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Beiträge von Michael Krauts...
Top-Rezensenten Rang: 842
Hilfreiche Bewertungen: 3083

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Rezensionen verfasst von
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Neufeld an der Leitha, Bgld)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Das siebente Siegel
Das siebente Siegel
DVD ~ Max Sydow
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Schachpartie mit dem Tod & die verzweifelte Suche nach Gott. Ein zeitloses Leinwandmeisterwerk allerhöchster Güte!, 31. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Das siebente Siegel (DVD)
Das Jahr 1957 war für den Filmemacher Ingmar Bergman rückblickend gesehen ein ganz besonderes, brachte er in diesem mit WILDE ERDBEEREN und DAS SIEBENTE SIEGEL doch zwei seiner bekanntesten und wohl auch besten Leinwandwerke heraus.
Tatsächlich markiert vorliegendes Meisterwerk einen kleinen Wendepunkt im beeindruckenden Lebenslauf des schwedischen Filmkönigs. Bergman lässt - trotz ansehnlicher Erfolge - Komödienstoffe hinter sich und widmet sich hier (ich glaube) erstmals einem Thema, das auch in späteren Filmen wiederkehren wird: dem Glauben bzw. der verzweifelten Suche danach.
Dass die berühmte Schachspielszene am Strand zwischen dem zurückgekehrten Kreuzritter Block und dem personifizierten Tod im Gedächtnis vieler Filmkritiker und Cineasten (bis offenbar heute) hängengeblieben ist, unterstreicht zwar grundsätzlich die Bedeutung dieses Klassikers, verwässert zugleich jedoch gewissermaßen auch den eigentlichen Plot, der keineswegs allein auf die beiden zuvor beschriebenen Protagonisten beschränkt bzw. zugeschnitten ist. Vielmehr präsentiert sich DAS SIEBENTE SIEGEL als vielschichtige filmische Metapher für die Suche nach Glauben und Gott, die durchaus auch Lebensfreude zeigt und humorvolle Momente innehat.

Dass dieser überaus stimmige, höchstatmosphärische Schwarzweißstreifen in seiner Gesamtheit so gut funktioniert - und das auch heute noch -, verdankt er zu einem beträchtlichen Teil ganz sicher den hervorragenden Schauspielern. Max von Sydow, der den aufrichtigen, aber (an seinem Glauben) tiefzweifelnden Kreuzfahrerrückkehrer Antonius Block verkörpert, spielt hier vielleicht sogar die Rolle seines Lebens. Aber auch Gunnar Björnstrand, der dessen zynischen, aber dennoch lebenslustig(er)en Knappen spielt, macht sich ganz großartig. Bengt Ekerot, der den unheimlichen Sensenmann darstellt, wirkt stoisch, gelassen und auch furchteinflößend, spielt also auch ganz wunderbar. Der eher pfiffige, manchmal von Visionen heimgesuchte Gaukler (Nils Poppe) und dessen hübsche, pragmatische Frau (Bibi Andersson) schließen letztlich den Kreis an geglückten (Haupt)rollenbesetzungen.

Kurz zum Plot (eigentlich droht hier keine Spoilergefahr):
Antonius Block und dessen Knappe kehren (irgendwann im 12. Jahrhundert) nach 10 Jahren von den Kreuzzügen in ihre Heimat zurück. Nach der ohnehin nicht leicht zu verarbeitenden Schreckensodyssee treffen die beiden aber auch hier nur auf Schrecken, Leid und Elend. Die Pest wütet im Lande und ist gerade im Begriff sich rasend schnell auszubreiten. Für den gläubigen, aber gebeutelten Block bedeutet dies eine harte Glaubensprobe, während sein eher geerdeter Begleiter die Dinge nüchtern betrachtet und sich immer wieder im Verlauf der Handlung als hartgesottener Zyniker entpuppt (was stellenweise aber durchaus auch angenehm-humorvolle Momente beschert).
Gleich zu Beginn des Films (also noch bevor man die Figuren eigentlich näher kennenlernt) - an einer malerischen Küste - erscheint Block der personifizierte Tod, der die Absicht hat ihn mitzunehmen. Der Kreuzritter, der sich seines Glaubens wieder sicher sein möchte und nach einer Art Beweis dafür sucht, verschafft sich jedoch Aufschub, indem er den Tod zu einer Partie Schach herausfordert. Die Schachpartie - die sich als immer wiederkehrender Nebenstrang durch die ganze Story zieht - wird zu einem Spiel um Leben und Tod.
Also ziehen die beiden (Ritter + Knappe) weiter und treffen auf Pesttote, Teufelsaustreiber, Selbstgeißelungszüge und korrupte Geistliche - was Block, anstatt ihn seines Glaubens sicher zu machen, nur noch mehr verzweifeln lässt. Während ihrer Reise begegnen sie aber auch einer kleinen Schauspieltruppe (bestehend aus einem Chef, einem Ehepaar und dessen Kleinkind), die durch die Gegend zieht. Die optimistische Lebenseinstellung des Schauspielpaares und einfache Freuden des Lebens (wie z.B. eine Schale Milch, Walderdbeeren, Musik, ungezwungenes Plaudern, der einjärhige Sohn des Paares) sind - wennauch nur kurzzeitig - das genaue Gegenteil der ansonsten sehr düster und unheilvoll gezeichneten Welt, die fast schon paranoid auf die Apokalypse zu warten scheint. Mit einfachen, aber äußerst atmosphärischen Bildern schafft hier Bergman einen wunderbaren Kontrast. Ansonsten ist es vor allem Blocks Knappe, der mit seiner geradlinigen, forschen, zynischen, aber durchwegs sympathischen Art zwischendurch immer wieder für Auflockerung sorgt, sodass das beklemmende Hauptthema des Films nie unerträglich oder nervig zu Tage tritt. Und genau hierin sehe ich die meisterhaft bewältigte Gratwanderung des schwedischen Meisterregisseurs, der sich hier schon ein frühes Denkmal gesetzt hat. Tatsächlich ist der Film sehr zeitlos und versteht es vor allem mit seinen bildlichen Metaphern und der sehr gelungenen Story zu begeistern...
Achtung: Jetzt droht Spoilergefahr :)
Der Plot gipfelt letztlich in einer finalen Fortsetzung des Schachspiels, nach dessen Beendigung Block mit seinem Anhang (er führt die Schauspieler u.a. hinzugekommene Figuren durch einen vermeintlich sicheren Waldweg, um sie von der Pest zu bewahren) weiterzieht und bei sich zuhause landet (wobei die Schauspielfamilie bereits weitergefahren ist). Dort wird er von seiner Frau empfangen, die auf seine Rückkehr gewartet hat. Doch die Wiedersehensfreude ist nur von kurzer Dauer - der Tod erscheint allen Anwesenden. Im letzten Teil des Films sieht man die Schauspieler, die dem Pesttod offenbar entgangen sind, wobei der Mann (Nils Poppe) abschließend wieder eine seiner Visionen hat und den Tanz der Toten von weitem beobachtet, den er seiner Frau beschreibt und in dessen Gefolge er seine ehemaligen Weggefährten wiedererkennt... Bibi Andersson gehört der Schlusssatz des Films. Mit den pragmatisch-liebevollen Worten, die eben Beschriebenes als Spinnerei abtun - nämlich: "Du und deine Visionen!" - endet einer der vielleicht bedeutendsten Filme überhaupt.

Fazit: Obwohl man speziell im Falle des schwedischen Filmmeisters mit überschwänglichem Lob eher sparsam umgehen sollte, da man ansonsten Gefahr läuft, sich ständig zu wiederholen, was letztlich den Eindruck subjektiver Befangenheit erwecken könnte, trifft die (eigentlich nichtssagende) Bezeichnung "Meisterwerk" oder auch "Filmjuwel" in diesem Falle ganz bestimmt zu.
Ich weiß offengestanden nicht, wie groß einst der kommerzielle Erfolg des Streifens war, aber offenbar wurde er immerhin mit einem Sonderpreis der Jury in Cannes ausgezeichnet, was zumindest für künstlerische Anerkennung spricht - die ja nicht jedem, heute als "Klassiker" deklarierten, Film schon zu seiner Veröffentlichungszeit zuteil wurde.
Jedenfalls ist DAS SIEBENTE SIEGEL für mich immer noch einer der größten und nachhaltigsten Filme von Ingmar Bergman und zugleich auch einer meiner Alltime-Favourites in Sachen Leinwandwerke. Nur WILDE ERDBEEREN (das ja demselben Jahr entstammt) kann da noch mithalten, neben dem einen oder anderen Klassiker anderer Meisterregisseure freilich (z.B. Alfred Hitchcock, Fritz Lang u.a.)...

Soll heißen: Cineasten und Filmfreunde werden den Streifen ohnehin bereits kennen. Aber auch Menschen, die sich grundsätzlich für Kino und ältere Kultfilme begeistern können, sind hier genau richtig!

P.S. Technische Randnotiz: Bild- und Tonqualität sind meines Erachtens absolut in Ordnung und garantieren einen ungestörten Schaugenuss.

Eigentlich ist vorliegendes Leinwandmeisterwerk mit 5 Sternen noch gar nicht hoch genug bewertet...

GANZ GROSSES KINO für Filmgourmets - muss man gesehen haben!


Das siebente Siegel [Blu-ray]
Das siebente Siegel [Blu-ray]
DVD ~ Max von Sydow
Preis: EUR 10,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Schachpartie mit dem Tod & die verzweifelte Suche nach Gott. Ein Leinwandmeisterwerk allerhöchster Güte!, 31. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Das siebente Siegel [Blu-ray] (Blu-ray)
Das Jahr 1957 war für den Filmemacher Ingmar Bergman rückblickend gesehen ein ganz besonderes, brachte er in diesem mit WILDE ERDBEEREN und DAS SIEBENTE SIEGEL doch zwei seiner bekanntesten und wohl auch besten Leinwandwerke heraus.
Tatsächlich markiert vorliegendes Meisterwerk einen kleinen Wendepunkt im beeindruckenden Lebenslauf des schwedischen Filmkönigs. Bergman lässt - trotz ansehnlicher Erfolge - Komödienstoffe hinter sich und widmet sich hier (ich glaube) erstmals einem Thema, das auch in späteren Filmen wiederkehren wird: dem Glauben bzw. der verzweifelten Suche danach.
Dass die berühmte Schachspielszene am Strand zwischen dem zurückgekehrten Kreuzritter Block und dem personifizierten Tod im Gedächtnis vieler Filmkritiker und Cineasten (bis offenbar heute) hängengeblieben ist, unterstreicht zwar grundsätzlich die Bedeutung dieses Klassikers, verwässert zugleich jedoch gewissermaßen auch den eigentlichen Plot, der keineswegs allein auf die beiden zuvor beschriebenen Protagonisten beschränkt bzw. zugeschnitten ist. Vielmehr präsentiert sich DAS SIEBENTE SIEGEL als vielschichtige filmische Metapher für die Suche nach Glauben und Gott, die durchaus auch Lebensfreude zeigt und humorvolle Momente innehat.

Dass dieser überaus stimmige, höchstatmosphärische Schwarzweißstreifen in seiner Gesamtheit so gut funktioniert - und das auch heute noch -, verdankt er zu einem beträchtlichen Teil ganz sicher den hervorragenden Schauspielern. Max von Sydow, der den aufrichtigen, aber (an seinem Glauben) tiefzweifelnden Kreuzfahrerrückkehrer Antonius Block verkörpert, spielt hier vielleicht sogar die Rolle seines Lebens. Aber auch Gunnar Björnstrand, der dessen zynischen, aber dennoch lebenslustig(er)en Knappen spielt, macht sich ganz großartig. Bengt Ekerot, der den unheimlichen Sensenmann darstellt, wirkt stoisch, gelassen und auch furchteinflößend, spielt also auch ganz wunderbar. Der eher pfiffige, manchmal von Visionen heimgesuchte Gaukler (Nils Poppe) und dessen hübsche, pragmatische Frau (Bibi Andersson) schließen letztlich den Kreis an geglückten (Haupt)rollenbesetzungen.

Kurz zum Plot (eigentlich droht hier keine Spoilergefahr):
Antonius Block und dessen Knappe kehren (irgendwann im 12. Jahrhundert) nach 10 Jahren von den Kreuzzügen in ihre Heimat zurück. Nach der ohnehin nicht leicht zu verarbeitenden Schreckensodyssee treffen die beiden aber auch hier nur auf Schrecken, Leid und Elend. Die Pest wütet im Lande und ist gerade im Begriff sich rasend schnell auszubreiten. Für den gläubigen, aber gebeutelten Block bedeutet dies eine harte Glaubensprobe, während sein eher geerdeter Begleiter die Dinge nüchtern betrachtet und sich immer wieder im Verlauf der Handlung als hartgesottener Zyniker entpuppt (was stellenweise aber durchaus auch angenehm-humorvolle Momente beschert).
Gleich zu Beginn des Films (also noch bevor man die Figuren eigentlich näher kennenlernt) - an einer malerischen Küste - erscheint Block der personifizierte Tod, der die Absicht hat ihn mitzunehmen. Der Kreuzritter, der sich seines Glaubens wieder sicher sein möchte und nach einer Art Beweis dafür sucht, verschafft sich jedoch Aufschub, indem er den Tod zu einer Partie Schach herausfordert. Die Schachpartie - die sich als immer wiederkehrender Nebenstrang durch die ganze Story zieht - wird zu einem Spiel um Leben und Tod.
Also ziehen die beiden (Ritter + Knappe) weiter und treffen auf Pesttote, Teufelsaustreiber, Selbstgeißelungszüge und korrupte Geistliche - was Block, anstatt ihn seines Glaubens sicher zu machen, nur noch mehr verzweifeln lässt. Während ihrer Reise begegnen sie aber auch einer kleinen Schauspieltruppe (bestehend aus einem Chef, einem Ehepaar und dessen Kleinkind), die durch die Gegend zieht. Die optimistische Lebenseinstellung des Schauspielpaares und einfache Freuden des Lebens (wie z.B. eine Schale Milch, Walderdbeeren, Musik, ungezwungenes Plaudern, der einjärhige Sohn des Paares) sind - wennauch nur kurzzeitig - das genaue Gegenteil der ansonsten sehr düster und unheilvoll gezeichneten Welt, die fast schon paranoid auf die Apokalypse zu warten scheint. Mit einfachen, aber äußerst atmosphärischen Bildern schafft hier Bergman einen wunderbaren Kontrast. Ansonsten ist es vor allem Blocks Knappe, der mit seiner geradlinigen, forschen, zynischen, aber durchwegs sympathischen Art zwischendurch immer wieder für Auflockerung sorgt, sodass das beklemmende Hauptthema des Films nie unerträglich oder nervig zu Tage tritt. Und genau hierin sehe ich die meisterhaft bewältigte Gratwanderung des schwedischen Meisterregisseurs, der sich hier schon ein frühes Denkmal gesetzt hat. Tatsächlich ist der Film sehr zeitlos und versteht es vor allem mit seinen bildlichen Metaphern und der sehr gelungenen Story zu begeistern...
Achtung: Jetzt droht Spoilergefahr :)
Der Plot gipfelt letztlich in einer finalen Fortsetzung des Schachspiels, nach dessen Beendigung Block mit seinem Anhang (er führt die Schauspieler u.a. hinzugekommene Figuren durch einen vermeintlich sicheren Waldweg, um sie von der Pest zu bewahren) weiterzieht und bei sich zuhause landet (wobei die Schauspielfamilie bereits weitergefahren ist). Dort wird er von seiner Frau empfangen, die auf seine Rückkehr gewartet hat. Doch die Wiedersehensfreude ist nur von kurzer Dauer - der Tod erscheint allen Anwesenden. Im letzten Teil des Films sieht man die Schauspieler, die dem Pesttod offenbar entgangen sind, wobei der Mann (Nils Poppe) abschließend wieder eine seiner Visionen hat und den Tanz der Toten von weitem beobachtet, den er seiner Frau beschreibt und in dessen Gefolge er seine ehemaligen Weggefährten wiedererkennt... Bibi Andersson gehört der Schlusssatz des Films. Mit den pragmatisch-liebevollen Worten, die eben Beschriebenes als Spinnerei abtun - nämlich: "Du und deine Visionen!" - endet einer der vielleicht bedeutendsten Filme überhaupt.

Fazit: Obwohl man speziell im Falle des schwedischen Filmmeisters mit überschwänglichem Lob eher sparsam umgehen sollte, da man ansonsten Gefahr läuft, sich ständig zu wiederholen, was letztlich den Eindruck subjektiver Befangenheit erwecken könnte, trifft die (eigentlich nichtssagende) Bezeichnung "Meisterwerk" oder auch "Filmjuwel" in diesem Falle ganz bestimmt zu.
Ich weiß offengestanden nicht, wie groß einst der kommerzielle Erfolg des Streifens war, aber offenbar wurde er immerhin mit einem Sonderpreis der Jury in Cannes ausgezeichnet, was zumindest für künstlerische Anerkennung spricht - die ja nicht jedem, heute als "Klassiker" deklarierten, Film schon zu seiner Veröffentlichungszeit zuteil wurde.
Jedenfalls ist DAS SIEBENTE SIEGEL für mich immer noch einer der größten und nachhaltigsten Filme von Ingmar Bergman und zugleich auch einer meiner Alltime-Favourites in Sachen Leinwandwerke. Nur WILDE ERDBEEREN (das ja demselben Jahr entstammt) kann da noch mithalten, neben dem einen oder anderen Klassiker anderer Meisterregisseure freilich (z.B. Alfred Hitchcock, Fritz Lang u.a.)...

Soll heißen: Cineasten und Filmfreunde werden den Streifen ohnehin bereits kennen. Aber auch Menschen, die sich grundsätzlich für Kino und ältere Kultfilme begeistern können, sind hier genau richtig!

P.S. Technische Randnotiz: Bild- und Tonqualität sind meines Erachtens absolut in Ordnung und garantieren einen ungestörten Schaugenuss.

Eigentlich ist vorliegendes Leinwandmeisterwerk mit 5 Sternen noch gar nicht hoch genug bewertet...

GANZ GROSSES KINO für Filmgourmets - muss man gesehen haben!


Nachdenken über das 20. Jahrhundert
Nachdenken über das 20. Jahrhundert
von Tony Judt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitgeschichtlich-philosophisches Vermächtnis & Autobiografie..., 29. August 2015
...stellt Tony Judts NACHDENKEN ÜBER DAS 20. JAHRUNDERT in meinen Augen dar. Tatsächlich war es nicht der britische Historiker selbst (der vor allem durch das umfangreiche Werk GESCHICHTE EUROPAS 1945 BIS HEUTE große Bekanntheit erlangte), der dieses Buch geschrieben hat. Aufgrund seines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustandes hat Timothy Snyder, ebenfalls Historiker und Autor (u.a. EUROPA ZWISCHEN HITLER UND STALIN), diese Aufgabe mehr oder minder übernommen. Bei regelmäßigen Zusammenkünften in Mr. Judts New Yorker Wohnsitz entwickelte sich eine Art historisch-philosophischer Dialog - fast wie zwischen Lehrer (Judt) und Schüler (Snyder) - über das vergangene Jahrhundert, der hier letztlich in 9 Kapiteln (auf rund 400 Seiten) spannende sowie interessante Einsichten, Thesen und Widerlegungen zu fundamentalen Ideen und politischen Umsetzungen bietet. Es ist wirklich verblüffend über welch breitgefächertes Wissen Tony Judt verfügte, andererseits beweist aber auch Herr Snyder mit intelligenten Zwischenfragen und Thesen (die jeweils in kursiver Schrift die umfangreichen Ausführungen Judts vertiefen bzw. veranschaulichen), dass er über ein äußerst fundiertes geschichtliches Wissen verfügt.

Und wenn zwei sattelfeste Historiker - die im Laufe des Schmökers aberdutzende von Quellen zitieren - sich auf einen solch tiefsinnigen Dialog (teils auch Monolog Judts) einlassen, dann ist es wohl fast natürlich, wenn dabei nicht unbedingt leichtverständliche Unterhaltungskost für Zwischendurch herauskommt. Tatsächlich muss man einige Passagen und/oder Sätze öfter lesen, um den Faden nicht zu verlieren. Andererseits jedoch empfand ich persönlich den Stil nie als abstoßend oberlehrerhaft oder dergleichen - in Summe ist meines Erachtens eine hochinteressante, scharfsinnige Reflexion daraus erwachsen, die bestimmte Basisthemen des letzten Jahrhunderts spannend beleuchtet bzw. manchmal sogar in einen etwas ungewöhnlichen Kontext stellt.

Freilich merkt man Herrn Judts Erläuterungen teilweise an, dass sie aus der Sicht eines linksgerichteten Liberalen entstammen, zu dem er sich im Laufe seines Lebens (weg vom marxistischen Zionisten) gewandelt hatte - dazu bekannte sich besagter Mann aber auch offen und klar. Er vertritt zudem energisch die Meinung, dass Kapitalismus in Reinkultur auf Dauer nicht gut gehen kann, weshalb er sich (wie schon in früheren Werken) für einen staatlich regulierten Markt (freilich unter Berücksichtigung aller demokratischen Werte auf politischer Ebene, wobei auch die Demokratie ihre Tücken haben kann) ausspricht, der dabei hilft, extreme Ungleichheiten einigermaßen auszugleichen. Welcher sozial-liberal aufgeklärte Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts würde ihm da widersprechen?
Und noch etwas ist mir sehr positiv aufgefallen: Obwohl Tony Judt Jude war, schafft er es verhältnismäßig objektiv (aber keineswegs unsensibel) über den Holocuast, die Gründung Israels und den daraus resultierenden Konflikten (die wohl noch lange nicht ausgestanden sein werden) zu sprechen. Mehrmals blickt er sehr kritisch auf die bedingungslose Beschützerhaltung, die die USA gegenüber Israel einnehmen. Er spricht sogar von einer Art Ausnützung eines Holocaust-Schuldgefühls (was man jetzt aber bitte auch nicht missinterpretieren soll), mit dem man Menschenrechtsverletzungen im Nahen Osten - wenigstens gegenüber Europa - rechtzufertigen versucht.

Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit einem autobiografischen Umriss Tony Judts, der sich auf die jeweilige Kapitelüberschrift bezieht, d.h., er erzählt, wie er selbst mit oben stehendem Thema in Berührung gekommen ist bzw. wie er bestimmte Abschnitte und hirtorische Begebenheiten am eigenen Leib erlebt hat. Dass der Schmöker dadurch natürlich zu einer Art Zwitter mutiert, der einerseits Zeitgeschichte näherbringt und andererseits eine Tony-Judt-Autobiografie darstellt, ist letztendlich nicht von der Hand zu weisen. Dennoch macht es die ganze Sache in einem gewissen Sinne so auch authentisch. Wäre ja irgendwie komisch, als würde man als 1948 Geborener so tun, als ob man gänzlich unberührt und unbeteiligt diverse geschichtliche Entwicklungen miterlebt hätte...

Die Kritik der Selbstbeweihräucherung, die ein anderer Rezensent hier anklingen lässt, würde ich aufgrund ausführlicher Lebensabschnittsbeschreibungen Judts (also dem autobiografischen Teil quasi) schon gelten lassen, dennoch bin ich der Meinung, dass die vielen interessanten, fast schon philosophischen Ausführungen insgesamt deutlich überwiegen und deshalb einen positiven Nachgeschmack hinterlassen.

Eines muss einem bei einem Werk dieser Art natürlich schon bewusst sein: Es ist freilich schon nötig bzw. ratsam, ein wenig Basiswissen bezüglich der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Hinterkopf zu haben, wenn man sich dargebrachtem Stoff hingeben möchte. Als Enführung in die Zeitgeschichte o.Ä. taugt vorliegender Schmöker nicht!

Fazit: Nachdenken ist sinnvoll, ist sogar unbedingt notwendig, wenn wir eines Tages tatsächlich aus der Geschichte lernen wollen. In vorliegendem Werk, das einen hochinteressanten Verbal-Streifzug durch gewichtige Fragen/Punkte des 20. Jahrhunderts bietet, wird man als Leser mit Aussagen und (weiteren) Fragen konfrontiert, die das eigene Geschichtswissen einerseits in einem teils neuen Licht erscheinen lassen und darüber hinaus eine Bereicherung dieses (Wissens) darstellen.
So sehr NACHDENKEN ÜBER DAS 20. JAHHUNDERT zeitgeschichtlicher Fachmono- und dialog ist, so sehr ist es auch eine historisch-philosophische Auseinandersetzung mit Themen, die bis in die Gegenwart (und wohl noch weit darüber hinaus) wirken. Dass zwischendurch immer wieder (mal mehr, mal weniger) auch autobiografische Erzählelemente vorzufinden sind, rundet vorliegendes Werk letztendlich stimmig ab und fügt dem manchmal auch trockenen (aber dennoch ungemein spannenden) Stoff die eine und andere humorvolle, authentische Anekdote hinzu.

Dieser Schmöker ist wohl eher nichts für beiläufig geschichtsinteressierte Menschen und er speist Lernwillige auch nicht mit nüchternen Fakten, Zahlen und Daten ab. Wer allerdings in einen tiefgehenden intellektuellen Dialog (zwischen Erzähler(n) und Leser nämlich) eintauchen möchte, der ist hier an der richtigen Adresse.

Nun, gegen Ende, möchte ich für Interessierte noch die Kapitel des Buches auflisten, die da wären:

- Vorwort (von Timothy Snyder)
- 1. Jüdische Kindheit
- 2. Außenseiter in England
- 3. Marxistisches Denken
- 4. Cambridge, Israel und der Zionismus
- 5. Von Paris nach Kalifornien
- 6. Osteuropa verstehen
- 7. Einheit und Fragmente
- 8. Amerikanischer Moralist
- 9. Die Banalität des Guten
- Nachwort (von Tony Judt)

Abschließend, es sei mir bitte erlaubt, möchte ich mit einem - wie ich finde - sehr schönen Zitat Judts meine Rezension schließen: "..."Verstehen" wurde für mich immer wichtiger - es ist mühsamer, tiefer und dauerhafter als nur "recht haben"..."

In diesem Sinne sollten wir vielleicht gleich jetzt am besten damit beginnen, wirklich verstehen zu wollen. Wer seine Vergangenheit zu verstehen versucht, der hat auch die Chance seine Gegenwart besser verstehen zu können!

Endresümee: NACHDENKEN ÜBER DAS 20. JAHRHUNDERT ist ein beeindruckendes Vermächtnis eines großen Historikers, das - trotz aller kleineren Widrigkeiten (Verständlichkeit, autobiografische Züge mit leichtem Selbstbeweihräucherungscharakter - wenn man böse sein will) - auch kommende Generationen lesen sollten.

Spannende Geschichtslektüre mit philosophischem Charakter - 4 Sterne.


Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke: Neuausgabe
Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke: Neuausgabe
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Best-of-Lyrikband voller hinterlistigem und satirischem Feinsinn!, 29. August 2015
Erich Kästner, der in heutigen Tagen vor allem als Kinder- und Jugenbuchautor in den Köpfen vieler Menschen abgespeichert ist, hat - neben Klassikern wie EMIL & DIE DETEKTIVE, DIE KONFERENZ DER TIERE u.a. - auch Gedichte geschrieben. Das ist im Allgemeinen weniger bekannt, aber umso beeindruckender!

Kästner offenbart in vielen seiner Gedichte, die allesamt sehr klassisch aufgebaut sind (meist typische Reimschemata und klassische Strophenstruktur), einen messerscharfen Verstand, eine intelligente Beobachtungsgabe und darüber hinaus sehr viel sprachliches Feingefühl - sofern der Begriff Feinfühligkeit in diesem Sinne auch beißend satirische Kommentare und bitteren Realitätssinn miteinschließt. Man kann halt nicht immer alles durch die vielzitierte Blume sagen, wenn man als 30jähriger inmitten der großen Wirtschaftsdepression und radikaler politischer Umbrüche (und das auch noch mitten im Berliner Großstadtflair) über das Hier und Jetzt schreibt. Kästner sieht schon früh die Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus und hält sich auch kein Blatt vor den Mund, wenn er gegen plumpe Propagandareden, Ignoranz und Menschenfeindlichkeit wettert. Nicht zuletzt deshalb war Kästner auch sehr bald nach der Nazi-Machtergreifung (1933 in Deutschland) zum Nichtschreiben verdammt bzw. durften seine Werke nicht mehr veröffentlicht und verkauft werden (weshalb er damals diesbez. auf die Schweiz und andere Länder auswich). Das Ganze gipfelt wunderbar in einer Geschichte Kästners, die er in einem Vorwort (ich glaube zu BEI DURCHSICHT MEINER BÜCHER) erzählt. Er beschreibt darin, wie er unerkannt einer Bücherverbrennung durch die Nazis beigewohnt hat, wobei auch seine eigenen Werke ein Fraß der Flammen wurden. Das muss man sich einmal vorstellen...

Zurück zu vorliegendem Best-of: Die HAUSAPOTHEKE ist wirklich ein ganz besonderes Sammelsurium an Kästner-Gedichten (das neben oben beschriebenem Themenbereich aber auch noch viele andere Sparten menschlichen Zusammenlebens abdeckt). Schon allein die Inhaltsangabe, die - je nach Gefühlslagen des Lesers - bestimmte "Arzneien" (also einzelne Gedichte) vorschlägt, ist ein genialer Schachzug. Tatsächlich aber sind in vorliegendem Lyrikband so ziemlich die besten Gedichte Kästners abgedruckt worden. Ich habe neben diesem Schmöker noch die Kästner-Gedichtbände HERZ AUF TAILLE, LÄRM IM SPIEGEL, BEI DURCHSICHT MEINER BÜCHER (das aber auch eine Art Sammelsurium sein dürfte) zuhause im Regal stehen und greife dennoch am häufigsten auf die bewährte LYRISCHE HAUSAPOTHEKE zurück, die wirklich für jede sich bietende Gefühlslage ein Heilmittelchen zu bieten hat...
Freilich: Komplettisten und solche, die noch mehr Gedichte von Kästner kennenlernen wollen, werden sich früher oder später vermutlich trotzdem den einen oder anderen Gedichtband als Ergänzung zulegen...

Fazit: DR. ERICH KÄSTNERS LYRISCHE HAUSAPOTHEKE ist sowohl in kleinen Portionen empfehlenswert als auch im Stück gelesen. Hier wird in breiten Auszügen (dennoch nicht gänzlich komplett freilich) der Schneid und Scharfsinn des kritischen und manchmal auch zynischen Lyrikers Erich Kästner wohlbekömmlich präsentiert. Ein ideales Buch also, wenn man den Kinderbuchautor einmal von einer anderen Seite kennenlernen will und bislang noch keinen Kontakt zum satirisch-analytisch-beißenden Dichter Erich Kästner hatte...

Sehr tiefsinnig und empfehlenswert!


Reflektor
Reflektor
Preis: EUR 7,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The James-Murphy-Sessions. Arcade Fire toben sich im Studio aus!, 29. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Reflektor (Audio CD)
Tatsächlich gibt es Alben, bei denen ein bisschen zeitlicher Abstand ganz gut tut, bevor man sich darüber auslässt. Und das 4. Studiowerk von Arcade Fire ist eines dieser Alben. Was bleibt heute zurück vom einst so hochumjubelten Soundmonster, das nicht zuletzt auch wegen der durchgehend starken Vorgängerwerke (FUNERAL, NEON BIBLE, THE SUBURBS) so sehr in den Fokus der breiten Musikfachwelt gerückt war?...

Nun denn: Dass REFLEKTOR ein Doppelalbum geworden ist, verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass Soundmastermind James Murphy (ehemals LCD Soundsystem) hier mit seine Finger im Spiel hatte (offiziell wird er als Produzent genannt). Dass die beiden Silberlinge damit sehr verspielt und experimentierfreudig klingen, zugleich aber auch etwas sperrig daherkommen, ist das (nicht unerwartete) Dilemma, das ambitionierte, teils ausufernde Studioversuche eben mit sich bringen.
Soll heißen: Wer nach dem recht eingängigen, relativ leicht zugänglichen (aber sehr genialen) THE SUBURBS ein Album ähnlichen Formats erwartet hatte, der konnte nur allzu leicht von vorliegendem Doppeltonträger enttäuscht sein.

So richtig vor den Kopf gestoßen dürften sich Fans und Musikinteressierte aber dennoch nicht gefühlt haben. Immerhin enthält REFLEKTOR - wennauch teils unter dichten Soundcollagen verpackt - größtenteils recht eingängige und simple Pop- und Rock-Nummern. Tracks wie "Here Comes The Night Time" oder das unwiderstehliche "Normal Person" (wohl das Aushängeschild von REFLEKTOR) mit seinem schneidig-spärlichen Old-School-Rock&Roll-Charakter sind - würde ich meinen - jedem Zweifel (und Zweifler) erhaben und beweisen, wie cool, abgebrüht und lässig die Kanadier (mit ihrem New Yorker Busenkumpel im Hintergrund) immer noch sein konnten, wenn sie nur Lust dazu hatten.
Kurzum: Trotz auffälliger Verspieltheit und der Hervorhebung aller (auch vermeintlicher) Klangästhetik, lassen Arcade Fire ihre Wurzeln nie gänzlich hinter sich - und das ist freilich gut so!

Und trotzdem: Kritisch und offen gesehen muss auch ich gestehen, dass ich REFLEKTOR nie ganz so toll gefunden habe wie beispielsweise THE SUBURBS (das immer noch mein AF-Liebling ist) oder auch FUNERAL. Das Zweitwerk, NEON BIBLE, ist - vermutlich seiner melancholischen Schwere wegen - auch nicht gerade leicht zugänglich, kommt aber letztendlich (für meinen Geschmack) in seiner Gesamtheit dennoch eine Spur kompakter daher, als eben REFLEKTOR...

Fazit: Es fällt mir sogar heute, mit objektivierender zeitlicher Distanz, noch immer nicht leicht, eine halbwegs zutreffende, faire Bewertung für vorliegendes Album abzugeben. Einerseits war es klug, nach dem Megaerfolg von THE SUBURBS ein etwas "schwierigeres" Hörwerk nachzulegen, das tatsächlich mehrere Anläufe brauchten dürfte, um sich seinen Hörern erschließen zu können, andererseits ist damit aber ein Stück weit auch etwas Frische und Spritzigkeit verlorengegangen, die - trotz teils melancholischer Auslegung - auf den 3 Vorgängerwerken doch noch deutlicher zu spüren war, wie ich finde.
D.h. Arcade Fire haben mit ihrem Viertwerk REFLEKTOR gezeigt, was sich im Studio (und mit dem richtigen Produzenten im Hintergrund) alles machen lässt und insgesamt wenigstens dahingehend mit neuen innovativen Ideen überrascht (wenngleich die Sounds der Vorgängeralben auch allesamt sehr innovativ waren freilich). So wirklich nachhaltig sind aber (ironischerweise) die eher simpel gestrickten Pop/Rock-Hadern, die auch ohne den ganzen aufwändigen Klangschnickschnack für Verzückung gesorgt hätten. So gesehen hätte das Album wohl auch dann funktioniert, wenn es etwas bescheidener und unpompöser - in Sound und Länge - ausgefallen wäre...

Aufgrund der hohen Soundästhetik und der stimmigen Atmosphäre, die die gesamte Albumspielzeit hindurch erhalten bleibt, und nicht zuletzt auch wegen unwiderstehlicher Rock-Hymnen a la "Normal Person" (das ich für einen der stärksten Songs der Band überhaupt halte), kann ich - trotz aller zarten Kritik meinerseits - letztendlich nicht weniger als 4 Sterne für das ambitionierte REFLEKTOR verleihen...

Fans werden an diesem Album sowieso nicht vorbeikommen. Vielleicht ist REFLEKTOR gerade auch für LCD-Soundsystem-Sympathisanten interessant.

Reinhören lohnt sich in jedem Fall! Man muss halt auch ein bisschen Geduld mitbringen...

Nicht schlecht - deshalb auch: ++++


Velvet Underground: Live with Lou Reed, Vol.2
Velvet Underground: Live with Lou Reed, Vol.2
Preis: EUR 12,64

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressantes-charmantes Live-Material, das erstaunlich gut harmoniert. Die beste Velvet-Underground-Live-Scheibe (Teil 2)!, 29. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Generell hier vom allerbesten Livealbum in Sachen Rock/Pop-Musik zu sprechen, halte ich offengestanden für zu hoch gegriffen. Dennoch sind die beiden Silberlinge 1969 - THE VELVET UNDERGROUND WITH LOU REED (Vol. 1 + 2) in Summe tatsächlich ein großartiges Live-Dokument einer leider damals eher verschmähten/unverstandenen Band, die erst viel zu spät durch Kritiker Lob und Anerkennung erfuhr, weshalb auch der kommerzielle Erfolg während der Bestehenszeit der Band eher bescheiden ausgefallen war...

Ich würde wirklich beide Tonträger empfehlen, da sie eigentlich zusammengehören (einst war das ja überhaupt eine Doppel-LP) und sie meines Erachtens eben gemeinsam ein vollständiges, "rundes" Ganzes darstellen.
Hinzu kommt noch, dass Velvet-Underground-Sympathisanten bez. Live-Materials ohnehin nicht allzu verwöhnt sind. Eigentlich handelt es sich hierbei um die einzigen würdigen Live-Veröffentlichungen, die einerseits ein ordentliches Klangbild liefern und andererseits sehr lebendig und authentisch klingen. D.h.: Eine Art Live-Feeling stellt sich hier beim Hören mit Sicherheit bald ein und - obwohl es sich angeblich um mehrere verschiedene Live-Mitschnitte handelt - auch der angenehme Flow der Scheibe ist begeisternd und unterstreicht die Natürlichkeit bzw. den Charme jenes Live-Dokuments. Außerdem ist dies (damit sind aber beide Tonträger gemeint) das einzige Live-Sammelsurium, das TVU (zumindest fast) in Ur-Formation präsentiert.
Den Mitschnitt des (vorläufig) allerletzten Konzerts von 1970 kann man - sogar als Fan - getrost vergessen, da hier aufgrund erheblicher Aufnahmemängel nie ein befriedigender Hörgenuss gegeben ist. Und die spätere Live-Veröffentlichung von 1993 ist meines Erachtens auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und wirkt ein bisschen lieblos und uninspiriert (kenne ich aber nur vom Reinhören).
Leute, wie ich, die sich so manchen Lou-Reed-Live-Tonträger vor allem deshalb zugelegt haben, um so auch an brauchbare VU-Liveinterpretationen zu kommen, können an dieser Stelle also einmal erleichtert durchatmen - das Suchen hat ein Ende... (Mr. Reeds ANIMAL SERENADE ist trotzdem sehr zu empfehlen!)

Hier haben Sie es jedenfalls einmal mit Scheibe Nr.2 zu tun und die kann schon mal durchwegs begeistern, würde ich meinen. Neben VU-Klassikern wie "Pale Blue Eyes" , "I'll Be Your Mirror" oder "Heroin" (das in anderer Version auch schon auf VOLUME 1 vorzufinden ist/war) - die allesamt auf bis dahin erschienenen Alben vorzufinden sind -, gibt es sozusagen auch schon einige Vorab-Präsentationen von Songs, die eigentlich erst (geht man vom Jahr der Aufzeichnungen, also 1969 aus) später offiziell auf Alben veröffentlicht wurden, wie z.B. "I Can't Stand It" oder "Ocean", die erst am spät nachgereichten VU Platz finden sollten.
Kurzum: Die Auswahl der Songtitel lässt schon einmal keine Wünsche offen, wie ich finde, wenngleich ich an dieser Stelle nochmal sagen muss, dass man unbedingt auch VOLUME 1 mitbestellen sollte!

Der größte Pluspunkt ist meiner Meinung nach aber bestimmt die Atmosphäre, die der Tonträger (bzw. beide Tonträger) innehat bzw. ins heimelige Wohnzimmer transportiert. Ich kann mir beim Hören jedes Mal leibhaft vorstellen, wie sich Lou Reed und Co leidenschaftlich ihren Songs widmen - vielleicht (ziemlich wahrscheinlich sogar) in der drückenden Schwüle einer verrauchten Bar oder eines Clubs. Beobachtet werden sie dabei von treuen Fans und Neugierigen, die sich ebenfalls voll und ganz dem dargebrachten musikalischen Output hingeben. Völlig nüchtern müssen dabei weder Band noch Fans gewesen sein...

Zwischendurch sind auch immer wieder kurze Ansprachen zu hören, die meist am Ende eines Tracks drangehängt wurden bzw. gibt's gleich am Anfang eine kurze Eröffnungsrede (von Lou Reed), die einem sofort dabei hilft, sich auf dieses Live-Spektakel einzulassen. Also: An Authentizität mangelt es hier bestimmt nicht!
Soweit mir aufgefallen ist, würde ich vorliegende Scheibe eher laut über Boxen hören, als via mp3-Player oder Kopfhörer. Da kommt die aufregend-angenehme, nahezu intime Live-Atmosphäre am besten rüber, wie ich finde. Nur ein kleiner Tipp meinerseits...
So, nun bin ich mit meinen Weisheiten eh schon am Ende ;)

Fazit: Vorliegende Live-Zusammenstellung klingt trotz verschiedener Aufnahmeorte und -tage wie aus einem Guss und präsentiert einen höchstcharamanten, authentischen Output ans Songs, die hier teilweise anders bzw. neuartig interpretiert wurden, als die jew. Studiofassungen.
Auch am Klangbild der Scheibe kann man eigentlich nichts aussetzen, wenngleich man freilich bedenken muss, dass es sich hierbei ganz einfach um ältere Aufnahmen handelt, die nicht mit den Live-Standards heutiger Tage verglichen werden können. (Die Lou-Reed-Veröffentlichung LIVE IN CONCERT bzw. LIVE IN ITALY aus den 80ern ist aber vergleichsweise (deutlich) schlechter, wie ich finde!)

Wenn man sich dazu entschließt, dieses Live-Dokument zu erwerben, sollte man auch den 2. Teil (VOLUME 1) gleich mitbestellen. Ursprünglich handelte es sich ja auch um eine gemeinsame Veröffentlichung, die - warum auch immer - gesplittet, also auf 2 einzelnen CDs, am Markt erhältlich ist. Vielleicht könnte man früher oder später wirklich einmal ein Doppelalbum draus machen, liebe Plattenbosse...

1969 (in beiden Teilen) ist sowohl für VU-Jünger und Fans, als auch für allgemein musikinteressierte Menschen eine lohnende Investition!
Mit Sicherheit hat man es hier mit dem besten (offiziell veröffentlichten) Live-Material von TVU zu tun. Ein wunderbares Hörerlebnis für Mußestunden und/oder verregnete Tage, das zeitlos ist und wohl auch bleiben wird und jede größere Musiksammlung zweifelsohne aufwertet.
Tipp: Lesen Sie sich den sehr gelungenen Begleittext (im schmalen Booklet) von Elliott Murphy durch, wenn Sie die Scheibe(n) zuhause laufen haben und stellen Sie sich (so wie er's auch beschreibt) vor, wie junge Menschen in 100 Jahren Musik dieser Art in sich aufsaugen und möglicherweise darüber denken...

Prädikat: SEHR WERTVOLL(ES) (und zeitloses) Rock/Pop-Juwel mit angenehmem Psychedelic-Touch. Viel Freude damit!


Velvet Underground: Live with Lou Reed, Vol.1
Velvet Underground: Live with Lou Reed, Vol.1
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 12,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressantes-charmantes Live-Material, das erstaunlich gut harmoniert. Die beste Velvet-Underground-Live-Scheibe (Teil 1)!, 29. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Generell hier vom allerbesten Livealbum in Sachen Rock/Pop-Musik zu sprechen, halte ich offengestanden für zu hoch gegriffen. Dennoch sind die beiden Silberlinge 1969 - THE VELVET UNDERGROUND WITH LOU REED (Vol. 1 + 2) in Summe tatsächlich ein großartiges Live-Dokument einer leider damals eher verschmähten/unverstandenen Band, die erst viel zu spät durch Kritiker Lob und Anerkennung erfuhr, weshalb auch der kommerzielle Erfolg während der Bestehenszeit der Band eher bescheiden ausgefallen war...

Ich würde wirklich beide Tonträger empfehlen, da sie eigentlich zusammengehören (einst war das ja überhaupt eine Doppel-LP) und sie meines Erachtens eben gemeinsam ein vollständiges, "rundes" Ganzes darstellen.
Hinzu kommt noch, dass Velvet-Underground-Sympathisanten bez. Live-Materials ohnehin nicht allzu verwöhnt sind. Eigentlich handelt es sich hierbei um die einzigen würdigen Live-Veröffentlichungen, die einerseits ein ordentliches Klangbild liefern und andererseits sehr lebendig und authentisch klingen. D.h.: Eine Art Live-Feeling stellt sich hier beim Hören mit Sicherheit bald ein und - obwohl es sich angeblich um mehrere verschiedene Live-Mitschnitte handelt - auch der angenehme Flow der Scheibe ist begeisternd und unterstreicht die Natürlichkeit bzw. den Charme jenes Live-Dokuments. Außerdem ist dies (damit sind aber beide Tonträger gemeint) das einzige Live-Sammelsurium, das TVU (zumindest fast) in Ur-Formation präsentiert.
Den Mitschnitt des (vorläufig) allerletzten Konzerts von 1970 kann man - sogar als Fan - getrost vergessen, da hier aufgrund erheblicher Aufnahmemängel nie ein befriedigender Hörgenuss gegeben ist. Und die spätere Live-Veröffentlichung von 1993 ist meines Erachtens auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und wirkt ein bisschen lieblos und uninspiriert (kenne ich aber nur vom Reinhören).
Leute, wie ich, die sich so manchen Lou-Reed-Live-Tonträger vor allem deshalb zugelegt haben, um so auch an brauchbare VU-Liveinterpretationen zu kommen, können an dieser Stelle also einmal erleichtert durchatmen - das Suchen hat ein Ende... (Mr. Reeds ANIMAL SERENADE ist trotzdem sehr zu empfehlen!)

Hier haben Sie es jedenfalls einmal mit Scheibe Nr.1 zu tun und die kann schon mal durchwegs begeistern, würde ich meinen. Neben VU-Klassikern wie "Waiting For My Man" (das hier anders als die Studioversion interpretiert wird), "Femme Fatale" oder "Heroin" - die allesamt am berühmten "Bananenalbum" vorzufinden sind -, gibt es sozusagen auch schon einige Vorab-Präsentationen von Songs, die eigentlich erst (geht man vom Jahr der Aufzeichnungen, also 1969 aus) am späteren LOADED zu finden sind bzw. am sehr viel später nachgereichten VU (z.B. "Lisa Says", "Sweet Jane", "Rock & Roll" u.a.).
Kurzum: Die Auswahl der Songtitel lässt schon einmal keine Wünsche offen, wie ich finde, wenngleich ich an dieser Stelle nochmal sagen muss, dass man unbedingt auch VOLUME 2 mitbestellen sollte (da sind dann auch noch Tracks drauf, die erst am nachgereichten VU veröffentlicht wurden, wie z.B. "Ocean" oder "I Can't Stand It").

Der größte Pluspunkt ist meiner Meinung nach aber bestimmt die Atmosphäre, die der Tonträger (bzw. beide Tonträger) innehat bzw. ins heimelige Wohnzimmer transportiert. Ich kann mir beim Hören jedes Mal leibhaft vorstellen, wie sich Lou Reed und Co leidenschaftlich ihren Songs widmen - vielleicht (ziemlich wahrscheinlich sogar) in der drückenden Schwüle einer verrauchten Bar oder eines Clubs. Beobachtet werden sie dabei von treuen Fans und Neugierigen, die sich ebenfalls voll und ganz dem dargebrachten musikalischen Output hingeben. Völlig nüchtern müssen dabei weder Band noch Fans gewesen sein...

Zwischendurch sind auch immer wieder kurze Ansprachen zu hören, die meist am Ende eines Tracks drangehängt wurden bzw. gibt's gleich am Anfang eine kurze Eröffnungsrede (von Lou Reed), die einem sofort dabei hilft, sich auf dieses Live-Spektakel einzulassen. Also: An Authentizität mangelt es hier bestimmt nicht!
Soweit mir aufgefallen ist, würde ich vorliegende Scheibe eher laut über Boxen hören, als via mp3-Player oder Kopfhörer. Da kommt die aufregend-angenehme, nahezu intime Live-Atmosphäre am besten rüber, wie ich finde. Nur ein kleiner Tipp meinerseits...
So, nun bin ich mit meinen Weisheiten eh schon am Ende ;)

Fazit: Vorliegende Live-Zusammenstellung klingt trotz verschiedener Aufnahmeorte und 'tage wie aus einem Guss und präsentiert einen höchstcharamanten, authentischen Output ans Songs, die hier teilweise anders bzw. neuartig interpretiert wurden, als die jew. Studiofassungen.
Auch am Klangbild der Scheibe kann man eigentlich nichts aussetzen, wenngleich man freilich bedenken muss, dass es sich hierbei ganz einfach um ältere Aufnahmen handelt, die nicht mit den Live-Standards heutiger Tage verglichen werden können. (Die Lou-Reed-Veröffentlichung LIVE IN CONCERT bzw. LIVE IN ITALY aus den 80ern ist aber vergleichsweise (deutlich) schlechter, wie ich finde!)

Wenn man sich dazu entschließt, dieses Live-Dokument zu erwerben, sollte man auch den 2. Teil (VOLUME 2) gleich mitbestellen. Ursprünglich handelte es sich ja auch um eine gemeinsame Veröffentlichung, die - warum auch immer - gesplittet, also auf 2 einzelnen CDs, am Markt erhältlich ist. Vielleicht könnte man früher oder später wirklich einmal ein Doppelalbum draus machen, liebe Plattenbosse...

1969 (in beiden Teilen) ist sowohl für VU-Jünger und Fans, als auch für allgemein musikinteressierte Menschen eine lohnende Investition!
Mit Sicherheit hat man es hier mit dem besten (offiziell veröffentlichten) Live-Material von TVU zu tun. Ein wunderbares Hörerlebnis für Mußestunden und/oder verregnete Tage, das zeitlos ist und wohl auch bleiben wird und jede größere Musiksammlung zweifelsohne aufwertet.

Tipp: Lesen Sie sich den sehr gelungenen Begleittext (im schmalen Booklet) von Elliott Murphy durch, wenn Sie die Scheibe(n) zuhause laufen haben und stellen Sie sich (so wie er's auch beschreibt) vor, wie junge Menschen in 100 Jahren Musik dieser Art in sich aufsaugen und möglicherweise darüber denken...

Prädikat: SEHR WERTVOLL(ES) (und zeitloses) Rock/Pop-Juwel mit angenehmem Psychedelic-Touch. Viel Freude damit!


Die Gedichte in einem Band
Die Gedichte in einem Band
von Bertolt Brecht
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bert Brecht - (für mich) der größte deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts! Günstiges Gedichte-Gesamtpaket., 29. August 2015
Wenngleich Bertolt Brecht zeitlebens vor allem als Dramatiker und Bühnenautor Bekanntheit erlangte und damit wohl auch seinen Lebensunterhalt bestritt, so wird er kommenden Generationen vor allem als Lyriker in Erinnerung bleiben.
Vorliegender Band bietet einen vollständigen Auszug seines lyrischen Schaffens, wobei alle veröffentlichten Gedichtesammlungen chronologisch hierin abgedruckt sind. Als Draufgabe sind im Anschluss noch die Einzelgedichte (die in keinem offiziellen Lyrikband Brechts veröffentlicht wurden) - wiederum zeitlich (also chronologisch) gereiht - vorzufinden.
Die Form des Schmökers ist recht schlicht und schmucklos ausgefallen (abgesehen vom schönen roten Einband), doch Struktur und Übersichtlichkeit bleiben trotzdem gewahrt und wie schon gesagt bekommt man hier tatsächlich alle Gedichte des Autors in einem Band präsentiert (das dürfte überhaupt einer der wenigen vollständigen Sammelbände sein, soweit ich informiert bin)...

Ich lese gerne und regelmäßig Gedichte und habe mittlerweile sogar schon eine kleine Lyriksammlung zuhause im Bücherregal stehen, die dann und wann durchforstet wird. Darunter sind Autoren wie Erich Kästner, Heinz Erhardt, Paul Celan, Charles Bukowski, Ernest Hemingway, Allen Ginsberg u.a.
Diese kleine "rote Brecht-Bibel" nimmt dabei aber einen ganz besonderen Stellenwert ein. Sie ist sozusagen zu einer Art Dauerkonstanten geworden, die mich immer und immer wieder verblüfft und zugleich - wenigstens kurzzeitig (in einem weiteren Verständnis) - dem Sinn des Lebens gewissermaßen ein Stück weit näherbringt.
Natürlich sind unter den sämtlichen hierin abgedruckten Gedichten auch ein paar schwächere dabei. Dennoch sind jene Buch-Veröffentlichungen, die jeweils nur Auszüge des Lyrikers Brecht präsentieren (z.B. "100 Gedichte"), unangenehm unvollständig und werden dem dichterischen Schaffen dieses begnadeten Analytikers und Schreibers einfach nicht gerecht, wie ich finde. Da ist mir dieser (durchwegs leistbare) Sammelgedichtband um vieles lieber. Mithilfe des im Anhang befindlichen Stichwortverzeichnisses bzw. der Titelübersicht kann man jew. recht rasch und problemlos nach bevorzugtem Lesestoff suchen... Soviel mal dazu.

Problematisch ist aus heutiger Sicht vielleicht Brechts offenes Bekenntnis zum Kommunismus, obwohl ich sagen muss, dass ihn das für mich (und ja, ich habe keine kommunistische Diktatur am eigenen Leib spüren müssen), im Kontext seines Lebenszeitahmens gesehen, irgendwie sogar sympathisch macht. Natürlich wirken Loblieder wie "Lob des Kommunismus" und ähnliche Texte aus heutiger Sicht befremdlich und vielleicht sogar irritierend und abstoßend. Dennoch macht das Brecht in gewisser Weise auch menschlich und authentisch. Außerdem bin ich bez. der politischen Äußerungen Brechts ganz bei Herrn Marcel Reich-Ranicki, der in einem Interview einst gesagt hat, dass Brecht seines Erachtens eigentlich kein wirklich politischer Mensch gewesen sei.
Dem würde ich absolut zustimmen, vor allem, wenn man bedenkt, dass Brecht - trotz eindeutiger linker Tendenzen - vor allem in seinen letzten Lebensjahren (als DDR-Staatsbürger) auch recht unverblümte (und mutige) Kritik am diktatorischen System und dem Stalinismus übte. Das berühmte Zitat, das B.B. nach dem Arbeiteraufstand in der DDR (1953) von sich gegeben hat spricht dabei Bände - "...Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?..."

Und nicht zu vergessen: Der gute Mann hatte bis zu seiner Rückkehr nach (Ost-)Deutschland einen langen Weg hinter sich, der ihn über Skandinavien in die USA geführt hatte. Und selbst im Land der unbegrenzten (Un)möglichkeiten stand Brecht, dem es dort im Großen und Ganzen sicher nicht allzu schlecht ging, dem Kapitalismus sehr kritisch und zurückhaltend gegenüber, genoss gleichzeitig jedoch alle (für ihn wohl selbstverständlichen) Vorteile, die der freie Markt so mit sich brachte... Freilich machte sich der linke deutschprechende Dichter-Promi mit seiner Haltung sofort bei diversen Behörden verdächtig und geriet in den USA deshalb auch recht bald in Verruf deswegen...
Was ich damit sagen möchte: Obwohl Bert Brecht wohl nie die dunkle Schattenseite einer kommunistischen Dikatur am eigenen Leib hat spüren müssen (von ein paar Kleinigkeiten mal abgesehen), was er in den 50ern wahrscheinlich vor allem seinem nahezu unantastbaren Promi-Antifaschisten-Status zu verdanken hatte, hatte er im Laufe seines (leider zu kurzen) Lebens doch verschiedene politische Systeme kennengelernt, die er zumindest oberflächlich erfahren und wahrgenommen haben dürfte. Deshalb eben meine ich, dass seine kommunistischen Liebäugeleien ihm rückwirkend betrachtet nicht wirklich schaden. Nicht wenige Intellektuelle jener Generation fühlten sich (vor allem in der Nazi-Zeit) stark zum verheißungsvollen Neuaufbau einer klassenlosen Gesellschaft hingezogen...

Könnte man Brecht also schlechten Willens (und auch nicht ganz unberechtigt) sein linkes Weltbild vorwerfen, so muss man andererseits dessen unbeugsame antifaschistische Haltung ganz klar hervorheben. Für mich sind ja gerade jene Gedichte, die Brecht zu Beginn der Nazi-Diktatur geschrieben hat sowie jene, die seiner Emigrationszeit entstammen unverwüstliche Lyrik-Momentaufnahmen. In moderner Form (ohne klassische Reim- und Strophenstruktur) und mit klarer, offener und direkter Sprache unterzieht Brecht analytisch hochintelligente Kurzbilanzen in Vers-Form, die - ich glaube sogar weltweit - unerreicht sein dürften. Oft benötigt der Autor nur wenige Worte, um punktgenau den Nerv seiner Zeit und seiner Situation (als Flüchtling) zu treffen. Auch heute noch - und gerade heute - berühren (natürlich auch aufgrund des historischen Kontextes) seine Gedichte aus jener Zeit am meisten. Vielleicht mag das auch daran liegen, dass Brecht sich in dieser Zeit wirklich nach seiner Heimat gesehnt hat, wodurch stets, hinter jeder noch so deutlichen Kritik, eine Art Heimweh-Unterton mitschwingt, die speziell jene lyrische Phase zu etwas ganz Besonderem macht.

Zeitlos und unsterblich hat sich Bert Brecht aber ganz bestimmt auch mit seinen Liebesgedichten gemacht (die immer wieder im Laufe seines Lebens und innerhalb vorliegenden Bandes vorkommen), die abseits jeder Schnulzigkeit, häufig sehr feinfühlige Beziehungsanalysen darstellen, die wohl bis heute und weit darüber hinaus Gültigkeit bewahren dürften. Obwohl der Lyriker Brecht sich (auch hier) oft einer gezielt unblumigen, dirketen Sprache bedient - und wahrscheinlich gerade deshalb - bringt er (s)eine tiefe Sehnsucht (die auch in jenen Gedichten deutlich zu spüren sind) zum Ausdruck, die hinter scheinbar sachlich-nüchternen Wortgebilden erst recht ihre vollste Wirkung zu erzielen vermag.

Fazit: Das Schöne am Lyriker Brecht ist aus meiner Sicht vor allem sein analytisches Feingefühl - mit dem er Beziehungsangelegenheiten ebenso genial beleuchtet und ausdrückt, wie politische Inhalte (wobei ich hier vor allem seine Kritik am Dritten Reich meine). Sprachlich gehört der Autor, Dramatiker und Dichter für mich zu den allergrößten - oft, weil er eben verhältnismäßig klar, direkt und unverblümt Dinge zum Ausdruck bringt und eben beschriebene Dinge auch jener Direktheit bedürfen.
Für mich ist Brecht der größte deutschsprachige Lyriker des vergangenen Jahrhunderts - eigentlich halte ich ihn ja sogar für den bis dato größten Dichter überhaupt. Seine Gedichte treffen auch heute noch den Nerv der Zeit und sind aber gerade rückblickend betrachtet umso erstaunlicher, als dass sie offenbaren, dass er Vieles zu seiner Zeit sehr klar und scharfsinnig wahrgenommen hat.

Dieser (vollständige und günstige) Sammelband ist meines Erachtens ein Muss für eigentlich jedes deutschsprachige Bücherregal!

Unbedingt empfehlenswert!


Black and Blue
Black and Blue

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neben GOATS HEAD SOUP und VOODOO LOUNGE das am meisten unterschätzte Stones-Album (immer noch)!, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Black and Blue (Audio CD)
Freilich spiegelt auch diese Rezension nur die Meinung eines einzelnen wider. Aber als Stones-Fan ist sie mir ein großes Anliegen!

Es ist doch so: Was die Zeit zwischen EXILE... (1972) und EMOTIONAL RESCUE (1980) betrifft, fristen BLACK & BLUE und auch GOATS HEAD SOUP - meiner Meinung nach völlig zu unrecht - eine Art Mauerblümchendasein neben den oftmals so gerühmten IT'S ONLY R&R und SOME GIRLS. (Ebenso ergeht es dem 1994 erschienenen VOODOO LOUNGE ein bisschen, wie ich finde, obwohl da eigentlich weder davor noch danach etwas wirklich Aufregendes passiert ist.)

Ok, BLACK & BLUE hat sicher auch seine Schwächen. Gleich der Beginn mit "Hot Stuff" lässt eine Totalabsumpfung Richtung Synthie-Disco-Pop befürchten. Auch die im Album enthaltene einstige Nr.1-Hit-Single "Fool To Cry" finde ich offengestanden ziemlich schwach. Der Rest des Albums kann sich aber wahrlich hören lassen!
"Hand Of Fate" ist für mich so etwas wie der "Prototyp" einer typischen Stones-Nummer: gleichbleibende Melodiebögen miteinander ständig kommunizierender Gitarren, ein solider, einfach gestrickter Beat und Jaggers eindringlicher Gesang... Auch das oft gescholtene "Cherry Oh Baby" mag ich sehr gern, so albern es auch sein mag. Wären noch die "Prototyp-Ballade" "Memory Motel" (das Jagger und Richards gemeinsam-brüderlich von einander getrennt singen) und "Hey Negrita" (wo R. Wood sogar als Co-Autor erwähnt wird), die man immer und immer wieder hören kann. Ach ja: Das souverän-lässige "Crazy Mama" hätte ich an dieser Stelle fast vergessen...
Also: Lässt man den eigenartigen Start mit "Hot Stuff" (da ist, wenn, eigentlich eher nur der Sound interessant) weg, so ist BLACK & BLUE insgesamt ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Album, das aber trotzdem wie EIN Projekt klingt (was ja auf SOME GIRLS beispielsweise meiner Meinung nach nicht zutrifft). Und auch die Produktion der Platte hat etwas herzerwärmendes, liebevolles an sich. Mag sein, dass sich BLACK & BLUE - wenn man kritisch sein will - ein bisschen durchmischt und chaotisch anhört (was bestimmt auch an den häufig wechselnden Gitarristen, neben Keith, liegt). Vom Gesamtfeeling her würde ich BLACK & BLUE jedoch hinter den überragenden EXILE... und STICKY FINGERS als drittbestes Stones-Album der Siebzigerjahre einstufen, wobei ich GOATS HEAD SOUP (1973) mittlerweile ähnlich gut, wenn nicht sogar besser, finde...

Sie glauben mir nicht? Dann legen Sie sich die Scheibe zu und hören Sie selbst...

Anm.: BLACK & BLUE wurde übrigens zu einem großen Teil in München aufgenommen und ist sozusagen "Made in Germany". Der Sound der Platte lässt jedenfalls vermuten, dass sich die Stones im Zuge der Sessions zu BLACK & BLUE recht wohl gefühlt haben dürften.
Durch und durch eine CHILLIGE und ENTSPANNTE Platte, die Wohlfühlatmosphäre im Wohnzimmer verbreitet.
Deshalb auch 4 Sterne!

----------------ANHANG für Fans & Interessierte--------------------

Ich möchte nun noch kurz auf die einzelnen Songs von BLACK & BLUE eingehen und so einen übersichtlichen - und für Fans hoffentlich interessanten - Einblick bieten. Die Bewertung der Titel erfolgt in Anlehnung an die amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. HOT STUFF +++
Nachdem ich anfangs noch meine Schwierigkeiten mit diesem Song hatte, finde ich ihn mittlerweile gar nicht mehr so schlecht. Die Stones frönen hier dem Funk und klingen dabei auch noch richtig cool (schöner, knackiger Sound). Einzig der sehr flache (und sich oft wiederholende) Text und die überlange Spielzeit schaden dem Track ein wenig. Gar nicht so übel!

2. HAND OF FATE +++++
Einer der allerallerbesten Stones-Songs überhaupt! "Hand Of Fate" genießt in Fan-Kreisen aber ohnehin (zumeist) Kult-Status. Brilliante Gitarrenarbeit (typische Steine-Webmühle!), schöner Aufbau, mitreißende Dynamik und dazu kommt noch Micks toller Gesang. Ohne einem Ron Wood hier zu nahe treten zu wollen, wünsche ich mir jedes Mal, wenn ich den Track höre, heimlich, dass Wayne Perkins (der hier die Solo-Gitarre bediente und einer von vielen wechselnden Gitarristen am Album war) in die Fußstapfen eines Mick Taylor getreten wäre. Wenn sie den nur live öfter spielen würden (kann man übrigens z.B. auf FOUR FLICKS (DVD-Box) in einem Set hören)... Einfach fabelhaft!

3. CHERRY OH BABY +++/++++
Ein ulkiges Reggae-Cover, das meines Erachtens dieses eine Mal wirklich Spaß macht und gute Laune verbreitet. Auch, wenn Gegner und Kritiker behaupten, so etwas nicht von den Rolling Stones hören zu wollen, finde ich, dass der Track super hierher passt. Live dargeboten könnte ich ihn mir offengestanden aber auch nicht sonderlich gut vorstellen... Ich mag's halt irgendwie!

4. MEMORY MOTEL ++++
In dieser zeitlosen Ballade teilen sich Jagger und Richards die Gesangsparts brüderlich (was ja fast einmalig sein dürfte, oder? Abgesehen von "Salt Of The Earth" von BEGGARS BANQUET...). Meiner Meinung nach eine weithin unterschätzte Nummer, die viel Atmosphäre innehat und auch live tadellos funktioniert (man höre NO SECURITY), wenn man sie denn nur auch öfter live spielen würde... Für mich persönlich besser, als z.B. das vielgerühmte "Angie" (auf GOATS HEAD SOUP, das insgesamt aber dennoch weit unterbewertet wird) oder auch "Beast Of Burden" (von SOME GIRLS, das ich hingegen für ziemlich überschätzt halte)... Gut!

5. HEY NEGRITA +++/++++
Kaum ist Ronny Wood zu den Stones gestoßen, wird er auch schon als Co-Autor bzw. Inspirationsquelle erwähnt. Eine seltene Ehre (sieht man mal von "It's Only Rock & Roll" ab), die wohl unterstreicht wie gut und schnell sich der Schelm in die Band integrieren konnte (wenngleich es mit der Bezahlung diesbez. freilich noch lange anders aussah). Der Track ist funky und hat für mich auch so ein bisschen einen Reggae-Touch. Sehr entspannt und lässig!

6. MELODY +++/++++
Wohl der tiefenentpannteste, chilligste Stones-Track aller Zeiten! Tastenzauberer Billy Preston (der auch als Inspirationsquelle genannt wird) steht hier tatsächlich ein wenig im Vordergrund. Fast schon eine "jazzige" Nummer, die wunderbar auf dieses Album passt. Ein Live-Song ist es wohl aber eher nicht...

7. FOOL TO CRY +
Sorry, Fans! Aber für mich ist das einer der allerschlimmsten Stones-Songs überhaupt. Ohrenverklebendes Herumgesülze dieser Art will ich von meinen Steinen einfach nicht hören! Dass ausgerechnet dieser Track ein Hit wurde, ist mir schleierhaft. Der einzige negative Ausreißer auf BLACK & BLUE, den ironischerweise oft die Leute mögen, die mit dem Album insgesamt eher nichts anfangen können... Da steht die Welt (aus bescheidener Stonologen-Sicht) wirklich Kopf...

8. CRAZY MAMA ++++
Eine vom Sound her typische 70er-Jahre-Stones-Hadern mit einem stimmlich gut aufgelegten Mick am Mikro. Hätte vermutlich gar nicht so schlecht auf EXILE gepasst (das ich übrigens verehre!). Aber auch hier, an letzter Stelle eines richtig coolen Stones-Albums, macht sich der Track wunderbar und bietet so eine runden Abschluss!

Schlusswort:
BLACK & BLUE ist die entspannteste und chilligste Scheibe der Rolling Stones, die es am Markt zu kaufen gibt. Trotz eines Kapitalschnitzers (dem aus meiner Sicht höchst unrühmlichen "Fool To Cry") ist es insgesamt ein tolles, kompaktes Stones-Album, das soundtechnisch überzeugen kann und immer wieder aufs Neue Spaß macht. Zudem enthält es mit "Hand Of Fate" ein Song-Kaliber allerhöchster Güte, das wirklich mit zum Besten gehört, was die Glimmer Twins (und Band natürlich) jemals geschaffen haben.

Vor IT'S ONLY R+R und SOME GIRLS würde ich als angehender Stonologe/Steine-Sammler zu diesem Silberling hier greifen. Wie bei einigen eher unbeachteten Platten der Band, dürfte auch hier das eher verhaltene Presse-Echo von einst (aber auch heute noch) ganze Arbeit geleistet haben und bis heute dem Ruf des Albums nachhaltig schaden - was aus meiner Sicht natürlich zutiefst bedeuarlich ist!

Die größte Rock & Roll-Band der Welt frönt dem Funk und dem Reggae, ohne aber ihre Wurzeln dabei vergessen zu lassen. In meinen Ohren hört sich das cool & lässig & entspannt an!


Pearl Jam - Twenty
Pearl Jam - Twenty
von Pearl Jam
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sinnvolle und bereichernde Ergänzung zur gleichnamigen Film-Doku!, 24. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pearl Jam - Twenty (Gebundene Ausgabe)
Mit vorliegendem Werk werden in erster Linie natürlich Pearl-Jam-Fans bedient, die hierin - neben zahlreichen Fotos (in Farbe und Sw) und der anschaulich dargebrachten Geschichte der Band - auch viele, recht intime, Einblicke in das Gefüge der Band erhalten. Der Band ist chronologisch aufgebaut, gut strukturiert, erzählt von den Anfängen der Grunge-Bewegung in Seattle, von Bands und Weggefährten vergangener Tage bis in die (damalige) Gegenwart, liefert aber zugleich auch recht private Einsichten zu einzelnen Personen. Das Schöne daran ist, dass sich die Mannen von Pearl Jam sowie ehemalige Bandmitglieder und/oder Weggefährten hier selbst zu Wort melden - d.h. man hat es hier mit Berichten und Schilderungen aus erster Hand zu tun! Und genau das macht für mich den Reiz dieses Schmökers aus.
Dazwischen werden die (bis dato) veröffentlichten Studioalben beschrieben bzw. wird deren Werdegang/Entstehungsprozess geschildert, was die einzelnen Kapitel schlüssig abrundet bzw. einleitet.

Zudem ist das Werk - trotz einiger Druckfehler (die insgesamt aber verschmerzbar sind) - sehr flüssig und kompakt geschrieben, was die Leselust freilich erhöht. Auch ich verspürte beim Lesen sofort den Drang sämtliche PJ-Alben nebenher auflegen zu müssen, um so einen passenden musikalischen Background zu schaffen. Vielleicht ist das wirklich der nachdrücklichste Beweis dafür, das TWENTY - wenigstens für Fans - absolut empfehlenswert ist.

Aber auch allgemein musikbegeisterte Menschen können es (bei hiesigem Schnäppchenpreis sowieso) einmal mit dieser liebevollen, authentischen und übersichtlichen Bandbiografie versuchen. Pearl Jam sind immerhin fixer Bestandteil neuerer Musikgeschichte und bis heute eine der eindrucksvollsten, energetischsten Bands unserer Zeit!
Tatsächlich melden sich im Verlauf des Schmökers immer wieder prominente Kollegen zu Wort, so etwa z.B. ein Pete Townshend (The Who), Chris Cornell (Soundgarden), Neil Young u.a.

Selbst - oder gerade - wenn man die dazugehörige Film-Doku (TWENTY) gesehen hat, empfiehlt es sich dieses Buch sein eigen zu nennen. Es stellt eine sinnvolle und bereichernde Ergänzung zum Laufbildmaterial dar, das noch tiefere Einblicke gewährt als die DVD bzw. die Bluray-Disc.

Beim aktuellen Preis würde ich an Ihrer Stelle sowieso ehebaldigst zuschlagen, liebe PJ-Fans und Freunde guter Musik!

Eine sinnvolle Ergänzung fürs heimelige Musikliebhaber-Bücherregal, in der man sicher öfter schmökern und nachlesen wird.

Bewertung: Klare 5 STERNE meinerseits!

P.S. Eine übersichtliche Diskografie (mit sämtlichen Bootlegs, Sondereditionen etc.) geht auch mir offengestanden ab - aber das würde vermutlich ein eigenes Buch füllen...


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