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Rezensionen verfasst von
Christian Greschik (Adelsheim)
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Blood and Bone
Blood and Bone
DVD ~ Michael Jai White
Preis: EUR 10,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Kampfsportszenen, lahme Handlung, 25. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood and Bone (DVD)
Die Handlung ist leider rasend schnell erzählt: Der Held kommt aus dem Gefängnis, lässt sich auf Streetfights ein und macht, da er unbesiegbar ist, alle Gegner und auch den Schurken, der seinen Knastkumpel ins Gefängnis gebracht hat und dort umbringen ließ, im Eilverfahren fertig. Das war's.

Der Hauptdarsteller ist eigentlich super: Sicher einer der athletischsten Schauspieler, die je auf der Leinwand zu sehen waren, sieht gut aus und ist ein überragender Kampfsportler, dessen Künste gut in Szene gesetzt werden.

Leider ist seine Rolle aber an Schlichtheit kaum zu überbieten: Mienenspiel ist keines zu sehen, lächeln kann der Held (oder der Schauspieler?) jedenfalls nicht, eigentlich kann er überhaupt nur cool und ernst in die Gegend starren.

Und leider kommt überhaupt gar KEINE SPANNUNG auf, da er allen Gegnern - und seien es noch so viele, eindrucksvolle oder vielgerühmte - einfach immer und jederzeit HAUSHOCH überlegen ist und niemals ernsthafte Gefahr besteht, dass er verliert. (GÄÄHN!)

Schade! Ich hatte ja gar nichts Besonderes erwartet, sondern das übliche Schema: Gute Kämpfe, die im Verlauf des Films immer schwieriger werden, ehe es schließlich gegen einen scheinbar haushoch überlegenen Endgegner geht. Aber nicht einmal diese 0815-Spannung wird, wie oben beschrieben, hier erzeugt.

Fazit: Toller Darsteller, oft spektakuläre Kampfsportszenen, aber total spannungsarme Handlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2014 12:57 AM MEST


Smallville - Die komplette zehnte & letzte Staffel [6 DVDs]
Smallville - Die komplette zehnte & letzte Staffel [6 DVDs]
DVD ~ Tom Welling
Preis: EUR 9,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Meine ehemalige Lieblingsserie hat stark abgebaut …, 9. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
DIE SERIE BISHER (kann man überspringen, beschreibt meine Meinung über die bisherigen 9 Staffeln):

Smallville war lange Zeit meine Lieblingsserie. Die ausführliche Erzählung von Clark Kents = Supermans Jugend war etwas Neues, die Figuren wurden teilweise neu und sehr gelungen interkulturell interpretiert (z.B. Lana Lang oder Pete Ross), andere wurden neu eingeführt. (Einfach genial und der heimliche Star der Serie: Chloe Sullivan).

Viele Staffeln lang war die Serie eine ausgesprochene Wohlfühlserie: Obwohl fast ununterbrochen mit Superkräften ausgestattete, mörderische Psychopathen auftraten und die Hauptfiguren sich wieder und wieder über Freundschaft, Liebe und Eifersucht miteinander auseinander zu setzen hatten, überwog doch insgesamt sehr stark das Gefühl einer heilen Welt. Smallville als Gemeinschaft blieb unantastbar, der Bund aus Freunden und Familie (Clark, Chloe, Lana, Pete, der junge Lex Luthor (!) und die Eltern Kent) schien unzerstörbar, alle Gefahren und Probleme konnten überwunden werden.

Das Ganze war immer spannend, gefühlvolle Szenen hatten ihren angemessenen, aber niemals ausufernden Anteil, die schmissige Musik trug ihren Teil zu allem bei.

Obwohl gerade zu Beginn viele Folgen nach einem ähnlichen Schema aufgebaut waren (Meteoritenfreaks) und sich die Leidensgeschichte von Clark und Lana seeehr in die Länge zog, empfand ich die Serie als sehr abwechslungsreich, die Schauspieler als sehr gut besetzt und immer wieder originell.

Hervorragend eben auch die Einführung von Chloe und einem der besten Bösewichte der Filmgeschichte, Lionel Luthor als Lexs Vater – fantastisch verkörpert von John Glover!

Mit der Zeit ließ der Wohlfühlfaktor etwas nach – die heile Welt zerbrach ein wenig, die Schulzeit endete, Papa Kent starb – die Serie blieb aber originell und spannend, Clark entwickelte seine Fähigkeiten weiter, die persönlichen Beziehungen entwickelten sich, aus der Comics bekannte Figuren traten auf.

Letzteres war Stärke und Schwäche zugleich: Klasse war z.B. der Auftritt von J’onn J’onzz, dem Martian Manhunter, genial war zunächst der Batman-ähnliche Auftritt von Green Arrow.

Dabei wurden aber teilweise auch große Figuren billig verbraucht, vor Staffel 10 vor allem Doomsday, in den Comics eine der gefährlichsten Kreaturen überhaupt, der in einer Staffel als relativ harmlose Figur lange Zeit aufgebaut wurde – nur um dann ein plötzliches und alles andere als spektakuläres Ende zu finden. Gerade bei Doomsday konnte man wohl die finanziellen Grenzen der Serie erkennen, die zwar häufig mit guten Spezialeffekten aufwartete, z.B. bei der Darstellung der Superkräfte, bezüglich Maskenbildnerei und computeranimierten Figuren aber offenbar nur über ein sehr kleines Budget verfügte.

Sehr gemischt war auch der Auftritt der Justice Society, insbesondere von Dr. Fate. Der gute Doktor hatte zwar eindrucksvolle Szenen, dass unter dem Helm jetzt aber ein kleiner, geisteskranker Penner steckte, war eine sehr unvorteilhafte Neuinterpretation der Figur. Ganz zu schweigen, dass er von einem Feind mit einem Schwert – o pardon, Eiszapfen – getötet wird – das war dann doch überaus lächerlich war. (Mein Gott – war’s denn soooo schwer, einen brauchbaren Bösewicht auftreten zu lassen?!)

Die Serie war aber lange Zeit spitze, bis dann zu Beginn der 7.Staffel Supergirl auftauchte.
DieSE Figur fand ich insgesamt eher unglaubwürdig und schlecht neu interpretiert.

Ab da schwankte das Niveau etwas, weiterhin gute Folgen wechselten sich mit schwächeren ab, es gab auch weiterhin tolle Szenen, insgesamt ließ das Niveau aber nach.

Doomsday als zentrale Bedrohung in Staffel 8 war - wie schon geschrieben – meiner Meinung nach weniger gelungen, die Serie blieb aber trotzdem sehenswert.

Ab Staffel 9 ging’s dann merklich abwärts. Zod und seine Kryptonier stellten meine Geduld in Staffel 9 doch sehr auf die Probe, häufiger musste ich mich überwinden, weiterzusehen.

Und dann kam Staffel 10, nach langer Wartezeit endlich auch auf Deutsch verfügbar …

STAFFEL 10:
Bei Staffel 10 ging es mir wie bei einem langweiligen Buch: Ich musste immer wieder „Seiten überblättern“ oder „überfliegen“, um endlich mal zum Ende vorzustoßen.

Das lag vor allem an den folgenden Punkten:

1) Lois: Lois tauchte in Staffel vier auf und nahm ab da zunehmend mehr Raum ein. Mir gefiel die Figur von Anfang an nicht besonders, aber lange Zeit war sie zumindest sehr tatkräftig, schlagfertig und irgendwie auch ein wenig witzig. Und nur eine Nebenfigur.

In Staffel 10 nimmt sie mittlerweile jedoch derart viel Raum ein, dass sie auf jeden Fall eine, wenn nicht sogar DIE Hauptfigur der Serie ist. Ja, richtig gelesen! Meiner Meinung nach ist in Staffel 10 weniger Clark, als vielmehr Lois die Hauptfigur.

Das allein wäre ja schon schlimm, ganz gravierend wird dieser Umstand aber erst dadurch, dass die anderen coolen Hauptfiguren ganz oder teilweise verschwunden sind (Lex, Lana, Chloe, Lionel, Pete) oder sich total verändert (Green Arrow) haben.

Und auch Lois selbst: War Lois früher eben tatkräftig, schlagfertig, etc., so ist sie in Staffel 10 zu einer extrem langweiligen und unglaubwürdigen Version von Mama Kent mutiert. Stäääändig lächelt sie nur, redet Clark ununterbrochen Mut zu, ist ziemlich hilflos geworden – ein total langweiliges klassisches Weibchen.

2) Action vs. Gesprächsanteil: Insgesamt gibt es viel weniger Action und stattdessen ausufernde Gespräche, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen: „Du musst an Dich glauben“, „Du musst an Dich glauben“, „Du musst an Dich glauben“, etc. Während in Staffel 1 die Handlung bis ca. zur 37 Minute ging und anschließend wenige Minuten lang Gespräche geführt wurden, endet die Handlung jetzt teilweise schon nach 30 Minuten, und ab da heißt es dann blablabla …

3) Verschwundene Haupt- und Nebenfiguren: Von all den Figuren, die der Serie bisher ihren Glanz verliehen haben, treten die meisten kaum noch in Erscheinung: Chloe taucht kaum noch auf, Lionel kehrt zwar zurück, tritt aber nur kurze Auftritte. Immerhin blitzte bei ihren Auftritten noch mal kurz die alte Qualität auf. Lex hat nur noch ganz am Schluss einen kurzen Gastauftritt, Lana ist völlig weg, die Eltern Kent haben kurze Auftritte, J’onn J’onzz, Aquaman, Bart, Black Canary, Cyborg, und die meisten anderen coolen Superhelden werden nur noch teilweise erwähnt, kommen aber nicht mehr vor.

Und Stattdessen? Tess Mercer – eine wirklich extrem schwache und unsympathische Figur, die bis zum Schluss keine klare Linie findet.

D.h. die guten Figuren verschwinden und werden nicht ersetzt.

4) Clark und Green Arrow: Clark kann immer noch nicht (!!) fliegen, trägt noch immer nicht sein Kostüm, heißt noch immer nicht Superman, sondern der der Rotblaue Fleck (Red-blue-blur). Letzteres war ja anfangs eine gute Idee, aber mittlerweile nicht mehr.

Clark als Schussel mit Brille um seine Identität zu schützen war schon immer eine doofe Idee. Warum trägt Superman nicht einfach eine Maske? Problem gelöst – Clark darf ein normales Leben leben.

Und Green Arrow? Der ist nur noch ein jammernder Versager, nicht mehr der coole, selbstbewusste Batman-Nachahmer.

5) Mystifzierung, Handlung und Auflösung der Bedrohung: Darkseid, der Herr von Apokolips, einer der mächtigsten und eindrucksvollsten Bösewichte des gesamten DC-Universums, tritt als Bösewicht auf? Super? Ähh, oder nicht? Moment mal, „dunkle Kraft“? Wabernder Nebel, der Menschen besessen macht? Seelen? Sind wir hier in der (sehr coolen) Serie „Supernatural“? Blödsinn!! Darkseid ist nicht der Teufel und hat rein gar nichts Mystisches an sich!!!

Darkseid ist ein außerirdischer Tyrann mit höchst realen physikalischen Kräften, gebietet über einen ganzen Planeten und hat Kräfte, die den ausgewachsenen Superman zur Schnecke machen.
Warum wird diese tolle Figur so wie Doomsday so billig verbraucht und hat außer dem Namen nichts mehr mit dem richtigen Darkseid zu tun?

Und dann die extrem lächerliche Auflösung: Green Arrow erschießt am Schluss schnell mal mit einem Dreifachpfeil die drei mächtigen Schergen Darkseids, Clark fliegt Darkseid über den Haufen, der sich dadurch endgültig zu einer Staubwolke auflöst, der heranrasende Riesenplanet Apokolips wird blitzschnell von Clark weggedrückt. Was für ein unlogischer Blödsinn! Das hätte Superman in gar keiner Comicfassung jemals zustande gebracht, und Clarkie mit seinen wesentlich weniger mächtigen Fähigkeiten schon gar nicht!

Außerdem schon mal was von Gravitation gehört? Wenn Apokolips der Erde so nahe gekommen wäre, dann wär’s bereits dadurch um die Erde geschehen!

Und was sollte diese schwachsinnige Idee überhaupt, die Erde mit Apokolips rammen zu wollen!? Blödsinn, Blödsinn, Blödsinn!

Und last but not least …
6) Musik! In den ersten Staffeln gehörte die Musik zu den großen Stärken der Serie: Rock, Pop und klassische, rein instrumentale Filmmusik wurden geschickt gemischt und stets äußerst passend zur Stimmung der jeweiligen Szene oder Person eingesetzt.

Leider wurde der Verantwortliche wohl ausgewechselt. So dindet man in Staffel 10 fast ausschließlich klassische Musik, was nicht unbedingt ein Nachteil sein müsste – aber die Musik ist erstens lahm und wird zweitens unpassend eingesetzt: Fast ständig säuselt immer die selbe Mischung aus „Email für Dich“ und himmlischer Verzückung im Hintergrund – und das häufig sogar in den spannenden Szenen!!!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2014 6:51 AM MEST


SETO Japanische Küchenmesser Pro Chef Messer I: Damaskus Beschläge VG-10 Stahl aus dem weltberühmten Seki, Japan (I-2: 150m/ m: PETTY KNIFE)
SETO Japanische Küchenmesser Pro Chef Messer I: Damaskus Beschläge VG-10 Stahl aus dem weltberühmten Seki, Japan (I-2: 150m/ m: PETTY KNIFE)
Wird angeboten von Samurai-market

5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich schön ... und scharf., 20. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das 150mm Petty Knife gekauft, allerdings nicht hier, sondern über Ebay.

Hat einige Zeit gedauert, bis es da war, bei Empfang mussten noch 19% Mehrwertsteuer bezahlt werden - das wusste ich aber schon, denn das ist eben nun mal so bei Einfuhr von Artikeln zwischen 22€ (?) und 150€ aus nicht-EU-Ländern.

Am Messer selbst gibt es meiner Ansicht nach fast nichts zu meckern.

Der Schliff der Schneide wirkte tatsächlich ein klein wenig ungenau, jedenfalls nicht poliert - das Messer war aber trotzdem sehr scharf und hat Papier und Tomaten gleich ohne jede Schwierigkeit geschnitten.

Die Schneidlage besteht aus VG10-Stahl, was ein sehr hochwertiger und gut zu schärfender Messerstahl ist, ich habe das Messer aus Langeweile mittlerweile auf extreme Schärfe getrimmt mit verschiedenen Schleifsteinen und Lederriemen - jetzt kann man damit dünne Haare kappen.

Das Besondere an dem Messer ist meiner Ansicht nach jedoch die Optik:

Der Griff besteht aus zwei verschiedenen Teilen: Der ansehnliche schwarze Teil ist wohl schwarzes oder schwarzgefärbtes Schichtholz ("Pakkaholz"), der vordere braune Teil ist wunderschönes Cocobolo-Holz.
Der Griff ist im Querschnitt nicht rund, sondern auf der rechten Seite ganz leicht spitz zulaufend, wodurch er für Rechtshänder besser in der Hand liegt (für Linkshänder eher nicht).
Der Griff fühlt sich ungewöhnlich glatt poliert an, ist aber trotzdem nicht rutschig.

Die Klinge weist zwei verschiedene Verzierungen auf, zum einen am Klingenrücken entlang eine gehämmerte Optik, zum anderen zwischen gehämmerter Fläche und Schneide eine sehr ansehnliche Damastlagenverzierung.

Die Verarbeitung wirkt sauber und ordentlich, es gibt keinen spürbares Übergang zwischen den Holzteilen, die Klinge ist stabil und sauber mit dem Griff verbunden. (Kleine Abstriche bei der Optik des Schliffes. (siehe oben))
Außerdem ist das Messer relativ leicht, was mir sehr angenehm ist.

Eigentlich ist das Messer fast zu schade für den täglichen Gebrauch, kann aber von Aussehen und Fähigkeiten her ohne Probleme als Nr.1-Messer dienen.

Insgesamt ein hochwertiges und ausgesprochen schönes Messer.

NACHTRAG:
Mittlerweile besitze ich auch das Santoku.

Fast alles, was ich oben schon geschrieben habe, trifft auch hier zu, deshalb ergänzend nur die folgenden Punkte:
- Das Messer ist auch hier wieder gleich sehr scharf, da gibt es wirklich nichts zu meckern;
- Die Klinge wirkt etwas matt und deswegen etwas weniger ansehnlich als mein Petty; muss mal sehen, ob ich das selbst korrigieren kann;
- wie auf den Bildern bereits zu sehen ist, ist die Klinge mit 18cm für ein Santoku schon etwas lang, was meiner Ansicht nach der Ästhetik ein klein wenig schadet;
- Das Messer wiegt 146g, was für ein solches Messer o.k. ist, es ist allerdings etwas kopflastig;

Fazit:
Nicht gaanz so toll wie das Petty, ist das Santoku aber ebenfalls ein ausgezeichnetes Messer. Und dafür ist auch der Preis absolut in Ordnung.


Authentic Blades kleines Gemüsemesser Ulmenholzgriff
Authentic Blades kleines Gemüsemesser Ulmenholzgriff

4.0 von 5 Sternen Vergleich mit einfacherer Ausführung ohne Ulmenholzgriff, 24. Mai 2013
Als "Gag" zur Hochzeit meines Cousins habe ich dieses Messer mit dem deutlich teureren Ulmenholzgriff bestellt, die übrige Verwandtschaft erhält nur die einfache Ausführung, zu der ich eine ausführliche Rezension erstellt habe. Authentic Blades - kleines Gemüsemesser - brüniert

Der Vergleich:

Klinge:
Auch wenn die hier (zum Zeitpunkt meiner Rezension) eingestellten Bilder einen Unterschied bei den Klingen suggerieren - es gibt keinen Unterschied. Tatsächlich sind die Klingen so professionell einheitlich gearbeitet, dass ich so gut wie keinen Unterschied erkennen kann.

Griff:
Der offensichtliche Hauptunterschied ist der Griff.
Während der rustikale Nussholzgriff des einfachen Messers doch SEHR rustikal ist, also so wie auf dem Bild erkennbar nur relativ grob bearbeitet, ist der Ulmenholzgriff des teureren Messers fein bearbeitet, ausgeformt und glatt abgeschliffen.
JEDOCH wurden keine schicken Hohlnieten verwendet, wie auf dem Produktfoto zu sehen, sondern nur normale - die jedoch im Unterschied zum billigeren Messer einwandfrei abgeschliffen sind, so dass man sie fast nicht mehr fühlen kann.
Das Holz selbst bzw. seine Farbe enttäuscht mich etwas, da es (natürlich) nicht die Schönheit des Produktbildes erreicht, sondern einheitlicher hell mit einigen schwarzen Linien ist.
Außerdem ist der Griff länger als auf dem Produktbild und dem billigeren Messer. Da die Messer trotzdem gleich lang sind, hat das dazu geführt, dass die Klinge einen guten Zentimeter weiter in den Griff versenkt wurde, was die Proportionen (optisch) ungünstig verändert hat.

FAZIT:
Alle Vorteile, die ich beim billigeren Messer beschrieben habe, treffen natürlich auch hier zu.
Der Ulmenholzgriff verbessert die Optik des Messers zweifellos, allerdings sieht mein Exemplar bei weitem nicht so schick aus wie das Messer auf dem Produktfoto, weswegen ich den rund 3,5-fachen Preis nicht für angemessen halte.
Würde ich noch einmal ein ähnliches Messer kaufen wollen, dann würde ich deswegen lieber noch ein paar Euro drauflegen und das "Petty" der Firma Herder Windmühlen (in der nicht rostfreien Variante) kaufen Herder Windmühlen Universalmesser Petty Kirsche, rostfrei - 13 cm - 395913, das ist mit seinem wunderschönen Kirschholzgriff und allgemein deutlich höherer Verarbeitungsqualität bei ähnlichen Gebrauchsqualitäten dann doch der viel bessere Kauf.

P.S.: Einen Ulmenholzgriff habe ich allerdings bisher noch bei keinem Messer gesehen - INSOFERN ist das Messer schon etwas Besonderes, wenn auch vielleicht nur für Sammler.


Authentic Blades - kleines Gemüsemesser - brüniert
Authentic Blades - kleines Gemüsemesser - brüniert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht edel, aber von hohem Gebrauchswert, 22. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich besitze über 30 verschiedene Küchenmesser (Sammler), von denen das "Authentic Blades kleines Gemüsemesser" das billigste ist - aber zu den drei Messern gehört, die ich am häufigsten und mehr oder weniger ständig verwende!

Die NACHTEILE liegen ganz klar in der rustikalen OPTIK:

- Etwas unfertig wirkender Griff, (wobei ich das Glück hatte, eine ältere Ausführung mit einem relativ schönen Hardholzgriff zu ergattern - die werden aber derzeit nicht hergestellt);
- je nach Ausführung relativ weit herausstehende Nieten;
- sehr dünne und dadurch nicht sehr stabil wirkende Klinge;
- eigenwillige Klingenform;
- nicht rostfrei, weswegen man es etwas pflegen muss. (Nach Gebrauch schnell abwaschen und abtrocknen.)

NACHTEILE - INSGESAMT lässt es sich von der Optik her in keiner Weise mit anderen, guten, schicken Küchenmessern vergleichen.

Die VORTEILE überwiegen jedoch bei weitem und ließen mich die Nachteile schnell vergessen:

- Weil es nicht so schick ist, habe ich keine Skrupel, es auch ständig zu benutzen; da es auch nicht auf Hochglanz poliert ist, hat es bislang (bei pfleglichem Umgang) in drei Jahren keinen Makel abbekommen; Griff und Klinge meines Messers wirken recht unempfindlich;
- Das geringe Gewicht macht es handlich und lässt ermüdungsfreies Arbeiten zu;
- es ist sehr scharf und kann sehr leicht mit meinem Keramik-Schleifstab nachgeschärft werden: einige Male auf beiden Seiten schnell abgezogen (ca. 20 sec.), dann ist es wieder RICHTIG bissig-scharf;
- die dünne Klinge macht das Messer noch "schärfer", weil sie leicht durch das Schnittgut durchgleitet; manche anderen Messer haben zwar eine sehr scharfe Schneide, ihre Materialdicke von 1,5mm und mehr erschwert aber das Schneiden von hartem Schnittgut wie z.B. Möhren oder Sellerie; dies ist mit diesem Messer KEIN Problem; (wobei das Messer natürlich eher klein ist;)
- das abgerundete Ende hat bislang noch nicht wie bei anderen Messern mit scharfer Ecke zu Verletzungen geführt;

VORTEILE - INSGESAMT erinnert es an die berühmten "Kohlenstoffstahlmesser", von denen die Generation meiner Eltern gelegentlich schwärmt: Sehr scharf und leicht zu schärfen. Hohe Alltagstauglichkeit. In diesen Punkten vergleichbar mit viel viel teureren Messern. (Das "Petty" von Windmühle kostet ca. das Fünffache - ist dabei aber natürlich auch viiiiel schöner.) Auch meine Mutter ist mit ihrem Exemplar äußerst zufrieden. ;-)

GESAMTFAZIT:
Wer einfach ein gutes Messer sucht, das nicht schick oder rostfrei zu sein braucht, hat es hiermit besonders günstig gefunden!

Nachtrag:
Inzwischen ist bei mir eine Bestellung mit drei Exemparen dieses Messers sowie einem Exemplar mit dem deutlich teureren Ulmenholzgriff (siehe Extra-Rezension) eingetroffen. (Für die übrige Verwandtschaft.)
Die Griffe sind auch in echt so rustikal wie sie auf dem Bild erscheinen, die Klingen sind jedoch inzwischen ETWAS professioneller (und noch genauso gut) gearbeitet.


Der Samariter - Tödliches Finale
Der Samariter - Tödliches Finale
DVD ~ Samuel L. Jackson
Preis: EUR 2,97

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende hält nicht die aufgebauten Erwartungen, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Samariter - Tödliches Finale (DVD)
Mhhh. Ich kann mich den anderen Rezensenten nur teilweise anschließen:

Die ERSTE Hälfte verläuft relativ ruhig und wird von der Charakterdarstellung von Samual L. Jackson dominiert, der als Ex-Knacki Foley glaubwürdig gealtert und gereift erscheint und ernsthaft versucht, ein gesetzestreues Leben zu führen. Mehrfach lehnt er zunächst die Vorschläge seines jungen Gegenspielers Ethan ab und beginnt schließlich eine Beziehung mit der jungen Iris.
Manchen Rezensenten waren die ruhigeren Szenen zu langweilig, mir jedoch nicht, da Jackson seine Figur überzeugend und recht sympathisch dargestellt und es mir Spaß gemacht hat, ihm dabei zuzusehen.
(Die anderen Darsteller? Na ja. Ethan erscheint eher farblos, Iris und der "Bösewicht" Xavier haben relativ kurze Auftritte.)

Die ZWEITE Hälfte ist geprägt von der Vorbereitung und Durchführung des "Coups". Und hier wurde ich enttäuscht:
In anderen Filmen wird das Verbrechen oft genau geplant und dadurch die Spannung systematisch aufgebaut. Hier nicht. Die Planung verläuft eher nebenbei, und irgendwann geht's eben los.
Wendungen? Was für Wendungen? Gut, EINE bedeutende Wendung/ Überraschung gibt es, aber die kommt fast zu früh und wird wenig spektakulär inszeniert.
Alles andere war - jedenfalls für mich - keine echte Wendung oder Überraschung und recht vorhersehbar oder nicht "bereichernd".

ALLERDINGS habe ich bis zum Ende auf ECHTE Überraschungen gewartet. Der Mann ist ein TRICKBETRÜGER gewesen! Insofern habe ich dringend erwartet, dass irgendeine Partei - am ehesten eben Foley - mit irgendeinem genialen und überraschenden Trick aufwartet à la "Der Clou" oder "Die üblichen Verdächtigen".
Stattdessen? Ein mäßig spannendes Ballerfinale bar jeder echten Überraschung, alles ist letztlich genau so, wie es zu sein scheint: Die Bösen sind die Bösen, die Guten die Guten, wer tot ist, bleibt es auch. Es gibt keine echte Überraschung am Schluss. Eine solche hatte ich aber bei einer solchen Hauptfigur (Trickbetrüger) UNBEDINGT erwartet, vor allem , nachdem 1) im Verlauf des Films irgendwann gesagt wird, der Kern eines guten Tricks sei, dass das Opfer glaubt, die Fäden in der Hand zu haben und die Situation zu kontrollieren, 2) Foley und Ethan nur gezwungenermaßen zusammenarbeiten und keinen Grund haben, ehrlich miteinander umzugehen, und 3) es immer wieder kleine Ausblendungen/Pausen in der Geschichte gibt, in denen einer der Kontrahenten irgendetwas zusätzlich planen könnte.

Deswegen wird mir der Film nicht in Erinnerung bleiben und auf den "bald aussortieren"-Stapel wandern. Und deswegen 3 (oder auch zwei) Sterne.


A Sword from Red Ice: Book Three of Sword of Shadows
A Sword from Red Ice: Book Three of Sword of Shadows
von J. V. Jones
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Selbstdemontage ..., 2. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
'... einer Geschichte mit enormem Potential ' STINK-LANGWEILIG! ... und unglaubwürdig!

Die ersten zwei Bände hatten mir hervorragend gefallen: Die intrigenreiche Geschichte mit vielen beteiligten Parteien, verschiedenen Handlungssträngen, verschiedenen Erzählfiguren war so interessant, bot so viele Entwicklungsmöglichkeiten und erinnerte in einiger Hinsicht an George R. R. Martin, dass ich darauf brannte, weiterzulesen!

Und jetzt? Ich bin mittlerweile auf Seite 550 von ca. 700. Es geht einfach nicht weiter, bzw. das, was man da liest, zieht sich dahin wie Kaugummi. Normalerweise überblättere ich so gut wie nie Seiten in einem Buch, das ich auch wirklich lesen will. Aber in diesem Buch ist das mittlerweile der einzige Weg, weiterzukommen. Es passiert so wenig!!

Was dann auf den vielen Seiten steht? Innenansichten, Rückblicke auf unwichtige Details, Selbstzweifel und Unsicherheit der Erzählfigur, Reisen durch langweilige Gegenden, noch mehr Innenansichten und Selbstzweifel. Und zwar bei allen Erzählfiguren, seien es jetzt Effi, Raif, Ash, Raina (!) , Vaylo Bludd (!!), oder sogar Marafice Eye!!!

Sogar die letzten drei, schließlich sämtlich Anführer von großer Authorität, sind ständig nur passiv, abwartend, lassen sich alles gefallen, überlassen die Initiative ihren Feinden, zweifeln an sich selbst, suchen die Schuld bei sich selbst, etc.

ACHTUNG: SPOILER!

Effie fährt die ganze Zeit einfach nur mit einem Boot durch die Gegend. (Gäääähn!)

Raif wandert durch die Gegend, kommt zurück zu den Maimed Men, wartet ab, erschlägt ein Monster, und wandert wieder durch die Gegend. (Überwiegend Gäähn!)

Ash reitet durch die Gegend, trifft einen neuen Farrider, reitet mit ihm zusammen durch die Gegend, dann wird mal schnell ein Monster von ihrem Begleiter getötet, anschließend wird wieder durch die Gegend geritten. (Gäääääääääähn!)

Marafice Eye führt einen total dämlich geplanten Angriff auf Ganmiddich durch. (Kavallerieattacke auf hohe, befestigte Mauern????? Zum Glück für die Angreifer machen die zahlenmäßig weit unterlegenen Verteidiger noch rechtzeitig das Tor auf und stellen sich zum Kampf. (Schön blöd!)) Ein bisschen Kampf wird geschildert, die angreifende Armee gewinnt mühsam die Oberhand. Dann trifft die Nachricht vom Tod von Penthero Iss ein, 'woraufhin alle Grangelords sofort abziehen und Marafice Eye mit der halben Armee zurückbleibt ... Unterbrechung ... um auf der Flucht wieder aufzutauchen, nachdem ihn die eintreffende Bludd-Armee wohl in die Flucht geschlagen hat. Und er durch die Gegend reitet ...

(Wie wollte die Spire Vanis-Armee denn überhapt etwas erreichen. Mit viel Mühe ist sie mit einem weit unterlegenen Gegner fertig geworden, ehe die (dann nur noch halbe Armee gegen eine kleine Bludd-Armee keine Chance mehr hatte.
Und wieso hat die Bludd-Armee Marafice Eye und seine Armee eigentlich laufen lassen? Clan Bludd ist kriegerisch und blutdürstig, hatte geringe Verluste, die Sprire Vanis-Armee war zu keinem geordneten Rückzug mehr in der Lage, und außerdem ist es doch wohl gängige Militärtaktik, einen ungeordnet fliehenden Feind zu verfolgen und niederzumachen????)

Raina wollte doch eigentlich Mace stürzen und selbst Clanoberhaupt werden. Tut sie aber mal etwas dafür, sucht sich Verbündete, schmiedet Pläne oder dergleichen? Mitnichten! Sie lässt sich Respektlosigkeiten junger Mädchen gefallen, ist darüber und über das schlechte Benehmen der Scarpes empört, schleppt ein Stück der explodierten Clansteins in den Keller (!), lässt sich vom neuen Clanguide in die Ecke drängen, in Fallen locken und sogar verprügeln! Und was tut sie? Nichts! Nichts! Sie ist wieder über das unverschämte Benehmen empört, sucht noch die Schuld bei sich selbst und überlegt, ob der unverschämte Kerl nicht doch Recht hat! Und bleibt untätig! Anstatt ihm ein Messer in den Rücken zu rammen oder die Krieger von Blackhail zu versammeln und den Guide und die ganzen Scarpes zum Teufel zu jagen!
Das ist doch einfach Quatsch! So würde eine solche Frau niemals handeln!

(Übrigens: Der ganze Clan Blackhail ist nicht besser. Die Scarpes werden geschildert als gefräßig, dreckig, unverschämt, unnütz, als Diebe und Schnüffler. Wieso lassen sich die Blackhail-Leute das denn alles gefallen? Und wie haben die Scarpes denn bisher als eigenständiger Clan überleben können? Also auch Quatsch!)

Vaylo Bludd, der Doglord, der mittlerweile am längsten regierende Clanchief von allen, der Mann, der seinen Vater und seine Halbbrüder im Kampf um die Macht umgebracht hat, den grimmigsten Clan befehligt und der am meisten gefürchtete Mann in den Clanlanden ist? Ein geradezu erbärmlicher Schwächling! Im letzten Buch hat er es zugelassen, dass sein zweiter Sohn ihm fast alle Leute abgenommen und ihn fast allein im Dhoonesitz zurückgelassen hat, woraufhin auch prompt Robbie Dun Dhoone angegriffen und ihn aus Dhoone vertrieben hat. Jetzt marschiert er gefühlte Ewigkeiten fast unbewaffnet (weil er kurz vor dem Angriff sein Schwert einem Stallburschen gegeben hatte!) durch die Pampa, ehe er von Cluff Drybannock, scheinbar dem einzigen Mann im ganzen Clan Bludd, der treu zu ihm steht, gefunden und gerettet wird. Woraufhin er sich in einer Grenzfestung untätig und voller Selbstzweifel verkriecht '
Das ist noch viel mehr Quatsch!! Der Mann ist doch nicht durch Unfähigkeit, Passivität und Selbstzweifel zum Chief geworden! Sondern weil er schlau, initiativ, fähig und brutal war.

Insgesamt finde ich mittlerweile alle Erzählfiguren langweilig und viele in ihrer Passivität zutiefst unglaubwürdig. Und dadurch sind sie mir mittlerweile auch unsympathisch geworden. Das hier ist Fantasy, keine ... (?) ... Selbststudie depressiver Loser? Wo sind die Helden geblieben, die mit Tatkraft gegen ihr Schicksal ankämpfen? Die Romanheldinnen in Ken Folletts Büchern sind allesamt klasse, und männliche Helden gibt es natürlich wie Sand am Meer. Aber hier? Fehlanzeige! Loser eben.

Stattdessen werden mir die vermeintlich '"Bösen"' zunehmend sympathischer. Robbie Dun Dhoone wird zwar als recht unsympathisch dargestellt, weiß aber wenigstens, was er will, und arbeitet auch geschickt und mit Erfolg darauf hin. Mace Blackhail tritt praktisch gar nicht mehr in Erscheinung, wusste aber ebenfalls mit Geschick und Erfolg zu agieren. Der neue Clanguide Stannig wird zwar auch wieder als unsympathisch und verschlagen dargestellt, tut aber wenigstens das, was getan werden muss und geht bestimmt und zielsicher vor. Und selbst der blöde zweite Bludd-Sohn hat ja immerhin eine wichtige Schlacht gewonnen und erreicht, was er wollte. Die "Bösen" sind also sämtlich schlau, tatkräftig und erfolgreich. Wenn man jetzt noch immer will, dass die "'Helden"' erfolgreich sind, dann kann man nur hoffen, dass die "'Bösen"' möglichst bald zu Erzählfiguren werden und sich so auch in untätige, unsichere Dummköpfe verwandeln!

Warum ich noch weiterlesen will? (Selbst schuld!) Na, weil ich noch immer hoffe, dass doch wieder etwas passiert, das die Gefühle aus den ersten anderthalb Bänden wieder aufleben lässt. Aber ich bin im Moment äußerst verärgert und fühle mich mit der momentanen 'Handlung' geradezu betrogen von der Schriftstellerin!


There Will Be Blood
There Will Be Blood
DVD ~ Daniel Day-Lewis
Preis: EUR 7,99

8 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut unerträgliche Musik!, 25. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: There Will Be Blood (DVD)
Tut mir leid, aber ich kann mich der Wertschätzung für das Ungewöhnliche des Films nicht anschließen.

Ich hatte mir den Film auf Grund positiver Kritiken zugelegt und im Abstand von einem Jahr zwei Mal ernsthaft
versucht, den Film anzusehen - beide Male voller Vorfreude auf Daniel Day-Lewis, auf die Zeit, in der die Geschichte spielt, sowie auf das Thema. Insofern kann mir, glaube ich, wirklich keine negativen Vorurteile oder ähnliches anlasten.

Beide Male musste ich den Film aber nach ca. einer halben Stunde abbrechen. Die Musik, die ich von Anfang an als unpassend empfand, steigerte in derartigem Maß zunehmend mein Unwohlsein, dass es mir einfach unerträglich wurde.

Mag sein, dass man das als eine Art von Kunst begreifen kann, ebenso wie viele Formen abstrakter Kunst, deren Verständnis sich dem gewöhnlichen Betrachter entzieht. Angenehm war jedenfalls mir dabei nicht zu Mute. Und ich empfand die Musik auch etwa so passend wie bayerische Volksmusik zu einem Psychothriller oder Hardrock zu einer Liebeskomödie.

Und einen Film, den ich nicht bis zu Ende ansehen kann ... tja, den kann ich nicht als akzeptabel ansehen, deswegen nur ein Stern.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2013 1:55 PM CET


The Hooligan Gangster - The Essex Boys
The Hooligan Gangster - The Essex Boys
DVD ~ Gareth Milne
Wird angeboten von Filmwelt
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blick in den Abgrund - Darstellung eines Soziopathen, 14. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hooligan Gangster - The Essex Boys (DVD)
Zunächst einmal hat der Film - obwohl der Titel das suggeriert - rein gar nichts mit Hooligans oder gar Fußball zu tun.
Vielmehr wird die Geschichte einer Gangsterbande erzählt.

"Erzählfigur" - wenn man so will - ist der Fahrer Billy, der sich zunächst als Chauffeur für verschiedene Gangster betätigt und davon träumt, endlich richtiger Taxifahrer zu werden. Nachdem er sich aber bei einer Verfolgunsjagd bestens bewährt, wird er mehr oder weniger in die Gansterbande aufgenommen.

Eigentliche Hauptfigur ist aber viemehr der gerade aus dem Gefängnis entlassene Schwerverbrecher Jason Locke (Sean Bean), der, endlich wieder in Freiheit, versucht, sich wieder als Gangster zu etablieren. Was ihm auch gelingt. Etcetc.

Klappentext und Trailer fand ich etwas irreführend - ich gewann den Eindruck, es handele sich um eine Art Zweikampf zwischen dem gerade entlassenen Locke, dem "Guten", und dem Gangsterboss "Mister D", dem "Bösen".

Obwohl es im letzten Drittel des Films kurz mal zu einer Art Zweikampf kommt, wird die Handlung jedoch jederzeit klar beherrscht von Locke, der keineswegs so eine Art "guter, sympathischer Gangster" ist, wie er in vielen Filmen vorkommt.

Vielmehr ist er genau der Typ Mensch, den jeder anständige Mensch fürchtet wie die Pest: Brutal, selbstsüchtig, ohne jede Ehre, Anstand oder Selbstreflexion.

Im Gegensatz zu so vielen Filmschurken (Hannibal Lector, Darth Vader, etc.) hat er jedoch keinerlei sympathische oder auch nur beeindruckende Charakterzüge (Charme, Intelligenz, Durchsetzungsvermögen, beeindruckendes Äußeres, etc.), sondern ist einfach nur ein vollkommen amoralischer Soziopath.
Dabei wirkt er jedoch nie so übertrieben und dadurch unglaubhaft wie das häufig in Hollywood-Filmen der Fall ist.
Vielmehr wird er ausgesprochen realistisch dargestellt, wodurch auch die überragende schauspielerische Leistung von Sean Bean beiträgt, und ist gerade deswegen besonders furcheinflößend. Wie gesagt, der Alptraum aller anständigen Menschen ... na ja, vermutlich der Alptraum aller Menschen!
Alptraumhaft und für mich eine der schlimmsten Szenen, die ich je in einem Film gesehen habe, ist die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Frau durch Locke in der Mitte des Films.

Der Film hätte eigentlich mit der Ermordung Lockes nach ca. 70 min. enden sollen, geht dann aber noch etwas weiter und verliert damit etwas den Faden und die Glaubwürdigkeit, weil plötzlich andere Figuren im Mittelpunkt stehen.

Deswegen nur drei statt eigentlich vier Sterne. Für fünf Sterne fehlt einfach jeglicher "Wohlfühlfaktor".


Mirageman Kicks Ass
Mirageman Kicks Ass
DVD ~ Marko Zaror
Wird angeboten von Movie-Star
Preis: EUR 6,48

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Realistischer" Superheldenfilm aus Chile mit tollen Kampfsportszenen und ein klein wenig Humor., 24. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mirageman Kicks Ass (DVD)
Auf "Mirageman" stieß ich, nachdem ich "Defendor" und "Kickass" angesehen hatte.

Ebenso wie in diesen beiden Filmen geht es auch hier um einen (annähernd) normalen Menschen, der zum Kostüm greift und als maskierter Rächer für Ruhe und Ordnung zu sorgen versucht.

Etwas genauer:
Die Familie des Helden, Maco, wurde vor offenbar längerer Zeit überfallen, die Eltern getötet und der jüngere Bruder vergewaltigt (sitzt seitdem kaum ansprechbar in einer psychiatrischen Anstalt). Der Held selbst wurde damals schwer verprügelt und arbeitet inzwischen als Türsteher eines Nachklubs. Seine Freizeit verbringt er damit, seinen kleinen Bruder zu besuchen und wie ein Besessener in seiner kleinen Wohnung Gewichte zu stemmen und Kampfsportübungen mit selbstgebastelten Trainingsmaschinen zu machen.
Dann, eines Abends, geschieht es: Beim Joggen stößt er auf drei Räuber, die gerade ein Haus überfallen und die Bewohnerin vergewaltigen wollen. Kurzentschlossen greift Maco ein, überwältigt die Verbrecher auf sehr gekonnte Art und Weise, und rettet die Frau. Da er sich die Maske des ersten Verbrechers übergezogen hatte, kann er anschließend unerkannt verschwinden.
Da die Gerettete eine bekannte Fernsehreporterin ist, erfährt Maco bald darauf im Fernsehen eine positive Resonanz auf seinen Einsatz - was ihn dazu bewegt, sich fortan richtig als maskierter Rächer zu betätigen ... (... und dann folgen einige Abenteuer.)

Obwohl ganz offensichtlich nicht mit dem großen Aufwand US-amerikanischer Filme produziert (KEINE bekannten Stars, KEINE Trickeffekte, KEINE fantastischen Landschaftsaufnahmen, etc.), ist dieser chilenische Film durchaus sehenswert. Interessant ist zum einen das wirklich alltäglich wirkende Umfeld, auch wenn die Geschichte nicht umwerfend vielschichtig ist, und man sich immer wieder fragt, ob Held, Verbrecher, Bürger und Presse realistisch handeln - das mag aber auch an der anderen Mentalität eines südamerikaischen Landes liegen, oder eben daran, dass der Held keine große Leuchte ist. A propos Held: An dem Schauspieler (Marco Zaror) gibt es wenig auszusetzen: Sieht hervorragend aus und ist ein wahrer Kampfsportmeister, der Kampfsportszenen darstellen kann, wie man sie seit Jean-Claude van Demme vor 20 Jahren nicht mehr gesehen hat.
Und zu guter letzt: Der Film wirkt nie besonders pathetisch, sondern bewahrt sich bei aller (wenig blutigen) Gewalt immer eine geringe komische Note, z.B. wenn Mirageman in seinem ersten Kostüm auftritt ...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2013 3:28 PM CET


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