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Rezensionen verfasst von
Frank Huebner (Verden (Aller))
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Helden von Hill 60
Helden von Hill 60
DVD ~ Brendon Cowell
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 7,44

35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überaschend gut, 11. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Helden von Hill 60 (DVD)
Im Moment wird man ja etwas überschüttet mit Kriegsfilmen, leider sind 90% davon billiger Unterhaltungsmüll.
Filme über den 1. Weltkrieg sind da immer mehr im Kommen, nur ist halt sehr viel Schrott dabei.
Wer verwöhnt ist vom Wk1-Klassiker "Mathilde, eine große Liebe" oder "Les Fragements de Antoinine" sollte sich diesen Film einmal ansehen.

Anders als der billige US-Hobbyfilm "Company K" (den ich nu wirklich nicht empfehlen will) ist der australische Film "Die Helden von Hill 60" eine erfreulich gute Erscheinung. Wie schon beim älteren Film "The Lighthorsemen" schildert der Film den 1. Wk aus Sicht australischer Sodlaten, hier jetzt an der Westfront, die Digger werden ja gerne vergessen.

1916 versuchte man, den Stellungskrieg aufzubrechen, in dem man unterirdisch Stollen grub, um die Stellungen des Feindes von unter her zu sprengen. Dazu wurden (bei den Deutschen und Franzosen ebenso) aus den Commonwealth-Ländern ausgebildete Bergleute angeworben.

Der Film ahndelt von einem austr. Ingeneur, der als Offizier erst in Frankreich udn später in Belgien (am Hill 60) eingesetzt wird, um mit seinen Männern den krieg in den Stollen zu führen.Der Film ist dabei grob an wahre Begebenheiten angelehnt, wo austr. Mineure den von deutschen Truppen bestezten Hill 60 untergruben und sprengten.

Der Film, anders als der eher schlechte "Passchendaele" und der grottige "Company K" ist qualitätiv sehr gut geworden. Gutes Bild und Ton, sehr gute Ausstattung und stellenweise eine unglaubliche Atmosphäre in den Stollen. Man spürt die Hitze und die schlechte Luft förmlich.

Anhand der Person des Offiziers werden sehr anschaulich die Probleme der australischen Männer gezeigt. Man muss sich zum Kriegsdienst melden, wenn man nciht außerhalb der gehobenen Klassen stehen will. An der Front herrscht ein britisch geprägter Standesdünkel zwischen Offizieren und Mannschaften, die Soldaten sehen sich meist nur als Kanonenfutter. Am Ende bleibt nur Eines: Die Wahl zwischen den Männern und der Befehl. Das Ergebnis ist ein Orden und ewige Gewissensbisse, die Männer verheizt zu haben.

Guter Film, sicher kein Meisterwerk, aber endlich mal wieder ein Film über den 1. Wk, den man getrost weiterempfehlen und ansehen kann. Für Sammler und Reenactoren sorgt die gute Ausstattung für zusätzliche Höhepunkte.

Die Zusatzmaterialien sind leider mager, kein Making-of ist dabei.

Company K - Krieg ist kein Abenteuer
Company K - Krieg ist kein Abenteuer
DVD ~ Ari Fliakos
Preis: EUR 9,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen GUte Idee, leider sehr billig umgesetzt, 8. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Company K - Krieg ist kein Abenteuer (DVD)
Filme über den 1. Weltkrieg haben in den letzten Jahren Hochkonjunktur. Neben wirklichen Meisterwerken ("Mathilde, eine große Liebe" oder "Les Fragments de Antoinine", beides franz. Filme, die sich mit dem Thema auf höchsten Niveau befassen) gibt es reichlich Mittelmaß ("Lost Bataillon", "Merry Christmas") oder Beinahemüll ("Der Schützengraben"), der um die Gunst des Zuschauers bemüht.

"Company K" reiht sich leider in die letztere Riege ein. Schade.

Warum so ein hartes Urteil?
Die Idee ist gut, keine Frage. Ein Veteran, Marine, der an der Westfront 1918 kämpfte, verarbeitet seine Erinnerungen, indem er einen Bericht über seine Kompanie schreibt. Eben die besagte K-Kompanie.
So gut die Idee, so dürftig die Umsetzung.

Zu allererst die Qualität. Der Film ist in der Synchronisation sehr schlecht. Nicht nur die Sätze sind teilweise schelcht übersetzt, der Syncro-Regisseur hat gekonnt eine Übereinstimmung der Lippenbewegungen mit dem Text vermieden. Teilweise nicht schlimm, oftmals mehr als störend. Dazu wechselt die Tonspur von der billigen Synchro in den leider ebenso billigen Originalton. Mal blechern, mal ohne Nebengeräusche, mal so, als wenn ein Sprecher den Text in einen Kinderkassettenrekorder diktiert. Grottig.
Die Bildqualität ist ebenso mies, da kann man mit einer Videokamera bessere Ergebnisse erzielen.

Eines ist sofort klar: Der Film ist ein C-Movie und sicher nicht für das große Kino gemacht worden. Die Schnitte sind unbeholfen, aufgrund der stückweisen Erzählform der einzelnen Protagonisten kann man einfach keine wirkliche Bindung aufbauen. Dazu ist die Geschichte langweilig erzählt.

Was den Film mit 2 Sternen davonkommen lässt ist die Ausstattung der US Marines, die ganz gut gelungen ist. Die grünere Wollfarbe, die M1910 Ausrüstung, Gasmasken, Springfield M1903-Gewwehre, okay, damit kann man leben. Unterirdisch schlecht sind die Uniformen der Deutschen, geht halt nicht.
Die Bauten sind...dürftig, die Umgebung eher Pennsylvania-ähnlch als der Osten Frankreichs. Grabenkriegs-Atmosphäre kommt da nicht auf. Ich stufe den Film eher als Reenactment-Niveau ein, denn als ernsten Kinofilm (und damit auf einer Ebene mit "The Fallen").

Der Film wurde 2004 in den USA als Low-Budget-Film gedreht, das merkt man leider in jeder Sekunde.

Vom Ablauf und Qualität ein Stern, für die nette US-Ausstattung ein zweiter. Aber mehr geht nicht.
Ich hoffe, das in Zukunft weniger, dafür aber bessere Filme zum Thema gedreht werden. So kann man den Film nur absoluten Freaks empfehlen. Wer etwas Niveau für sich in Anspruch nimmt wird sehr unglücklich sein.

Ach ja, Extras sind bei dem Film als geschinittene Szenen dabei und Trailer. Also auch nichts, was den Film besser macht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2010 7:11 PM CET


City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker
City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker
DVD ~ Yuanyuan Gao
Preis: EUR 4,97

58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht beschreibbar, 23. Oktober 2010
Nur sehr wenige Filme (und ich habe viel gesehen) haben es geschafft, mich am Ende betroffen, wort- und ratlos zurückzulassen.
Dieser Film ist ein Gemetzel für die Seele, wer hier nicht betroffen ist sollte mal zum Psychologen gehen.

Zur Handlung: Wie "Assembly" auch wird hier ein kleines Stück der langen Geschichte Chinas aufgearbeitet. Nur ist dieser Film wie die Faust in die Magengrube, vorbereitet war ich darauf nicht.
Geschildert wird die Einnahme Nankings 1937 durch die japanische Armee. Die Stadt wurde durch kommunistische und nationalchinesische (Kuomintang) Truppen gleichermaßen verteidigt, natürlich sind hier die Kuomintang-Trupopen sehr gut ausgerüstet und eige auf der Flucht, während die rotchinesischen Soldaten alle abgerissen und verwundet sind, trotzdem bis zum letzten kämpfend dann noch aufrecht in die Exekutionen gehen. Gut, das kann man ertragen.

Der Häuserkampf zur Einnahme Nankings ist sehr lebhaft und glaubwürdig geschildert, anders als manche Superschlachten á la "Saving Private Ryan" etc. Dann geht das drastische schon los. In einigen Wochen werden Hunderttausende von Kriegsgefangenen und Zivilisten ermordet, Massenerschießungen, Enthauptungen, alles, was so überliefert ist. Teilweise schon schwer anzusehen wird es schlimmer, als die massenhaften Vergewaltigungen durch japanische Soldaten beginnen. Viele Einzelschicksale wedren gezeigt, auch ein japanischer Leutnant (Herr Karukawa) wird verfolgt, er beteiligt sich nicht unmittelbar an den Massakern, nimmt sie aber hin, beobachtet sie, bis er schließlich daran zerbricht.

Der Film ist technisch auf der Höhe der Zeit, er kommt mit wenig Text aus, die Bilder spechen genug. Dazu ist er in schwarz-weiß gedreht, was ihm eine fast dokumetarische Qualität verleiht. ZUm Glück hat man auf zuviel emotionalisierende Musik verzichtet (ähnlich wie bei "Die Grauzone") kommt das Grauen mit den Bildern und der Stille.

Die Aussatttung ist ebenfalls sehr gut, ein Musterbeispiel, was man mit einem guten Drehbuch und dem Willen, einen solchen Film zu machen, alles erreichen kann.

Fazit: unglaublicher Film, er erzählt nicht die ganze Geschichte des japanisch-chinesischen Krieges, aber eine wichtige Episode daraus. Männer werden zu Monstern, die Zivilsiten sind wie immer die Verlierer.

"Manchmal ist es einfacher zu sterben, als zu leben" sagt der Leutnant am Ende des Filmes. Wenn man den Film gesehen hat, weiß man, dass er recht hat.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2013 12:39 PM MEST


The Fallen
The Fallen
DVD ~ John McVay
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übelster B-Movie, dazu noch wirr und langweilig, 23. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Fallen (DVD)
Wie kam dieser Film zu 3 (naja, absoluten nullwertigen) Auszeichnungen?
Egal, er ist einfach schlecht.

Die Handlung ist ja noch nett, es werden in Italien 1944 deutsche, italienische und US Soldaten in wirren Gefechten gezeigt, dazu eine Bande von Partisanen. Das war es auch schon.
Ausstattung: Mittelmaß, dazu ein ganzer Haufen von Beratungsfehlern (nein, man schießt nicht mit einem Fliegerabwehr-Visier auf MG gegen Erdziele, nciht mal die Italiener).
Der Film ist absolut unterstes C-Movie-Niveau. Gute Idee, billige Umsetzung. Die Protagonisten sind oberflächlich und langweilig gezeichnet, Spannung wird gekonnt vernmieden. Die kleinen Gefechte sind billig, da macht halt ein Radspähwagen M8 auch mal Kettengeräusche.

Das absolut Letzte neben der ohnehin miesen Handlung und Ausfürhung ist die Bildwualität. Am Anfang dachte ich,m ich schaue einen ital. Kriegsfilm aus den 60ern. Weit gefehlt, die haben es glatt geschafft, das Bild so zu verzerren, dass der Film eine Qual ist.

Also: Schrott, Mülltonne. Schlechter gehts nciht mehr.

Bruderkrieg
Bruderkrieg
DVD ~ Pier Giorgio Bellocchio
Wird angeboten von Movie-Star
Preis: EUR 4,49

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirr und ohne wirkliche Story, 30. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Bruderkrieg (DVD)
Der Film hat mich etwas stark geärgert. Italienische Soldaten im Kosovo. Okay. Eher langweilig wird der Dienst beschrieben, man findet eine Frau, nimmt sie mit, wird von Serben gejagt (oder waren Albaner? Keine Ahnung).

Eine Nacht in einem Bauernhaus, Schießerei. Morgens Rettung. Schluss. Super.

Der Film macht einen billigen, schnell heurntergedrehten Eindruck. Ausstattung okay, aber der Rest?

Ganze Handlungsstränge scheinen geklaut von dem spanischen "Guerreros" und etwas "No Man's Land". Der Rest ist...schweigen.

Lohnt nicht.

Kinder, Mütter und ein General
Kinder, Mütter und ein General
DVD ~ Bernhard Wicki
Preis: EUR 7,99

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, einer besten Kriegsfilme zum Thema!, 30. September 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kinder, Mütter und ein General (DVD)
Eine große Überraschung war die Veröffentlichung des Films, endlich nach fast 60 Jahren.
1955 wurde dieser Film in der Lüneburger Heide gedreht. Trotz seiner Einteilung in die damals so beliebten "Rechtfertigungsfilme" (Kurze Erklärung: Filme, die die die Seele der Deutschen in der Nachkriegszeit etwas tätscheln sollten. Motto: Wir waren fair, wir haben nur Befehle befolgt, wir sind auch Opfer) sehe ich ihn als absoluten Meilenstein, was die Aufarbeitung des Themas Endkampf und verheizte Jugend anbetrifft und er sich so sehr deutlich abhebt von Kriegsabenteuerfilmen Marke "Hunde, wollt ihr ewig leben?", "08/15", "Der Stern von Afrika" etc.
Damit ist er (neben "Die Brücke" und "Die Abenteuer des Werner Holt", eine DEFA-Produktion) einer der ganz wenigen Filme, die die Atmosphäre und die Hintergründe der seelischen Vorgänge der Soldaten eindrucksvoll beschreiben.

Zum Film:
Eine Gruppe Jungendlicher haut aus der Schule in Stettin ab und schließt sich einer Wehrmachtskampfgruppe an, die gegen die anstürmenden Rotarmisten an der Ostfront kämpft. Eine Gruppe von Müttern, die die Kinder von der Schule nach Hause holen wollen, entscheiden sich nicht für die angeratene Rückkehr. Sie wollen die Kinder von der Front zurückholen. Also machen sie sich auf den Weg an die Front, und mehrere Szenen sind so eindrucksvoll, dass der geneigte Zuschauer noch lange darüber nachdenken wird.
Im hauptquartier bringen sie den General in Gewissensnöte, bis er ausruft: "Ich kann doch nicht bei all den Soldaten ann die Mütter denken!". Sie ziehen weiter an die Front, in ein Dorf, das von der "Kampfgruppe Dornberger" (großartig gespielt von Bernhard Wicki)gehalten wird. Auf dem Weg machen sie Rast in einem verlassen Gasthaus, wo nachts der erschöpfte Zug unter Führung eines Leutnants (gespielt von einem sensationellen Klaus Kinski) einkehrt. Einer der Soldaten (Maximilian Schell) will türmen und wird "an die Wand gestellt". Viele kleine Szenen, die einen Eindruck der Situation damals geben. Claus Biederstaedt als kiegsversehrter Versorgungssoldat und Hans-Christian Blech als Zugführer der Jungens besetzen weitere kleine, aber eindruckvolle Rollen.

Im Dorf angekommen treffen die Mütter auf die Jungens, einer ist bereits gefallen (die Mutter, Therese Giehse, bekam für die Rolle den Deutschen Filmpreis 1955). Die Kindersoldaten zeigen den Mütter die gegnerischen Sodlaten, die sie getötet haben und wollen nciht nach Hause. Sie seien ja Soldaten.
Jeder Junge hat andere Gründe, weiterzukämpfen, die Mütter haben jede andere Ängste. Nachdem der Hauptmann Dornberger etwas "weichgeklopft" wurde entschließt er sich, gegen den Befehl des Generals den Rückzug anzuordnen.
Im Gefechtsstand muss General entscheiden zwischen Kriegsgericht oder Orden. Die Jungens werden ausgezeichnet, die Kampfgruppe zieht weiter zum nächsten Einsatz. Nur die Jungens, die werden zurückgelassen. Von den alten Landsern, die sie einfach nihht mitnehmen.

Der Film ist in Teilen fast schon eine Charakterstudie diverser Soldatentypen. Leider wurde eine kleine Liebensgeschichte zwischen dem Hptm Dornberger und der Mutter eines der Kinder eingebaut, was zwar den die Gewissensbisse des Offiziers etwas beschreibt (rettet er die Soldaten wegen der Mutter, und macht diese auf Liebe wegen ihres Sohnes?), aber ist erträglich, finde ich.

Ausstattung: 1955 musste man sich keine Gedanken machen um orignale Uniformen. Alles Orignal, sehr eindrucksvoll zusammengestellt (Mischmach halt). Fahrzeuge sind zu 90% sehr gut, die Russen grifen mit britischen Cromwell-Panzern an (die Briten waren ja nebenan in der Lüneburger Heide).

Fazit: Einer der besten Filme zum Thema Ende des 2. Weltkrieges! Tolle Schauspieler, super Atmosphäre, sehr nachdenkliche Szenen.
Nichts für Actionfreaks (es gibt nur 2-3 Gefechtsszenen), aber ein Muss für "Denker".

Pike and Shot Tactics 1590-1660 (Elite)
Pike and Shot Tactics 1590-1660 (Elite)
von Keith Roberts
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beantwortet nicht alle Fragen, 24. September 2010
Das Buch "Pike and Shot Tactcs" erklärt die Vorgehensweise des Gefechtseinsatzes von Pikenieren und Musketenschützen (Musketieren).
Dabei werden die Phasen der Entwicklung getrennt betrachtet (niederländische Taktik Ende des 16. Jahrhunderts, 30 Jähriger Krieg und englischer Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert). Viele Skizzen und farbige Karten geben einen Einblick in die Aufstellung und den Einsatz der Einheiten.

Leider bin ich etwas enttäuscht vom Gesamteindruck, denn über eine Grobüberischt kommt man nicht hinaus. Gerade der Einsatz im 30 Jähr. Krieg hatte sehr viele Änderungen zur Folge, die auf dem Kontinent fast zum "Aussterben" der Pikeniere führten, später im englischen Bürgerkrieg aber wieder an Bedeutung zunahm.

Trotzdem für Modellbauer und Reenactoren gut brauchbar. Wirklich Interessierte werden an der internationalen Fachliteratur nicht vorbeikommen.

Lützen 1632 - Climax of the Thirty Years War
Lützen 1632 - Climax of the Thirty Years War
von Richard Brzezinski
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,99

4.0 von 5 Sternen Die Analyse einer Schlacht, 24. September 2010
Lützen 1632 war ursprünglich keine entscheidende Schlacht. Auf dem Feld in der Nähe von Leipzig trafen sich kaiserliche (katholische) und schwedische (protestantische) Truppen, jeder wollte den anderen am weiteren Vordringen hindern. Im Laufe der Schlacht starben nicht nur knapp ein Drittel aller Soldaten, sondern auch die beiden wichtigsten Führer, König Gustav Adolf von Schweden und Gottfied Heinrich zu Pappenheim auf katholischer Seite.

Noch heute streiten sich die Gelehrten,wer der Sieger der Schalcht war. Die Kaiserlichen, weil sie mit dem Tode Gustav Adolfs die schwedische Phase des 30 Jährigen Krieges beendeten oder eben die Schweden, die abends im Besitz des Schalchtfeldes waren und dem Gegner die höheren Verluste beibrachten?

Das Buch der Serie Osprey Campaign schildert den Ablauf der Schlacht nach bewährtem Muster: Ausgangslage, die beteiligten Armeen und Heerführer, die Stratiegien und die Phasen der Schlacht. Da eben diese zeitweiose sehr verworren waren helfen die guten Skizzen und Karten sehr, das Gefecht zu verstehen.

Alles in allem ein gut gelungenes Buch, eventuell eines der besseren der Serie. Abläufe werden gut verständlich und nachvollziehbar geschildert, ein Überlick über die Gesamtlage 1632 wird gegeben.

Wer einen ersten Blick auf das Thema werfen will wird nciht enttäuscht sein. "Profis" werden eventuell die Fachliteratur bevorzugen.

Robin Hood [Director's Cut]
Robin Hood [Director's Cut]
DVD ~ Russell Crowe
Preis: EUR 5,99

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Actionkino, was schert mich historische Genauigkeit :-), 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Robin Hood [Director's Cut] (DVD)
Im Kino haben ich Robin Hood verpasst, also gleich auf DVD besorgen.
Nach den ganzen Rezenionen hier war ich fast versucht, den Film links liegen zu lassen. Zum Glück habe ich es nciht gemacht!

Erzählt wird eine etwas andere Geschichte vom späteren Waldbruder, namlich die Vorgeschichte, wie Robin Longstride vom desillusionierten Ex-Kreuzfahrer zum Retter der...lassen wir das.

Er wird zum Deserteur und flieht zurück nach England. Auf der Flucht kommt ihnen ein Zufall in die Quere, sie finden nach einem Überfall die Krone Richard Löwenherz' und bringen diese zum Prinz John zurück. Sie nehmen dabei die Identität der nun toten, eigentlichen Boten an (Robin Longstride wird so zu Robin Loxley of Sherwood.

England versinkt in Folge in einen Fast-Bürgerkrieg, in dem Prinz John das Volk knechtet und dessen Bruder die Franzosen isn Land holt, um den geschwächten König John (gekrönt mit der zurückgebrachten Krone) zu stürzen.
Robin und seine Mannen besiegen die ankommenden Franzosen, der König bricht sein Wort der Freiheit, Robin zieht mit seiner Marion in den Wald. Ist ja auch billiger dort.

Okay, die Handlung hat nichts mit der eigentlichen alten Geschichte zu tun und ebenso wenig mit der histosch überprüfbaren Realität. Aber es ist ein netter Actionfilm, tolle Kämpfe, eine Wurst von König Richard (sonst ja eher nobel dargestellt), fiese Fieslinge und eine recht oberflächliche Cate Blanchett.

Aber: "Königreich der Himmmel", "Gladiator", "Troja" und der ganze Wust an Ritterfilmen sind ebenso wenig an der Realität angelehnt. Hey, es sind Actionfilme, die unterhalten wollen! UNd das macht dieser Film ganz gewaltig.

Ridley Scott hat leider sehr bei seinen alten Filmen geräubert, so dass ganze Passagen an Gladiator und Königreich der Himmel erinnern. UNd die Schalchtszenen am Strand sind der größte Humbug überhaupt. Als wenn Tom Hanks seine Shaving Private Ryan-Landung nur im Kettenhemd neu verfilmt hätte. Lustig, aber absolut haaresträubend.

Aber: Eagl, es ist tolle Unterhaltung. Man muss den Film ja nicht im Geschichts-Leistungskurs sehen.

Mir hat er gefallen.

Mich würde interesserien, warum jemand "Nicht hilfreich" anklickt.

Fall 39
Fall 39
DVD ~ Renée Zellweger
Preis: EUR 5,99

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Ideen, leider sehr vorraussehbar, 19. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Fall 39 (DVD)
Fall 39 ist ein eher typischer Vertreter seines Genres. HIer sind einige gute Ideen hinzugekommen, so dass er für mich spannend und sehenswert war.

Kurz zur Handlung (die man wie so oft in 3 Sätzen beschreiben kann):
Sozialarbeiterin (Hier Renee Zellweger in einer guten Leistung) bekommt als neuen Fall (eben Fall 39) ein kleines, nettes Kind, die anscheinend von den Eltern bedroht wird. Als sie den Hilferufen nachkommt verhndert sie knapp, wie die Eltern das Kind in einem Backofen umbringen wollen (eine der krassesten Szenen im Film).Sie nimmt das Kind nach Einweisung der Eltern bei sic auf, daraufhin sterben in ihrem Umkreis die Menschen...an ihen Ängsten.

Langsam erkennt sie, dass nicht die Eltern verrückt waren, sondern das das Kind "das Böse" ist. Also macht sie sich auf, um das Kind umzubringen.

Ein guter, spannender Film, leider sind viele Handlungen verhersehbar. Dafür ist das Finale wieder richtig gut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 22, 2010 4:50 PM CET


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