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Rezensionen verfasst von
Roter Zwerg "42" (Düsseldorf)

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F wie Fälschung. Zweitausendeins Edition Dokumentation 38
F wie Fälschung. Zweitausendeins Edition Dokumentation 38
DVD ~ Orson Welles
Wird angeboten von Syndikat Buchdienst
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Ein faszinierender Trip in die Zwischendimension zwischen Realität und Fiktion, 22. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Orson Welles hat mit "F wie Fälschung" natürlich keine normale Dokumentation über einen Fälscher gedreht. Wie auch? Er ist schließlich Orson Welles...

Der Film changiert selber permanent zwischen Wahrheit und Lüge. Er stellt die Mechanismen des Mediums Film (wie Fernsehen) heraus, mit deren Hilfe Fiktion kreiert wird, indem man die Realität nur anders zusammenschneidet. Nie gibt er seine Mittel völlig preis, aber er zeigt einem immer wieder, wie alllzu leicht man als ZuschauerIn immer wieder getäuscht werden kann und auch wird.

Der ehrlichste Charakter ist noch immer der im Film durch Orson Welles portraitierte Zauberkünstler, der zwar seinem Publikum Illusionen vorführt, aber niemals so tut, als seien sie Realität.

"F wie Fälschung" ist ein erstaunlicher, traumartiger Trip durch die Zwischenwelten, die zwischen harter Realität und deutlicher Lüge/Fiktion stehen. Und er entlässt einen auch nicht aus diesen Zwischendimensionen. Ein schelmischer Blick des großen Orson Welles auf sein eigenes Medium.


The Evil Within (100 % Uncut) - [PlayStation 4]
The Evil Within (100 % Uncut) - [PlayStation 4]
Wird angeboten von Gamercube
Preis: EUR 39,05

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider deutlich unter seinen Möglichkeiten, 22. Dezember 2014
Schade, da habe ich eigentlich mehr erwartet... Nachdem ich gerade "The Last of Us" und "Alien: Isolation" hinter mir hatte, war ich natürlich auch ein bisschen verwöhnt, aber dennoch:
"The evil within" bewegt sich grafisch leider deutlich auf (schlechtem) PS3-Niveau, die Steuerung ist völlig unpraktisch (da sollten die Entwickler nochmal einen Blick auf "Alien: Isolation" werfen, bei dem es dieselben Bewegungsoptionen gibt, sie aber deutlich fließender und organischer umgesetzt werden) und durch die Third-Person-Perspektive, die ich normalerweise mag, wird hier auch noch der letzte Rest Spannung durch Frust ersetzt, da der Charakter eigentlich immer nur (fast) bildfüllend die komplette Sichtlinie nimmt. Bei einem Spiel, bei dem es darauf ankommt, die Bewegungen seiner Gegner genau zu beobachten, kann es nicht sein, dass man seine Gegner oft nicht sieht, weil sie VOR einem sind (und man als Spieler HINTER seinem Charakter ist). Die KI ist auch äußerst merkwürdig und agiert teilweise völlig unnachvollziehbar. (Manchmal macht man einen Höllenlärm neben einem Zombie/Geist/Dämon-Dingsbums und der schnallt es nicht sondern geht einfach weiter seinen vorprogrammierten Weg und dann wiederum sieht ein Gegner einen plötzlich, obwohl man wunderbar versteckt war und auch außerhalb der Blickrichtung des Gegners).

Und zu guter Letzt (aber das ist jetzt ein reines Geschmacksargument) gehören die Entwickler offenbar zu den Leuten, die Horror und Gore für dasselbe halten. Massenweise Blut und Gematsche ergeben noch lange keinen Horror (ganz im Gegenteil). Angst macht das Spiel an keiner Stelle, Spannung kommt so gut wie nie auf (eher Frust) und durch die - bereits erwähnte - miese Grafik und (die absurd hohen Kontrastwerte) ist das Spiel auch atmosphärisch weit von seinen offenkundigen Vorbildern entfernt.

Hat mich doch sehr enttäuscht.


Alien: Isolation - Ripley Edition (inkl. Artbook) - [PlayStation 4]
Alien: Isolation - Ripley Edition (inkl. Artbook) - [PlayStation 4]
Wird angeboten von HD Gameshop
Preis: EUR 49,90

5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, beängstigend, wunderschön und unfassbar spannend!, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe schon lange nicht mehr so viel Angst bei einem Spiel verspürt. Die Programmierer und Designer haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet. In jeder Sekunde herrscht das "Alien"-Gefühl (die Ridley-Scott-Version natürlich) vor und treibt einem fiese Schauer über den Rücken. Die Grafik sieht sensationell aus und der Sound verschlug mir die Sprache.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Spiel schaffbar ist, wenn man keine Sorround-Anlage hat, da man oftmals nur weiter kommt, weil man in etwa hören kann, wo sich das Alien gerade aufhält...

Leider Makel war für mich der enorm hohe Schwierigkeitsgrad, der mich selbst in "Leicht"-Einstellung manchmal arg frustiriert zurück gelassen hat. Aber der Makel reicht nichtmal für einen halben Stern Abzug. Selbst nach der außergewöhnlich langen Story-Spielzeit hatte ich Lust, sofort wieder von vorn zu beginnen...


Kafka und der Film: Über kinematographisches Erzählen
Kafka und der Film: Über kinematographisches Erzählen
von Peter-André Alt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Annäherung an Kafka, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Kafka und der Film" ist ein wirklich lesenswertes Buch für alle, die sich für Kafkas Literatur einerseits und den frühen Film andererseits interessieren. Herr Alt liefert eine gut geschriebene Annäherung an beide Themen und einige Analysen haben mir tatsächlich die Augen geöffnet, weil sie ein völlig neues Licht auf einzelne Texte Kafkas liefern und Aspekte zum Vorschein bringen, die mir bis dahin verborgen waren.
Leider hat das Material offenbar nicht für ein ganzes Buch gereicht und wirkt daher hier und da doch arg gestreckt. Das Kapitel zum "Schloss" und "Nosferatu" wirkt doch sehr erzwungen, da das ganze historische "Kafka könnte an diesem Tag eventuell dies und jenes getan und darum dies und jenes VIELLEICHT gesehen haben, was sich dann MÖGLICHERWEISE auf das und das ausgewirkt hätte..."-Gerede letztlich nur darauf hinaus läuft, dass es offenbar KEINE Verbindung gibt, der Autor aber gerne eine gesehen hätte.
Nichtsdestotrotz soll diese Rezension nach wie vor eine echte Empfehlung sein für LeserInnen, die sich wirklich für beide Grund-Themen interessieren und kein Problem mit (etwas) anspruchsvollerer Schreibweise haben.


Film Noir: 100 All-Time Favorites
Film Noir: 100 All-Time Favorites
von Paul Duncan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 51,67

5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Buch zum Film Noir!, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da bleibt wirklich nicht mehr viel zu sagen. Eine umfassende, wunderschön aufgemachte, qualitativ hochwertige Zusammenfassung zu einem der schönsten, düstersten und elegantesten Genres der Filmgeschichte. Lädt ein zum kontinuierlichen Durchlesen oder zum immer wieder Nachschlagen. Es ist natürlich ein riesiger Brocken im Regal, aber es lohnt sich...


Stilepochen des Films: Classical Hollywood
Stilepochen des Films: Classical Hollywood
von Elisabeth Bronfen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine wirklich ausgezeichnete und informative Einführung in die Epoche des "Classical Hollywood", 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Sammlung aus allgemeiner Einführung in die Epoche und Einzelanalysen zu stilprägenden Filmen dieser Epoche liest sich äußerst informativ, gut recherchiert und übersichtlich. Für tiefer gehende wissenschaftliche Analysen ist ein solches Format natürlich ungeeignet und man kann sich immer über die Auswahl der Filme streiten.
Mir hat das Buch sehr weiter geholfen und für eine erste Einführung in Stil, Themen, Bezüge und Entwicklungen dieser Epoche ist es hervorragend geeignet.

PS.: Wo bleiben die anderen Bände? Vor allem die angekündigten "Weimarer Kino" und "New Hollywood" vermisse ich sehr.


Sternenwanderer: 1. Die blaue Pyramide
Sternenwanderer: 1. Die blaue Pyramide
von Moebius
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen Der fantastische Auftakt zu einer Traumreise, 21. Oktober 2014
Ich habe die "Sternenwanderer"-Bände nur zufällig bei einem nicht minder zufälligen Besuch in einem Comicladen entdeckt und den ersten Band gekauft, weil mich Moebius einfach interessierte (nicht zuletzt wegen seiner designerischen Mitarbeit u.a. an "Alien", "Das fünfte Element", "Herrscher der Zeit", "Tron" usw.).

Was ich mit "Sternenwanderer" bekam, war eine atemberaubende Traumreise, in der die Figuren, die Welten, die Orte und die verschiedenen Realitätseben sich anfühlen, als hätte man sie allesamt schon einmal in einem eigenen Traum erlebt. Hat mich sofort reingesogen und nicht mehr losgelassen. Ich hab mir direkt die Bände 2 - 5 gekauft und sie ebenfalls verschlungen. Auf den sechsten Band warte ich gerade sehnsüchtig.

Absolute Empfehlung meinerseits!


Das Cabinet des Dr. Caligari [Blu-ray] [Deluxe Edition]
Das Cabinet des Dr. Caligari [Blu-ray] [Deluxe Edition]
DVD ~ Friedrich Feher
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film in sensationeller Aufmachung, 24. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mich diese BluRay beeindruckt hat! Ein ohnehin schon fantastischer und nach wie vor spannender, gruseliger, unheimlicher und mysteriöser Film, der nach einer halben Ewigkeit vom Staub der zeit fast völlig befreit wurde. Es ist eine sagenhafte Meisterleistung, die die RestauratorInnen da hingelegt haben. "Caligari" sah aus, als swäre er gestern gedreht worden.

Bin hin und weg. Enough said.


Fahr zur Hölle, Liebling!
Fahr zur Hölle, Liebling!
DVD ~ Robert Mitchum
Preis: EUR 11,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Schauspieler in mittelmäßiger Inszenierung, 24. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahr zur Hölle, Liebling! (DVD)
Zunächst mal: Robert Mitchum ist großartig in der Rolle des Philip Marlowe. Schwer, düster, alt, träge, aber ein wachsames (Trief-)Auge für die Schwächen der Menschen. Zwar würde ich Bogart und selbst den ganz anders angelegten Elliot Gould in der Rolle des tragisch-bärbeißigen Detektivs jederzeit vorziehen, aber Robert Mitchum ist, was seine pure Leinwandpräsenz angeht, eine wahre Wucht, der sich keiner entziehen kann.
Leider trifft das auf die Inszenierung des Films nicht so wirklich zu. Viel zu oft hatte ich das Gefühl, dass da einer versucht, eine Szene des Buches Zeile für Zeile in ein Bild zu übersetzen, ohne ein Gespür für filmische bzw. visuelle Darstellung zu haben. Tolle Sets und eine fantastische Kamera-Arbeit leisten einen großen Beitrag, doch so ganz wird der Film nie die Atmosphäre eines mittelmäßigen bis guten TV-Films los. Regisseur Dick Richards ist eben kein John Huston oder Howard Hawks.
Der Film verspielt viel von seinen Möglichkeiten über den krampfhaft wirkenden Versuch der Originaltreue und natürlich den Versuch, in den 70ern eine Welt der 40er Jahre wieder herzustellen. Während Filme in den 40ern einfach ihre eigene Welt als düster und gefährlich darstellten, kommt in den 70ern bereits ein nostalgisch-klebriger Charme dazu, der sich mit der melancholisch-bösen Düsternis eines Film Noirs beißt.

"Fahr zur Hölle, Liebling" ist beileibe kein schlechter Film, erreicht aber nie seine eigenen Möglichkeiten. Das Bild der DVD wirkt streckenweise extrem unscharf, hat mich jetzt aber nicht sooo extrem gestört.


Filmgenres: Film noir
Filmgenres: Film noir
von Norbert Grob
  Broschiert
Preis: EUR 9,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Reihe, großartige Einleitung aber leider z.T. sehr oberflächliche Einzelanalysen, 24. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Filmgenres: Film noir (Broschiert)
Ich mag die Bücher der Reihe Filmgenres aus dem Reclam-Verlag. Sie geben wie üblich einen tollen Gesamtüberblick inklusive Analyse zu einem Genre und die Aufzählung beispielhafter Filme ist zwar natürlich immer subjektiv und kann nie vollständig sein, gibt aber einen hervorragenden Überblick und inspiriert immer wieder, sich einzelne Filme noch einmal oder zum ersten Mal anzusehen.
Das trifft auch alles beim Titel "Film Noir" zu. Die fast 50 Seiten lange, ausführliche und gründliche Einleitung von Norbert Grob ist mitunter besser als die meisten Bücher zum Thema "Film Noir".

Leider trifft das auf viele (ich habe noch nicht alle gelesen) der Einzelanalysen nicht zu. Denn im Unterschied zu den meisten anderen Büchern aus der Reihe und auch zur hervorragenden Einleitung, kann dort von "Analysen" gar nicht mehr die Rede sein. Nur als Beispiel: Der Text zum großartigen "Miller's Crossing" der Coen-Brüder von Andreas Kilb ist letztlich nichts anderes als simple Handlungsnacherzählung, die am Ende noch meint, Filme der Coen-Brüder im Allgemeinen als puren Manierismus abzuwerten. Keine Analyse oder Interpretation, stattdessen selbstverliebtes und nichtssagendes Geschwafel.
Ebenso Achim Podaks "Analyse" von Finchers "Sieben". Oberflächlich und z.T. explizit falsch wird da ein Film runter erzählt, der deutlich mehr zu bieten hat als ein "[Beleihen der] Ästhetik des Film Noir".
Ich mag mich ungern mit der weiteren Aufzählung von missratenen Einzelanalysen aufhalten. Nach der großartigen Einleitung machen viele von diesen enttäuschenden Texten eher den Eindruck einer missliebigen Pflichtaufgabe für die Autoren. Schade eigentlich.


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