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Beiträge von Stefan Schröder
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Hilfreiche Bewertungen: 1997

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Rezensionen verfasst von
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland)

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Das Glück der Unerreichbarkeit
Das Glück der Unerreichbarkeit
von Miriam Meckel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein "Missing Link...", 21. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gäbe es mehrere Miriam Meckels, wäre unsere "Generation Doof" in ein paar Jahren endlich ausgestorben. Und wäre endlich wieder imstande, sich in ihrer Aufmerksamkeit längerfristig einer Sache zu widmen.
Dieses Buch ist nämlich definitiv NICHT: Ein Buch mit Instant - Entspannungstechniken und Abschalttipps, ein einfaches Buch mit simplem Kopfnickertext. Es handelt sich, einer Professorin für angemessen, um eine populärwissenschatliche Analyse der Wechselwirkungen zwischen dem wachsenden Labyrinth von Informations- und Kommunikationskanälen und -möglichkeiten und dem typischen, getriebenen und gehetzen Grundverhalten des modernen Menschen. Meckel allerdings hat im Gegensatz zu Geißler ein gutes Auge für diese Wechselwirkungen, lässt den moralisierenden zeigefinger unten und hängt ihre Beispiele anschaulich an Alltagsbeispielen auf, in denen sie auch schon mal sich selbst und ihr Verhalten schonungslos betrachtet. Das macht Buch und Autorin sehr sympathisch und ermöglicht einem genau den richtigen Grad an geistiger Beanspruchung, den man lesend in einer Hängematte braucht, ohne total zu verblöden.
Kurz und schmerzlos: Hier haben wir endlich das Missing Link zwischen kommunikationstheoretischer Metaanalyse der heutigen Informationsgesellschaft und leicht verdaulicher Urlaubslektüre. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint, verehrte Frau Meckel.


Gloria
Gloria
Preis: EUR 14,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist das hier denn bitteschön???, 21. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Also, da ist man nach ein, zwei Hördurchläufen dieser Platte aber erstmal schwer irritiert. Eine skurrile Mischung kriecht aus den Boxen, mit Zutaten verschiedenster Art. Und auch nach einigen Versuchen scheitert noch jeglicher Versuch einer Kategorisierung. Wir haben Soundtrackelemente, gesprochene Intros, hymnische Refrains, viel Pathos, jazzige Passagen. Ich habe manchmal den Eindruck, eher einem Hörspiel beizuwohnen denn einem Rockalbum. Viele Fragen sich vor dem Kauf einer Platte auch immer zuerst: Wie klingt der Sänger? Er hat eine tiefe, klare Stimme, die zum Gesamtgefüge der sperrigen Songs einen Kontrapunkt setzt, gerade deshalb, weil sie irgendwie so gewöhnlich ist. Das alles ist mir auch heute noch unheimlich, denn noch nie zuvor habe ich solche Musik gehört. Das seltsame ist aber: Einer ersten Abneigung gegen diese bunte Mischung ist einer große Sympathie gewichen, die mich nun die Platte rauf und runter hören lässt. Ich habe auch bisher noch keine andere Rezension dieser Platte gelesen und schreibe unverblümt von der Leber weg. Wenn man diesem Album mit der nötigen Offenheit begegnet, offenbaren sich, und das sage ich ohne Augenzwinkern, Musikmomente für die Ewigkeit. Man muss sie nur erstmal finden zwischen den Gothic- , Riff- und Hörspieleinsprengseln.
Fazit: Hört die Platte ohne Erwartungen, interessiert und mit wachem Geist und ihr werdet Zeuge eines klasse Stückes ostdeutscher Musikgeschichte.


Fortress
Fortress
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 15,04

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterm Strich gelungen, 21. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Fortress (Audio CD)
Naja, ich habe von dieser Band vorher noch nichts gehört. Ich bin auf sie durch die hohe Bewertung in der Rock Hard aufmerksam geworden, da Boris Kaiser normalerweise einen untrüglichen Musikgeschmack hat, der sich mit meinem oft deckt. So ist es auch bei diesem Werk der Kanadier Protest The Hero. Die Band macht sich erst gar nicht die Mühe, sich erkennbar zu irgendeiner Schublade zugehörig zu machen, sondern haut einem die Songs mit einer Spielfreude um die Ohren, die sich gewaschen hat. Hier taucht ein Götterrefrain auf, da stolperst du über einen eher sperrigen Part, und im Gesamtbild ergibt sich so eine Art Missing Link zwischen Achtzigerjahre - Kopfstimmenmetal, neuzeitlicherem Metalcore und einer gehörigen Portion Punkattitüde.
Einziges Problem dieses Albums: Die Arrangements sind manchmal schwer nachvollziehbar, der Wiedererkennungswert einzelner Songs tendiert gegen null und manchmal hat man den Eindruck, die verrückten Kanadier sehen Masse vor Klasse. Etwas mehr hätten die Songs auf den Punkt gebracht arrangiert werden können, handwerklich sind die jungen Musiker bereits jetzt echte Meister. Zweiter Wermutstropfen: Die Produktion hat irgendwie wenig Eier.
Unterm Strich aber bleibt ein mehr als unterhaltsames Stück Musik, das beim Hören viele Entdeckungen zwischen den Zeilen ermöglicht und auch nach vielen Durchläufen nicht langweilt.


Gorgon: The Monsters That Ruled the Planet Before Dinosaurs and How They Died in the Greatest Catastrophe in Earth's History
Gorgon: The Monsters That Ruled the Planet Before Dinosaurs and How They Died in the Greatest Catastrophe in Earth's History
von Peter Ward
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Authentisch, persönlich, fesselnd, 14. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein US - amerikanischer Paläontologe, der sich nicht gerade einem paläontologischen Starthema verschrieben hat, schildert seinen Enthusiasmus, den er für die Erforschung dieses Themas aufbringt, die Enttäuschungen und persönlichen Entbehrungen, die damit verbunden sind. Er nimmt uns mit auf seine endlosen Suchen nach säugetierähnlichen Reptilien in der Landschaft Südafrikas und die dortigen politischen Verhältnisse, die die Forschungsarbeit immer wieder massiv erschweren. Über die Gorgonopsida allerdings, iher Biologie und ihr Verhalten erfährt der Leser sehr, sehr wenig. So bleibt unterm Strich eine sehr authentische Schilderung eines Abschnittes im Leben des Peter D. Ward. Eine spannende Geschichte in der Ich - Perspektive, die außerdem noch darüber Aufschluss gibt, woraus Wissenschaft an der Basis besteht: Aus im wahrsten Sinne des Wortes "knochen" - harter Arbeit.


Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien
Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien
von Walter Moers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie die "Träumenden Bücher", 14. Februar 2008
Auch der "Schrecksenmeister" ist wieder ein schönes, typisches Walter Moers- Buch geworden. Eine ausufernde, detailverliebte Erzählung mit vielen Geschichten innerhalb der Geschichte. Das Buch bietet gute Unterhaltung auf hohem Niveau. Lesen als Selbstzweck wird ganz groß geschrieben. Leider liegt hier auch die Schwäche des Buches: Viele kleine Pfade, die Moers legt, führen in die Sackgasse, haben mit der Kernstory, die eigentlich sehr simpel gestrickt ist, wenig zu tun. So habe ich bis zum Ende darauf gewartet, dass sich einige Erzählstränge Stricke wieder zusammenknüpfen, die leider lose in der Luft hängen blieben. So bleibt unterm Strich ein Zamonien - Roman, der wieder prima unterhält, der die Ambivalenzen im Verhältnis von Echo zu Eißpin gut auslotet, aber bei genauerem Hinsehen doch etwas oberflächlicher geraten ist als MoersŽ ganz großer Wurf, "Die Stadt der träumenden Bücher".


Paradise Lost - Over the Madness [Director's Cut] [2 DVDs]
Paradise Lost - Over the Madness [Director's Cut] [2 DVDs]
DVD ~ Paradise Lost
Preis: EUR 13,15

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Letzlich dann doch etwas dürftig, 25. November 2007
Als Fazit dieser DVD lässt sich am Ende eines festhalten: Mehr Schein als Sein. Das Verpackungsdesign und die Coverabbildung lassen einen eleganten Rückblick auf die Bandgeschichte erwarten, in dem auch die von Paradise Lost maßgeblich beeinflussten Musikszenen und die entstandenen Wechselwirkungen zwischen Band und Szene beleuchtet werden. Fans hätten zu Wort kommen sollen, ihre Stimmen zu "Gothic" oder "Host" und der unglaublichen Tatsache, dass tatsächlich beide Alben aus der Feder ein und derselben Band stammen. Statt dessen erwartet den Käufer eine spartanisch aufgemachte Reihe von Interviewsequenzen und Einsprengseln von Liveshows mit teilweilse leider dilettantischen Tonverhältnissen. Es ist zwar interessant anzuschauen, dass Nick Holmes tatsächlich ein abgehobener Psychopath ist und Greg Mackintosh wesentlich bodenständiger daherkommt als gemeinhin angenommen, aber die hochwertige Aufmachung des Produktes steht in keinem Verhältnis zum dann doch recht dürftigen Inhalt. Das ist letztlich dann doch etwas dürftig und einer einfluss- und ideenreichen Band wie Paradise Lost irgendwie nicht angemessen.


Der Flug des Archaeopteryx: Auf der Suche nach dem Ursprung der Vögel
Der Flug des Archaeopteryx: Auf der Suche nach dem Ursprung der Vögel
von Ludger Bollen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin hin und weg..., 24. Oktober 2007
Im Englischen gibt es ein Sprichwort zum Thema Neuveröffentlichungen: "This book fills a much needed gap". Das Sprichwort hat deshalb seinen Reiz, weil man nicht weiß, ob denn nun das Buch oder die Lücke dringend gebraucht werden. Warum ist eigentlích noch niemandem aufgefallen, dass es bisher keine wirkliche aktuelle populärwissenschaftliche Abhandlung des Themas Vogelflug und der Stellung der Archaeopteryx in dieser Frage gab. Paul Chambers erläuterte ja mehr die wissenschaftliche Debatte hinter der eigentlichen Diskussion um die Art und Weise der Entstehung des Fluges.
Nún gibt es sie, geschrieben und selbst illustriert von einem Nicht - Wissenschaftler, erschienen in der Edition Goldschneck des Quelle & Meyer - Verlages. Ludger Bollen gelingt dabei das Kunststück, in den Einführungskapiteln so über eine - für stark Interessierte wie mich zugegebenermaßen- ziemlich "ausgeleierte" Story zu schreiben, dass man einfach bei der Stange bleiben muss. Dieser Stil setzt sich dann fort, so dass man das Buch rasch ausgelesen hat mit dem Gefühl, man bekam eine neue, umfassende Perspektive angeboten. Von ärgerlichen Zeichenseztzungs- und Druckfehlern einmal abgesehen, geht der Erzählstil des Autors völlig in Ordnung. Man merkt, dass Bollen sich seit Jahren intensiv mit dem Thema befasst hat. Er geht dabei nicht nur auf Archaeopteryx selbst ein, sondern beleuchtet auch die anderen flugfähigen Wirbeltiere, um sie in einen Vergleich zum Vogelflug zu stellen. Sehr schön herausgestellt werden auch zwei weitere wichtige Schritte in der Evolution des Lebens: Aus dem Wasser heraus ( Acanthostega) und wieder hinein (Ambulocetus). Den Vogel schießt Bollen allerdings - im wahrsten Sinne des Wortes ;-) - mit seinen Illustrationen ab. Diese sind allesamt selbst gemacht und stehen denen der bekannten Amerikaner - Mark Hallet, Douglas Henderson oder denen des Briten John Sibbick um nichts nach. Besonders wohltuend fand ich die Illustration des Deinonychus - Überfalls auf Tenontosaurus. Diese zwar bereits in Sachen Illustration arg überstrapazierte Episode noch einmal so zu bringen, dass sie Neues erzählt, ist mutig. Denn Bollen findet einen dezenten, plausiblen Mittelweg zwischen den uralten, nur beschuppten Darstellungen des Deinonychus und den zeitgenössischen, in Bezug auf den "Keratingehalt" der Malerei wohl arg überstrapazierten Malereien. Dieser diskrete Malstil, stets völlig plausiblel und in sich erklärbar, verschafft dem Buch dann auch die zur vollen Punktzahl nötigen zwei Punkte. Hut ab also vor dem SPIEGEL - Redakteur, Künstler und Grafiker Bollen, der die "Dreistigkeit" besaß, das zu tun, was andere bisher offensichtlich versäumten: Eine deutschsprachige, umfassende und für jedermann verständliche, museumsshoptaugliche Zusammenfassung des Themas "Vögel, Dinosaurier und andere Kuriositäten" zu erstellen und dabei auch noch einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen der paläontologischen Wissenschaft zu ergänzen. Für dieses Buch hätte ich durchaus auch den doppelten Preis für angemessen gehalten - und ihn bezahlt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2009 11:11 AM CET


Venus Doom
Venus Doom
Preis: EUR 8,08

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung., 10. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Venus Doom (Audio CD)
Schön, dass HIM nach ihrem zwischenzeitlichen Komplettabstieg zum Feuchtehöschenrock sich hörbar dazu entschlossen haben, wieder rockiger und doomiger zu Werke zu gehen. Das erinnert zwar an die sensationelle erste Platte, kommt an diese aber nicht ansatzweise heran. Was fehlt? Der Widererkennungswert, der Aha - Effekt, der Ohrwurmcharakter der Songs. Konnte man "Your Sweet 666" damals bereits beim zweiten Chorus, mittlerweile mit Gänsehaut ausgestattet, mitsingen, zündet auf dieser Platte nicht eine einzige Stelle wirklich so, wie man es bei HIM halt schon mal gehört hat und deshalb meint, mehr erwarten zu können. Heavy Riffs schön und gut. Ville Valos Stimme - prima. Aber wo befruchten sich diese beiden Komponenten auf dieser Platte einmal so, dass man berührt die Augen schließt? Nach mehrmaligem Hören habe ich bisher keine einzige Stelle gefunden. Und wo bitteschön ist das Songwriting der ersten Platte geblieben? Wohlgemerkt: Ich vergleiche "Venus Doom" so, wie HIM es sich wünschen, ausschließlich mit dem Debüt "Greatest Lovesongs Vol. 666". Ohnehin sahen die Platten danach immer wie folgt aus: Ein, zwei Hammersongs, sonst außer Spesen nichts gewesen. Hier ist nicht das Gegenteil der Fall, sondern eigentlich eine noch ärgerlichere Tatsache: Riffs im Überfluss, mal hörbar als Black Sabbath - Huldigung interpretiert, mal langatmig und zäh wie bei Type O Negative. Aber halt null Zündung und null Songwriting. HIM plätschern auf "Venus Doom" an mir vorbei, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Platte bei mir noch einmal etwas auslöst. Allerdings: Sag niemals nie. Ich lege sie jetzt nochmal rein.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2010 2:35 PM MEST


Der Gotteswahn
Der Gotteswahn
von Richard Dawkins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

87 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine harte Nuss..., 10. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Gotteswahn (Gebundene Ausgabe)
Es ist schwierig, an dieser Stelle eine neutrale Rezension des Buches zu schreiben, denn diese sollte sich immer zunächst sachlich auf den Gang der Argumentation, die Platzierung von Beispielen oder den erzählerischen Stil des Autors beziehen, bevor sie den Inhalt selbst unter die Lupe nimmt. Andererseits stehen Form und Inhalt bei einem Werk ohnehin in Wechselwirkung zueinander, von daher wäre es egal, wo man beginnt. Warum tue ich mich hier so schwer, wo doch viele Leser einfach nur Wissen möchten, was sie erwartet? Weil man eine Rezension eben nicht neutral verfassen kann und ich es dennoch gern geschafft hätte. Seis drum...
Den Leser erwartet ein dickes Buch mit über 500 Seiten Umfang, in dem ein naturwissenschaftlich vorgebildeter, hoch angesehener Wissenschaftler Entstehung, Auswirkung und Alternativen zur Religion unter die Lupe nimmt. Re - ligion setzt stets ein Objekt voraus, an das man sich zurück - bindet, und dieses Objekt wird häufig "Gott" genannt. Bei mir taucht die Frage auf: Warum zurück - binden, wenn es niemals eine Spaltung zwischen Mensch und irgendeinem wie auch immer gearteten "Gottwesen" gab? Somit ist Re - ligion bereits ein wertender Begriff. Ähnlich subtile Manipulationsversuche der Religion nimmt Richard Dawkins im vorliegenden Buch unter die Lupe und unterm Strich kann ich einfach nur sagen: Er zerlegt Islam, Judentum und Christentum so gründlich in deren Einzelteile, dass einem bisweilen die Luft weg bleibt. Nun höre ich die ersten Christen bereits schreien: "Ja, und was ist mit Buddhismus und so weiter, immer wird uns an die Karre gefahren, der fernöstliche Kram bleibt verschont." Dawkins findet gute Gründe, den Buddhismus nicht als Religion definieren zu müssen und ist somit schnell aus dem Schneider. Er beschränkt sich auf monotheistische Religionen, die alle ihr Fett wegbekommen und zeigt auf, wie schön unsere Welt wäre ohne verblendete Fanatiker jedweder Coleur, die eines gemeinsam haben: Ihren Glauben an Gott. Selbstverständlich lässt Dawkins sich, ähnlich wie ich in meiner Rezension, gelegentlich auch hinreißen zu einem unbeherrschten Stil, der anderen Atheisten und/oder Naturwissenschaftlern vermutlich manchmal peinlich ist. In der Sache selbst aber bleibt der Autor unbestechlich: Religion ist überflüssig, sie bezieht sich auf nachweislich falsche Annahmen und nachweisbare, handfeste Lügen. Dawkins entzieht den Glauben an einen Gott schlicht und einfach jeden Boden unter den Füßen und stellt die Legitimation dieses Glaubens als Grundlage einer modernen Gesellschaft in Frage. Dass der Mensch ohne Religion durchaus nicht zu einem unmoralischen Wesen wird, gehört ebenfalls zum Inhalt von DawkinsŽ Argumentationen. Man sollte nicht allzu überschwänglich werten, aber wenn dieses Buch nicht die Welt verändert, ist der Menschheit auch nicht mehr zu helfen. Wenn ein katholischer Bischof sich, wie in einer Passage des Buches gezeigt wird, in einem Gespräch mit dem Autor als "genesender Christ" outet, sind das kleine Anfänge, die uns vernunftbegabten Wesen zeigen: Es ist möglich, die Welt von der Geißel der Religion zu befreien. Für mich ist einn potenzieller Todesstoß für den oft hoch gepriesenen christlichen Glauben an das Leben nach dem Tod dieser: Warum freuen sich ein todkranker oder im Sterben liegender Christ und seine Verwandtschaft sich nicht wie die Schneekönige darauf, dass er endlich verschwindet, dorthin, wo er es doch besser hat? Wem das nun zu starker, zynischer Tobak ist, dem ist nicht zu helfen. Schließlich ist genau das der zentrale Punkt christlichen Glaubens: Es geht doch weiter! Warum tut ihr alles, um den Tod zu verhindern? Dawkins erschütternde Antwort: In Wirklichkeit glaubt Ihr nur an den Glauben, nicht aber an Gott und das Leben nach dem Tod. Eines ist nicht besser als das andere. Denn wir Menschen müssen suchen, nicht glauben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2013 4:14 PM CET


Nachts im Museum
Nachts im Museum
DVD ~ Ben Stiller
Preis: EUR 5,00

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine prima Idee, unterhaltsam umgesetzt!, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Nachts im Museum (DVD)
Um als Erwachsenr Freude an diesem Film zu finden, muss man alle Logik über Bord werfen und den Film als das verstehen lernen, was er sein will: Eine Anregunsreise für die Phantasie. Die Idee, die gesamte Handlung in einem New Yorker Museum ablaufen zu lassen, ist der Story sehr dienlich. Man bekommt sofort einen inneren Lageplan des Museums. Und die unvorhersehbare Wendung in der Handlung bereicht die Geschichte sehr. Im Hintergrund geht es zwar um die (Wieder-) Annäherung von Vater und Sohn, vordergründig geht "Nachts im Museum" aber auch als sehr gut gemachte Unterhaltung auf Basis einer prima Idee durch. Ben Stillr füllt den Hauptcharakter sehr gut mit Leben aus, besonders unterhaltsam ist sein Konflikt mit dem Kapuzineräffchen, der schließlich in einem unerwarteten Schlagabtausch gipfelt. Ich meine, wer schlägt schon in seinr Naivität ein Äffchen zurück? Also, wenn Sie mal einen verregneten Sonntagnachmittag vor sich haben und quengelnde Kinder, ist "Nachts im Museum" bestimmt keine schlechte Wahl.


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