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Rezensionen verfasst von
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland)
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Als Deutschland am Äquator lag: Eine Zeitreise durch die letzten 540 Millionen Jahre
Als Deutschland am Äquator lag: Eine Zeitreise durch die letzten 540 Millionen Jahre
von Volker Arzt
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Reise, 28. August 2006
Im kleinen, aber feinen Literaturverzeichnis des vorliegenden Buches stellt Volker Arzt Richard Forteys "Leben. eine Biographie" (ebenfalls hier bei Amazon erhältlich) als sein "absolutes Lieblingsbuch" dar. Liest man Arzts Text, wird auch hier spürbar, mit welchem Enthusiasmus und mit welch mitreißender Erzählstärke der Autor zu Werke geht. Damit steht er Fortey- und das ist als Kompliment gemeint- um nichts nach. Dieses Buch ist für den Laien geschrieben, ein typischer Fall für Museumsshops. Aber warum auch nicht? Ich gehe mal davon aus, dass durch das gewählte Reisegefährt (Heißluftballon) und die simple Erzähl- und Erklärtechnik auch ältere Kinder oder Jugendliche dieses Buch mögen könnten. Vielleicht sollte man es ihnen vorlesen, denn es eignet sich wirklich hervorragend als Einstieg in die Materie. Bewusst subjektiv und mit in Kauf genommenen Lücken in der Geschichte des Lebens wählt Arzt die Kapitel aus, in denen er stets den Bogen nach Deutschland hingebogen bekommt. Denn zu dem, was sich "vor der eigenen Haustür" ereignet hat, hat man noch einmal ein innigeres Verhältnis als zu irgendwelchen Erzählungen aus Timnbuktu.

Dieses Buch ist ein abwechslungsreiches, unterhaltendes und im besten Sinne zeitloses Stück populärwissenschaftlicher Literatur, das auf dem deutschen Markt seinesgleichen sucht. Denn hier hat man es sonst entweder mit dicken Wälzern oder Abhandlungen zu speziellen Fragen der Urgeschichte - besonders dem Starthema "Dinosaurier" - zu tun.


A Matter Of Life And Death (Limited Edition mit Bonus-DVD)
A Matter Of Life And Death (Limited Edition mit Bonus-DVD)
Preis: EUR 22,08

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist ein spezieller Fall, 28. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So etwas hat es in der Geschichte der Maiden-Studioalben sicherlich noch nicht gegeben: Eine Platte, bei der die einzelnen Lieder zunächst einmal wenig spektakulär sind. Genießt man den Silberling jedoch am Stück, so offenbart sich, dass Iron Maiden hier tatsächlich und ohne wenn und aber das beste Album seit "Seventh Son of a Seventh Son" auf die Reihe bekommen haben. Wie ist das erklärbar? Das Album enthält unheimlich viele Tempowechsel, Stimmungswechsel und ist sehr sehr verspielt. Viele Details, ein seit "Seventh Son..." nicht mehr da gewesenes Level der Progressivität und enige wirklich Maiden- untypische Einsprengselt machen die Platte -im wahrsten Sinne des Wortes- von vorne bis hinten zum Hochgenuss. An sich ist der flotte Opener beispielsweise eine ziemlich typische Uptempo-Geschichte, doch er eröffnet eine Platte voller Überraschungen. "These Colours DonŽt Run" klingt zunächst wie eine graue Maiden- Maus, offenbart sich jedoch im Mittelteil als fantastisch vorgetragene Metal-Spielerei. Weniger ist mehr, denn die Gesamtanzahl solcher Höhepunkte während der 72 Minuten hält sich in Grenzen. Und da ist auch schon der Hauptunterschied zu den beiden Vorgängeralben: "Brave New World" war in der "ersten Reunionwut" geschrieben und ein Volltreffer, "Dance of Death" wollte zu viel auf einmal und wirkte bisweilen arg überfrachtet. Doch "AMOLAD" ist ausgewogen und frisch komponiert. "Brighter Than A Thousand Suns" erweist sich als sperriger Rocker, "The Pilgrim" enthält unübertrieben sowohl Elemente, die an "Rime Of The Ancient Mariner" erinnern (diese unnachahmlichen Ram ta ta tam- Gitarren...), als auch Teile, die durchaus auf "Seventh Son..." hätten vorkommen können. "The Longest Day" erstrahlt mit einem hymnischen, nachdenklichen Chorus. "Out of The Shadows" steht in bester Tradition von "Wasting Love" oder "Tears of the Dragon" aus der Dickinson Solo-Phase. Wer Benjamin Breeg ist, wollen Maiden uns nicht verraten, aber im Song über seine Wiedergeburt dominiert unbarmherzig ein für Maiden völlig untypisches, deutliches Riff. Beim folgenden Song "Lord Of Light" gibt es kiruoserweise zwei gleichwertige Refrains, während die Strophen sich lässigen Durchschnitt gönnen können. "For The Greater Good of God" ist ebenfalls eine schöne, nachdenkliche Sache. Den Vogel schießt "The Legacy" ab, ungelogen eines der allerbesten Stücke der gesamten Maiden-Geschichte, irgendwo knapp hinter "Where Eagles Dare", aber Längen vor "Iron Maiden"- und es enthält tatsächliche Elemente beider Songs. Im letzten Stück der 2006er Platte versteckt gibt es eine Zeitreise zur "Piece Of Mind"!!! Unfassbar, auf welchem Level Maiden mittlerweile agieren. Manchmal vielleicht zu viel Maiden-Flickenteppich willkürlich aneinandergereihter Passagen, aber alles in allem eine Platte, die aufatmen lässt und mit der Maiden den echten Nachfolger ihres 88er Progressive-Schlachtschiffes geliefert haben. Auffallend noch zwei Dinge: Das Drumming, das sich arg unspektakulär im Hintergrund hält und verdammt songdienlich ausfällt, beim zweiten Hinhören allerdings Weltklasse ist. Dickinsons Stimme ist in Höchstform. Die "Triple Axe Attack" ist auch für Nichtkenner endlich mal hör- und spürbar.

"A Matter Of Life And Death" ist ein Album des "zweiten Eindrucks", des mehrmaligen Hörens und des Genießens im Gesamtzusammenhang, der vielen, vielen Details.

Mein höchst subjektives Fazit: Das beste Album seit der legendären Achtzigerphase mit Martin Birch, kein Witz. UP THE IRONS!


Monochrome
Monochrome

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das hätte mal vor 13 Jahren passieren sollen..., 22. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Monochrome (Audio CD)
...vier von fünf Sternen für ein Album von Helmet! "Meantime" fing auch mit M an, aber da hören die Gemeinsamkeiten mit den Ur-Helmet auch schon fast auf. Für "Meantime" hätte die Amazon-Skala überhaupt erst gar nicht ausgereicht, und auch beim "Betty" oder "Aftertaste" hätte die Fünf-Sterne-Skala einige zu wenig. Vier von fünf erreichbaren Sternen sind also für "Monochrome" nicht zu überschätzen, sondern bedeuten zögerndes und distanziertes Kopfnicken meinerseits zu diesem Release. Seit "Size Matters" spürt man halt, dass Stanier, Mengede und Bogdan an allen Ecken und Enden fehlen, denn schlussendlich waren sie es, die Hamiltons Ideen kongenial befruchteten. Im Nachhinein ist es einfach zu erkennen, aber Meilensteine wie die drei Erstgenannten Alben konnten nur in der damaligen Besetzung entstehen. Da war dieses- naja- Helmet-Feeling und da spürte man: Diese Band ist anders, trocken, zynisch, verrückt und diszipliniert. Und heute, auf - machen wir uns nichts vor- Hamiltons zweitem Soloalbum mit Gastmusikern ist dieses Feeling verschwunden und kommt nur seltenst zu Besuch, klopft mal an, schnuppert mal rein (gut würzende Drumeinlage bei "Dune", lässiges Gekreische in "Brand New") aber bleibt eben verdammt noch mal nicht bei einem, sondern schleicht sich durch die Hintertür wieder raus. Dann nämlich, wenn Hamilton mal wieder selten dämlich und uninspiriert vor sich hin nölt oder ein gut gemeintes Riff dann doch nicht zündet. Für sich genommen ist "Monochrome" ein gut unterhaltendes und überdurchschnittliches Alternative-Rockalbum mit guten Momenten (z.B. dem recht interessant vorgetragenen Titeltrack), aber wenn auf einer Platte tatsächlich "Helmet" draufsteht, dürfte es schon etwas mehr sein. Die "Grammatik" der Helmet-Musik bleibt bestehen: Knarzige Produktion, Dropped-D- Griffbrettgehacke. Aber- und das ausgerechnet Helmet vorwerfen zu müssen- das Gefühl fehlt, die spürbare Präsenz tatsächlicher Inspiration. Meantime-Aufguss? Vielleicht. Eigenständig? Mag sein. Helmet? Naja, irgendwie, aber nicht wirklich. Musik in Bestform? Siehe Antwort vorher. Sowas hätte ich mal vor 13 Jahren schreiben müssen- ich wäre nie Helmet-Fan geworden...


Best of Rock & Metal - Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten
Best of Rock & Metal - Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten
von Rock Hard
  Gebundene Ausgabe

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, Leute,..., 16. August 2006
...NATÜRLICH ist dieses Werk eine subjektive Auswahl einer Musikredaktion, die schon immer um Echtheit und Schlichtheit bemüht war. Deswegen AC/DCs "Back in Black" als Nummer 1, daher Tool viel weiter hinten und daher auch King Crimson gar nicht dabei. Und so hätte jeder Metal Fan sein - hoffentlich beim Bangen verlorenes Haar - in der Suppe zu finden, wenn er denn wollte. Jede dritte Rezension enthält das Wort "Riff", das sich in davon nochmal jeder dritten Rezension "tief" wahlweise "Deine Gehörgänge" oder "Dein Gehirn" fräst oder frisst. Und bei jeder zweiten rezensierten Platte hätte man genau eine solche erst gar nicht erwartet- entweder wegen des Zeitpunktes des Erscheinens, eines Sängerwechsels oder sonst irgendeiner Unmöglichkeit, durch deren Dann-Doch-Eintreten das Niveau der Platte nochmal beachtlich gestiegen ist. Nun mal ganz im Ernst: Wer erwartet von einem Magazin wie Rock Hard etwas anderes? Das ist überhaupt nicht abwertend gemeint, im Gegenteil: Das, was junge Leute heutzutage am meisten vermissen, kann der Heavy Metal ihnen zumindest ansatzweise geben. Echte Gefühle, Authentizität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Oder warum, gleubt ihr, taucht "St. Anger" von Metallica nur in dem Satz auf, in dem es abgewertet wird? Ich jedenfalls liebe Rock Hard darüf, dass man immer weiß, was man hat. Das Persil des Musikjournalismus quasi. Und entsprechend ist es für mich überhaupt kein Problem und bisweilen gar sehr unterhaltsam festzustellen, dass viele Metaphern zwar noch lange keinen guten Text machen, aber der dann immerhin nicht so pseudointellektuell rüberkommt wie meine Rezension. Vier Punkte für dieses Buch, klarer Fall. Erstens wegen der Arbeit, die dahinter steht, zweitens wegen der angesprochenen Authentizität (auch wenn die leider manchmal um ihrer selbst willen arg strapaziert wird) und drittens wegen der bewusst eingeschlagenen Herangehensweise des subjektiven Standpunktes, gewürtz mit netten Anekdötchen aus dem Leben eines Musikredakteurs.


New York Interiors FX
New York Interiors FX
von Beate Wedekind
  Taschenbuch

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dieses Buch zeigt uns eindrucksvoll..., 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: New York Interiors FX (Taschenbuch)
...was alles möglich ist, wenn man sich nur fein dem Kapitalismus unterwirft. Diese Wohnungen sind teilweise ganz ehrlich ein Traum, aber realistische Einblicke in die GeWOHNheiten normaler Menschen sind hier nicht zu erwarten. Gut zwei Drittel der Portraitierten Leute in diesem Buch sind Millionäre, und die haben natürlich gut lachen, wenn es darum geht, mal eben den 67. Stock eines Wolkenkratzers in einen Salon á la Ludwig XVI. auszubauen. Ein labender Bildband ist dieses Buch tatsächlich geworden. Die Menschen in den Wohnungen lernt man aber nur bedingt kennen, und wer Fotos von Wohnungen erwartet, in denen echt jemand dauerhaft lebt, der sollte sich schnellstens nach einem authentischeren Buch umsehen. Das, was es sein soll, ist dieses Buch zweifelsohne: Neiderzeugendes Zeugnis unglaublicher Dekadenz einer Oberschicht, von mir aus auch noch ein interessanter Streifzug durch die Welt der Kunst. Aber es ist auf keinen Fall repräsentativ für den normalsterblichen Bürger New Yorks. Aber wer erwartet im Taschen Verlag schon Authenzität? Vier Sterne.


Introduction to the Study of Dinosaurs
Introduction to the Study of Dinosaurs
von Anthony J. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 64,42

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da war ich aber wirklich platt!, 13. August 2006
Es gibt ein echtes Lehrbuch über die Dinosaurier. Viele Dinosaurierbücher sind entweder kindische oder langweilige Einführungen ins Thema, man hat stets das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, wenn man sich wirklich einmal über die Ornithischia und die Saurischia informieren will. Dieses Buch schafft Abhilfe: Es ist tatsächlich für amerikanische Erstsemesterstudent/innen von Geologie / Paläontologie oder auch Biologie geschrieben worden. Didaktisch brilliant, pädagogisch sehr wertvoll und in einem sehr flüssigen englischen Text vorgetragen nutzt dieses Buch das nach wie vor ungebrochene Interesse an den Dinosauriern als gutes Medium / Vehikel / Werkzeug, um von den Dinos ausgehend zur Wissenschaft allgemein zu kommen. Unschlagbarer Vorteil der Dinosaurierforschung ist, dass dieses Gebiet so unglaublich vielseitig ist: Neben den klassischen Disziplinen Geologie / Paläontologie, die für die Ära des Mesozoikums ja hauptsächlich "zuständig" sind, braucht es auch Kenntnisse der Chemie, Physik, Mathematik, Ökologie, Genetik. Und die werden tatsächlich mal relativ schmackhaft, wenn sie sich bis in den Bereich der Dinosaurierpaläontologie erstrecken. Also: Man sollte das "Dinosaurierinteresse", dieses Virus, was meistens Jungs so sicher überkommt wie die Windpocken, nicht belächeln und mit billigen Gummidinos abspeisen. Nein, diese Phase kann man nutzen und sie ernst nehmen, denn sie ist ganz natürlich und zeigt das generelle Interesse des Menschen an der Wissenschaft. Da ich früher ob meines Dinosaurierinteresses oft belächelt wurde, ist dieses Buch, tatsächlich für Studenten verfasst, die ideale genugtuung für mich. Fünf Sterne!


Rio Grande Blood
Rio Grande Blood
Preis: EUR 19,06

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leg Dich schon mal aufs Gleis,, 28. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Rio Grande Blood (Audio CD)
die Lok kommt gleich, ihr Name ist Ministry. Die Motoren werden gespeist von purer Energie, ungebremster Wut und überschäumender Freude am Musizieren. Ein 1000 PS Drumcomputer bringt die Energie locker auf die Schiene und setzt sie wahlweise in rasende Geschwindigkeit oder zermürbende Riffmonster um - die allerdings nicht weniger killen. Das vorletzte Album der Industrialrocker ist ziemlich thrashlastig ausgefallen, der Punk schaut gelegentlich vorbei und manchmal gibt es sogar ein wenig Melodie. Ah, da kommt der Zug, schön ruhig liegen bleiben. Kopfhörer auf, Lautstärke hochdrehen- viel wird nach Hörgenuss nicht mehr von Dir übrig bleiben. Und das ist es doch, was wir von Ministry erwarten. Da sei den Jungs auch die Höhenlastigkeit des Sounds verziehen.


Mer de Noms
Mer de Noms
Preis: EUR 18,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hier ist NICHT Tool!, 5. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Das hier sind "A Perfect Circle", meine Lieben. Eine Allstarzusammenstellung von Musikern, die die Liebe zu verschrobenen, oft melancholischen und manchmal schlicht zynisch-resignierten Klängen zu verbinden scheint. Denn eben diese hören wir auf "Mer De Noms". Natürlich macht man zunächst vieles an der Stimme des Sängers fest, die man bisher nur aus dem Tool Kontext kannte. Man darf nun allerdings nicht den Fehler machen, von der Stimmfarbe und -führung, die bei Keenan stets irgendwo kurz vor oder schon kurz hinter dem Schritt zum Übermenschlichen liegt, an die Musik die gleichen Ansprüche zu stellen wie an Tool. Diese Erwartungshaltung scheint ein Grunddilemma von A Perfect Circle zu sein, der Beweis: Viele nennen die Band "Tool light". Für mich ist das Quatsch, denn "Mer De Noms" ist eigenständig und schräg genug und erinnert mich selten wirklich an Tool- eher an eine düstere, verzweifelte Version der Smashing Pumpkins komischerweise. Die Sache hier ist ausgereift und eigenständig, und wem verschrobene, sentimentale und doch manchmal hoffnungsschimmernde Nummern wie "The Hollow", "3 Libras" oder "Judith" da nicht als Beweis reichen, der soll halt weiter Tool hören.


Star Wars - Clone Wars, Vol. 2
Star Wars - Clone Wars, Vol. 2
DVD ~ Corey Burton
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 38,03

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sogar eine kleine Steigerung zur ersten Staffel!, 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Clone Wars, Vol. 2 (DVD)
Was ich zur ersten Staffel meine, steht unter entsprechender DVD als Rezension. Ergänzen möchte ich zu vorliegendem Artikel, dass der Focus in Staffel 2 mehr auf dem Schicksale der Hauptakteure liegt. Ging es in "Clone Wars I" oft um Konflikte allgemeiner Art und große Schlachten, ist Staffel zwei etwas, naja, intimer. Ein tiefergehender Einblick ins Schicksal Anakins wird gegeben, dabei ist es sehr schön zu sehen, wie liebevoll die Autoren diesmal sogar an die Originaltrilogie anknüpfen. Wir erfahren, warum Luke auf Dagobah so mulmig wird, sehen endlich den frisch goldenen und sehr stolzen C3PO und wissen nun, dass auch Anakin- analog zu Luke in Episode IV - eine schmerzhafte Vision hatte. All das ist ziemlich subtil ins mangacomic ähnliche Medium des Zeichentricks eingebettet und gewinnt dadurch noch einmal eine ganz neue Dimension des Reizvollen. Wunderbar! Und: "Clone Wars II" hört genau da auf, wo "Revenge Of The Sith" beginnt. Ein klares Zeichen dafür, dass die Serie nun endgültig zum "wirklichen" Universum gehört!


Star Wars - Clone Wars, Vol. 1
Star Wars - Clone Wars, Vol. 1
DVD ~ Corey Burton
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 17,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natürlich ist das hier Star Wars!, 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Clone Wars, Vol. 1 (DVD)
Die Wogen haben sich geglättet, und die "Clone Wars I" DVD steht nach wie vor in meiner Sammlung. Ich habe sie mir neulich noch einmal in aller Ruhe angesehen und musste zugeben: Na klar ist das Star Wars, nur eben auf eine gewöhnungsbedürftige Art und Weise erzählt. Viele Aktionen mögen übertrieben wirken, beispielsweise Mace Windus "Kung Fu" - Einlage, die eine ganze Droidenarmee außer Gefecht setzt. Aber vergessen wir nich: Der Krieg der Sterne besteht im Kern zwar aus den sechs "Hauptfilmen", besaß aber immer schon eine gewisse Affinität zu vielfältigen anderen Medien wie Rollenspiel, Roman, Comic und eben auch Zeichentrick. Und sind wir doch mal ehrlich: Diese Vielfalt trägt wesentlich zum Überleben des Fandom bei. Nicht, dass die Filme aus sich heraus nicht genügend Substanz dazu besäßen, über Generationen hinweg Menschen zu begeistern. Aber die besagten anderen Medien sind, naja, Katalysatoren oder "Köder" für Interessierte. Nun habe ich viel geschrieben über die Form der "Clone Wars", sie ist dem Inhalt angemessen und sorgt für Erfrischung. Inhaltlich wird der Focus in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen, die aneinander gereiht auch als Film durchgehen könnten (erwartet dabei aber bitte nicht zu viel) auf die Klonkriege gelegt. Besonders Kriegshandlungen und einzelne Schlachten sind zu sehen, Jedi führen Armeen von Klonkriegern an, die Separatisten lassen nicht locker. Bekommen wir in Realfilm lediglich Anfangs- und Endschlacht der Klonkriege mit, zeigt "Clone Wars", was zwischenurch geschehen ist. Das mag manchmal übertrieben dargestellt sein, ist aber- und war Star Wars das nicht immer - kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau. Als ehemaliger "Realfilmpurist" breche ich nun hier mal eine Lanze für die Medienvielfalt. Ist es nicht klasse, wenn sich auf einem Fantreffen ein Vierzigjähriger, der "Eine neue Hoffnung" als Realfilm im Kino erlebt hat und ein pubertierendes "Clone Wars- Kid" sich unter der gemeinsamen Flagge des Sternenkrieges austauschen, streiten und diskutieren? Und solche Kontakte sind die Essenz des Fandom. Man kann sein Fansein alleine ausleben, im Privaten, keine Frage. Aber Clone Wars mit all seiner Hektik und vermeintlichen Überspitzung sorgt endlich mal wieder für echten Diskussionsstoff. Und so ist die Serie dreifach gut: In sich als Unterhaltung, als Erfrischung im Star Wars Universum und als Anknüpfungspunkt zu Diskussionen und somit Schmieröl für die Kommunikation im Fandom. Daumen hoch!


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