheitert, wird dies seine Männer allerdings in große Gefahr bringen. Aber die Aiel reagieren anders, als erwartet ...
Moiraine Damodred befindet sich derweil mit ihrer besten Freundin Siuan Sanche im White Tower, wo beide noch zu vollständigen Aes Sedai ausgebildet werden. Durch Zufall bekommt sie mit, dass die Wiedergeburt des Drachen prophezeit wurde. Neben dem Bestehen der Aes Sedai Prüfung hat sie nun ein neues Ziel: Sie möchte den Dragon Reborn finden und ihn auf seinem Weg zu Tarmon Gai'don - die letzte Schlacht gegen Shai'tan - begleiten. Dadurch kommen ihr jedoch schnell Mächte auf die Schliche, die sie tot sehen wollen ...

Die eigentliche Handlung ist, verglichen mit der Reihe selbst, sehr simpel und linear aufgebaut. Es gibt nur zwei Blickwinkel: Moiraine und Lan, wobei Moiraines Blickwinkel den Großteil des Buches einnimmt. So erfährt man alles über ihre Ausbildung zur Aes Sedai, wie Lan ihr Warder geworden ist und natürlich wie ihre Suche nach dem Dragon Reborn angefangen hat. Insgesamt erfährt man sehr viel über die Herkunft von Moiraine und Lan.

Daneben kommen einige Nebencharakter vor - auch aus späteren Bänden. Die Geschichte selbst beginnt bei der Ausbildung von Moiraine und wird zum Schluß richtig spannend. Das Ende fällt dann befriedigend aus und lässt keine offenen Handlungsfäden übrig.

Alles in allem handelt es sich um einen recht kurzweiligen Prolog, der wegen seiner Kürze auch schnell gelesen ist. Im Gegensatz zur eigentlichen Reihe fällt alles recht simpel aus, Anhänger vom Rad der Zeit werden aber trotzdem ihren Spaß haben und einige interessante Einblicke hinter die Kulissen bekommen.


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