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Männerkrankheiten: Schmutzblindheit, Mitdenkschwäche, Einkaufsdemenz und weitere unheilbare Leiden unserer echten Kerle
Männerkrankheiten: Schmutzblindheit, Mitdenkschwäche, Einkaufsdemenz und weitere unheilbare Leiden unserer echten Kerle
von Hanna Dietz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Traurig, kein Bisschen lustig!, 9. September 2012
Ich habe das Buch bei Rewe an der Kasse gesehen und beim Warten hinein geschaut. Nachdem ich es zunächst desinteressiert weggelegt habe, habe ich es mir dann doch gekauft.

Ich bin beruflich seit über 25 Jahren mit der Beratung von erwachsenen und jugendlichen männlichen und weiblichen Klienten/innen beruflich beschäftigt, habe spezifische Seminare zum Thema "Männergesundheit" und "männliche Identität" durchgeführt. Neben der Tatsache, dass Männer insgesamt kränker sind als Frauen, mehrere Jahre kürzer leben, sich häufiger suizidieren (bei Jugendlichen ist die Quote "erfolgreicher Suizide" bis zu 10-fach höhrer!)hat mich die konkrete Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen motiviert, mich diesem Thema zuzuwenden.

Je mehr ich in die Materie einsteige, umso mehr fühle ich mit den Menschen, die im Gefolge von gesellschaftlicher Entfremdung, den furchtbaren Kriegen des letzten Jahrhunderts und des Feminismus der 70er Jahre von der umfassenden, uns nicht genug bewussten Verachtung und Verächtlichmachung von Männern und Männlichkeit beherrscht werden. Interessant ist es, dass bei meiner Arbeit (mit Männern und Frauen) nicht etwa hoch tabuisierte Themen wie z. B. "weibliche Gewalt in den Familien (gegen Kinder, Partner und Alte)" sondern die schlichte Frage nach den "männlichen Tugenden" auf die größte Ratlosigkeit und Konflikthaftigkeit gestoßen ist.

Es ist gut zu wissen, dass einige Leser offensichtlich eine kritische Distanz gegenüber diesem unsäglichen Buch bewahren können. Wie würden weibliche Leser es wohl finden, wenn ihrem Partner schlicht empfohlen würde, dass er ihnen eine Ohrfeige hauen solle um es ihnen abzugewöhnen, einen attraktiven Mann anzuschauen? Wenn ein Buch eine (andere) gesellschaftliche Gruppierung (Juden, Ausländer, Linkshänder, psychisch Kranke, Kanalarbeiter, ...)pauschal (abgesehen von den wenigen rühmlichen Ausnahmen) derart herabwürdigte (und zu körperlicher Gewaltanwendung gegen sie aufriefe) wäre das möglicherweise ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Die Tatsache, dass dieses Buch es in die Liste der Spiegel-Bestseller schaffte lässt mich schaudern und beweist nachdrücklich, dass für uns alle (Männer wie Frauen) eine ernsthafte Debatte über das Thema "Misandrie" ansteht. Vielleicht können wir die bei unserem relativen Wohlstand traurige Situation der Partnerschaften, Familien, Trennungskinder etc. dann doch in Bewegung bringen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 11, 2012 2:40 PM MEST


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