Profil für Knorpel Weise > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Knorpel Weise
Top-Rezensenten Rang: 464
Hilfreiche Bewertungen: 984

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Knorpel Weise (Berlin)
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
BlackBerry Buch Lederhülle für Passport Smartphone schwarz
BlackBerry Buch Lederhülle für Passport Smartphone schwarz
Preis: EUR 17,71

1.0 von 5 Sternen Etikettenschwindel zu unerhörtem Preis, 23. Februar 2015
Ich habe diese Hülle für knapp 30 Euronen gekauft und dachte eigentlich, damit könne ich nichts falsch machen, zumal es sich um Originalzubehör handelt. Allerdings ist hier fast alles falsch.

Es beginnt mit der Benennung der Hülle als "Lederhülle". Man braucht diese Hülle nur mal anzufassen, um sofort zu wissen, das ist bloß Lederimitatstyle. Von Leder nicht mal eine Spur!

Die Hülle selbst wird am Gerät befestigt, indem man eine Folie abzieht und das Passport praktisch drauf"klebt". Angeblich könne man es rückstandsfrei entfernen. Das wird man auch müssen, denn niemand ist in der Lage, das Passport gleich beim ersten Versuch genau passend ausgerichtet auf die Fläche zu kleben. Solche Kleberei ist für mich eigentlich von vornherein schon ein Unsinn, weil man auf diese Weise nicht mehr an seine SIM- und die Speicherkarte kommt.

Hat man das Blackberry nach einigen Versuchen richtig angeklebt, sieht man, daß sich die Ecken schon teilweise von der widerspenstigen Hülle lösen. Mal sehen, wie lange das hält!

Das Gerät ragt an drei Seiten aus der Hülle heraus, so daß es weder gegen Kratzer, noch gegen Stürze geschützt ist. Dadurch, daß die Hülle praktisch immer offensteht, weil sie keinen Verschluß hat, kann das teure Smartphone unter Umständen auch direkt aufs Display fallen.

Vorteil dieser Bauweise ist, daß zumindest alle Mikrofonlöcher, Tasten und Anschlüsse problemlos zugänglich sind; auch die Aussparung für die Kamera ist ausreichend. In der Vorderklappe befindet sich eine kleine Linse, durch die man die Benachrichtigungs-LED blinken sehen könnte - wenn die Hülle mal geschlossen bliebe! Bleibt sie aber nicht, wenn man das Phone mit dem Rücken auf den Tisch legt. Man muß es immer umgedreht ablegen, was wiederum die LED-Linse überflüssig macht.

Ein in die Klappe eingebauter Magnet soll dafür sorgen, daß das Display abgeschaltet wird, sobald man die Klappe schließt, und das Smartphone aufgeweckt wird, wenn man sie öffnet. Das alles funktioniert aber nur, wenn man das Blackberry in der Tasche trägt, wo die Hülle "zugedrückt" wird.
Legt man es auf den Tisch, klappt die Hülle auf, und das Gerät ist sofort wach.

Hält man das Blackberry in der Hand und klappt den Deckel nach hinten, um ungestört mit beiden Händen schreiben zu können, sorgt die Widerspenstigkeit dieser Klappe, die nun wieder in ihre Ausgangsposition zurückschwingen möchte, dafür, daß das Gerät unsicher in der Hand liegt und dadurch auch noch erhöhte Sturzgefahr besteht! Dies in Kombination mit dem ohnedies schlechten Schutz durch diese Hülle ist der "Super-GAU"!

Insgesamt gesehen, ist diese Hülle also vollkommen unbrauchbar, gefährdet das Blackberry mehr, als daß sie es schützt, und überdies lügt der Anbieter, wenn er als Material Leder angibt.

Auf keinen Fall kaufen!


Reer 98010 SoftTemp 3 in 1 kontaktloses Infrarot- Thermometer
Reer 98010 SoftTemp 3 in 1 kontaktloses Infrarot- Thermometer
Wird angeboten von babyzeug - Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 39,99

4.0 von 5 Sternen Tolles Ding zum saftigen Preis, 22. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zunächst war ich etwas skeptisch und dann begeistert. Man bekommt ein ansprechend geformtes und gut aussehendes Gerät von der Größe eines Faustkeils oder Telefonhörers, das an der Innenseite drei und außen eine Taste hat. Innen bzw. an der Unterseite befindet sich auch ein kleines beleuchtetes LCD in Grün zur augenfreundlichen Anzeige der gemessenen Temperatur und der Betriebsmodi.

Man kann mit diesem Gerät grundsätzlich zweierlei messen: Die Temperatur von lebenden Körpern und die der Umgebung oder von Gegenständen. Dafür gibt es zwei mithilfe einer großen und sehr gut fühlbaren Taste sehr einfach wechselbare Betriebsmodi.

Mit zwei weiteren Tasten kann man die Meßergebnisse speichern oder die Signaltöne abstellen. Mit derselben Taste, mit der man speichert, lassen sich auch die bis zu 20 gespeicherten Meßergebnisse abrufen. Es wird dabei mit angezeigt, ob es sich um eine Körper- oder eine Umgebungsmessung handelt.

Um eine Temperatur zu messen, hält man das Teil einfach in die Luft oder zeigt mit ihm auf Gegenstände wie Teetassen oder Körperteile. Vorher sollte man dem Gerät Gelegenheit geben, sich auf die Raumtemperatur einzustellen.

Die Bedienungsanleitung empfiehlt die Messung an der Schläfe. Es wird dabei keine Angabe gemacht, wie dicht man an sein Untersuchungsobjekt herangehen muß. Man braucht es nicht zu berühren, aber man kann auch mit der Vorderseite aufsetzen. Die höchsten Temperaturen habe ich bei mir gemessen, wenn ich den Mund geöffnet und mit dem Thermometer hineingezeigt habe. Es dauert ca. eine Sekunde, bis das Meßergebnis da ist.

Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und sind auch deutlich zu hören. Eine große farbige LED an der Oberseite bewertet zudem bei der Körpertemperaturmessung die Ergebnisse: Leuchtet sie grün, ist alles in Ordnung, bei erhöhter Temperatur leuchtet sie orange, und wenn sie rot leuchtet, hat man Fieber.

Ich konnte mit diesem Gerät auch die Körpertemperaturen meiner Hunde bestimmen, indem ich mit der Vorderseite auf die relativ unbehaarte Bauchseite der Tiere zeigte.

Mitgeliefert werden eine Bedienungsanleitung sowie die beiden zur Inbetriebnahme notwendigen Batterien in AAA-Größe.


Pro Plan Dog Hundefutter Adult Duo Delice reich an Rind und Reis 2,5 kg, 1er Pack (1 x 2.5 kg)
Pro Plan Dog Hundefutter Adult Duo Delice reich an Rind und Reis 2,5 kg, 1er Pack (1 x 2.5 kg)
Preis: EUR 18,82

3.0 von 5 Sternen Rind und Reis überteuert, 22. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wenn man für seinen Hund Trockenfutter besorgt, kann es dafür zwei ausschlaggebende Gründe geben: Man ist nicht in der Lage, Büchsennahrung oder Frischfutter in ausreichender Menge für jeden Tag herbeizuschleppen, oder man will Kosten sparen.
Beide Gründe sprechen nicht für dieses Produkt. Ein Hund, der ca. 400g Trockenfutter am Tag frißt, lebt aus dieser Tüte ca. eine Woche.
Für den gleichen Preis bekomme ich mehr als 20 große Büchsen Naßfutter, kann den Hund also drei Wochen versorgen.
Für dasselbe Geld, daß ich für vier Tüten des hier vorgestellten Futters, also eine Monatsration für deb Hund, ausgebe, bekomme ich beim Barf-Laden die Monatsverpflegung für fast zwei Hunde. Ich könnte auch rucksackweise frisches Rindfleisch und Reis kaufen und dann von dem Restgeld noch jemanden bezahlen, der es mir so zusammenkocht, daß ich es einfrieren und dann portionsweise dem Hund vorsetzen kann.
Es spricht also zunächst mal nichts dafür, dieses Futter anzuschaffen. Hat man es einmal, machen sich die Hunde mit großem Appetit darüber her und zeigen auch keine Veränderungen im Betragen oder der Kotfarbe.


Sing
Sing
Preis: EUR 12,99

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielfreude und Bescheidenheit: Waders beste Platte in über 20 Jahren, 6. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sing (Audio CD)
Nachdem ich die 70.-Geburtstags-Platte "Nah dran" vor allem wegen des elend langweiligen und pseudowitzigen Titelsongs und noch einiger anderer gequält wirkender Lieder eher unhörbar fand, war ich gespannt, was jetzt noch kommen kann. Das Coverbild von "Sing" sieht ansprechend aus, der Titel wirkt bescheiden. Es hätte mich nicht gewundert, wenn jetzt eine weitere Sammlung von Volksliedern oder eine von Coversongs erschienen wäre.

Aber nein, es sind alles Waders Lieder, und gleich beim ersten Hören war ich begeistert, was mir mit Wader seit vielen, vielen Jahren nicht mehr so gegangen war: Wader schreibt wieder Liedtexte! In den letzten Jahren hatte er vorrangig Prosatexte in Strophenform zu singen versucht, und das hatte nicht gut geklungen, da sich Melodien kaum entfalten, Rhythmen nicht entstehen konnten.

Auf "Sing" sind die Musik und der Gesang so schön, daß man anfangs die Texte gar nicht mitbekommt! Wie seit vielen Jahren gewohnt, perlen meisterhaft von Wader gespielte Folkgitarren ans Ohr. Der Gesang ist erstmals seit vielen Jahren wieder rhythmusbewußt, man hört wieder Melodien. Was viele der Songs so eingängig macht, scheint zu sein, daß sie etwas countryesk arrangiert sind, auch wenn Wader wie in "Wo ich herkomme" in ganz alter und auch von ihm selbst oft genutzter Talking-Blues-Tradition eher spricht als singt. Aber rhythmisch spricht, das macht hier den Unterschied.

Besonders erwähnenswert ist die Arbeit von Schlagzeuger Eddie Fillip, der wirklich unglaublich tight auf den meisten Tracks spielt und die ganze Band zum Grooven bringt. Wader und Grooven! Wann gab es das mal? Es fällt auf, daß die Arrangements der Lieder spannend aufgebaut sind, so daß es umgekehrt nie langweilig wird und die Musiker offenbar über die ganze Platte eine ungeheure Spielfreude entwickeln. Diese Freude springt auch auf Hannes Wader über, der hier gleich viel jünger klingt als noch vor ein paar Jahren - dabei ist er 72! Natürlich ist das nicht die Stimme eines jungen Mannes. Man hört es manchmal kratzen, und einige Einsätze klingen etwas hart. Aber die Stimme klingt auch jetzt noch viel wärmer und voller als die der ersten 20 Wader-Gesangsjahre, Wader trifft alle Töne und kann sie vor allem halten. Offenbar zahlt sich spätestens jetzt der Gesangsunterricht aus, den er sich vor langer Zeit geleistet hat.

Zu den herrlichen Gitarren und dem fetzigen Schlagzeug kommen auf dieser Platte noch schöne unkitschige Streicherarrangements, einzelne Fideln und teilweise sogar ein Background-Frauenchor, der dann im letzten Lied teilweise so lustige Sachen zu singen hat wie: "Jetzt erst reeecht".

In "Folksingers Rest" stimmt Wader mitten im Lied einen alten Folksong an, der richtig gut abgeht und an die schönen Zeiten des Shanties- Gesanges erinnert.
Als beim nächsten Lied "Morgens am Strand" völlig unerwartet ein sauber gespielter lateinamerikanischer Rhythmus losging, dachte ich gleich: "Oh je, macht Wader jetzt auf alter Moustaki?" (Georges Moustaki hatte vor allem im späteren Jahren gerne mal mit schwacher Stimme über diese Art Rhythmen gesungen, diese Aufnahmen gehören zum Langweiligsten, was er aufgenommen hat). Aber bei Wader geht das Konzept auf, es groovt, die Spielfreude der Musiker steckt an, und über all der Fröhlichkeit singt Hannes Wader genüßlich einen seiner makabersten Texte.

In "Sing", dem vielleicht fröhlichsten Song Waders überhaupt, einer lustigen Schlager-Polka, singt er, vor Freude überprudelnd: "Ich kenne das, bin selbst so eine trübe Tasse wie du, hab oft depressive Schübe" und klingt auf einmal wie ein grinsender Roger Whittaker ohne Akzent.

Überhaupt muß ich die Texte noch einmal lobend erwähnen. Nicht nur, daß sie offenbar viel besser singbar sind als andere Texte der letzten Jahre. Sie verzichten auch auf peinlich vordergründig politische oder altmännerhaft weinerliche Ansätze. Wader textet, was er am besten kann: Berührende, bewegende, überraschende Wendungen nehmende oft bestürzende Geschichten (die gern in lange vergangenen Zeiten spielen) in ellenlangen verschachtelten Sätzen mit starker Bildlichkeit und oft genug hervorblitzendem Waderschem Humor und in bekannter und geliebter Waderscher Geschwätzigkeit. Apropos Geschwätzigkeit: Ich finde es sehr schön, daß Wader diesmal auf ausführliche selbstverliebt wirkende Kommentare zu allen Liedern verzichtet, die seit über 15 Jahren die Booklets der CDs füllten. Das paßt zu dem bescheidenen Eindruck, den schon das Cover macht.

Es ist nicht alles fröhlich und lustig auf dieser Platte, aber die Musik macht Lust, sich mit den teilweise tiefgehenden und aufwühlenden Texten zu beschäftigen.
Ein Album, das mir (und hoffentlich vielen anderen) noch viel Spaß machen wird.
Zuletzt so begeistert von einer Hannes Wader-Platte war ich übrigens 1991 bei "Nie mehr zurück".


Shadows in the Night
Shadows in the Night
Preis: EUR 11,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ergreifend fragil, melancholisch und wund, 2. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadows in the Night (Audio CD)
Vielleicht bin ich nicht gerade berufen, diese Platte zu kritisieren, denn als halbwegs jungem Hörer sind mir von den hier dargebotenen Liedern nur die Hälfte bereits bekannt. Aber keines von ihnen in einer Version von Frank Sinatra! Ich kenne und schätze Sinatra, aber ergriffen war ich von seinen Interpretationen bisher nie. Wahrscheinlich ist dies nicht die schlechteste Voraussetzung, um sich mit dieser Scheibe anzufreunden, auch wenn es für Dylan offenkundig eine Herzensangelegenheit ist, zum 100. Geburtstag Sinatras diese Hommage vorzulegen.

Von Bob Dylan hingegen kenne ich nicht nur alles, was der Mann im Laufe der Jahre veröffentlicht hat, sondern habe ihn auch oft im Konzert erlebt und Hunderte von Konzertmitschnitten gehört, und das seit mehr als 20 Jahren. Obwohl ich weiß, daß Dylan auch seine Fans immer wieder mit Hör-Herausforderungen konfrontiert, sie überrascht, plötzlich eine andere Richtung einschlägt als die, in die man gerade guckt, habe ich doch bestimmte Erwartungen an ein neues Dylan-Album oder auch einen Live-Auftritt von ihm, die bisher zumindest teilweise immer erfüllt wurden. Dieses Album bricht mit allen Erwartungen. Mit allen.

Es ist ja überliefert, daß Bob Dylan schon seit Menschengedenken mal ein Album mit großem Orchester aufnehmen wollte. 1994 hat er in Japan live demonstriert, wie das dann ungefähr klingt. Originell ist diese Idee heutzutage nicht mehr, Kollegen haben inzwischen mehr oder weniger unhörbare Aufnahmen mit großem Orchester vorgelegt. Als das einzige wirklich gelungene Experiment dieser Art sehe ich Joni Mitchells "Travelogue" an.

Nun also die Lieder, die der ganzen Welt in Orchesterversionen bekannt sind, mit kleiner Tourband. Auch das ist nicht so originell, wie Dylan glauben machen will. Seit Jahrzehnten spielen kleine Bands diese Songs in den Clubs und kann man sich Jazz-Versionen dieser Lieder auf Tonträgern anhören. Aber Dylan hat weder eine Jazz-Band, noch ist er Jazz-Sänger, auch wenn seine unerschöpfliche Kreativität sich oft jahrelang ausschließlich darin ausdrückt, daß er im Konzert die Lieder jeden Abend völlig anders singt - anders phrasiert und mit anderen Melodien. Am nächsten ist ihm wohl zur Zeit Willie Nelson, der unter anderem das auch hier vorgetragene Lied "What'll I Do" erst im letzten Jahr sehr, sehr reduziert nur zur Gitarre und zum Piano singend dargeboten hatte.

Bekannt ist auch, daß Dylan beim Covern von Songs oft eine berührende Ehrfurcht walten läßt, die ihm fremde Songs gerade nicht so zu verfremden gestattet, wie er es mit seinen eigenen Liedern tut. Betrachtet man einen Song bildlich als einen Berg, den es zu bezwingen gilt, so zieht Dylan es vor, seine eigenen Songs kurz und klein zu hacken und sich dann durch die Bruchstücke zu schlängeln. Fremde Songs behandelt er wie jeder andere als Berge und besteigt sie mühevoll und setzt sich dabei mit ihnen auseinander.

Hier auf dieser Platte tut Dylan zwar viel Unerwartetes, aber doch immer noch das, was er schon immer getan hat: Er nimmt die Songs, die er liebt, und klettert auf ihnen herum. Das klingt nicht immer besonders schön, egal welche Schönheitsideale man zum Vergleich heranzieht.

Gesangstechnisch kommt Dylan an keinen ausgebildeten oder besonders erfahrenen Sänger heran. Er trifft neben die Töne, kann die Töne nicht halten (versucht es aber hier leider zu oft), bricht Töne ab, knarzt, krächzt und näselt. Unter dem Gesichtspunkt der technischen Reinheit des Gesanges ist diese Platte unhörbar. Aber das waren alle anderen Dylan-Platten vorher auch schon.

Erwartet man aber gewohnten Dylan-Gesang, wird man ebenfalls enttäuscht. In den letzten 25 Jahren hat sich Bob mit seiner Stimme vorwiegend in den unteren Oktaven herumgetrieben, sehr textbewußt und groovig phrasiert und vor allem mit viel, viel Power sich ausgesungen. In den letzten Jahren entstand daraus vor allem live ein schwer erträgliches deklamatorisches Gebell, das nicht geeignet war, in irgendeiner Weise im Gedächtnis als Melodie haften zu bleiben.

Hier auf dieser CD betätigt sich Bob Dylan als Crooner. Das heißt: Man hat ihn seit Jahrzehnten nicht so weich singen gehört, so sanft, so schön, so vieltönig und genau und so metrisch. Denn auch wenn es vielen Hörern als Gejaule erscheint, was Dylan hier abliefert, ist es doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit rührend schön. Der kurzatmige Kris Kristofferson hätte das nicht so hinbekommen. Auch nicht der späte Cash. Wer "Life Is Hard" vom Together Through Life-Album mochte, hat gute Chancen, auch hiermit zurechtzukommen. Mich nervt ein bißchen die Fixierung am Metrum, die Schwere der Eins, die mich auch schon am Weihnachtsalbum störten, und das Zuviel an Pathos, das manchmal doch reingerutscht ist. Groove ist jedenfalls was Anderes.

Seine Stärke als vielfarbiger Stimmenkünstler spielt Dylan hier exzessiv aus. Soll heißen: Wunderte man sich bisher jährlich, daß Dylans Stimme eine andere (Klang-) Farbe hatte als im Jahr zuvor, schillern auf dieser CD die einzelnen Lieder in den unterschiedlichsten Farben. Damit ist eine Art der Klangfärbung gemeint, die Dylan schon immer perfekt beherrschte, obwohl er sie wahrscheinlich auch bloß intuitiv anwendet. Aber gerade dies macht - neben seiner eigenen Art zu phrasieren - die Größe seiner Interpretationen auch hier aus, die intensive Emotionalität, mit der er alles vorträgt (wenn er einen guten Tag hat, aber den hatte er bei diesen Aufnahmen im Studio garantiert).

Alles Andere ist da bloß noch Beiwerk: Die Tourband spielt sehr, sehr reduzierte, durchgehend langsame Arrangements, die ausschließlich den Zweck haben, der Stimme als Grundierung zu dienen. Entsprechend bescheiden wurden sie auch zusammengemixt. Die Akustikgitarre hört man fast gar nicht - das Schlagzeug noch seltener. Klangdominierend ist bei allen Songs die Steel Guitar (ein Freund schrieb mir, man höre sie bis Hawai!), die dem ganzen Klang auf diese Weise etwas gemütlich Fließendes, Warmes gibt. Zuweilen sind ein paar Bläser zu hören, aber auch die nimmt man nur wahr, wenn man ganz genau hinhört.

Die Band bleibt im Mix recht leise (ich hätte mir eine präsentere Rhythmusgruppe gewünscht und denke sie mir beim Hören manchmal dazu), dafür steht Bob Dylans Stimme laut und erschütternd nackt im Raum, mit all ihren Schönheiten, Schwächen und Wunden. Und ihrer Verletzlichkeit. Man hört ihn atmen und schniefen, so nah wird er durch diesen Mix herangeholt.

Verletzlichkeit und Wundheit scheinen mir den Gesamteindruck dieser Platte am besten zu beschreiben. Läßt man sich darauf ein, hier einen sehr melancholischen, verwundeten und noch mehr verletzlichen Gesang vor einer haltlos und rettungslos weich dahinfließenden Band zu hören, kann man sehr viel Schönes genießen.

Man muß sich nur schon beim ersten Song "I'm A Fool To Want You" von sämtlichen Erwartungen frei machen. Billie Holiday (die übrigens ebenfalls in diesem Jahr 100 geworden wäre - die entsprechende Würdigungsplatte "Coming Forth By Day" hat Cassandra Wilson bereits in die Startlöcher geschickt) hatte 1958 eine Orchesterversion davon eingesungen, die so tief einschlägt, daß man glaubte, niemand dürfe das Lied mehr singen. Dylans Herangehensweise ist vergleichsweise naiv. Er faßt das Lied als Countryschnulze auf, aber mit einem Text, den er hundertprozentig ernst nimmt. Eine Gänsehaut überläuft einen, wenn er halb trotzig, halb ersterbend singt: Take me back, I love you.

Höhepunkte lassen sich schwer ausmachen - das Werk ist ein durchgehendes Lamento ohne besondere Qualitätsschwankungen. Wenn man den Anfang mag, liebt man auch alles andere. Am Ende singt Dylan sehr ergreifend "Lucky Old Sun", ein Lied, das er in der zweiten Hälfte der 80er Jahre oft live gespielt hat, und schwingt sich dabei stimmlich zu schon lange verloren geglaubten Höhen auf. Das läßt einen fast vor Aufregung zittern, so spannend waren Dylan-Aufnahmen schon lange nicht mehr.

Was soll man nun den Leuten sagen, die hier kurz reinhören und (wie ich selbst nach den ersten drei Versuchen mit der vollständigen CD) sagen: Das ist alles furchtbar?
Nehmt Euch Zeit, laßt die Musik im Ohr reifen, hört sie mal wieder. Irgendwann wird sie Euch ergreifen und wahrscheinlich nicht mehr loslassen. So schön und konzentriert hat Dylan vielleicht noch nie gesungen wie auf diesem Album.

P.S.: Statt eines Booklets liegt der CD eine beidseitig bedruckte Pappe bei. Die Rückseite zeigt ein ca. 20 Jahre altes Bild von Dylan, der, an einem Cafehaustisch sitzend, eine Single-Vinyl in der einen Hand hält und die andere um eine üppige maskierte Frau schlingt. Was sagt uns das? Die Idee, hundebeinalte Bilder auf die Platten zu drucken, ist bei Dylan auch nicht neu. Auch das Bild auf der Vorderseite ist ja nicht aus den letzten fünf Jahren. Vielleicht will er den Eindruck erwecken, er sei jünger, und die Gegenstände, von denen in den Liedern die Rede ist, seien noch Gegenwart. Zumindest klingt er ja für einen 73-Jährigen noch sehr gut, die Stimme farbenreich, dynamisch und voll. Bei allem Schimpfen über Bob Dylans Gesang muß man sich doch mal die Frage stellen, wer in dem Alter eigentlich besser singt?

P.P.S.: Wer die Möglichkeit hat, eine LP abzuspielen, dem sei empfohlen, sich die LP zuzulegen. Die klingt nochmal besser: Die Instrumente klingen natürlicher und sind besser auseinanderzuhalten; Dylans Stimme authentischer und "menschlicher"; auch scheint das Verhältnis Stimme-Band besser ausbalanciert zu sein.
Die LP-Version enthält ja auch die CD und drei Postkarten, also kann man für wenige Euro mehr nicht viel falsch machen.Vielleicht bin ich nicht gerade berufen, diese Platte zu kritisieren, denn als halbwegs jungem Hörer sind mir von den hier dargebotenen Liedern nur die Hälfte bereits bekannt. Aber keines von ihnen in einer Version von Frank Sinatra! Ich kenne und schätze Sinatra, aber ergriffen war ich von seinen Interpretationen bisher nie. Wahrscheinlich ist dies nicht die schlechteste Voraussetzung, um sich mit dieser Scheibe anzufreunden, auch wenn es für Dylan offenkundig eine Herzensangelegenheit ist, zum 100. Geburtstag Sinatras diese Hommage vorzulegen.

Von Bob Dylan hingegen kenne ich nicht nur alles, was der Mann im Laufe der Jahre veröffentlicht hat, sondern habe ihn auch oft im Konzert erlebt und Hunderte von Konzertmitschnitten gehört, und das seit mehr als 20 Jahren. Obwohl ich weiß, daß Dylan auch seine Fans immer wieder mit Hör-Herausforderungen konfrontiert, sie überrascht, plötzlich eine andere Richtung einschlägt als die, in die man gerade guckt, habe ich doch bestimmte Erwartungen an ein neues Dylan-Album oder auch einen Live-Auftritt von ihm, die bisher zumindest teilweise immer erfüllt wurden. Dieses Album bricht mit allen Erwartungen. Mit allen.

Es ist ja überliefert, daß Bob Dylan schon seit Menschengedenken mal ein Album mit großem Orchester aufnehmen wollte. 1994 hat er in Japan live demonstriert, wie das dann ungefähr klingt. Originell ist diese Idee heutzutage nicht mehr, Kollegen haben inzwischen mehr oder weniger unhörbare Aufnahmen mit großem Orchester vorgelegt. Als das einzige wirklich gelungene Experiment dieser Art sehe ich Joni Mitchells "Travelogue" an.

Nun also die Lieder, die der ganzen Welt in Orchesterversionen bekannt sind, mit kleiner Tourband. Auch das ist nicht so originell, wie Dylan glauben machen will. Seit Jahrzehnten spielen kleine Bands diese Songs in den Clubs und kann man sich Jazz-Versionen dieser Lieder auf Tonträgern anhören. Aber Dylan hat weder eine Jazz-Band, noch ist er Jazz-Sänger, auch wenn seine unerschöpfliche Kreativität sich oft jahrelang ausschließlich darin ausdrückt, daß er im Konzert die Lieder jeden Abend völlig anders singt - anders phrasiert und mit anderen Melodien. Am nächsten ist ihm wohl zur Zeit Willie Nelson, der unter anderem das auch hier vorgetragene Lied "What'll I Do" erst im letzten Jahr sehr, sehr reduziert nur zur Gitarre und zum Piano singend dargeboten hatte.

Bekannt ist auch, daß Dylan beim Covern von Songs oft eine berührende Ehrfurcht walten läßt, die ihm fremde Songs gerade nicht so zu verfremden gestattet, wie er es mit seinen eigenen Liedern tut. Betrachtet man einen Song bildlich als einen Berg, den es zu bezwingen gilt, so zieht Dylan es vor, seine eigenen Songs kurz und klein zu hacken und sich dann durch die Bruchstücke zu schlängeln. Fremde Songs behandelt er wie jeder andere als Berge und besteigt sie mühevoll und setzt sich dabei mit ihnen auseinander.

Hier auf dieser Platte tut Dylan zwar viel Unerwartetes, aber doch immer noch das, was er schon immer getan hat: Er nimmt die Songs, die er liebt, und klettert auf ihnen herum. Das klingt nicht immer besonders schön, egal welche Schönheitsideale man zum Vergleich heranzieht.

Gesangstechnisch kommt Dylan an keinen ausgebildeten oder besonders erfahrenen Sänger heran. Er trifft neben die Töne, kann die Töne nicht halten (versucht es aber hier leider zu oft), bricht Töne ab, knarzt, krächzt und näselt. Unter dem Gesichtspunkt der technischen Reinheit des Gesanges ist diese Platte unhörbar. Aber das waren alle anderen Dylan-Platten vorher auch schon.

Erwartet man aber gewohnten Dylan-Gesang, wird man ebenfalls enttäuscht. In den letzten 25 Jahren hat sich Bob mit seiner Stimme vorwiegend in den unteren Oktaven herumgetrieben, sehr textbewußt und groovig phrasiert und vor allem mit viel, viel Power sich ausgesungen. In den letzten Jahren entstand daraus vor allem live ein schwer erträgliches deklamatorisches Gebell, das nicht geeignet war, in irgendeiner Weise im Gedächtnis als Melodie haften zu bleiben.

Hier auf dieser CD betätigt sich Bob Dylan als Crooner. Das heißt: Man hat ihn seit Jahrzehnten nicht so weich singen gehört, so sanft, so schön, so vieltönig und genau und so metrisch. Denn auch wenn es vielen Hörern als Gejaule erscheint, was Dylan hier abliefert, ist es doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit rührend schön. Der kurzatmige Kris Kristofferson hätte das nicht so hinbekommen. Auch nicht der späte Cash. Wer "Life Is Hard" vom Together Through Life-Album mochte, hat gute Chancen, auch hiermit zurechtzukommen. Mich nervt ein bißchen die Fixierung am Metrum, die Schwere der Eins, die mich auch schon am Weihnachtsalbum störten, und das Zuviel an Pathos, das manchmal doch reingerutscht ist. Groove ist jedenfalls was Anderes.

Seine Stärke als vielfarbiger Stimmenkünstler spielt Dylan hier exzessiv aus. Soll heißen: Wunderte man sich bisher jährlich, daß Dylans Stimme eine andere (Klang-) Farbe hatte als im Jahr zuvor, schillern auf dieser CD die einzelnen Lieder in den unterschiedlichsten Farben. Damit ist eine Art der Klangfärbung gemeint, die Dylan schon immer perfekt beherrschte, obwohl er sie wahrscheinlich auch bloß intuitiv anwendet. Aber gerade dies macht - neben seiner eigenen Art zu phrasieren - die Größe seiner Interpretationen auch hier aus, die intensive Emotionalität, mit der er alles vorträgt (wenn er einen guten Tag hat, aber den hatte er bei diesen Aufnahmen im Studio garantiert).

Alles Andere ist da bloß noch Beiwerk: Die Tourband spielt sehr, sehr reduzierte, durchgehend langsame Arrangements, die ausschließlich den Zweck haben, der Stimme als Grundierung zu dienen. Entsprechend bescheiden wurden sie auch zusammengemixt. Die Akustikgitarre hört man fast gar nicht - das Schlagzeug noch seltener. Klangdominierend ist bei allen Songs die Steel Guitar (ein Freund schrieb mir, man höre sie bis Hawai!), die dem ganzen Klang auf diese Weise etwas gemütlich Fließendes, Warmes gibt. Zuweilen sind ein paar Bläser zu hören, aber auch die nimmt man nur wahr, wenn man ganz genau hinhört.

Die Band bleibt im Mix recht leise (ich hätte mir eine präsentere Rhythmusgruppe gewünscht und denke sie mir beim Hören manchmal dazu), dafür steht Bob Dylans Stimme laut und erschütternd nackt im Raum, mit all ihren Schönheiten, Schwächen und Wunden. Und ihrer Verletzlichkeit. Man hört ihn atmen und schniefen, so nah wird er durch diesen Mix herangeholt.

Verletzlichkeit und Wundheit scheinen mir den Gesamteindruck dieser Platte am besten zu beschreiben. Läßt man sich darauf ein, hier einen sehr melancholischen, verwundeten und noch mehr verletzlichen Gesang vor einer haltlos und rettungslos weich dahinfließenden Band zu hören, kann man sehr viel Schönes genießen.

Man muß sich nur schon beim ersten Song "I'm A Fool To Want You" von sämtlichen Erwartungen frei machen. Billie Holiday (die übrigens ebenfalls in diesem Jahr 100 geworden wäre - die entsprechende Würdigungsplatte "Coming Forth By Day" hat Cassandra Wilson bereits in die Startlöcher geschickt) hatte 1958 eine Orchesterversion davon eingesungen, die so tief einschlägt, daß man glaubte, niemand dürfe das Lied mehr singen. Dylans Herangehensweise ist vergleichsweise naiv. Er faßt das Lied als Countryschnulze auf, aber mit einem Text, den er hundertprozentig ernst nimmt. Eine Gänsehaut überläuft einen, wenn er halb trotzig, halb ersterbend singt: Take me back, I love you.

Höhepunkte lassen sich schwer ausmachen - das Werk ist ein durchgehendes Lamento ohne besondere Qualitätsschwankungen. Wenn man den Anfang mag, liebt man auch alles andere. Am Ende singt Dylan sehr ergreifend "Lucky Old Sun", ein Lied, das er in der zweiten Hälfte der 80er Jahre oft live gespielt hat, und schwingt sich dabei stimmlich zu schon lange verloren geglaubten Höhen auf. Das läßt einen fast vor Aufregung zittern, so spannend waren Dylan-Aufnahmen schon lange nicht mehr.

Was soll man nun den Leuten sagen, die hier kurz reinhören und (wie ich selbst nach den ersten drei Versuchen mit der vollständigen CD) sagen: Das ist alles furchtbar?
Nehmt Euch Zeit, laßt die Musik im Ohr reifen, hört sie mal wieder. Irgendwann wird sie Euch ergreifen und wahrscheinlich nicht mehr loslassen. So schön und konzentriert hat Dylan vielleicht noch nie gesungen wie auf diesem Album.

P.S.: Statt eines Booklets liegt der CD eine beidseitig bedruckte Pappe bei. Die Rückseite zeigt ein ca. 20 Jahre altes Bild von Dylan, der, an einem Cafehaustisch sitzend, eine Single-Vinyl in der einen Hand hält und die andere um eine üppige maskierte Frau schlingt. Was sagt uns das? Die Idee, hundebeinalte Bilder auf die Platten zu drucken, ist bei Dylan auch nicht neu. Auch das Bild auf der Vorderseite ist ja nicht aus den letzten fünf Jahren. Vielleicht will er den Eindruck erwecken, er sei jünger, und die Gegenstände, von denen in den Liedern die Rede ist, seien noch Gegenwart. Zumindest klingt er ja für einen 73-Jährigen noch sehr gut, die Stimme farbenreich, dynamisch und voll. Bei allem Schimpfen über Bob Dylans Gesang muß man sich doch mal die Frage stellen, wer in dem Alter eigentlich besser singt?

P.P.S.: Wer die Möglichkeit hat, eine LP abzuspielen, dem sei empfohlen, sich die LP zuzulegen. Die klingt nochmal besser: Die Instrumente klingen natürlicher und sind besser auseinanderzuhalten; Dylans Stimme authentischer und "menschlicher"; auch scheint das Verhältnis Stimme-Band besser ausbalanciert zu sein.
Die LP-Version enthält ja auch die CD und drei Postkarten, also kann man für wenige Euro mehr nicht viel falsch machen.


Kingston DataTraveler DTLPG3 16GB Speicherstick USB 3.0 silber
Kingston DataTraveler DTLPG3 16GB Speicherstick USB 3.0 silber
Preis: EUR 22,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide und sicher, aber nicht so einfach., 22. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Stick selbst macht in seiner Aluminiumoptik und mit seinem soliden Gewicht einen wertigen, stabilen Eindruck. Die Kappe rastet hörbar ein und sitzt fest, und um sie nicht zu verlieren, kann man sie während des Gebrauches auch auf die Rückseite stecken. Das wird zwar schwieriger, wenn man die Öse verwendet hat, um einen Schlüsselring hindurchzuziehen, aber nicht unmöglich. Der Stick ist nicht gerade winzig, aber er hat handliche Proportionen.
Laut der Beschreibung braucht man weder Anwendungen zu installieren noch sonst etwas zu beachten, um mit diesem Stick sowohl seine Daten sicher zu verwahren als sie auch noch in einer "Wolke" zu spiegeln.
So einfach ist das in Wirklichkeit nicht. Zunächst arbeitet der Stick nur an PCs und Note- sowie Netbooks mit zwei der üblichen Betriebssysteme, also Windows und Mac OS.
Linux fällt aus. Nicht betreiben läßt sich der Stick außerdem an Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets mit Android- oder Blackberry-Betriebssystem. iOS- und Windows-Phones habe ich nicht zum Testen hier, vermute aber, daß es zumindest bei Windows-Phones gehen könnte, sofern die überhaupt einen USB-Hostmodus unterstützen. Den Stick in den Fernseher stecken und gespeicherte Fotos und Filme angucken fällt auch aus, da der Fernseher keines der unterstützten Betriebssysteme hat.
Gearbeitet habe ich mit dem Stick also auf Windows-Rechnern. Sodann gibt es das Problem, das hier in anderen Rezis ausführlich beschrieben wurde: Es müssen die ersten beiden Laufwerksbuchstaben, die auf die physischen Laufwerke folgen, unbelegt sein. Sonst klappt es nicht. Hat man diese beiden Buchstaben frei, werden umstandslos zwei Laufwerke installiert - eines enthält die erforderliche Betriebssoftware, das andere den freien Platz für die Daten.
Natürlich muß man nun, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, zunächst den DataLocker installieren und danach auch die Anwendung USB-to-Cloud. Dem DataLocker gibt man dann ein Paßwort, und damit sind die Daten auf dem Stick geschützt. Feine Sache. Der Nachteil ist: Will man von einem anderen Rechner auf den Stick zugreifen, fängt man wieder erstmal an, die beiden Programme zu installieren, um auf seine Daten zugreifen zu können. Weiterer Nachteil: Man kann den Stick nicht verwenden, ohne zuvor auf dem jeweiligen Rechner wenigstens das eine der beiden Programme zu installieren.
USB-to-Cloud unterstützt die Wolkendienste Google, OneDrive, Box, Amazon S3 und Dropbox. Entsprechende Räumlichkeiten bei den genannten Anbietern muß man sich allerdings (teilweise kostenpflichtig) erst einrichten, bevor man seine auf dem Stick gespeicherten Daten mit der Wolke synchronisieren kann. Die Beschriftung der Optionen und Angaben ist übrigens nicht immer in sehr fehlerfreies Deutsch übersetzt. Zum Beispiel gibt es im Kontextmenü die Option "Sicherungs pausen"; im Einstellungsfenster gibt es unter dem Menüpunkt "was sichern" die Einstellung "wählten hefte", was wohl bedeuten soll, daß man die zu sichernden Dateien (Files=Hefte) selbst auswählen kann.
Ich wählte keine Hefte und verwendete zur Sicherung der Daten ein bestehendes Dropboxkonto. Die Einrichtung gestaltet sich relativ einfach, und alle auf den Stick gezogenen Daten werden dann automatisch in einem Extraordner in der Wolke, also in meinem Fall in der Dropbox, zusätzlich gespeichert.
In den Optionen von U-t-C kann man auch "Drive zurück" auswählen. Das bedeutet, daß alle Daten vom Stick gelöscht, aber in der Wolke behalten werden. Das heißt auch, daß die Synchronisierung der Daten nur in eine Richtung funktioniert, nämlich vom Stick auf die Wolke. Löscht man Daten vom Stick, bleiben sie in der Wolke bestehen und nehmen unter Umständen Cloudspace weg. Der Vorteil ist natürlich, daß man die Daten jederzeit wiederherstellen kann. Der Nachteil kann sein, daß man sich nicht mehr durchfindet, wenn man in seinem Dropboxordner nach einer bestimmten Datei sucht.
Zieht man den Stick ab, werden automatisch auch die beiden Dienstprogramme geschlossen. Das ist einerseits praktisch, andererseits werden auf diese Weise auch sämtliche Synchronisierungsvorgänge unterbrochen, auch wenn der Rechner noch weiterläuft. Ziehe ich von meinem Rechner 2GB Daten auf den Stick, sind die dank USB 2 und 3 sehr schnell auf dem Stick, ich kann ihn abziehen und verschwinden. Wollte ich warten, bis die Synchronisierungsanwendung 2GB in die Cloud hochgeladen hat, würde ich meinen Termin verpassen. Was spricht dagegen, den Rechner die Daten weiter synchronisieren zu lassen? Der Stick ist nicht unbedingt erforderlich, da ja die Daten auf dem Rechner vorhanden sein müssen, bevor man sie von dort auf den Stick zieht. Große Dateien wird man also höchstwahrscheinlich nicht in seiner Wolke finden, wenn man den Stick bald nach dem Kopiervorgang vom Rechner abzieht. Gerade Filme oder Fotos kann man aber unter Umständen nur aus der Wolke betrachten, weil ja der Stick nicht mit Fernsehern und Mobilgeräten kooperiert. Es bleibt also Nachbesserungsbedarf.


Domestic by Mäser, Serie Loni, Kombiservice 30-teilig mit je 6 Tassen, Untertassen, Desserteller, Teller tief und Teller flach, zeitloses und schlichtes Porzellan lässt Raum für Accessoires
Domestic by Mäser, Serie Loni, Kombiservice 30-teilig mit je 6 Tassen, Untertassen, Desserteller, Teller tief und Teller flach, zeitloses und schlichtes Porzellan lässt Raum für Accessoires
Preis: EUR 69,53

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Design, mittelmäßige Verarbeitung, gut für den Alltag, 22. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Sendung besteht aus zwei Teilen, nämlich dem Kaffeeservice und dem Tafelservice. Das Tafelservice enthält je 6 tiefe und flache Teller, das Kaffeeservice je 6 "Dessertteller" (ich hätte sie Kuchenteller genannt), Untertassen und "Obertassen", also Tassen. Das Muster ist auf den Abbildungen hier gut erkennbar. Über die Form habe ich mich allerdings getäuscht: Alle Teller und Unterteller haben eine sehr schlichte viereckige Form, wobei die Ecken großzügig abgerundet sind. Die Teile wirken, wenn man sie in die Hand nimmt, sehr schwer und grob, also es kann von feinem Porzellan keine Rede sein. Die Tassen liegen gut in der Hand, und auch die Teller sind jeweils für ihren Zweck gut zu gebrauchen. Viele Teile haben leichte Kratzspuren; auf einigen findet man kleine Fehler in der Glasierung. Immerhin stehen alle Teile gut auf dem Tisch, ohne zu wackeln. Die Spülmaschine und auch manuelle Reinigungsvorgänge überstehen sie unbeschadet, so daß sie sich als bestens geeignet für den Alltag erweisen - wenn man auf diese viereckigen Teile steht.


Angels at My Shoulder
Angels at My Shoulder
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Ausgabe eines legendären Bootlegs, 4. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Angels at My Shoulder (Audio CD)
Ich habe dasselbe Konzert schon seit den 90ern als Bootleg und muß sagen, diese Ausgabe hier klingt bedeutend besser - durchsichtiger und brillanter. Es ist offenbar ein Radiomitschnitt (man hat nichtmal die Zwischenansagen geschnitten) und überhaupt eines meiner liebsten Konzerte von L. Cohen. Es stammt aus der Zeit, als Cohen, knapp 60 Jahre alt, noch jeden Abend literweise Wein vertilgte und entsprechend beseelt sang. Seine Stimme klingt zuweilen wütend und unbeherrscht, wie ein Joe Cocker, nur ein paar Oktaven tiefer.

Wer das offizielle "Cohen Live"-Album von 1994 mochte, wird auch dieses Bootleg lieben. Erstmals zu hören sind hier seine Einleitungsworte, er rezitierte damals vor vielen Liedern einzelne Strophen in völlig anderer Betonung, wie er es auch heutzutage noch manchmal tut. Auf dieser CD sind die fetzigsten Versionen von "The Future" und "Democracy" sowie das rührendste "Waiting For The Miracle", die man je von Cohen gehört hat. Das ist pure Leidenschaft und Rock'n'Roll. Was der Mann heute macht, klingt dagegen wie kalter akademischer Kaffee.

"Coming Back To You" ist auf keinem anderen Live-Album enthalten. Wer weiß, wie mies die Studioalben aus den 80ern und 90ern produziert waren, weiß jeden einzelnen Live-Mitschnitt eines der Lieder zu schätzen. Die schlechte Qualität der letzten beiden Tracks hingegen läßt sich nur verschmerzen, wenn man sich vor Augen hält, daß die dargebotenen Lieder auf einer der neueren Live-Veröffentlichungen in besserer Qualität zu hören sind.

Wunderschön sind die Gesänge von Perla Batalla und Julie Christensen, die auf jener Tour (1993) im Background dabei waren: Frauen mit ganz eigenen Persönlichkeiten, die man aus jedem ihrer Töne heraushört. Man mag keine Webb Sisters mehr hören, wenn man einmal das gehört hat.

Cohen ist in interpretatorischer Bestform. Zu jener Zeit lohnte es sich noch, unterschiedliche Konzerte derselben Tour anzuhören, es lohnte sich auch 15 Jahre später noch. Cohen ist ein unterschätzter Sänger mit unglaublichem Rhythmusgefühl und einer kindischen Freude daran, seine Lieder täglich neu zu phrasieren, ohne daß sich dadurch das Arrangement ändert. Das kann man hier wunderbar verfolgen. Daß er hin und wieder die Töne nicht richtig trifft, kennt man von ihm und fällt hier weniger auf als auf seinen frühen Platten oder der jüngsten Konzertveröffentlichung von Dublin 2013.

Die Band ist, wie eigentlich immer bei Cohen, exzellent! Als Besetzungsbesonderheiten sind ein Saxophon, eine Violine (viel schöner und wärmer als die auf der Dublin-CD!) und, statt der heutzutage eingesetzten Orgel, ein E-Piano zu nennen.

Wer Cohen wirklich mal mit Inbrunst singen hören will, muß sich diese CD zulegen.


Tenson F500010 Konzertgitarre Classic
Tenson F500010 Konzertgitarre Classic
Preis: EUR 52,31

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr brauchbares Anfängerinstrument zu fairem Preis, 3. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Diese kleine Gitarre kommt ohne Zubehör, das heißt: Tasche, Stimmgerät und Ersatzsaiten muß man selbst beschaffen.

Ich sehe es aber als Vorteil an, daß man das Geld hier vollständig in die Gitarre investiert und nicht in irgendwelchen anderen Schnickschnack. Seltsamerweise wird jeder dieser Gitarren eine Ersatz-Stegeinlage beigelegt. Den Sinn verstehe ich nicht; mir ist in über 25 Jahren Gitarrenspiel noch nie eine Stegeinlage kaputtgegangen.

Die eher schlichte äußere Erscheinung ist geprägt von einer schönen Fichtendecke in warmem Ton, die hochglanzlackiert ist. Die Beschreibung spricht von einer "echten" Fichtendecke, als ob es Fichtenimitatdecken gäbe. Es gibt Decken aus anderen Hölzern, und es gibt Fichtensperrholz- und Fichtenmassivholzdecken. "Echt" soll wohl suggerieren, daß es eine Massivholzdecke sei. Ist es aber nicht, es handelt sich natürlich um Sperrholz.
Das ist allerdings bei einer Anfängergitarre auch sehr empfehlenswert, da diese allen möglichen Härten in der Behandlung ausgesetzt sein wird, die eine vollmassive Decke nicht ohne Schaden überstehen würde.
Außerdem kann auch eine Fichtensperrholzdecke sehr schön klingen und mit den Jahren sogar noch besser, wenn der Leim und das Holz weiter trocknen.

Zargen, Boden, Hals und Kopf bestehen aus einem anderem Holz, das schwarz lackiert wurde und dadurch auch halbwegs edel aussieht. Der Lack ist allerdings im Bereich der Mechaniken nicht an alle Stellen vorgedrungen, an manchen Stellen zeigen sich Unebenheiten. Eine nachlässig gedruckte und einfach aufgeklebte Schallochrosette rundet das Bild ab. Das Typenschild im Innern der Gitarre löste sich bei meinem Exemplar schon im Lieferzustand ab.

Wichtiger als die Äußerlichkeiten sind bei einer Gitarre natürlich der Klang - und bei einer für Anfänger gedachten Gitarre die Spielbarkeit sowie die Intonationsgenauigkeit.

Neue Saiten auf einer Gitarre müssen in den ersten ca. zehn Tagen immer wieder nachgestimmt werden, weil sie sich weiter ausdehnen. Erst wenn sie nicht mehr deutlich nachgestimmt werden müssen, entfalten sie auch ihr volles Klangpotential. Die Gitarren dieses Herstellers werden schon mit zu hoch gestimmten Saiten ausgeliefert, so daß das Nachstimmenmüssen nicht gar so lange währt.

Die Mechaniken sind etwas schwergängig, aber relativ genau. Es ist bei billigen Kindergitarren nicht selbstverständlich, daß sie überhaupt stimmbar sind. Wenn sie stimmbar sind und dann auch noch die Akkorde in den ersten drei bis fünf Lagen halbwegs sauber klingen, hat man Glück.

Ich hatte Glück. Die vom Stimmgerät vorgegebene Stimmung haut halbwegs hin. Akkorde und Oktaven klingen über die ersten drei bis fünf Lagen gut, danach erträglich. Es wirkt sich unterschiedlich aus, auf welchen Saiten man die Oktaven greift, was nahelegt, daß man mit höherwertigen Saiten noch mal eine deutliche Verbesserung der Intonationseigenschaften erzielen kann.

Der Hals ist - auch verglichen mit gleich kleinen Instrumenten - ziemlich schlank, was es einerseits der Kinderhand erleichtert, ihn zu umgreifen, andererseits aber zur Folge hat, daß die Saiten enger beieinander liegen als bei anderen Kindergitarren. Dies kann eher dazu führen, daß die junge Gitarristin versehentlich Saiten abstoppt, auf denen sie keinen Ton greift.

Die Saitenlage ist für eine Anfängergitarre fantastisch. Es ist wirklich kinderleicht, auf diesen wegen der winzigen Größe der Gitarre wenig gespannten Saiten einen Ton zu greifen. Viele Gitarristen kennen die Schmerzen des Anfangs, blutige, blasige Finger, die bei jeder Berührung wehtun. Diese Gitarre macht einem den Anfang etwas erträglicher - die Hände haben Zeit, kräftiger zu werden, Hornhaut kann sich bilden, bevor die Spielerin zu größeren und teilweise schwerer spielbaren Instrumenten übergeht. Auf diesem Instrument kann jedenfalls ein Anfänger ein paar Schritte gehen.

Klanglich darf man von so einem Instrument natürlich nicht allzu viel erwarten. Insgesamt ist es, auch bedingt durch die Größe, die kaum Resonanzraum bietet, sehr sehr leise (das ist super zum Üben!). Die Diskantsaiten, vor allem das G, klingen recht dumpf und pappig und haben kaum Sustain; wohingegen die Baßsaiten, vor allem das D, deutlich länger den Ton stehen lassen und auch viel mehr nach Gitarre klingen. Auch dieser Befund läßt erwarten, daß es klanglich Vorteile bringen kann, wenn man höherwertige Saiten aufzieht.

Insgesamt ist diese Tenson eine schöne Anfängergitarre, auf der man auch einigen Spaß am Spielen haben wird. Erwachsene allerdings weniger: Unsere Finger sind für dieses Instrument zu groß!


Tenson F500023 Konzertgitarre Classic
Tenson F500023 Konzertgitarre Classic
Preis: EUR 49,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, spielbar und bestens geeignet für Anfänger, 3. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Eine Gitarre in reduzierter Größe kauft man in der Regel dann, wenn der Mensch, der sie spielen soll oder will, nicht die ausreichende Körpergröße hat, um eine Gitarre in Standardgröße zu umfassen.
Es gibt 1/4-, 1/2- und 3/4-Gitarren sowie eben die Standardgröße 4/4 für ausgewachsene Erwachsene.
1/4 ist also die kleinste mögliche Variante, und diese Größe wird in aller Regel von ganz jungen Anfängern verwendet, wobei der Hersteller diese Größe für Kinder ab 4 Jahren empfiehlt. Die Tenson F500023 ist eine Gitarre in 1/2-Größe und wird für Kinder von 7-9 Jahren empfohlen.

Das Instrument sieht ein bißchen disproportioniert aus, denn Hals und Korpus sind in der Größe reduziert, während der Steg und der Kopf mit den Mechaniken genauso groß sind wie bei einer Erwachsenengitarre. Der Hals ist nicht nur kürzer als normal, sondern auch wesentlich schmaler. Kleinen Händchen wird es dadurch ermöglicht, ihn auch zu umfassen. Die Saiten liegen bei dieser Gitarre aber auch enger zusammen als bei anderen Gitarren in 1/2-Größe.

Weil der Abstand zwischen Steg und Sattel kürzer ist als bei einer 4/4-Gitarre, ist wesentlich weniger Saitenspannung nötig, um die Saiten auf die gitarrentypischen Stimmungen zu bringen. Dies wirkt sich einerseits sehr positiv auf die Spielbarkeit aus (die Saiten lassen sich auch mit weniger kräftigen Händen leicht greifen), andererseits negativ auf den Klang und die Lautstärke des Tones.

Klanglich hat man demzufolge also nicht viel zu erwarten, man kann seinem Nachwuchs nur sagen: Warte mal, bis du ein bißchen größer bist, dann klingt auch deine Gitarre besser. Tatsächlich klingen Gitarren allein aufgrund ihrer Größe besser und lauter. Höchstwahrscheinlich wird sich die kleine Anfängerin aber gar nicht über den Klang beschweren. Die nur sehr geringe mit diesem Instrument erzeugbare Lautstärke schont die Ohren der Personen im Umfeld des Übenden, macht sich aber beim Vorspielen negativ bemerkbar.

Die Einzeltöne lassen sich nicht nur leicht greifen, sie klingen auch meist ziemlich richtig. Intervalle und erst gar Akkorde klingen, vor allem in den höheren Lagen, unrein. Aber das macht nichts, da sich harmonisches Empfinden bei Kindern erst ab etwa 8 Jahren einstellt und ein Kind, bevor es die ersten schwierigen Akkorde spielt, längst der 1/2-Größe entwachsen ist.

Gemessen an der voraussichtlichen "Betriebsdauer" einer solchen Gitarre macht es auch nichts, wenn sich hier und da leichte Verarbeitungsmängel in Form unsauberer Lackierung finden und daß die verwendeten Hölzer nicht gerade hochwertig sind.

Die Sperrholz-Fichtendecke wärmt den Ton und schützt das Instrument davor, allzu schnell zu Bruch zu gehen.
Um es noch mehr davor zu schützen, sollte man sich und dem Benutzer auf jeden Fall klarmachen, daß dies hier kein Spielzeug ist. Spielzeuggitarren haben vier Saiten, sind unstimmbar und lassen sich nicht korrekt intonieren. Das sollte man beim Kauf beachten.

Außerdem wird ein Kind nicht von allein darauf kommen, wie eine Gitarre gehalten und gespielt werden muß, weshalb ich unbedingt einen Lehrer empfehle und es verschmerzen kann, wenn zum Lieferumfang nichts als die Gitarre gehört.
Blutjunge Anfänger werden auf diesem optisch sehr ansprechenden Instrument in wunderschöner Farbgebung sicher ihre Freude haben.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20