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Rezensionen verfasst von
MrHankey (Wiener Neustadt)

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Macht und Rebel: Roman
Macht und Rebel: Roman
von Matias Faldbakken
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sex, Drugs und Rebellion, 20. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Macht und Rebel: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte über die beiden Hauptfiguren Macht" und Rebel" und ihre Gedanken und Aktionen, ihre Freunde und Feinde ist eigentlich genauso schwer zu beschreiben wie die Eindrücke, die das Buch hinterlässt und es ist schon amüsant die Rezessionen (und die Reaktionen darauf) zu lesen, weil man sofort sieht, dass man dieses Buch eigentlich gar nicht beschreiben kann.

Aber gerade das macht dieses Buch so besonders, so speziell.
Es lässt sich in keine gängigen Formate pressen, ist weder Krimi noch Komödie, ist kein Thriller und keine Tragödie. Und doch ist es von allem etwas.
Es ist eine Geschichte über Sex, über die Konsumgesellschaft und den Markenwahn, über Drogenexzesse und über Radikalismus, Nazis, Einwanderer und den Untergrund". Hier wird alles in einer brutalen Art und Weise hingeworfen - immer wieder streckenweise auch auf Englisch - und ein offener Mund oder ein geschüttelter Kopf sind durchaus keine Seltenheit beim Lesen.
Und doch ist es spannend, interessant und stellenweise auch wirklich witzig.
Und vor allem ist es provokant. Sehr provokant.
Und definitiv etwas das im Gedächtnis bleibt.


Die Verschwörung der Idioten: Roman Deutsch von Alex Capus
Die Verschwörung der Idioten: Roman Deutsch von Alex Capus
von John Kennedy Toole
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Absurd genial, 7. Mai 2013
Ingatius J. Reilly ist über 30 und wohnt noch bei seiner Mutter wohnt. Er hat zwar studiert und ist auf seine Weise sehr intelligent, jedoch sozial völlig inkompetent und persönlich sehr schwierig und vor allem hat er in seinem Leben noch nichts gearbeitet. Da die Familie nun Geldsorgen plagen muss er die Zähne zusammenbeißen und sich in die Arbeitswelt stürzen und damit unter Menschen begeben. Zwei Dinge, die ihm so gar nicht liegen. Aber nach einigen Anfangsschwierigkeiten (Vorstellungsgespräch zwischen 08.00 und 09.00? Den Job muss ich sofort ausschließen, man kann unmöglich von mir verlangen zu einer solchen Zeit schon aus dem Haus zu gehen!") findet er tatsächlich eine Anstellung. Und was er dann alles erlebt und was sich an den zahlreichen Nebenschauplätzen abspielt, ist einfach so skurril, die Charaktere so absurd und die Dialoge so originell, dass es eine Freude ist. Und man merkt, dass das Buch schon viele Jahre alt ist, den in einem solchen Maße politisch unkorrekt zu schreiben wäre heute einfach undenkbar. Aber da einfach alle ihr Fett wegbekommen, die "Neger" und die Schwulen, die Polizisten und die Firmenchefs, die Hausfrauen und die Prostituierten, wirkt das Ganze nicht rassistisch oder böse sondern einfach nur im übertriebenen Maße satirisch.

"Seltsamer Humor, den man mögen muss" hat hier schon jemand geschrieben und dabei 2 Sterne verteilt. Dem Satz kann man nur voll und ganz zustimmen, was hier geschrieben wird ist keine 0815 Komödie und wohl nicht jedermanns Sache. Der Bewertung kann ich mich allerdings nicht anschließen, denn mein Sinn für Humor wurde absolut getroffen und ich fand das Buch einfach köstlich.

Es stimmt, das Buch ist nicht durchgehend lustig, es auch nicht wahnsinnig spannend oder mitreißend und hat auch die ein oder andere Länge, aber alles in allem einfach absolut lesenswert und vor allem: Ein Buch, dass ohne Zweifel lange im Gedächtnis bleiben wird!


Smokeheads: Vier Freunde. Jede Menge Whisky. Ein höllisches Wochenende.  Roman
Smokeheads: Vier Freunde. Jede Menge Whisky. Ein höllisches Wochenende. Roman
von Doug Johnstone
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nein.., 7. Mai 2013
Das Buch hat in einer Buchhandlung auf Grund der Beschreibung (Vier Freunde. Jede Menge Whiskey. Ein höllisches Wochenende.") meine Neugier geweckt und ich habe es auf gut Glück gekauft und gelesen. Nun, nach der Lektüre, habe ich m die Rezessionen angesehen und muss sagen ich bin sehr überrascht über die positiven Reaktionen. Ich fand das Buch sehr schwach und möchte die positiven Erwartungen die diese Rezessionen hier vielleicht wecken könnten doch etwas dämpfen.

Vier Freunden fahren auf eine Insel in Schottland, die berühmt für ihre Whiskey Destillerien ist, um ein schönes Wochenende inklusive dem Konsum von jeder Menge Whishey zu erleben. Zu Beginn des Buches werden nun nicht nur die Charaktere sondern auch die tolle Landschaft und die verschiedenen Whiskeys ausführlich vorgestellt und beschrieben. Und es stimmt, der Autor findet hier wirklich eine gute, lebendige Sprache und die Beschreibungen sind wirklich interessant und sehr gut und lebhaft dargestellt und man möchte am liebsten nach Schottland fliegen um dort genüsslich ein Gläschen Whiskey zu trinken. So weit so gut. Da dies aber für einen Roman wohl doch ein etwas dürftiger Inhalt ist, geht es nun los mit der Action, einiges geht schief und das Buch entwickelt sich zu einem Thriller.

Nur ist das leider weder besonders spannend noch besonders unterhaltsam. Der Humor, der zu Beginn noch durchsickert, bleibt völlig auf der Strecke und auch der Schreibstil wird immer banaler. Dazu kommt, dass die auftretenden Charaktere immer seltsamer und die Situationen, Dialoge und Handlungen immer unrealistischer werden.

Das Buch hätte definitiv gute Ansätze und Potenzial für gute Unterhaltung gehabt, aber die Art und Weise wie es sich entwickelt macht es für mich persönlich leider nicht empfehlenswert.


Der Boss: Roman
Der Boss: Roman
von Moritz Netenjakob
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Lesen und Lachen!, 26. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Boss: Roman (Taschenbuch)
"Macho Man" Daniel ist wieder da! Und mit ihm seine Freundin Aylin, die er im ersten Teil der Reihe kennenlernte. Und sie hat "JA" gesagt hat und so erfüllt sich Daniels größter Traum und die beiden werden heiraten!

Bis es soweit ist haben die beiden aber noch jede Menge kleinerer und größerer Probleme und Hindernisse zu überwinden, von der Planung der Hochzeitsreise über die Integration von Daniel in die türkische Familie der Braut und damit in die türkische Kultur im Allgemeinen, das Zusammenbringen der beiden Elternpaare, die unterschiedlicher nicht sein könnten und vieles mehr.

Nachdem ich "Macho Man" gelesen - ja regelrecht verschlungen - habe und mich nicht erinnern konnte bei der Lektüre eines Buchs jemals soviel gelacht zu haben, war ich sehr erfreut als die Fortsetzung "Der Boss" erschien. Und ich war gespannt ob sie die Messlatte des Vorgängers erreichen konnte oder diese doch zu hoch war. Fazit: Das Buch ist nicht ganz so gut wie der Vorgänger. Aber immer noch köstlich! Als ob man sagen würde, der Strand in der Karibik ist nicht ganz so schön wie der in der Südsee, oder am Nordpol ist es nicht ganz so kalt wie am Südpol. Ein Vergleich auf höchstem Niveau also und daher ist auch dieses Buch ohne Zweifel 5 Sterne wert. Wieder Pointen im Minutentakt, schräge Charaktere und unterhaltsame Geschichten. Lesen!


Die Beschissenheit der Dinge: Roman
Die Beschissenheit der Dinge: Roman
von Dimitri Verhulst
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Verrückt, hart, lustig und doch sehr gefühlvoll, 26. Mai 2012
Dimitri Verhulst erzählt eine Geschichte, die man eigentlich fast nicht glauben kann, aber offensichtlich sein wahres Leben erzählt. Manchmal möchte man zumindest für ihn hoffen, dass das nicht alles so passieret ist.

Aufgewachsen bei seiner Großmutter gemeinsam mit seinem Vater und seinen Onkeln, allesamt Nichtsnutze und Trunkenbolde, Arbeitslose und Schläger, wird er früh in die Welt der Kneipen, der Trinkwettbewerbe und dem Singen von schmutzigen Saufliedern eingeführt. Zu Hause geht alles drunter und drüber, die Schmutzwäsche liegt überall herum und der Gerichtsvollzieher ist sozusagen Stammgast.

Im Leben mit solchen Charakteren erlebt man natürlich auch allerlei witzige Geschichten. Besonders herrlich jene von einem Onkel, der einen Trinkwettbewerb im Sinne der Tour de France erfindet. "Einen Tag lang kann jeder trinken, aber nur wirklich Große schaffen es sich über einen Zeitraum von 3 Wochen Tag für Tag aufs Neue zu überwinden" und so wird nur der wahre Champ im gelben Trikot auf die Champs-Élysées einfahren, der sowohl beim Zeitfahren (Wie schnell kann man mehrere Biere trinken?), bei den Bergwertungen (Whiskey!) und insgesamt über viele Kilometer (viele Biere) den längsten Atem hat. Doch der Weg dahin ist steinig und da kann es schon mal passieren, dass die Königsetappe durch die Pyrenäen (Ein leichter Anlauf von drei Pils. Danach ein schwieriger Parcours von sieben Glas Wein. Und dann gingŽs los. Ein Glas Tequila, dann eine halbe Flasche Whiskey. Bei der Abfahrt 4 Glas Wasser und dann zum zweiten Gipfel: Die andere Hälfte der Flasche Whiskey...) mit einem Besuch im Krankenhaus endet...

Wie viele der Geschichte im Buch nicht unbedingt zum Nachahmen empfohlen, aber mit großem Unterhaltungswert.

Und das Buch ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von solchen Absurditäten, es erinnert ein wenig an Irvine Welsh, weil es der Autor schafft zugleich sehr derb und hart zu schreiben, Geschichten von Trinkgelagen, Klositzungen und anderen Exzessen, aber dabei doch immer wieder unheimlich gefühlvoll und melancholisch, die Entzugsklinik und der Tod als ständiger Begleiter eines Lebens ohne wirklichen Sinn und Zweck.

"Gott schuf den Tag und wir schleppten uns hindurch" heißt es am Anfang eines Kapitels und dieser Satz zeigt schon, dass auch die literarische Sprache nicht zu kurz kommt. So wird gegen Ende auch schon mal ein wenig philosophisch Bilanz gezogen und gezeigt, dass die Frage nach dem Sinn und Zweck im Leben vielleicht ohnehin überbewertet wird. "Jetzt, da auch ich aus immer mehr Früher bestehe, lerne ich, damit zufrieden zu sein. Vielleicht bin ich ja allzu zufrieden mit dieser für einen Heiden doch mageren Nettorendite des Lebens..."


Die Wette: 42 000 km, 2 Männer, 1 Globus, kein Flugzeug
Die Wette: 42 000 km, 2 Männer, 1 Globus, kein Flugzeug
von Steve Hely
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Weltreise, 26. Mai 2012
Die beiden in Los Angeles wohnenden Freunde Vali und Steve beschließen einen Wettstreit abzuhalten:
Wer schafft es als erster einmal um die Welt zu reisen?
Einzige Bedingung: Keine Flugzeuge!
Nach nur wenigen Tagen Vorbereitungszeit geht der Kampf Mann gegen Mann auch schon los.
Natürlich geht es beiden nicht nur darum der schnellste zu sein, sondern auch den "Coolness-Wettbewerb" zu gewinnen, immerhin will man später seinen Enkelkindern ja auch erzählen können, wie viel mehr als der Freund man erlebt hat und so entwickelt sich ein Rennen bei dem es nicht immer um die Geschwindigkeit geht und das Abenteuer nicht auf der Strecke bleibt.
Steve, der die Westroute gewählt hat, überquert auf einem Frachter den Pazifik, bevor es mit dem Auto durch China und der Transibirischen Eisenbahn weitergeht...
Derweil hat Vali andere Pläne: Auf nach Mexiko um sich einen Raketenrucksack zu besorgen...

Vali Chandrasekaran und Steve Hely, von Hauptberuf Drehbuchautoren für Comedy-Serien, wie "American Dad" oder "My Name is Earl" haben diese Reise tatsächlich gemacht und schildern nun das Erlebte in einem wirklich amüsanten, kurzweiligen und noch dazu lehrreichen Buch. Natürlich darf sich niemand einen fundierten Reiseführer erwarten, aber immer wieder merkt man, dass sie Hintergründe über Länder, Städte und Sehenswürdigkeiten recherchiert haben und erfährt zudem interessante kleine Details über Kultur und Geschichte der Länder.

Die beiden erleben nicht nur verrückte und interessante Dinge, sie wissen auch wie man das Ganze gut und pointenreich verpackt. Ein Besuch im Aqua-Museum gefällt eher weniger ("Mein potentielles Interesse für den Stör wurde hier maßlos überschätzt"), über ein Hoteldesign in Dubai wird eine interessante Vermutung angestellt (Muss so gewesen sein: Bauherr zu Architekt: "Nehmen Sie das Gebäude, das Sie entworfen haben so wie es ist und drehen Sie es auf die Seite") und Gespräche mit Seefahrern können auch sehr aufschlussreich sein (Ein Crewmitglied erzählt, dass er Freundinnen in den verschiedensten Häfen der Welt hat. "Sie kochen für mich. Und sie weinen immer. Immer weinen sie. Ich sage: Nicht weinen. Kochen!")

Wenn man mit dieser Art Humor klarkommt und sich zumindest ansatzweise für Reisen und andere Länder interessiert, dann ist dieses Buch definitiv einen Kauf wert, auch wenn bei der Wette nicht immer alles so ernst genommen wird. Zu ernst nehmen sollte man dieses Buch nämlich auch nicht.


Alles bleibt anders
Alles bleibt anders
von Siegfried Langer
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Unbekanntes) Meisterwerk der Science Fiction..., 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Alles bleibt anders (Broschiert)
Ich habe vorher nie von dem Autor oder dem Buch gehört, bin durch einen Amazon Tipp darauf gestoßen und habs mir dann ohne groß zu überlegen bestellt, weil es gute Bewertungen hatte und mir der Titel sehr gefallen hat.
Der erste Eindruck war gleich mal schlecht, weil die Seiten verhältnismäßig groß und die Schrift wirklich winzig ist. Wohl eine Nebenerscheinung des Kostendrucks des kleinen Verlages(?), bei dem das Buch erschienen ist. Hab mich aber schließlich aufgerafft das Buch zu lesen und bin sehr froh über diese Entscheidung.

Ein Mann steht auf einem Bahnhof und hat werder eine Ahnung wie er dort hingekommen ist, noch weiß er wer er ist, es fehlen ihm überhaupt sämtliche Erinnerungen. Nachdem ihm sein Name wieder einfällt (Frank) und er auf seine Mutter trifft, beginnen nach und nach einige Erinnerungsfetzen wieder zu kehren, doch noch immer ist alles mehr als rätselhaft. Warum glauben alle, dass er vor 3 Jahren gestorben ist? Warum wird er von einem Mann mit einem Messer bedroht? Warum sieht ihn der neue Mann seiner Ex-Verlobten so seltsam an? Warum hat der Psychologe, der ihn betreut noch nie etwas von Siegmund Freud gehört? Und warum träumt Frank von einem schwarzen Hakenkreuz in einem weißen Kreis auf rotem Grund und niemand hat je von diesem Symbol gehört?

Bei der Antwort auf diese und noch viel mehr Fragen folgt man Frank auf einer spannenden Reise durch das Buch auf der Findung seiner Identität, seiner Vergangenheit, seiner Gegenwart, seiner Zukunft. Und nicht nur seiner, sondern derer aller Menschen der Welt. Eine Reise voller Überraschungen, spannend bis zur letzten Seite und nicht nur einmal schockierend und sehr verstörend.

Wenn man bedenkt welche lahmen Bücher oft in den "Charts" zu finden ist, bzw. um an meine Überschrift anzuknüpfen, was da bei Heyne manchmal als Meisterwerk der Science Fiction bezeichnet wird, dann hoffe ich sehr, dass dieses Buch noch einmal entdeckt und einer breiteren Masse zugänglich gemacht wird (oder vielleicht schaff ich es ja hier ein paar Leute davon zu überzeugen...) Wirklich absolut lesenswert!


Der Anschlag
Der Anschlag
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück in die Zukunft meets Butterfly Effect..., 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Anschlag (Gebundene Ausgabe)
... und das Ganze in bester Stephen King Manier.

Der Titel des Buches ist im Original "22 11 63", das Datum an dem John F. Kennedy erschossen wurde. Da im deutschsprachigen Raum dieses Datum wohl vielen kein besonders großer Begriff ist, macht es durchaus Sinn es anders zu betiteln. Warum man den Titel "Der Anschlag" und nicht "Das Attentat" gewählt hat, bleibt wohl ein Geheimnis des Heyne Verlags, da man meiner Meinung nach bei einem Anschlag an 9/11 oder ähnliches denkt und das hier wenig Sinn macht.

Damit hat es sich aber mit den negativen Aspekten des Buches auch schon wieder, den sobald man auch nur die erste Seite gelesen hat, ist der Titel und alles um einen herum ohnehin völlig egal. Man wird tatsächlich von Anfang an völlig in die Geschichte gesogen und man kann das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen.

Ein Tor durch das man ins Jahr 1958 reisen kann. Egal wie lange man dort bleibt vergehen in der Gegenwart nur 2 Minuten. Und man kann immer wieder genau zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort in der Vergangenheit herauskommen.
Was kann man damit nicht alles machen?

Eine Frau vor einem schlimmen Jagdunfall bewahren.
Eine Familie vor einem amoklaufenden Vater beschützen.
Das Attentat auf John F. Kennedy verhindern.

Dumm nur, dass sich die Vergangenheit eigentlich nicht ändern lassen will.
Und dass jede noch so kleine Veränderung in der Zukunft riesige Auswirkungen haben kann.

Stephen King hat nach einigen schwächeren Büchern ("Love", "Puls", "Wahn") schon mit "Die Arena" gezeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und einen genialen Roman hingelegt. Hier bestätigt er das noch einmal und hat ein Buch vorgelegt, das seinesgleichen sucht.

Die unglaublich lebhaft beschriebene Vergangenheit (auch wenn ich weder in dieser Zeit noch an diesem Ort gelebt habe, fühlte ich mich richtig ins Amerika der 50er Jahre hineinversetzt), die unglaubliche Spannung vom Anfang bis zum Ende (klar ists im Mittelteil nicht immer so fesselnd, aber auch hier passiert immer was und man kann einfach bei 1000 Seiten nicht erwarten, dass jede einzelne Seite spannend ist), die Emotionen, die Beschreibungen der Charaktere, die interessanten Wendungen, all das macht das Buch zu einem absolut lesenswerten Ereignis. Auf Grund des unverwechselbaren King-Stils ein Muss für alle Fans und auf Grund der doch völlig anderen Geschichte, auch für jeden anderen eine Empfehlung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2012 10:12 PM MEST


Eragon - Das Erbe der Macht
Eragon - Das Erbe der Macht
von Christopher Paolini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber sehr zäh..., 3. März 2012
Da ist er also der letzte(?) Band der Saga.

Da das Buch nahtlos am Ende des dritten Teils anknüpft, dieser aber schon ziemlich lange zurückliegt und die Zusammenfassung zu Beginn sehr dürftig ist, empfiehlt es sich vor Beginn nochmal die letzten 20, 30 Seiten des Vorgängers zu lesen, um sich zu erinnern was genau gerade passiert ist.

Eragon, Roran, die Elfen und die Varden sind also auf dem Weg in die Hauptstadt des Reiches um den bösen Herrscher Galbatorix zu stürzen. Bis es soweit ist ihm gegenüber zu treten müssen Eragon, Saphira und Co noch eine Menge mehr oder weniger interessanter Abenteuer bestehen, bevor es zum großen Showdown kommt.

Teilweise ist das alles wirklich gut und interessant geschrieben, es gibt jede Menge guter Einfälle und gute Geschichten, etwa das Verließ der Seelen, die Eroberung der Hauptstadt oder der grüne Drache.

Teilweise ist das alles aber einfach nur langweilig und mühsam und das Buch braucht wahnsinnig lange bis es endlich Fahrt aufnimmt. Auf den ersten (paar Hundert!) Seiten kämpft man sich manchmal richtig gehend durch und das Ganze zieht sich wie Kaugummi. Eragon heilt ein Mädchen von einer Hasenscharte. Eragon absolviert stundenlange Übungskämpfe mit Ayra. Und als Highlight der besonderen Art sitzt Eragon nebem dem Zwergenkönig und beobachtet ihn wie er eine Kugel aus Dreck formt und lauscht fasziniert, wie man das am schönsten macht. (???)

Unterbrochen werden diese seltsamen Szenen in erster Linie von extrem brutalen Kampfszenen, die beim Lesen kaum Spaß machen und das zweite besonders negative Element des Buches darstellen. Im Herr der Ringe, mit dem ja Eragon so gerne verglichen wird, gibt es auch viele brutale Kampfszenen, aber es ist doch etwas ganz anderes, ob Menschen, Zerge und Co gegen Monster (Orks) kämpfen, oder wie hier einfach andere Menschen abschlachten. Das erscheint einem des öfteren einfach mit Abscheu und liest sich richtig widerlich.

Auf Grund der positiven Elemente, die durchaus vorhanden sind, alles in allem kein schlechtes Buch, aber wenn man es etwa mit dem erfrischenden ersten Band der Eragon-Reihe oder auch dem letzten Band von Harry Potter oder Stephen Kings Dunklen Turm vergleicht, dann hat man definitiv das Gefühl, dass hier eindeutig einiges schlecht gelaufen ist und viel mehr möglich gewesen wäre.


Coma
Coma
von John Niven
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Golfspieler!, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Coma (Taschenbuch)
Gary ist ein genauso leidenschaftlicher wie schlechter Golfer, dem sein liebstes Hobby viel mehr Schmerz als Freude bereitet, der aber trotzdem nicht davon ablassen kann. Man muss nicht selbst Golf spielen, um mitfühlen zu können. Seine Frau betrügt ihn mit einem Teppichhändler, sein bester Freund betreibt mäßig erfolgreich eine Videothek und beschimpft die Kunden, wenn sie sich romantische Filme ausleihen wollen, sein Bruder ist bankrott und auf die schiefe Bahn geraten und auch sonst läuft sein Leben alles andere als perfekt.

Und dann wird er auch noch von einem Golfball am Kopf getroffen und als er aus dem daraus resultierenden Koma erwacht, hat er ein schlimmes Tourette-Syndrom und kämpft (erfolglos) gegen den Drang öffentlich zu masturbieren.

Doch plötzlich kann er Golf spielen wie ein junger Gott und schafft es am schottischen Golf Open teilzunehmen. Doch damit wird alles erst richtig kompliziert...

John Niven schafft es mit seiner genialen Art zu schreiben den Leser von Anfang an zu fesseln und zu unterhalten. Das Buch sprüht nur so vor britischem Humor und ist einfach nur wahnsinnig witzig. Darüber hinaus herrlich derb, brutal, zynisch und die Charaktere sind einfach nur gelungen. Und eindeutig gab es kaum jemals einen sympatischeren (Anti-)Helden als die Hauptfigur Gary, den man trotz oder gerade wegen all seiner Schwächen einfach nur lieben kann.

Ein Sportroman, der ganz anderen Art, den man auch wenn man nicht sonderlich an Golf interessiert ist, einfach gelesen haben sollte.


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