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Rezensionen verfasst von
Deval

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5.0 von 5 Sternen die Silikonhülle sitzt perfekt!, 24. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sowohl die Hülle als auch die Schutzfolien fallen sehr gut aus.
Genau wie es sein sollte, deshalb natürlich 5 Sterne.


Der unsichtbare Feind
Der unsichtbare Feind
von Peter Clement
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Thriller über genmanipulierte Lebensmittel, 20. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Der unsichtbare Feind (Taschenbuch)
Spannender Thriller, in dem über die Gefahren von genmanipulierten Lebensmitteln geschrieben wird. Auch wenn das Werk bisweilen doch recht wissenschaftlich daherkommt und die beiden Hauptcharaktere Dr. Steele und Dr. Sullivan ein ums andere Mal ins dozieren geraten, bleibt die Geschichte dennoch auch für den Laien recht verständlich.

Auf den Punkt gebracht geht die Geschichte darum, dass ein artenübergreifender Virus in einem Labor gezüchtet wird um damit einen terroristischen Anschlag durchzuführen. Der Erreger der Hühnergrippe, für den Menschen in der Regel ungefährlich, wird genetisch so bearbeitet, dass er sich, wenn er in einen menschlichen Körper gelangt (zum Beispiel durch Nahrungsmittel), dort mit einem stinknormalen Grippevirus verbindet und so zu einer tödlichen Gefahr für den Erkrankten wird.

Wie es sich (leider) für einen Thriller gehört, wird gleichzeitig mal wieder eine herzergreifende Liebesgeschichte darin mit eingebaut. Auf der einen Seite sorgen die privaten Probleme von Steele und Sullivan zwar für etwas Abwechslung, nehmen bisweilen aber auch etwas Fahrt aus der Geschichte. Auch der Faktor Zufall wieder stark bemüht und manche Entscheidungen der beiden Helden kann man als Leser nur mit einem Kopfschütteln quittieren. Dennoch ist das Buch recht kurzweilig und beleuchtet einen wissenschaftlichen Aspekt, der in Zukunft wahrscheinlich noch wichtiger wird, als er es momenatan ohnehin schon ist. Auf jeden Fall gewinnt nach so einem Buch der Ausspruch "Lieber eine erregte Unbekannte, als einen unbekannten Erreger", eine völlig neue Bedeutung.
Detlef Vallenton


Der Krieg und die Kröte: Roman
Der Krieg und die Kröte: Roman
von Timothy Findley
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Der Krieg und die Kröte, 2. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg und die Kröte: Roman (Taschenbuch)
Romane über den zweiten Weltkrieg zu finden, stellt heute niemanden mehr vor große Hürden. Anders sieht es jedoch schon bei Romanen über den ersten Weltkrieg aus. Über die All-time-Klassiker Im Westen Nichts Neues und Heeresbericht bin ich dann irgendwann bei Timothy Findleys Werk Der Krieg und die Kröte gelandet. Der Klappentext zumindest (Meisterwerk, existenzielle Erfahrung und kreatürliches Mitleiden), nebst einigen guten Bewertungen, verhießen einiges und weckten Erwartungen. Als umso „enttäuschender“ entpuppte sich dann der vorliegende Roman – der eigentlich gar kein wirklicher Kriegsroman ist, sondern eher schon fast eine Dokumentation über das Leben und Sterben des fiktiven kanadischen Offiziers Robert Ross.

Das mit rund 270 Seiten recht dünne Büchlein aus dem R. Piper und Co Verlag braucht immerhin fast 100 Seiten bevor Ross den französischen Boden, und damit den Kriegsschauplatz, betritt. Bis dahin erfährt man als Leser zwar so einiges über Robert Ross, sein Leben daheim in Kanada, seine Ausbildung, die Überfahrt nach England und seinen dortigen kurzen Zwischenstopp, aber leider nichts über den Krieg. Erst nach 100 Seiten also beginnt das Buch seinem Klappentext wenigstens etwas gerecht zu werden. Wer jedoch auf packende Gefechte oder ähnliches wartet wird enttäuscht werden.

Die Schilderung des Grauens wirkt relativ distanziert. Es liegen zwar überall Leichen, menschliche und tierische (Ross war mehr oder weniger für die Pferde und Mulis seiner Artillerieeinheit zuständig), herum, aber wie es dazu kam (gut, man kann es sich denken) wird nicht geschildert. Ross verliert, während er im Bunker ausharrt, seinen Zug durch einen Granatvolltreffer. Punkt. Auch ein Angriff mit Chlorgas wird relativ spannungsarm geschildert. Man pinkelt ins Taschentuch (da bis auf Ross niemand seiner Soldaten eine Gasmaske bei sich trägt), legt sich dieses über das Gesicht und wartet anschließend über 3 Stunden regungslos bis sich die Schwaden verzogen haben. Dann macht man sich zurück in die Stellung. Das war es dann auch schon mit der angepriesenen existenziellen Erfahrung (siehe Klappentext).

Unterbrochen werden diese Schilderungen immer wieder durch Interviews, die ein fiktiver Reporter mit den Menschen führt, die Robert Ross kennen gelernt haben. Seien es nun die Adelige Lady Juliet d’Orsey oder die Krankenschwester Marian Turner. Auch über Roberts Eltern lässt sich Findley ein ums andere Mal aus. Sei es nun die Trunksucht der Mutter oder die Besorgtheit des Vaters. Summiert man diese Interviews und Rückblicke zu den Anfangs geschilderten Erlebnissen (bis Seite 97), so behandeln vielleicht gerade mal 100 Seiten (von 270) die Kriegerlebnisse (und davon auch noch jede Menge im Lazarett) von Robert Ross. Etwas wenig wie ich finde.

Immer wieder brechen auch die homosexuellen Neigungen des Autors im Buch durch. So hat sein Held Robert Ross Probleme damit mit Frauen intim zu werden. Entweder klappt es gar nicht (wie bei der Prostituierten) oder es artet irgendwie in Gewalttätigkeit aus (wie bei Barbara d’Orcy). Gleichzeitig beobachtet Ross wie einer seiner Vorgesetzten, Captain Taffler, mit einem anderen Mann, genannt der Schwede, intim wird, bevor es Ross dann gegen Ende des Buches selber erwischt und er in einem Bad von mehreren Soldaten vergewaltigt wird. Auch Findleys Anmerkungen, dass es während der Überfahrt nach England zu sexuellen Avancen der Soldaten untereinander kommt, tut sein übriges. Das muss ich in einem Kriegsroman auch nicht unbedingt haben.

Wirklich Mitleid kommt interessanterweise immer erst dann auf, wenn es um die Tiere geht, weniger bei den Menschen. Das Ross ausgerechnet gegen seinen Vorgesetzten rebelliert um ein paar Pferde zu retten, spricht Bände.

Dennoch, auch wenn mich das Buch in Bezug auf die geschilderten Kriegserlebnisse etwas enttäuscht hat, weiß es mich durchaus zu fesseln. Ross ist ein sympathischer und vielfältiger Charakter. Man fiebert mit ihm, egal ob an der Front, zu Hause oder im Lazarett. Die Unmenschlichkeit des Krieges kommt durchaus zum Ausdruck, wenn auch weniger im persönlichen Bereich, sondern vielmehr im allgemeinen. Krieg ist die Hölle, das weiß man aber auch schon bevor man Der Krieg und die Kröte gelesen hat.

Deshalb 3,5 Sterne für dieses Buch.

Detlef Vallenton


Die unsichtbare Flagge
Die unsichtbare Flagge
von Peter Bamm
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Krim nach Ostpreußen und weiter nach Kopenhagen, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die unsichtbare Flagge (Gebundene Ausgabe)
Wer gerne Bücher über den Krieg liest in denen es der Autor mal so richtig krachen läßt, ist mit Die unsichtbare Flagge sicherlich schlecht bedient. Peter Bamm schildert seine Erfahrungen als Wehrmachtsarzt in einem Feldlazarett mehr aus der intellektuellen Sicht. Gänzlich unprätentiös und ohne jede Spur von Effekthascherei erzählt er ruhig und klar seine Geschichte. Bamm hat eine schöne Art Dinge zu erklären die ich aus anderen, ähnlichen Berichten zwar schon mehrmals kennen gelernt habe, die mir hier aber erst so richtig klar geworden sind.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist seine Art mit dem Nationalsozialismus umzugehen dann aber doch. Adolf Hitler wird zum Beispiel nie beim Namen genannt, sondern immer nur als der "primitive Führer" oder "der Primitive" geschildert. Ähnlich verfährt er auch bei den Nazis, die immer nur "die Anderen" genannt werden. Das liest sich oftmals befremdlich, scheint aber Bamms Art zu sein, sich von diesen Menschen zu distanzieren. Seinen Dienst verrichtet Bamm nicht um irgendwelcher Parolen willen, wie zum Beispiel "Lebensraum im Osten schaffen", sondern er versteht sich als Diener der Humanitas. Eines Überbegriffes, der für ihn selber nur die ehrenwertesten und reinsten Seiten des Menschen verinnerlicht.

Als Arzt macht er keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, Soldaten die sich selbstverstümmelt haben werden nicht gemeldet um auf einem Altar namens Kriegsgericht geopfert zu werden. Auch seine Liebe zu Land und Leuten verschweigt er nicht. Seine Erzählung gleitet oftmals in philosophische ab, überall zieht er geschichtliche Vergleiche. Man merkt in jedem Satz den er schreibt seine Bildung und Weltoffenheit. Er ist das, was er in dem vorliegendem Buch oftmals anderen, egal ob Offizier oder Soldat, zugesteht - ein Gentleman.

Auch wenn mir das alles wirklich sehr gut gefällt und sich hervorragend liest, fehlt mir etwas. Es wirkt für mich einfach zu klinisch, zu distanziert. Man lernt niemanden seiner Kameraden, ja, nicht einmal Peter Bamm, aka Dr. Curt Emmrich, wirklich kennen. Die Geschichte bleibt für einen Report über den Krieg (so steht es im Einband) zu sehr an der Oberfläche. Zu oft sitzt Bamm auf dem hohen Ross und doziert, fast schon herablassend über jene, die nicht im Dienste seiner Humanitas stehen. Auch wenn ich eine gewissen Schwarz-Weiß-Malerei nicht verleugnen kann, ist das vorliegende Buch dennoch lesenwert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 21, 2015 8:20 PM MEST


Feuervögel über Tobruk
Feuervögel über Tobruk
von Karl Hans Koizar
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen -Liebesnächte in der Wüste- trifft es wohl besser, 8. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Feuervögel über Tobruk (Gebundene Ausgabe)
Jagdflieger Hauptmann Hallander und Stuka Pilot Oberleutnant Goetzke sind in ein und dieselbe Frau verliebt - der Luftwaffenhelferin Erna Widmann. Beide kommen mit dieser Situation und ihren Gefühlen nicht wirklich klar und prügeln sich vor versammelter Mannschaft. Erschwert wird die Situation noch dadurch, dass Erna selber nicht weiß wen sie denn nun lieber hat. Die Feindschaft der beiden Piloten erreicht ihren Höhepunkt auf dem Rückflug nach einer Bombardierung von Tobruk. Durch einen Flugfehler Goetzkes stürzt die Maschine von Hallander ab und notlandet in der Wüste. Hallander verletzt sich schwer und ist dadurch dem Tode geweiht – wenn nicht Hilfe von außerhalb kommt.

Das Buch zeichnet sich durch eine unglaubliche Seicht- und Belanglosigkeit aus. Zumindest auf den ersten 130 Seiten. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form und aus der Sicht Hauptmann Hallanders. Dieser sinniert fast ausschließlich über Liebe, Frauen und seinem Verhältnis zu Oblt. Goetzke, einem Jugendfreund. Geschrieben ist das Ganze in einer wenig mitreißenden Art und Weise. Auch die Unentschlossenheit von Erna ist einfach nervtötend. Sie kann sich zwischen beiden Männern nicht entscheiden und führt daher beide an der Nase herum.

Erst nach dem Absturz von Hallander wird die Geschichte spannender und vor allen Dingen auch interessanter. Da merkt man zum ersten Mal, dass man einen Kriegsroman liest. Hallander wird natürlich gerettet, von wem sage ich mal nicht (obwohl das relativ klar sein dürfte). Er und sein Retter werden von Briten gefangengenommen und nach Tobruk in ein Lager gebracht. Nach einer Bombardierung des Lagers durch deutsche Maschinen wird die Situation für Hallander brenzlig. Da man ihn nach dem Angriff mit einer Waffe in der Hand gefunden hat, kommt er vor ein Kriegsgericht und wird zum Tode verurteilt.

Wer auf Luftkämpfe oder ähnliches hofft, wird enttäuscht werden. Diese Passagen sind so gut wie gar nicht zu finden, und wenn doch, nur sehr oberflächlich und ausgesprochen kurz geschrieben. Ein Buch aus der Reihe –kann man gelesen haben-, muß man aber nicht.


Die verratenen Söhne
Die verratenen Söhne
von Horbach Michael
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die verratenen Söhne (Taschenbuch)
Eine, aus ehemaligen Schülern eine Fahnenjunkerschule zusammengewürfelte Kampfgruppe, erhält kurz vor Kriegsende den Auftrag eine Brücke über die Leiga zu besetzen. Man hofft, dass es einer deutsche Panzerbrigade noch rechtzeitig gelingt sich vom Feind zu lösen und sich über die Brücke zu einer neuen Auffangstellung zurückzuziehen. Die Brücke kann zwar unter großen Verlusten gehalten werden, aber als die Brigade nicht kommt, wird sie zur Sprengung vorbereitet.

Leider konnte mich das vorliegenden Buch nicht wirklich überzeugen. Zu abgehackt und, mehr oder weniger, zusammenhangslos kommt die Geschichte dadurch rüber. Der Lesefluss wird durch unzählige Rückblendungen und den möglichen (fiktiven) Vorausschauen auf das Leben der Protagonisten nach dem Krieg unterbrochen. Auch mit den Protagonisten selber bin ich nie richtig warm geworden. In der Mehrzahl zu unsympathisch und uninteressant wurden sie dargestellt. Das Schicksal der Gruppe ließ mich kalt, den Gefallenen konnte man nicht wirklich nachtrauern.

Die vorherrschenden Gefühle in der Geschichte sind Hoffnungslosigkeit und Resignation. Selbst die fiktiven Vorausschauen in die Zukunft auf das Leben, so wie es sein könnte, von z. B. General Ravensburg, Lt. Stadelhofer oder Fahnenjunker Richards sind einfach nur trübe und trist. Fast möchte man meinen wie gut es ist, dass sie es nicht erleben werden. Aber da stellt sich mir dann die Frage, warum Horbach diese Fiktionen überhaupt geschildert hat. Sie passen nicht wirklich zur eigentlichen Geschichte und sind in meinen Augen daher eher kontraproduktiv. Frei nach dem Motto - Bei uns wird jeder gleich mies behandelt -, kann sich selbst der einzige wirkliche Sympathieträger, Feldwebel Arnd, nicht wirklich über sein Überleben freuen. Auch ihm bereitet Horbach eine schreckliche Zukunft. Und irgendwie passt zumindestens diese in die Grundhaltung des Buches: Hoffnungslosigkeit.
© Detlef Vallenton


Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 2)
Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 2)
von Chris Carter
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Spannend und brutal, 9. Januar 2014
Zum Inhalt will ich gar nichts mehr schreiben, das haben andere Rezensenten schon ausführlich vor mir getan. Und wer es offiziell haben möchte, kann sich auch den Klappentext auf dem Cover durchlesen. Lediglich ein paar Eindrücke nach Beendigung des Buches möchte ich wiedergeben.

Positiv:
- Spannend und wirklich flüssig zu lesen.
- Sympathische Charaktere mit gutem Hintergrund

Negativ:
- Der komplette Erzählstrang um Monica/Mollie war quasi bedeutungslos, da sie nichts wirklich konkretes zum eigentlichen Fall beitragen konnte.
- Das Ende war zu dick aufgetragen. Mal eben so beide Serienmörderfälle quasi im Minutentakt aufgelöst.
- Die Nebenfigur der nervigen Reporterin, anfangs noch allgegenwärtig, war ebenfalls für die Katz. Selbst ihr Schicksal ist Chris Carter nur eine Randbemerkung wert.
- Es war weder ein besonders kniffliger, noch ein komplizierter Fall.

Während des lesens habe ich mich öfters gefragt, ob die Art der Brutalität wirklich sein muss. Geht wirklich alles nur noch nach dem Motto - schneller, höher, weiter, brutaler, abartiger? Wie kommt man als Autor darauf, sich solche Foltermethoden auszudenken? Wie muss man da ticken oder gestrickt sein?

Und vor allen Dingen habe ich mich selbst gefragt, warum mich das alles auch noch irgendwie fasziniert hat. Was sagt das über mich aus? Nietzsche hat es auf den Punkt gebracht: "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein."

Auch nach Beendigung des Buches hat mich das Schicksal der Ermordeten, gerade das von Amanda, noch sehr beschäftigt und aufgewühlt. Ich würde fast sagen, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn man so etwas abartiges, auch als Leser, nicht einfach abhakt und ohne weiter darüber Nachzudenken zum Alltag übergeht. So abgestumpft bin ich dann doch noch nicht. Auch das ich für den Täter, nachdem er Hunter seine und Kates Lebensgeschichte erzählt hat, noch so etwas wie Verständnis und Sympathie aufbringen konnte, hat mich nachdenklich gestimmt - und ich denke mal, ich war nicht der einzige Leser dem das so ergangen ist. Ich glaube, dass ich um solche Fälle mit solch perversen Morden in Zukunft einen Bogen machen werde. Das muss ich mir nicht antun.


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5.0 von 5 Sternen Prima Teil, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Passt perfekt, was soll man sonst noch großartig dazu schreiben?

Vielleicht noch das:
Die Silikonhülle ist an den Seiten geriffelt, dadurch liegt das Teil optimal in der Hand und verrutscht während des haltens (oder herumwurschtelns) nicht. Ist auf den Bildern gut zu erkennen. Das war mir jedoch neu, an meiner Hülle (das CoolGadget war für meine Tochter) habe ich so etwas nicht. Beim Kauf einer neuen, würde ich darauf aber jetzt wert legen.
Die dabeiliegende Schutzfolie passt ebenfalls perfekt. Sie ist dünn genug um optimal auf die Berührungen zu reagieren.

Alles in allem eine "runde Sache".
Deval


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich kanns empfehlen, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vermutlich geht es vielen Leuten wie mir, die sich die Frage stellen, ob man sich lieber die Originalpatronen kaufen sollte oder doch lieber die Kompatiblen.

Der Preis für die Originalen vom Hersteller, für unseren Epson 205 XP, war schon nicht von schlechten Eltern. Bei dem Gedanken die nun regelmäßig zu kaufen, wenn die alten Patronen leer sind, mußte ich tief durchatmen. Also habe ich mich nach kompatiblen Druckerpatronen umgeschaut. Hier fielen mir natürlich die vielen negativen Bewertungen auf wie etwa: "wurden vom Drucker nicht erkannt" oder "ein total schlechtes Schriftbild".

Der Kauf von kompatiblen Patronen scheint also ein Glücksspiel zu sein. Dennoch, bevor ich fast 45 Euro für die Originalen ausgebe, wollte ich zumindest vorher mein Glück bei den Kompatiblen suchen.

Der Preis sollte im Mittelfeld liegen, denn was habe ich von über 20 Patronen in einem Pack, wenn die von meinem Drucker nicht erkannt werden? Also habe ich mich für dieses Angebot entschieden. Mit momentan 10,95 Euro gesamt war es mir einen Versuch wert. Wenn es nicht klappen sollte und ich mir dann doch die Originalen kaufen muss, kommt es auf diese rund 11 Euro auch nicht mehr an.

Mit den vorliegenden Patronen bin ich zufrieden. Der Drucker (Epson 205 XP) hat sie ohne große Probleme erkannt. Das Schriftbild, farbig und/oder schwarz, ist einwandfrei. Lediglich die Füllmenge der einzelnen Patronen wird nicht mehr angezeigt, was mir persönlich aber relativ egal ist. Wenn die Dinger leer sind, dann sind sie halt leer, ob ich das vorher weiß oder nicht. Ersatz zu besorgen dauert ja nicht lange.

Für mich hat sich der Kauf gelohnt und ich kann das Produkt empfehlen.
Deval


Der Bund der Alchemisten 2: Die Luftschiffe des Zaren
Der Bund der Alchemisten 2: Die Luftschiffe des Zaren
von Greg Keyes
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Die Luftschiffe des Zaren, 24. September 2013
2 Jahre sind nach dem Sternenfall, der Zerstörung von London, vergangen. Große Teile Europas sind dabei verwüstet und unbewohnbar geworden, das Klima hat sich maßgeblich verändert. Durch die Explosion sind immense Massen von Dreck, Erde und Rauch in die Atmosphäre geschleudert worden. Die Sonne hat sich verdunkelt, die Temperaturen sind stark gefallen.

Auch für die britischen und französischen Kolonien in Nordamerika ist das nicht ohne Folgen geblieben. Der Kontakt mit dem europäischen Festland ist abgebrochen, der Nachschub an Siedlern und Lebensmitteln bleibt aus. In aller Schnelle wird daher eine Konferenz der britischen und französischen Gouverneure, mitsamt einem indianischen Vertreter, ins Leben gerufen. Man entschließt sich, eine Expedition von acht Schiffen, unter der Führung von Edward Teach, de Bienville, Cotton Mather und Red Shoes, auszusenden um die Lage zu klären.

In Europa haben sich derweil Sir Isaac Newton, Benjamin Franklin und Robert Nairne nach Prag, zum Hof von Kaiser Karl VI., durchgeschlagen. Dort sollen sie bei der Verteidigung der Stadt, gegen die anrückenden Soldaten des russischen Reiches unter Zar Peter, mitwirken. In der Stadt treffen sie auf den Schweden Peter Frisk, im Dienste König Gustavs, der sich ihnen, nicht ohne Hintergedanken, anschließt. Franklin bekommt von Newton den Auftrag, von einem jüdischen Rabbi das Buch Sefer ha-Razim zu besorgen. Franklin erhofft sich dadurch, den Äther besser zu verstehen. Als Newton nicht so mit Kaiser Karl kooperiert wie dieser es sich wünscht, will Karl Benjamin Franklin töten und Newton so unter Druck setzen. Der Anschlag misslingt und Newton, Franklin, Nairne und das Mädchen Lenka fliehen aus Prag. Kurze Zeit später wird der Schutzschild der Stadt außer Kraft gesetzt und Prag von russischen Truppen überrannt.

Adrienne, ihr neugeborenes Kind und Crecy haben ebenfalls den Sternenfall überlebt und befinden sich auf der Flucht quer durch Frankreich. Durch Zufall geraten die drei in die Obhut des 14 jährigen Herzogs von Lothringen, Franz Stephan, und seinem Heerführer Hercule D’Argenson. Diese verkörpern die Reste des zivilisierten Frankreichs, müssen sich aber ebenfalls vor den angreifenden Truppen des russischen Reiches aus Lothringen zurückziehen. Das Schicksal will es, dass sie unterwegs in die Hände von Zar Peter fallen. Dieser macht Adrienne, Crecy und D’Argenson ein Angebot, das sie nicht ausschlagen können. So schließen sich die drei Zar Peter an, der sich, nach der Eroberung Prags auf den Weg macht, die noch letzte freie Stadt Europas, Venedig, anzugreifen.

In Venedig erfüllt sich das Schicksal aller Protagonisten. Hier treffen Zar Peter, Adrienne und ihre Gruppe, auf Sir Newton, Benjamin Franklin, Peter Frisk aka König Gustav und auf die amerikanische Expeditionsflotte unter Teach, de Bienville, Matter und Red Shoes, die sich nach Venedig durchgeschlagen hat. Die Protagonisten kämpfen auf unterschiedlichen Seiten und geben sich kein Pardon.

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War der erste Teil der Reihe noch relativ ruhig, überschlagen sich nun die Ereignisse. Es geht wesentlich kriegerischer zu, alle Protagonisten müssen sich gegen irgendwen zur Wehr setzen und befinden sich ständig auf der Flucht. Als ob der Untergang der zivilisierten westlichen Welt nicht schon ausreichen würde, mobilisiert die östliche Hemisphäre ihre Truppen und macht das Chaos noch perfekt. Russland drängt nach Frankreich und Holland, die türkischen Truppen haben Österreich und Wien besetzt.

Auch der schon angeführte wissenschaftliche Aspekt tritt, zugunsten religiöser und mythischer Begebenheiten, immer mehr in den Hintergrund. Die Wesen des Äthers werden zunehmend als Engel oder Dämonen wahrgenommen Die Frage nach Gott und seiner Schöpfung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele der gekrönten Häupter Europas unterliegen den Einflüsterungen dieser Wesen, auch Malakim genannt. Das ist ja noch alles irgendwie nachvollziehbar, abstrus wird es erst, wenn Red Shoes seine indianischen Visionen bekommt und Schattenkinder aussendet um das „Lange Schwarze Wesen“ zu bekämpfen. Spätestens hier wird man als Leser daran erinnert, dass Greg Keyes bereits als Kind die Sprache und Kultur der Navajo Indianer kennengelernt und in sich aufgenommen hat. Seine Faszination für Mythen und Rituale der amerikanischen Ureinwohner ist bekannt und wird in diesem Buch dann auch konsequent ausgelebt. Für mich ist das zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber durch interessant.

Wie auch im ersten Buch, lernt man wieder einige historische Persönlichkeiten der damaligen Zeit kennen - Cotton Mather, Franz Stephan von Lothringen, Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville oder Kaiser Karl VI. Die Verknüpfung realer Personen mit fiktiven Ereignissen ist Keyes mal wieder außerordentlich gut gelungen.

Der phantastische Aspekt der Geschichte hält sich diesmal jedoch sehr zurück und ist eher hintergründig zu finden. Man hat eher das Gefühl, einen historischen Roman zu lesen - der bestenfalls in einer Parallelwelt spielt. Auf die Erfindungen an sich, wie etwa den Schutzschirm um Prag oder die Ägis, ein unsichtbar machendes Gerät, wird nicht mehr eingegangen. Man hat es irgendwann entwickelt und nun kommt es zum Einsatz. Die Engel und Dämonen des Äthers sind für mich eher Geschöpfe der Religion, als das sie phantastische Elemente darstellen – obwohl für manche Leser das vermutlich ein und dasselbe ist.

Die Geschichte ist vielleicht nicht der klassische Pageturner, aber dennoch möchte man immer wissen wie es weitergeht. Ein Stilmittel dazu sind die vielen Cliffhanger die Keyes verwendet. Immer dann wenn es spannend wird, wechselt die Erzählebene. So hält die Keyes den Leser bei Laune und bringt die Geschichte voran. Durch mehrere Erzählebenen wirkt das ganze zudem abwechslungsreich und vielschichtig. Keyes entpuppt sich für mich als ein guter Erzähler, der seinen Leser zu fesseln weiß. Seine Protagonisten sind weder gut noch böse. Sie weisen beide Eigenschaften auf und handeln so, wie ihr Gewissen es ihnen gebietet. Das macht sie menschlich und nicht zu irgendwelchen Stereotypen, die schablonenhaft durch die Handlung stolpern. Klare Leseempfehlung.
© Detlef Vallenton


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