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Ein_Murmel

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Yamaha YSP-1400 5.1 Sound Projektor mit Bluetooth und App Steuerung schwarz
Yamaha YSP-1400 5.1 Sound Projektor mit Bluetooth und App Steuerung schwarz
Preis: EUR 359,00

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Günstige All in One-Lösung für spezielle Fälle., 31. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die YSP 1400 ist mein erster Yamaha-Soundprojektor.
Gehört hab ich über diese Teile schon sehr viel und nun wollte ich endlich mal testen, was die Dinger taugen.
Ich war kurz davor, die gelobte YSP2200 zu bestellen, weil diese doch mehr Funktionen bietet und insgesamt sicherlich noch hochwertiger und besser ist.
Als ich jedoch die YSP1400 für nur ca. 300 Euro ergattern konnte, habe ich nicht lange überlegt und zugeschlagen.
Die YSP 1400 ist immerhin eine der neuesten Soundbars von Yamaha rein vom Erscheinungsjahr her.

Skeptisch war ich noch vor dem Aufbau bzgl. zwei Sachen:

1. Reichen die in den Füße integrierten "Mini-Subwoofer" aus, um einigermaßen Stimmung in Filmen aufkommen zu lassen?
2. Schafft es die YSP wirklich, einigermaßen Surround-Effekte zu erzeugen, obwohl mein Sofa ganz hinten an der Wand steht?

Kurz anmerken muss ich noch, dass mein Soundsystem zuvor eine 3.1 Harman Kardon SB10 Soundbar war (inkl. günstigem Subwoofer). Das Teil hing an einem Pioneer Slim Receiver (S300).
Ich war damit eigentlich immer recht zufrieden, nur eine Sache nervte mich tierisch:
Abends, wenn Kinder und Frau im Bett waren, konnte ich den Ton nie besonders hoch aufdrehen. Das führte dazu, dass die Dialoge in Filmen teils absolut unverständlich waren. Da half auch kein Hochdrehen des Center-Kanals samt Einschalten der Dynamic-Range-Control am Receiver bzw. auch der Nachtmodus brachte kaum Abhilfe.

Musik höre ich übrigens über die Soundanlage so gut wie gar nicht - daher ist dies auch kein Kriterium für die Bewertung der YSP 1400 hier. Wer Musik in guter Qualität hören will, wird eh nicht zu so einer Soundprojektor-Lösung greifen, sondern sich Standlautsprecher oder gute Kompaktboxen holen - das Teil ist dazu konzipiert, Filmen die entsprechende Atmosphäre zu geben.

Ok - das ca. 4,5 Kilo schwere Teil ausgepackt und flott angeschlossen.
HDMI-Anschlüsse gibt im Gegensatz zur YSP 2200 keine, womit die neuen HD-Tonformate schonmal hinfällig sind.
Das ist schade, störte mich aber nicht so sehr, da ich in meinem 18 qm-Raum auch vorher mit der HK SB10 Lösung kaum einen Unterschied zwischen HD-Tonformaten und gutem DTS-Ton hörte.

Die YSP braucht im Endeffekt erstmal nur zwei Kabel:
1. Stromkabel
2. mitgeliefertes optisches Digitalkabel - dieses kann direkt an den TV angeschlossen werden, womit alles, was irgendwie zum TV geleitet wird (also vom BD-Player oder Receiver oder einer Spielekonsole) über die YSP1400 wiedergegeben wird.
Haken hierbei: 5.1 Ton bzw. Surround wird nur über PCM (also Stereo wiedergegeben, da der TV das Signal erstmal in Stereo umwandelt). Einzig über den internen Kabel-Receiver von meinem Panasonic-Plasma wurde direkt 5.1 Ton an die Yamaha geleitet.
Das war für mich also sofort unbrauchbar, da ich die YSP in erster Linie für Blu Ray Filme nutzen will.

Die bessere Lösung ist also:
YSP 1400 per optischem (oder digitalem Koax-Kabel) direkt mit dem BD-Player verbinden.
Zusätzlich z.B. TV-Receiver oder Spielekonsole mit weiterem Digital-Kabel an die YSP hängen.
So hat man immer den direkten Ton des Zuspielers, auch wenn man hin und herschalten muss zwischen den Geräten (ist aber aufgrund der simplen Fernbedienung der YSP1400 kein Problem).

Einmessungen per Mikro wie es bei der YSP2200 vorhanden ist, gibt es bei der YSP1400 nicht.
Es werden drei Standard-Beam-Modi angeboten, je nachdem wo man selbst sitzt bzw. wie man zur Soundbar sitzt.
Die einzelnen Kanäle (Front rechts und links, Center, Rear rechts unte links, Sub) sind von der Lautstärke noch jeweils einstellbar - das wars dann aber.
Man merkt also schon mehr und mehr, dass bei der YSP1400 eben dort und dort eingespart wurde im Vergleich zu den teureren YSPs von Yamaha (kein HDMI, kein Einmessen, kein extra Sub etc).

Was letztendlich aber zählt, ist der Klang, der aus dem 1 Meter breiten Teil kommt....und der ist....wirklich gut-
man muss hier natürlich bedenken, dass man keine 1000 Euro investiert hat.
In Sachen Räumlichkeit schlägt die YSP1400 meine vorherige HK SB10 deutlich.
Surround-Effekte kommen aufgrund meiner nicht geeigneten Sitzposition (Sofa ganz hinten an der Wand) wie erwartet kaum auf (ich kann also von hinten links oder rechts keine Effekte hören).
Es muss eh jedem klar sein, dass die Räumlichkeiten und die Sitzposition selbst bei den sehr guten Yamaha-Soundprojektoren schon sehr perfekt sein muss, um einen 5.1 oder gar 7.1 Klang hinzukriegen.
Was die YSP 1400 aber schafft: Der Ton geht sehr tief und weit in den Raum hinein und teils hört man dann doch von links oder rechts einige Geräusche und Effekte, die man vorher mit einem reinen Front-System noch nicht wahrgenommen hatte - das zeigt, dass es sich hier dann doch nicht um eine Standard-2.1-Soundbar handelt, sondern wirklich 5.1 Kanäle angesteuert werden.

Um die "Mini-Subs" in den Füßen gut genug zu testen, habe ich testweise auch meinen alten Subwoofer zusätzlich an die YSP 1400 angeschlossen (man kann also per Knopfdruck hin und herschalten zwischen den eingebauten Mini-Subs in den Standfüßen und einem extra angeschlossenen, großen Sub).
Klar haben die Mini-Subs in den Füßen ihre Grenzen und kommen nie so tief runter wie ein extra Sub, aber mir persönlich in meinem recht kleinen Raum reichen die Standfuß-Subs der YSP 1400 überraschenderweise völlig aus, was mich freute (wieder ein Teil weniger benötigt).

Besonders hervorheben möchte ich die beiden Funktionen "Unilevel" und "Clear-Voice" (letztere ist ganz neu und hat selbst die YSP2200 glaube ich nicht), denn diese lösen nun wirklich mein oben beschriebenes Problem mit dem "Abends-Schauen".
Clear-Voice hebt tatsächlich die Stimmen bei Filmen deutlich an, ohne aber die zusätzlichen Effekte aus dem Center gleichzeitig auch zu erhöhen (war das Problem bei meinem alten 3.1 System).
Und Unilevel bringt den kompletten Ton soweit runter bzw. in Gleichklang, dass Explosionen nicht mehr so überlaut klingen im Vergleich zu den ruhigen Szenen. Sicherlich fehlt hier dann etwas die Klarheit und Dynamik wie mit deaktivierter Schaltung (zaubern kann auch Yamaha nicht), aber trotzdem ist die Atmosphäre in den Filmen immer noch gut erhalten und deutlich besser als mit normalem Ton über die Fernsehlautsprecher.

Ich werde die YSP1400, welche ich direkt vor meinen 50 Zoll Plasma über dem Standfuß platziert habe, also behalten (die Infrarot-Signale der TV-Fernbedienung leitet die YSP1400, welche den TV-Sensor nun verdeckt, übrigens an den TV durch und das auch, wenn die YSP im Standby ist - Verbrauch übrigens wirklich nur die angegebenen 0,5 Watt).
Meine alte HK SB10 Soundbar samt Subwoofer und auch meinen Pioneer AV-Receiver habe ich also nun gegen ein einziges neues Teil ausgetauscht - die YSP1400. Damit habe ich nun mehr Platz für andere Geräte (irgendwann mal PS4 oder die neue Xbox), etliche Kabel weniger und die Bedienung der Geräte beim Filmschauen ist noch einfacher, da die YSP1400 nicht mit zig Funktionen oder Tasten überfrachtet ist.

Ich kann die YSP1400 daher jedem empfehlen, der guten, räumlichen Ton haben will aus nur einem, preislich recht günstigen Gerät ohne viele Komplikationen oder Einstellungen.
Die YSP1400, welche der günstigste 5.1 Soundprojektor von Yamaha ist, bietet vielleicht nicht ganz soviel Ausstattung, Technik und Einstellmöglichkeiten wie die großen Brüder YSP 2200/3200/4200, aber dafür kostet sie auch entsprechend weniger und ist unkomplizierter. Andererseits sind die tonalen Qualitäten trotzdem alles andere als schlecht (Yamaha halt).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2014 12:29 PM CET


LG BP730 3D Blu-ray-Player mit Magic Remote (UltraHD, WiFi, DLNA) schwarz
LG BP730 3D Blu-ray-Player mit Magic Remote (UltraHD, WiFi, DLNA) schwarz
Wird angeboten von CW-mobile
Preis: EUR 133,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rundum gelungen und für den Preis sehr empfehlenswert!, 8. August 2013
Dass ich einem aktuellen Blu Ray Player aus dem Jahr 2013 doch noch 4 Sterne gebe bzw. um ein Haar sogar 5 gegeben hätte - das grenzt schon fast an ein Wunder!

Was habe ich alles durchprobiert die letzten Monate an aktuellen Playern aus den Jahren 2012 und 2013 (einfach meine anderen Rezis lesen).

Ich hatte es schon fast aufgegeben und wollte den alten LG 560er meiner Eltern nehmen aus dem Jahr 2010, weil der extrem leise ist vom Laufwerk her und beim Blu Ray Bild tatsächlich besser ist als der LG BP430 (gewisse schwierige Szenen bei Filmen zittern bzw. flimmern nicht so sehr wie beim 430er).
Die Aussagen, dass alle Firmen aktuell sich billige Chips einkaufen (Mediathek glaub ich) und selbst nix mehr herstellen, scheint also korrekt zu sein.

Ok - der Chip allein macht noch nicht alles, aber trotzdem ist diese Entwicklung schlimm.

Den LG 730 hatte ich mir eher noch so zur Gaudi gekauft, weil ich ihn sehr günstig ergattern konnte (130 Euro).
Für diesen Preis hatte ich nicht sehr viel erwartet, wurde dann aber überrascht, weil der Player fast alles erfüllt, was ich mir wünschte:

- er wirkt etwas hochwertiger verarbeitet als die sonstigen 100 Euro "Plastikbomber", die man mehr und mehr bei den Herstellern findet

- das Slot-in-Laufwerk ist extrem flott und sehr leise

- über USB wird so ziemlich alles abgespielt was es gibt (VOB-Videos, AVCHD-Videos)

- die Menüführung ist sehr flott und übersichtlich

- das Blu Ray-Bild (2D) ist sehr gut (besser als beim 430er, weil die besagten Szenen nicht so sehr zittern)

- das Bild von SD-Material (DVDs bzw. USB-Videodateien) ist extrem gut - selten hab ich so eine gute Aufbereitung gesehen - das wunderte mich sehr, weil es immer heisst, dass Panasonic mit seinen Uniphier-Chips aus 2011 und 2012 das beste DVD-Bild liefert - der LG 730 kann hier wirklich mithalten

3D konnte ich nicht testen und auch den Internet-Browser hab ich nur kurz angeschmissen (geht ausreichend flott, wobei ich hier trotzdem weiter meinen PC nutze).

W-Lan Verbindung hat einwandfrei geklappt samt Update auf die neueste Firmware.

Streaming etc nutze ich nicht.

Die Remote-Fernbedienung ist nett für den Internet-Browser. Ich nutze aber trotzdem weiterhin meine Logitech Harmony für das normale Bedienen das Players (dann kann man auch ne Auswurftaste auf der FB nutzen, die so nicht vorhanden ist auf der Remote-Fernbedienung).
Das ist übrigens eine kleine Kritik am Player - man hätte zusätzlich zur Remote-Bedienung noch eine normale FB beilegen sollen.

Zudem ist es schade, dass das (sehr helle, aber nicht besonders gut ablesbare) Display nicht komplett gedimmt werden kann (das ist z.B. beim Pioneer 450er super). Hier denken die Hersteller immer noch nicht weit genug.

Abstürze oder Softwareprobleme hatte ich bisher nicht mit dem LG 730er.

Der Player bekommt von mir daher sehr gute 4 Sterne, weil er im schwierigen Player-Jahr 2013 zu einem echt fairen Preis wirklich vieles bietet, das die Konkurrenz nicht erfüllen kann.....und das ist sehr selten, aber auch traurig zugleich.


LG BP430 3D Blu-ray-Player mit Smart TV (HDMI, 1x RJ-45, DLNA) schwarz
LG BP430 3D Blu-ray-Player mit Smart TV (HDMI, 1x RJ-45, DLNA) schwarz
Wird angeboten von sellondo
Preis: EUR 79,02

45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rundum gelungener Player!, 24. Juli 2013
Ich versuche es kurz zu machen.

Der LG430 bietet für seinen günstigen Preis sehr viel Gegenwert.

Pluspunkte:
- extrem flotte Ladezeiten (wohl mit der schnellste Player überhaupt aktuell)
- Menüführung und sonstige Befehle (Kapitelsprünge) etc gehen ebenso flott von der Hand
- über USB wird praktisch all das abgespielt, was ich will (sogar normale VOB-DVD-Film-Dateien hauen hin, womit einige Player immer noch Probleme haben, z.B. Panasonic)
- Laufwerk ist im Filmbetrieb praktisch nicht zu hören und auch das Einlesen ist angenehm leise (das ist heutzutage sehr selten!!)

Negativpunkte:
Einziger Negativpunkt (und daher bekommt der Player nur 4 Sterne und keine 5):
Die Bildqualität bei 2D-Blu Rays (3D konnte ich nicht testen) ist gut, aber sie erreicht witzigerweise nicht oberes Niveau. Einige andere Player (z.B. auch der LG 560er aus dem Jahr 2010) zeichnen mehr Details und kommen mit schwierigen Kameraschwenks besser zurecht. Um dies deutlich zu machen, empfehle ich mal die Anfangsszene von Dark Knight (Kamerafahrt über die Hochhäuser) zu begutachten. Der 430er zittert hier teils doch deutlich. Die Szene ist auch nicht einfach, aber es gibt Player, die das besser hinkriegen.
Noch eine Szene zum Testen wäre ein paar Kapitel später, wenn die Kamera auch wieder direkt von oben auf braune Gebäude in der Stadt schaut und unten Polizisten und der Staatsanwalt durch die Straßen marschieren. Achten sie hier gleich zu Beginn des Kaptils auf die Hochhäuser, vor allem das links oben - das zittert sehr deutlich.

Dass die Bildqualität neuerer Player teils schlechter ist als die älterer ist erstaunlich, aber Realtität.
Ich habe das nun schon mehrfach festgestellt (Panasonic z.B. ist auch so ein Fall - die 2013er sind nicht so gut wie die Vorjahrsmodelle). Grund könnte sein, dass die Bildchips von allen Herstellern zugekauft und nicht mehr selbst produziert werden (Einsparentscheidungen wie überall).

Wer daher das Hauptaugenmerk auf die pure Bildqualität legt, sollte vorsichtig sein mit 2013er BD-Playern!
Neu ist hier nicht immer besser, sondern eher sogar schlechter.

Trotzdem ist der LG BP430 insgesamt für seinen Preis empfehlenswert, vor allem, weil er ein extrem leises Laufwerk hat und die Ladezeiten überragend flott sind.
Mit ca. 80 Euro Kaufpreis peilt das Gerät eh Kunden an, welche nicht die hochwertigsten Wiedergabegeräte haben - von daher ist das mit der Bildqualität hinzunehmen.

Nachtrag:
Der LG 730 (Topmodell aus 2013) schafft die obigen beschriebenen Szenen aus Dark Knight etwas besser als der 430er!
Ich verweise hier auf meine Rezi zum LG BP730!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2013 2:28 PM CET


Panasonic DMP-BDT130EG 3D Blu-ray-Player (Full-HD, WLAN-ready, DLNA Zertifiziert, SD-Slot, 2x USB) schwarz
Panasonic DMP-BDT130EG 3D Blu-ray-Player (Full-HD, WLAN-ready, DLNA Zertifiziert, SD-Slot, 2x USB) schwarz
Preis: EUR 94,84

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Panasonic-Verhältnisse enttäuschend, 18. Juli 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die 2013er Panasonic-Blu Ray Reihe verwendet hier zum ersten Mal keine eigens hergestellten Chips mehr (also keine Uniphier mehr).

Ich hatte neben dem 130er auch den 234er hier und kann sagen, dass beide Geräte baugleich sind bis auf das Gehäuse und das bisschen mehr Ausstattung des 234ers (W-Lan etc).
Wer das Zeug also nicht braucht, kann sich 30 Euro sparen und diesen günstigeren BDT130 nehmen.
Die Verarbeitungsqualität des Gehäuses etc ist bei beiden gleich mittelmäßig (auch hier spart Panasonic wie eigentlich alle Hersteller - die Geräte sehen einfach immer mehr nach Plastik aus).
Die Haptik am Gerät selbst ist einfach nur als Frechheit zu bezeichnen - die Tasten am Gerät sind dermaßen schmal und komisch eingekerbt, dass sie kaum zu drücken sind - fühlt sich furchtbar an. Wie kann man nur solche Tasten an einem Gerät anbringen???

Das Laufwerk ist sehr flott im Einlesen und kann sicherlich mit zu den schnellsten aktuell gezählt werden.

Selbst nach dem Firmware-Update auf V. 1.26 ist der Geräuschpegel aber nicht zufriedenstellend (auch ein Problem, das fast alle Player heute haben - für mich unverständlich).
Besonders die ersten Minuten sind je nach Disc teils sehr laut, weil sich die Scheibe anscheinend sehr schnell dreht.
Mit der Zeit wirds besser und meist ist es nach 20-30 Minuten Film erträgliich.
Trotzdem nicht aktzeptabel.
Anmerken möchte ich hier jedoch, dass hier wie eigentlich fast immer Serienstreuungen vorliegen können.
Es kann sein, dass das gleich Modell fast unhörbar ist bei jemand anders....komplett lautlos glaube ich jedoch in keinem Fall, weil die Verarbeitung einfach zu schlecht ist - hier kann einfach nix "dämpfen".

Internetzugriff und Menüführung ist ziemlich zäh und langsam - von daher für mich nicht zu gebrauchen.

DVD-Upscaling ist gut, aber etwas schlechter als bei den Vorjahresmodellen mit dem Uniphier-Chip.
3D nutze ich nicht (keinen 3D-TV)
2D-Blu Rays sehen gut aus (super Kontrast, sehr gute 24p-Stabilität). Im Verleich zum Pioneer BDP450er, aber auch anderen, günstigen Playern, fiel mir aber sofort auf, dass der Pana deutlich weicher zeichnet und weniger Details darstellt. Das ist aber wie so oft etwas Geschmackssache. Ich steh lieber auf ein klares und detailreiches Bild und hier baut Panasonic (vielleicht aufgrund der zugekauften Chips) ab im Vergleich zu den Vorjahren (z.B. BDT220).
Das muss auch jeder selbst testen und entscheiden. Fakt ist wie gesagt, dass Panasonic besonders dieses Jahr in Sachen Bildqualität nicht ganz vorne mitspielt und die Bilder sehr weich rüberkommen und alles andere als "knackig".

Über USB werden von meiner externen Platte zumindest meine HD-Digicam-Videos (AVCHD) abgespielt. VOB-DVD-Film-Dateien laufen dagegen nicht, was eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist (das schaffen die anderen Hersteller besser).

Insgesamt kein schlechtes Gerät in Anbetracht des Preises von ca. 100 Euro.
Jedoch hat Pana die letzten Jahre schon bessere Player gebaut und bei der Konkurrenz zahlt man teils noch weniger für ähnliche Qualität (siehe vor allem LG etc).
Von daher eher eine Enttäuschung, wenn man bedenkt, dass Pana mit die besten TVs und auch Player gebaut hat seit Jahren.


Man of Steel [Blu-ray]
Man of Steel [Blu-ray]
DVD ~ Kevin Costner
Preis: EUR 7,99

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Neustart des Großvaters aller Superhelden!, 24. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Man of Steel [Blu-ray] (Blu-ray)
Erstmal möchte ich anmerken, dass man sich eigentlich mit der Kritik zu einem Film immer etwas Zeit lassen sollte nach dem Ansehen. Vieles wirkt direkt danach zu sehr positiv oder negativ nach und verleitet zu Überreaktionen in die eine oder andere Richtung. Teils machte ich sogar die Erfahrung, dass ich meine Meinung über Filme nach mehrmaligem Ansehen zumindest etwas änderte.
So fand ich Avengers z.B. nach dem Kino ganz ok, später aber dann doch nen Tick besser, weil die hohen Erwartungen nicht mehr da waren und der Film einfach als pure Gaudi" gesehen wurde. Superman Returns gefiel mir direkt nach dem Kinobesuch wenig, aber auch hier stellte ich später (daheim) doch fest, dass der Film einige recht gute Elemente hat, auch wenn er insgesamt nie das geworden ist, was alle erwartet hatten.

Man of Steel setzt nun dort an, wo es Batman Begins vor etlichen Jahren tat.
Im Gegensatz zu Bryan Singers Superman Returns verbeugt er sich nicht vor den alten Filmen oder greift gar Elemente davon auf. Snyder, Nolan und Goyer (Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber) erschaffen den Großvater aller Superhelden (vor allem optisch) komplett neu (das fängt schon bei Krypton an)....und das ist gut so. Spätestens mit Singers bunter, freundlicher und konservativer Version hatte die Welt genug von dieser Art Superman. Das soll nicht heißen, dass ich die alten Filme nicht mochte. Ich bin 35 Jahre alt und wuchs daher mit den Filmen von Reeve und Hackman auf - Superman war sozusagen der erste wirkliche Superheldenfilm für mich überhaupt. Bis auf Teil 4 finde ich sie auch alle durchgehend unterhaltsam - Teil 1 und 2 sind sogar in einigen Punkten echte Meisterwerke - soviel dazu.

Problematisch könnte Man of Steel gerade deshalb noch am ehesten für die wirklichen Fans der alten Filme sein. Liebhaber der Reeve-Filme werden viele Dinge vermissen und einige neue Elemente hassen.
Das fängt bei dem komplett neu kreierten Soundtrack von Hans Zimmer an (den ich toll finde, der aber keine Spur mehr von John Williams klassischer Superman-Melodie zurücklässt, zudem hätte der Soundtrack mehr Abwechslung vertragen können, besonders das leise Haupttheme wiederholt sich doch sehr oft) und geht weiter beim Thema Humor, der hier im Gegensatz zu den früheren Filmen (Stichwort: Tollpatsch Kent) fast komplett fehlt. Schon allein die Farbgebung des Films (mehr Richtung Dark Knight und komplett anders als der bunte Konkurrent Marvel) zeigt auf, dass hier eine andere Stimmung herrscht....nachdenklich, ernst, unsicher...
Die teils extreme SciFi-Optik, welche manchmal wie aus anderen Filmen geklaut wirkt (Matrix, Transformers oder auch Avatar) ist auch so ein Punkt, wo viele sagen werden: Das hat man doch alles schon ähnlich gesehen - mag stimmen, aber irgendwie gab es halt schon fast alles in den letzten Jahren und etwas völlig Neues zu schaffen ist auch nicht mehr so einfach.

Wie gesagt....ich mag die alten Filme sehr und das wird auch immer so bleiben, aber dennoch finde ich den neuen Man of Steel sehr gelungen.
Hauptgrund dafür ist die Darstellung der Figur Supermans selbst. Der Brite Henry Cavill passt ähnlich perfekt in die Rolle wie Christian Bale in den Bat-Suit. Cavill verkörpert das, was man sich bei Superman Returns erhofft hatte - keinen jungen Milchbubi, der wirkt wie 25 Jahre alt, sondern einen echten Kerl, der aufgrund seiner Einsamkeit aber nachdenklich wirkt und in einigen Dingen noch reifen muss.

Der teils bemängelte Bösewicht, General Zod, ist in meinen Augen keine schlechte Wahl. Michael Shannon ist eh ein großartiger Schauspieler (was er auch hier beweist) und die Tatsache, dass Man of Steel der Auftakt von bestimmt mehreren Superman-Filmen ist, entschuldigt dafür, dass hier noch kein Lex Luthor am Werk ist oder auch ein komplett anderer Gegner wie Brainiac oder Doomsday (das wäre zu übertrieben für einen ersten Teil). Es wird hier nun erst mal das Thema Krypton und deren Volk aufgegriffen - daher bietet sich Zod als Gegner regelrecht an. Geduld also an alle Kritiker, die unzufrieden mit diesem Bösewicht sind - die Fortsetzungen werden euch schon noch zufrieden stellen denke ich, was diesen Punkt betrifft.

Der restliche bekannte Cast kann die jeweiligen Rollen teils gut, teils weniger gut ausfüllen. Russel Crowe passt auf der einen Seite wirklich sehr gut in die Rolle des Jor El. Lane und Kostner wirken dagegen manchmal etwas fehl am Platz bzw. unterfordert. Man erwartet irgendwie zuviel von ihnen für die kurzen Szenen, die sie haben. Teils hatte ich das Gefühl, dass unbekanntere Schauspieler hier besser platziert gewesen wären, andererseits kann es aber auch bei diesen Rückblend-Szenen daran liegen, dass sie nicht immer perfekt und flüssig eingefügt wurden - jedenfalls wurde es in anderen Filmen schon besser gelöst. Auch schwierig zu beurteilen ist die Rolle der Lois Lane. Die beste Lois Lane war in meinen Augen bisher Teri Hatcher aus der Serie Die Abenteuer von Lois und Clark". Auch Erica Durance aus Smallville" überzeugte mich sehr aufgrund der typischen, überheblichen Art.
Amy Adams ist hier ganz anders. Fast zu schüchtern und zu unauffällig ist sie, was nicht automatisch heisst, dass das schlecht ist, aber es ist zumindest gewöhnungsbedürftig.
Sicher ist jedenfalls, dass sich der bombastische Cast hier qualitätsmäßig nicht so sehr entfalten kann wie bei den Dark Knight Filmen.

Die Action in Man of Steel ist ab der zweiten Hälfte des Films gewaltig. Die CGI-Effekte setzen an einigen, wenigen Stellen neue Maßstäbe. Logisch wird hier und da etwas übertrieben (teils wirkt alles sogar wie aus einem Playstation 3-Beat-em-Up-Videospiel und ist auch manchmal zu hektisch geschnitten), aber trotzdem finde ich, dass die Action immer noch nicht so arg lächerlich und ermüdend rüberkommt wie in manchen, reinen Hirnlosblockbustern, wie z.B. Transformers 3.

Überhaupt stemme ich mich klar gegen einige Meinungen, Man of Steel sei nur ein weiterer Transformers-Streifen ohne Hirn.
Immerhin nimmt sich der Film doch einige Zeit für die ruhigen und emotionalen Momente der Hauptfigur (sucht das bitte mal bei Transformers oder auch Avengers).
Nolans Handschrift ist hier also deutlich zu spüren, auch wenn die Tiefe eines Dark Knight zu keinem Zeitpunkt erreicht wird.

Nebenbei will ich hier nochmal klarstellen, dass der Charakter Superman sehr wohl Tiefe besitzen kann (weil einige immer sagen - der Kerl ist langweilig, weil er gottgleich ist und bis auf Kryptonit keine Schwäche hat). Superman ist einsam und der letzte seiner Art. Gerade weil er soviel Kraft hat und so sehr anders ist als der Rest der Welt, muss er erst lernen, abzuschätzen, wie er leben soll bzw. wie sehr er seine Kräfte einsetzen soll, um von den Menschen akzeptiert zu werden. Immerhin kann er nicht die komplette Welt ändern, was einige Erdlinge aber sehr wohl von jemandem wie ihm erwarten. Dieser INNERE Konflikt ist es, was bedeutend ist an der Figur und in Man of Steel wurde dieser Ansatz doch recht gut umgesetzt finde ich.

Mir hat Man of Steel jedenfalls deutlich besser gefallen als der in der Presse teils hochgelobte Iron Man 3. Sicherlich ist Man of Steel nicht perfekt. Das schon angesprochene, fast völlige Fehlen von Humor ist halt einfach sehr schade (kommt immer gut in solchen Filmen finde ich). Dazu gesellen sich die üblichen Logikfehler, die leider mittlerweile Standard sind in den aktuellen Hollywood-Blockbustern (aufzählen tue ich die hier nicht, weil die Spoilergefahr zu groß ist). Auch hat man ein- oder zweimal das Gefühl, dass der Film geschnitten oder gekürzt wurde (ein Directors Cut ist also durchaus möglich glaube ich, schon allein deshalb, weil der Film in der Kinoversion ohne Abspann "nur" 132 Minuten dauert; hier gibt's nach dem Abspann übrigens nicht wie bei Marvel üblich noch eine Post-Credit-Szene").

Das 3D ist hier nebenbei bemerkt auch wieder mal so überflüssig wie ein Kropf.
Unverschämt, dass dem Zuschauer heute meist nicht mal mehr die Wahl gelassen wird, ob er einen Film im doofen 3D oder gutem, altem 2D ansehen darf.
Das ist ein Punkt, über den sich hier viele beschweren und das absolut zu Recht!

Man of Steel ist nicht mehr oder weniger als ein wirklich guter und neuer Start des Stählernen", was in erster Linie dem perfekt gecasteten Hauptdarsteller zu verdanken ist. Das Risiko, einiges komplett anders zu machen als in den alten Filmen (vor allem optisch), wird einigen Anhängern der alten Filme Gewöhnung abverlangen, wird von mir aber trotz einiger Schwächen des Films mit guten 4 von 5 Sternen belohnt. Der Film unterhält einfach gut und nach dem Besuch hat man das Gefühl, etwas Großes gesehen zu haben (sofern man Comic-Verfilmungen mag!). Bitte mehr davon!

PS mit kleinem SPOILER:
Wer genau hinsieht, wird eine kleine Verbindung zum Nachbar Batman erkennen können:
(ein Satellit, der zerstört wird, trägt das Wayne-Logo!) :-)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2013 2:43 PM MEST


Pioneer BDP-450 3D-Blu-ray-Player (HDMI, DLNA 1.5 Streaming Client, Control App., Aluminium Front, WLAN-ready, Front-USB) schwarz
Pioneer BDP-450 3D-Blu-ray-Player (HDMI, DLNA 1.5 Streaming Client, Control App., Aluminium Front, WLAN-ready, Front-USB) schwarz
Preis: EUR 239,00

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überragendes Bild und gute Verarbeitung/Optik zu einem angemessenen Preis!, 3. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich wirklich traurig, aber es ist Fakt:
Einen wirklich zufriedenstellenden Blu Ray Player zu finden, ist aktuell wirklich nicht einfach. Man liest von Softwareproblemen und hauptsächlich viel zu lauten Laufwerksgeräuschen.

Mit dem Pioneer 450er habe ich, wie es aussieht, nun endlich das für mich passende Gerät gefunden. Warum, will ich hier erläutern.

Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen und möchte zudem anmerken, dass ich mich in meiner Rezension in erster Linie auf die für mich wichtigen Kriterien beziehe, dies sind die 2D-Bild- und Tonqualität (3D nutze ich nicht), Betriebsgeräusche des Players, Abspielbarkeit von USB-Medien und Optik/Haptik.

Ich hatte die letzten Jahre viele Player zuhause von verschiedensten Marken (Panasonic, Sony, LG, Philips, Samsung) und kann daher denke ich recht gut die Stärken und Schächen bzw. auch die Entwicklung der Geräte einschätzen.
Hierbei sind mir folgende Punkte augefallen:

1. Die Bildqualität bei Blu Ray-Discs (für mich einer der wichtigsten Punkte) unterscheidet sich bei den verschiedenen Geräten nicht extrem. Trotzdem ist es genauso falsch, wenn Leute behaupten, dass hier gar keine Unterschiede bestehen. Im Idealfall muss ein Player das 1080p/24 Signal 1:1 von der BD-Disc übernehmen können und völlig unverfälscht wiedergeben. Klingt einfach, aber in der Praxis schafft dies kaum eine Gerät. Es gibt also sehr wohl (wenn auch recht geringe) Unterschiede bei der Bildqualität von Blu Ray-Filmen. Ich kann hier nur empfehlen, darauf zu achten, wie detailiert gewisse Szenen wiedergegeben werden (feine Strukturen im Hintergrund z.B.) und wie flüssig die 24p-Darstellung ist (Kamerafahrten etc). Farben und Kontrast spielen meiner Meinung nach meist weniger eine Rolle bzw. sind Einstellungssache (auch hier gibt's aber bessere und schlechtere Geräte).

2. Die Firma Panasonic liegt bei der reinen Bildqualität eigentlich schon immer ganz vorne im Vergleich zur Konkurrenz des gleichen Jahrgangs. Daher hatte ich mir auch zuerst den Pana 234er angesehen. Der bot ein tolles Bild, hatte flotte Ladezeiten und war von der Bedienung her gut. Was mich aber total störte, war die Verarbeitung, womit wir beim nächsten Punkt sind:

3. Mir fällt extrem auf, dass die Verarbeitung (Gehäuse, Laufwerk, Dämmung, Haptik der Tasten etc) von Jahr zu Jahr mieser wird und das bei fast jedem der bekannten, großen Hersteller. Schon beim Auspacken der Geräte hat man spätestens seit 2013 das Gefühl, nur noch Plastikteile in der Hand zu haben, die fast zerbrechen. Dass die Teile immer kleiner und dünner werden, mag nett sein, aber mir taugt das überhaupt nicht. Es verwundert somit kaum, dass das Thema Lautstärke" ein riesen Problem der aktuellen Blu Ray Player ist. Geräte, die so verarbeitet sind, können logischerweise nicht unhörbar sein. Einziger Vorteil: Die Preise der Player werden immer günstiger (ist logisch, weil bei der Herstellung so enorm gespart wird). Der Großteil der Geräte bewegt sich zwischen 70 und 130 Euro, was vor etlichen Jahren noch undenkbar war.

Da ich schon einen schwarzen Pioneer-AV-Receiver in meinem 2-teiligen Rack stehen habe, kam ich auf die Idee, mich mal bei Pioneer umzusehen in Sachen Blu Ray Player. Ich wollte einen optisch ansprechenden Player, der besser verarbeitet ist wie diese ganzen Billig-Plastikheimer, aber auf der anderen Seite nicht so teuer ist wie die Premium-Player aus dem Hause Oppo, Denon oder Marantz.

Schon beim Auspacken des Pioneer hatte ich ein gutes Gefühl. Hier hat man endlich mal wieder einen richtigen Brocken" in der Hand mit fetten Standfüßen und nicht so ein zerbrechliches, dünnes Plastik-Brett.
Natürlich reicht das Gehäuse nicht an die Qualität der oben genannten 500-1000 Euro-Player heran, aber mir war einfach wichtig, etwas Hochwertigeres in der Hand zu haben, als die Masse der 100 Euro-Player.

Angeschlossen habe ich den Pioneer über die beiden HDMI-Anschlüsse (ein Kabel direkt zum TV und das andere direkt zum Receiver) - so soll man die maximale Qualität in Bild und Ton erreichen. Ob diese Anschlussvariante wirklich mehr bringt als die Standard-Methode (Player->Receiver->TV), bezweifle ich eher (digital ist nunmal digital), aber vielleicht hat hier schonmal jemand verglichen und kann mich aufklären. Wichtig: Nur der HDMI-Port "MAIN" nutzt den höherwertigen Bild-Chip! Also unbedingt immer diesen Anschluss verwenden und den zweiten Anschluss ("Sub") wenn dann nur zusätzlich und einzig und allein für den Ton!

Strom an und Disk-Schublade auf!
Schon beim Ausfahren der Disk-Schublade merkt man erneut, dass hier ein Player steht, der einfach etwas stabiler wirkt als die günstigere Konkurrenz.

Dann der Betriebsgeräusch-Test" (Anmerkung: Der Pana 234er fiel hier durch, weil er zu laute Geräusch während der Filmwiedergabe erzeugte, ein ebenfalls getesteter Samsung F6500 ist da übrigens noch schlimmer)!
Beim Einlesen der Discs ist der Pioneer sehr laut. Da war ich erst mal geschockt. Aber dann....sobald der Film läuft konnte ich aus 4 Meter Entfernung selbst ohne Ton absolut nichts mehr hören. Spitze - so stelle ich mir das vor! Dafür nehme ich das laute Einlesen gerne in Kauf, wenn ich dafür während des Films meine absolute Ruhe habe.

In der Bildqualität bei Blu Ray Filmen spielt der Pioneer 450er ganz oben mit.
Ich hatte wie gesagt schon sehr viele Player daheim. Der Pioneer ist definitiv besser wie der Philips 7600er, besser wie alle LG Player bis zum Jahr 2012 (2013er hatte ich noch nicht hier) und auch besser wie der Samsung F6500er. Im Vergleich zum bildtechnisch tollen Pana 234er stellt er sogar etwas mehr Details dar, ist aber vom Kontrast her einen Tick schwächer finde ich. Überragend ist, wie auch beim Pana, die Stabilität der 24p-Wiedergabe (absolut flüssiges und bombenfestes Bild). Ich würde den Pioneer ungefähr gleich setzen mit meinem alten Sony S760er, der hier auch überragend war und seinerzeit 450 Euro kostete (zu diesem habe ich auch eine Rezension verfasst damals).

DVDs stellt der Pioneer gut dar, kann hier aber nicht ganz mit den Panasonic-Playern mithalten (hier gelten die 2012er Pana-Modelle nach wie vor als das Beste was es im Blu Ray-Player-Sektor gibt).

Zum Ton selbst kann ich nur sagen, dass dieser wohl aufgrund Bitstream-Übertragung nicht besser oder schlechter ist wie bei den anderen Playern. Teils bilde ich mir zwar ein, dass der Pioneer noch mehr Druck macht als die anderen Player, aber aufgrund der Logik der Technik, kann das eigentlich kaum sein.

Was aber auffällt: Audio-CDs klingen wirklich sehr sehr gut und jedenfalls besser als beim Pana 234er oder auch anderen Playern. Ob hier der 450er extrem gut mit meinem Pioneer-Receiver harmoniert, kann natürlich sein, oder aber es ist einfach die Qualität des Players selbst, was mich bei Pioneer nicht wundern würde.

Zum Streamen kann ich nichts sagen, weil ich das nicht nutze. Zudem hat der Player KEIN W-LAN, sondern müsste erst mit einem Zubehör dafür aufgerüstet werden.

Die Abspielbarkeit von USB ist sehr gut (Fotos eh kein Problem und auch meine SD- und HD-Videos von Digicam spielt er ab).
Beachten muss man hier nur, dass die Ordner auf dem USB-Gerät entsprechend benannt werden müssen, damit es klappt. Der Video-Order muss immer mit der Dateikennung benannt werden (also z.B. Videoaufnahmen_MTS" oder Urlaub_TS").

Die Disc-Ladezeiten des 450er sind flott und liegen ungefähr gleichauf mit den Mitbewerbern (habe sogar mal im Vergleich zum Pana 234er die Zeiten gestoppt - man wird hier kaum einen Unterschied merken).
Dieser Punkt war für mich auch nicht gerade unwichtig (meinen sehr guten Sony S760 hatte ich damals z.B. nur aufgrund der langen Ladezeiten verkauft).
Der Kaltstart (also Stromleiste anschalten und warten bis das Gerät betriebsbereit ist) geht in Ordnung, ist aber wie bei den meisten Playern immer noch zu lang (ca. 20 Sekunden) - immerhin lässt sich die Laufwerkslade gleich nach dem Einschalten ausfahren. In diesem Punkt ist Samsung z.B. sehr gut habe ich die Erfahrung gemacht.

Etwas Kritik verdient die Fernbedienung, deren Belegung recht unübersichtlich ist und deren Haptik nicht mit den recht guten Knöpfen am Gehäuse mithalten kann.
Auch muss ich hier, wie schon in einigen Rezensionen geschrieben, bestätigen, dass man teils recht genau mit der FB zielen muss, um Signale zum Gerät zu senden.
Da ich aber eh eine Universal-FB verwende, fällt dieser Punkt für mich nicht so arg ins Gewicht.

Positiv zu erwähnen wäre noch, dass das Geräte-Display, in mehrere Stufen dimmbar ist bis hin zu (fast) komplett aus (nur ein roter Punkt ist dann noch sichtbar) Das finde ich sehr gut, weil ich meist im dunklen Raum Filme schaue und dann nervt irgendwie jedes kleine Leucht-Symbol an den Geräten bzw. lenkt vom Bild ab.

Etwas stören tut mich die Tatsache, dass die Info-Einblendungen über die aktuelle Disc (Laufzeit Film etc) etwas unübersichtlicher sind als bei der Konkurrenz. Ich will z.B. mit einem Tastendruck sofort sehen können, wie lang die Gesamtlaufzeit eines Films ist. Beim Pioneer muss ich hier mehrere Tastendrücke ausführen.

Insgesamt bin ich mit dem Pioneer BDP-450 sehr zufrieden, weil das Gerät für diesen Preis erstens eine Bildqualität bietet, die besser ist als die meisten Mitbewerber, zweitens eine Verarbeitung und Haptik, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht (wie gesagt....ein richtiger Brocken, der optisch einfach viel hochwertiger aussieht als die ganzen dünnen und zerbrechlichen Mitbewerber) und drittens keinerlei störende Geräusche im Filmbetrieb verursacht (und das ist heute wirklich nicht mehr oft der Fall).
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WICHTIGER NACHTRAG (Ende Juni 2013):
Leider muss ich den Player nun doch einen Stern abziehen.
Grund: Mein Kumpel hat sich ebenfalls den BDP450 zugelegt. Bei ihm ist das Laufwerk leider deutlich hörbar während des Filmbetriebs. Ein recht hoher Ton ist hörbar und ziemlich nervig. Dieser lässt mit fortschreitender Spielzeit der Blu Ray Discs nach (meist ab Min. 30 ist kaum mehr was zu hören), aber dennoch zeigt dies, dass auch Pioneer von der oben beschriebenen, extremen Serienstreuung nicht verschont ist. Schade! Ich musster das hier noch anfügen, weil es für viele wichtig sein wird - also unbedingt ein anderes Gerät versuchen, sofern der Player zu laut ist beim Abspielen! Man kann Glück oder Pech haben.


Resident Evil: Retribution [Blu-ray]
Resident Evil: Retribution [Blu-ray]
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zumindest besser als Teil 4., 18. März 2013
Erwartet hatte ich eigentlich totalen Müll, da der vierte Teil (Afterlife) im Vergleich zu den guten Teilen 2 und 3 wirklich unter aller Kanone war bzw. mich einfach extrem enttäuscht hat.

Zwar beinhaltet Teil 5 (Retribution) fast auch nur CGI-Effekte, diese sind aber deutlich besser gemacht als noch in Teil 4.
Die Story ist hier zwar noch doofer als in Teil 4, aber zumindest sind die Actionszenen teils absolut erstklassig und der Soundtrack auch wieder erträglicher und manchmal richtig gut.
Dass manche Punkte (Klonen und Umbrella-Stadtnachbauten) nur Mittel zum Zweck sind, erkennt jeder sofort.

Was mich allgemein sehr stört seit Teil 4: Teil 1-3 wirkten immer noch sehr "real" aufgrund wenig übertriebenem CGI-Einsatz. Alles fühlte sich wirklich "dreckig" und echter an. Teil 4 und auch dieser Teil 5 schauen aus wie ein rein am PC erstelltest Hochglanz-Videospiel und das trifft nicht jedermanns Geschmack.

Ich gebe dem Film trotzdem gerade noch 3 Sterne, was in erster Linie daran liegt, dass die Blu Ray-Disc aufgrund des Referenz-Bildes und auch -Tons in Kombination mit den teils beeindruckenden Actionszenen absolut typisches Vorführmaterial für das HD-Format ist. Mehr geht eigentlich nicht mehr finde ich (gesehen auf nem 50 Zoll Panasonic Plasma im dunklen Raum). Zudem fühlte ich mich aufgrund der niedrigen Erwartungshaltung relativ gut unterhalten.


Underworld Awakening [Blu-ray]
Underworld Awakening [Blu-ray]
DVD ~ Kate Beckinsale
Preis: EUR 9,87

23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Luft ist definitiv raus!, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Underworld Awakening [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich hatte mich auf Underwold Awakening doch sehr gefreut, vor allem weil Kate Beckinsale hier wieder mit an Bord ist (sie habe ich schmerzlich vermisst im durchschnittlichen dritten Teil).
Underworld Evolution (der zweite Teil) gefiel mir persönlich bisher am besten und sogar noch besser als Teil 1 (famose Action, gelungener Score und gute Effekte).

Bild und Ton der Blu Ray von Awakening sind absolut gelungen - da gibts es gar nichts zu meckern. Die Blu Ray ist, wie es für eine aktuelle, teure Produktion sein soll, technisch voll auf der Höhe der Zeit.
Auch das Bonusmaterial ist mehr als genug.

Der Film selbst schwächelt meiner Meinung nach doch sehr.
Problem ist, dass einfach nichts Neues geboten wird und man immer das Gefühl hat, alles schonmal ähnlich gut oder sogar besser, gesehen zu haben. Da bringt auch der recht hohe Gewalt- und Blutfaktor nichts mehr.
So sexy Beckinsale auch durchgehend ist, so absolut vorhersehbar und lahm ist die Geschichte. Das war sie zwar bei den Vorgängern auch, aber ich finde einfach, dass sich eine Filmserie von Teil zu Teil zumindest ein bisschen in Sachen Überraschung oder Ideen verbessern sollte. Immer das gleich Programm abspulen ist halt doch etwas zu langweilig.
Ein großer Kritikpunkt ist aber auch, dass effektetechnisch auch nichts Neues oder einfach mal was Anderes geboten wird.
Wie gesagt....alles gab es schon so in den Vorgängern.

Störend ist auch, dass Scott Speedman alias Michael nicht mehr für diesen Teil gewonnen werden konnte.
Zwar kommt seine Figur im Film schon vor - allerdings wird hier mit Tricks und billigen MItteln versucht, seine Nichtbeteiligung zu Umgehen und das wirkt einfach peinlich.

Für Fans der Reihe ist der Film sicherlich kein Totalausfall, aber 3 Sterne kann ich hier leider nicht mehr geben, weil dies bedeuten würde, dass der Film leicht überdurchschnittlich ist. Daher nur "gute" 2 Sterne von 5 für diesen recht durchschnittlichen Action-Kracher.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2013 9:33 PM CET


Christopher Nolan Collection [Blu-ray]
Christopher Nolan Collection [Blu-ray]
DVD ~ Christopher Nolan
Preis: EUR 50,59

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Box mit Filmen des aktuell besten Regisseurs, die preislich etwas enttäuscht!, 5. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Chris Nolan ist für viele der aktuell beste Regisseur überhaupt!
Seine Filme bestechen durch viel Liebe zum Detail und sind alles andere als simple und hirnlose Blockbuster.

In dieser Box sind fünf Filme von ihm vereint:

Die beiden Batman-Kracher Batman Begins und The Dark Knight (beides absolute Meilensteine was Comic-Verfilmungen betrifft),
der absolut geniale Kinohit Inception,
der ebenso geniale Zauberkünstler-Thriller The Prestige
und zudem noch eines seiner ersten Werke, Insomnia mit Al Pacino.

Schade ist, dass gerade auch eines seiner größten Meisterwerke, Memento, nicht mit in der Box ist. Memento wäre mir viel lieber gewesen als der doch schwächste Film von Nolan (Insomnia).
Daher bekommt die Box schonmal nicht die volle Punktzahl.

Warum nochmal einen Stern Abzug und nur 3 Sterne?
Ganz einfach:
Der Preis von knapp 50 Euro ist für die Aufmachung (es sind nur die einzelnen Amaray-Versionen der Filme in der Box enthalten und kein z.B. schönes Digibook) etwas zu hoch. Da bringen auch die kleinen Beilagen (Fotokarten, Booklet) nicht mehr viel.
Punkt ist einfach, dass man preislich nicht schlechter dran ist, wenn man die Filme einzeln kauft (mit gewissen Aktionen hier bei Amazon kommt man sogar noch günstiger weg als mit der Box).
Daher sollte die Box an sich nicht mehr als 35 Euro kosten finde ich.

Bild und Ton ist bei allen fünf Blu Ray Filmen übrigens top! Ebenso kann man beim Ton nicht meckern.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2013 2:29 AM MEST


The Dark Knight Rises
The Dark Knight Rises
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 4,99

94 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber ein würdiger und emotionaler Abschluss einer überragenden Trilogie!, 28. Juli 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Bevor ich richtig loslege, noch zwei Punkte:

1. Ich oute mich als Chris Nolan-Fan. Für mich ist der Mann der zur Zeit beste Blockbuster-Regisseur überhaupt. Warum?...weil er mit 'Memento' was absolut Einzigartiges kreiert hat,.....weil er mit 'Prestige' den Zuschauer so dermaßen an der Nase herumgeführt hat wie selten...weil er mit 'Inception' ein absolut interessantes und innovatives Thema grandios auf die Leinwand gebannt hat,...und natürlich, weil er es mit der Neuauflage von Batman geschafft hat, Leute zu beeindrucken, die Comic-Verfilmungen bisher gemieden haben, weil sie dachten, diese Filme seien nur unrealistischer und bunter Kinderquatsch.
Nolan macht Filme, die nicht auf die breite Masse oder pubertierende Teenager zugeschnitten sind, um einfach viel Kohle zu scheffeln (das zeigt z.B. seine Entscheidung keinen seiner Filme in 3D zu drehen, was ich besonders bei Dark Knight Rises als echten Segen betrachte!), sondern eher auf den anspruchsvollen Zuschauer. Bei ihm steht immer eine komplexe und fesselnde Geschichte im Mittelpunkt, in die der Zuschauer vollends eintauchen soll. Dass seine Filme trotzdem so extrem erfolgreich sind, freut mich umso mehr, weil es zeigt, dass der heutige Kinogänger zumindest zum Teil noch erkennt, was wirkich gute Filme sind.

2. Um Dark Knight Rises vollständig genießen und auch bewerten zu können, ist es unumgänglich, die Vorgängerfilme Batman Begins und Dark Knight gesehen zu haben (am besten mehrmals). Daher betrachte ich auch alle Rezensionen/Kritiken zu Dark Knight Rises von Leuten, welche nur einen der ersten beiden Teile nicht gesehen haben, als ziemlich überflüssig.

3. Filme sind Kunst und Kunst ist Geschmackssache. Daher ist es immer schwer, Filme sehr objektiv zu beurteilen, gerade weil eben die Subjektivität von jedem immer miteinspielt. Diese Rezension spiegelt meine persönliche Meinung, jedoch so gut es geht trotzdem mit viel Objektivität.

Auf die Story selbst gehe ich nicht viel ein, weil die hier schon zuhauf bekannt ist und zudem auch die Gefahr besteht, dass spannende Details der Handlung erahnt werden könnten und das verdirbt den Spaß am Film ungemein.

The Dark Knight Rises wird in fast allen Kritiken mit seinem grandiosen Vorgänger Dark Knight verglichen (welcher übrigens meiner Meinung nach auch nicht total perfekt war wie eigentlich fast jeder Film).
Eigentlich schade, dass diese Vergleiche so extrem gezogen werden. Ich tue das nicht und zwar aus zwei Gründen:
Erstens ist es noch zu früh, einen direkten Vergleich zu ziehen. Man sollte Filme immer mehrmals gesehen haben, um wirklich endgültig beurteilen zu können, wie gut er im Vergleich zu älteren, sehr bekannten und schon mehrmals gesehenen Filmen ist. Zweitens sage ich einfach: TDKR ist nicht besser oder schlechter als seine beiden Vorgänger, sondern einfach anders. Batman Begins fand ich interessant (weil man realistisch sieht, wie Batman entsteht), Dark Knight fand ich tragisch und sehr spannend (weil ein absolut verrückter und toll gespielter Bösewicht es schafft, einen anfänglichen rechtschaffenen Mann (Dent) auf die Seite des Bösen zu holen und dadurch Chaos total zu verursachen). Dark Knight Rises finde ich in erster Linie emotional sehr bewegend, weil der Film so extrem von einer lupen-sauberen-Comic-Verfilmung abweicht wie noch kein anderer zuvor und die Geschichte um diesen Batman wunderbar zu Ende führt.

Es muss einem unbedingt klar sein, dass man es hier noch mehr als bei Batman Begins oder Dark Knight mit keinem typischen, bunten Comicfilm zu tun hat, bei dem die Helden/Bösewichte die meiste Zeit auf der Leinwand zu sehen sind und dazu vielleicht noch wild herumhüpfen. Dark Knight Rises ist mehr Drama und Thriller als Actionunterhaltungsfilm wie es Avengers ist. Die Charaktäre stehen im Mittelpunkt. Die Geschichte selbst ist es, die erzählt werden und rund zu Ende gebracht werden soll. Daher betrachte ich auch die lange Laufzeit von gut 2,5 Stunden (ohne Abspann gerechnet) als keinesfalls zu lang. Nur so können die Figuren entsprechend ausgebaut werden und der Zuschauer findet zu ihnen bzw. fühlt dann auch mit ihnen wenn es soweit ist.

Die Vergleiche Bane-Joker sollten an sich hinfällig sein. Dass Tom Hardy alias Bane dem verstorbenen Heath Ledger alias Joker schauspielerisch nicht das Wasser reichen kann, war klar. Das liegt zum einen einfach an der Rolle an sich (der Joker bietet mehr Möglichkeiten, sein Talent als Schauspieler zu zeigen) und auch daran, dass Hardy das Pech hat, dass die Maske von Bane seine Mimik extrem einschränkt. Anbei: Die deutsche Synchronstimme von Bane wird nicht jedermann's Ding sein. Sie hat mich zwar nicht total genervt, aber ich fand sie nicht besonders passend für den Charakter.

Interessant war auch, wie sich Anna Hathaway als neue Catwoman schlägt. Hier hatte ich extremste Befürchtungen, welche jedoch unbegründet waren. Ihre Rolle ist alles andere als lächerlich und natürlich auch hier so gut es geht auf Realismus getrimmt. Schade ist, dass die Figur nicht so tiefgründig beleuchtet wird wie andere wichtige Charaktäre. Hier hätte Nolan vielleicht noch mehr Spannung erzeugen können. Andererseits hätte die Gefahr bestanden, dass der Film noch mehr überladen wirkt (denn es tummeln sich eh schon sehr viele Figuren in diesem dritten Teil ' ein bisschen Konzentration muss also sowieso sein!).
Im Vergleich mit Michele Pfeiffer aus Burton's Batman's Rückkehr zieht Hathaway jedoch den Kürzeren. Pfeiffer war sowohl schauspielerisch als auch athletisch der aktuellen Catwoman einfach überlegen.

So gelungen und befriedigend besonders der Schluss von Dark Knight Rises in meinen Augen ist (Fans werden teils Tränen in den Augen haben, grad weil das Ende so geschickt gemacht wurde, dass es einen wirklichen Abschluss bildet, aber trotzdem viel Raum für Spekulationen und Gerede lässt), so schade ist es, dass der Film teils arg unrealistisch ist. Dass man hier einen Hollywood-Blockbuster vor sich hat ist klar (die sprechen eigentlich nie für viel Realismus), aber trotzdem übertreibt Nolan es an einigen wenigen Stellen etwas arg und deutlich mehr als in seinen Vorgängerfilmen. Dies ist umso bedauernswerter, weil es eigentlich in keiner dieser Szenen unbedingt so hätte sein müssen.

In Sachen Actionszenen war Nolan schon immer das Gegenteil von Regisseuren wie Michael Bay. Das hat den Nachteil, dass die breite Masse bei Weitem nicht so beeindruckt wird wie z.B. zuletzt noch bei Marvel's Avengers (bei dem es rumst und kracht an jeder Ecke), aber auch den Vorteil, dass alles möglichst realistisch rüberkommt und daher auch nie der Eindruck entsteht, der Film verdecke handlungstechnische Schwächen mit beeindruckenden Effekten (auch hier nenne ich wieder Avengers als Beispiel).

Was unterscheidet einen sehr guten von einem gutem Film?
Wenn ich es anhand Dark Knight Rises beurteilen würde (den ich als sehr gut bezeichne), dann würde ich sagen: Es ist die Kunst des Regisseurs, den Zuschauer mitleiden zu lassen mit den Figuren der Geschichte. Freude, Trauer, Mitleid...Emotionen eben....und das ist es, was The Dark Knight Rises schafft. Geschuldet ist dies neben wirklich exzellenten Darstellern (ich nenne hier allen voran einfach mal Michael Caine, den ich in seiner Rolle als Alfred einfach liebe) und den richtigen Szenen zur richtigen Zeit auch einem immer passend einsetzenden und gelungenen Score (Hans Zimmer hat auch hier tolle Arbeit geleistet), wie es schon bei den Vorgängern war.

Fazit:
Dark Knight Rises ist sicherlich kein perfekter Film und von Nolan's Filmen sogar bei Weitem nicht der Beste, aber was er sicher ist:
Der Film ist der perfekte Abschluss einer Comic-Verfilmungs-Trilogie, die anders als jede weitere Reihe dieser Art eine unfassbareTiefe, Tragik und Emotion erreicht. Und das will was heissen. Betrachtet man die unfassbar hohen Erwartungen, welche die Leute an den Film gestellt haben, dann muss man einfach sagen, dass Nolan seinen Job gut gemacht hat und uns hoffentlich noch viele weitere tolle Filme beschert.
Trotz der genannten Mängel stampft Dark Knight Rises (vor allelm eben aufgrund seiner Komplexität und Reife) alle anderen Comic- und Action-Blockbuster (Avengers, Spider-Man etc) immer noch recht deutlich in Grund und Boden.

5 Sterne gebe ich nur perfekten, extremen und zeitlosen Meisterwerken, wie z.B. Forrest Gump oder dem dritten Indiana Jones. Aufgrund einiger doch nicht ganz unerheblichen Makel sahnt Dark Knight Rises daher immer noch sehr gute 4 Sterne ab.
Kommentar Kommentare (27) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2012 4:15 AM CET


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