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Beiträge von Michael Krauts...
Top-Rezensenten Rang: 852
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Rezensionen verfasst von
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Neufeld an der Leitha, Bgld)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Noch'n Gedicht
Noch'n Gedicht
von Heinz Erhardt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Witzig, wortgewandt & nicht selten auch tiefsinnig!, 31. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Noch'n Gedicht (Gebundene Ausgabe)
Wie kaum ein anderer Unterhaltungskünstler hat Heinz Erhardt die Nachkriegsjahre und die Wirtschaftswunderzeit im deutschen Sprachraum beeinflusst - zuerst im Radio als Musiker und Erzähler, später als Filmschauspieler in Komödien und als Bühnenunterhalter.
Im Nachhinein betrachtet spiegelt der vielseitige Schelm die Unterhaltungskultur genau jener Zeit auch wider.
Seinen vielleicht zeitlosesten und deshalb auch nachhaltigsten (Kultur-)Beitrag hat Herr Erhardt aber wohl mit seinen unvergleichlichen Gedichten geschaffen. Seine 3 Gedichtbände "Noch 'n Gedicht", "Noch 'n Buch" und "Noch 'n Heinz Erhardt" (allesamt sehr empfehlenswert) gelten bis heute als Maßstab was sprachlichen Klamauk, Wortwitz und dahinter (auf den ersten Blick oft) verborgenen Tiefsinn betrifft.

Wie viele andere Rezensenten hier habe auch ich stellenweise Tränen gelacht, als ich vorliegendes Exemplar durchschmökerte. Sein unnachahmlicher Einfallsreichtum, wenn er mit eigentlich einfachen Mitteln die Sprache ad absurdum führt, ist meines Erachtens unerreicht. Tatsächlich muss es mitunter ganz schön anstrengend gewesen sein, solche scheinbar banalen Wortspiele auf Papier zu bringen, wenngleich alle hierin enthaltenen Gedichte eine solche Anstrengung freilich nicht vermuten lassen - ganz im Gegenteil. Man hat den heiteren, energiegeladenen (und begnadeten) Performer immer vorm inneren Auge, wenn man diese Gedichte liest und sie lesen sich so einfach und unbeschwert, dass man am liebsten gleich zum nächsten Erhardt-Gedichtband greifen möchte...

Diesbezüglich habe ich einen kleinen Tipp für Interessierte: Seien Sie schlau und greifen Sie am besten gleich zu einer Gesamtausgabe, die alle Gedichte des genialen Erzählers und Schreibers beinhaltet. Mittlerweile liegen bereits solche Sammelwerke vor und die sind auch preislich gesehen günstiger als eben vergleichsweise der Einzelerwerb oben genannter Bände.

Fazit: Dass Heinz Erhardt ein ganz Großer der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit war, steht außer Frage. Dass es auch heute (und gerade heute) noch lohnt, sich mit ihm auseinanderzusetzen, beweisen am vielleicht nachdrücklichsten seine Gedichtbände - wie eben dieser hier.
Egal ob jung oder alt, belesen oder eher unerfahren (was Literatur betrifft) - hier kommt wohl jeder auf seine Rechnung. Wie kaum ein anderer schafft es Erhardt auch große Literatur dem (vielzitierten) kleinen Manne nahe zu bringen.
Wenn man das hier liest, wünscht man sich, man hätte die Chance gehabt, Erhardt einmal leibhaftig - also live - erleben zu dürfen!

Die hohe Kunst liegt hier im Detail des Einfachgehaltenen - superb und wirklich sehr, sehr empfehlenswert!

Eindeutige, indiskutable 5 Sterne dafür +++++


The Who - Maximum Rock: Die Geschichte der verrücktesten Rockband der Welt (Band 2)
The Who - Maximum Rock: Die Geschichte der verrücktesten Rockband der Welt (Band 2)
von Christoph Geisselhart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

5.0 von 5 Sternen Würdiger & kurzweiliger 2. Teil der insgesamt sehr starken "Maximum-Rock"-Trilogie!, 30. Januar 2016
Wie schon beim vorangegangenen Schmöker beweist Autor Christoph Geisselhart auch beim 2. Teil seines Monumentalwerks fundamentales Fachwissen und erzählerisches Feingefühl. Der Deutsche hat offenbar auch hier wieder sehr gründlich recherchiert und schafft es - wie schon beim 1. Teil (der ebenfalls sehr empfehlenswert ist) - einen erstaunlich sachlichen Überblick zu wahren, wenn er über seine Lieblingsrockband berichtet. Dennoch merkt man beim Lesen ohne Zweifel, dass Herr Geisselhart bekennender Who-Fan ist (was er ja auch offen zugibt), wodurch er auch weiß bzw. im Gefühl hat, was Fans wirklich interessiert. So gesehen kann man auch bei diesem Buch von einer äußerst gelungenen Gratwanderung zwischen Fakten und interessanten Detailgeschichten zur Band bzw. deren Mitglieder sprechen.

Tatsächlich rückt beim 2. (und schlanksten) Buch der "Maximum-Rock"-Who-Biografie Drummer Keith Moon in den Fokus des Geschehens, der offenbar wie kein anderes Bandmitglied seinen Lebensinhalt im Bestehen der Band sah. Zum einen wird über diverse Eskapaden des wankelmütigen Who-Motors berichtet, die zwischen Lausbuben-Belustigung und Wahnsinn schwanken und die labile Psyche Moons widerspiegeln. Andererseits dürfte Moon, The Loon aber auch einen guten Draht zu Kindern gehabt haben (da er selbst bis zu einem gewissen Grad eines geblieben war) und in seinen guten Momenten ein echt lustiger Kerl gewesen sein. Ein gewisser Zak Starkey (Sohn von Beatles-Drummer Ringo Starr und heute Who-Schlagzeuger) kann sich da noch an die eine oder andere Anekdote diesbez. erinnern.
Aber natürlich kommen auch die anderen Who-Mitglieder nicht zu kurz. Im Gegensatz zu so manch anderem Rezensenten hier finde ich nicht, dass hier zu einseitig berichtet würde. Man muss diesen 2. Band - so denke ich - ein Stück weit halt auch im Gesamtkontext dieser insgesamt eben dreibändigen Trilogie sehen. Und immerhin war Mr. Moon wesentlicher Bestandteil der Band und verschiedene Entwicklungen dieser in den 70ern spiegeln sich gerade an seinem (eben labilen) Charakter sehr klar wider. Weshalb also sollte man dem guten (und armen/gebeutelten) Mann nicht dahingehend auch einen gewissen Tribut zollen?

Ich jedenfalls habe diese Fortsetzung sehr genossen und regelrecht verschlungen. Meines Erachtens handelt es sich hierbei immer noch um eine der besten Rockband-Biografien überhaupt. Umso erstaunlicher mutet das an, wenn man bedenkt, dass ausgerechnet ein Deutscher so authentisch und empathisch über eine englische Kulttruppe erzählt. Hut ab!
Die Auflistung und Besprechung/Analyse (freilich aus subjektiver Sicht) einzelner Alben aus jener Dekade ist - wie schon bei Teil 1 - hochinteressant und für Fans bestimmt spannend (da man gewiss Vergleiche mit der eigenen Sichtweise anstellen wird).

Fazit: Who-Fans, solche die es noch werden wollen und Leute, denen auch der 1. Teil der "Maximum-Rock"-Biografie schon gefallen hat, können meines Erachtens von dieser Fortsetzung eigentlich nicht enttäuscht sein. Band 2 setzt stimmig fort und gibt weitere tiefe und interessante Einblicke in nicht unkomplizierte Zusammenhänge/Mechanismen, die das Gefüge rund um Pete Townshend letztendlich ausmachten.

Insgesamt ist das hier ein lesenswertes, informatives und kurzweiliges Buch über eine der größten und wegweisendsten Rockbands des vergangenen Jahrhunderts. Bravo!

Deshalb: +++++

P.S. Der 3. (und letzte) Teil der Trilogie ist übrigens ebenfalls sehr empfehlenswert!
(Anm.: Eine Rezension zu Band 1 existiert bei Interesse bereits ebenfalls ;))


The Band
The Band
Preis: EUR 7,41

5.0 von 5 Sternen Zurecht unter den besten 50 der Rock/Pop-Geschichte? In jedem Fall ein hörenswertes & interessantes Album!, 30. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Band (Audio CD)
THE BAND, jene Band nämlich, die einen Bob Dylan während seiner elektrifizierten Phase - und darüber hinaus - auf Tour begleiten sollte, hatte - vorwiegen innerhalb Amerikas - auch als eigene Formation beachtliche Erfolge. Vor allem die ersten beiden Tonträger, nämlich "Music From Big Pink" (das während einer Tourpause, nach Dylans Motorradunfall, entstand) und eben der vorliegende, also "The Band", gelten dabei nach wie vor als ganz große Aushängeschilder. Kritiker, die das allseits bekannte Standardwerk "Die 500 besten Alben aller Zeiten" zusammenstellten, wählten eben genannte Scheiben sogar unter die ersten 50 (genau war's, glaub ich, Rang Nr. 45, was hiesige Platte betrifft)!
In diversen Fachkreisen gilt der Tonträger sogar als das "Braune Album" (in Anlehnung an die berühmten Beatles-Compilations, die ja bekanntermaßen "rot" und "blau" waren). Sogar die Bezeichnung "Sgt. Pepper's Amerikas" ist im Zusammenhang mit diesem Album schon einmal gefallen...

Aus heutiger Sicht (bin ein 85er-Baujahr und somit auch erst im Nachhinein damit konfrontiert worden) verwundert das insofern ein wenig, da The Band nicht übermäßig populär zu sein scheint. Auch Leute (die ich halt kenne), die gerne und oft und viel Musik hören und mit denen ich mich regelmäßig austausche, sind bezüglich dieser Gruppe nicht allzu gut informiert. Soviel einmal dazu...

Tatsächlich halte ich dieses 2. Studioalbum der musikalisch sehr beschlagenen Truppe (die - Detail am Rande - zu 4/5 aus Kanadiern bestand) für das gelungenste und stimmigste. "The Band" ist eine Sammlung "echter" amerikanischer Songs, die für mich eine spannende Mischung zwischen Folk, Country, Blues und R&B darstellen. Oft ist im Hintergrund eine typische Fidel zu hören und manchmal wird's fast kitschig, wäre da nicht die großartige, erdende Stimme eines Richard Manuel, die alles im Lot hält.
Vom Sound her wirkt die Platte sehr ausgewogen, wobei sie insgesamt den Eindruck erweckt, als hätte man sie im Zuge von Endlossessions in der Scheune nebenan aufgenommen (auch, wenn das freilich nicht stimmen mag). Vielleicht erklärt das auch den authentischen, nahbaren Touch, den dieses Album eigentlich fortwährend versprüht.
(Anm.: Ein bisschen erinnert mich The Band auf vorliegendem Album (mit ein wenig Phantasie) an eine Urversion der Kings Of Leon.)

Jamie Robbie Robertson, der sich (manchmal gemeinsam mit Richard Manuel und Drummer Levon Helm) für alle hierauf enthaltenen Songs verantwortlich zeigt, hat große Songwriterfähigkeiten bewiesen. Immerhin enthält "The Band" mit "The Night They Drove Old Dixie Down" und dem begeisternden "Up On Cripple Creek" die 2 vielleicht überhaupt gelungensten und auch bekanntesten Tracks der Formation. Ein weiterer Anspieltipp meinerseits wäre das unwiderstehliche "Rag Mama Rag" mit seinem antreibenden Rhythmus und dem auffordernden Gesang - superb!
Bob Dylan, der einst angeblich angeboten hatte, ebenfalls Songs beizusteuern (was allerdings stärker auf das vorgehende "Music From Big Pink" zutreffen dürfte), wurde dankend zurückgewiesen. Die Truppe begründete dies unter dem allzu verständlichen Gesichtspunkt, dass man quasi nicht ewig bzw. immer an His Bobness Rockzipfel (im übertragenen Sinn) hängen möchte. Eigentlich ist's logisch, dass man sich diesbezüglich auch einmal ein wenig vom großen Bob distanzieren wollte (Anmerkung/Tipp: Es gibt da ein wirklich großartiges Live-Album namens "Before The Flood" (von 1974, glaub ich), bei dem Dylan und The Band gemeinsam auftreten und auf dem neben (fantastischen) Dylan-Songs auch einige The-Band-Titel vorzufinden sind!).
Wer könnte es ihnen verdenken? Bei allem Respekt freilich vor dem großartigen Bob Dylan...

Auf hiesiger Remaster-Ausgabe sind neben den 12 Original-Album-Tracks noch 7 Zusatzsongs enthalten, wobei es sich meist um (durchaus spannende und interessante) Alternativetakes der am Album enthaltenen Stücke handelt. Einzig "Get Up Jake" ist in diesem Sinne eine echte Neuveröffentlichung.

Fazit: In Summe ist "The Band" wirklich ein beeindruckendes Sammelsurium an gefühlvoll und stimmig interpretierten Stücken, die einen sehr "amerikanischen" Einschlag (von der Instrumentalisierung her) aufweisen. Obwohl auch ich zugegebenermaßen ein bisschen gebraucht habe, um hinein zu kippen, verstehe ich heute, warum dieser Truppe und diesem Album im Speziellen ein derart guter Ruf vorauseilt.
Dass The Band bereits am Anfang ihres Bestehens eine derart - Sound & Kompositionen betreffend - souveräne, abgebrühte Platte machen konnte, liegt bestimmt nicht zuletzt daran, dass man im Vorfeld gemeinsam eifrig mit Bob Dylan (wohl einer der größten Songwriter überhaupt) getourt war. Diese Symbiose wird wohl sehr befruchtend und inspirierend (nach)gewirkt haben (aber auch später hat man ja noch zusammengearbeitet).
Ob es sich denn hierbei tatsächlich um das fünfundvierzigbeste Musikalbum der Pop/Rock-Geschichte handelt, darüber wird man wohl (wie so oft bei Musik) vortrefflich diskutieren können ;)
Fakt ist aber, dass man es hier mit einem hochqualitativen Tonträger zu tun hat, der begeisterten Sammlern und leidenschaftlichen Musikhörern eigentlich nicht vorenthalten bleiben sollte/darf. In diesem Sinne - hört mal rein!

GROSSE KLASSE!

+++++

---- Anspieltipps ----
- Rag Mama Rag
- The Night They Drove Old Dixie Down
- Up On Cripple Creek

Viel Freude beim Hören & Entdecken!


All That You Can't Leave Behind
All That You Can't Leave Behind
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 10,49

5.0 von 5 Sternen Ein ganz großer Wurf zum Millenium!, 30. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: All That You Can't Leave Behind (Audio CD)
Ich war und bin zugegebenermaßen nie der ganz große U2-Fan, als Musiksammler gibt's aber freilich dennoch einige Scheiben der Iren, die man einfach (trotzdem) haben muss. Das vorliegende "All That You Can't Leave Behind" ist eins dieser Alben. Neben dem vielseits gerühmten "The Joshua Tree" und dem auch unter Fans nicht unumstrittenen (ich weiß, find's aber trotzdem super) "Rattle & Hum" gehört es zu meinen Lieblingsalben der Band.

Mit ihrem 10. Studioalbum, das anno 2000 das Licht der Welt erblicken sollte, bewiesen Bono, The Edge & Co., dass sie immer noch für eine Überraschung gut waren. Ich weiß wirklich nicht (bin aber wie schon gesagt auch nicht unbedingt der große U2-Kenner) ob Kritiker und Fans ein derart starkes Lebenszeichen von der Band erwartet haben. Die dazugehörige Tour, die mit den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 zusammenfiel, wurde fast schon legendär und trug bestimmt auch ein bisschen dazu bei, dass dieses Album so sehr in den Mittelpunkt des Interesses der breiten Öffentlichkeit fiel.
Dennoch sind es in erster Linie natürlich die darauf enthaltenen Songs, die "All That You..." so stark und zeitlos machen. Der heute noch sehr regelmäßig im Radio gespielte Opener "Beautiful Day" (der auch bei einer Superbowl-Halbzeitshow einmal mit im Programm war, soweit ich mich erinnern kann) ist schlicht unwiderstehlich und macht es einem fast unmöglich trübselig zu bleiben, wenn man z.B. frühmorgens im zähflüssigen Verkehr feststeckt.
Besonders hervorhebenswert erscheint mir zudem noch der Track "Stuck In A Moment You Can't Get Out Of", der ganz einfach nur von einer Band stammen kann, die zusammen (so wie eben U2) schon einige Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Hier beweisen die Mannen um Bono, wie souverän und gekonnt sie Songs schreiben und interpretieren konnten.
Das ebenfalls hierauf enthaltene "Elevation" erreichte vor allem als Single-Auskopplung - allerdings in anderer Version - Bekanntheit und zählt ebenfalls mit zu den großen Würfen vorliegenden Silberlings.

Der Sound der Platte ist - wie sich's für einen guten Tonträger gehört - durchgehend recht homogen, d.h. dass stets eine Art roter Faden diesbezüglich erhalten bleibt (Schlagwort: Konzeptalbum). Zudem hört sich das Klangbild sehr ausgetüftelt an. Stets schwebt ein Hauch Melancholie über den insgesamt 11 hierauf vertretenen Tracks, eine Art leichter Nebel, der nie ganz weicht und zugleich aber die Schönheit jedes einzelnen Stücks einzigartig macht bzw. hervorhebt.

Fazit: "All That You Can't Leave Behind" erfüllt in meinen Ohren - und ich bin gewiss nicht der größte U2-Fan auf Erden - so ziemlich alle Anforderungen, die ein Klassiker der Rock/Pop-Geschichte erfüllen muss. Der Sound des Albums sowie darauf vorzufindende Kompositionen (die eine herangewachsene Reife und angenehme Abgebrühtheit beweisen) sind etwas ganz Besonderes, weshalb ich glaube, dass man es hier tatsächlich mit einem der allerbesten U2-Alben überhaupt zu tun hat.
Nicht umsonst wurde diesem Silberling die Ehre zuteil, vom RS-Magazine unter die besten 500 Alben aller Zeiten gewählt zu werden (wobei er sogar unter den ersten 150 rangiert, wenn ich nicht irre). Und auch, wenn Kritiker (sind ja auch nur Menschen) manchmal danebenliegen - hier liegen sie meines Erachtens absolut richtig!

Deshalb auch: +++++

Gehört eigentlich in jede ordentlich geführte Rock/Pop-Sammlung. Ein Klassiker (so abgedroschen das jetzt auch klingen mag) der neueren Rock/Pop-Geschichte.

Prädikat: WERTVOLL.


The Magic of Christmas
The Magic of Christmas
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Perfekte Hintergrundmusik für die Weihnachtsfeiertage!, 30. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Magic of Christmas (Audio CD)
Unter den unzähligen Veröffentlichungen, die Rondo Veneziano zu verbuchen haben, befinden sich leider auch einige ziemlich fragwürdige Zusammenstellungen, die eher den Eindruck des unliebsamen Wiederverwertens vermitteln, um Geld damit zu machen. Leider überschneiden sich deshalb viele Titel auf diversen Veröffentlichungen und auch konzepttechnisch überzeugen die Zusammenstellungen nicht unbedingt immer.

Dennoch hat die Klassik/Pop-Formation (wenn ich sie jetzt so nennen darf) auch einige Meisterwerke geschaffen, die wohlklingende Klassik-Elemente mit behutsamen Popfragmenten (meist Schlagzeug und E-Bass) verdichten. (Anm.: Ich für meinen Teil würde da vor allem den frischklingenden Erstling "Rondo Veneziano" und die hübsche Zusammenstellung "Venezia 2000" für Interessierte empfehlen).

Vorliegende Weihnachts-Compilation ist vorwiegend - dem Thema entsprechend - ruhig ausgefallen und bietet sich meines Erachtens optimal als Hintergrundmusik an, wenn man weihnachtliche Atmosphäre in heimeligen Gemäuern schaffen möchte. Ich halte die Titelauswahl hierauf jedenfalls für geglückt und stimmig konzipiert und auch der Klangcharakter, der viel Wärme innehat bzw. versprüht, passt bestens zu den Stücken.
Mitunter hat man es hier wahrscheinlich tatsächlich mit einem der besten (bzw. besseren) Rondo-Veneziano-Tonträger zu tun, den man sich bestimmt auch dann zulegen kann, wenn man bisher noch gar nicht mit Rondo Veneziano zu tun gehabt hat.

Fazit: Eine stimmige, schöne und atmosphärische Aneinanderreihung von liebevoll und behutsam interpretierten Instrumentalstücken, die auch in vielen, vielen Jahren noch für Weihnachtsstimmung zuhause sorgen kann und wird.

Deshalb: +++++

Großartig!


Rondo Veneziano
Rondo Veneziano
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Klingt angenehm frisch & lebendig!, 30. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Rondo Veneziano (Audio CD)
Bis heute haben Rondo Veneziano eine (fast unüberschaubare) Vielzahl an Tonträgern und (vor allem) Compilations veröffentlicht und - so ehrlich muss man schon sein - da sind schon auch einige (eigentlich leider sogar recht viele) uninspirierte, eigenartige Werke dabei.
Am Anfang - wir schreiben das Jahr 1980 - war das aber noch spürbar anders. Das schlicht betitelte Debüt klingt wirklich frisch, knackig, aufregend und lebendig. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass es anno dazumal noch ein Novum war, klassische Musik mit Pop-Elementen (Schlagzeug und E-Bass) zu vermengen. Jedenfalls ist das Klangbild vorliegenden Silberlings auch heute noch erfrischend und es macht durchaus Freude, diese CD einzulegen und (am besten am Stück) runterlaufen zu lassen.

Abgesehen vom überzeugenden Sound, sind hierauf enthaltene Kompositionen (ganze 9 Instrumentalstücke an der Zahl) - mitunter vielleicht sogar die besten der Klassik/Pop-Formation - wirklich stark. Später wurden viele hierauf enthaltene Tracks wiederum auf zahlreichen anderen (und in meinen Augen eher unnötigen) Zusammenstellungen (diverse Best-Ofs usw.) veröffentlicht und so gewissermaßen (leider) "verwurstet". Klanglich haben mir erlesene Stücke wie z.B. "Rondo Veneziano", "San Marco", "Giochi d'Acqua", "Colombina" oder das aufrüttelnd-begeisternde "Danza Mediterrana" (das die Platte schließt) jedenfalls nie besser gefallen, als auf hiesigem Originalalbum.

Fazit: Selbst wenn der Name Rondo Veneziano heutzutage häufig gepflegte Langeweile verspricht und bei Klassik- als auch Pophörern ein mildes Lächeln hervorruft, haben sie mit ihrer Melange aus Klassik- und Popmusik - vermutlich sogar als Erste - etwas sehr Zeitloses, Erfreuliches und Bleibendes geschaffen, das auch heute noch seinen Wert besitzt und - so meine ich - so ziemlich jede ordentliche Musiksammlung deshalb aufwertet.

Aus oben genannten Gründen halte ich das Höchstbewertungsmaß an dieser Stelle allemal für angebracht. Wer mit dieser Scheibe etwas anfangen kann, der sollte es auch mit VENEZIA 2000 und THE MAGIC OF CHRISTMAS versuchen!

Also: +++++

P.S. Das Cover-Artwork gefällt mir ausgesprochen gut und macht wirklich etwas her. Vielleicht ist Rondo Veneziano (in vorliegender Form) auch ein geeignetes Mittel, um Jugendliche ein wenig auf den Geschmack für klassische Klänge zu bringen...

Ich mag's jedenfalls. Wirklich gut!

---- Asnpieltipps ----
- Rondo Veneziano
- San Marco
- Giochi d'Acqua
- Colombina
- Danza Mediterrana (ein Part daraus wurde sogar eine Zeit lang auf Ö1 (österr. Radiosender) als Übergangsmelodie verwendet)


Elektroboot, bitte
Elektroboot, bitte
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine nahezu perfekte Alternative-Scheibe mit starkem Sound!, 28. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Elektroboot, bitte (MP3-Download)
Schon lange vor Bilderbuch und Wanda war Österreichs Musiklandschaft mit wirklich guten Alternative-Acts gesegnet. Heinz aus Wien, die sich nach eigenem Credo stark zu Tocotronic hingezogen fühlten, lieferten so beispielsweise am Gipfel ihres Schaffens ein fast unwiderstehliches Indie-Juwel namens "Elektroboot, bitte" ab, das - neben tollen Arrangements - mit einem wirklich starken Klangbild aufwarten kann.
Über die Tiefe bzw. die lyrische Qualität der Texte mag man diskutieren können - bitte! Aber im Gesamten gesehen, so meine ich, hat man hier wirklich solide und überzeugende Arbeit geleistet.

Mit Titeln wie "Bitte sprich mich einfach an", "(Ich wär gern) Johnny Depp", "Schön" oder "Fußballspielen" - die allesamt zu den bekanntesten der Band gehören (und das bis heute) - enthält vorliegender Silberling wohl (wenigstens) einige der allerbesten, unverwüstlichsten Tracks der Band.
Ich habe mir das Album nach vielen Jahren wieder angehört (als 15-16jähriger bin ich voll auf diese Musik abgefahren - irgendwie lustig) und bin zum Schluss gekommen, dass es auch zu "meiner" Zeit (so nostalgisch verklärt sich das jetzt auch immer anhören mag) wirklich großartige deutschsingende Alternative/Indie-Acts gab.
Neben den Hamburger Musikrevoluzzern Tocotronic (die aber auch viel später noch Großes leisteten) und den meines Erachtens sträflich unterschätzten Petsch Moser (ebenfalls aus Wien), bildeten Heinz aus Wien - und speziell eben diese Platte hier - gewissermaßen eine musikalische Basis, die so manches spätpubertäres Seelenleid erträglicher machte.
Ich glaube, dass "Elektroboot, bitte" auch heutigen Jugendlichen gefallen könnte, wenn sie nur wüssten, dass es Bands wie diese mal gegeben hat...
Mit gegenwärtigen Heinz-Projekten kann aber auch ich ehrlich gesagt nicht mehr viel anfangen. Naja - Alben wie dieses hier trösten über so manchen Schmerz diesbezüglich hinweg ;)

Für Interessierte habe ich bez. Heinz aus Wien noch weitere Alben-Empfehlungen auf Lager, nämlich:
- Welsfischen am Wolgadelta (das ist das (Debüt-)Album mit der Oma vorne drauf)
- Pasadena
und
- Live in Mexiko (ein energetischer, kurzweiliger Live-Mitschnitt)

kann man sich getrost auch zulegen oder zumindest einmal reinhören!

Auf jeden Fall ist mir diese Scheibe rückblickend betrachtet weit weniger unangenehm, als beispielsweise so manches Album der Sportfreunde Stiller...

"Elektroboot, bitte" hat Prädikate wie kurzweilig, erfrischend, peppig und interessant allesamt verdient. Ziemlich stark eigentlich - deshalb auch 5 Sterne meinerseits an dieser Stelle: +++++


Nevermind
Nevermind
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der einflussreichsten/wegweisendsten Alben der Rock-Geschichte!, 28. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nevermind (Audio CD)
Nirvanas NEVERMIND, das bald ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat (unglaublich eigentlich!), gilt bis heute als eines der größten und wegweisendsten Musikalben der Rock/Pop-Geschichte.
Ehrlich gesagt finde auch ich es diskutabel, ob denn beispielsweise Pearl Jams TEN (neben vielen anderen tollen Alben der Band) oder Soundgardens SUPERUNKNOWN (das allerdings erst 1994 erschien) insgesamt nicht vielleicht noch besser sind. Vermutlich gibt es überhaupt eine ganze Reihe von Alben anderer Künstler, die gewiss auch enorm einflussreich und stark bestückt waren.
Ein wenig nervig finde ich offengestanden auch den Riesenhype um die tragische Person eines Kurt Cobain, der in meinen Augen gar ein wenig zu sehr verklärt und hochgelobt wird. Ohne Frage war dieser Mann ein begnadeter Songwriter und ich will hier unter eingefleischten Fans bestimmt keinen Sturm der Entrüstung lostreten, allerdings finde ich persönlich es eher frag- denn anbetungswürdig, wenn sich ein junger Familienvater (der er ja damals war) - aus welchen für ihn letztlich entscheidenden Gründen auch immer - das Leben nimmt. Naja.

Dass NEVERMIND einen derartigen Hype auslöste und anno 1991 - von Seattle aus - den Grunge als Rockgenre weltweit populär machte, hat - abgesehen von der künstlerischen (also musikalischen) Qualität der Scheibe (die aber ohne Zweifel gegeben ist) - sicher auch mit dem Entstehungszeitpunkt zu tun. Anfang der 90er gab es tatsächlich mehrere Grunge-Bands, die gewiss nicht schlechter waren als beispielsweise die 3 Mannen von Nirvana. Aber Songs von derartiger Güte - wie etwa "Smells Like Teen Spirit", "In Bloom", "Come As You Are" oder "Lithium" - auf einmal abzuliefern, war wirklich erstaunlich und ist es noch.
Noch dazu ist der Mix des Albums schlichtweg aufregend (obwohl z.B. ein Kurt Cobain angeblich gar nicht sooo glücklich damit gewesen sein soll), der ungezügelte Rauheit und Energie mit wundervollen Melodien verbindet, ohne Barrieren dazwischen aufzubauen bzw. gegenseitige Unverträglichkeiten aufkommen zu lassen (auf gut Wienerisch beißn sa si ned). Soll heißen: Der Sound der Scheibe ist meines Erachtens wirklich fantastisch und passt sicher perfekt zum darauf vorhandenen Songmaterial.

So gesehen wird NEVERMIND also völlig zurecht hohes Ansehen zuteil. Hier hat man es wirklich mit einer Kultplatte zu tun, die eigentlich in jede halbwegs ordentlich geführte Rock-Audiothek gehört!
Wie schon gesagt: Ob denn sämtliche Pearl-Jam- und/oder Soundgarden-Alben (und noch viele andere freilich) wirklich hinter NEVERMIND anzusiedeln sind, ist wohl diskutabel, betrachtet man jedoch den damaligen Hype, den dieses Album ausgelöst hat, dann ist es aus heutiger Sicht nur allzu verständlich, warum denn ausgerechnet diese Scheibe zum kommerziellen Welt-Türöffner für den Grunge schlechthin wurde.
Auch das Cover der Scheibe ist absolut kultig und rundet somit den stimmigen Gesamteindruck dieses Meisterwerks ab.
Und ja: Auch wenn man mit Wörtern wie "Kult-Scheibe", "Meisterwerk", "Musikmeilenstein" usw. sparsam umgehen sollte, weil sie manchmal viel zu oft Einzug in unsere biedere Alltagssprache halten, so treffen sie doch allesamt auf vorliegendes Produkt zu, wie ich meine.

Fazit: Mit NEVERMIND wurde für eine breite Masse von Musikkonsumenten der Begriff "Grunge" zum Synonym für raue, energetische, handgemachte Musik mit schönen Melodien (das einfachere Wort "Rock" trifft's meines Erachtens zwar genauso gut, aber wurscht jetzt). Im Sog dieses weltweiten Hit-Albums stiegen viele weitere Bands aus Seattle zu wahren Rockstars auf, obwohl ich denke dass z.B. Pearl Jams TEN auch ohne NEVERMIND richtig groß rausgekommen wäre...
Jedenfalls zählt vorliegendes Album ungebrochen bis heute zu den ganz großen und wichtigen Musikmeilensteinen der Rock-Geschichte und - da sind sich Kritiker und Fans einig - ebnete den Weg für eine neue (in Wahrheit eher wiederentdeckte) Art der Rockmusik.
Dass die Platte aber über jede Menge Qualität - in musikalischer als auch soundtechnischer Sicht - verfügt, beweist allein die Tatsache, dass junge Menschen auch heute noch etliche hierauf befindliche Songs kennen und hören. Richtig gute Musik ist aber bekanntlich so und so nicht totzukriegen... That's it!

Noch einmal: Ein echter Klassiker der Rock-Historie mit tollen Kompositionen und erdig-schönem Sound. So macht Rockmusik richtig Spaß!

Prädikat: Muss man einfach haben - unverzichtbar. +++++

---- Persönliche Anspieltipps ----
- Smells Like Teen Spirit
- In Bloom
- Come As You Are
- Lithium

KLASSE!


Little Britain - Great BOX (Die komplette Serie mit den Staffeln 1-3 + Specials „Abroad“ und „Live“) [8 DVDs]
Little Britain - Great BOX (Die komplette Serie mit den Staffeln 1-3 + Specials „Abroad“ und „Live“) [8 DVDs]
DVD ~ Paul Putner
Preis: EUR 39,23

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GROSSartige Box mit vielen Highlights und tollem Bonusmaterial!, 26. Januar 2016
Dass Männer, die Frauenklamotten tragen, lustig sein können, hat man schon lange vor LITTLE BRITAIN gewusst. Dass aber Redewendungen wie "Computer sagt nein!", "Ich bin eine Lady" oder "Ich bin der einzige Schwule im Dorf" - um hier nur einige zu nennen - sogar im deutschen Sprachraum zu beachtlicher Bekanntheit gelangen würden, war aber vielleicht nicht von vornherein so abzusehen.
Aber mal eins nach dem anderen...

Nachdem ich LITTLE BRITAIN zunächst eher nur beiläufig wahrgenommen habe und höchsten hier und da einmal die eine und andere Episode via TV geschaut habe, dachte ich eigentlich, das war's. Sehr viel später erst - ein Freund hat mir mal die erste Staffel geborgt - bin ich dann wirklich hängen geblieben. Tatsächlich sind mir die teils derben Schmähs (wie man bei uns in Österreich so schön sagt) eher unangenehm aufgestoßen und es brauchte eine ganze Weile, ehe ich dieser zurecht so betitelten KULT-Serie vollends verfallen war...

Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer dieser GREAT BOX, die sich diesen Namen redlich verdient hat, und der Fortsetzung LITTLE BRITAIN USA, die ich Interessierten ebenfalls herzlichst weiterempfehlen würde.
Vorliegende Box enthält 3 komplette Staffeln sowie die Zusatzstaffel "Abroad" (die eigentlich nur aus 2 Folgen besteht) und einen Live-Show-Mitschnitt. Hier bekommt man für eine vernünftige Summe Geld wirklich eine ganze Menge geboten!
Sind schon alleine die im TV ausgestrahlten Episoden der absolute Hammer, so bekommt man hier zusätzlich noch einiges an sehenswertem Bonusmaterial geboten (das zumindest mit Untertiteln mühelos mitverfolgt werden kann). Tatsächlich ist es erstaunlich was Zusehern im deutschen Sprachraum da bisher vorbehalten geblieben ist. Viele der ursprünglich rausgeschnittenen Szenen betrachte ich nämlich als essenziell und höchst unterhaltsam. Dabei kommen sogar ganze Konzeptideen, die's eben nicht in die Serie geschafft haben, komplett zum Vorschein, wie etwa eine Farmerfamilie, deren Sohn nichts anderes als schlüpfrige Filmchen im Sinn hat oder eine Spelunken-Besitzerin, die ihre Tochter unbedingt an den Mann (einmal sogar an eine Frau) bringen möchte...

Ich erspare mir jetzt die Mühe, auf die ohnehin bekannten Charaktere, die Matt Lucas und David Williams kreiert (und bis ins kleinste Detail perfektioniert) haben, aufzuzählen (u.a. Lou und der vermeintlich an den Rollstuhl gefesselte Andy oder Sebastian Love, der als enger Berater des Premierministers nichts unversucht lässt, um mit diesem intim zu werden oder die dauerschwafelnde Vicky Pollard aus der unteren (britischen) Gesellschaftsschicht oder die boshafte Marjorie Dawes, die als Fat-Fighter-Vortragende wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt und und und...), fest steht allerdings, dass hier wirklich (wieder einmal) etwas wirklich GROSSES und Zeitloses von der Insel gekommen ist. Nicht umsonst ist und war diese Serie weltweit so erfolgreich. Vielleicht darf man LITTLR BRITAIN mittlerweile wirklich schon in einem Atemzug mit Größen wie den Monty Pythons oder Mr. Bean nennen - und dass das selbstredend als riesengroßes Lob anzusehen ist, brauche ich ja wohl gar nicht erst zu erwähnen!
Gesagt sei vielleicht aber noch, dass die deutsche Übersetzung bzw. die Synchronisation (großer Dank diesbez. an Oliver Kalkofe und Oliver Welke) als großer Glücksfall betrachtet werden kann/muss. Nicht zuletzt wird's wohl auch daran liegen, dass diese Serie bei uns so erfolgreich laufen konnte...

Fazit: Vorliegende GREAT BOX wird ihrem Namen mehr als gerecht. Inhaltlich bekommt man hier wirklich etwas für sein Geld geboten - wobei neben dem Genuss des chronologisch korrekten Schauens (wodurch immer ein gewisser Reiz erhalten bleibt) vor allem das großartige Bonusmaterial überzeugen kann. Abgesehen davon ist auch die optische Aufmachung der Box eine Augenweide - die macht im heimeligen DVD-Regal wirklich etwas her (und die einzelnen DVDs lassen sich trotzdem problemlos herausnehmen)!

In meinen Augen ist das Höchstbewertungsmaß in diesem Falle indiskutabel! Also: +++++

P.S. Das mehrmals angesprochene Bonusmaterial besteht nicht nur aus rausgeschnittenen bzw. im deutschen Sprachraum bis dato unveröffentlichten Szenen (u.a. geben sich einmal Prominente wie George Michael, Elton John oder Robbie Williams höchstpersönlich die Ehre) sondern auch aus diversen Making-Of-Specials, die ebenfalls sehr charmant und bekömmlich serviert werden.

Endresümee: Politisch nicht immer ganz korrekte TOP-Unterhaltung auf derb-charmantem Höchstniveau - absolute Weltklasse!


Self Portrait
Self Portrait
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie ein Kübel voll Farbe,..., 26. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Self Portrait (Audio CD)
...den man gegen eine weiße Wand schüttet, sei das 1970 erschienene "Self Portrait", hat Dylan (glaub ich) sogar selbst einmal gesagt. Sinngemäß sei dann das, das an der Wand haften bliebe, das was es wert sei aufgenommen bzw. näher begutachtet zu werden, während der Rest (zurecht) unbeachtet zu Boden rinnt - um zu Beginn meiner Rezension eine eigentlich schöne Metapher zu bemühen...

Tatsächlich sehe auch ich - und ich bin eigentlich glühender Dylan-Bekenner - in vorliegender Scheibe mehr ein Zwischendurchalbum, denn ein wohlkonzipiertes bzw. durchdachtes Studiowerk. Zwar sind hierauf enthaltene Songs - gleich ganze 24 an der Zahl (!) - nicht unbedingt schlecht, aber über gelangweiltes Mittelmaß kommen wirklich nur ganz wenige Tracks hinaus (auch die Dylan-Interpretation des Simon-Garfunkel-Hits "The Boxer" halte ich beispielsweise für reizlos und daher unnötig). Zudem finde ich auch die Aufnahmequalität nicht berauschend. Und ja: Freilich habe ich der Scheibe bereits mehrere wohlgesonnene Durchläufe - auch mit größeren zeitlichen Abständen dazwischen - gegönnt. Im Falle von His Bobness bin ich sowieso gerne bereit, diversen (gerade kontrovers diskutierten) Alben mehrere Chancen zu geben.
Bei "Self Portrait" hat's bei mir aber bis heute nicht richtig "Klick" gemacht. Irgendwie kommt mir die Scheibe wie ein halbgarer Mischmasch teils unliebsamer Songfragmente (klingt jetzt vielleicht ein bisschen gar streng, aber gut) vor, die der gute Bob halt ganz einfach nicht unaufgenommen lassen wollte. So richtig essenziell ist meines Erachtens überhaupt nur "The Mighty Quinn (Quinn The Eskimo)", das in dieser Originalfassung wohl unerreicht bleibt und einen typischen Dylan-Reiz oder Dylan-Charme innehat, der einfach zeitlos und wohl unzerstörbar ist. Von der vermutlich viel bekannteren Cover-Version (von der Manfred Mann's Earth Band), die einst - aber eigentlich noch vor Veröffentlichung des Originals, nämlich 1968 - sogar millionenfach verkauft wurde, kann man das eher nicht behaupten... (Anm.: Dylan hat den Song ursprünglich schon 1967 geschrieben, ihn dann meines Wissens aber nicht gleich selber aufgenommen bzw. nicht veröffentlicht).

Jedenfalls glaube ich, dass "Self Portrait" sogar für Dylan-Liebhaber verzichtbar ist und dass es sich dabei um das vermutlich schwächste Studiowerk Dylans aus jener Dekade handelt. Vielleicht ist hiesiger Silberling überhaupt eine der schwächsten Dylan-Scheiben auf dem Markt.
Naja, man muss ja - eben auch als Fan - nicht alles kaufen, wo Dylan drauf steht. Ich jedenfalls habe diese Scheibe relativ spät erstanden (vor allem wegen zuvor besagtem "Mighty Quinn", das ich dann halt doch einfach haben musste und wohl auch, weil ich schlichtweg neugierig war) und sie bei weitem nicht so oft zuhause aufgelegt wie vergleichsweise andere Platten des Meisters.
Meines Erachtens halte ich ja auch die dazugehörige (gar nicht vor allzu langer Zeit erschienene) Bootleg-Series-Ausgabe hierzu für entbehrlich - aber das ist wiederum eine andere Geschichte...

Vielleicht - es sei mir bitte noch erlaubt - sollte ich noch darauf hinweisen, dass ich anderen - ebenfalls nicht unumstrittenen - Dylan-Alben durchaus wohlwollend gesinnt bin. So halte ich z.B. Scheiben wie "Nahsville Skyline", "New Morning", "Street Legal", "Saved" oder auch "World Gone Wrong" (das nur mit Coverversionen bestückt ist) für sträflich unterschätzt. Aber auch das steht - bei Interesse - anderswo geschrieben...

Fazit: Trotz vieler gut gemeinter Anläufe meinerseits und trotz möglichst unvoreingenommener Herangehensweise an diese vieldiskutierte Dylan-Platte, ist mir "Self Portrait" - wie einigen anderen Dylan-Verehrern da draußen offenbar auch - ein kleines unlösbares Rätsel geblieben.
Ich weiß nicht, ob ein Bob Dylan auf dieses Album wirklich lange stolz war und wie er heute darüber denkt, aber ich glaube nicht, dass er es selbst zu seinen Bestleistungen zählen würde. Ich jedenfalls tu's nicht!

Tatsächlich halte ich "Self Portrait" mit 2 Sternen geradeaus für einigermaßen gerecht bewertet. Eingefleischte Dylan-Sammler werden vermutlich dennoch früher oder später zu vorliegendem Werk greifen - vor allem solche, die angeblich das Gewissen plagen soll, wenn ihnen eine Dylan-Scheibe nicht gefällt ;) Aber selbst Leute, die aus einem solchen Holz geschnitzt sind, "dürfen" großzügig und mit gutem Gewissen einen Bogen um dieses insgesamt eher verunglückte Songsammelsurium machen...

Noch einmal: Nichts für ungut, liebe Fans - aber das hier ist bestimmt keine Meisterleistung des GROSSEN Bob, den ich grundsätzlich wirklich zutiefst gern habe und sehr zu schätzen weiß!

Alles in allem unterdurchschnittlich - geht so:++

P.S. Manchmal ist es besser, weiße Wände in ihrem ursprünglichen Zustand zu belassen...


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