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Beiträge von Stefan Schröder
Top-Rezensenten Rang: 17.488
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Rezensionen verfasst von
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland)

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Es findet dich (Kunst)
Es findet dich (Kunst)
von Miranda July
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Scheinbar ereignislose Zeit gut vermarktet, 10. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es findet dich (Kunst) (Broschiert)
Miranda July ist zu beglückwünschen für ihr abseitiges kreatives Gespür. Scheinbar ganz alltäglichen Anzeigenblatt-Inserenten wie der Verkäuferin einer Lederjacke oder diverser Glücksbärchifiguren entlockt sie Homestories der besonderen Art. July stellt herrlich unaufdringliche Fragen und bringt uns die nur scheinbar langweiligen Menschen näher. Am Ende fühlt man sich gut unterhalten, hat interessante Lebensgeschichten erfahren und ist baff von der Idee, Anzeigenkunden und ihren Stories auf den Grund zu gehen. Dass dies alles so erstmal gar nicht beabsichtigt war, sondern nur als Lückenbüßer für eine unkreative Schreibphase gedacht war, kann man July nicht übel nehmen. Eher muss ich schon schmunzeln über das Chuzpe, das man benötigt, um aus so etwas noch ein Buch zu machen. Es hat sich aber gelohnt und macht Lust auf eine Fortsetzung!


Die schönsten Buchhandlungen Europas
Die schönsten Buchhandlungen Europas
von Rainer Moritz
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Prachtband mit Wermutstropfen..., 10. September 2012
Natürlich ist dies ein Festschmaus aus dem Gerstenberg-Verlag. Nach "Mit Büchern leben" erneut ein Buch über Bücher, erneut opulent bebildert und hochwertig ausgestattet. Alles ganz toll. Dass Guntli in seiner Begeisterung verbal manchmal etwas herumschwadroniert, lasse ich noch durchgehen, es spricht da einfach die Leidenschaft. Ich verstehe allerdngs nicht, warum der Pariser Klassiker "Shakespeare and Company" nicht zu sehen ist. Sylvia Whitman bzw. ihr Vater George gehören definitiv in einen solchen Band. In Zeiten von Thalia - Stopfmast und Massenabfertigung (ärgerlich, dass ein solcher Laden Einzug in dieses Buch gefunden hat) gibt es schon genug, Kleinode wie Shakespeare and Company indes leider nicht mehr. Da kann bei Campe in Nürnberg die tollste Efeuwand mit blauer Kugel rumstehen, den Charme einer echten Buchhandlung wird so ein Maseenbetrieb niemals erreichen. Hier hätte der Autor dem Lockruf des Geldes wirklich widerstehen müssen. Dies ist auch schon meine einzige Kritik an diesem ansonsten wirklich ausnahmslos ansprechenden Buch.


Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer
Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer
von Björn Süfke
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hätten doch nur..., 10. August 2012
...alle Männer den Mut, genau so tief in sich selbst hineinzuschauen wie in ihre Glotze oder in ihren Kühlschrank. Süfkes Buch ist doch eine so gute Anleitung, in denen es vor Aha-Erlebnissen nur so wimmelt. Ich gebe zu, ich bin vom Thema schon länger gefangen, habe Biddulph und Bly gelesen, bin in einer Männergruppe organisiert und habe beruflich wesentlich mehr mit "auffälligen" Jungs als mit Mädchen zu tun. Daher ist das Thema für mich nicht neu und meinen Dämonen kann ich mich auch ziemlich gut stellen.
Aber das gelingt leider nicht jedem Mann, und so wird eine Empfehlung des Buches "von Mann zu Mann" beim Gegenüber bestimmt erstmal, wie bei mir geschehen, einen dummen Spruch auslösen ("Brauch ich nicht", "Du mit Deiner Männergruppe - Ich hab einen Schwanz, Du hast einen Schwanz, und schon sind wir wohlbekannt. Darauf habe ich keinen Bock". Wenn man dann das Philosophieren oder Missionieren anfängt im Stile des "Du, das, was Du da jetzt sagst, ist schon Teil Deines perfekt gedrillten Abwehrapparates", ist man komplett untendurch, gelegentlich auch sofort schwul.
Ich hoffe aber inständig, dass immer mehr Männer sich auf die Suche begeben, nach dem, was da noch alles in ihnen ist. Der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit liegt dort verborgen, und wir Männer sind mehr als krawattentragende Roboter, die für Wachstum, Wachstum , Wachstum über Leichen (auch ihre eigene) gehen. INNERES Wachstum - ich wiederhole es gern in Hesses 50. Todesjahr - ist wesentlich wertvoller und langfristig befriedigender als das, was meiner Erfahrung nach immer noch 90% aller Männer im Westen tun: Funktionieren bis zum Karoshi! Ja klar muss man(n) sich irgendwann seinem Vater stellen, sonst wird das nie was mit der eigenen Vaterschaft. Natürlich muss er innerlich irgendwann sagen "Tschüß, Mama!" sonst klappt es nie mit der Ehe, natürlich muss er irgendwann imstande sein zu sagen "Tschüß Gewalt", sonst wird es nie was mit dem Weltfrieden.
Ich bin ein Idealist, ich weiß. Ob Björn Süfke das auch ist, weiß ich nicht. Was ich sicher weiß, und was aus jeder Zeile dieses Buches herauszuhören ist, ist, dass Süfke an uns "neue Männer" glaubt.
Fünf Sterne: Gur analysiert, gute Praxisbeispiele, guter Humor, viel wohlwollende Ironie, auch sich selbst gegenüber, sehr positiv formuliert. Das passt schon!


Tragic Idol (Limited Edition)
Tragic Idol (Limited Edition)
Preis: EUR 20,28

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal Host und wieder zurück..., 30. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Tragic Idol (Limited Edition) (Audio CD)
Die Rückkehr zum berühmtesten Schriftzug der Bandgeschichte konnte ja nur eines bedeuten: Die musikalische Rückkehr in bekannte, meiner Meinung nach schon ausreichend beackerte Gebiete.
Gehe ich zu weit, wenn ich "Tragic Idol" als "Draconian Times II" zusammenfasse? Wenn ich sage, das sich das neue Material wieder mal klasse anhört und das ganze auch wieder sehr solide gelungen ist? Dass aber nicht eine Hookline wirklich hängen bleibt? Bei mir auch nicht nach zehnmaligem Hören?
Waren das Zeiten, als Paradise Lost mit den ersten Pianoklängen von "One Second" das damals als zu starr empfundene Metalkorsett sprengten und abhoben zu neuen, spannenden musikalischen Ufern. Als mit "Host" ein kleiner Geniestreich gelang.
Leider verloren die Briten damals fast ihre komplette, ignorante Fanbase. Und so wunderte es kaum, dass nach dem "Believe in Nothing" - Ausrutscher Stück für Stück wieder der ganze Kram aus dem Korsett zurückkam: Donnernde Riffs, eine Leadgitarre, die vorn einsam ihre Kreise zieht und ein Nick Holmes, der wieder sehr oft zur Metalstimme griff.
Auch das hat ja seinen Reiz, aber bei dem ganzen Soundgewäsch bleibt mittlerweile eines auf der Strecke: Der Song an sich.
Mittlerweile geht es bei PL also wieder mehr um Attitüde und fast zwanzig Jahre alte musikalische Rezepte als um Innovation.
Schade oder nicht? Ich entscheide mich für schade.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2012 1:48 PM MEST


Anarchie und Evolution: Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott
Anarchie und Evolution: Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott
von Greg Graffin
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ambitioniertes Buch, 30. April 2012
Selbstverständlich liegt der Reiz dieser Lektüre im scheinbaren Widerspruch zwischen Greg Graffins zwei Leidenschaften. Ein Punk darf nicht schlau oder gar gelehrt sein und ein Evolutionsforscher sollte möglichst mit Fliege und Hornbrille hinterm Mikroskop vegetieren. Diese Klischees nutzt der Verlag natürlich als Verkaufsstrategie. Ein zweites Widerspruchspaar wird konstruiert: Der uralte Konflikt zwischen Religion und Naturwissenschaft.
Dabei hat das Buch dieses ganze Brimbamborium gar nicht nötig. Ich habe mich selten so gut und niveauvoll unterhalten gefühlt!
Allerdings wirkt es mir streckenweise so, als habe Graffin zu viel des Guten gewollt, quasi das 2 in 1 seiner Leidenschaften. Bei Shampoo und Spülung mag das ja funktionieren, bei Evolution und Punk wirkt es dann bisweilen aber arg konstruiert. Eben genau, weil es für mich da überhaupt keinen Widerspruch gibt.
Nichtsdestotrotz zücke ich hier gern verdiente vier Sterne und empfehle das Buch Bad Religion - Fans ebenso wie dem aufgeschlossenen Biologen.


Reborn in Defiance
Reborn in Defiance
Preis: EUR 17,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Biohazard sind zurück - und wie!, 24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Reborn in Defiance (Audio CD)
Biohazard sind eine dieser Bands, bei denen man während eines Songs auf die Uhr schaut und denkt 'Wie, erst eineinhalb Minuten rum?'. Das liegt an der unglaublichen Intensität, die die Herren aus New York in puncto Riffing, Songwriting und Produktion an den Tag legen können. Diesen Biss ihrer ersten beiden Alben hatten Biohazard leider zwischenzeitlich vergessen. Es musste erst zu einer Reunion der Originalbesetzung, einer trotzigen Wiedergeburt, kommen, bis der Vierer wieder die Kraft hatte, Abrissbirnen wie 'Vengeance is mine' oder 'Starcrusher' (ja, sie haben viel Slipknot gehört die letzten Jahre') zu komponieren. Endlich haben Biohazard auch den Mut für sich entdeckt, Songs mit Chorus ('Killing Me', 'Decay') und echte Überhymnen ('Waste Away') zu komponieren. Dabei verbinden sie geschickt ihre Wurzeln mit dem Zeitgeist und beweisen anno 2012, dass sie im Hardcore / Crossover ' Sektor wieder eine feste Größe darstellen, mit der zu rechnen sein wird. Leider ist die Band durch Evan Seinfelds überraschenden Weggang zum Trio mutiert. Hoffen wir, dass sich diese Lücke rasch und vollwertig wieder schließt, denn das neue Songmaterial ist einfach zu stark, um nur in den CD ' Spielern der Fans vor sich hin zu rotieren.


STAR WARS Darth Vader: 3-D-Modell und Buch
STAR WARS Darth Vader: 3-D-Modell und Buch
von Daniel Wallace
  Gebundene Ausgabe

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Idee,super umgesetzt, 25. Oktober 2011
Ich kam auf der Frankfurter Buchmesse in den Genuss dieses Werkes.
Darth Vader wird in diesem Buch von vorne nach hinten "seziert", auf jeder dicken und reichhaltig illustrierten Seite ein neuer "Dünnschliff" sozusagen. Hier wird deutlich, wie ausgeklügelt der Imperator mit Hilfe der fortschrittlichen Medizin im Star Wars - Universum aus dem Fleischfetzen von Mustafar die Reinkarnation des Bösen geschaffen hat. Zum ersten Mal bestätigt sich, dass die Steuerkonsole am Bauch des dunklen Lords tatsächlich, ähnlich einer Magensonde, direkt in die Kunstlunge reicht. Besonders amüsiert hat mich, dass Darth Vaders Ausscheidungen direkt im Anzug wiederverwertet werden. Wer hätte gedacht, dass der mächtigste Sith aller Zeiten nicht mal beim Pinkeln die Hose runter lassen musste?
Oder dass Vader viele Lebensfunktionen des Anzugs und des Helms per Mundsteuerung bedient?
Natürlich hat Ende der Siebziger, als man einfach einen übel aussehenden Bösewicht brauchte, keiner detailliert darüber nachgedacht, wie das alles technisch zusammenhängt. Und so wirkt es bisweilen auch etwas befremdlich, wenn aus dem Mythos meiner Kindheit in einer neuen Vermarktungswelle ein Hightech - Cyborg gemacht wird. Darth Vader wurde quasi an die neuen Ansprüche der neuen Fanwelle angepasst. Das ist spannend und toll bebildert, aber halt manchmal sehr amüsant anzuschauen. Fünf Sterne für das "etwas andere Risszeichnungsbuch"!


Das Labyrinth der Träumenden Bücher: Roman
Das Labyrinth der Träumenden Bücher: Roman
von Walter Moers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältige Angelegenheit, 17. Oktober 2011
Die Pfeifen von Knaus haben schlicht nicht kommuniziert, dass das vorliegende Buch nur die Einleitung einer zweiteiligen Fortsetzung von "Die Stadt der träumenden Bücher" ist. Daraus resultieren mal mindestens 50% meiner Enttäuschung. Die andern 50% setzen sich zusammen aus der teilweise tatsächlich haarsträubenden Seitenschinderei des Herrn Moers und der sehr behäbig in Fahrt kommenden Geschichte. Seitenschinderei? Genau. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Moers aus irgendeinem künstlerisch relevantem Grund "Auszüge aus Mythenmetz' Notizbuch" integriert hat. Oder wieso er auf über 50 Seiten die "Stadt der träumenden Bücher" nacherzählt. Allerdings habe ich zumindest zur zweiten Frage so meine Theorie. Denn letztlich ist das ganze Buch ja ein einziger erneuter Weg Mythenmetz' in die Labyrinthfalle. Warten wir es ab und hoffen, dass die Versager von Knaus rasch mit einem VÖ - Termin kommen und ob sie sich dann dafür entscheiden, das Buch günstiger auf den Markt zu bringen, um ihr Täuschungsmanöver wieder gut zu machen. Und offen gesagt: Hoffen wir, dass Moers das Orm, das erst auf den letzten 60, 70 Seiten so richtig zurückkehrt, wieder über eine komplette Buchlänge halten kann.
Zwischenfall. Drei Sterne


Worship Music (Limitiertes Digipak mit Bonustrack)
Worship Music (Limitiertes Digipak mit Bonustrack)
Preis: EUR 15,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bärenstarke Scheibe!, 24. September 2011
Okay, ich habe mir nunr genau eine Woche Zeit gegeben und die neue Anthrax rauf und runter gehört, besonders bei meinen vielen langweiligen Autofahrten.
Was menschlich abgelaufen ist in den mysteriösen Jahren nach "We've come for you all", lässt sich vielleicht erahnen, spielt aber auch keine Rolle mehr. Zehn Sekunden nach dem Beginn von "Earth is on Hell" beendet Joey Belladonna jegliche musikalische Sängerdebatte von selbst und haut uns die ersten, fett gesungenen Zeilen um die Ohren. Er hält das Niveau mühelos. Mit seinem Gesangsstil, der weniger bissig und knödelig ist als der von John Bush, ermöglicht Belladonna Anthrax ein wesentlich melodiöseres Songwriting als zum Beispiel auf "Sound Of White Noise" oder "Stomp 442". Nicht, dass letztgenannte Alben schlecht gewesen wären, um Gottes Willen. Der Sängervergleich, den man unbewusst natürlich rgendwie immer zieht, führt also in die Sackgasse.
Insofern sollte man das gute bis sehr gute "Worship Music" am besten einfach genießen. Gründe dafür gibt es genug: Der Viererpack "Earth On Hell", "The Devil You Know", "Fight 'Em 'Til You Can't" und "I'm Alive" zu Beginn nach einem sakralen Intro fegt ersteinmal alles weg. Anthrax verbinden ihre klassische Moshphase mit feinsten, monströs - melodiösen Refrains und machen reinen Tisch. "In The End" ist eine alles zermalmende Endlosschleife, "The Giant" ist sehr schnell und auf den Punkt und "Crawl" beinhaltet wohl eine der großen Überraschungen der Platte. Alice in Chains lassen grüßen, sage ich nur... "Judas Priest" hält leider nicht ganz, was es verspricht und auch "The Constant" und Absacker "Revolution Screams" hätten die Jungs mal entweder noch stark verbessert oder gleich ganz gelassen.
Unterm Strich bleibt aber eine bärenstarke Platte, Schulnote 1-


Host
Host
Preis: EUR 29,59

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Host ist die Essenz von Paradise Lost, 14. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Host (Audio CD)
Die musikalische Entwicklung von Paradise Lost ließe sich mit "Einmal Host und zurück" ausreichend umschreiben. 1990 gestartet in den Niederungen des Death Metal, mit Growls und klischeehaften Coverartworks, erfanden die Engländer auf dem Weg zum Stadionrock nebenbei den "Gothic Rock", dem sie heute, anno 2011 übrigens wieder bevorzugt frönen.
"Host" ist der kreative Zenit der Engländer. Aus der Raupe "Draconian Times" schlüpfte der Schmetterling "One Second", der auf "Host" endlich seine Wiese voll mit Nektarblumen anfliegen durfte. Der steife Heavy Metal mit donnernden Riffwänden und filigranen Leadgitarren war sowieso immer nur Korsett, Beiwerk, lästig. "Host" wirkt da wie die Essenz der Aussage von Paradise Lost: Diese heitere Melancholie, völlig ironiefrei und ohne Pathos, das kann so nur der Fünfer aus England.
Wenn man sich "Icon" und "Host" hintereinander anhört, glaubt man erstmal schwer, dass da ein- und dieselbe Band am Werk ist. Und doch, es stimmt: Nach knarzenden Klampfen und gestelltem James Hetfield - Nacheifergesang sind Paradise Lost auf "Host" so nahe an ihrem Kern wie niemals zuvor und danach schon gar nicht. "Nothing Sacred" ist ein Paradebeispiel dafür: Der Song im Zentrum, alles ist ausgerichtet auf die eher beiläufige Traurigkeit, den das Lied ausstrahlt. Er wirkt, wie das ganze Album, aus einem Guss.
"Host" wurde viel gescholten. "Ausverkauf!", "Mainstream!", "Depeche Mode für Arme", schrien die, für die nie die Musik an sich, sondern nur die Attitüde entscheidend war, die man mit dieser Musik hatte untermalen können. Echte Musikliebhaber aber werden sich nicht satt hören können an "Host" - auch zwölf Jahre danach nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 24, 2015 6:49 PM MEST


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