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Die zärtliche Zeugin: Roman
Die zärtliche Zeugin: Roman
von Bodil Martensson
  Taschenbuch

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener Kriminalroman, 19. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Die zärtliche Zeugin: Roman (Taschenbuch)
Mit ihrem Kriminalroman „Die zärtliche Zeugin" ist es Bodil Martensson gelungen eine spannende Geschichte zu erzählen und gleichzeitig dem Leser die Figur des Joakim Hill näher zu bringen.
Die Geschichte spielt in Schonen. Ein Tankstellenbesitzer wird ermordet aufgefunden. Was man auf den ersten Blick für einen gewöhnlich Überfall halten könnte, erweist sich als Hinrichtung. Am Tatort findet die Polizei ein metallenes Kästchen, dessen Funktion sich nicht einmal die Polizeitechniker erklären können. Kommissar Joakim Hill wird mit dem Fall betraut. Doch noch bevor die Ermittlungen nennenswerte Ergebnisse liefern können, geschehen weitere Morde nach dem selben Schema. Es stellt sich heraus, dass die Opfer außer der Tatsache, dass sie alle Lose für die schwedische Lotterie verkauft haben noch eine weiter Gemeinsamkeit hatten. Sie alle kamen innerhalb kurzer Zeit auf unerklärliche Weise zu sehr viel Geld. Als Joakim Hill erkennt um was es sich bei dem dubiosen Metallkästchen handelt, erkennt er auch das Motiv für die Morde. Doch dadurch kommt er der Lösung des Rätsels näher als es gut für ihn ist. Er wird von drei Unbekannten überfallen und aufgefordert nicht mehr weiter zu ermitteln. Das jedoch spornt ihn erst recht dazu an weiter zu ermitteln und die Täter zu fassen. Schließlich kommt es zu einem wirklich spannenden Show down, der ein für den Leser überraschendes Ende findet.
Mir gefällt dieser Kriminalroman gut, vor allem weil die Autorin eine wirklich zügige Art hat zu erzählen. Der Leser hat das Gefühl von der Geschichte mitgerissen zu werden und kann das Buch erst wieder auf die Seite legen, wenn die Täter gefasst sind.
Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass Joakim Hill nicht nur an einem Fall ermittelt sondern nebenbei seine Kollegen noch bei anderen Ermittlungen unterstützen muss. Das vermittelt meiner Meinung nach ein realistischeres Bild der Polizeiarbeit. Im Lauf der Erzählung lernt man nicht nur Joakim Hill sondern auch seine Kollegen immer besser kennen und gerade deshalb erlebt man auch am Ende der Geschichte noch Überraschungen.
Die Art und Weise in der Bodil Martenson ihre Figuren beschreibt und für den Leser lebendig werden lässt erinnert mich sehr stark an Hakan Nesser. Auch bei Bodil Martensson gibt es keine perfekten Menschen sondern nur menschliche Figuren. Dies wird durch die Liebesgeschichte, die sich parallel zu den Ermittlungen entwickelt meiner Meinung nach noch unterstrichen. Alles in allem ein gelungener Kriminalroman.


Der Tote vom Strand - Roman
Der Tote vom Strand - Roman
von Hakan Nesser
  Gebundene Ausgabe

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der bisher beste Nesser, 1. September 2002
Mit seinem neuesten Buch "Der Tote vom Strand" ist ein Hakan Nesser ein Meisterstück gelungen. Der Kriminalroman ist wirklich spannend von der ersten bis zur sprichwörtlich letzten Zeile.
Als Inspektorin Ewa Moreno den Auftrag erhält, an ihren ersten Urlaubstagen einen Verbrecher zu vernehmen ahnt sie nicht, dass sie in ein Verbrechen verstrickt werden wird, dessen Anfänge bereits 16 Jahre zurückliegen. Auf der Zugfahrt zu ihrem Urlaubsort lernt sie ein Mädchen kennen, das auf dem Weg ist, seinen Vater, den es zuletzt vor 16 Jahren gesehen hat, in einer psychiatrischen Anstalt zu besuchen. Zwei Tage später ist das Mädchen verschwunden, kurze Zeit später auch der Vater. Ewa Moreno beginnt, obwohl sie eigentlich nicht zuständig ist zu ermitteln und stößt auf Abgründe und Intrigen deren Ursachen weit in der Vergangenheit liegen.
Dieser neue Nesser hat mich wirklich begeistert. Obwohl "der Kommissar" nicht mehr selbst ermittelt ist er bzw. sein Einfluss immer wieder spürbar. Und wie auch in den vorhergegangenen Romanen lernt man den Ermittler in diesem Fall Ewa Moreno, die sich im Urlaub eigentlich nur Klarheit über sich und ihre neue Beziehung verschaffen wollte, besser kennen.
Ein Faktor, der die Spannung zusätzlich erhöht ist ein schrecklicher Verdacht, der am Anfang der Geschichte geäußert wird und Ewa Moreno bis zum Ende hin immer wieder beschäftigt.
Auch in diesem Buch schreibt Nesser wieder auf seine präzise, knappe ja manchmal fast karge Art. Und obwohl die Geschichte von den Abgründen, der menschlichen Seele und auch oft vom Rand unserer Gesellschaft erzählt, ist es dem Autor gelungen einen spannenden Kriminalroman zu schreiben, der nicht andauernd an das soziale Gewissen des Lesers appellieren muss, um interessant zu bleiben.
Allen Nesser-Fans kann ich "Der Tote vom Strand" wirklich empfehlen, wobei zu sagen ist, dass der Kriminalroman noch um einiges interessanter wird, wenn man die vorhergegangenen Bücher "Münsters Fall" und "Der unglückliche Mörder" gelesen hat.


Der unglückliche Mörder: Roman - Ausgezeichnet mit dem Skandinavischen Krimipreis (Allemand)
Der unglückliche Mörder: Roman - Ausgezeichnet mit dem Skandinavischen Krimipreis (Allemand)
von Hakan Nesser
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Kriminalroman, 13. August 2002
Hakan Nesser ist es mit seinem Kriminalroman "Der unglückliche Mörder" gelungen, eine besondere Geschichte zu erzählen. Die Geschichte eines normalen Menschen, der durch Zufall, Angst und Feigheit zum Mörder wird, aber auch die Geschichte eines Sohnes, der lange vor seinem Vater sterben muss.
Als Van Veeterens Sohn Erik ermordet aufgefunden wird, ahnt noch niemand, dass dieser Mord bereits eine blutige Vorgeschichte hat und, dass er noch andere Morde nach sich ziehen wird. Auch in diesem Roman ermittelt, wie zuvor schon in "Münsters Fall" nicht mehr Van Veeteren als Kommissar. Hauptermittler ist hier Kommissar Reinhard, den man schon in "der Kommissar und das Schweigen" kennen gelernt hat.
"Der unglückliche Mörder" erzählt aber nicht nur eine Kriminalgeschichte, er bringt dem Leser auch eine erschütternde Familiengeschichte näher. Die Geschichte eines Vaters, der seinen Sohn viel zu früh verlieren muss, um ihn und auch sich selbst durch Zweifel am Sinn des eigenen Lebens und Weiterlebens neu kennen zu lernen. Dies wird allein schon durch das Zitat von Paul Auster (The red notebook)am Anfang des Buches treffend hervorgehoben: "In the natural order of things, fathers do not bury their sons."
Hakan Nesser erzählt hier wieder auf seine einzigartig feinfühlige Art. Er lässt den Leser gerade soviel wissen, wie notwendig ist um zu verstehen. Man lernt den Mörder schon lange vor den Ermittlern kennen, wodurch die Spannung aber nur noch erhöht wird, da der Leser in die Lage versetzt wird, Handlungen voraussehen zu können.
Einziges Manko ist der Titel der deutschen Übersetzung, der das Buch lange nicht so treffend überschreibt, wie der schwedische Originaltitel "Carambole".
Diesen Kriminalroman kann ich allen Van Veeteren Fans nur wärmstens empfehlen. Man lernt den Kommissar von einer bisher unbekannten zutiefst empfindsamen menschlichen Seite kennen, die ihn nur umso liebenswerter macht. Von der ersten bis zur letzten Zeile ist man gefesselt von den Ermittlungen, die mit einer Aufforderung Van Veeterens an die den Kommissar beginnen und mit einer Aufforderung Van Veeterens an den Mörder enden.


Die dunkle Seite des Mondes. Roman
Die dunkle Seite des Mondes. Roman
von Martin Suter
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich überaschender Waldspaziergang, 12. August 2002
Martin Suters zweiter Roman "Die dunkle Seite des Mondes" übertrifft sein wirklich beeindruckendes erstes Buch "small World" noch bei weitem. Auch hier fesselt der Autor den Leser wieder durch seine klare und nüchterne Art eine spannende Geschichte zu erzählen. "Die dunkle Seite des Mondes" ist ein Roman der an Spannung kaum zu überbieten ist.
Der Leser lernt zuerst den "normalen" Urs Blank, Fachmann für Fussionverhandlungen kennen. Er erlebt auf welche Weise Urs die halluzinogenen Pilze kennenlernt und wie diese sein Leben und ihn komplett ändern. Blank flieht in den Wald, wo er erkennen muß, daß es nur eine Möglichkeit gibt dem Unbegreiflichen zu entrinnen. Er erkennt den Weg aus dem Alptraum, der schließlich ein überaschendes Ende findet.
Der Roman besticht aber nicht nur durch die ungeheure Spannung, die einen das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen läßt, sondern auch durch einen oftmals wunderbar schwarzen Humor. Die Hintergründe ( z.Bsp die Wirkung halluzionogener Pilze) wurden vom Autor wirklich gründlich recherchiert, was aber den Roman nur umso spannender macht.
Ein Buch das wirklich zu empfehlen ist. Der Leser begibt sich auf einen Spaziergang durch die Psyche eines Menschen, dessen Ziel irgendwo in der Einsamkeit und Dunkelheit des Waldes liegt.


Gefallene Engel
Gefallene Engel
von Gunnar Staalesen
  Taschenbuch

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Reise in die Vergangenheit, 11. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Gefallene Engel (Taschenbuch)
Gunnar Staalesens Kriminalroman "Gefallene Engel" bietet dem Leser mehr als eine simple Detektivgeschichte. Als mehrere Mitglieder der ehemaligen Band "The Harpers" auf mysteriöse Weise ums Leben kommen, beginnt für Varg Veum eine Reise in die Vergangenheit. Eine Reise in eine glückliche Jugend aber auch eine Reise zu einer noch immer unerfüllten Liebe und Sehnsucht. Auf dieser Reise stellen sich dem Privatermittler immer mehr philosophische und religiöse Fragen.
Varg Veum muss mit unglaublichem Ensetzen feststellen, dass die Opfer von heute und Idole von gestern die wahren Täter sind und dass das wirkliche Verbrechen schon vor langer Zeit begangen wurde. Alles in allem eine sehr gelunge Milieustudie, die ihren etwas langsamen Anfang voll und ganz rechtfertigen kann. Die Traurigkeit der Geschichte wird für den Leser durch gelungene Beschreibungen der Personen und ihres Lebens noch begreifbarer. Zu empfehlen für alle, die sich von einem Kriminalroman mehr erwarten als die Jagt nach einem Verbrecher.


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